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Letzte Änderung für Artikel Rheinland-Pfalz: 14.02.2006 23:41

Rheinland-Pfalz

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Rheinland-Pfalz
Landesflagge Landeswappen
Flagge von Rheinland-Pfalz Wappen von Rheinland-Pfalz
Basisdaten
Hauptstadt : Mainz
Fläche : 19.847,39 km² (9.)
Einwohner : 4.059.604 (7.) (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte : 205 Einwohner/km² (9.)
Staatsform : demokratischer und sozialer
Gliedstaat der BRD
Schulden: 6.262 € pro Einwohner (2002)
Schulden gesamt: 25,4 Mrd. € (2002)
ISO 3166-2 : DE-RP
Offizielle Website: www.rlp.de
Politik
Ministerpräsident : Kurt Beck ( SPD )
Regierende Parteien: SPD - FDP -Koalition
Sitzverteilung im Landtag
(101 Sitze):
SPD 49
CDU 38
FDP 8
B90/GrĂĽne 6
letzte Wahl: 25. März 2001
nächste Wahl: 26. März 2006
Parlamentarische Vertretung
Stimmen im Bundesrat : 4
Karte
Bundesland Rheinland-Pfalz im SĂĽdwesten Deutschlands

Rheinland-Pfalz ist ein Bundesland im SĂĽdwesten der Bundesrepublik Deutschland , das am 18. Mai 1947 gebildet wurde. GĂĽltige AbkĂĽrzungen sind RLP, RP beziehungsweise RPF.

Rheinland-Pfalz grenzt an die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen, das Saarland, Baden-Württemberg sowie an die Staaten Belgien , Frankreich und Luxemburg .

Eine thematische Sammlung weiterer Artikel rund um Rheinland-Pfalz findet sich im Portal Rheinland-Pfalz .

Inhaltsverzeichnis

Wappen

Das rheinland-pfälzische Landeswappen besteht aus dem Pfälzer Löwen, dem Kreuz des Erzbistums und Kurfürstentums Trier sowie dem Mainzer Rad und erinnert damit an die bis 1806 existierenden Kurfürstentümer Trier, Mainz und Pfalz.

Das rechte obere Drittel nimmt das seit 1273 bezeugte Wahrzeichen des Erzbistums Trier ein, das rote Kreuz auf weißem Grund. Im linken oberen Drittel befindet sich auf rotem Grund das silberne sechsspeichige Rad des Erzbistums Mainz, das ebenfalls seit dem 13. Jahrhundert im Siegel geführt wird. Der goldene Löwe im unteren – schwarzen – Drittel steht für die Kurpfalz. Er trägt eine Krone, die auf den besonderen Rang der Bayernherzöge als „Pfalzgrafen bei Rhein“ zurückzuführen ist. Das gesamte Wappenschild ist von einer Krone aus fünf goldfarbenen stilisierten Weinblättern überhöht als Hinweis darauf, dass Rheinland-Pfalz das bedeutendste deutsche Weinbaugebiet ist.

Eine ausfĂĽhrlichere Beschreibung des Wappens und seiner Bedeutung ist als PDF von der Landeszentrale fĂĽr politische Bildung unter Landeswappen Rheinland-Pfalz zu erhalten.

Geographie

Rheinland-Pfalz umfasst im Norden vom Rheinischen Schiefergebirge die Eifel, den Hunsrück, den westlichen Westerwald und den nordwestlichen Teil des Taunus sowie im südlichen Bereich das Rheinhessische Hügelland, das Nordpfälzer Bergland, das Landstuhler Bruch, die Südwestpfälzische Hochfläche, den Pfälzer Wald und einen Teil der Oberrheinischen Tiefebene. Höchster Berg ist der Erbeskopf (816 m) im Hunsrück, siehe auch: Liste der Berge in Rheinland-Pfalz.

Durch Rheinland-Pfalz flieĂźen die BundeswasserstraĂźen Rhein, Mosel, Saar und Lahn. Weitere bedeutende FlieĂźgewässer sind Nahe, Sauer, Our, Glan und Sieg als Gewässer I. Ordnung. Wegen ihrer wasserwirtschaftlichen Bedeutung sind weitere rund 720 km der Wasserläufe als Gewässer II. Ordnung verzeichnet. Es sind dies Waldlauter, Wieslauter, Otterbach, Erlenbach, Michelsbach , Pfrimm, Hahnenbach, Simmerbach, Guldenbach, Ahr, PrĂĽm, Enz , Nims, Schwarzbach, Hornbach , Kyll, Dhron, Lieser, Alf, Wied , Nister und Aar. Die restlichen flieĂźenden Gewässer in Rheinland-Pfalz gehören der III. Ordnung an.

SehenswĂĽrdigkeiten

Bauwerke und Kirchen

Ort SehenswĂĽrdigkeiten
Andernach
Bingen am Rhein
Idar-Oberstein
Koblenz
Mainz
Rhens
Remagen
Sankt Goarshausen
Schifferstadt
  • Goldener Hut
Speyer
Trier
Worms
Vulkaneifel

UNESCO-Welterbe in Rheinland-Pfalz

Bislang wurden vier rheinland-pfälzische Sehenswürdigkeiten bzw. Ensembles in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen:

Burgen, Schlösser und Festungen

Hier steht nur eine Auswahl von wichtigen Burgen , Schlössern und Festungen in Rheinland-Pfalz. Weitere sind in den Listen Liste der Burgen und Schlösser und Liste der Festungen zu finden.

Trifels
Trifels
Name Art/Zustand Ort/Lage
Burg Arras Burg Alf
Alte Burg Burg Boppard
Alte Burg Burg Koblenz
Reichsburg Cochem Burg Cochem
Dahner Burgengruppe Burgruinen Dahn
Festung Ehrenbreitstein Festung Koblenz, Stadtteil Ehrenbreitstein
Ehrenburg Burg Brodenbach
Burg Eltz Burg MĂĽnstermaifeld
Burgruine Birkenfeld (Stammburg der Wittelsbacher) Burgruine Birkenfeld
Feste Kaiser Franz Festung Koblenz, Stadtteil LĂĽtzel
Burg Falkenstein Burgruine Falkenstein
Frauenburg Burgruine Frauenberg
Hambacher Schloss Schloss Neustadt an der WeinstraĂźe, Stadtteil Hambach
Burg Hohenfels Burgruine Imsbach
Burg und Schloss Idar-Oberstein Burg, Schloss Idar-Oberstein
KurfĂĽrstliches Schloss Schloss Koblenz
KurfĂĽrstliches Schloss Schloss Mainz
Burg Lahneck Burg Lahnstein
Landskron Burgruine Oppenheim
Liebenstein Burg Kamp-Bornhofen
Burg Altleiningen Burg Altleiningen
Marksburg Burg Braubach
Burg Nassau Burg Nassau
NĂĽrburg Burg NĂĽrburg
Burg OlbrĂĽck Burg NiederdĂĽrenbach
Burg Pfalzgrafenstein Burg mitten im Rhein bei Kaub
Schloss Philippsburg zerstört Koblenz, Stadtteil Ehrenbreitstein
Burg Reichenstein Burg Trechtingshausen
Burg Rheinfels Burgruine Sankt Goar
Rheinstein Burg Trechtingshausen
Schloss und Burg Sayn Schloss, Burg Bendorf
Schloss BĂĽrresheim Schloss, Burg Sankt Johann (bei Mayen), Ortsteil BĂĽrresheim
Schloss Stolzenfels Schloss Koblenz, Stadtteil Stolzenfels
Schmidtburg Burgruine Schneppenbach
Schönburg Burg Oberwesel
Burg Sooneck Burg Niederheimbach
Burg Stahleck Burg Bacharach
Reichsburg Trifels Burg Annweiler am Trifels
Schloss Montabaur Schloss Montabaur
Burg Thurant Burg Alken
Zitadelle Mainz Festung Mainz

Freizeitparks

  • Holiday Park in HaĂźloch

Geschichte

Die Geschichte des jungen Bundeslandes

Rheinland-Pfalz entstand nach dem Zweiten Weltkrieg aus der ehemals bayrischen Pfalz, aus dem südlichen Anteil des Rheinlands (Regierungsbezirke Koblenz und Trier der ehemaligen preußischen Rheinprovinz), aus der ehemals zu Hessen-Darmstadt gehörigen Provinz Rheinhessen, aus Teilen der preußischen Provinz Hessen-Nassau und aus dem ehemals oldenburgischen Gebiet um Birkenfeld.

Gemäß den Beschlüssen der Potsdamer Konferenz ging am 15. Juli 1945 die Besatzungshoheit im Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz von den Amerikanern auf die Franzosen über. Diese gliederten das Gebiet zunächst provisorisch in zwei "Oberpräsidien" Rheinland-Hessen-Nassau (für die bislang preußischen Regierungsbezirke bzw. Gebiete Koblenz, Trier und Montabaur) und Hessen-Pfalz (für die bisher bayerische Pfalz und das zuvor hessen-darmstädtische Rheinhessen). Das Land Rheinland-Pfalz wurde am 30. August 1946 durch Verordnung der französischen Militärregierung geschaffen, wodurch historisch und wirtschaftlich zusammengehörige Gebiete (Koblenz-Bonn, Rhein-Main) der ehemaligen preußischen Rheinprovinz getrennt wurden. Eine Anbindung des ebenfalls französisch verwalteten Saarlands wurde von der französischen Militärregierung nicht zugelassen. Am 22. November fand im Koblenzer Theater die konstituierende Sitzung der „Beratenden Landesversammlung“ statt, in der ein Verfassungsentwurf erarbeitet wurde. Am 18. Mai 1947 wurde die Verfassung für Rheinland-Pfalz durch eine Volksabstimmung angenommen. Die konstituierende Sitzung des ersten rheinland-pfälzischen Landtags erfolgte am 4. Juni 1947 im großen Rathaussaal von Koblenz, welches nun (bis 1950) die erste Hauptstadt des neuen Landes war. Dr. Wilhelm Boden wurde hier zum ersten Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz gewählt. Schon einen Monat später aber folgte ihm Peter Altmeier in diesem Amt. Ein Gemeinschaftsgefühl entwickelte sich nur sehr zögerlich im neu geschaffenen Bundesland, das weitgehend ohne Rücksicht auf historisch gewachsene Zugehörigkeiten der Einwohner entstanden war.

1956 fanden aufgrund von Artikel 29 GG in den frĂĽheren Regierungsbezirken Koblenz, Trier, Montabaur, Rheinhessen und der Pfalz Volksbegehren statt, bei denen es um die Angliederung der betreffenden Regionen an Nordrhein-Westfalen, Hessen bzw. Bayern und Baden-WĂĽrttemberg ging. Alle Volksbegehren auĂźer denen im Regierungsbezirk Pfalz erhielten die erforderliche Mehrheit; doch bis zur endgĂĽltigen DurchfĂĽhrung der dadurch notwendigen Volksentscheide zogen fast 20 Jahre ins Land. Bei der Abstimmung vom 19. Januar 1975 wurde in keiner der betroffenen Regionen eine Mehrheit fĂĽr eine Umgliederung (und auch nicht das notwendige Quorum von 25 % der Stimmberechtigten) erreicht. Damit wurde ein Schlussstrich unter eine jahrzehntelange Diskussion gezogen.

Historische Ereignisse im heutigen Rheinland-Pfalz

Am 17. April 1521 stand Martin Luther vor dem Reichstag zu Worms, wurde vor den versammelten Fürsten und Reichsständen verhört und letztmals zum Widerruf aufgefordert. Er lehnte mit den Worten "Hier stehe ich. Gott helfe mir. Ich kann nicht anders" ab und wurde daraufhin durch das Wormser Edikt geächtet.

Hambacher Schloss
Hambacher Schloss

Auf dem Hambacher Schloss bei Neustadt an der WeinstraĂźe feierten am 27. Mai 1832 viele Tausend freiheitsliebende BĂĽrger aus allen Teilen Deutschlands das "Hambacher Fest". Inzwischen gilt diese Demonstration als Meilenstein auf dem Weg zur Deutschen Einheit, und das Hambacher Schloss wird als die "Wiege der deutschen Demokratie" anerkannt und bezeichnet.

Vom 8. – 10. Juli 1948 fand im Berghotel Rittersturz in Koblenz die Rittersturz-Konferenz statt, die auch als Geburtsstätte der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet wird. Der rheinland-pfälzische Landtag beschloss 1950 die Verlegung der Landesregierung von Koblenz nach Mainz.

Kultur

Kultursommer Rheinland-Pfalz

Der Kultursommer bietet ein Kulturprogramm für Rheinland-Pfalz in den Monaten Mai bis Oktober. Seit 1993 hat der Kultursommer ein jährlich wechselndes Motto.

Rheinland-Pfalz-Tag

Der Rheinland-Pfalz-Tag ist ein jährlich veranstaltetes Landesfest.

Gartenschau

FĂĽr das Jahr 2011 erhielt die Stadt Koblenz den Zuschlag fĂĽr die Organisation der Bundesgartenschau.

In den Jahren 2000 und 2001 fand die erste rheinland-pfälzische Landesgartenschau in Kaiserslautern statt. Im Jahr 2004 wurde die Ausrichtung der Landesgartenschau durch die Stadt Trier übernommen. Im Jahr 2008 wird die Ausrichtung der Landesgartenschau durch die Stadt Bingen am Rhein übernommen.

Parks

Mit dem BarfuĂźpark bei Bad Sobernheim wurde 1992 eine neuartige und beliebte Freizeiteinrichtung geschaffen. Dies fand an vielen Orten des deutschsprachigen Raums Nachahmung.

Hochschulen

Universität Trier
Universität Trier
Nibelungenfestspiele
Nibelungenfestspiele

Zur Bildungslandschaft in Rheinland-Pfalz gehören 6 Universitäten , 13 Fachhochschulen und die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer.

Theater

Im Bundesland Rheinland-Pfalz gibt es vier größere Theaterstädte. Im Einzelnen sind dies drei Stadttheater und ein Staatstheater.

Festspiele und Festivals

Folgende Festspiele finden jährlich in Rheinland-Pfalz statt:

  • Nibelungenfestspiele Worms
  • Antikenfestspiele Trier
  • NatureOne Festival Kastellaun
  • Burgfestspiele Mayen
  • Wein- und Festspiele Oppenheim

Wirtschaft

Rheinland-Pfalz ist Zentrum des Weinanbaus und der Sektkellereien Deutschlands ( Goldhand , Kupferberg , Deinhard, Schloss Wachenheim ). Landwirtschaft spielt vor allem im rheinhessischen Hügelland und im oberrheinischen Tiefland eine Rolle. Forstwirtschaftlich bedeutsam sind der Pfälzerwald , der Hunsrück und der Westerwald. Die landwirtschaftliche Nutzfläche umfasst etwa 37 Prozent des Landes. Rheinland-Pfalz besitzt die größten Weinbaugebiete Deutschlands (Rheinhessen, Ahr, Mittelrhein, Mosel-Saar-Ruwer , Nahe und Pfalz ). Der Industrieanteil an der Wirtschaftsleistung ist höher als im Bundesdurchschnitt. Bedeutende Branchen sind die chemische Industrie (die BASF in Ludwigshafen ist der größte Arbeitgeber des Landes), Pharmazeutische Industrie ( Boehringer Ingelheim zweitgrößter Arbeitgeber) sowie Fahrzeug- und Maschinenbau (z.B. DaimlerChrysler-Werk in Wörth (das größte LKW-Werk Europas), Opel-Werk Kaiserslautern). Die Dienstleistungsbranche stützt sich überwiegend auf kleinere Unternehmen, wobei dieser Wirtschaftssektor unter dem Bundesdurchschnitt liegt.

In Rheinland-Pfalz gibt es in den sechs Weinanbaugebieten Ahr, Mittelrhein, Mosel-Saar-Ruwer , Nahe , Rheinhessen und Pfalz eine bestockte Rebfäche von insgesamt ca. 64.500 Hektar (Gesamtdeutschland ca. 98.600 Hektar).

Die am häufigsten angebauten Weißweinrebsorten (ca. 45.563ha) sind in absteigender Reihenfolge: Riesling, Müller-Thurgau, Silvaner - Grüner, Kerner, Scheurebe, Burgunder-Weißer, Bacchus,Ruländer, Faberrebe,Huxelrebe, Ortega, Chardonnay, Morio-Muskat, Elbling, Gewürztraminer, Reichensteiner, Ehrenfelser, Siegerrebe, Optima, Regner, Würzer, Sauvignon blanc, Auxerrois.

Bei den Rotweinrebsorten (ca. 18.648 ha) sind dies in absteigender Reihenfolge: Dornfelder, Portugieser - Blauer, Spätburgunder - Blauer, Regent, Saint Laurent, Dunkelfelder, Merlot, Müllerrebe, Cabernet Sauvignon, Heroldrebe, Frühburgunder - Blauer, Cabernet Mitos, Acolon, Cabernet Dorsa, Domina.

Politik

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 from:start till:1947 shift:(25,5) color:CDU text:Dr. Wilhelm Boden (CDU)~bis 13. Juli 1947
 from:1947  till:1969 shift:(25,5) color:CDU text:Dr. h.c Peter Altmeier
 from:1969  till:1976 shift:(25,5) color:CDU text:Dr. Helmut Kohl
 from:1976  till:1988 shift:(25,5) color:CDU text:Dr. Bernhard Vogel
 from:1988  till:1991 shift:(25,5) color:CDU text:Dr. Carl-Ludwig Wagner
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 from:1994  till:end shift:(25,5) color:SPD text:Kurt Beck

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Das Land Rheinland-Pfalz geht auf die Verordnung Nummer 57 der französischen Besatzungsmacht vom 30. August 1946 zurück, die die Bildung eines "rheinpfälzischen" Landes anordnet. Ein erster Verfassungsentwurf entstand "im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott, dem Urgrund des Rechts und Schöpfer aller menschlichen Gemeinschaft, von dem Willen beseelt, die Freiheit und Würde des Menschen zu sichern, das Gemeinschaftsleben nach dem Grundsatz der sozialen Gerechtigkeit zu ordnen, den wirtschaftlichen Fortschritt aller zu fördern und ein neues demokratisches Deutschland als lebendiges Glied der Völkergemeinschaft zu formen" in der so genannten Beratenden Landesversammlung , deren Mitglieder von den rheinland-pfälzischen Kreis- und Gemeindeversammlungen bereits im November 1946 gewählt worden waren.

Die konstituierende Sitzung dieser Beratenden Landesversammlung fand am 22. November 1946 im Koblenz statt. Kurz darauf, am 4. Dezember 1946, wurde eine vorläufige Landesregierung unter Dr. Wilhelm Boden ( CDU ) gebildet. Nachdem die Landesverfassung durch Volksabstimmung am 18. Mai 1947 angenommen wurde, wählte man den bisherigen Landeschef Boden am 13. Juni zum ersten Ministerpräsidenten des neuen demokratischen und sozialen Gliedstaats Deutschlands. Nach nicht einmal einem Monat wurde Dr. Peter Altmeier (CDU) sein Nachfolger.

Artikel 79 Absatz 1 der Landesverfassung sieht vor, dass der Landtag "das vom Volk gewählte oberste Organ der politischen Willensbildung" ist. "Er vertritt das Volk, wählt den Ministerpräsidenten und bestätigt die Landesregierung, beschließt die Gesetze und den Landeshaushalt, kontrolliert die vollziehende Gewalt und wirkt an der Willensbildung des Landes mit in der der Behandlung öffentlicher Angelegenheiten, in europapolitischen Fragen und nach Maßgabe von Vereinbarungen zwischen Landtag und Landesregierung."

Die Ministerpräsidenten seit dem 13. Juni 1947:

Das Land wird beim Bund durch einen Bevollmächtigten vertreten.

Siehe auch:

Wikisource: Verfassung des Landes Rheinland-Pfalz – Quellentexte
Wiktionary: Rheinland-Pfalz – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
Wikinews: Themenportal Rheinland-Pfalz – aktuelle Nachrichten

Partnerschaften

Partnerschaften
Partnerschaften

Das Bundesland Rheinland-Pfalz unterhält Partnerschaften mit

  • Burgund in Frankreich,
  • der Republik Ruanda in Ostafrika,
  • der Region València in Spanien ,
  • der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens ,
  • der polnischen Woiwodschaft Oppeln ,
  • der Mittelböhmischen Region in Tschechien,
  • der chinesischen Provinz Fujian ,
  • dem US -Bundesstaat South Carolina und
  • der japanischen Präfektur Iwate .

Verwaltungsgliederung

Ehemalige Regierungsbezirke

Rheinland-Pfalz bestand bis 1999 aus den Regierungsbezirken

Zum 1. Januar 2000 wurden die drei Bezirksregierungen in die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion sowie die Struktur- und Genehmigungsdirektionen Nord und Süd überführt. Ihre Zuständigkeiten erstrecken sich seither teilweise auf das ganze Bundesland.

Landkreise

(mit Autokennzeichen )

Karte der Landkreise in Rheinland-Pfalz
Karte der Landkreise in Rheinland-Pfalz
  1. Ahrweiler (AW)
  2. Altenkirchen (AK)
  3. Alzey-Worms (AZ)
  4. Bad DĂĽrkheim (DĂśW)
  5. Bad Kreuznach (KH)
  6. Bernkastel-Wittlich (WIL)
  7. Birkenfeld (BIR)
  8. Bitburg-PrĂĽm (BIT)
  9. Cochem-Zell (COC)
  10. Daun (DAU)
  11. Donnersbergkreis (KIB)
  12. Germersheim (GER)
  13. Kaiserslautern (KL)
  14. Kusel (KUS)
  15. Rhein-Pfalz-Kreis (RP)
  16. Mainz-Bingen (MZ)
  17. Mayen-Koblenz (MYK)
  18. Neuwied (NR)
  19. Rhein-HunsrĂĽck-Kreis (SIM)
  20. Rhein-Lahn-Kreis (EMS)
  21. SĂĽdliche WeinstraĂźe (SĂśW)
  22. SĂĽdwestpfalz (PS)
  23. Trier-Saarburg (TR)
  24. Westerwaldkreis (WW)

</ol>

Kreisfreie Städte

(mit Autokennzeichen )

  1. Frankenthal (Pfalz) (FT)
  2. Kaiserslautern (KL)
  3. Koblenz (KO)
  4. Landau in der Pfalz (LD)
  5. Ludwigshafen am Rhein (LU)
  6. Mainz (MZ)

  1. Neustadt an der WeinstraĂźe (NW) <li> Pirmasens (PS) <li> Speyer (SP) <li> Trier (TR) <li> Worms (WO) <li> ZweibrĂĽcken (ZW) </ol>

Große kreisangehörige Städte

(mit Autokennzeichen )

  1. Andernach,
    Landkreis Mayen-Koblenz (MYK)
  2. Bad Kreuznach,
    Landkreis Bad Kreuznach (KH)
  3. Bingen am Rhein,
    Landkreis Mainz-Bingen (MZ)
  4. Idar-Oberstein,
    Landkreis Birkenfeld (BIR)

    <li> Ingelheim am Rhein,
    Landkreis Mainz-Bingen (MZ) <li> Lahnstein,
    Rhein-Lahn-Kreis (EMS) <li> Mayen,
    Landkreis Mayen-Koblenz (MYK) <li> Neuwied,
    Landkreis Neuwied (NR)

Städte und Gemeinden

In den 118 Städten des Landes leben 1.998.000 Einwohner, davon in den 12 kreisfreien Städten 1.001.000 Einwohner. In den 2.187 Gemeinden leben 2.065.000 Einwohner (2003). An Gemeindearten gibt es die Ortsgemeinde , die Verbandsgemeinde, die verbandsfreie Gemeinde, die Große kreisangehörige Stadt sowie die Kreisfreie Stadt.

Siehe auch:

Mit Andernach, Koblenz, Mainz, Speyer, Trier und Worms liegen eine Mehrzahl der ältesten Städte Deutschlands in Rheinland-Pfalz, wobei sich, je nach Lesart, Trier und Worms als "älteste Stadt Deutschlands" bezeichnen dürfen. Auf einen offiziellen Status berufen kann sich indessen nur Worms, das von der Bundesregierung als deutsches Mitglied des 1994 gegründeten Arbeitskreises der ältesten Städte Europas benannt worden ist.

Regionen

Das Land Rheinland-Pfalz gliedert sich in folgende Regionen (von Nord nach SĂĽd)

Siehe auch:

Landesbehörden und Landesbetriebe

  • Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion
  • Landesamt fĂĽr Geologie und Bergbau
  • Landesamt fĂĽr Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz
  • Landesbetrieb Daten und Information
  • Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung
  • Landesbetrieb StraĂźen und Verkehr
  • Landesforstverwaltung
  • Landeshauptarchiv
  • Landesmedienzentrum
  • Statistisches Landesamt
  • Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord
  • Struktur- und Genehmigungsdirektion SĂĽd

Sprache

Im Altertum gehörte der größte Teil des Landes zu Gallien , Trier war in der Spätantike Hauptstadt der Provinz Belgica prima und zeitweise eine der Hauptstädte des Gesamtreiches der Römer . Die Bevölkerungsmischung aus eingewanderten Römern und romanisierten Kelten blieb auch nach der fränkischen Eroberung bestehen, ihre Sprache, das Moselromanische , hielt sich bis ins hohe Mittelalter an der Mosel, war aber isoliert von der übrigen Romania durch die rein fränkischsprachigen Gebiete im heutigen Westen von Rheinland-Pfalz und im heutigen Luxemburg , siehe auch: Moselfränkisch.

Im östlichen Teil des Landes fand bereits in römischer Zeit eine Durchmischung von keltischen und germanischen Stämmen statt. In der Völkerwanderung besiedelten Alemannen und Franken diesen Teil des Landes. Aus der Vermischung entstanden verschiedene Variationen der pfälzischen Dialekte. Durch die jahrhundertelange Tradition der Auswanderung auf Grund von Armut oder religiösen Überzeugungen bildete das Pfälzische die Grundlage für verschiedene auslandsdeutsche Mundarten. Russlanddeutsche, Banater, Amish ( Pennsylvania Dutch ) und Deutschstämmige in Brasilien haben sich teilweise bis heute diesen Dialekt bewahrt.

Siehe auch:

  • Dialekte in Rheinland-Pfalz

Kulinarisches

Die Küche in Rheinland-Pfalz wird durch die milden Temperaturen an Rhein und Mosel bestimmt. Wichtiger Exportartikel ist der Wein aus der Pfalz, aus Rheinhessen, aus dem Ahrtal und vom Gebiet Mosel-Saar-Ruwer . Bekannte Nahrungsmittel sind der Pfälzer Saumagen , Fleischkäse und Mainzer Spundekäs. Im Grenzgebiet zu Frankreich sind außerdem Gerichte wie Flammkuchen oder Zwiebelkuchen populär.

Siehe auch:

  • Rheinland-Pfälzische KĂĽche

Personen

(nach Zunamen sortiert, bei Herkunftsbezeichnungen nach Vornamen)

  • Balduin von Luxemburg bzw. Balduin von Trier
  • Clemens Brentano (Schriftsteller, bedeutender Vertreter der Romantik)
  • Johannes Gutenberg (Erfinder der Buchdruckkunst mit gegossenen beweglichen Lettern, Verleger)
  • Hildegard von Bingen (Theologin, Ă„btissin, Naturheilerin)
  • Helmut Kohl (Bundeskanzler a. D.)
  • Karl Lehmann (Theologe, Kardinal und Bischof von Mainz, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz)
  • Karl Marx (Volkswirt, Philosoph, Politikwissenschaftler, Journalist)
  • Nikolaus von Kues (Theologe, Kardinal, Universalgelehrter, Mathematiker)
  • Nicolaus August Otto (Maschinenbauer, Erfinder des Otto-Motors)
  • Fritz Walter (erster und einziger EhrenbĂĽrger des Landes Rheinland-Pfalz, Kapitän der FuĂźball-Weltmeistermannschaft 1954)
  • Carl Zuckmayer (Schriftsteller und Dramatiker)

Sport

FuĂźball

Aus Rheinland-Pfalz spielen in der Saison 2005/2006 der 1. FC Kaiserslautern und der FSV Mainz 05 in der 1. Bundesliga.

In der Regionalliga SĂĽd sind TuS Koblenz und Eintracht Trier vertreten.

Gewichtheben

Der AC Mutterstadt hat ĂĽber 100 Deutsche Meisterschaften errungen.

Handball

Die DJK/MJC Trier wurde 2003 deutscher Handballmeister (Damen).

Ringen

Der VfK Schifferstadt ist im Ringen der Verein mit den meisten Deutschen Meisterschaften.

Basketball

Der TBB Trier spielt in der Deutschen Basketball-Bundesliga. Die Trierer Basketballer wurden 1998 und 2001 Deutscher Pokalsieger.

Motorsport

Formel 1

Auf dem Nürburgring wird seit 1995 jährlich der Formel-1 -Grand Prix von Europa ausgetragen.

Rallye-Weltmeisterschaft

Seit 2002 findet in Trier und Umgebung jährlich ein Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft statt.

Siehe auch

  • Portal Rheinland-Pfalz

Weblinks


Wikipedia

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