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Letzte Änderung für Artikel Rheinhessen: 10.02.2006 23:53

Rheinhessen

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Rheinhessen ist eine Region in Rheinland-Pfalz. Der Name leitet sich aus der von 1816 - 1919 bestehenden historischen Zugeh√∂rigkeit des Gebietes zum Gro√üherzogtum Hessen und nachfolgend bis 1945 dem Volksstaat Hessen ab. Dies f√ľhrt bisweilen heute noch zu Verwechslungen.

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage

Rheinhessen wird von Rhein und Nahe umschlossen und erstreckt sich √ľber eine Fl√§che von rund 1.400 km¬≤ zwischen der rheinland-pf√§lzischen Landeshauptstadt Mainz und den St√§dten Alzey, Bingen und Worms. Weitere gr√∂√üere Orte in der Region sind Ingelheim am Rhein, Nierstein und Oppenheim (alle am Rhein gelegen), sowie Osthofen, Nieder-Olm und W√∂rrstadt.

Geologie

Rheinhessen verf√ľgt vornehmlich √ľber L√∂√üb√∂den , aber auch Mergel mit gro√üem Lehmanteil.

Klima

Durch seine gesch√ľtzte Lage im Luv und Lee von Hunsr√ľck, Taunus, Odenwald und Donnersberg geh√∂rt Rheinhessen zu den w√§rmsten und trockensten Gebieten Deutschlands, was den Wein - und Obstanbau beg√ľnstigt.

Rheinhessen ist - u.a. durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung - das am geringsten bewaldete Gebiet in ganz Deutschland. Starke Regenfälle sind die Ausnahme und treten meist nur im Sommer auf (i.d.R. in Verbindung mit Gewittern).

Die durchschnittliche Sonnenscheindauer beträgt in Rheinhessen etwa 1.600 Stunden, die Vegetationszeit etwa 240 Tage.

Die Jahresdurchschnittstemperatur betr√§gt 10,5¬įC.

Geschichte

Rheinhessen ist vorgeschichtlich wie geschichtlich reichhaltig. Aus pr√§historischer Zeit sind Fundstellen wie die Weinheimer Trift bei Alzey, der sogenannte Urrhein bei Eppelsheim (‚Äě Dinotherium ‚Äú) und das Brandungsriff bei Eckelsheim bekannt.

Die immer stark besiedelte Region bringt Funde aus allen geschichtlichen Perioden hervor, von steinzeitlichen Gr√§berfeldern bei Flomborn √ľber keltische Schatzfunde bei Planig und r√∂mische Tempel und Theater in Mainz bis hin zu dem fr√§nkischen F√ľrstengrab von Flonheim. Zwei der drei romanischen Kaiserdome stehen hier, in Mainz und Worms.

Als Durchzugsgebiet hat Rheinhessen viele Einfl√ľsse und V√∂lkerschaften erlebt. Der aus Nackenheim bei Mainz stammende Carl Zuckmayer brachte dies in Des Teufels General auf die Formel vom Rhein als "Kelter Europas". Neben vielen Einfl√ľssen besonders hervorzuheben ist die langandauernde Besiedlung durch Juden, deren Spuren an manchen Stellen zu finden sind, besonders eindrucksvoll aber in Worms mit dem alten Judenfriedhof und der bald tausendj√§hrigen Synagoge.

Rheinhessen entstand unter diesem Namen nach 1815, als die vorher politisch stark zersplitterte Region erstmals vereinigt und dem Gro√üherzogtum Hessen zugeschlagen wurde. Rheinhessen blieb bis 1918 beim Gro√üherzogtum Hessen, dann bis 1945 beim Volksstaat Hessen. Durch die Grenzziehung zwischen franz√∂sischer und amerikanischer Besatzungszone wurde es von Hessen getrennt und war ab 1947 einer von f√ľnf Regierungsbezirken des neugeschaffenen Bundeslands Rheinland-Pfalz. Er umfasste die kreisfreien St√§dte Mainz, Ingelheim und Worms sowie die Landkreise Alzey-Worms und Mainz-Bingen . Der Landkreis Oppenheim war bereits 1938 aufgel√∂st und dem Landkreis Mainz zugeschlagen worden.

Etymologie der Orte auf -heim

Viele Orte in Rheinhessen enden auf den Wortteil -heim. Dies wird auf fr√§nkische Zeiten, also das 5. bis 6. Jahrhundert zur√ľckgef√ľhrt, als es √ľblich war Siedlungen oder H√∂fe nach ihrem jeweiligen Herren zu benennen. So entwickelte sich beispielsweise Ingelheim am Rhein aus dem vermutlichen Namen Ingilo √ľber mehrere Stufen zum heutigen Namen der Stadt.

Andere Ortsnamen sind r√∂mischen Ursprungs wie die von Mainz (Moguntiacum) oder Bingen (Bingium), manche gehen auf keltische Bezeichnungen zur√ľck wie Worms (Borbetomagus) und Alzey (Altiaia).

Weinbau

Rheinhessen ist mit 26.171 Hektar Rebfl√§che gr√∂√ütes Weinanbaugebiet Deutschlands. F√ľr weitere Informationen siehe den Artikel Rheinhessen (Weinbaugebiet).

Dialekt

Der rheinhessische Dialekt gehört zu den rheinfränkischen Dialekten und ist eng mit dem Hessischen verwandt.

Rheinhessische Spezialitäten

  • Backesbroote -- Ein mit Kartoffeln und Speck gef√ľllter Braten
  • Backesgrumbeere -- Ein gut gew√ľrzter Kartoffelauflauf mit Speck, Wein und saurer Sahne
  • Bremser -- Die Vorstufe zum Federweisser
  • Dibbehas -- Der Hase im Topf ("Dibbe"), immer mit Hase (Kaninchen) und Gew√ľrz, wenn's richtig gut sein soll mit Wein
  • Gehacktesweck -- Br√∂tchen mit stark gew√ľrztem Mett und Zwiebeln
  • Handk√§s mit Musik -- Mainzer Roller eingelegt in Essig √Ėl und Zwiebeln
  • Kreppel -- Variante des Berliner Pfannkuchens
  • Spundek√§s -- Besteht aus Frischk√§se, Paprika, Zwiebeln und anderen Gew√ľrzen
  • Weingelee
  • Weinsuppe
  • Wingertsknorze -- Roggengeb√§ck mit Speck und Zwiebeln
  • Wingertsimbs -- Typische Weinbergs Brotzeit
  • Zwiwwelkuche -- Zwiebelkuchen

Weblinks

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Rheinhessen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Rheinhessen verfügbar.

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