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Letzte Änderung für Artikel Neuwied: 14.02.2006 08:43

Neuwied

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Wappen Karte
Wappen der Stadt Neuwied Deutschlandkarte, Position von Neuwied hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Ehem. Regierungsbezirk : Koblenz
Kreis : Neuwied
Geografische Lage :
Koordinaten: 50┬░ 25ÔÇ▓ 43" N, 7┬░ 27ÔÇ▓ 41" O
50┬░ 25ÔÇ▓ 43" N, 7┬░ 27ÔÇ▓ 41" O
H├Âhe : 60 m ├╝. NN
Fl├Ąche : 86,5 km┬▓
Einwohner : 66.455 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 768 Einwohner je km┬▓
Postleitzahl : 56501-56567
Vorwahl : 02631 und 02622
Kfz-Kennzeichen : NR (Neuwied/Rhein)
Gemeindekennzahl : 07 1 38 045
Stadtgliederung: 13 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Engerser Landstr. 17
56564 Neuwied
Website: www.neuwied.de
Politik
Oberb├╝rgermeister : Nikolaus Roth ( SPD )

Neuwied ist eine gro├če kreisangeh├Ârige Stadt und Kreisstadt des Landkreises Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz, etwa 10 km nordwestlich von Koblenz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Neuwied liegt am rechten Ufer des Rheins, am Fu├č des Westerwalds, in H├Âhe der M├╝ndung des Flusses Wied. Im Gegensatz zu den sonst schmalen T├Ąlern des Mittelrheins weichen die Bergh├Ąnge im Neuwieder Becken einige Kilometer zur├╝ck. Das Gebiet der Stadt Neuwied umfasst heute etwa die rechtsrheinische H├Ąlfte des Beckens von der Saynm├╝ndung stromabw├Ąrts, sowie die ersten H├Âhenlinien des Westerwalds.

Das Gebiet der Innenstadt ist Teil eines alten Nebenarmes des Rheins, und in h├Âchstem Ma├če hochwassergef├Ąhrdet . Im schwersten Hochwasser ( 1784 ) stand das Wasser ├╝ber 4 m hoch in den Stra├čen. Nach drei schweren Hochwassern 1920 , 1924 und 1925 / 1926 begannen Planungen f├╝r einen Deichbau , der den gesamten alten Rheinarm absperren sollte. Bereits 1931 wurde dieser Deich fertiggestellt.

Innenstadt von Neuwied, von der Raiffeisenbr├╝cke gesehen
Innenstadt von Neuwied, von der Raiffeisenbr├╝cke gesehen

Geschichte

Als barocke Neugr├╝ndung ist Neuwied im Vergleich zu anderen rheinischen St├Ądten relativ jung, aber es steht auf geschichtstr├Ąchtigem Boden.

Vorgeschichte und R├Âmerzeit

Der ├Ąlteste Nachweis menschlicher Besiedlung auf dem Gebiet der heutigen Stadt Neuwied ist ein eiszeitliches J├Ągerlager, das bei Grabungen im Stadtteil Feldkirchen (in der Gemarkung des Ortsteiles G├Ânnersdorf) entdeckt und auf das 10. Jahrtausend v. Chr. datiert wurde. Heute sind die Funde aus diesen Ausgrabungen im Eiszeit-Museum Monrepos (in der ehemaligen Sommerresidenz der F├╝rsten zu Wied) im Stadtteil Segendorf ausgestellt.

Sp├Ątestens seit keltischer und r├Âmischer Zeit war das Gebiet permanent besiedelt. Bodenfunde weisen darauf hin, dass Julius C├Ąsar seinen zweiten Rhein├╝bergang, den er in De Bello Gallico erw├Ąhnt, um 55 v. Chr. mit Hilfe einer Pionierbr├╝cke ausf├╝hrte, deren rechtsrheinischer Br├╝ckenkopf auf Neuwieder Gebiet lag. Vom 1. bis zum 3. Jahrhundert bestanden r├Âmische Kastelle ( Heddesdorf , Niederbieber), die der Sicherung des r├Âmisch-germanischen Limes dienten, welcher, den Rheinh├Âhen folgend, durch das heutige Stadtgebiet verlief. Nach der R├╝ckverlegung der Grenze an den Rhein im Jahr 260 bestand im Stadtteil Engers ein kleines Kastell, das der r├Âmischen Rheinflotte als St├╝tzpunkt diente.

Das Stadtgebiet im Mittelalter

Nach dem Abzug der r├Âmischen Legionen wurde das Stadtgebiet ab dem 5. Jahrhundert Teil des fr├Ąnkischen Machtbereichs. Einige Stadtteile Neuwieds sind bereits 773 urkundlich erw├Ąhnt. Die Dokumente aus dem 8. Jahrhundert ordnen das Stadtgebiet dem Engersgau zu. Die Gaugrafen nannten sich ab 1129 Grafen von Wied . Sp├Ąter zerfiel der Engersgau. Nach dem Aussterben der ersten Grafen von Wied 1244 und der darauf folgenden Zersplitterung brachte Graf Wilhelm von Isenburg-Braunsberg (sp├Ąter Wied) das sp├Ątere Stadtgebiet unter seine Kontrolle. Engers erhielt 1357 Stadtrecht, fiel aber nach kriegerischen Auseinandersetzungen an Kurtrier. Residenz der Grafschaft Wied war die Burg Altwied.

Die Stadtgr├╝ndung

Die Grafschaft war im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg weitgehend verarmt. Von der Teilhabe am Rheinhandel versprach sich Graf Friedrich III. zu Wied 1646 wirtschaftliche Impulse. Daher lie├č er an der schmalen, wegen h├Ąufiger ├ťberschwemmungen eigentlich ung├╝nstig gelegenen Rheinfront seiner Grafschaft, an der Stelle des zerst├Ârten Weilers Langendorf eine kleine Befestigungsanlage errichten. F├╝r das Haus Newen Wiedt und f├╝r die kleine Siedlung, die es umgab, erwirkte er 1653 die Verleihung der Stadtrechte von Kaiser Ferdinand III. Dieses Jahr gilt als Gr├╝ndungsdatum der Stadt Neuwied. Der Graf verlegte seine Residenz hierher, die aber 1694 w├Ąhrend des Pf├Ąlzischen Erbfolgekriegs von franz├Âsischen Truppen zerst├Ârt wurde. 1706 wurde mit dem Bau der heutigen dreifl├╝geligen Schlossanlage begonnen.

Toleranz, Aufkl├Ąrung und Industrialisierung

Um mehr Bewohner in die nur langsam wachsende Stadt zu locken, verlieh ihr der Graf 1662 ein Stadtrechtsprivileg, das den Einwohnern von Neuwied zahlreiche Freiheiten garantierte, darunter das Recht der Magistratswahl , der niederen Gerichtsbarkeit , der Steuererhebung der Freiheit von Frondiensten und - au├čergew├Âhnlich f├╝r die damalige Zeit - das Recht auf weitgehende Religionsfreiheit .

Insbesondere die Politik religi├Âser Toleranz, die auch von den Nachfolgern Friedrichs III. beibehalten wurde, lockte zahlreiche Zuwanderer in die junge Stadt, und sie machte Neuwied im 17. und 18. Jahrhundert zu einer Besonderheit unter den deutschen St├Ądten. In der religi├Âsen Freistatt war der reichsrechtliche Grundsatz " cuius regio, eius religio ", nach welcher allein der Landesherr das religi├Âse Bekenntnis seiner Untertanen bestimmte, weitgehend au├čer Kraft gesetzt. Unter dem Grafen Johann Friedrich Alexander - seit 1784 in den Reichsf├╝rstenstand erhoben und ein Vertreter des Aufgekl├Ąrten Absolutismus - lebten im 18. Jahrhundert Angeh├Ârige von sieben verschiedenen Religionsgemeinschaften in Neuwied: Calvinisten (denen auch das Grafenhaus angeh├Ârte), Lutheraner , Katholiken , Mennoniten , Inspirierte , Herrnhuter und Juden .

Die an anderen Orten verfolgten Zuwanderer brachten vielfach neue Gewerbezweige und Fertigkeiten mit, die Neuwied eine wirtschaftliche Bl├╝te bescherten und zu einer vergleichsweise fr├╝hen Industrialisierung verhalfen. Die M├Âbel aus der Manufaktur der Herrnhuter Abraham und David Roentgen oder die kunstvollen Uhren von Peter Kinzing waren an den F├╝rstenh├Âfen ganz Europas gefragt. Das von Graf Johann Friedrich Alexander 1738 gegr├╝ndete und bis heute bestehende H├╝ttenwerk Rasselstein - seit 1784 im Besitz des Unternehmers Wilhelm Remy - entwickelte sich zu einem der f├╝hrenden deutschen Stahl- und Walzwerke . Dort wurden unter anderem die Schienen f├╝r die erste deutsche Eisenbahnstrecke N├╝rnberg-F├╝rth hergestellt.

19. und 20. Jahrhundert

Das Ende der Stadt als wiedische Residenz kam mit den franz├Âsischen Revolutionskriegen : In der Schlacht von Neuwied , die auf dem Arc de Triomphe in Paris vermerkt ist, errangen 1797 franz├Âsische Revolutionstruppen unter General Lazare Hoche gegen die ├Âsterreichische Armee, den ersten gr├Â├čeren Sieg in den Koalitionskriegen .

Im Zuge der S├Ąkularisation und der Mediatisierung nach dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 fiel zun├Ąchst der kurtrierische Teil des heutigen Stadtgebiets und 1806 auch das wiedische Gebiet und dessen Residenzstadt an das Herzogtum Nassau . 1815 wurde das gesamte Stadtgebiet Preu├čen zugeschlagen. Neuwied wurde Verwaltungssitz des gleichnamigen preu├čischen Landkreises innerhalb der Rheinprovinz; die Grafen ├╝bten aber noch bis 1848 Rechte als Standesherren aus. Im 19. Jahrhundert war Neuwied nicht nur als Industriestandort sondern auch als Schulstadt mit angesehenen Erziehungsanstalten von ├╝berregionaler Bedeutung. Seit 1870 hatte Neuwied Anschluss an die rechtsrheinische Eisenbahnlinie.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfuhr die Stadt eine deutliche Vergr├Â├čerung, als 1904 die Nachbargemeinde Heddesdorf eingemeindet wurde. Deren fr├╝herer B├╝rgermeister Friedrich Wilhelm Raiffeisen hatte zu den Begr├╝ndern des deutschen Genossenschaftswesens geh├Ârt. Um Neuwied vor den fast allj├Ąhrlichen Hochwasserkatstrophen zu sch├╝tzen, wurde auf Initiative des B├╝rgermeisters Krups (Denkmal auf dem Deich), von 1928 - 1931 ein 7,5 Kilometer langer Deich angelegt, dessen Bau auch als Arbeitsbeschaffungsma├čnahme w├Ąhrend der Weltwirtschaftskrise diente. 1935 folgte der Bau der ersten Br├╝cke, die Neuwied mit dem linken Rheinufer bei Wei├čenthurm verband. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden zahlreiche Angeh├Ârige der j├╝dischen Gemeinde deportiert und ermordet und Anh├Ąnger der in Neuwied traditionell stark vertretenen Freikirchen verfolgt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zu 18 Prozent von Bomben zerst├Ârt.

Seit 1946 geh├Âren die Stadt und der Landkreis Neuwied zum Land Rheinland-Pfalz. In der Nachkriegszeit gewann Neuwied seine Bedeutung als mittlerer Industriestandort zur├╝ck. Die Stadt verf├╝gt heute ├╝ber ausgedehnte Gewerbegebiete mit guter Verkehrsanbindung, unter anderem ├╝ber einen Rheinhafen. Im Jahr 1969 wurde der Nachbarort Irlich eingemeindet. Im darauffolgendem Jahr 1970 wurden die St├Ądte Engers und Neuwied sowie die Gemeinden Heimbach-Weis, Gladbach, Oberbieber, Niederbieber-Segendorf, Altwied und Feldkirchen (Fahr, G├Ânnersdorf, Wollendorf, H├╝llenberg), Rodenbach zu einer neuen "Stadt Neuwied" zusammengeschlossen.

Politik

  • Oberb├╝rgermeister Nikolaus Roth, SPD
  • B├╝rgermeister Reiner Kilgen, CDU
  • Beigeordneter Bernhard zur Hausen, CDU
  • Beigeordneter J├╝rgen Moritz, SPD
  • Stadtrat: 17 SPD , 22 CDU, 4 FWG 2 FDP, 3 Gr├╝ne
  • Bundestagsabgeordneter: Gert Winkelmeier (fraktionslos - urspr. Die Linkspartei )

St├Ądtepartnerschaften

  • Beverwijk ( Niederlande ), von 1965 - 1990 (jetzt freundschaftliche Beziehungen)
  • Kinyamakara ( Ruanda ), (lose Partnerschaft)

Pers├Ânlichkeiten

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

  • 1902 , 5. Oktober , Anton Sabel , ÔÇá 5. Januar 1983 in Fulda, deutscher Politiker ( CDU ), MdB , Pr├Ąsident der Bundesanstalt f├╝r Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung
  • 1903 , 27. Juni , Jakob Franzen , † 21. Dezember 1988, deutscher Politiker ( CDU ), MdB

Sonstige mit der Stadt in Verbindung stehende Pers├Ânlichkeiten

  • Abraham (1711-93) und David Roentgen (1743-1807), Kunsttischler
  • Robert Krups, B├╝rgermeister der Stadt und Initiator des Deichbau von 1928-1931.
  • Christian Ulmen TV-Moderator
  • Elisabeth Prinzessin zu Wied (Carmen Sylva), K├Ânigin von Rum├Ąnien und Dichterin
  • Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Gr├╝nder des Genossenschaftswesens
  • Friedrich Wolf , Dramatiker
  • Maximilian Prinz zu Wied-Neuwied , Ethnologe
  • Wilhelm Prinz zu Wied , F├╝rst von Albanien
  • Hermann V. von Wied, Erzbischof von K├Âln, Reformator
  • Carl Einstein , Kunsthistoriker und Schriftsteller.
  • Friedrich von Ingenohl , Admiral , Kommandant der kaiserlichen Hochseeflotte im 1. Weltkrieg
  • Gabriella Wollenhaupt , deutsche Krimiautorin

Sehensw├╝rdigkeiten

  • Schloss Neuwied und Schlosspark
  • Schloss Monrepos (Museum f├╝r die Arch├Ąologie des Eiszeitalters)
  • Schloss Engers ( Villa Musica )
  • Burgruine Altwied
  • Herrnhuterviertel und Betsaal der Br├╝dergemeine
Raiffeisenbr├╝cke zwischen Neuwied und Wei├čenthurm
Raiffeisenbr├╝cke zwischen Neuwied und Wei├čenthurm
  • Alte Mennonitenkirche (heute Kunstgalerie)
  • Ruine der Kreuzkirche
  • Feldkirche (Wollendorf)
  • Ehemalige Pr├Ąmonstratenserabtei Rommersdorf
  • Kreismuseum (unter anderem M├Âbel von Abraham und David Roentgen)
  • Hochwasserschutzdeich
  • Raiffeisenbr├╝cke
  • Zoo Heimbach-Weis
  • Gemauerter Hochwasserschutzdeich

Freizeit

Neuwied ist eine der wenigen St├Ądte in Rheinland-Pfalz, die ├╝ber eine Eishalle verf├╝gen. Sie befindet sich im Besitz des Eishockey-Vereins SC Mittelrhein-Neuwied ("Die B├Ąren"), der hier seine Oberliga-Heimspiele abh├Ąlt, und ist auch ├╝ber die Stadtgrenzen hinaus ein beliebtes Freizeitziel. Andere beliebte Sportarten sind Fu├čball und Tennis in mehreren Vereinen und auf mehreren Pl├Ątzen, Schwimmen und auch Streethockey, sowie Golf mit einem eigenen 18-Loch-Platz. In Oberbieber befindet sich zudem das Landesleistungszentrum f├╝r Reitsport. Freib├Ąder gibt es in den Stadtteilen Feldkirchen und Oberbieber, ein Hallenbad in Heimbach-Weis; in der Kernstadt entsteht derzeit das Freizeitbad "Deichwelle", das 2007 fertiggestellt werden soll. Der Zoo im Stadtteil Heimbach-Weis gl├Ąnzt mit der gr├Â├čten Herde von Grauen Riesenk├Ąnguruhs au├čerhalb Australiens und wird demn├Ąchst auch ein neues Affenhaus erhalten. Filmfreunde werden durch drei Kinos versorgt. In Sachen Kultur ist zun├Ąchst die Landesb├╝hne Rheinland-Pfalz zu nennen, die sich im Schlosstheater angesiedelt hat und ein abwechslungsreiches Programm aus Klassikern und modernen St├╝cken, Revuen und Jugendtheater bietet. Dar├╝ber hinaus finden jeden Sommer Freilichtfestspiele in der alten Pr├Ąmonstratenserabtei Rommesdorf statt, wo auch die "Kreuzgangkonzerte" (klassisch) und im November das Jazzfestival stattfinden. Im Stadtteil Engers befindet sich im sogenannten "Meisterhaus" die Landesmusikakademie, die ebenfalls Konzerte veranstaltet, genau wie die Villa Musica im Schloss Engers, das zus├Ątzlich mit Open Air-Veranstaltungen zu klassischer Musik und dem allj├Ąhrlichen Barockfest lockt. Die Galerie Mennonitenkirche bietet wechselnde Ausstellungen mit regionalen und ├╝berregionalen K├╝nstlern. Lokalhistorie ist im Kreismuseum dargestellt und das Museum f├╝r die Arch├Ąologie des Eiszeitalters Monrepos bietet Informationen ├╝ber die Fr├╝hgeschichte und bietet im Sommer verschiedene Aktionen f├╝r Familien und Kinder. F├╝r Jugendliche und junge Leute gibt es auch immer wieder Konzerte und andere Veranstaltungen; ein guter Teil davon wird vom lokalen Jugendbeirat und dem Kinder- und Jugendb├╝ro organisiert.

Ein allj├Ąhrliches Gro├čereignis ist die Heddesdorfer Pfingstkirmes, die ein breites Publikum aus dem ganzen Umkreis anlockt. Im September wird jedes Jahr das mehrt├Ągige Deichstadtfest in der Innenstadt begangen. Beliebt ist auch die "Neuwieder Kulturnacht", w├Ąhrend der im Sommer verschiedenste Einrichtungen, Gastronomiebetriebe, Gesch├Ąfte usw. quer ├╝ber die Stadt verteilt ihre Tore ├Âffnen und diverseste kulturelle Veranstaltungen wie Hauskonzerte, Kunstausstellungen oder Theater und Kleinkunst bieten. Der traditionelle rheinische Karneval ist in Neuwied durch verschiedene Umz├╝ge und Saalveranstaltungen vertreten, vor allem aber durch den Umzug von Heimbach-Weis, den gr├Â├čten zwischen K├Âln und Mainz.

Wirtschaft

Neuwied ist eine industriell gepr├Ągte Stadt. Die herausragende Stellung der Baustoffindustrie des 20. Jahrhundert (Abbau von Bimsstein , Zementherstellung) ist zur├╝ckgegangen. Metallverarbeitung , Maschinenbau und Anlagenbau , Druckindustrie , Verbandmittelherstellung und Chemie haben die gr├Â├čten Anteile.

Ein Korruptionsskandal ersch├╝ttert im Jahr 2006 Neuwied, als nach Pressemeldungen in SpiegelOnline bekannt wird, dass der Energieversorger "E.on Politikern nicht nur Ausfl├╝ge nach Spanien oder Norwegen bezahlte. Der Energie-Versorger kaufte au├čerdem in gro├čem Stil Meilen aus dem Vielfliegerprogramm Miles&More von der Lufthansa und reichte diese an seine Kunden weiter. In diesem Zusammenhang war auch schon das beschauliche Neuwied in die Schlagzeilen geraten - allein an die Stadtwerke dort gingen 2004 Bonusmeilen im Gegenwert von 26.000 Euro."

Handel und Dienstleistungsangebote entsprechen der Stadtgr├Â├če ( Banken , Gro├č - und Einzelhandel , Transportdienstleitungen, 2 Krankenh├Ąuser ).

Stadtteile

Neben der Innenstadt besteht Neuwied aus den Stadtteilen Altwied, Block , Engers, Feldkirchen mit den Ortsteilen: Wollendorf, G├Ânnersdorf, H├╝llenberg und Fahr; Gladbach, Heddesdorf mit dem Isenburger Hof, Heimbach-Weis, Irlich, Niederbieber- Segendorf , Oberbieber, Rodenbach und Torney.

Gedenkst├Ątten f├╝r die Opfer des Nationalsozialismus

Am 23. November 1960 wurde am ehemaligen j├╝dischen Schulhaus eine Gedenktafel enth├╝llt. Dieses Schulgeb├Ąude wurde im Jahre 1980 abgerissen. Die Gedenktafel von 1960 wurde an einer Seitenwand des dort errichteten Neubaus angebracht und am 30. Juni 1983 erneut enth├╝llt.

Die 1748 erbaute Neuwieder Synagoge war in der ┬╗ Reichskristallnacht ┬ź stark besch├Ądigt und kurz darauf abgerissen worden. Die Engerser Stra├če zwischen Schlo├čstra├če und Theaterplatz wurde durch Beschluss des Stadtrats vom 30. Juni 1983 in ┬╗Synagogengasse┬ź umbenannt.

Auf Antrag des Deutsch-Israelischen Freundeskreises in Neuwied wurden im Mai 1989 alle j├╝dischen Friedh├Âfe im Landkreis Neuwied unter Denkmalschutz gestellt. Auf dem wahrscheinlich ├╝ber 400 Jahre alten j├╝dischen Friedhof im Neuwieder Stadtteil Niederbieber wurden symbolische Gr├Ąber f├╝r die j├╝dischen B├╝rger von Neuwied angelegt, die in Konzentrationslagern ums Leben kamen.

Literatur

  • Kurt Becker u. a., Heimatchronik des Kreises Neuwied, K├Âln 1966
  • Stadtverwaltung Neuwied (Hg.), 300 Jahre Neuwied. Ein Stadt- und Heimatbuch, Neuwied 1953
  • Walter Grossmann, St├Ądtisches Wachstum und religi├Âse Toleranzpolitik am Beispiel Neuwied, in: Archiv f├╝r Kulturgeschichte 62/63 (1980/81), S. 207-232
  • Wilfried Str├Âhm, Die Herrnhuter Br├╝dergemeine im st├Ądtischen Gef├╝ge von Neuwied, Boppard 1988
  • Johann Stephan Reck, Geschichte der gr├Ąflichen und f├╝rstlichen H├Ąuser Isenburg, Runkel, Wied verbunden mit der Geschichte des Rheintales zwischen Koblenz und Andernach von Julius Caesar bis auf die neueste Zeit, Weimar 1825
  • Werner Tro├čbach, "Im Kleinen ein ganz wohl eingerichteter Staat". Aufgekl├Ąrter Absolutismus in der Grafschaft Wied-Neuwied, in Journal f├╝r Geschichte 5 (1985), S. 26-32
  • Stefan Volk, Peuplierung und religi├Âse Toleranz. Neuwied von der Mitte des 17. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, in: Rheinische Vierteljahrsbl├Ątter 55 (1991), S. 205-231

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