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Letzte Änderung für Artikel Sankt-Nicolai-Kirche (Magdeburg): 18.11.2005 21:50

Sankt-Nicolai-Kirche (Magdeburg)

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Nicolaikirche, S├╝dseite
Nicolaikirche, S├╝dseite
Die Sankt-Nicolai-Kirche ist eine evangelische Kirche im Magdeburger Stadtteil Neue Neustadt. Sie ist dem Heiligen Nikolaus geweiht.

(F├╝r die in der Magdeburger Altstadt ehemals bestehende Sankt-Nicolai-Kirche, siehe dort.)

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die gleichnamigen Vorg├Ąngerbauten in der Alten Neustadt

Die Sankt-Nicolai-Kirche geht auf die Tradition von insgesamt 5 Kirchengeb├Ąuden zur├╝ck, die im Laufe der Jahrhunderte im Ort Neustadt bei Magdeburg bestanden und Sankt Nicolaus, als Schutzpatron der Elbschiffer, geweiht waren.

Der Bau einer ersten Nicolaikirche erfolgte ab circa 1150 . Im Zusammenhang von Streitigkeiten zwischen Otto IV. und dem Erzbischof von Magdeburg lie├č Otto IV. die Neustadt und die umliegenden Gebiete verw├╝sten. Dem fiel auch die Kirche zum Opfer.

Es wurde eine zweite Nicolaikirche errichtet, die jedoch bereits 1481 wegen Bauf├Ąlligkeit wieder abgerissen wurde.

Der dritte Bau wurde zwar umgehend begonnen, die Einweihung erfolgte aber erst 1528 . Bereits am 1. April 1554 erfolgte der erneute Abriss des Geb├Ąudes. Diesmal im Zuge der Belagerung der Stadt Magdeburg auf einen Befehl.

Die vierte Kirche wurde am 20. Mai 1585 durch den evangelischen Prediger am Magdeburger Dom Dr. Siegfried Sack eingeweiht. W├Ąhrend der Zerst├Ârungen im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg wurde auch diese Kirche wieder stark besch├Ądigt.

Der f├╝nften Nicolaikirche war ein l├Ąngeres Bestehen verg├Ânnt. Die Einweihung erfolgte am Palmsonntag des Jahres 1654 . Erst als w├Ąhrend der franz├Âsischen Besetzung im Jahre 1813 auf Befehl Napoleons die Magdeburger Vororte Neustadt und Sudenburg f├╝r ein verbessertes Schussfeld bzw. zum Ausbau der Festung Magdeburg weitgehend abgerissen wurden, wurde auch diese Kirche zerst├Ârt. Die Sprengung erfolgte am 27. M├Ąrz 1813.

Geschichte der heutigen Nicolaikirche

Den Neust├Ądter B├╝rgern wurde etwas weiter n├Ârdlich ein neues Gebiet zur Ansiedlung zugewiesen. Dort entstand die Neue Neustadt. Karl Friedrich Schinkel erhielt 1817 den Auftrag f├╝r den Entwurf einer Kirche f├╝r den neuen Ort. Es handelte sich um seinen ersten Kirchenbau. Schinkel schlug zun├Ąchst einen an der Gotik orientierten Bau vor. Der Entwurf wurde jedoch aus Kostengr├╝nden nicht umgesetzt. Ein zweiter Entwurf, der von Johann Conrad Costenoble in Abstimmung mit Schinkel erstellt wurde, wurde vom Magdeburger Stadtkommandanten wegen eines zu hohen Turms abgelehnt. Es wurde ein m├Âglicher feindlicher Einblick in die Festung bef├╝rchtet. F├╝r den dritten Entwurf erfolgte dann 1821 die Grundsteinlegung. Der Bau wurde durch den preu├čischen Staat unter Friedrich Wilhelm III. finanziell unterst├╝tzt. Die Einweihung fand am 10. Oktober 1824 statt.

T├╝rme auf der Ostseite
T├╝rme auf der Ostseite

1845 erfolgte die Erh├Âhung der beiden Kircht├╝rme um ein Geschoss, 1849 wurde eine Kirchenuhr eingebaut. 1858 erfolgte eine Renovierung des Kircheninnenraums, 1862 der Orgel . Nach einem neuen Glockengel├Ąut ( 1860 ) erhielt die Kirche 1866 eine Gasbeleuchtung mit 102 Flammen. Sp├Ąter, Ende der 70er Jahre, erhielt die Kirche auch noch eine Heizung.

Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts fand eine erneute Restaurierung der Kirche statt. So wurde auch ein neuer Altar und bunte Glasfenster angeschafft.

1934 fand ein Umbau statt, im Zuge dessen Einbauten auf der Westempore enfernt und der aus dem Jahr 1712 stammende Taufstein von seinem mittigen Standort vor dem Altar vor den linken Chorbogen umgesetzt wurde.

Im 2. Weltkrieg wurde die Nicolaikirche bei einem Luftangriff am 29. September 1944 durch eine Sprengbombe getroffen. Die Bombe schlug in den S├╝dturm ein. Das obere Stockwerk dieses Turms aber auch Teile des Dachs und der Tonnendecke des Kirchenschiffs wurden zerst├Ârt. Weitere Sch├Ąden entstanden als nach Kriegsende in der N├Ąhe der Kirche befindliche Bunkeranlagen gesprengt wurden.

Der Wiederaufbau begann 1946 und war im wesentlichen bis 1954 abgeschlossen. Das mittlere Fenster der Apsis wurde in diesem Zusammenhang zugemauert. F├╝r diese Fl├Ąche schuf der Maler G├╝nther Johl-Stenal das Wandbild "Durchbrecher aller Bande".

Im Jahr 1993 st├╝rzte an der S├╝dseite der Kirche das Traufgesimse ein. Es wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten eingeleitet die auch eine Erneuerung des morschen, von Kernf├Ąule betroffenen Dachstuhls, eine neue Deckung des Dachs mit Schiefer und eine Erneuerung der Tonnendecke umfassten.

Gestaltung

Die Kirche wurde als Saalkirche im klassizistischen Stil errichtet, wobei die Gestaltung der Fenster sich an die Romanik anlehnt. Das Kirchengeb├Ąude ist verputzt und tr├Ągt ein Satteldach . An der Ostseite befinden sich zwei quadratische vierst├Âckige T├╝rme die den Chor flankieren und mit Walmd├Ąchern versehen sind.

Zugang auf der Westseite
Zugang auf der Westseite

Der Zugang befindet sich auf der Westseite, die von einem gro├čen Dreiecksgiebel ├╝berspannt wird. Durch Lisenen wird die Westfassade in drei gleich gro├če Bereiche unterteilt. Jeder dieser Bereiche tr├Ągt eine gro├če Inschrift: "IM KRIEGSDRANG ZERST├ľRT 1813" "MIT GOTT DURCH K├ľNIGSHULD" "IM FRIEDEN HERGESTELLT 1824".

Seitlich verf├╝gt sie im Inneren ├╝ber zweir├Ąngige Emporen. Die Decke wurde als kassetierte Tonnenw├Âlbung ausgef├╝hrt. Dem rechteckigen Chor folgt eine halbkreisf├Ârmige Apsis, die urspr├╝nglich ├╝ber 3 Fenster mit einer H├Âhe von 7,50 Metern verf├╝gte. Das mittlere Fenster wurde beim Wiederaufbau verschlossen und tr├Ągt nun das Bild "Durchbrecher aller Bande" von G├╝nther Johl-Stendal. Das Bild wurde in Sgraffitto - und Mosaiktechnik ausgef├╝hrt. Auf der nach Au├čen gewandten Seite des ehemaligen Fensters ist in gleicher Art wie am Westgiebel die Inschrift: "ZERST├ľRT 1944 WIEDERHERGESTELLT 1948 - 1954" angebracht.

Das Kirchenschiff verf├╝gt auf den L├Ąngsseiten ├╝ber jeweils sechs hohe Rundbogenfenster.

In der Kirche befindet sich ein Taufbecken aus dem Jahr 1715. Dies entstammt dem Vorg├Ąngerbau in der Alten Neustadt.

Literatur/Quelle

  • Hans-Joachim Krenzke, Kirchen und Kl├Âster zu Magdeburg, 2000
  • Sabine Ullrich, Magdeburg - Architektur und St├Ądtebau, 2001, Halle/Saale, ISBN 3-929330-33-4


Koordinaten: 52,15606┬░ N; 11,63772┬░ O

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