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Letzte Änderung für Artikel Halle (Saale): 18.02.2006 13:40

Halle (Saale)

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Wappen Karte
Bild:Wappen Halle (Saale).png Karte Halle an der Saale in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis : Kreisfreie Stadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 51° 28' N, 11° 58' O
51° 28' N, 11° 58' O
Höhe : 87 m ü. NN
Fläche : 135,01 km²
Einwohner : 237.513 (30. September 2005)
Bevölkerungsdichte : 1.760 Einwohner je km²
Postleitzahlen : 06001-06132 (alt: 40xx)
Vorwahl : 0345
Kfz-Kennzeichen : HAL
GemeindeschlĂĽssel : 15 2 02 000
Stadtgliederung: 5 Stadtbezirke
mit 35 Stadtteilen
Oberbürgermeisterin : Ingrid Häußler ( SPD )

Halle (Saale) ist eine Stadt in Mitteldeutschland . Mit etwa 239.000 Einwohnern ist sie die bevölkerungsreichste Stadt sowie eines von drei Oberzentren des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Sie hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist gleichzeitig Sitz des Saalkreises. Außerdem ist Halle Bestandteil der „Metropolregion Sachsendreieck“. Nächstgrößere Städte sind Leipzig, etwa 30 km südöstlich, Dresden, etwa 130 km südöstlich und Berlin, etwa 150 km nordöstlich.

Halle ist Sitz der Martin-Luther-Universität Halle- Wittenberg , der Leopoldina und zweier anderer Hochschulen (siehe Bildungseinrichtungen). Ferner ist Halle ein Eisenbahnknotenpunkt mit Rangierbahnhof und eingebunden in das S-Bahn-Netz Halle-Leipzig.

Zu DDR -Zeiten war Halle durch die umliegende Chemieindustrie geprägt. Seit der Wende konzentriert sich die Stadt auf technologieorientierte Branchen (Technologiepark weinberg campus), Lebensmittelindustrie (Halle ist Sitz der Halloren Schokoladenfabrik - der ältesten Schokoladenfabrik Deutschlands - und des Backwaren-Herstellers Kathi) sowie gewerbliche Wirtschaft.

Die Einwohnerzahl der Stadt Halle (Saale) überschritt 1890 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Westlich der Saale entstand in den 1960er Jahren die Wohnvorstadt Halle-Neustadt, die damals sogar als eigenständiger Stadtkreis geführt wurde, jedoch noch vor der Wiedervereinigung Deutschlands wieder mit Halle vereinigt wurde. Dadurch hatte die Stadt Halle 316.000 Einwohner. Bis zum Ende des ersten Quartals 2004 ging die Einwohnerzahl durch zahlreiche Wegzüge um etwa 78.500 zurück. Dabei fiel diese Zahl nur deshalb nicht noch größer aus, weil zeitgleich etwa 95.000 Menschen in die Stadt zogen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Hallmarkt mit Marktkirche
Hallmarkt mit Marktkirche

Halle liegt am Nordwestrand der Leipziger Tieflandsbucht, der größere Teil östlich der schiffbaren Saale, die sich hier in mehrere Arme teilt und eine breite Flussaue bildet, und unterhalb der Mündung der Weißen Elster.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden , genannt im Uhrzeigersinn beginnend im Norden, grenzen an die Stadt Halle (Saale). Mit Ausnahme von Korbetha, Hohenweiden und Döllnitz, die Teil des Landkreises Merseburg-Querfurt sind, gehören alle zum Saalkreis.

Sennewitz und Gutenberg (beide Verwaltungsgemeinschaft Götschetal-Petersberg), Oppin und Peißen (beide Verwaltungsgemeinschaft Saalkreis-Ost ), Einheitsgemeinde Kabelsketal, Einheitsgemeinde Schkopau (ehemalige Verwaltungsgemeinschaft Saale-Elster-Aue), Holleben , Angersdorf und Zscherben (alle Verwaltungsgemeinschaft Westliche Saaleaue ), Bennstedt, Lieskau, Zappendorf und Salzmünde (alle Verwaltungsgemeinschaft Westlicher Saalkreis) sowie Brachwitz ( Verwaltungsgemeinschaft Wettin )

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet ist in die 5 Stadtbezirke Mitte, Nord, Ost, SĂĽd und West gegliedert. Die meisten Stadtbezirke sind in Stadtteile und diese wiederum in Stadtviertel unterteilt.

Die Stadtbezirke mit ihren zugehörigen Stadtteilen sind hier aufgeführt.

Geschichte

Burg Giebichenstein an der Saale, Gesamtansicht von Westen
Burg Giebichenstein an der Saale, Gesamtansicht von Westen
Innenraum der Marktkirche
Innenraum der Marktkirche
Eselsbrunnen am Alten Markt, Junge mit Esel, der auf Rosen geht
Eselsbrunnen am Alten Markt, Junge mit Esel, der auf Rosen geht

Halles Salzquellen - entstanden durch eine geologische Besonderheit die sog. Hallesche Marktplatzverwerfung - wurden bereits in der Vorzeit genutzt. Neuere Grabungen auf dem Markt belegen die Kontinuität der Bedeutung des Salzes für die Stadt. Der Besiedlung des Stadtgebietes in der Vorgeschichte folgten mutmaßlich die Hermunduren , die Angeln und Warnen ( Thüringer ) und die Wenden, welche den Ort Dobrebora nannten. 735 eroberte der fränkische Hausmeier Karl Martell die Gegend um Halle, ließ die Stiftskirchen in Merseburg und Magdeburg errichten und schenkte 738 seinen Soldaten das Salzwerk Dobrebora und die Ritterfahne mit dem Titel "Ritter Unserer Lieben Frauen Brüderschaft". Im Chronicon Moissiacence 806 wird der Ort Halle als "Halla" erstmals genannt, was "Stätte der Salzgewinnung" bedeutet. 968 gründet Otto I. das Erzbistum Magdeburg , zu dem auch Halle bis zum Jahre 1680 gehört. Um 1120 wird die Stadt umfassend erweitert und 1263 wird zwischen dem Magdeburger Erzbischof Rupertus und der Stadt Halle ein Vertrag geschlossen, nach dem der Erzbischof keine Burg im Umkreis einer Meile und keine weiteren Solbrunnen anlegen darf. 1281 wird Halle urkundlich erstmals als Mitglied der Hanse erwähnt und 1310 wird die Selbstverwaltung der Stadt vertraglich festgehalten. 1341 beginnt der Bau für einen starken Turm zwischen Waage und Rathaus, welcher bis 1835 zur sicheren Unterbringung der städtischen Privilegien dient.

1418 beginnt der Bau am Roten Turm, einem Glockenturm „zur Ehre Gottes und der Stadt Halle wie der ganzen Umgebung zur Zierde“. Er wird später zum Wahrzeichen der Stadt. 1478 endet die etwa 200-jährige städtische Selbstständigkeit. 1484 lässt Erzbischof Ernst in der Nordwestecke der Stadt die Moritzburg als befestigtes Wohnschloss erbauen und zieht 1503 feierlich ein. Bis 1680 wird Halle Haupt- und Residenzstadt des Erzbistums Magdeburg sein. 1530 /39 werden die romanischen Basiliken St. Gertraud und St. Marien zur viertürmigen Marktkirche umgebaut.

1541 wird die Reformation eingeführt und das Erzbistum fortan von einem erzbischöflichen Administrator verwaltet. 1625 besetzen Kaiserliche Truppen unter Wallenstein die Stadt. 1637 wird die Moritzburg im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges ausgebrannt. Nach dem Tod des letzten erzbischöflichen Administrators, Herzog August von Sachsen, im Jahre 1680 fällt Halle mit dem gesamten Erzstift Magdeburg an das Kurfürstentum Brandenburg und wird mit diesem ab 1701 Teil des Königreichs Preußen .

1694 wird die Universität Halle mit zunächst vier Fakultäten gegründet.

Nach dem Tilsiter Frieden im Jahr 1807 wird Halle Teil des neugebildeten Königreichs Westphalen. Doch fällt sie 1815 wieder an Preußen , das die Stadt der neu gebildeten Provinz Sachsen, Regierungsbezirk Merseburg, eingliedert. Durch die Verwaltungsgliederung entsteht der bis heute bestehende Saalkreis mit Sitz in Halle. 1819 entsteht der Stadtkreis Halle, der jedoch 1828 bereits wieder aufgelöst und die Stadt unmittelbar der Regierung in Merseburg unterstellt wird. 1882 fahren die ersten Pferdebahnen als Vorläufer der Straßenbahnen. Fortan ist sie quasi eine kreisfreie Stadt, die 1890 die Grenze von 100.000 Einwohner überschreitet und damit Großstadt wird. Außerdem wird 1890, nach Aufhebung der reichsweit 12 Jahre gültigen repressiven Sozialistengesetze , in Halle beim Parteitag der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) die Partei umbenannt in die heute noch unter diesem Namen firmierende SPD . Im April 1891 fährt in Halle die erste elektrische Straßenbahn der "Stadtbahn Halle". Bis Juni 1891 werden drei weitere Linien hinzugefügt. Halle besitzt damit das erste elektrische Straßenbahnnetz Europas.

Halle erleidet im Zweiten Weltkrieg als eine der wenigen größeren deutschen Städte nur geringe Zerstörungen. Zwei Bombenangriffe (der erste am 31. März 1945, der zweite einige Tage später). Ziel waren die Bahnhofsanlagen, die aber nicht getroffen wurden. Zerstörungen nur zwischen Bahnhof und Zentrum (1.Angriff) bzw. im südlichen Stadtteil (2.Angriff). Am 17. April 1945 wird Halle von amerikanischen Truppen besetzt, dabei wird der Rote Turm in Brand geschossen. Dass die Stadt dabei keine größeren Schäden erlitt, verdankt sie dem damals hier ansässigen Felix Graf von Luckner , der zusammen mit dem Oberbürgermeister die Stadt an die amerikanischen Truppen übergab. Im Juli zogen die Amerikaner wieder ab und die Sowjetunion wird die Besatzungsmacht . Halle wird Hauptstadt der Provinz Sachsen, welche kurze Zeit später im Land Sachsen-Anhalt aufgeht. Mit der Auflösung der Länder in der DDR 1952 wird Halle Bezirksstadt des Bezirks Halle.

Die Aufsiedelung des Wohngebiets Halle-West ab 1964 führt 1967 zur Gründung der selbständigen Stadt Halle-Neustadt, die 1971 eine kreisfreie Stadt wird. Im Zuge der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten wird Halle-Neustadt im Mai 1990 wieder mit Halle vereinigt. Die Stadt gehört seither wieder zum neu errichteten Land Sachsen-Anhalt.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden in die Stadt Halle (Saale) eingemeindet:

  • 1817 : Glaucha und Neumarkt
  • 1891 : Gutsbezirk Freiimfelde
  • 1900 : Giebichenstein, Trotha, Kröllwitz und Gut Gimritz (auf der PeiĂźnitzinsel)
  • 1950 : Stadt Ammendorf (mit den Stadtteilen Beesen, Burg in der Aue, Osendorf, Planena und Radewell) sowie Bruckdorf, BĂĽschdorf, Dölau, Diemitz, Dautzsch, Lettin, Mötzlich, Nietleben, Reideburg, Seeben, Wörmlitz-Böllberg, Tornau, Kanena und Passendorf
  • 1967 : Ausgliederung des Neubaugebiets Halle-West nördlich von Passendorf, das unter der Bezeichnung Halle-Neustadt eine selbständige Stadt, später eine kreisfreie Stadt wurde
  • 1990 : Halle-Neustadt

Einwohnerentwicklung

Diagramm zur Bevölkerungsentwicklung
Diagramm zur Bevölkerungsentwicklung

Die Einwohnerzahl der Stadt Halle stieg 1871 auf über 50.000 und verdoppelte sich bis 1890 auf 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Kurz nach der Vereinigung mit Halle-Neustadt hatte die Bevölkerungszahl von Halle mit 316.776 am 30. Juni 1990 ihren historischen Höchststand erreicht. Von 1990 bis 2005 hat die Stadt aufgrund von Abwanderung, Suburbanisierung und Geburtenrückgang rund 80.000 Einwohner verloren und ist auf nunmehr 238.000 geschrumpft. Für das Jahr 2020 wurde vom Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt in der 3. Regionalisierten Bevölkerungsprognose eine Einwohnerzahl von 195.149 vorhergesagt.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1966 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1300 4.000
1500 7.000
1600 10.000
1682 4.000
1751 13.460
1800 15.159
1820 23.408
3. Dezember 1852 Âą 35.076
3. Dezember 1855 Âą 35.500
3. Dezember 1861 Âą 41.500
3. Dezember 1864 Âą 45.800
3. Dezember 1867 Âą 48.900
1. Dezember 1871 Âą 52.600
1. Dezember 1875 Âą 60.503
Jahr Einwohner
1. Dezember 1880 Âą 71.484
1. Dezember 1885 Âą 81.982
1. Dezember 1890 Âą 101.401
2. Dezember 1895 Âą 116.304
1. Dezember 1900 Âą 156.609
1. Dezember 1905 Âą 169.899
1. Dezember 1910 Âą 180.843
1. Dezember 1916 Âą 157.913
5. Dezember 1917 Âą 155.059
8. Oktober 1919 Âą 182.326
16. Juni 1925 Âą 194.575
16. Juni 1933 Âą 209.169
17. Mai 1939 Âą 220.092
1. Dezember 1945 Âą 212.382
Jahr Einwohner
29. Oktober 1946 Âą 222.505
31. August 1950 Âą 289.119
31. Dezember 1955 289.680
31. Dezember 1960 277.855
31. Dezember 1964 Âą 273.987
1. Januar 1971 Âą 257.261
31. Dezember 1975 237.349
31. Dezember 1981 Âą 232.622
31. Dezember 1985 235.169
31. Dezember 1988 236.044
31. Dezember 1990 ² 310.234
31. Dezember 1995 282.784
31. Dezember 2000 247.736
30. September 2005 237.513

¹ Volkszählungsergebnis
² 6. Mai 1990: Vereinigung von Halle und Halle-Neustadt

Halloren, Hallenser und Hallunken

Hallenser, Halloren und Hallunken soll man in Halle an der Saale öfter antreffen. Diese ironisch gemeinte Kategorisierung der Einwohner Halles geht auf Heinrich Heine zurück, der einst von Hallensern, Halloren und Hallunken sprach. Halloren waren demnach die Salzarbeiter, die ursprünglich auf der „Halle“, dem heutigen Hallmarkt, lebten und das weiße Gold gewannen. Als Hallenser dagegen wurden die Händler und Bürger bezeichnet, die um den höher gelegenen Markt, den heutigen Marktplatz, gelebt und mit Salz gehandelt haben. Halunken schließlich mussten sich die Bewohner der heruntergekommenen Vorstadt Glaucha nennen lassen.

Religionen

Die Stadt Halle (Saale) gehörte von Anfang an zum Erzbistum Magdeburg . Ab 1194 gab es in Halle Erzpriestersitze, doch hatte die Stadt wohl erst seit dem 12. Jahrhundert ihre planmäßige Einordnung im Kirchengefüge des Erzbistums. Ab 1518 zog die Reformation Zug um Zug in der Bürgerschaft der Stadt ein. 1541 konnte dieser Prozess abgeschlossen werden und Halle war fortan über viele Jahre eine protestantische Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, doch gründete sich im 17. Jahrhundert auch eine reformierte Gemeinde.

1698 gründete August Hermann Francke in Halle die nach ihm benannten Franckesche Stiftungen, eine bis heute bestehende soziale Einrichtung. 12 Jahre später 1710 war Francke zusammen mit dem Juristen Carl Hildebrand Freiherr von Canstein ( 1667 - 1719 ) Mitbegründer der Cansteinschen Bibelanstalt, die bis heute ihren Sitz in Halle hat und sich dem Druck und der Verbreitung von Bibeln widmet.

Nach dem Übergang an Preußen gehörte die Stadt zum Herzogtum Magdeburg und teilte die kirchlichen Geschicke mit dem ganzen Herzogtum, das heißt 1817 wurden in ganz Preußen lutherische und reformierte Gemeinden zu einer einheitlichen Landeskirche ( Unierte Kirche ) vereinigt. Alle Kirchengemeinden Halles gehörten danach zur "Evangelischen Kirche in Preußen" beziehungsweise deren Provinzialkirche Sachsen, deren Oberhaupt der jeweilige König von Preußen als "summus episcopus" war. Nach Wegfall des Landesherrlichen Kirchenregiments 1918 war die Provinzialkirche Sachsens Gründungsmitglied der "Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union" und 1947 wurde sie eine selbständige Landeskirche ( Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen ) mit einem Bischof an der Spitze. Die protestantischen Kirchengemeinden Halles gehören - sofern es sich nicht um Freikirchen handelt - zum Kirchenkreis Halle-Saalkreis innerhalb der Propstei Halle-Naumburg, deren Sitz sich in Halle befindet.

Im 19. Jahrhundert vermehrte sich auch die Zahl der Katholiken in Halle. Sie gehörten ab 1821 zum Bistum beziehungsweise ab 1929 Erzbistum Paderborn. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es für den Erzbischof immer schwerer seine Amtsgeschäfte im Ostteil seines Erzbistums wahrzunehmen. Daher wurde in Magdeburg 1946 ein Generalvikar eingesetzt, der 1949 zum Weihbischof ernannt wurde und zu dessen Amtsbezirk auch die Pfarrgemeinden in Halle gehörten. Durch die Neuordnung der katholischen Kirche in der DDR wurden die Gebiete 1972 formell abgetrennt und zum Bischöflichen Amt Magdeburg erhoben. Leiter dieses Amtes wurde ein Apostolischer Administrator mit dem Titel Bischof. Am 8. Juli 1994 wurde das bisherige Bischöfliche Amt Magdeburg zum Bistum erhoben und (wieder) der Erzdiözese Paderborn als Suffraganbistum unterstellt. Die Pfarrgemeinden Halles gehören somit heute zum Dekanat Halle innerhalb des Bistums Magdeburg.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es aber noch unzählige andere Kirchen, die hauptsächlich als Freikirchen bezeichnet werden. In Halle gibt es außerdem zwei jüdische Gemeinden . Eine Gemeinde gehört dem Zentralrat der Juden in Deutschland an und zählt 750 Mitglieder, die andere befindet sich unter dem Dach der liberalen Gemeinden Deutschlands, der Union progressiver Juden in Deutschland und zählt 250 Mitglieder.

Die große Mehrzahl der Hallenser Bevölkerung ist jedoch säkularisiert.

Politik

An der Spitze der Stadt Halle stand der vom Erzbischof unter Oberhoheit des Burggrafen eingesetzte Schultheiß beziehungsweise Salzgraf. 1258 taucht erstmals der Rat auf. Doch wurde er vom Landesherrn, dem Erzbischof von Magdeburg, erst 1310 verfassungsmäßig anerkannt. Danach konnte das Bürgertum auch ein Mitspracherecht in der Stadtverwaltung erlangen. Nach dem Übergang an Preußen setzte der preußische König 1780 einen Oberbürgermeister ein. Ab 1807 war Halle Teil des Königreichs Westfalen und wurde von einem "Maire" geleitet. Nach dem erneuten Übergang an Preußen 1815 stand wieder ein Bürgermeister an der Spitze der Stadt und 1831 wurde die preußische Städteordnung eingeführt. Danach stand an der Spitze der Stadt der Bürger- beziehungsweise Oberbürgermeister.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den "Rat der Stadt" mit einem Oberbürgermeister. Der Rat wurde vom Volk gewählt. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das nunmehr als Stadtverordnetenversammlung , später Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums ist der "Stadtratsvorsitzende". Das Gremium wählte anfangs auch den Oberbürgermeister . Seit 1993 wird der Oberbürgermeister direkt von den Bürgern der Stadt gewählt.

BĂĽrger- beziehungsweise OberbĂĽrgermeister seit 1798 :

  • 1798 – 1808 : Christian Friedrich Christoph Stelzer
  • 1808 – 1827 : Ludwig Carl Heinrich Streiber
  • 1827 – 1837 : Dr. Carl Albert Ferdinand Mellin
  • 1838 – 1842 : Johann Ferdinand August Schröner
  • 1843 – 1855 : Karl August Wilhelm Bertram
  • 1856 – 1880 : Franz von Voss
  • 1880 – 1881 : Richard Wilhelm Bertram
  • 1882 – 1906 : Gustav Staude
  • 1906 – 1933 : Dr. Richard Robert Rive
  • 1933 – 1945 : Dr. Dr. Johannes Weidemann
  • 1945 : Dr.-Ing. Dr. Theodor Lieser
  • 1945 – 1946 : Heinrich Mertens
  • 1946 – 1951 : Karl Pretsch
  • 1951 – 1955 : Kurt RoĂźner
  • 1955 – 1957 : Herbert Schuberth
  • 1957 – 1984 : Hans PflĂĽger
  • 1984 – 1989 : Christoph Anders
  • 1989 – 1990 : Eckhard Pratsch
  • 1990 – 1991 : Peter Renger
  • 1991 – 2000 : Dr. Klaus Peter Rauen (CDU)
  • 2000 –heute: Ingrid HäuĂźler ( SPD )

Stadtrat

Der Stadtrat der Stadt Halle setzt sich neben der OberbĂĽrgermeisterin seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 aus folgenden Sitzen zusammen:

PDS CDU SPD GRĂśNE Wir fĂĽr Halle FDP MitBĂĽrger GRAUE FORUM WG-VS '90 e. V. Halle NPD UBL Gesamt
2004 14 14 10 3 3 3 3 2 1 1 1 1 56
1999 14 16 12 2 0 2 1 1 2 1 0 4 55

Wappen

Das Wappen der Stadt Halle (Saale) zeigt in Silber einen nach oben geöffneten roten Mondsichel zwischen zwei roten Sternen oder eine Siedepfanne mit zwei Salzkristallen.

Das Wappen taucht erstmals in einem Gerichtssiegel des 14. Jahrhunderts auf und wurde alsbald in das Ratssiegel der Stadt aufgenommen, das seinerzeit eine thronende Maria darstellte. Um das Jahr 1450 wurden Mond und Sterne als offizielles Stadtwappen eingeführt. Über die Bedeutung gibt es keinerlei Nachweise, lediglich sagenhafte Erzählungen, die versuchen, die Wappensymbole zu deuten. Die älteste noch erhaltene Darstellung des Wappens stammt aus 1457 und befindet sich an der Moritzburg über dem Moritztor.

Einer Sage über die Entstehung des Wappens nach wurde der Bischof von den Halloren gebeten eine Stadt an der Stelle ihrer Hütten errichten zu dürfen. Der Bischof lachte und fragte ob sie jemanden gefunden hätten, der ihre Hütten kaufen wolle. Darauf antworteten die Halloren; „Han wir hüte Water und Holt, So han wir morne Silber und Gold“. Darauf hin erwiederte der Bischof „Nun so baut in Gottes Namen mit Wasser und Holz und es leuchte euch Sonne, Mond und Sterne“

Städtepartnerschaften

Halle (Saale) unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft :

  • Oulu ( Finnland ), seit 1968
  • Coimbra ( Portugal ), seit 1974
  • Linz ( Ă–sterreich ), seit 1975
  • Grenoble ( Frankreich ), seit 1976
  • Karlsruhe (Baden-WĂĽrttemberg), seit 1987
  • Hildesheim (Niedersachsen), seit 1992
  • Ufa ( Baschkirien , Russland ), seit 1997 (erneuert, war schon vor 1990 Partnerbezirk)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Neben vielem Neuen zeigt sich auch Verfall, auch Folge sozialistischer Misswirtschaft und heutigem dramatischen Bevölkerungsrückgang.
Neben vielem Neuen zeigt sich auch Verfall, auch Folge sozialistischer Misswirtschaft und heutigem dramatischen Bevölkerungsrückgang.

Im Nordosten des Stadtgebiets von Halle (Saale) führt die Bundesautobahn 14 Magdeburg-Leipzig-Dresden vorbei. Sie kreuzt sich östlich von Halle am "Schkeuditzer Kreuz" mit der A9 München-Berlin. Zukünftig gibt es den Anschluss an die A 38 Leipzig-Göttingen. Im Westen ist die 2004 eröffnete A 143 (Mitteldeutsche Schleife). Durch das hallesche Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 6 , B 91 , B 80 und B 100 .

Der Hauptbahnhof Halle ist ein Bahnknotenpunkt mit ICE -Anschluss an die Strecke Frankfurt-Berlin. Der internationale Flughafen Leipzig/Halle befindet sich nur 15 Kilometer östlich der Stadt beim Schkeuditzer Kreuz und hat Bahnanschluss.

Den öffentlichen Personennahverkehr ÖPNV bedienen einerseits die S-Bahn-Linie S7 und die seit Ende 2004 mit der S-Bahn Leipzig zu einem gemeinsamen S-Bahn-Netz Leipzig-Halle im Halbstundentakt verbundene S10, sowie andererseits mehrere Straßenbahn- und Omnibuslinien der HAVAG (1918 bis 1951 Städtische Straßenbahn Halle, 1951 bis 1990 Verkehrsbetriebe Halle).

Am 11. Januar 2006 wurde die neu erbaute Berliner Brücke eröffnet. Der 29 Millionen Euro teure Neubau soll die 1913 erbaute Berliner Brücke ersetzen, die modernen Verkehrsanforderungen nicht mehr gerecht wird. Der Abriss des historischen Bauwerks begann am 16. Januar 2006.

Projekte der Stadt

  • Projektstadt der IBA Stadtumbau 2010 mit dem Thema "Balanceakt Doppelstadt"
  • Riebeckplatz - komplexer Umbau eines der größten städtischen Kreisverkehre in Deutschland
  • Bau einer dritten SaalebrĂĽcke zur Entlastung der innerstädischen Tangenten
  • Bau der HaupterschlieĂźungsstraĂźe Halle-Ost zur Verbindung von B6, B91 und B100
  • angedacht ist der Wiederaufbau des Alten Rathauses auf dem Marktplatz
  • Umgestaltung des Marktplatzes bis FrĂĽhjahr 2006
  • Multimediastandort: Mitteldeutsches Medienzentrum (MMZ), eröffnet 10/2005
  • Technologiepark weinberg campus, mit 650 Mio. EUR Investition zweitgrößter Technologiepark Ostdeutschlands
  • Halles 1200-jähriges Stadtjubiläum 2006
  • 10. Sachsen-Anhalt-Tag 14.-16.07.2006, Volksfest in der Innenstadt
  • Errichtung eines Geisteswissenschaftlichen Zentrums als Komplex zur MLU gehörig

Medien

  • In Halle steht das Hörfunkzentrum des MDR .
  • Funkhaus Halle (89,0 RTL und Radio Brocken)
  • Lokalfernsehsender TV Halle
  • Mitteldeutscher Verlag

AuĂźerdem gibt es das nichtkommerzielle Lokalradio Radio Corax.

Printmedien

  • Als Tageszeitung erscheinen die Mitteldeutsche Zeitung, die mehrere Lokalausgaben hat, sowie eine Regionalausgabe der Bild-Zeitung fĂĽr Halle.
  • Daneben gibt es mehrere Anzeigenblätter und Veranstaltungsmagazine.
  • REGJO - Das Regionaljournal fĂĽr den Wirtschaftsraum Leipzig/Halle

Ansässige Unternehmen

  • Stadtwerke Halle
  • Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG)
  • Kathi Backmischungen
  • Halloren Schokoladenfabrik
  • KSB-Pumpen, Niederlassung, größter Industriebetrieb in der Stadt mit 450 Mitarbeitern (2005)
  • Transformatorenwerk , ABB
  • Waggonbau Ammendorf ( Bombardier -Gruppe), schlieĂźt Ende 2005
  • zahlreiche Callcenter ( ADAC , „buw“, Dell , Regiocom, Transcom und andere), wichtigste Wachstumsbranche in Halle mit ca. 2500 Beschäftigten (Stand 2005)
Leipziger StraĂźe, Boulevard
Leipziger StraĂźe, Boulevard

Ă–ffentliche Einrichtungen

Die Stadt Halle ist Sitz folgender Einrichtungen, Institutionen und Körperschaften des öffentlichen Rechts :

  • Bundesgrenzschutzamt Halle
  • Bundesvermögensamt Halle
  • Kreiswehrersatzamt Halle
  • Kulturstiftung des Bundes - Stiftung fĂĽr die Förderung von Kunst und Kultur im Rahmen der Zuständigkeit des Bundes
  • Landratsamt Saalkreis
  • Landesverwaltungsamt (ehem. Regierungspräsidium)
  • LVA, Landesversicherungsanstalt

Bildung und Forschung

  • Martin-Luther-Universität Halle- Wittenberg - Die Universität entstand 1817 durch Vereinigung der beiden Universitäten Wittenberg (gegrĂĽndet 1502 als Kursächsische Landesuniversität) und Halle (gegrĂĽndet 1694 ). In Napoleonischer Zeit waren beide Einrichtungen kurzzeitig geschlossen. 1993 wurde die Pädagogische Hochschule Halle-Köthen und Teile der Technischen Hochschule Merseburg integriert.
  • Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt - mit 5,3 Mio. Bestandseinheiten die größte wissenschaftliche Allgemeinbibliothek des Landes
  • Burg Giebichenstein - Hochschule fĂĽr Kunst und Design; Die Hochschule hat ihren heutigen Status seit 1958 . Sie geht jedoch auf eine reformierte Werkkunstschule zurĂĽck.
  • Evangelische Hochschule fĂĽr Kirchenmusik Halle - Die Hochschule geht zurĂĽck auf die Evangelische Kirchenmusikschule Aschersleben, die 1926 als erste Einrichtung ihrer Art gegrĂĽndet wurde. 1939 wurde diese nach Halle verlegt und seit 1993 ist sie eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen .
  • Leopoldina - Deutsche Akademie der Naturforscher. Sie wurde 1652 in Schweinfurt gegrĂĽndet und ist damit die älteste Akademie (naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft) in Deutschland. Seit 1878 hat sie ihren Sitz in Halle (Saale).
  • Max-Planck-Forschungsstelle fĂĽr Enzymologie der Proteinfaltung
  • Max-Planck-Institut fĂĽr ethnologische Forschung
  • Max-Planck-Institut fĂĽr Mikrostrukturphysik
  • Fraunhofer-Institut fĂĽr Werkstoffmechanik
  • Leibniz-Institut fĂĽr Pflanzenbiochemie
  • Leibniz-Institut fĂĽr Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO)
  • Institut fĂĽr Strukturentwicklung und Wirtschaftsförderung
  • Institut fĂĽr Wirtschaftsforschung Halle (IfW)
  • UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ)
Blick zur Saale bei Kröllwitz mit der aus dem Volkslied bekannten Gaststätte Krug zum grünen Kranz
Blick zur Saale bei Kröllwitz mit der aus dem Volkslied bekannten Gaststätte Krug zum grünen Kranz
  • Deutsches Jugendinstitut , AuĂźenstelle Halle

Freizeit- und Sportanlagen

  • Naturbäder: Hufeisensee, Heidesee, Angersdorfer Teiche
  • Stadien: Kurt-Wabbel, Stadion am Bildungszentrum (Neustadt), Stadion der Waggonbauer (Ammendorf), Leichtathletikstadion Robert-Koch
  • FuĂźballplätze (Vereinsplätze): Hallescher FC, VfL Halle 96 u. a.
  • Eisporthalle : Saale-Bulls Halle
  • Sportkomplex Brandberge: Leichtathletikhalle, Mehrzweckhalle
  • Tennisplätze (Klubanlagen): Sandanger, Böllberger Weg u. a.
  • Pferderennbahn
  • Flugsport, Flughafen Halle-Oppin

Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten

Marktplatz mit Rotem Turm und Marktkirche, bilden zusammen die bekannten "FĂĽnf TĂĽrme" der Stadt
Marktplatz mit Rotem Turm und Marktkirche, bilden zusammen die bekannten "FĂĽnf TĂĽrme" der Stadt
Händelhaus
Händelhaus
Opernhaus Halle
Opernhaus Halle
Halle um 1900
Halle um 1900
Wasserturm Nord
Wasserturm Nord

Sehenswert ist in Halle vor allem die bemerkenswert gut erhaltene historische Altstadt.

Theater

  • Opernhaus Halle - Musiktheater und Ballett (BALLETT ROSSA)
  • neues theater Halle - Sprechtheater mit mehreren BĂĽhnen, gelegen auf der vom langjährigen Intendanten Peter Sodann entwickelten sog. "Kulturinsel"
  • Puppentheater der Stadt Halle - Puppentheater fĂĽr Erwachsene und Kinder
  • Thalia Theater Halle - Kinder- und Jugendtheater
  • Theatrale - oder auch "Freie Komödianten" genannt
  • Theater Apron - Freie Theatergruppe, bestehend aus Studenten
  • Schiller-BĂĽhne - ein Wandertheater
  • Figurentheater Anna-Sophia - Klassische und moderne Märchen mit Puppen fĂĽr Kinder
  • Steintor VarietĂ©

Museen

  • Händelhaus (Geburtshaus des Komponisten), Musikmuseum der Stadt Halle
  • Moritzburg (Halle) Stiftung Moritzburg / Staatliche Galerie
  • Beatles Museum
  • Geiseltalmuseum
  • Landesmuseum fĂĽr Vorgeschichte
  • Stadtmuseum Halle , Christian-Wolff-Haus
  • Museum in den Franckeschen Stiftungen (Schulstadt)
  • Salinemuseum
  • Marienbibliothek

Sonstige SehenswĂĽrdigkeiten

(Die mit † gekennzeichneten Einträge sind nicht ständig geöffnet und nur zu besonderen Anlässen zu besichtigen.)

  • Burg Giebichenstein am Saaleufer
  • Leipziger Turm, ein frei stehender Wartturm aus der Mitte des 15. Jahrhunderts
  • Roter Turm (mit 76 Glocken zweitgrößtes Glockenspiel weltweit) und Marktkirche St. Marien , die zusammen "FĂĽnf TĂĽrme" als Wahrzeichen Halles ergeben
  • Marienbibliothek, die älteste und größte evangelische Kirchenbibliothek in Deutschland †
  • Alter Markt mit Eselsbrunnen (1906) und Moritzkirche (Halle)
  • Hallescher Dom mit Neuer Residenz
  • Naherholungsgebiete Saaleaue PeiĂźnitzinsel und Dölauer Heide
  • Stadtgottesacker (von Ratsbaumeister Nickel Hoffmann 1557-1594 errichtet), eine der wenigen noch erhaltenen Camposanto -Friedhofsanlagen nördlich der Alpen
  • Konzerthalle Ulrichskirche
  • Stadthaus
  • Franckeschen Stiftungen mit dem größten Fachwerkhaus Europas
  • Durch Halle fĂĽhrt die FerienstraĂźe "StraĂźe der Romanik" sowie der Saale-Radwanderweg
  • Hallescher Bergzoo
  • Botanischer Garten der Martin-Luther-Universität
  • Geologischer Garten am Institut fĂĽr Geologische Wissenschaften der Martin-Luther-Universität
  • Planetarium Halle mit Himmelsprojektor auf der PeiĂźnitz
  • Ă„ltestes noch erhaltenes Parkhaus (Grossgarage) in Deutschland, Liebenauer StraĂźe †(derzeit Ruine)

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Vor Ostern: FrĂĽhjahrsmarkt (Rummel) bei der Eissporthalle
  • April: Internationales Boxturnier um den Chemiepokal - größes Amateurboxturnier in Europa (seit 1970)
  • Mai: Hallesche Musiktage an verschiedenen Spielstätten
  • Mai: Internationales Kinderchorfestival "Fröhlich sein und singen"
  • Juni: Händel-Festspiele mit "Händels Open"
  • August: Hallesches Laternenfest auf der PeiĂźnitzinsel, mit Bootskorso auf der Saale, Konzerten der Pop- und Rockmusik, Höhenfeuerwerk, Fischerstechen der Halloren
  • September: Salzfest um die Saline
  • September: Mitteldeutscher Marathon Halle-Leipzig
  • Dezember: Weihnachtsmarkt

Die Saalestadt feiert 2006 ihr 1200-jähriges bestehen und richtet den Sachsen-Anhalt-Tag aus.

Persönlichkeiten

  • Emil Abderhalden Biochemiker an der Universität, Leopoldina
  • Rudolf Agricola (1900-1985), nach 1933 Widerstandskämpfer, von 1948 bis 1956 Politökonom an der Universität.
  • Carl Hildebrand v. Canstein * 4. August 1667 auf Gut Lindenberg/Mark Brandenburg, Jurist und Bibeldrucker
  • Georg Cantor * 3. März 1845 in Sankt Petersburg, † 6. Januar 1918 in Halle (Saale), Mathematiker
  • Charles Crodel * 16. September 1894 im Marseille, † 28. November 1973 in MĂĽnchen, Maler, Lehrer an der Burg Giebichenstein
  • Dorothea Christiane Erxleben , * 13. November 1715 in Quedlinburg; † 13. Juli 1762 ebenda; gebĂĽrtige Leporin; promovierte als erste Frau in Deutschland zum Dr. med. an der Halleschen Universität
  • Ernst von DobschĂĽtz (* 9. Oktober 1870 in Halle (Saale); † 20. Mai 1934 ebenda), international bekannter Theologe, Professor und (zeitweise) Rektor der Universität Halle
  • August Hermann Francke * 22. März 1663 in LĂĽbeck, † 8. Juni 1727 in Halle (Saale), Pietist, Theologe und Sozialpädagoge
  • Helene Glatzer * 8. Februar 1902 in Berlin-Neukölln , † 31. Januar 1935 in Halle (Saale), antifaschistische Widerstandskämpferin
  • Mathis Gothart-Nithart , genannt Matthias GrĂĽnewald, * 1475 oder 1480 in WĂĽrzburg, † 31. August 1528 in Halle, Maler und Grafiker
  • Christian Ludwig Nitzsch , Biologe (* 1782 - † 1837 )
  • Justus Jonas * 5. Juni 1493 in Nordhausen, † 9. Oktober 1555 in Eisfeld; eigentlich Jodocus Koch, Reformator der Wittenberger Reformation
  • Martin Kähler * 6. Januar 1835 in Neuhausen bei Königsberg, † 7. September 1912 in Freudenstadt (Schwarzwald) evangelisch-lutherischer Oberpfarrer und Konsistorialrat
  • Julius KĂĽhn * 23. Oktober 1825 in Pulsnitz/Oberlausitz, † 14. April 1910 in Halle (Saale), BegrĂĽnder und Gestalter des Universitätsstudiums der Agrarwissenschaften in Deutschland
  • Johann Peter von Ludewig * 5. August 1668 in Honhardt; † 7. September 1743 in Halle; Professor fĂĽr theoretische Philosophie, Geschichte und Rechtswissenschaften an der Universität Halle; 1721 Kanzler der Universität Halle; 1741 Kanzler der Regierung des Herzogtums Magdeburg; Verfasser des Staatshandbuches zu den deutschen Territorien Germania Princeps; Namensgeber der LudwigstraĂźe in Halle.
  • Johann Friedrich Reichardt . * 25. November 1752 in Königsberg/ PreuĂźen; † 27. Juni 1814 in Giebichenstein bei Halle; Komponist und Musikschriftsteller
  • Johann Christian Reil * 20. Februar 1759 in Rhaude (Ostfriesland); † 22. November 1813 in Halle; Arzt und Professor in Halle. Er erfand 1808 den Begriff "Psychiaterie", aus dem sehr schnell die "Psychiatrie" wurde.
  • Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher * 21. November 1768 in Breslau; † 12. Februar 1834 in Berlin; protestantische Theologe
  • Otto SchlĂĽter , * 12.November 1872; + 12. Oktober 1959 in Halle; Geograph, 1911 Ordinarius in Halle, 1952 Präsident der Leopoldina
  • Friedrich August Gottreu Tholuck , * 30. März 1799 in Breslau, Theologe
  • Christian Thomasius * 1. Januar 1655 in Leipzig; † 23. September 1728 in Halle; Jurist und Philosoph
  • Richard von Volkmann * 17. August 1830 in Leipzig, † 28. November 1889 in Jena; BegrĂĽnder der modernen wissenschaftlichen Orthopädie
  • Christian Wolff * 24. Januar 1679 in Breslau; † 9. April 1754 in Halle; Universalgelehrter, Philosoph, Jurist und Mathematiker
  • Willi Sitte , Maler, geb. 1921, langjähriger Präsident des Berufsverbandes Bildender KĂĽnstler in der DDR, Direktor an der Burg Giebichenstein
  • Georg Friedrich Händel , dt. Komponist zu Zeiten des Barocks, war Zeitgenosse Johann Sebastian Bachs und Georg Philipp Telemanns , * 1685 in Halle †1759 in London

EhrenbĂĽrger

  • Peter Sodann geb. 1936 in MeiĂźen. Schauspieler und Intendant des Neuen Theaters bis 2005
  • Hans-Dietrich Genscher geb. 1927 in Reideburg (heute zu Halle). Politiker (u.a. (west-)deutscher AuĂźenminister 1974 – 1992 )
  • Dr. Marianne Witte, geb. 1923 in Marburg/Lahn. Tochter des Nobelpreisträgers fĂĽr Chemie Prof. Karl Ziegler , finanzierte die Sanierung des Stadtgottesackers
  • Richard von Volkmann -Leander, Mediziner, geb. 17. August 1830 (Leipzig), gest. 28.11.1889
  • Paul Raabe , geboren 1927 in Oldenburg. Prof. Dr. phil. Drs. mult. h. c., 1992-2000 Leiter der Franckeschen Stiftungen
  • Robert Franz, eigentl. Robert Knauth, *28. Juni 1815 (Halle), †24. Oktober 1892 (Halle), Komponist

Söhne und Töchter der Stadt Halle

  • z. B. Hans-Dietrich Genscher , Georg Friedrich Händel , GĂĽnther Krause, Hans-Christian Ströbele , Dr. Volkhard Uhlig , Helmut Uhlig, Margot Honecker uvm.

Literatur

  • Erich Keyser: Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Band II Mitteldeutschland – Im Auftrag der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der UnterstĂĽtzung des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart 1941
  • Armin Stein: Die Stadt Halle an der Saale (Nachdruck d. Ausgabe v. 1924). Wort & Werk, Halle 1996 – ISBN 3895570567
  • Thomas Bienert: Halle an der Saale. Sutton, Erfurt 2002 – ISBN 3897024594
  • Holger Zaunstöck: Halle zwischen 806 und 2006. mdv, Halle 2001 – ISBN 3898121054
  • Werner Freitag / Heiner LĂĽck: Halle und das Salz. mdv, Halle 2002 – ISBN 3898121615

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Allgemeines

Informationen aus der Umgebung

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