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Letzte Änderung für Artikel Naturhistorisches Museum (Mainz): 12.02.2006 17:17

Naturhistorisches Museum (Mainz)

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Das Naturhistorische Museum in Mainz ist das grĂ¶ĂŸte Museum seiner Art in Rheinland-Pfalz. Schwerpunkte der Ausstellungen und Sammlungen sind die Bio- und Geowissenschaften in Rheinland-Pfalz und dem Partnerland Ruanda .

Inhaltsverzeichnis

Das Benediktinerinnenkloster St. Klara

Das Naturhistorische Museum Mainz stellt einen Teil seiner SchaustĂŒcke im ehemaligen Benediktinerinnenkloster St. Klara aus, zu dem am Allerheiligentag 1272 der Grundstein gelegt worden war.Aufgrund des umfangreichen VermĂ€chtnisses an Grundbesitz, das seine Stifter, der Frankfurter Patrizier Humbert zum Widder und seine Frau Elisabeth dem Kloster hinterließen, verfĂŒgte das Kloster bald ĂŒber Wohlstand. Besonderen königlichen Schutz erhielt das spĂ€tere Kloster der Reichen Klarissen (Reichklarakloster) durch Privilegien König Adolfs 1294 , die in der Folgezeit spĂ€teren Königen immer wieder zur BestĂ€tigung vorgelegt wurden. Der Wohlstand des Klosters nahm wĂ€hrend des gesamten spĂ€ten Mittelalters und der frĂŒhen Neuzeit noch zu: Adel und Mainzer Patrizierfamilien, spĂ€ter auch kurfĂŒrstliche Beamte, vermachten ihm große LĂ€ndereien und Geldmittel.

Auflösung des Klosters

1781 beantragte der letzte Mainzer KurfĂŒrst Friedrich Carl Josef von Erthal, ein "Beförderer der Wissenschaften", die Auflösung der drei reichsten Mainzer Klöster Karthause, AltenmĂŒnster und Reichklara, um deren BesitztĂŒmer der UniversitĂ€t zu ĂŒbertragen. Die Auflösung wurde durch eine Bulle des Papstes Pius IV. und durch ein kaiserliches Dekret genehmigt. Der Umbau des Klosters in ein Hospital wurde in Angriff genommen, jedoch nie vollendet. Man hat die GebĂ€ude in der Folgezeit sehr unterschiedlich genutzt. Sie dienten HochwassergeschĂ€digten als Unterkunft, dann als MilitĂ€rhospital, Stall, Salzlager und Kaufmannslager. WĂ€hrend der französischen Besatzungen Ende des 18. Jahrhunderts wurde einmal eine BĂ€ckerei eingerichtet, ein anderes Mal ein Proviantamt.

Rheinische Naturforschende Gesellschaft

Die Sammlungen des Naturhistorischen Museums Mainz gehen auf das Jahr 1834 zurĂŒck. Damals wurde die Rheinische Naturforschende Gesellschaft gegrĂŒndet und gleichzeitig eine Sammlung naturhistorischer Objekte begonnen - zur Bildung und Erbauung der Mainzer BĂŒrger. 1835 wurde die Kirche des Reichklaraklosters durch einen Umbau in fĂŒnf Stockwerke unterteilt. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts verfielen die GebĂ€ude zusehends. 1904 stand von dem ehemaligen Kloster lediglich noch die Kirche. In jenem Jahr plante die Stadt Mainz, die umfangreichen naturkundlichen Sammlungen der Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft zu ĂŒbernehmen und ein Museum einzurichten. Die Reichklarakirche schien dazu der geeignete Ort.

Eröffnung 1910

Am 16. Oktober 1910 eröffnete das Naturhistorische Museum Mainz in der Kirche des ehemaligen Reichklaraklosters fĂŒr Besucher seine Pforten. Als erster Direktor fungierte Wilhelm von Reichenau (1847-1925). Er war Offizier gewesen, hatte diesen Beruf aber wegen einer Kriegsverletzung aufgegeben. Reichenau hatte ab 1879 als PrĂ€parator der Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft und ab 1888 als Konservator an deren naturkundlichem Museum gewirkt.

Bedeutende Fossilfunde

Bekannt wurde das Naturhistorische Museum Mainz in den 1920er Jahren durch bedeutende Fossilfunde bei Nierstein am Rhein (etwa 290 Millionen Jahre alte FĂ€hrtenplatten mit FußabdrĂŒcken von Insekten und Sauriern ) und aus Wallertheim (Funde an einer eiszeitlichen JĂ€gerraststelle von Neandertalern ). Neben den Sammlungen von Objekten aus der Urzeit bestand auch damals schon eine zoologische Abteilung.

Zerstörung und Neuaufbau

Am 27. Februar 1945 wurde die Reichklarakirche durch Fliegerbomben zerstört. Dabei ging der Großteil der BestĂ€nde des Naturhistorischen Museums verloren. Der Neuaufbau der Sammlungen fand nach dem Krieg unter schwierigen Bedingungen statt; nur so ist es verstĂ€ndlich, dass das Museum erst 17 Jahre nach den KriegsschĂ€den 1962 wieder eröffnet werden konnte.

Einzigartige Sammlung

Kaum ein naturwissenschaftliches Museum in der Welt besitzt mehr FĂ€hrten prĂ€historischer Saurier und Insekten aus der Rotliegend -Zeit ( Perm ) von Nierstein am Rhein als das Naturhistorische Museum in Mainz. Mit mehr als 25.000 Funden aus den Mosbacher Sanden bei Mainz-Amöneburg (Stadtkreis Wiesbaden) verfĂŒgt es vermutlich auch ĂŒber die grĂ¶ĂŸte Sammlung eiszeitlicher Tiere wie Flusspferd, Steppenelefant, Elch, Wolf, Riesenlöwe, Jaguar und SĂ€belzahnkatze , die vor etwa 500.000 Jahren im Rhein-Main-Gebiet lebten. Nirgendwo in Rheinland-Pfalz kann man in einer Ausstellung ausgedehntere AusflĂŒge in die Urzeit unternehmen als in den SchaurĂ€umen dieses Museums, das 1984 das 150-jĂ€hrige Bestehen seiner Sammlungen feiern konnte.

Weitere Attraktionen

Attraktionen in der Schausammlung sind die PrĂ€parate von drei sĂŒdafrikanischen Steppenzebras ( Quaggas ). Weltweit existieren nur noch 21 Exemplare dieser um 1900 ausgestorbenen Tiere. Die Quaggas werden zusammen mit anderen Zebraarten und weiteren Pferdeartigen prĂ€sentiert: von rund 45 Millionen Jahre alten Pferden aus dem EozĂ€n von Eckfeld bei Manderscheid ĂŒber eiszeitliche Pferde bis zu den heutigen Pferden, Eseln und Halbeseln. Die reiche Mineraliensammlung informiert ĂŒber die BodenschĂ€tze von Rheinland-Pfalz. Ein weiterer Schwerpunkt ist die PrĂ€sentation der heimischen Vogelwelt.

Landessammlung fĂŒr Naturkunde

Als Meilenstein in der Geschichte des Naturhistorischen Museums Mainz gilt die GrĂŒndung der Landessammlung fĂŒr Naturkunde Rheinland-Pfalz im Jahre 1988 . Damit wurde der systematische Aufbau von wissenschaftlichen Belegsammlungen der Bereiche Biologie und Geowissenschaften fĂŒr Rheinland-Pfalz ermöglicht.

Literatur

  • Ernst Probst: Zeugen der Urzeit im Museum, 1983
  • Ernst Probst: Deutschland in der Urzeit, 1986

Weblinks


Koordinaten: 50° 0' 12" N, 8° 16' 14" O

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