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Letzte Änderung für Artikel Flughafen Leipzig/Halle: 12.02.2006 14:27

Flughafen Leipzig/Halle

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Flughafen Leipzig/Halle
Schnellinfo
Typ Flughafen Internationaler Flughafen
IATA LEJ
ICAO EDDP
Betreiber Flughafen Leipzig/Halle GmbH
Eröffnung 1927
Höhe 142 m
Breite 51° 25' 26" N
LÀnge 12° 14' 11" O
Startbahn
Richtung LÀnge OberflÀche
Meter Fuß
08/26 3.600 11.811 Beton , PCN 80 (zukĂŒnftig Runway 08L/26R)
10/28 geschlossen 0 wird umgebaut zu 08R/26L
Statistik
Passagiere (2005) 2.127.895
Davon Linienverkehr 735.209
Luftfracht (2005) 14.867 t
KapazitÀt 4,5 Mio Passagiere
FlÀche 1400 Hektar
BeschÀftigte (Gesamt) ca. 2.000
BeschÀftigte (Betreiber) 267

Der Flughafen Leipzig/Halle ist ein Flughafen in Mitteldeutschland , nahe der Stadt Schkeuditz (Sachsen), auf halbem Wege zwischen den GroßstĂ€dten Halle (Saale) und Leipzig gelegen.

Inhaltsverzeichnis

Fluggesellschaften und Ziele


Im Flugplan 2006 werden von Februar bis Oktober 2006 insgesamt 84 Ziele angeflogen, davon sechs innerdeutsche Verbindungen nach Hamburg, Dortmund, DĂŒsseldorf, Köln/Bonn, Frankfurt, NĂŒrnberg, Stuttgart und MĂŒnchen.


Gesellschaften sind (in alphabetischer Reihenfolge):

Anfahrt

Straße

Eine Boeing beim Überfahren der RollbrĂŒcke West
Eine Boeing beim Überfahren der RollbrĂŒcke West

Der Flughafen Leipzig/Halle befindet sich 18 km nordwestlich von Leipzig am Autobahnkreuz Schkeuditz an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Er ist durch die Autobahnen A 14 und A 9 angebunden. Die A 14 ist ein Glied des großen mitteldeutschen Autobahnringes " Mitteldeutsche Schleife ").

Schiene

Der Flughafen Leipzig/Halle ist einer von wenigen deutschen Airports, die ĂŒber einen Airportbahnhof in das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn eingebunden sind. Seit Dezember 2002 verkehrt der FlughafenExpress der Deutschen Bahn zwischen dem Leipziger Hauptbahnhof und dem Airport. Die Fahrtzeit betrĂ€gt 15 Minuten und beinhaltet einen Stopp am neuen MessegelĂ€nde. Seit der Einbindung des Flughafens Leipzig/Halle in das Fernbahnnetz der Deutschen Bahn AG im Juni 2003 verkehrt der FlughafenExpress im Stundentakt auch in Richtung Halle/Saale.

Insgesamt verkehren derzeit rund 100 Nah- und FernverkehrszĂŒge pro Tag ĂŒber den Flughafenbahnhof des Airports Leipzig/Halle. StĂŒndlich steuern ZĂŒge der InterCity-Linien Ruhrgebiet – Hannover – Magdeburg – Halle (Saale) – Leipzig/Dresden aus jeder Richtung den Airport an und erweitern somit maßgeblich das Einzugsgebiet des mitteldeutschen Flughafens.

Geschichte

AnfÀnge

Der Flughafen Leipzig/Halle wurde am 18. April 1927 nach nur knapp achtmonatiger Bauzeit (erster Spatenstich: 1. September 1926 ) als Flugplatz fĂŒr Luftschiffe (kreisrunde LandeflĂ€che) nahe Schkeuditz in Betrieb genommen. 1928 wurde eine 400 Meter lange Landebahn angelegt und der bisherige Name Flugplatz Schkeuditz durch den neuen Namen Flughafen Halle/Leipzig ersetzt. Er sollte als Großflughafen fĂŒr den Ballungsraum Halle/Leipzig den Flugverkehr beider GroßstĂ€dte ĂŒbernehmen, nachdem der hallesche Flugplatz in Nietleben (heute Stadtteil von Halle) zu klein fĂŒr die starke Nachfrage und außerdem nicht ausreichend zu erweitern war. Der vorherige Leipziger Flugplatz in Mockau (heute Stadtteil von Leipzig) wurde hauptsĂ€chlich von der Gesellschaft " Junkers-Luftverkehr " getragen, die 1926 in der Deutschen Lufthansa aufging, welche den Flugverkehr auf den neuen Großflughafen in Schkeuditz konzentrierte.

Mitte 1930 bis Anfang 1931 wurde dem Flughafen ein neues RestaurantgebĂ€ude hinzugefĂŒgt, welches sich durch eine moderne und funktionale Architektur hervorhob und zum beliebten Ausflugsziel in der Bevölkerung und bei den FluggĂ€sten wurde. Zwischen 1936 und 1937 wurde das bisher provisorische VerwaltungsgebĂ€ude durch einen reprĂ€sentativen Neubau ersetzt und diesem ein neues AbfertigungsgebĂ€ude ganz im Stil nationalsozialistischer Architektur hinzugefĂŒgt.

Der Flughafen Halle/Leipzig stand im Jahr 1937 mit mehr als 40 Starts pro Tag an vierter Stelle in der Rangliste der verkehrsreichsten FlughĂ€fen Deutschlands. Diese Entwicklung wurde durch den Beginn des 2. Weltkrieges abrupt beendet. Der zivile Flugverkehr wurde eingestellt, der Flughafen samt seiner Anlagen und WerkstĂ€tten von der deutschen Luftwaffe ĂŒbernommen und fĂŒr militĂ€rische, bzw. Kriegszwecke verwendet. So wurden u.a. in den Lufthansa-WerkstĂ€tten am Platz GerĂ€te fĂŒr den militĂ€rischen Bedarf hergestellt. Am 16. April 1944 zerstörten alliierte Bomber einen großen Teil der Anlage, darunter auch das RestaurantgebĂ€ude.

Nachkriegszeit

Nach dem Ende des Krieges arbeiteten in den Produktionsanlagen zunĂ€chst noch Teile der Flugzeugindustrie weiter, woraus nach einigen Umwegen 1947 der volkseigene Betrieb Maschinen- und Apparatebau Schkeuditz hervorging. Der Flugplatz wurde wĂ€hrend dieser Zeit nur als Werksflugplatz verwendet. Ehrgeizige Projekte zur Entwicklung des Luftverkehrs in der DDR hatten zwischen 1957 und 1960 den Bau einer 2500 m langen Start- und Landebahn zur Folge, die jedoch aufgrund der baldigen Einstellung des defizitĂ€ren Flugzeugbaus durch die Regierung zunĂ€chst kaum Verwendung fand. Der zu dieser Zeit als Messeflughafen genutzte Flugplatz in Leipzig/Mockau genĂŒgte Anfang der 60er Jahre immer weniger den technischen Anforderungen, also besann man sich darauf, den Flugverkehr auf die neu gebaute und kaum benutzte Landebahn in Schkeuditz zu verlegen. Der Flugplatz wurde somit ab 1963 zweimal jĂ€hrlich als Messeflughafen Leipzig genutzt und von der staatlichen Fluggesellschaft der DDR , der Interflug , angeflogen. Bis 1966 wurden zu jeder Saison provisorische Abfertigungsanlagen auf- und wieder abgebaut, die dann aber durch ein neues AbfertigungsgebĂ€ude ersetzt wurden, welches eine einmalige Doppelfunktion besaß: Vier Wochen im Jahr diente es als EmpfangsgebĂ€ude des Messeflughafens, die restliche Zeit als AutobahnraststĂ€tte.

Da dies aber kein Dauerzustand sein konnte, wurde die Anlage in den folgenden Jahren in kleinen Schritten erweitert und ausgebaut, so dass am 19. Mai 1972 der Flughafen Leipzig den ganzjĂ€hrigen Betrieb als Verkehrsflughafen aufnehmen konnte. Trotz finanzieller und kapazitĂ€rer EngpĂ€sse und wirtschaftlicher Schwierigkeiten in den Folgejahren wurde der Flughafen StĂŒck fĂŒr StĂŒck erweitert, Flugsicherungsanlagen und eine neue Ankunftshalle errichtet, um den immer weiter steigenden Passagierzahlen gerecht zu werden, die sich von 1972 bis 1988 auf ca. 550.000 pro Jahr verzehnfacht hatten.

Zu einer Besonderheit zĂ€hlt, dass zur Leipziger Messe am 18. MĂ€rz 1986 erstmals eine Concorde der Air France von Paris nach Halle/Leipzig flog. Zwei Tage spĂ€ter gefolgt von einer Concorde der British Airways . Auch in den darauffolgenden Jahren gab es in Messezeiten ConcordeflĂŒge von Paris und London nach Halle/Leipzig.

Nach der Wiedervereinigung

Innenansicht
Innenansicht
Außenansicht bei Nacht
Außenansicht bei Nacht

Nach der deutschen Wiedervereinigung musste sich die Flughafenverwaltung auf die enormen StrukturverĂ€nderungen des wirtschaftlichen Umbruchs einstellen und somit wurde am 17. September 1990 die provisorische Flughafen Leipzig GmbH gegrĂŒndet, die dank der Hilfe einiger westdeutscher FlughĂ€fen den Betrieb aufrecht erhalten konnte.

Nachdem im Verlauf des Jahres 1990 die kommunalpolitischen VerhĂ€ltnisse geklĂ€rt wurden, wurde im Juni 1991 die nunmehr Flughafen Leipzig/Halle GmbH genannte Gesellschaft von den LĂ€ndern Sachsen und Sachsen-Anhalt und umliegenden Landkreisen ĂŒbernommen und es begannen umfangreiche Baumaßnahmen zur Modernisierung der bestehenden Abfertigungshalle und der Landebahn. Ende 1992 wurden erstmals eine Million Passagiere abgefertigt. Nur zwei Jahre spĂ€ter hatte sich diese Zahl bereits nahezu verdoppelt. Ein fĂŒr 3,5 Millionen Passagiere ausgelegtes neues AbfertigungsgebĂ€ude (Terminal B) konnte 1996 nach knapp zwei Jahren Bauzeit eingeweiht werden und die alte Abfertigungshalle wurde fĂŒr den Post- und GĂŒterfrachtverkehr weiter verwendet.

Am 24. MĂ€rz 2000 , einen Tag nach Inbetriebnahme des neuen Towers der deutschen Flugsicherung , wurde, nach einer Bauzeit von 5 Jahren, eine neue 3600 m lange Start- und Landebahn nördlich des Flughafens eingeweiht, womit der Flughafen Leipzig/Halle vom Kontinental- zu einem Interkontinentalflughafen aufstieg. TatsĂ€chlich sind interkontinentale Verbindungen jedoch bisher nur wenig vorhanden, sondern meist nur CharterflĂŒge in Ferienziele und ZubringerflĂŒge zu den bekannteren GroßflughĂ€fen wie Frankfurt am Main. Der Bereich Luftfracht wĂ€chst jedoch stark, da es am Flughafen kein Nachtflugverbot gibt. Im September 2000 wurde außerdem mit dem Bau einer neuen zentralen Abfertigungshalle und eines Fernbahnhofs begonnen, die gemeinsam mit dem neuen Parkhaus und Autobahnanschluss das HerzstĂŒck des neuen Interkontinentalflughafens bilden sollten.

Mit Beginn der Sommersaison 2003 wurde der Check-In und Servicebereich des neuen intermodalen Zentralterminals seiner Bestimmung ĂŒbergeben. Über die Mall, die den Check-In-Bereich mit dem Terminal B verbindet, gelangen die Passagiere zur Sicherheitskontrolle und zu den WarterĂ€umen fĂŒr den Abflug. Am 30. Juni 2003 erfolgte mit der Einbindung des Flughafenbahnhofes in das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn die feierliche Eröffnung des Zentralterminals. Mit dessen Fertigstellung ist auch die erste Ausbaustufe am Flughafen Leipzig/Halle abgeschlossen, in deren Realisierung rund eine Milliarde Euro investiert wurde. Das neue Zentralterminal besitzt eine JahreskapazitĂ€t von 4,5 Millionen Passagieren. Auf Grund seiner modularen Struktur sowie seiner zentralen Lage zwischen den beiden Start- und Landebahnen bietet das Zentralterminal die Möglichkeit, ĂŒber eine Erweiterung des bestehenden AbfertigungsgebĂ€udes zeitnah und bedarfsgerecht die JahreskapazitĂ€t auf 7 Millionen Passagiere zu erhöhen.

Flughafen-Gesellschafter

Mehrheitsgesellschafter des Flughafens ist die Mitteldeutsche Flughafen AG, welche auch am Flughafen Dresden die Mehrheitsanteile besitzt. Hauptgesellschafter der Mitteldeutschen Flughafen AG ist mit mehr als 67 % ist der Freistaat Sachsen.

Statistik

Jahr Fluggastaufkommen (in Mio.) Fracht- und Postaufkommen (in t)
1990 0,274 366
1995 2,104 25.225
1998 2,109 12.866
2000 2,289 17.086
2003 1,955 17.559
2004 2,026 10.296
2005 2,128 14.867

Informationen fĂŒr Passagiere und Besucher

Der Flughafen bietet eine Reihe von Services fĂŒr seine Passagiere. So gibt es den Vorabend- Check-in : Man kann schon am Abend vor dem eigentlichen Flug in der Zeit von 18 bis 22 Uhr einchecken. Dabei fertigen die Lufthansa Airport Services Leipzig GmbH (LASL) und die Aviation Handling Services Group (AHS) die Reisenden ab. Neben den Einrichtungen, die jeder Flughafen bietet, gibt es 7 ParkplĂ€tze mit unterschiedlichen Tarifen, zwischen denen zum Teil ein Rufbus verkehrt. Im großen Zentral terminal findet man Einkaufsmöglichkeiten, ein Parkhaus und natĂŒrlich die Check-in-Schalter. FĂŒr behinderte FluggĂ€ste gibt es weitere Servicemöglichkeiten.

Besucher des Airports können an verschiedenen Rundfahrten teilnehmen. Diese beinhalten zum Teil besondere Events, wie Fahrten ĂŒber die und BĂŒfetts an der Landebahn. Weiterhin finden Sie eine Auswahl an KonferenzrĂ€umen am Flughafen Leipzig/Halle.

Weitere Informationen zum Flughafen gibt es außer im Internet, am Telefon und im MDR - Videotext auf den Tafeln 711/712 und 715/716.

Ausbau

Anfang 2008 soll das internationale Luftdrehkreuz der Post-Frachttochter DHL in Schkeuditz in Betrieb gehen, was die Entstehung von 3.500 ArbeitsplĂ€tzen direkt, und möglicherweise bis zu 7.000 indirekt zur Folge haben könnte. Bedingung fĂŒr den Zuschlag war ein 24-Stunden-Betrieb sowie zwei voneinander unabhĂ€ngige Start- und Landebahnen. Am 31. August 2005 erfolgte der erste Spatenstich fĂŒr den Neubau der SĂŒdbahn 08R/26L. Die alte Bahn 10/28 ist seit dem 29. September 2005 geschlossen und wird abgetragen. Die neue SĂŒdbahn wird gegenĂŒber der bisherigen Bahn um 20 Grad gedreht sein und verlĂ€uft damit parallel zur Nordbahn 08/26 die dann die Bezeichnung 08L/26R erhĂ€lt. Außerdem wird sie statt 2500 m eine LĂ€nge von 3600 m besitzen und damit die gleiche LĂ€nge wie die Nordbahn haben. Das dadurch geschaffene redundante Start- und Landebahnsystem ermöglicht allen Flugzeugtypen ab dem Jahr 2007 auf beiden Bahnen ein zeitgleiches Starten und Landen ohne NutzlastbeschrĂ€nkungen. Die Fertigstellung ist fĂŒr Herbst 2007 geplant. Die Baukosten fĂŒr die Bahn, Rollwege und Vorfeldumbauten werden sich auf 290 Mio. Euro belaufen plus 60 Mio. Euro fĂŒr LĂ€rmschutzmaßnahmen und Grunderwerb.

Ende 2005 bekundete Lufthansa Cargo (LH Cargo) Interesse, das operative Zentrum komplett von Frankfurt nach Leipzig zu verlegen. LH Cargo sucht nach eigenen Angaben ein Areal von 315 ha, da am jetzigen Drehkreuz am Frankfurter Rhein-Main-Flughafen ein Nachtflugverbot ab 2009 droht. Man beachte, dass DHL ein GrundstĂŒck mit der GesamtgrĂ¶ĂŸe von 240 ha in Leipzig besitzt und der Flughafen nur 1400 ha groß ist. Durch die Ansiedlung von zwei großen internationalen Frachtfluggesellschaften dĂŒrfte die Bedeutung von Leipzig als europĂ€isches Logistikzentrum deutlich steigen.

Siehe auch

  • Liste der VerkehrsflughĂ€fen

Weblinks


Koordinaten: 51° 25â€Č 13" N, 12° 13â€Č 05" O

Wikipedia

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