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Letzte Änderung für Artikel Dessau: 17.02.2006 22:53

Dessau

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Wappen Karte
Wappen von Dessau Karte Dessau in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Kreis : Kreisfreie Stadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 51¬į 50' N, 12¬į 15' O
51¬į 50' N, 12¬į 15' O
H√∂he : 61 m √ľ. NN
Fläche : 182,80 km²
Einwohner : 78.426 (31. Dezember 2005)
Bevölkerungsdichte : 430 Einwohner je km²
Postleitzahlen : 06811-06849 (alt: 45xx)
Vorwahl : 0340 (Stadtgebiet), 034901(..)
Kfz-Kennzeichen : DE
Eingemeindungen: AZE, K√ĖT
Gemeindeschl√ľssel : 15 1 01 000
Stadtgliederung: 21 Stadtteile
(1. Januar 2005)
bzw. 8 Ortschaften mit
je einem Ortschaftsrat
Adresse der Stadtverwaltung: Zerbster Str. 4
06844 Dessau
Website: www.dessau.de
Oberb√ľrgermeister : Hans-Georg Otto ( parteilos )

Dessau ist eine Stadt in Deutschland . Sie ist nach Halle (Saale) und Magdeburg die drittgr√∂√üte Stadt (wobei fl√§chenm√§√üig betrachtet die zweitgr√∂√üte), sowie eines von drei Oberzentren des Landes Sachsen-Anhalt und hat den Status einer kreisfreien Stadt. N√§chst gr√∂√üere St√§dte sind Halle (Saale) etwa 40 km s√ľdwestlich, Leipzig, etwa 52 km s√ľdlich und Magdeburg, etwa 54 km nordwestlich. Die Stadt wurde als Wirkungsst√§tte des Bauhauses im von Walter Gropius erbauten Geb√§ude des Bauhaus Dessau weltbekannt. Die Einwohnerzahl der Stadt Dessau √ľberschritt bereits 1935 die Grenze von 100.000, wodurch sie vor√ľbergehend zur Gro√üstadt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Dessau liegt inmitten einer ausgedehnten Auenlandschaft beiderseits der unteren Mulde, die n√∂rdlich der Stadt in die Elbe m√ľndet. S√ľdlich begrenzt der Wald der Mosigkauer Heide die Stadt.

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Dessau. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Ro√ülau , Vockerode (Verwaltungsgemeinschaft W√∂rlitzer Winkel), Oranienbaum (Verwaltungsgemeinschaft Oranienbaum) (alle Landkreis Anhalt-Zerbst), M√∂hlau (Verwaltungsgemeinschaft Zschornewitz-M√∂hlau) (Landkreis Wittenberg), Schierau (Verwaltungsgemeinschaft Raguhn) (Landkreis Bitterfeld), sowie Quellendorf (Verwaltungsgemeinschaft S√ľdliches Anhalt), Ch√∂rau, Libbesdorf und Reppichau (alle Verwaltungsgemeinschaft Osternienburg) und Stadt Aken (Elbe) (Landkreis K√∂then).
Sonstige bekannte Nachbarstädte, die jedoch nicht unmittelbar an Dessau grenzen, sind Wörlitz und Köthen .

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Dessaus ist f√ľr statistische Zwecke in 21 Stadtteile und 47 statistische Bezirke eingeteilt.

  • 01 Innerst√§dtischer Bereich Nord
  • 02 Innerst√§dtischer Bereich Mitte
  • 03 Innerst√§dtischer Bereich S√ľd
  • 04 S√ľd
  • 05 Haideburg
  • 06 T√∂rten
  • 07 Mildensee
  • 08 Waldersee
  • 09 Ziebigk
  • 10 Siedlung
  • 11 Gro√ük√ľhnau
  • 12 Kleink√ľhnau
  • 13 West
  • 14 Alten
  • 15 Kochstedt
  • 16 Mosigkau
  • 17 Zoberberg
  • 18 Kleutsch
  • 19 Sollnitz
  • 20 Brambach
  • 21 Rodleben

Verwaltungsm√§√üig sind f√ľr Dessau gem√§√ü ¬ß 14 der Hauptsatzung 8 Ortschaften gebildet worden. Dabei handelt es sich um fr√ľher selbst√§ndige Gemeinden. Jede Ortschaft hat einen Ortschaftsrat , der je nach Einwohnerzahl der Ortschaft zwischen drei und sieben Mitglieder hat. Vorsitzender des Ortschaftsrat ist der Ortsb√ľrgermeister. Die Ortschaftsr√§te sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu h√∂ren. Die endg√ľltige Entscheidung obliegt jedoch dem Stadtrat der Gesamtstadt Dessau.

Die zehn Ortschaften Dessaus:

  • Dessau-Gro√ük√ľhnau
  • Dessau-Kleink√ľhnau
  • Dessau-Mosigkau
  • Dessau-Kochstedt
  • Dessau-Waldersee
  • Dessau-Mildensee
  • Dessau-Kleutsch
  • Dessau-Sollnitz
  • Dessau-Rodleben
  • Dessau-Brambach

Geschichte

Einzelne Stadtteile Dessaus sind √ľber 1.000 Jahre alt. Sie entwickelte sich aus einer slawischen (in einigen Quellen auch sorbischen) Ansammlung von D√∂rfern. Genaugenommen ist das Wort Dessau die deutsche Mundart f√ľr das slawische Dessow. Die Stadt selbst wurde erstmalig 1213 urkundlich erw√§hnt und entwickelte sich aufgrund der Furten an Elbe und Mulde schnell zu einem lokalen Zentrum. Seit dem 15. Jahrhundert war die Stadt Sitz des Adelshauses der Askanier und sp√§ter Hauptstadt des F√ľrsten- beziehungsweise Herzogtums Anhalt-Dessau beziehungsweise Anhalt, das 1918 Freistaat wurde.

Bauhaus Werkstattgeb√§ude von S√ľden
Bauhaus Werkstattgeb√§ude von S√ľden

Im 19. Jahrhundert begann die intensive Industrialisierung, die zur Ansiedlung von Betrieben der chemischen Industrie, des Maschinenbaus bis hin zu Flugzeugindustrie ( Junkers -Werke) f√ľhrte.

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Stadt war der Zuzug der Kunsthochschule Bauhaus 1926 ( Walter Gropius , Ludwig Mies van der Rohe , Wassily Kandinsky ), die 1932 auf Druck der NSDAP schließen musste.

Dessau erlitt im Zweiten Weltkrieg schwerste Zerst√∂rungen durch alliierte Bombenangriffe (hervorzuheben der Angriff britischer Bomber in der Nacht des 7. M√§rz 1945, dem auch heute noch j√§hrlich durch n√§chtlichen Glockenschlag der Kirchen gedacht wird). Die Produktionsanlagen der Junkerswerke und anderer R√ľstungsunternehmen, so der BAMAG, erlitten bereits 1944 schwere Sch√§den, in deren Folge unter anderem die Produktion der Junkerswerke weitr√§umig ausgelagert wurde. Zum Kriegsende war die Innenstadt zu 88 % zerst√∂rt (Angaben der damaligen Administration, viele Geb√§ude waren nur teilzerst√∂rt).

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Dessau mit dem gesamten Land Anhalt und der preußischen Provinz Sachsen zum neuen Land Sachsen-Anhalt, das 1949 Bestandteil der DDR wurde. Das Land Sachsen-Anhalt hatte nur bis 1952 bestand. Dessau gehörte danach als kreisfreie Stadt zum Bezirk Halle, als dessen zweitgrößte Stadt.

Die Zeit der DDR brachte Dessau städtebaulich tiefgreifende Einschnitte:

Mangelnde Denkmalpflege, Blockbauten und Komplettabriss von Wohnvierteln zugunsten von Plattenbausiedlungen zerst√∂rten das vor dem Krieg noch historische, sch√∂ne Bild der Altstadt endg√ľltig. Dem Wiederaufbau von Dessau brachte man viele Opfer. Ganze Stra√üenz√ľge und zahlreiche erhaltenswerte Geb√§ude wurden direkt nach dem Krieg und erneut Mitte der 70-iger Jahre dem Erdboden gleich gemacht. Heute sucht man vergeblich den Charme der ehemaligen Renaissancestadt.

Im Zuge der Wiedervereinigung beider deutschen Staaten wurde 1990 das Land Sachsen-Anhalt wieder errichtet und Dessau Hauptstadt des neu gebildeten Regierungsbezirks Dessau (seit 1. Januar 2004 wieder aufgelöst). Aufgrund der Abwanderung in die alten Bundesländer und einer negativen Geburten-Sterbe-Rate ist die Einwohnerzahl von 104.000 im Jahr 1989 auf weniger als 80.000 gesunken. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wird versucht, benachbarte Ortschaften einzugemeinden. Mit der Wirkung zum 1. Januar 2005 verließen Brambach und Rodleben den Landkreis Anhalt-Zerbst und schlossen sich der Stadt an. Die Eingemeindung Quellendorfs wurde durch einen Gebietsänderungsvertrag geregelt. Wahrscheinlich erfolgt die Eingemeindung zum 1. Juli 2007. Durch das vom Landtag des Landes Sachsen-Anhalt am 6. Oktober 2005 beschlossene Kommunalneugliederungsgesetz wird Dessau mit der Stadt Roßlau zum 1. Juli 2007 fusionieren.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden in die Stadt Dessau eingegliedert:

  • 1. Oktober 1923 : Alten, Gro√ük√ľhnau, Kleink√ľhnau, T√∂rten und Ziebigk
  • 1935 : Ro√ülau (1945 wieder ausgegliedert)
  • 1. November 1945 : Waldersee ¹
  • 1. November 1945 : Mildensee ²
  • 12. August 1950 : Kochstedt
  • 31. August 1952 : Mosigkau
  • 1. Juli 1994 : Kleutsch und Sollnitz
  • 1. Januar 2005 : Brambach und Rodleben


¹ die Gemeinde wurde am 1. April 1935 durch Vereinigung der Gemeinden Jonitz und Naundorf zun√§chst unter dem Namen Jonitz-Naundorf gebildet und am 24. Juli 1935 in Waldersee umbenannt. Beide Orte geh√∂rten bereits vom 1. August 1930 bis 1933 zu Dessau

² die Gemeinde wurde 1933 durch Vereinigung der Gemeinden P√∂tnitz, Scholitz und Dellnau gebildet, welche vom 1. August 1930 bis 1933 bereits zu Dessau geh√∂rten

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahl der Stadt Dessau √ľberschritt bereits 1935 mit der Eingemeindung von Ro√ülau und anderen Gemeinden die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Gro√üstadt wurde. 1939 erreichte die Bev√∂lkerungszahl mit rund 120.000 ihren historischen H√∂chststand. 1945 wurde Ro√ülau wieder ausgegliedert, sodass die Einwohnerzahl wieder unter 100.000 lag. 1972 √ľberschritt die Einwohnerzahl erneut die 100.000-Grenze. In den letzten Jahren ist die Einwohnerzahl jedoch sehr stark gesunken, sodass die Stadt inzwischen weit von der Gro√üstadtgrenze entfernt ist. Zurzeit wird die Fusion mit der Stadt Ro√ülau (ab dem 1. Juli 2007) sowie die Eingemeindung von Quellendorf vorbereitet. Dennoch wird damit die Gro√üstadtgrenze nicht erreicht werden.

Die folgende √úbersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Sch√§tzungen, danach um Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bev√∂lkerung", ab 1925 auf die Wohnbev√∂lkerung und seit 1966 auf die "Bev√∂lkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Bevölkerungsentwicklung
Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1787 7.787
1830 10.612
3. Dezember 1855 ¬Ļ 13.900
3. Dezember 1861 ¬Ļ 15.613
3. Dezember 1864 ¬Ļ 16.300
3. Dezember 1867 ¬Ļ 16.900
1. Dezember 1871 ¬Ļ 17.459
1. Dezember 1875 ¬Ļ 19.643
1. Dezember 1880 ¬Ļ 23.266
1. Dezember 1885 ¬Ļ 27.766
1. Dezember 1890 ¬Ļ 34.658
2. Dezember 1895 ¬Ļ 42.375
1. Dezember 1900 ¬Ļ 50.851
1. Dezember 1905 ¬Ļ 55.134
1. Dezember 1910 ¬Ļ 56.605
1. Dezember 1916 ¬Ļ 51.860
5. Dezember 1917 ¬Ļ 51.082
8. Oktober 1919 ¬Ļ 57.700
Jahr Einwohner
16. Juni 1925 ¬Ļ 71.272
16. Juni 1933 ¬Ļ 78.593
17. Mai 1939 ¬Ļ 119.165
1. Dezember 1945 ¬Ļ 85.663
29. Oktober 1946 ¬Ļ 88.139
31. August 1950 ¬Ļ 91.973
31. Dezember 1955 94.301
31. Dezember 1960 93.459
31. Dezember 1964 ¬Ļ 95.452
1. Januar 1971 ¬Ļ 98.402
31. Dezember 1975 100.662
31. Dezember 1981 ¬Ļ 103.194
31. Dezember 1985 103.569
31. Dezember 1988 103.867
31. Dezember 1990 96.754
31. Dezember 1995 90.945
31. Dezember 2000 83.153
30. Juni 2005 78.953

¬Ļ Volksz√§hlungsergebnis

Religionen

Die Stadt Dessau geh√∂rte von Anfang an zum Erzbistum Magdeburg . 1534 wurde die Reformation eingef√ľhrt. Danach gab es sowohl Anh√§nger des lutherischen als auch des reformierten Bekenntnisses. Die Vorherrschaft beider Bekenntnisse wechselte im Laufe der Geschichte mehrmals. 1827 wurde eine Union beider Bekenntnisse durchgef√ľhrt ( Unierte Kirche ). Nach der Vereinigung der anhaltischen F√ľrstent√ľmer 1863 war Dessau Hauptstadt und damit auch Sitz der Kirchenverwaltung der Evangelischen Landeskirche Anhalts, die zwischen 1875 und 1878 eine synodale Grundlage erhielt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Landeskirche von einem Oberkirchenrat geleitet, der seit 1957 den Titel Kirchenpr√§sident f√ľhrt. Sein Amtssitz befindet sich in Dessau. Die protestantischen Kirchengemeinden Dessaus geh√∂ren ‚Äď sofern es sich nicht um Freikirchen handelt ‚Äď zum Kirchenkreis Dessau, der sich in mehrere Regionen aufteilt.

Ab 1750 gab es auch wieder Katholiken in Dessau, deren Zahl sich stets vergr√∂√üerte. 1856 erhielten sie wieder eine eigene Kirche. Sie geh√∂rten bereits ab 1821 zum Bistum beziehungsweise ab 1929 Erzbistum Paderborn. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es f√ľr den Erzbischof immer schwerer seine Amtsgesch√§fte im Ostteil seines Erzbistums wahrzunehmen. Daher wurde in Magdeburg 1946 ein Generalvikar eingesetzt, der 1949 zum Weihbischof ernannt wurde und zu dessen Amtsbezirk auch die Pfarrgemeinden in Dessau geh√∂rten. Am 23. Juli 1973 wurde ein Bisch√∂fliches Amt errichtet, dessen Jurisdiktion dem Bischof und Apostolischen Administrator in Magdeburg, Johannes Braun , √ľbertragen wurde. Dieses Bisch√∂fliche Amt geh√∂rte zwar offiziell zum Erzbistum Paderborn und der Apostolische Administrator war dementsprechend auch nur als Weihbischof dort t√§tig, doch entwickelte es sich faktisch zu einem eigenst√§ndigen Bistum. Am 8. Juli 1994 wurde das bisherige Bisch√∂fliche Amt Magdeburg zum Bistum erhoben und (wieder) der Erzdi√∂zese Paderborn als Suffraganbistum unterstellt. Die Pfarrgemeinden Dessaus geh√∂ren somit heute zum Dekanat Dessau innerhalb des Bistums Magdeburg.

Von den beiden gro√üen Kirchen und den Freikirchen abgesehen, gibt es in Dessau, der Stadt aus der Moses Mendelssohn stammt, auch eine j√ľdische Gemeinde . Sie z√§hlt um die 350 Mitglieder und setzt sich haupts√§chlich aus Einwanderern der ehemaligen Sowjetunion zusammen.

Politik

Die Selbstverwaltung der B√ľrgerschaft in Dessau ist erstmals 1372 erw√§hnt. An der Spitze der Stadt stand zun√§chst der vom jeweiligen F√ľrst eingesetzte Schulthei√ü, der zusammen mit den Sch√∂ffen den Rat bildete. Der Rat wurde ab 1372 in zwei "Mittel", ab 1600 in drei und ab 1785 wieder in zwei Mittel geteilt. 1832 wurde die Ratsverfassung aufgehoben. Bis in jene Zeit wechselten die B√ľrgermeister in Dessau nahezu j√§hrlich. Danach gab es in der Stadt einen Stadtrat und eine Stadtverordnetenversammlung. Bis in jene Zeit unterschied man in eine "Stadt unter dem Rat" und eine "Stadt unter dem Amt", wobei letztere unter f√ľrstlicher Verwaltung und Gericht stand. Beide "St√§dte" wurden 1834 vereinigt. 1852 wurde eine neue St√§dteordnung eingef√ľhrt. Danach trug das Stadtoberhaupt den Titel Oberb√ľrgermeister. In der Zeit des Dritten Reiches wurde der Oberb√ľrgermeister von der Partei eingesetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den "Rat der Stadt" mit einem Oberb√ľrgermeister. Der Rat wurde vom Volk gew√§hlt. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das nunmehr als Stadtverordnetenversammlung , sp√§ter Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gew√§hlt. Vorsitzender dieses Gremiums ist der "Stadtratsvorsitzende". Das Gremium w√§hlte anfangs auch den Oberb√ľrgermeister . Seit 1994 wird der Oberb√ľrgermeister direkt vom Volk gew√§hlt.

Folgende Personen waren Ratsherren:

  • 1597: Vollrat Happach

Folgende Personen waren Ratskämmerer:

  • 1601: Vollrat Happach
  • 1635: Johann Happach

Ab 1617 waren folgende Personen mehrmals B√ľrgermeister von Dessau:

  • Vollrat Happach, 1617 ‚Äď ?
  • Johann Leopold Stubenrauch, zwischen 1771 und 1828 B√ľrgermeister in j√§hrlichem Wechsel mit anderen
  • Ludwig Gustav Meyer, 1801 , 1803 , 1805
  • Karl Friedrich Bornkessel, 1807 , 1809 , 1811 , 1813
  • Marius Leopold Friedrich Siebigk, 1815 bis 1834 in j√§hrlichem Wechsel mit anderen
  • 1834 ‚Äď 1848 : Georg Gottfried Richter, Stadtdirektor
  • 1848 ‚Äď 1852 : Karl Wilhelm Fritsche, B√ľrgermeister
  • 1852 ‚Äď 1884 : Dr. Franz Medicus, ab 1864 Oberb√ľrgermeister
  • 1884 ‚Äď 1897 : Dr. Friedrich Funk, Oberb√ľrgermeister
  • 1898 ‚Äď 1918 : Dr. Ernst Ebeling, Oberb√ľrgermeister
  • 1918 ‚Äď 1933 : Fritz Hesse , B√ľrgermeister, ab 1927 Oberb√ľrgermeister
  • 1933 ‚Äď 1945 : Johannes (Hans) Sander, Oberb√ľrgermeister
  • 1945 : Dr. Walther, Oberb√ľrgermeister
  • 1945 ‚Äď 1946 : Fritz Hesse , Oberb√ľrgermeister
  • 1946 ‚Äď 1949 : Karl Adolphs, Oberb√ľrgermeister
  • 1949 ‚Äď 1951 : Lisa Krause, Oberb√ľrgermeisterin
  • 1951 ‚Äď 1961 : Maria Dank, Oberb√ľrgermeisterin
  • 1955 ‚Äď 1956 : Paul Zabel, Oberb√ľrgermeister in einer √úbergangszeit
  • 1961 ‚Äď 1963 : Helmuth Klapproth, Oberb√ľrgermeister
  • 1963 ‚Äď 1984 : Thea Hauschild, Oberb√ľrgermeisterin
  • 1984 ‚Äď 1990 : Sylvia Retzke, Oberb√ľrgermeisterin
  • 1990 : Christoph D√∂ring, Oberb√ľrgermeister (war bereits von 1987-1988 amtierender Oberb√ľrgermeister, w√§hrend Frau Retzke auf der Parteihochschule war)
  • 1990 ‚Äď 1994 : Dr. J√ľrgen Neubert, Oberb√ľrgermeister
  • 1994 ‚Äď heute: Hans-Georg Otto, Oberb√ľrgermeister

Der Stadtrat der Stadt Dessau setzt sich seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 wie folgt zusammen:

Oberb√ľrgermeister: 1 Sitz

  • CDU : 15 Sitze
  • PDS : 12 Sitze
  • SPD : 8 Sitze
  • FDP : 3 Sitze
  • B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen : 2 Sitze
  • Freie W√§hler: 2 Sitze
  • BdS: 1 Sitz
  • DSU: 1 Sitz
  • Alternative: 3 Sitze
  • Pro Dessau: 3 Sitze

Vorsitzender des Stadtrates:

  • Dr. Stefan Exner (CDU)

Wappen

Das Wappen der Stadt Dessau zeigt ‚ÄěGespalten mit golden-rot geviertem Schildfu√ü, vorn in Silber am Spalt ein roter, goldbewehrter Adler mit roter Zunge; hinten neunmal geteilt von Schwarz und Gold, belegt schr√§grechts mit einem gr√ľnen Rautenkranz. Das Wappen wird gekr√∂nt von f√ľnf roten Mauerzinnen. Die Stadtfarben zeigen gold (gelb) und rot.‚Äú

Das Wappen hat seinen Ursprung im Herzschild des F√ľrstentum Anhalt, dessen Residenzstadt Dessau war. Es ist bereits seit 1540 im Gebrauch. Dabei steht der Adler f√ľr die Markgrafschaft Brandenburg, der Balken und Rautenkranz f√ľr das Herzogtum Sachsen. Der viergeteilte Schildfu√ü wurde sp√§ter als Zeichen f√ľr die Herrschaft Waldersee gedeutet. Die das Wappen seit 1952 bekr√∂nenden Zinnen sind eine freie Zutat.

Städtepartnerschaften

Dessau unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft :

  • Argenteuil ( Frankreich ), seit 1959
  • Klagenfurt ( √Ėsterreich ), seit 1971
  • Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz), seit 1988
  • Gliwice /Gleiwitz ( Polen ), seit 1992

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Schiene

Der Hauptbahnhof Dessau ist ein Bahnknotenpunkt an den Strecken Leipzig-Magdeburg beziehungsweise Leipzig-Potsdam-Berlin. Dar√ľber hinaus f√ľhren Strecken nach K√∂then und Wittenberg .

Zum Netz der Deutschen Bahn gehören im Stadtgebiet Dessau die Bahnhöfe

  • Dessau-Hauptbahnhof
  • Dessau-S√ľd
  • Dessau-Mosigkau
  • Dessau-Alten
  • Rodleben (Haltepunkt)

Am an der Bahnlinie nach Roßlau liegenden Bahnhof Dessau-Wallwitzhafen erfolgen keine Zughalte mehr.

Eine Museumsstrecke, die Dessau-W√∂rlitzer Eisenbahn der Anhaltischen Bahngesellschaft f√ľhrt zum 15 km √∂stlich von Dessau gelegenen W√∂rlitzer Park. Von der Anhaltischen Bahngesellschaft werden an den Fahrtagen der Dessau-W√∂rlitzer Eisenbahn die Haltepunkte

  • Dessau-Waldersee
  • Dessau-Adria

bedient. Die Strecke beginnt ebenfalls am Hauptbahnhof (Bahnsteig 1a). Das Bahnhofsgeb√§ude Dessau-W√∂rlitzer Bahnhof, an welchem fr√ľher die Strecke begann, geh√∂rt jetzt zum Umweltbundesamt .

Die Dessau-Radegast-Köthener Kleinbahn (DKRB) wurde zu DDR-Zeiten abgebaut. Deren Bahnhöfe waren:

  • Dessau-Radegaster Bahnhof,Ehemaliger Bahnhof der DRKB
  • Dessau-Kochstedter Stra√üe, demontierter Haltepunkt der DRKB
  • Kochstedt, ehemaliger Bahnhof der DRKB
  • Diesdorf-Libbesdorf, demontierter Haltepunkt der DRKB
  • Quellendorf, abgerissener Bahnhof der DRKB

Daneben gibt es noch heute nicht mehr in Betrieb befindliche G√ľterbahnh√∂fe:

  • Dessau-Elbhafen, Ehemaliger G√ľterumschlagbahnhof, siehe "Wasser"
  • Dessau G√ľterbahnhof, Rudiment√§r vorhanden.
  • Dessau-Haideburg, Ehemaliger G√ľterbahnhof.

√ĖPNV

Den √∂ffentlichen Personennahverkehr ( √ĖPNV ) bedienen Stra√üenbahn- und Buslinien des kommunalen Unternehmens Dessauer Verkehrsgesellschaft mbH der Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV). Zur Zeit werden drei Stra√üenbahn- sowie mehrere Buslinien betrieben.

Straße

Durch das s√ľd√∂stliche Stadtgebiet Dessaus f√ľhrt die in den drei√üiger Jahren des 20. Jahrhunderts erbaute und Ausgangs des 20. Jahrhunderts erneuerte Bundesautobahn A9 M√ľnchen-Berlin. Dazu geh√∂ren die Anschlussstellen Dessau-S√ľd (an der B 184) und Dessau-Ost (an der B 185). Weiterhin ist Dessau von der Anschlussstelle Vockerode der A9 √ľber eine Landesstra√üe erreichbar. Ferner f√ľhren die Bundesstra√üen B 184 und B 185 sowie mehrere Landesstra√üen durch Dessau.

Wasser

Auch an das Wasserstraßennetz ist Dessau angebunden. Die Elbe bildet die nördliche Stadtgrenze. Auf dem Gebiet des Stadt Dessau existierten und existieren folgende Häfen:

  • Hafen Dessau-Ro√ülau, Ro√ülauer Werft. Einziger Hafen der noch in Betrieb ist.
  • Leopoldshafen, benannt nach dem F√ľrsten Leopold I. von Anhalt-Dessau, der selbigen ausbaggern lies. Heute befindet sich dort ein Sportboothafen mit Ruderverleih und der Start-Ziel-Turm des j√§hrlich stattfindenen internationalen Motorbootrennen
  • Wallwitzhafen und Elbhafen, mit gleichnamigen beiden Bahnh√∂fen. Ehemals gro√üer Umschlaghafen von Schiene auf Wasser und umgekehrt. Der Elbhafen lag tiefer, deswegen war eine Hebevorrichtung vonn√∂ten, die jeden Waggon einzeln zu den G√ľtergleisen am Bahnhof Wallwitzhafen und zum Anschlussleis hob. Das Hubgeb√§ude ist heute noch vorhanden (Ruine). Das Anschlussgleis m√ľndete auf die Hauptstrecke (Halle/Leipzig-Dessau-Ro√ülau-(Wittenberg/Magdeburg/Berlin). Der Elbhafen ist verlandet und wird nicht mehr genutzt. Der L√∂schkran ist abmontiert. Das Gel√§nde zwischen Elbhafen und Bfh Elbhafen wurde 1998-2004 als Partygel√§nde genutzt. Heute ist es verwahrlost. Der Wallwitzhafen ist heute privater Sportboothafen und nicht zu betreten. Heute ist der Wallwitzhafen (Ruine) kein Haltepunkt mehr.
  • ehemaliger Kohlehafen an der Elbe nahe dem Kornhaus , heute Anleger f√ľr Elbschiff ‚ÄěClara Schuhmann‚Äú

Luft

Der Flughafen Dessau befindet sich im Nord-Westen der Stadt ( ICAO -Kennung: EDAD). Er liegt zwischen den Stadtteilen Kleink√ľhnau, Alten und Siedlung. Zu Junkers-Zeiten war die Landebahn wesentlich l√§nger. Heute versperren Umgehungsstra√üen (z.B die Landesstra√üe L 63) die noch existierende lange Landebahn. Es wurde extra eine Br√ľcke √ľber diese Betonbahn gebaut, da sie denkmalgesch√ľtzt ist.

Medien

In Dessau erscheint in der Tageszeitung die Lokalausgabe "Anhalt Kurier" der Mitteldeutschen Zeitung Halle (Saale). Die kostenlosen Anzeigenblätter Wochenspiegel und Supersonntag erscheinen wöchentlich, während das von mehreren Dessauer Firmen herausgegebene Dessauer Firmenblatt mit Notrufnummern und Veranstaltungstipps nur monatlich erscheint. leo-Das Anhalt Magazin ist das regionale Veranstaltungs- und Kulturmagazin und erscheint monatlich. Die empfangbaren Radiosender sind: MDR Figaro, MDR Jump, MDR Sputnik, Radio SAW, Radio Brocken, Rockland Radio, ...

Dar√ľber hinaus senden im Kabelnetz der Stadt der lokale TV Sender TV Dessau sowie der Offene Kanal Dessau.

Ansässige Unternehmen

  • Stadtwerke Dessau mit DaTEL, DVV usw.
  • SITEL Deutschland (2 Standorte, ca. 1300 Besch√§ftigte), Multi Chanel Contact Center

Handel

  • Rathauscenter - ECE-Gruppe, innerst√§dtische Einkaufszentrum

√Ėffentliche Einrichtungen

Institutionen, Einrichtungen und Körperschaften des öffentlichen Rechts

  • Stadtverwaltung
  • Bundeswehr
  • Deutsches Rotes Kreuz ( DRK )
  • Landesverwaltungsamt , Nebenstelle Dessau
  • Landesrechnungshof
  • Landesbetrieb Bau, Niederlassung Ost
  • Landesamt f√ľr Vermessung & Geoinformation
  • Agentur f√ľr Arbeit ( Arbeitsamt )
  • Finanzamt
  • Polizeirevier
  • Polizeidirektion
  • Verbraucherzentrale
  • DVV- Stadtwerke ( Stromversorgung , Wasserver- und -entsorgung , Fernw√§rme , Verkehrsgesellschaft , Kraftwerk , Gasversorgung , Flugplatz , Daten - und Telekommunikation )
  • Evangelische Landeskirche Anhalts
  • Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau ‚Äď Gesch√§ftsstelle Dessau
  • Umweltbundesamt

Justiz

( Amtsgericht , Arbeitsgericht , Finanzgericht , Justizvollzugsanstalt , Landes verfassungsgericht Sachsen-Anhalt, Landgericht , Sozialgericht , Staatsanwaltschaft Dessau, Verwaltungsgericht )

Bildung

Hochschulen

In Dessau befindet sich einer von drei Standorten (Bernburg, Köthen) der Hochschule Anhalt (FH) mit Studiengängen in Architektur, Facility Management, Design, sowie Vermessungswesen und Geoinformatik.

Berufsschulen

Die Stadt ist Sitz dreier berufsbildender Schulen (Anhaltisches Berufsschulzentrum ‚ÄěHugo Junkers‚Äú ‚Äď Berufsbildende Schulen I und II sowie Berufsbildende Schulen III ‚Äď ‚ÄěChapon-Schule‚Äú).

Gymnasien

  • Walter-Gropius-Gymnasium
  • Liborius Gymnasium - in Tr√§gerschaft des Bistums Magdeburg
  • Philanthropinum
Das Philanthropin (Dessau), dessen Name auf die Gr√ľndung durch Johann Bernhard Basedow zur√ľckgeht, existiert heute nicht mehr. Das heutige Gymnasium Philanthropinum ist aus einer Handelsschule hervorgegangen und steht nicht mehr in der Traditionsfolge des Gr√ľnders.

Sekundarschulen

Sekundarschulen integrieren in Sachsen-Anhalt den Hauptschul- und den Realschulzweig. Dieser Schultyp ist in Dessau neun Mal vertreten, immer in staatlicher Trägerschaft.

Grundschulen

  • Evangelische Grundschule - im ehemaligen Europa-Gymnasium Dessau-Nord
  • BIP Kreativit√§tsgrundschule - Grundschule in freier Tr√§gerschaft

Außerdem gibt es in Dessau zwölf weitere Grundschulen. Diese befinden sich in Trägerschaft der Stadt Dessau.

Sonderschulen

  • Regenbogenschule - Schule f√ľr Geistigbehinderte
  • Pestalozzischule - Schule f√ľr Lernbehinderte
  • Schule an der Muldaue - Schule f√ľr K√∂rperbehinderte

Bibliotheken und Archive

  • Anhaltische Landesb√ľcherei Dessau mit Hauptbibliothek,Wissenschaftlicher Bibliothek und Sondersammlungen und Stadtteilbibliotheken in S√ľd, Ziebigk, Zoberberg
  • Stadtarchiv
  • Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Standort Dessau - im sehenswerten alten Wasserturm untergebracht.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Touristische Ausk√ľnfte

  • Tourist-Information Rathausanbau
  • Taxiruf
  • Mobilit√§tszentrale am Hauptbahnhof
  • Service-Point der DB AG

Theater

  • Anhaltisches Theater - dieses Theater bedient alle Sparten: Schauspiel , Musiktheater ( Oper , Operette , Musical ), Ballett ( Gregor Seyffert & Compagnie), Konzerte ( Anhaltische Philharmonie ) sowie Puppentheater und ist weit √ľber die Grenzen Deutschlands bekannt.

Kino

  • UCI-Kinowelt - 7 S√§le und gastronomische Versorgung
  • Kiez-Kino - eines der kleinsten Kinos in Deutschland mit k√ľnstlerisch anspruchsvollen Filmen.

Museen

  • Museum f√ľr Stadtgeschichte - st√§ndige Ausstellung, sowie Sonderausstellungen
  • Anhaltische Gem√§ldegalerie im Schloss Georgium mit Park
  • Museum Schloss Mosigkau - Rokokoensemble mit historischen R√§umen und dem "Oranierschatz" - Gem√§lde aus dem 17. u. 18. Jhd.
  • Museum Schloss Luisium mit Park - Kleiner anmutiger Landschaftsgarten mit kubusformigem Schl√∂sschen. Der "kleine Bruder" von W√∂rlitz.
  • Museum Schloss Oranienbaum mit Park - Fr√ľhes bedeutendes Barockensemble von Ende des 17. Jhd.
  • Museum f√ľr Naturkunde und Vorgeschichte - st√§ndige Ausstellung, sowie Sonderausstellungen
  • Moses-Mendelssohn-Zentrum

Denkmale

  • Friedensglocke - Aus dem Stahl der in der Wende 1989 eingesammelten und vernichteten Waffen der Kampfgruppen gegossen, am Rathaus
  • F√ľrst Leopold I. von Anhalt-Dessau - Der alte Dessauer, Schlossplatz
  • F√ľrst Leopold III. Friedrich Franz - Vater Franz, vor der Johanniskirche
  • Gedenkstein an das Jahrhunderthochwasser 2002, Dessau-Waldersee, Schwedenwall
  • Mahnmal zur Erinnerung an die Herstellung von Zyklon B , Brauereibr√ľcke
  • Mahnmal f√ľr die Opfer des Faschismus , Stadtpark

Bauwerke

Weltliche Gebäude

Meisterhaus Feiniger
Meisterhaus Feiniger
Bauhausbauten - das "moderne Bauen"
  • Bauhaus Dessau mit Museum und audiovisueller F√ľhrung
  • Meisterh√§user
    • Haus Feininger (Kurt Weill Zentrum)
    • Haus Muche-Schlemmer
    • Haus Klee-Kandinsky
    • Gropiushaus, zerst√∂rt, nur noch Keller vorhanden, hier Ticketverkauf, Caf√© und (B√ľcher)Shop
  • Siedlung Dessau-T√∂rten mit Konsumgeb√§ude und Stahlhaus, Laubengangh√§usern sowie Haus Fieger
  • Kornhaus , erbaut von Carl Fieger, 1930, heute beliebtes Ausflugs-Restaurant.
Andere historische Gebäude
  • Rathaus, eines der Wahrzeichen der Stadt, erbaut 1901
  • Palais Waldersee und Palais Dietrich, heute Anhaltische Landesb√ľcherei bzw. Wissenschaftliche Bibliothek
  • Hauptpost, in ver√§nderter Form wiederaufgebaut
  • Anhaltisches Theater, erbaut durch Friedrich Lipp
Schloss Georgium
Schloss Georgium
Schlösser und Gartenanlagen
  • Reste des Stadtschlosses ( Johannbau )
  • Schlo√ü Georgium und Georgengarten
  • Schloss und Park K√ľhnau Sitz der Kulturstiftung Dessau-W√∂rlitz
  • Schlo√ü und Park Mosigkau
  • Schlo√ü und Park Luisium
Bedeutende Bauten nach 1945
Das Umweltbundesamt in Dessau
Das Umweltbundesamt in Dessau
  • Umweltbundesamt , W√∂rlitzer Platz (ehemals Am W√∂rlitzer Bahnhof ) - N√§he Hauptbahnhof
Verlorene Gebäude
Das Stadtschloss um 1900
Das Stadtschloss um 1900
Stadtschloss um 1900, im Vordergrund die Mulde
Stadtschloss um 1900, im Vordergrund die Mulde
Kavalierstraße um 1900, mit dem Erbprinzl. Palais
Kavalierstraße um 1900, mit dem Erbprinzl. Palais
  • Erbprinzliches Palais, 1927 abgerissen durch Park mit Springbrunnen ersetzt.
  • Altes Rathaus, 1900 abgerissen wegen Neubau
  • Stadtschloss, 1945 besch√§digt, dann abgerissen.
  • Hauptbahnhof, 1945 besch√§digt, dann abgerissen.

Sakrale Gebäude

Heute evangelische Kirchen
  • Schlo√ükirche St. Marien (Marienkirche) - ehemalige evangelische Hauptkirche der Stadt, Grablege der askanischen F√ľrsten bis zum Neubau des Mausoleums im heutigen Tierpark, im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt, 1989 bis 1994 wieder aufgebaut; als Veranstaltungsraum nutzbar gemacht.
  • Johanniskirche - 1702 geweihte Kirche der lutherischen Christen von Dessau. Nach Zerst√∂rung im Zweiten Weltkrieg bis 1955 wieder aufgebaut. Im Innern drei Cranach-Gem√§lde aus der Marienkirche(Christus am √Ėlberg, Abendmahlsgem√§lde, Kreuzigungsgem√§lde)
  • Georgenkirche Barockkirche, Umbau in 50er-Jahren
  • Petruskirche 1903 erbaut.
  • Auferstehungskirche, Siedlung, erbaut etwa 1930
  • Pauluskirche - ges√§umt von DDR-Plattenbauten
  • Jonitz, im Stadtteil Waldersee, Grabmal des F√ľrsten Franz und seiner Gattin
  • Gro√ük√ľhnau, fr√ľhes neoromanisches Geb√§ude
  • Mildensee, romanische Kirche
  • T√∂rten, √§lteste Kirche Dessaus
Katholische Kirchen
  • St. Peter und Paul, Zerbster Str.48 (Propsteigemeinde), erbaut 1854-58
  • Dreieinigkeit, Dessau-S√ľd, Heidestr. 318
  • St. Josef, Dessau-Alten, Diesdorfer Str.30
Verlorene Kirchen
  • Jakobuskirche, 1945 besch√§digt, zu DDR-Zeiten abgerissen.

Sonstige Sehensw√ľrdigkeiten

Natur & Gr√ľnanlagen

Mausoleum um 1900
Mausoleum um 1900
  • Dessau-W√∂rlitzer Gartenreich mit den Schl√∂ssern und G√§rten Mosigkau , K√ľhnauer Park , Georgengarten , Luisium, Oranienbaum, Sieglitzer Berg , Leiner Berg , dem W√∂rlitzer Park und zahlreichen Einzelmonumenten wie dem Drehberg (aufgenommen in die UNESCO-Welterbeliste )
  • Biosph√§renreservat Flusslandschaft Mittlere Elbe (von der UNESCO unter Schutz gestellt)
  • Tierpark im Mausoleumspark (mit ehemaligem Grabmal der askanischen F√ľrsten) - 1958 angelegter Tier und Pflanzenlehrpark mit 11 ha, 120 Tierarten und etwa 500 Tieren. Bemerkenswerter Geh√∂lzbestand: 125 Geh√∂lzarten. Anfahrt: Ausgewiesene Parkm√∂glichkeiten in der Parkstr. von dort aus nur wenige Schritte bis zum Park.
  • Wallwitzburg - Weit im Beckerbruch gelegen, doch direkt am R1 und R2
Friedhöfe
  • Friedhof I., Historischer Friedhof , einer der ersten kommunalen Friedh√∂fe in Deutschland, angelegt zur Regentschaft F√ľrst Franz von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff mit dem Mausoleum von F√ľrst Nikolai Abramowitsch Putjatin
  • Friedhof II
  • Friedhof III., gelegen gegen√ľber dem ehemaligen Krematorium

Technik

  • Dessau W√∂rlitzer Eisenbahn
  • Fahrt mit historischer Stra√üenbahn, auch mit Stadtf√ľhrung
  • Technikmuseum Hugo Junkers
  • Strommuseum - historisches zum Thema Strom

Regelmäßige Veranstaltungen

Orangefarbenes Fest im Bauhaus Dessau 2004
Orangefarbenes Fest im Bauhaus Dessau 2004
    • Kurt-Weill-Fest
    • Schwabefest
    • Die Schlaflosen N√§chte (Sommerkino im Rathausinnenhof, etc.)
    • Flugplatzfest (findet alle 2 Jahre statt)
    • Internationales Motorbootrennen auf dem Kornhauskurs
    • Leopoldsfest
    • Sandsackfest
    • Elbebadetag
    • Farbfest des Bauhauses Dessau Thema 2005: Violett
    • Adventsmarkt
    • Nachtschicht
    • Museumsnacht

Freizeit- und Sportanlagen

  • Paul-Greifzu-Stadion mit 20.000 Pl√§tzen
  • Anhalt Arena f√ľr 3100 Zuschauer
  • Ringer- und Freizeitzentrum
  • Tennisanlage
  • Sportentrum Kreuzberge
  • Tanzforum Dessau

Radsport&Wandern

  • offizielle Radwanderwege : Europaradwanderweg R1, Elberadweg R2 , Muldentalradwanderweg
  • wichtige Wanderwege : F√ľrst-Franz-Weg , Beckerburch-Rundweg
  • Deichbermen: Rings um Dessau verlaufen viele Deiche, welche nach dem Sommerhochwasser 2002 neuerrichtet bzw. saniert wurden. Die hier h√§ufig vorhanden Bermen d√ľrfen oft mit Fahrr√§dern befahren werden. Ein idealer Radrundweg.
  • Die Stadt Dessau liegt an der deutsch-niederl√§ndischen Ferienstra√üe Oranier-Route.

Badeseen & Schwimmhallen

  • Stadtschwimmhalle - Kleines Jugendstilbad, vor allem zur Erholung.
  • S√ľdschwimmhalle - Gro√üe Schwimmhalle mit 25-Meter-Bahn und Kinderbecken.
  • Strandbad Adria - Gro√ües Strandbad mit Rutschen, Steg und Boots- und Katamaranverleih, Autobahnbaggersee.
  • Waldbad mit FKK-Zone, Katamaranverleih.
  • Naturbad Gro√ük√ľhnau - Idylisches kleines Bad mit Bootsverleih.
  • Naturbad Mosigkau - Schlechte Wasserqualit√§t.
  • Nudistenbad an der Mulde

Kulinarische Spezialitäten

  • Kornhaus mit Panoramablick √ľber die Elbe - Geb√§ude von Carl Fieger
  • P√§chterhaus - √Ąltestes Haus in Ziebigk
  • Mensa im Bauhaus

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Folgende Persönlichkeiten sind in Dessau geboren. Sie werden chronologisch nach ihrem Geburtsjahr aufgelistet. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Dessau hatten oder nicht ist dabei unerheblich.

  • 1579 , 17. Juni , Ludwig I. (Anhalt-K√∂then), ‚Ć 7. Januar 1650 in Dessau, F√ľrst von Anhalt-K√∂then
  • 1653 , 7. Januar ‚Äď Bernhard Friedrich Albinus , Mediziner (‚Ć 1721 )
  • 1676 , 3. Juli , Leopold I., genannt "Der Alte Dessauer", ‚Ć 9. April 1747 in Dessau, F√ľrst von Anhalt-Dessau, Preu√üischer Feldmarschall
  • 1729 , 6. September , Moses Mendelssohn , ‚Ć 4. Januar 1786 in Berlin, Philosoph
  • 1740 , Leopold III. (Anhalt-Dessau), ‚Ć 1817 , F√ľrst von Anhalt-Dessau, eigentlich Leopold III. Friedrich Franz, genannt "Vater Franz"
  • 1753 , 19. Dezember , Gr√§fin Wilhelmine von Lichtenau , ‚Ć 9. Juli 1820 , Berlin, Geliebte K√∂nigs Friedrich Wilhelm II. (Preu√üen)
  • 1789 , 25. Oktober , Samuel Heinrich Schwabe ], ‚Ć 11. April 1875 in Dessau, Astronom
  • 1794 , 1. Oktober , Leopold IV. Friedrich, ‚Ć 22. Mai 1871 , Herzog von Anhalt-Dessau
  • 1794 , 7. Oktober , Wilhelm M√ľller , ‚Ć 30. September 1872 in Dessau, Dichter (unter anderem " Am Brunnen vor dem Tore ", "Die sch√∂ne M√ľllerin", "Im Krug zum gr√ľnen Kranze" )
  • 1822 , 15. August , Wilhelm Rust, ‚Ć 2. Mai 1892 in Leipzig, Komponist
  • 1827 , 7. September Wilhelm Hos√§us , ‚Ć 17. Juli 1900 , Bibliothkar, Schriftsteller und Theologe
  • 1831 , 29. April , Friedrich I., ‚Ć 24. Januar 1904 auf Schloss Ballenstedt, Herzog von Anhalt 1871-1904
  • 1832 , 1. M√§rz , Friedrich Gr√ľtzmacher , ‚Ć 23. Februar 1903 in Dresden, Komponist und Cellist
  • 1835 , 4. September , Leopold Gr√ľtzmacher , ‚Ć 26. Februar 1900 in Weimar, Komponist und Cellist
  • 1848 , Eduard Arnhold , ‚Ć 1925 in Neuhaus, Unternehmer, M√§zen und Philantrop,
  • 1856 , 19. August , Friedrich II. , ‚Ć 21. April 1918 auf Schloss Ballenstedt, Herzog von Anhalt 1904-1918
  • 1861 , 18. April , Eduard , ‚Ć 13. September 1918 in Berchtesgaden, Herzog von Anhalt 21. April ‚Äď 12. November 1918 anstelle von Herzog Joachim Ernst
  • 1870 , 10. Januar , Hans von Raumer , ‚Ć 3. November 1965 in Berlin, Politiker, Reichsminister
  • 1881 , 12. November , Maximilian von Weichs , ‚Ć 27. September 1954 Burg R√∂sberg bei Bonn, General und w√§hrend des Zweiten Weltkrieges Armee- und Heeresgruppenkommandeur
  • Otto Str√ľtzel (1885-1930), Maler
  • 1900 , 2. M√§rz , Kurt Weill , ‚Ć 3. April 1950 in New York , Komponist ("Dreigroschenoper")
  • 1901 , 11. Januar , Joachim Ernst, ‚Ć 18. Februar 1947 in Buchenwald, Herzog von Anhalt 21. April ‚Äď 12. September 1918; da er minderj√§hrig war, f√ľhrte Herzog Eduard die Amtsgesch√§fte
  • 1911 , 14. Dezember , Hans von Ohain , ‚Ć 13. M√§rz 1998 in Melbourne (Florida) , Florida ), Physiker, neben Frank Whittle einer der V√§ter des Strahltriebwerks
  • 1926 , 1. Oktober , Gerhard Stolze , Tenor
  • 1933 , 14. Dezember , Hans J√ľrgen Sonnenberger , Rechtswissenschaftler
  • 1935 , 5. September , Dieter Hallervorden , Schauspieler, Kabarettist und S√§nger ("Die Wanne ist voll")
  • 1940 , Imi Knoebel , K√ľnstler
  • 1940 , 7. Mai , Dorit Zinn , Schriftstellerin ("Mein Sohn liebt M√§nner")
  • 1943 , 28. Januar , Manfred Jendryschik , Erz√§hler, Lyriker, Essayist und Herausgeber
  • 1962 , 8. September , Thomas Kretschmann , Schauspieler ( "Stalingrad" , "Der Pianist" , "Blade II", "Der Untergang" , "King Kong" )

Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten

  • Wilhelm von Oechelh√§user , * 26. Oktober 1820 in Niederwalluf , ‚Ć 25. September 1902 in Dessau, geheimer Kommerzienrat, Generaldirektor der Deutschen Continental-Gas-Gesellschaft (Conti) in Dessau
  • Johannes Winkler , * 29. Mai 1897 in Bad Carlsruhe , Kreis Oppeln, deutscher Raumfahrtpionier, ‚Ć 27. Dezember 1947 in Braunschweig-Querum.
  • Friedrich Lutzmann * 1859 in Nienburg (Saale), ‚Ć 1930 ) war ein deutscher Konstrukteur , Erfinder und Unternehmer

Ehrenb√ľrger

Bisher nur eine sehr kleine Auswahl

  • 1880 : Hans Victor von Unruh , Technischer Leiter der Eisenbahnbauten, Abgeordneter in Anhalt und im Deutschen Reichstag
  • 1928 : Prof. Dr. h.c. Hugo Junkers , Sch√∂pfer des ersten Ganzmetallflugzeuges und Besitzer der Junkerswerke

Literatur

  • Dessau-Buch - Umfangreiches Angebot an Literatur zum Thema Dessau
  • "Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte" Band II Mitteldeutschland ‚Äď Im Auftrag der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der Unterst√ľtzung des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1941

Weblinks


siehe auch: Paul Dessau , Kategorie:Dessauer

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

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