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Letzte Änderung für Artikel Balduin von Luxemburg: 18.01.2006 23:40

Balduin von Luxemburg

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Balduin von Luxemburg (Balduinbrunnen, Trier)
Balduin von Luxemburg (Balduinbrunnen, Trier)

Balduin von Luxemburg oder Balduin von Trier (* 1285 / 86 ; ÔÇá 21. Januar 1354 in Trier) aus dem Geschlecht der Luxemburger war von 1307 bis 1354 Erzbischof und Kurf├╝rst von Trier, von 1328 bis 1336 Administrator des Erzbistums Mainz und von 1331 bis 1337 mit Unterbrechungen Administrator der Bist├╝mer Worms und Speyer . Balduin war einer der einflussreichsten Reichsf├╝rsten seiner Zeit und gilt als bedeutendster Kurf├╝rst von Trier.

Biografie

F├╝r den j├╝ngsten Sohn des Grafen Heinrich VI. (nach anderer Z├Ąhlart III.) von Luxemburg war von Anfang an eine geistliche Laufbahn vorgesehen. Balduin studierte Theologie und kanonisches Recht in Paris , da die Luxemburger zum Hof der Kapetinger gute Beziehungen unterhielten. Im Alter von 22 Jahren wurde er vom Trierer Domkapitel zum Erzbischof gew├Ąhlt und 1308 von Papst Klemens V. in Poitiers zum Bischof geweiht.

Balduin sollte sich zu einem der erfolgreichsten Politiker im Heiligen R├Âmischen Reich des fr├╝hen 14. Jahrhunderts entwickeln. Durch geschickte Diplomatie setzte er 1308 die Wahl seines Bruders Heinrich zum r├Âmisch-deutschen K├Ânig durch. Anschlie├čend begleitete er ihn von 1310 bis 1313 auf seinem Zug nach Italien, wo Heinrich als erster deutscher K├Ânig seit fast einem Jahrhundert zum Kaiser gekr├Ânt wurde. Heinrich versuchte in Italien eine Politik der Erneuerung des Kaisertums zu betreiben, verstarb aber schon am 24. August 1313 an Malaria in der N├Ąhe von Siena. Die Erlebnisse dieses Romzugs wurden sp├Ąter in der prachtvollen Bilderchronik " Kaiser Heinrichs Romfahrt " festgehalten.

Bei der anschlie├čenden K├Ânigswahl von 1314 unterst├╝tzte Balduin Ludwig den Bayern. Sp├Ąter distanzierte er sich von ihm und verhalf schlie├člich 1346 seinem Gro├čneffen Karl zur Wahl, obwohl das gegenseitige Verh├Ąltnis durchaus gespannt war. Dennoch war er bis zu seinem Tode die wichtigste St├╝tze Karls im Westen des Reiches.

Die Balduinbr├╝cke in Koblenz
Die Balduinbr├╝cke in Koblenz

Balduin war ma├čgeblich an der Entwicklung der Stadt Trier und der Umgebung beteiligt. Es lie├č nicht nur die Balduinbr├╝cke in Koblenz erbauen, sondern sehr wahrscheinlich geht auch die Sanierung der R├Âmerbr├╝cke in Trier auf seine Initiative zur├╝ck. Im kulturellen wie verwaltungstechnischen Bereich bl├╝hte das Erzbistum auf.

Vor allem wurde unter seiner ├ägide die Machtstellung Kurtriers ma├čgeblich gest├Ąrkt. Es gelang ihm, das Territorium seines Kurstaates zu arrondieren und die Gebiete des oberen Erzstifts um Trier mit denen des unteren Erzstifts um Koblenz zu verbinden. Dabei scheute er auch vor kriegerischen Mitteln nicht zur├╝ck und lie├č z.B. in der Eltzer Fehde , die an der Untermosel gelegene, Burg Eltz belagern. Dies rief den Widerstand der vom kurtrierischen Machtspruch bedrohten kleineren Adelsgeschlechter der Region hervor. 1328 etwa wurde Balduin von Loretta von Sponheim durch eine List auf die Starkenburg (Mosel) nach Traben-Trarbach gelockt. Erst nach der Zahlung eines L├Âsegeldes und Zugest├Ąndnissen an ihre Familie - unter anderem im Streit um das Kr├Âver Reich - wurde er wieder freigelassen.

Ebenfalls im Jahr 1328 wurde Balduin vom Mainzer Domkapitel zum Erzbischof von Mainz postuliert, w├Ąhrend der Papst Heinrich III. von Virneburg zum Mainzer Erzbischof ernannte. Trotzdem verwaltete Balduin das Mainzer Erzstift mit Unterst├╝tzung durch das Mainzer Domkapitel. Er gab seinen Anspruch erst 1336 nach einem Urteil der Kurie in Avignon auf und beendete so das Mainzer Schisma . ├ähnlich wie in Mainz wurde Balduin ab 1331 auch zum Administrator der Bist├╝mer Worms und Speyer und vereinte so vier Territorien zu einer bedeutenden Landesherrschaft. Ab 1337 beschr├Ąnkte er sich allerdings wieder auf das Erzbistum Trier.

Balduin starb am 21. Januar 1354 in einer Zelle des Klosters der Karth├Ąuser in Trier (es lag etwa da wo heute Hallenbad und Polizeipr├Ąsidium liegen - etwas s├╝dlich der Kaiserthermen, sp├Ąter ist das Kloster dann in den heutigen Ortsteil Karthaus von Konz umgezogen) und liegt heute im Westchor des Trierer Doms begraben. In Trier wurde am 18. Mai 1897 der Balduinbrunnen mit einer Statue Balduins am Schnittpunkt von Christophstra├če und Balduinstra├če aufgestellt.

Literatur

  • Balduin von Luxemburg. Erzbischof von Trier - Kurf├╝rst des Reiches. Festschrift aus Anla├č des 700. Geburtsjahres, hrsg. von Johannes M├Âtsch und Franz-Josef Heyen, Mainz 1985 (= Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, Bd. 53). Grundlegende Artikel zum Leben und Wirken Balduins sowie seiner Umwelt.

Weblinks

Wikipedia

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