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Letzte Änderung für Artikel Hessische Ludwigsbahn: 18.02.2006 17:03

Hessische Ludwigsbahn

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Die Hessische Ludwigsbahn (HLB) war mit insgesamt 697 Kilometer Streckenl├Ąnge eine der gr├Â├čten deutschen Privatbahnen . Am 1. April 1897 wurde die HLB verstaatlicht und dadurch Teil der Preu├čisch-Hessischen Eisenbahnbetriebs- und Finanzgemeinschaft .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Als im Jahre 1835 die erste Eisenbahn auf deutschem Gebiet von N├╝rnberg nach F├╝rth fuhr, war bald danach das ganze Land vom Eisenbahn-Bazillus erfasst. Die ersten Impulse f├╝r einen Bahnbau in Rheinhessen kamen jedoch nicht von den Einheimischen, sondern von au├čerhalb; insbesondere franz├Âsisch-bayrische Kreise hatten daran ein Interesse. Aus milit├Ąrstrategischen Gr├╝nden stand der preu├čische Staat einer linksrheinischen Streckenf├╝hrung jedoch ablehnend gegen├╝ber. In Baden betrachtete man das Unternehmen aus wirtschaftlicher Perspektive skeptisch; man bef├╝rchtete, dass der Verkehr am eigenen Land vorbeigef├╝hrt werde.

Erst im Jahr 1844 , als die bayrische Regierung dem Bahnbau in der Pfalz die Konzession erteilte, bewegte sich wieder etwas. Saarkohle und Holz aus dem Pf├Ąlzer Wald warteten - aus bayrischer Sicht - nur darauf, per Eisenbahn nach Rheinhessen zu gelangen. In Mainz fanden sich alsbald einige B├╝rger, um eine Aktiengesellschaft zum Bau einer Eisenbahnlinie zu gr├╝nden. Auch der Pionier des deutschen Eisenbahnwesens, Friedrich List , setzte sich pers├Ânlich f├╝r einen Bahnbau von Mainz nach Worms ein. Die gro├čherzogliche Regierung in Darmstadt blieb jedoch zun├Ąchst bei ihrer ablehnenden Haltung, zumal 1842 per Gesetz ein Staatsbahnsystem festgelegt worden war.

Anfang 1845 fanden sich auch in der Regierung einige Bef├╝rworter der Eisenbahn und die Initiatoren begannen neuen Mut zu sch├Âpfen.

V├Âllig unklar war zun├Ąchst die Streckenf├╝hrung. Die Alternative Mainz - Alzey - Worms wurde allerdings bald zugunsten der direkten Trassierung verworfen.

Am 15. August 1845 wurde dann der Mainz-Ludwigshafener-Eisenbahngesellschaft die Konzession erteilt. Die Gesellschaft nannte sich sp├Ąter in Hessische-Ludwigs-Eisenbahngesellschaft um - zu Ehren des Gro├čherzogs Ludwig III. von Hessen - obwohl dieser den Bahnbau zun├Ąchst ablehnte. Die Abk├╝rzung "HLB" wurde in sp├Ąteren Jahren in "Hoch lebe Bismarck" umgedeutet.

In der Folgezeit kam die HLB immer mehr in finanzielle Schieflage, da einige Aktion├Ąre ihr Geld zur├╝ckzogen. Mit dem Bau der Strecke konnte erst im Fr├╝hjahr 1848 begonnen werden.

Da auch die Staatskassen infolge der Revolution von 1848 leer waren, konnte man von dieser Seite keine Unterst├╝tzung erwarten - der Bahnbau drohte zum Erliegen zu kommen.

Erst im August 1852 entschloss sich die hessische Regierung, die HLB zu unterst├╝tzen. Dar├╝ber hinaus wurde mit Bayern ein Vertrag bez├╝glich der gesamten Strecke Mainz - Ludwigshafen geschlossen.

Als sich die Wormser, nach einigem Hin und Her, auf einen Bahnhofsstandort geeinigt hatten, ging der Bau dann z├╝gig voran. Die 46 Kilometer lange Strecke wurde in mehreren Teilabschnitten von Mainz nach Worms im Zeitraum vom 23. M├Ąrz (Mainz - Oppenheim) bis 24. August 1853 er├Âffnet. Ab 15. November konnte man von Mainz bis Ludwigshafen fahren.

Streckennetz

Am Anfang waren t├Ąglich 6 Personenz├╝ge (darunter 2 Schnellz├╝ge) in jeder Richtung von Mainz nach Worms unterwegs. In Mainz bestand Anschluss an die Dampfschiffe der " K├Âln und D├╝sseldorfer Gesellschaften " und mittels Trajekteinrichtung an die Taunusbahn .

In Worms wurde am 14. Juni 1855 eine Rheinschiffbr├╝cke dem Verkehr ├╝bergeben; eine feste Rheinbr├╝cke wurde am 1. Dezember 1900 in Betrieb genommen.

Sp├Ąter umfasste das Streckennetz neben den rheinhessischen Linien noch Strecken in den ├╝brigen hessischen Provinzen

Wagenpark

Die Hessische Ludwigsbahn nahm den Betrieb mit 6 Lokomotiven der Maschinenfabrik Esslingen auf; diese trugen - wie damals ├╝blich - klangvolle Namen: "Schenk" (nach Freiherr von Schenk , Direktor des hessischen Finanzministeriums), "Dalwigk" (nach Freiherr von Dalwigk , damals Hessischer Ministerialdirektor und vorher Mainzer Territorialkommiss├Ąr - diese Lokomotive zog den Er├Âffnungszug auf der Strecke Mainz - Oppenheim), "Gutenberg" (nach Johannes Gensfleisch genannt " Johannes Gutenberg ", dem Erfinder der Buchdruckkunst ), "Arnold Walpoden" (nach Arnold Walpoden , dem Initiator des "Rheinischen Bundes" im Jahre 1254 ) sowie "Mainz" und "Worms".

Neben 11 Personenwagen I. und II. Klasse geh├Ârten 19 Personenwagen der III. Klasse, sowie 36 Gep├Ąck - und G├╝terwagen zum Anfangsbestand (auf eine damals ├╝bliche IV. Wagenklasse wurde verzichtet). 1861 besa├č die HLB bereits 39, 1864 schon 52 Lokomotiven.

Ende 1895 , also ein Jahr bevor die Hessische Ludwigsbahn verstaatlicht wurde, betrug der Bestand 216 Lokomotiven. Dar├╝ber hinaus befanden sich 544 Personenwagen, 107 Gep├Ąckwagen, 1552 gedeckte und 2240 offene G├╝terwagen im Besitz der HLB.

Literatur

  • Hans D├Âhn: Eisenbahnpolitik und Eisenbahnbau in Rheinhessen 1835-1914. Mainz 1957.
  • Ralph H├Ąussler: Eisenbahnen in Worms - Von der Ludwigsbahn zum Rheinland-Pfalz-Takt. Kehl, Hamm/Rheinhessen 2003. ISBN 3-935651-10-4
  • Wolfgang Klee und G├╝nther Scheingraber: Preu├čische Eisenbahngeschichte (=Preu├čen-Report. Band 1.2), Teil 2 1870/71 - 1920. Merker, F├╝rstenfeldbruck 1992. ISBN 3-922404-38-3
  • Peter Scheffler: Eisenbahnknotenpunkt Mainz/Wiesbaden. Eisenbahn-Kurier-Verl., Freiburg 1988. ISBN 3-88255-620-X

Weblinks

Wikipedia

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