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Letzte Änderung für Artikel Engers: 18.02.2006 16:52

Engers

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Wappen Karte
Wappen von Engers Lage von Engers in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Kreis : Stadt Neuwied
Geografische Lage  :
Koordinaten: 50° 25' 33ŽŽ N; 7° 32Ž 40 O
50° 25' 33ŽŽ N; 7° 32Ž 40 O
Höhe : ca. 80 m ĂŒ. NN
Einwohner : 5525 (01.01.2005)
Postleitzahl : 56566
Vorwahl : 02622
Kfz-Kennzeichen : NR
Website: www.engers.de

Engers ist ein Stadtteil von Neuwied und gilt als Ă€lteste römische Siedlung des rechten Rheinufers. Touristisch interessante Punkte sind das Schloss Engers mit seinem Vorplatz, die Rheinpromenade sowie die Alte Schlossstraße.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Engers liegt am rechten Ufer des Mittelrheins, am Fuß des Westerwalds, zwischen Neuwied und Bendorf, ca. 12 km nördlich von Koblenz im Neuwieder Becken.

Der sĂŒdöstlichste Punkt befindet sich etwa auf Höhe der SaynmĂŒndung, reicht stromabwĂ€rts bis ins Engerser Feld bei Block und Neuwied und nördlich bis an die B42.

Im unmittelbaren Bereich des Rheins besteht Hochwassergefahr .

Der Ortsname

Engers-Gau

Im Namen des Engers-Gaus tritt Engers zum ersten Mal in der geschriebenen Geschichte hervor. Der Gau ist nach seinem Hauptort benannt und verschwindet um 1100 endgĂŒltig aus den Akten.

Engers

Der althochdeutsche Name Angar, der soviel wie „freie Ebene“ bedeutet scheint die ursprĂŒnglichste Wortform fĂŒr Engers zu sein. Die Vokalalternanzen sind auf die Einwirkungen des SekundĂ€rumlauts sowie auf die Folgen der EndsilbenabschwĂ€chung zurĂŒckzufĂŒhren: ahd. angar > ahd. anger > mhd. enger. Der Begriff Anger bezeichnet noch im Mittelhochdeutschen eine Dorfwiese in Gemeindebesitz und lĂ€sst auf die bĂ€uerliche Grundlage der Ansiedlung Engers schließen; vgl. den zweiten Teil der Carmina Burana : „Uf dem Anger“ von Carl Orff.

Engersbach

Die Benennung des Ortes ist wohl auf den Engersbach, der sich durch die althochdeutschen Wörter „Angar“ (Engers) und „Isa“ (Bach) zusammensetzen lĂ€sst, zurĂŒckzufĂŒhren.

Cunen-Engers

Kuno von Falkenstein wandelte das Bild und die Bedeutung von Engers durch seine Maßnahmen fĂŒr den Ort, Schlossbau, Zoll und Stadtmauer, so dass Engers zeitweise diesen Beinamen bekommt.

Kaltenengers

Dieser Ort gehört nicht zu Engers, liegt jedoch auf der gegenĂŒberliegenden Rheinseite. Er wird 1302 als Klein-Engers urkundlich erwĂ€hnt und 1438 als Callen-Engers in den Akten erwĂ€hnt.

Geschichte

Rathaus (1642)
Rathaus (1642)
Brunnen
Brunnen
Ehem. Wachturm der Stadtmauer (Duckesje)
Ehem. Wachturm der Stadtmauer (Duckesje)
Pfarrkirche St. Martin
Pfarrkirche St. Martin

Eisenzeit

Die 600-Jahrfeier beging Engers im Jahr 1957, doch die Gegend ist schon viel lÀnger bewohnt. Die Àltesten Siedlungsspuren stammen aus der Jungsteinzeit , das Àlteste GrÀberfeld aus 40 GrÀbern sowie einige bronzezeitliche GegenstÀnde sind in die Zeit 800-600 v. Chr. einzuordnen.

Antike

Unter Julius CĂ€sar fand hier 55 vor Christus wahrscheinlich der historisch bedeutsame BrĂŒckenschlag, von Urmitz aus ĂŒber den Rhein statt, um die germanischen Sugambrern zu bestrafen. Der exakte Ort an dem die BrĂŒcke gebaut wurde ist umstritten, doch wurden 1885 mit einem Dampfbagger Reste von EichenpfĂ€hlen aus dem Rhein ausgegraben, die spĂ€ter mit Hilfe moderner Methoden auf die Mitte des 1. Jhd. v. Chr. bestimmt werden konnten.

Zur Zeit der römischen Besatzung schon befand sich in Engers ein Hafen, dessen Überreste heute noch besichtigt werden können. Um 1800 konnte man bei Niedrigwasser Pfahlreste davon entdecken.

Im vierten Jahrhundert entstand ein römisches Kastell in Engers. Noch heute sind in den Rheinanlagen die Überreste des so genannten Burgus zu finden. Diese wurde 1951 durch Dr. Röder vom Landesmuseum freigelegt und erforscht.

Nur wenige Kilometer entfernt verlief der Limes , wo man im Wald bei Sayn noch heute einen rekonstruierten römischen Wachturm besichtigen kann.

Mittelalter

In frÀnkischer Zeit war Engers, das am 24. Juni 773 erstmals im Codex principis erwÀhnt wird, namensgebender Hauptort des karolingischen Verwaltungsbezirks Engersgau .

Dieser Gau grenzte im Norden an die ripuarischen Landschaften Ahrgau und Auel an der Sieg . Von Bad Honnef aus folgte die Grenze der Wasserscheide zwischen Sieg und Wied bis zur Wiedquelle, sprang zur Gelbachquelle ĂŒber und folgte diesem Bach bis zur MĂŒndung der Lahn in Langenau. Lahn und Rhein umschlossen den Gau nach SĂŒden und Westen.

Am 07.02.1357 wurden dem Marktflecken die Stadtrechte durch Kaiser Karl IV. verliehen.

1371 beginnt Erzbischof Kuno von Falkenstein seinen Burgbau und die Errichtung einer Stadtbefestigung, die im Halbkreis von der heute noch stehenden Zollstation, dem sogenannten „Grauen Turm“ (Baubeginn ungefĂ€hr 1378), bis zum „Duckesje“ (siehe Bild) am anderen Ende.

1412 wird der Rheinzoll, unter Werner von Bolanden-Falkenstein, von Burg Stolzenfels bei Koblenz nach Engers verlegt. Aufgrund der ungĂŒnstigen WasserverhĂ€ltnisse fĂ€llt er spĂ€ter wieder zurĂŒck an Koblenz.

Neuzeit

WĂ€hrend des DreißigjĂ€hrigen Krieges wird Engers zusammen mit Sayn (1632 oder 1633) von schwedischen Truppen besetzt, die jedoch nach drei Jahren den Kaiserlichen Truppen weichen mĂŒssen. Diese beschießen dabei die Burg Kunostein so heftig das sie danach baufĂ€llig ist.

Die Pest lĂ€sst 1662 nur fĂŒnf Familien in Engers ĂŒberleben. Aus dem benachbarten Reil, welches unbefestigt war und oft geplĂŒndert wurde ziehen Menschen in die leergewordenen HĂ€user ein, so dass 1684 schon wieder 59 Familien in Engers gezĂ€hlt werden.

Mit dem Einzug der französischen Revolutionstruppen 1794, flĂŒchtete Clemens Wenzeslaus von Sachsen, aus Koblenz und Engers wurde besetzt.

1815 wird Engers durch Tausch preußisch und blieb dies bis 1918. Ab dem Jahr 1863 befand sich im Schloss Engers eine preußische Kriegsschule, welche bis zum 1. Weltkrieg bestand.

Mit Sprengung der "Kronprinz-Wilhelm-BrĂŒcke" durch deutsche Pioniere am 9. MĂ€rz 1945 waren sĂ€mtliche Verbindungen zum linken Rheinufer unterbrochen. Alliierte Truppen kamen Palmsonntag, den 25. MĂ€rz 1945 bis nach Engers, womit die direkten Kampfhandlungen in diesem Frontabschnitt beendet waren.

Am 2. Juni 1957 gab die Landesregierung der Gemeinde die durch die rheinische StĂ€dteordnung von 1856 formell verloren gegangenen Stadtrechte wieder zurĂŒck. Seit 1970 ist Engers im Zuge der rheinland-pfĂ€lzischen Gebietsreform eingemeindet in die Stadt Neuwied.

Im Jahr 1995 nahm die rheinland-pfÀlzische Landesstiftung Villa Musica im Schloss Engers ihren Akademiebetrieb auf. 2003 wurde dann die Landesmusikakademie von Mainz nach Engers verlegt.

Vereinsleben

Engers bietet eine große und bunte Vielfalt an Vereinen, von Sport (Fußballverein, Turnvereine, Eisenbahnerverein) ĂŒber Chöre (MĂ€nnergesangsverein, Kath. Kirchenchor, Ev. Kirchenchor, Jugendchor), sozialen Vereinen (Feuerwehr & DRK) und verschiedenen Kleinvereinen bis hin zu Traditionsvereinen (GEK, Engerser Convent, KirmesjahrgĂ€nge).

Die meisten Vereine sind im Dachverband BĂŒrgerverein Engers vertreten.

Die KirmesjahrgĂ€nge, die abwechselnd in grĂŒn-weiß und rot-weiß auftreten, stehen in Konkurrenz zueinander.

Veranstaltungen

Touristisch interessante Termine sind die Karnevalszeit von Schwerdonnerstag bis Aschermittwoch, der Engerser Tribut an Pfingstdienstag, die Engerser Kirmes, den alle 2 Jahre statt findenden Engerser Convent sowie der Weihnachtsmarkt am ersten Advent.

Des Weiteren gibt es zahlreiche Konzerte und Musikveranstaltungen, die die zahlreichen Chöre sowie die Villa Musica anbieten.

Als ĂŒberraschender Erfolg hat sich die NachtwĂ€chterfĂŒhrung durch Engers erwiesen, die durch die große Nachfrage mindestens zwei Mal im Monat stattfindet.

Verschiedenes

Nach 324 km endet am Schloss Engers der seit 1936 bestehende und 1993 wiedereröffnete ThĂŒringen-Rhein- Wanderweg , der vom Rennsteig am großen Inselsberg ĂŒber Oberellen, Bad Hersfeld, Alsfeld, Homberg (Ohm), Staufenberg , Herborn, Westerburg , Höhr-Grenzhausen und Engers fĂŒhrt. Traditionell werfen Wanderer Steine aus dem ThĂŒringer Wald in Engers in den Rhein.

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