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Letzte Änderung für Artikel Schloss Mansfeld: 10.12.2005 13:24

Schloss Mansfeld

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Burg Mansfeld ist eine Burganlage in Mansfeld im Landkreis Mansfelder Land in Sachsen-Anhalt. Der Burgberg trägt die Ruinen einer bedeutenden Festungsruine sowie die Ruinen dreier Schlösser des Mansfelder Grafengeschlechts.

Schloss Mansfeld
Schloss Mansfeld
Schloss Mansfeld, Ansicht von der Stadt, Minenbastei und Schlosskirche
Schloss Mansfeld, Ansicht von der Stadt, Minenbastei und Schlosskirche
Schloss Mansfeld, Ruine des Schlosses Hinterort
Schloss Mansfeld, Ruine des Schlosses Hinterort
Schloss Mansfeld, innerer Festungsgraben
Schloss Mansfeld, innerer Festungsgraben

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Lange vor der ersten urkundlichen Erw√§hnung im Jahre 1229 bestand eine romanische Befestigung als Sitz des alten mansfeldischen Grafengeschlechts. Der Name Mansfeld wurde 973 erstmalig genannt. Bei Ausgrabungen fand man den Rest eines Bergfriedes und einer Mauer in opus spicatum -Bauweise, die in die zweite H√§lfte des 11. Jhahrhunderts eingeordnet werden k√∂nnen. 1160 ist ein Graf Hoyer von Mansfeld als Grundeigent√ľmer bekannt. 1229 starb das alte Grafengeschlecht aus und die Burg verfiel. Gr√∂√üere Instandsetzungsma√ünahmen sind wahrscheinlich, als Graf Burchard III. von Querfurt (auch Burkhard III. von Querfurt) 1264 seinen Sitz auf der Burg nahm. Im 14. Jahrhundert wurden umfangreiche Ausbauma√ünahmen vorgenommen, so dass die Burg den Belagerungen des Bischofs von Halberstadt 1342 und des Markgrafen von Mei√üen 1362 standhielt.

Im Jahre 1501 erfolgte eine Erbteilung des Mansfelder Grafengeschlechts. Die Grafen begannen den Bau von drei repräsentativen Schlössern auf dem Burgberg, die in der Folge zur Bezeichnung der genealogischen Linien dienten: Vorder-, Mittel- und Hinterort.

Beim Bau der Schl√∂sser wurden die bedeutendsten K√ľnstler der mitteldeutschen Fr√ľhrenaissance hinzugezogen. Kunstgeschichtlich standen die Schl√∂sser in einer Reihe mit der Albrechtsburg in Mei√üen, dem Merseburger und dem Bernburger Schloss. Im Zuge des Schlossbaus wurde 1517 bis 1549 eine gemeinsame starke Befestigungsanlage errichtet. Diese Befestigungen entsprachen der modernen fr√ľhneuzeitlichen Befestigungslehre der Zeit. Unter anderen war der N√ľrnberger Festungsbaumeister und Gesch√ľtzgie√üer Matern Harder am Bau beteiligt. Das Prinzip des ‚ÄěBastionierten Schlosses‚Äú, d. h. dass das Befestigungssystem unabh√§ngig von den Schlossbauten angeordnet war wurde hier verfolgt. Die Festung wurde laufend ausgebaut und verst√§rkt, so dass sie im 16./17. Jh. eine der st√§rksten Festungen Deutschlands war.

Nicht zuletzt wegen der Bau- und Unterhaltungsarbeiten an den beiden Festungen Mansfeld und Heldrungen verfielen die Macht und das Verm√∂gen der Mansfelder Grafen, so dass es 1579 zur Sequestration der Grafschaft kam. Kursachsen und das Erzstift Magdeburg teilten sich in den Besitz. In der 2. H√§lfte des 16. Jh. ging die Festung an das Erzstiftes Magdeburg √ľber. Bis Zur Schleifung der Festung 100 Jahre sp√§ter war die Festung Spielball im Machtstreben der preu√üischen bzw. s√§chsischen F√ľrsten. Kursachsen bef√ľrwortete die Schleifung der Festung, w√§hrend sie das z. T. kurbrandenburgisch administrierte Erzbistum als Vorposten zur st√§rksten Festung an der Elbe, Magdeburg, ausbauen wollte. Im Drei√üigj√§hrigen Krieg wurde die Anlage mehrfach belagert, aber nie im Sturm genommen. 1650 √ľbergab man die Festung an den Grafen von Mansfeld-Hinterort. Sie hatte in dieser Zeit nur noch 12 Mann Besatzung und war in schlechtem baulichem Zustand.

1664 besetzte der magdeburgische Administrator die Befestigung und lie√ü sie instand setzen. Die daf√ľr n√∂tigen finanziellen Mittel presste er den Mansfeldischen St√§nden ab. Weil die St√§dte und St√§nde die Gelder f√ľr die Besatzung und Instandhaltung der Festung nicht mehr tragen konnten, verlangten sie seit 1665 die Aufgabe der Festung. 1672 beschloss der Kreistag zu Leipzig die Schleifung. 1674/75 erfolgte dann die Zerst√∂rung der Festungsanlagen, so dass heute nur noch Ruinen vorhanden sind.

Die Schlösser verfielen seit Ende des 16. Jahrhunderts. Allein Schloss Vorderort wurde weiter instand gehalten und bewohnt.

Besichtigung

Besichtigung nur von außen, Tagungshotel im Schloss.

F√ľhrung durch das Au√üengel√§nde des Schlosses und in die Schlosskirche Juni bis September jeden Samstag und Sonntag jeweils um 14.00Uhr Schloss Mansfeld 034782/20201

Literatur

  • Irene Roch: Schloss Mansfeld, E.A. Seemann Leipzig 1972
  • Irene Roch-Lemmer: Die Best√ľckung der Festung Mansfeld im 16. und 17. Jh., in Burgen und Schl√∂sser in Sachsen-Anhalt, Heft 6, Halle 1997.
  • Irene Roch-Lemmer: Die Schleifung der Festung Mansfeld in den Jahren 1674/75, in Burgen und Schl√∂sser in Sachsen-Anhalt, Heft 11, Halle 2002.
  • Ulf Petzschmann: Mittelalterliche Vorg√§ngerbauten und j√ľngere Befunde auf Schloss Mansfeld, in Burgen und Schl√∂sser in Sachsen-Anhalt, Heft 10, Halle 2001.

Weblinks


Koordinaten: 51¬į 35‚Ä≤ 41.21‚Ä≥ N, 11¬į 27‚Ä≤ 52.87‚Ä≥  O

Wikipedia

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