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Letzte Änderung für Artikel Mainz: 20.02.2006 10:45

Mainz

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Wappen Karte
Lage der kreisfreien Stadt Mainz in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Kreis : Kreisfreie Stadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 50° 0â€Č 0" N, 8° 16â€Č 16" O
50° 0â€Č 0" N, 8° 16â€Č 16" O
FlĂ€che : 97,75 kmÂČ
Einwohner : 192.170 (31. August 2005)
Bevölkerungsdichte : 1.953 Einwohner/kmÂČ
Höhe : 85 m (Rhein) bis 285 m
ĂŒber NN (Mainz-Ebersheim)
Postleitzahlen : 55001-55131 (alt: 6500)
Vorwahlen : 06131 / 06136 (Mainz-Ebersheim)
Kfz-Kennzeichen : MZ
GemeindeschlĂŒssel : 07 3 15 000
Stadtgliederung: 15 Ortsbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Jockel-Fuchs-Platz 1
55116 Mainz
Website : www.mainz.de
E-Mail-Adresse: stadtverwaltung
Politik
OberbĂŒrgermeister : Jens Beutel ( SPD )
StÀrkste Fraktion: CDU
Mainz und Rhein um 1900
Mainz und Rhein um 1900

Mainz (franz. Mayence), gegenĂŒber der MĂŒndung des Mains am Rhein gelegen, ist Landeshauptstadt und zugleich die grĂ¶ĂŸte Stadt des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Mainz ist Sitz einer UniversitĂ€t, eines Bistums sowie mehrerer Fernseh- und Rundfunkanstalten und versteht sich als eine Hochburg der rheinischen Fastnacht. Die grĂ¶ĂŸten NachbarstĂ€dte sind Wiesbaden, Ludwigshafen , Mannheim, Darmstadt und Frankfurt am Main.

Mainz ist eines der fĂŒnf Oberzentren des Landes Rheinland-Pfalz und bildet mit Wiesbaden ein lĂ€nderĂŒbergreifendes Doppelzentrum . Die Einwohnerzahl der Stadt Mainz ĂŒberschritt im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts die Grenze von 100.000, wodurch die Stadt zur Großstadt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Mainz liegt am westlichen (linken) Ufer des Rheins, der die östliche Stadtgrenze bildet. Im SĂŒden und Westen wird die Stadt vom Rande der rheinhessischen HochflĂ€che begrenzt und im Norden dehnt sich ein vom Rhein zurĂŒckgewichenes Ufervorland aus.

Nachbargemeinden

Folgende StÀdte und Gemeinden grenzen an die Stadt Mainz, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Landeshauptstadt Wiesbaden (kreisfreie Stadt, einschließlich der von Wiesbaden verwalteten Mainzer Stadtteile Mainz-Kastel, Mainz-Kostheim und Mainz-Amöneburg) sowie die ehemalige Mainzer Stadtteile Ginsheim und Gustavsburg, die nunmehr die hessische Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg (Kreis Groß-Gerau) bilden.
Bodenheim, Gau-Bischofsheim und Harxheim (Verbandsgemeinde Bodenheim), Mommenheim (Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim), Zornheim, Nieder-Olm, Ober-Olm, Klein-Winternheim und Essenheim (alle Verbandsgemeinde Nieder-Olm), Wackernheim und Heidesheim am Rhein (Verbandsgemeinde Heidesheim am Rhein) und Budenheim (verbandsfreie Gemeinde)

Stadtgliederung

Mainzer Altstadt von der Zitadelle aus gesehen, 2003
Mainzer Altstadt von der Zitadelle aus gesehen, 2003
Das Stadtgebiet von Mainz ist entsprechend der Hauptsatzung der Stadt Mainz in 15 Ortsbezirke aufgeteilt. Jeder Ortsbezirk hat einen aus jeweils 13 direkt gewĂ€hlten Mitgliedern bestehenden Ortsbeirat und einen ebenfalls direkt gewĂ€hlten Ortsvorsteher , der Vorsitzender des Ortsbeirats ist. Der Ortsbeirat ist zu allen wichtigen Fragen, die den Ortsbezirk berĂŒhren, zu hören. Die endgĂŒltige Entscheidung ĂŒber eine Maßnahme obliegt dann jedoch dem Gemeinderat der Gesamtstadt Mainz.

Ortsbezirke der Stadt sind:


Geschichte

Siehe Hauptartikel Geschichte der Stadt Mainz

Vorgeschichte und römische Zeit

Relikte aus der römischen Zeit: Die Römersteine, Reste der alten Wasserversorgung
Relikte aus der römischen Zeit: Die Römersteine, Reste der alten Wasserversorgung

Das Stadtgebiet des heutigen Mainz war schon zur letzten Eiszeit vor 20.000 bis 25.000 Jahren eine RaststĂ€tte fĂŒr JĂ€ger, wovon 1921 bei Ausgrabungen entdeckte Relikte zeugen.

Erste dauerhafte Ansiedelungen im Mainzer Stadtgebiet sind jedoch keltischen Ursprungs. Die Kelten waren in der zweiten HĂ€lfte des ersten Jahrtausends v. Chr. die dominierende Kraft am Rhein. Aus diesen keltischen Siedlungen und der mit ihnen im Zusammenhang stehenden keltischen Gottheit Mogon (in etwa vergleichbar dem griechischen Apoll ) leiteten die nach dem gallischen Krieg (52 v. Chr.) am Rhein eintreffenden Römer die Bezeichnung Mogontiacum fĂŒr ihr neues Legionslager ab. Lange Zeit wurde angenommen, dass dieses Lager um 38 v. Chr. gegrĂŒndet wurde. Neuere Forschungen haben jedoch ergeben, dass die GrĂŒndung des Lagers und damit letztendlich der Stadt Mainz erst spĂ€ter, nĂ€mlich 13/12 v. Chr. durch Nero Claudius Drusus erfolgte. Die Stadt gehörte anschließend ĂŒber 500 Jahre zum römischen Reich und war ab 89 n. Chr. Hauptstadt der Provinz Germania Superior .

SpĂ€tantike und frĂŒhes Mittelalter

Schon wĂ€hrend der Endphase des römischen Reiches waren in der Stadt erste christliche Gemeinden entstanden. Vielleicht schon 343 ist mit Mar(t)inus ein Bischof nachweisbar. Nach den ĂŒberwundenen Wirren der Völkerwanderung begann allmĂ€hlich der Aufstieg der Stadt. Am Ende dieser Entwicklung stand eine herausragende Bedeutung auf kultureller, religiöser und politischer Ebene. Ab Mitte des 8. Jhs. wurde von Mainz aus durch Erzbischof Bonifatius aktiv die Christianisierung des Ostens, vor allem der Sachsen betrieben. 780 /82 wurde Mainz zum Erzbistum erhoben. Die Kirchenprovinz entwickelte sich in der Folge zur grĂ¶ĂŸten jenseits der Alpen. Im neunten und zehnten Jahrhundert erwarb sich Mainz den Titel Aurea Moguntia: Der Einfluss der Mainzer Erzbischöfe ließ diese zu Reichserzkanzlern , Landesherren des kurmainzischen Territoriums und KönigswĂ€hlern ( KurfĂŒrsten ) aufsteigen. Erzbischof Willigis ( 975 - 1011 ) ließ den Mainzer Dom als Zeichen seiner Macht errichten und war zeitweise als Reichsverweser der bestimmende Mann im Reich. Im Zuge dieses Aufstieges der geistlichen Macht in weltlichen Angelegenheiten war die Stadt Mainz selber unter die Kontrolle ihres Erzbischofs gefallen.

Hochmittelalter

Das Hochmittelalter brachte fĂŒr die BĂŒrger erstmals besondere Privilegien, die ihnen von Erzbischof Adalbert I. von SaarbrĂŒcken ( 1110 - 1137 ) verliehen wurden. Sie beinhalteten vor allem Steuerfreiheiten und das Recht, sich nur innerhalb der Stadt vor Gericht verantworten zu mĂŒssen. Nach der Ermordung des Erzbischofs Arnold von Selenhofen im Jahre 1160 wurden diese Privilegien jedoch wieder rĂŒckgĂ€ngig gemacht. Zudem wurden die Stadtmauern auf Befehl Kaiser Friedrich Barbarossas geschleift . Obgleich derart gezeichnet, war Mainz schon bald wieder Zentrum der Reichspolitik. Friedrich Barbarossa lud schon 1184 die Elite des Reiches zu einem Hoftag anlĂ€sslich der Schwertleite seiner Söhne nach Mainz, der einigen Chronisten als grĂ¶ĂŸtes Fest des Mittelalters gilt. Schon 1188 kam er erneut nach Mainz, um dort auf dem Hoftag Jesu Christi zum Dritten Kreuzzug aufzubrechen.

1212 krönte Siegfried III. von Eppstein den bedeutendsten Stauferkaiser Friedrich II. im Mainzer Dom zum König. Friedrich II. kehrte 1235 nach Mainz zurĂŒck um dort einen Reichstag abzuhalten. Auf diesem wurde am 15. August der Mainzer Landfriede erlassen.

In den Auseinandersetzungen, die zwischen den Staufern und ihren Gegnern in den 1240ern immer heftiger wurden, ließen sich die Mainzer BĂŒrger von beiden Seiten umwerben. Die Folge dieser Politik war, dass die BĂŒrger als Preis fĂŒr ihre UnterstĂŒtzung 1244 von Erzbischof Siegfried III. von Eppstein ein umfassendes Stadtprivileg erhielten. Der Erzbischof war danach nur noch formal Oberhaupt der Stadt, die Selbstverwaltung, Gerichtsbarkeit und die Entscheidungsgewalt ĂŒber neue Steuern ging auf die BĂŒrgerschaft bzw. den 24-köpfigen Stadtrat ĂŒber. Außerdem entband das Privileg die BĂŒrger von ihrem Gefolgszwang in allen kriegerischen Auseinandersetzungen, die nicht die Stadtverteidigung betrafen. Von diesem Zeitpunkt an war Mainz Freie Stadt.

Freie Stadt Mainz

Das Freiheitsprivileg Siegfrieds von Eppstein
Das Freiheitsprivileg Siegfrieds von Eppstein

Die Zeit als Freie Stadt (bis 1462 ) gilt als Höhepunkt der Stadtgeschichte. Der politische Einfluss der BĂŒrgerschaft erreichte wĂ€hrend dieser Zeit die höchste kommunale und ĂŒberregionale Bedeutung, wovon die GrĂŒndung des Rheinischen StĂ€dtebundes 1254 ein deutliches Zeugnis ablegt. Handel und Gewerbe konnten in dieser Zeit nicht zuletzt unter dem Schutz des StĂ€dtebunds und der Garantie des Mainzer Landfriedens von 1235 florieren. Mainz stieg zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort auf.

Ab 1328 begann durch Konflikte mit dem Erzbischof der Niedergang des freien BĂŒrgertums und seiner Privilegien. In der Mainzer Stiftsfehde schlugen sich die BĂŒrger auf die Seite des Erzbischofs Diether von Isenburg, der sich sowohl Kaiser als auch Papst zum Gegner gemacht hatte. Die Stadt wurde 1462 durch Adolf II. von Nassau, den Konkurrenten Diethers um das Erzbischofsamt, eingenommen. Adolf II. ließ sich von den Mainzer BĂŒrgern daraufhin alle Privilegien aushĂ€ndigen und beendete die Zeit der Freien Stadt. Mainz wurde kurfĂŒrstliche Residenzstadt und entwickelte sich so langsam zur Adelsmetropole ohne eigene politische Bedeutung.

KurfĂŒrstliche Residenzstadt

Als seinen Nachfolger empfahl Adolf II. dem immer mĂ€chtigeren Domkapitel ausgerechnet wieder Diether von Isenburg. Dieser grĂŒndete 1477 die schon von Adolf II. geplante UniversitĂ€t.

Die 1517 begonnene Reformation hatte zunĂ€chst gute Aussichten in Mainz. Der dort um 1450 von Johannes Gutenberg erfundene Buchdruck mit beweglichen Lettern ermöglichte eine rasche Ausbreitung der reformatorischen Schriften und der Mainzer Erzbischof und Kardinal Albrecht von Brandenburg stand ihren Ideen zunĂ€chst aufgeschlossen gegenĂŒber. Letztendlich konnte sie sich aber in Mainz nicht durchsetzen. Zweimal wĂ€hlte das Domkapitel mit knapper Mehrheit katholische Erzbischöfe. Mit Ausnahme von Garnisonsgemeinden konnte sich bis 1802 keine evangelische Gemeinde in der Stadt bilden.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde Mainz mehr und mehr zur Festung ausgebaut, was die Entwicklung der Stadt bis ins 20. Jahrhundert hinein beeintrĂ€chtigte. Trotz dieser Festung wurde Mainz im 30-jĂ€hrigen Krieg von der schwedischen Armee kampflos eingenommen. Maßgeblich zur Beendigung des Krieges trug Johann Philipp von Schönborn bei, der 1647 Erzbischof von Mainz wurde und unter dessen Pontifikat die Stadt sich schnell wieder von den Verheerungen des Krieges erholen konnte.

In der nun aufkommenden Barockzeit entstanden glanzvolle Bauten in der Stadt, die auch heute noch zum Stadtbild gehören. Mit der Amtszeit des KurfĂŒrsten Emmerich Joseph von Breidbach zu BĂŒrresheim ( 1763 - 1774 ) erhielt die AufklĂ€rung auch auf politischer Ebene Einzug in die „Stadt des Adels“.

Das Ende der alten Ordnung

Die Ideen der AufklĂ€rung fĂŒhrten in Frankreich schließlich zur Revolution . Der Mainzer KurfĂŒrst und Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Erthal unterstĂŒtzte den harten Kurs des Reiches gegenĂŒber den RevolutionĂ€ren. Doch nachdem Frankreich in den Koalitionskriegen 1792 die linksrheinischen Gebiete des Reiches einschließlich Mainz erobert hatte, musste er aus der Stadt fliehen. In Mainz fanden auf Veranlassung der Besatzungsmacht 1793 die ersten freien Wahlen statt. Diese Mainzer Republik gilt als erste Demokratie auf deutschen Boden. Doch schon im Juli zogen die Franzosen nach preußischer Belagerung und Beschießung der Stadt wieder ab. Die Mainzer Republik war damit schon nach kurzer Zeit Geschichte.

Die Koalitionskriege aber gingen weiter und fĂŒhrten 1797 zur nĂ€chsten Besetzung der Stadt. Der Adel verschwand aus Mainz und ließ die Stadt bĂŒrgerlich werden. Als EntschĂ€digung fĂŒr die von Frankreich links des Rheins enteigneten FĂŒrsten beschloss die außerordentliche Reichsdeputation in Regensburg 1803 in ihrem Hauptschluss die Aufhebung der geistlichen KurfĂŒrstentĂŒmer. Mainz wurde Hauptstadt des französischen DĂ©partements du Mont-Tonnerre ( Donnersberg ) unter Verwaltung des französischen PrĂ€fekten Jeanbon St. AndrĂ©. Die kurfĂŒrstlich-erzbischöfliche Zeit war damit vorbei.

Mainz im 19. Jahrhundert

Bundesfestung Mainz um 1844. Lithografie von J. Lehnhardt
Bundesfestung Mainz um 1844. Lithografie von J. Lehnhardt
Mainz um 1900
Mainz um 1900

Durch den Verlust ihrer Residenzfunktion provinzialisierte die seit 1816 zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt gehörende Stadt im 19. Jahrhundert sehr stark. Die Festungsfunktion (nun Bundesfestung des Deutschen Bundes ) behinderte außerdem die Ausdehnung der Stadt. Bedeutende Ereignisse sind in der Stadtgeschichte zu dieser Zeit daher kaum zu finden. Von nachwirkender Bedeutung ist lediglich die sich ab 1837 entwickelnde Mainzer Fastnacht. Erst ab 1886 setzte durch die GrĂŒnderzeit ein Bauboom und Bevölkerungszuwachs ein, der zusammen mit umfangreichen Eingemeindungen die Stadt 1908 zur Großstadt machte. Jedoch konnte die Stadt aufgrund der Festungsfunktion lange nicht so wachsen wie beispielsweise Wiesbaden.

Mainz im 20. Jahrhundert

Der Erste Weltkrieg beendete diesen kurzen Aufschwung. Nach dem Krieg gingen die Goldenen Zwanziger am erneut von den Franzosen besetzten Mainz fast vollstÀndig vorbei. Nach dem Ende der Besatzungszeit 1930 kam es erneut zu umfangreichen Eingemeindungen (siehe Tabelle unten), die das Stadtgebiet verdoppelten. 1938 wurde Mainz kreisfreie Stadt.

Der Nationalsozialismus konnte in Mainz zunĂ€chst nicht Fuß fassen. Noch zur Machtergreifung am 30. Januar 1933 demonstrierten mehr Menschen gegen das neue System als dafĂŒr. Nach der Machtergreifung Ă€nderte sich dies jedoch. Die 3000 Menschen große jĂŒdische Gemeinde von Mainz wurde fast vollstĂ€ndig deportiert. Der Zweite Weltkrieg verschonte die Stadt zunĂ€chst. Erst 1942 fanden die ersten schwereren Bombenangriffe statt. Der schlimmste Angriff ereignete sich am 27. Februar 1945 , als Mainz durch britische Bomber fast völlig zerstört wurde und ca. 1200 Menschen getötet wurden. Am Ende des Krieges war die Stadt zu 80 % zerstört.

Nach dem Krieg wurde Mainz erneut von den Franzosen besetzt. Die Grenze der französischen und amerikanischen Besatzungszone bildete auf der Höhe von Mainz der Rhein, weswegen die rechtsrheinischen Vororte von Mainz der treuhĂ€nderischen Verwaltung der Stadt Wiesbaden unterstellt wurden. Die NeugrĂŒndung der LĂ€nder Hessen und Rheinland-Pfalz machte diese Teilung endgĂŒltig. Schon 1946 wurde die 1798 aufgehobene UniversitĂ€t wieder errichtet. Mainz wurde Hauptstadt des neugegrĂŒndeten Landes Rheinland-Pfalz und konnte so seinen fast 150-jĂ€hrigen Prozess der Provinzialisierung beenden. 1962 beging die Stadt ihre 2000-Jahr-Feier.

Wappen

Das Wappen der Stadt Mainz zeigt zwei durch ein silbernes Kreuz verbundene, schrĂ€g gestellte, sechsspeichige silberne RĂ€der auf rotem Untergrund. Die Stadtfarben sind Rot-Weiß.

UrsprĂŒnglich zeigte das Wappen den Patron der Stadt, den Heiligen Martin . Das Ratssiegel der Stadt von 1300 zeigte diesen erstmals in Verbindung mit dem Rad (zur genauen Entstehungsgeschichte siehe den Artikel Mainzer Rad). Der Erzbischof von Mainz, zugleich auch FĂŒrst des Kurstaates ĂŒbernahm das Rad auch in das Territorialwappen. Zur Unterscheidung dazu fĂŒhrte die Stadt nun allein das Doppelrad als Wappen, wobei ab dem 16. Jahrhundert das Rad schrĂ€g gestellt wurde. WĂ€hrend der Zugehörigkeit der linksrheinischen Gebiete zu Frankreich wurden zunĂ€chst alle Wappen in den besetzten Gebieten verboten. Das Siegel der neugeschaffenen Mairie - dem französischen BĂŒrgermeisteramt - zeigte die Freiheitsgöttin mit der JakobinermĂŒtze. Nach der Kaiserkrönung Napoleons 1804 beinhaltete das Stadtsiegel den französischen Kaiseradler. Am 13. Juni 1811 wurde das Mainzer Rad wieder zugelassen. Dem Wappen wurden oben in einem Balken die drei Bienen des Hauses Napoleon hinzugefĂŒgt. Die Farben allerdings waren vertauscht. Zwischen 1835 und 1915 trug das Wappen noch ein besonderes Schildhaupt. Damit sollte Mainz als Bundesfestung abgebildet werden. Seit dem 12. Juni 1915 hat das Wappen seine heutige Form.

Religionen

Der Mainzer Dom heute
Der Mainzer Dom heute

Jahrhundertelang war die Stadt als Sitz des höchsten (katholischen) ReichsfĂŒrsten immer katholisch geprĂ€gt. Mainz verfĂŒgt ĂŒber den einzigen "Heiligen Stuhl" (sancta sedes Moguntia) außerhalb von Rom. Eine frĂŒhchristliche Gemeinde bestand vermutlich schon im 2. Jahrhundert, um 343 ist das Bistum Mainz erstmals sicher erwĂ€hnt. 780 / 782 wurde Mainz zum Erzbistum erhoben. Erster Erzbischof von Mainz wurde Lullus , der bereits im Jahre 754 Nachfolger von Bonifatius (der als Missionsbischof nur den persönlichen Titel Erzbischof fĂŒhrte) geworden war. Mainz wurde in der Folge Hauptort des grĂ¶ĂŸten Metropolitanverbandes jenseits der Alpen (siehe Bistum Mainz). In dem sich im 13. Jahrhundert endgĂŒltig konstituierenden Kollegium der 7 KurfĂŒrsten (KönigswĂ€hler) nahm der Erzbischof von Mainz die fĂŒhrende Stellung ein.

Die UrsprĂŒnge der JĂŒdischen Gemeinde sind nicht restlos geklĂ€rt. FĂŒr die These, die Juden seien mit den Römern nach Mainz gekommen, spricht sehr viel, ein Beweis ist jedoch bisher nicht gelungen. Die erste sichere Aufzeichnung stammt aus der zweiten HĂ€lfte des 10. Jh. und ist eine hebrĂ€ische Überlieferung rabbinischer Rechtsgutachten, die sich mit einer bereits blĂŒhenden jĂŒdischen Gemeinde befassen. Indikator fĂŒr die Entwicklung war wohl der Status der Stadt als wichtiger Handelsort der damaligen Zeit. Bedeutend war auch das Wirken Gerschom ben Jehudad , welcher einer der wichtigsten Gelehrten jener Zeit ĂŒberhaupt war. Auf dem jĂŒdischen Friedhof vom Mainz finden sich Grabsteine aus dem 11. Jh.. Die Gemeinde wurde mehrmals (siehe oben) durch Pogrome wĂ€hrend der Zeit der KreuzzĂŒge und der Pestepidemien dezimiert. Vor 1933 hatte die Gemeinde bis zu 3000 Mitglieder, 1946 gerade noch 59. 1997 gab es 203 Mitglieder, was etwa 0,1 % der Gesamtbevölkerung ausmacht.

Die alte Mainzer Synagoge in der Neustadt wurde wĂ€hrend der Nazi-Zeit vollstĂ€ndig abgebrannt und zerstört. An der ursprĂŒnglichen Stelle wurden einige SĂ€ulen als Mahnmal wieder errichtet. Die Synagoge in Weisenau ĂŒberstand den Krieg unbeschadet. Sie wurde Ende der 1990er Jahre restauriert und der jĂŒdischen Gemeinde wieder als Gotteshaus ĂŒbergeben.

Obwohl einiges dafĂŒr sprach, wurde Mainz kein Zentrum der Reformation . Zwar war der damalige Erzbischof Albrecht von Brandenburg den Ideen des Protestantismus nicht abgeneigt, zugleich war er aber vom Ablasshandel abhĂ€ngig, den Luther gerade in heftiger Weise kritisierte. Zu ersten BerĂŒhrungen mit dem Protestantismus kam es so erst mit dem Schmalkaldischen Krieg und dessen Auswirkungen auf die Stadt 1552 und im 30-jĂ€hrigen Krieg mit der Besetzung durch schwedische Truppen. Durchsetzen konnte sich die neue Konfession damals aber nicht. Nach dem Zusammenbruch der schwedischen Herrschaft noch wĂ€hrend des 30-jĂ€hrigen Krieges gewann wieder der Katholizismus die Oberhand. Einwohnern mit evangelischem Bekenntnis wurden die BĂŒrgerrechte verweigert.

Seit 1715 gab es in Mainz eine kleine lutherische Garnisonsgemeinde. In der zweiten HĂ€lfte des 18. Jahrhunderts wurden vermehrt die inzwischen in die Stadt zugezogenen Protestanten nicht nur geduldet, der vom Geist der AufklĂ€rung erfasste KurfĂŒrst Emmerich Joseph von Breidbach zu BĂŒrresheim und sein Großhofmeister Friedrich von Stadion beschĂ€ftigten sogar protestantische Offiziere und Kammerherren am Hof. Unter KurfĂŒrst Erthal erhalten sie auch Einfluss auf das Bildungswesen. Eigene Kirchen erhielten sie jedoch zunĂ€chst nicht. Erst 1802 , nach dem faktischen Zusammenbruch des Kurstaates also, wurde die erste evangelische Kirchengemeinde als "unierte" gegrĂŒndet, das heißt sie hatte sowohl lutherische als auch reformierte Gemeindemitglieder. Sie galt als Vorbild fĂŒr die 1822 durchgefĂŒhrte Union beider Konfessionen in Rheinhessen. Als fördernd erwies sich auch, dass Mainz als Bundesfestung eine teilweise preußische (und damit protestantische) Besatzung hatte. Durch den einsetzenden Boom und das Wachstum der Stadt durch Zuzug von Außen wuchs die Mainzer Gemeinde rasch: Gab es 1849 27.633 Katholiken und 5.037 Protestanten, waren es 1901 49.408 Katholiken, aber schon 31.151 Protestanten. 1930 gab es in der Stadt 78.500 Katholiken und 48.500 Protestanten. Heute ist das VerhĂ€ltnis zwischen den großen Konfessionen in etwa ausgeglichen.

Das katholische Bistum, 1803 aufgelöst und unter Napoleon neu umschrieben, wurde 1821 in seinen heutigen Grenzen festgeschrieben und umfasst im wesentlichen die Grenzen des Großherzogtums Hessen-Darmstadt , zu dem Mainz damals gehörte.

1832 wurde Rheinhessen auch kirchlich Bestandteil der evangelischen Kirche im Großherzogtum Hessen, wo Rheinhessen eine eigene Superintendentur bildete. Nach vorĂŒbergehender Verlegung des Sitzes der Superintendentur nach Darmstadt 1882 wurde Mainz 1925 erneut Sitz derselben. 1934 wurde aus der Superintendentur die Propstei Rheinhessen, in der nunmehr mit Nassau vereinigten Kirche. Die Kirchengemeinden der Stadt gehören seither - sofern sie nicht einer Freikirche angehören - zum Dekanat Mainz (Propstei Rheinhessen) der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau .

Auch andere christliche Religionsgemeinschaften befinden sich in Mainz: Die Altkatholische Kirche (seit 1876 ), die Gemeinschaft der Siebenten-Tages-Adventisten (seit 1907 ), die Bibelgemeinde (seit 1978 ), die Christengemeinschaft (seit Ende der 1920er), das Christliche Zentrum „Der Fels e.V.“, die Zeugen Jehovas , die en Christo Gemeinde (seit 1995 ), die Baptisten (seit 1862 ), die Evangelisch-methodistische Kirche (seit 1906 ), die Freie evangelische Gemeinde (seit 1982 ), die Orthodoxe Kirche (seit 1992 ) und seit ca. 1895 die Gemeinde der Neuapostolische Kirche .

Durch Einwanderung und EinbĂŒrgerung hinzugekommen ist die muslimische Gemeinde, die mittlerweile im Stadtgebiet ĂŒber sechs GebetshĂ€user/-rĂ€ume verfĂŒgt.

Siehe auch: Konfessionsverteilung der Einwohner der Stadt Mainz (Auflistung seit 1800)

Das heutige Mainz

Entwicklung des Stadtnamens

Satellitenfoto vom Raum Mainz/Wiesbaden
Satellitenfoto vom Raum Mainz/Wiesbaden

Im Laufe der Geschichte verĂ€nderte sich der Name der Stadt mehrmals, von einer verbindlichen Schreibweise kann wohl erst seit dem 18. Jahrhundert gesprochen werden. Dabei spielte die VerĂ€nderungen der lateinischen Sprache eine wichtige Rolle. „Mogontiacum“ stammte aus der Phase der so genannten „silbernen LatinitĂ€t“. Nach Einsetzen der Hinwendung zum Mittellateinischen, das sich jenseits der Alpen rasch entwickelte, wurde das Wort ab dem 6. Jahrhundert verkĂŒrzt und fortan „Moguntia“ bzw „Magantia“ geschrieben und ausgesprochen. Im 7. Jahrhundert firmiert der Stadtname als „Mogancia“, „Magancia urbis“ bzw. „Maguntia“, im 8. Jahrhundert als „Magontia“. Im 11. Jahrhundert war der Name wieder bei „Moguntiacum“ bzw „Moguntie“ angekommen. Überhaupt war der Stadtname hĂ€ufig nicht von wirklicher Sprachentwicklung (wie etwa der Lautverschiebung bei Borbetomagus - Worms), sondern von der jeweils herrschenden „Mode“ der Aussprache beeinflusst. Das 12. Jahrhundert bezeichnete die Stadt als „Magonta“, „Maguntia“, „Magontie“, und „Maguntiam“. Eine arabische Weltkarte nennt sie „maiansa“. Von 13./14. bis zum 15. Jahrhundert wandelte sich der Name von Meginze zu Menze, wobei dies die Namensentwicklung in lateinischen Quellen ist. Deutschsprachige Quellen sprechen 1315 von Meynce, 1320 von Meintz, 1322 von Maentze, 1342 von Meintze und 1357 wieder von Meintz. Zu erklĂ€ren sind diese VerkĂŒrzungen mit der Änderung der Betonung des ursprĂŒnglich lateinischen Namens. Der germanische Sprachstil betonte mehr einfach die erste Silbe und ließ den Rest als AnhĂ€ngsel alsbald fallen (was auch erklĂ€rt, warum aus dem langen „Borbetomagus“ das kurze „Worms“ wurde).

Im 15. Jahrhundert taucht zum ersten Mal „Maintz“ auf, hĂ€ufiger ist aber weiterhin „Menz“, „Mentze“,"Maynz", „Meintz“ oder „Meyntz“. Die ai-Formen setzten sich dann im 16. Jahrhundert durch. Diese Schreibweise wurde auch vom Barock bevorzugt, so dass sie sich durchsetzte und seit dem 18. Jahrhundert auch kaum noch verĂ€ndert wurde. Eine Ausnahme bildet die französische „Umtaufung“ in Mayence wĂ€hrend der Besetzung von 1799 .

Stadtbild

Altstadt: FachwerkhÀuser im Kirschgarten
Altstadt: FachwerkhÀuser im Kirschgarten

Die Stadt Mainz ist in ihrem weiteren Innenstadtbereich sowie in einzelnen Vororten (vor allem Mombach und Weisenau) zunehmend großstĂ€dtisch geprĂ€gt. Bei anderen Vororten (z.B. Drais oder Finthen) blieb der dörfliche Charakter weitgehend bestehen. In der Innenstadt selbst sind jedoch auch viele andere Elemente des StĂ€dtebaus erhalten geblieben. Noch klar an das mittelalterliche und frĂŒhneuzeitliche Stadtbild erinnert die heutige "Altstadt" mit ihren verwinkelten Straßen und Gassen um die Augustinerstraße. Dort finden sich auch bis heute noch FachwerkhĂ€user . Große Teile der historischen Altstadt, vor allem nördlich der Ludwigsstraße, wurden im 2. Weltkrieg beschĂ€digt und nachher abgerissen und modern ĂŒberbaut.

Die von Stadtbaumeister Eduard Kreyssig entworfene Neustadt war eines der grĂ¶ĂŸten Stadterweiterungsprojekte seiner Zeit, in dem die StadtflĂ€che sich fast verdoppelte. Die Neustadt entstand in der GrĂŒnderzeit um 1900, in der sich Mainz von der provinziell geprĂ€gten Festungsstadt zur Großstadt entwickelte.

Das Panorama der Stadt von der Rheinseite wird heute vor allem von Bauten zweier unterschiedlicher Bauepochen geprĂ€gt: Dem Rathauskomplex (von Arne Jacobsen und Otto Weitling ) mit Hilton-Hotel und Rheingoldhalle aus der Moderne und dem Barock- bzw. Renaissance-Ensemble bestehend aus dem Neuen Zeughaus (heute Staatskanzlei), dem Deutschhaus (heute Landtag) und dem KurfĂŒrstlichen Schloss.

In der im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstörten Innenstadt wurden nur die wichtigsten GebÀude wiedererrichtet. Dazu gehören die vielen barocken AdelspalÀste, die sich vor allem am Schillerplatz befinden. Ansonsten wurden in Mainz meist neue HÀuser gebaut. Bedingt durch den erst spÀten Aufschwung zu Beginn der 60er Jahre sind diese GebÀude vor allem in dem Stil jener Dekade gehalten, was damals wie heute von StÀdtebauern kritisiert wurde. Auch viele Wohnsiedlungen im Umkreis der Stadt sind im Stil der 60er entstanden.

Zu den bedeutenden Bauten des 19. Jahrhunderts in Mainz zĂ€hlen die evangelischen Christuskirche, der Hauptbahnhof, die RheinbrĂŒcke, Teile des von Georg Moller errichteten Staatstheaters und die Festungsanlagen bzw. deren Resten. Die noch heute hĂ€ufig im Stadtbild deutlich sichtbaren sonstigen Bau-Zeugnisse jener Zeit sind fast ausschließlich WohnhĂ€user mit oder ohne GeschĂ€ftszeile. Von den bedeutenderen Bau-Epochen in Mainz, Romanik, Gotik, Renaissance (in AnsĂ€tzen) und vor allem Barock sind jedoch noch mannigfaltigere Beispiele erhalten geblieben.

Romanik und Gotik in Mainz

Die ehemalige Stiftskirche St. Stephan
Die ehemalige Stiftskirche St. Stephan

Auch heute sind in der Stadt Mainz viele Zeugnisse historischer Baukultur der Romanik und Gotik erhalten, die das Stadtbild prĂ€gen. Bedeutendstes Bauwerk der Romanik in Mainz ist der Mainzer Dom, den Erzbischof Willigis zwischen 975 und 1009 errichten ließ. Da er bereits am Tag seiner Weihe weitgehend abbrannte, wurde er in den Folgejahren immer grĂ¶ĂŸer aufgebaut, denn auch 1081 und 1137 brannte der Dom. Er wurde von Erzbischof Bardo , Kaiser Heinrich IV., Erzbischof Konrad I. von Wittelsbach und Erzbischof Siegfried III. von Eppstein durch alle Bauepochen der Romanik weitergefĂŒhrt. Zu Beginn der Epoche der Gotik wurden auch am Dom gotische Elemente verwirklicht. Unter anderem wirkte der als Naumburger Meister bekannt gewordene KĂŒnstler am Dom.

Westlich des Doms liegt die St. Johanniskirche die vermutlich ĂŒber dem ersten Dom errichtet wurde und wohl selbst auch einmal Domkirche des Bistums war. Sie wurde 910 von Erzbischof Hatto geweiht und in spĂ€tkarolingischen Formen errichtet, durch Umbauten und nach Zerstörungen vor allem im Zweiten Weltkrieg ist sie jedoch mehrfach ĂŒberformt worden. Zusammen mit dem Dom und der 1793 zerstörten, dem Dom östlich vorgelagerten Liebfrauenkirche bildete die Johanniskirche einst eine zusammenhĂ€ngende Einheit und mit den umliegenden PlĂ€tzen („Höfchen“) die erzbischöfliche Pfalz.

Nicht erhalten ist die historische Klosterkirche St. Alban, die in ihrer GrĂ¶ĂŸe im 8. und 9. Jh. wichtigste Kirche und geistiges Zentrum des Bistums war. Sie verfiel schon im Hochmittelalter, die Reste wurden im MarkgrĂ€flerkrieg zerstört.

Ebenfalls von Willigis gegrĂŒndet ist die Stiftskirche St. Stephan die jedoch bald durch einen gotischen Bau ersetzt wurde und heute die grĂ¶ĂŸte gotische Kirche in Mainz ist. Aus der Stilepoche der Gotik stammen auch die Pfarrkirchen St. Emmeran und St. Quintin (gleichzeitig Pfarrkirche der Ă€ltesten Pfarrei von Mainz/ VorgĂ€ngerbau schon im 8. Jahrhundert). Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte gotische Kirche St. Christoph ist heute das Kriegsmahnmal der Stadt.

Renaissance

Neues Zeughaus (vorne) und Deutschhaus prĂ€gen das Rheinpanorama der Stadt. Ganz rechts am Bildrand ist das KurfĂŒrstliche Schloss zu sehen
Neues Zeughaus (vorne) und Deutschhaus prĂ€gen das Rheinpanorama der Stadt. Ganz rechts am Bildrand ist das KurfĂŒrstliche Schloss zu sehen

Bedeutendstes Bauwerk der Renaissance in Mainz ist das KurfĂŒrstliche Schloss. Stilistisch gehört es zu der so genannten „Deutschen Renaissance“, deren spĂ€testes Zeugnis dieser Bau ist. Ebenfalls aus der Stilepoche der Renaissance stammen das Haus Zum Römischen Kaiser, das heute das Gutenbergmuseum beherbergt und der Schönborner Hof am Schillerplatz, heute Sitz des Institut Francais. Der von Erzbischof Albrecht gestiftete Marktbrunnen gehört zu den prĂ€chtigsten Renaissancebrunnen Deutschlands. Als weiteres Zeugnis, freilich schon am Übergang zum Barock stehend, kann die ab 1615 in der NĂ€he des heutigen Gutenbergplatzes errichtete Domus Universitatis angesehen werden, welche fĂŒr Jahrhunderte höchster Profanbau der Stadt war.

Barock und Rokoko

Die Barockzeit, vor allem wĂ€hrend des Pontifikats Lothar Franz' von Schönborn ließ die Stadt einen beispiellosen Bauboom erleben, dessen Ergebnisse noch heute im Stadtbild zu sehen sind und dieses zum Teil sogar prĂ€gen. Am Schillerplatz, an der Großen Bleiche, in der Klarastraße sowie am Rhein finden sich heute etliche PalĂ€ste des ehemaligen Mainzer Adels. Auch einige Kirchen finden sich noch, obwohl viele aus dieser Zeit in den Wirren der Geschichte wieder zerstört wurden. Bedeutende Kirchen sind die Augustinerkirche in der gleichnamigen Altstadtstraße und die in den Formen des Rokoko errichtete Peterskirche an der Großen Bleiche. Die ebenfalls zu jener Zeit errichtete Ignazkirche (ab 1763 ) ist jedoch schon ein frĂŒhes Beispiel des Klassizismus .

Festungsbauten

Aus der Festungszeit der Stadt sind etliche Relikte vorhanden, die aus verschiedenen Epochen stammen. Exponiertes Beispiel des Barocks ist dabei das Palais des Festungskommandanten, welches mit der Zitadelle ĂŒber der Stadt thront. Doch auch frĂŒhere Teile der alten römischen und mittelalterlichen Stadtbefestigung sind noch vorhanden und zumindest in ihrem Mauerwerk noch original. Am Rhein erheben sich das Holztor und der Eisenturm, die ihre Torfunktion jedoch durch die AufschĂŒttung des Rheinufers im 19. Jh. und die dadurch bedingte Straßenniveauhebung verloren haben. Der Holzturm war der Kerker des RĂ€uberhauptmanns Schinderhannes . SpĂ€tere Zeugen des Festungsbaus sind das Fort Malakoff im SĂŒden der Stadt, sowie das große, im Krieg nicht zerstörte, Proviant-Magazin in der Schillerstraße gegenĂŒber des Erthaler Hofs.

Abschließend lĂ€sst sich sagen, dass die Stadt letztendlich von einer Mixtur dieser Stile geprĂ€gt ist. Die Zerstörungen des Weltkrieges wurden von den Kommunalpolitikern der 1960er Jahre auch als Chance begriffen, alte Fehler bei Bauten und der Generalanlage (Straßennetz, ĂŒbrige Infrastruktur) der Stadt zu beheben.

Stadtentwicklung

Nachdem das Legionslager Mogontiacum gegrĂŒndet war, wurde das Lager, das im Bereich des heutigen KĂ€strichs liegt, sehr schnell von einzelnen Ansiedelungen (lat. cannabae) umgeben. Die Legionen brauchten Handwerker und Gewerbetreibende zur Aufrechterhaltung ihrer EinsatzfĂ€higkeit. Diese Ansiedelungen sind der Ausgangspunkt der urbanen Entwicklung von Mainz. Nach dem Ende der römischen Herrschaft prosperierte die Stadt vor allem unter dem Einfluss des Christentums . Doch auch die Funktion als Umschlagplatz fĂŒr HandelsgĂŒter aller Art (spĂ€ter vor allem Messewaren, die fĂŒr Frankfurt bestimmt waren) beschleunigte die Stadtentwicklung. Besiedelt wurde vor allem der Raum zwischen dem alten Römerlager und dem Rhein.

Die Ausdehnung der Stadt wurde ĂŒber Jahrhunderte von den Festungsmauern begrenzt. Die mittelalterliche Stadtbefestigung war ab der Mitte des 16. Jahrhunderts einer moderneren Festungsanlage gewichen, die schließlich die ganze Stadt umfasste. Außerhalb dieser Festung durften keine Steinbauten entstehen, um anrĂŒckenden Truppen keinen Schutz bieten zu können. So konnte sich die Stadt nur in den innerhalb der Mauern verbliebenen FreiflĂ€chen entwickeln. Ihr schnelleres Wachstum zum Ende des 19. Jahrhunderts bzw. zu Beginn des 20. Jahrhunderts verdankt die Stadt daher fast ausschließlich den Eingemeindungen und dem Bedeutungsverlust der Festung (von da an diente Metz als Bollwerk des Deutschen Reiches gegenĂŒber Frankreich) nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870 /71. Die Festung wurde von da an langsam abgerissen, so dass die Stadt nun auch außerhalb der alten Mauern expandieren konnte.

Die einzelnen Eingemeindungen sind in der Tabelle unter diesem Abschnitt nachvollziehbar. Die Abtretung der rechtsrheinischen Vororte nach dem Zweiten Weltkrieg wurde durch weitere Eingemeindungen von 1969 wieder ausgeglichen. Ab 1962 entstand mit dem Lerchenberg sogar ein völlig neuer Stadtteil.

Eingemeindungen

Ehemals selbstÀndige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Mainz eingegliedert wurden.

Jahr Orte Zuwachs in ha
13. Jahrhundert Selenhofen  ?
23. Mai 1805 Zahlbach  ?
1. April 1907 Mombach 608
1. April 1908 Kastel und Amöneburg 1 1.332
1. Januar 1913 Kostheim 1 953
1. Januar 1930 Bretzenheim 1.343
1. Januar 1930 Weisenau 390
1. Januar 1930 Bischofsheim 2 930
1. Januar 1930 Ginsheim-Gustavsburg 2 1.477
1. April 1938 Gonsenheim 1.058
8. Juni 1969 Drais, Ebersheim, Finthen, Hechtsheim, Laubenheim, Marienborn 4.778

1 seit September 1945 unter treuhÀnderischer Verwaltung der Stadt Wiesbaden
2 seit September 1945 eigenstĂ€ndige Gemeinden im Kreis Groß-Gerau

Einwohner

Das durch die Festung begrenzte Bauland beeintrĂ€chtigte als logische Folge auch die Entwicklung der Einwohnerzahlen. Bis zum Ende der Festung hatte die Stadt fast nie mehr als 30.000 Einwohner. Lediglich als ab den 1850er Jahren die letzten freien RĂ€ume innerhalb der Festung, wie z.b. das KĂ€strich, bebaut und das Rheinufer in den 1880er Jahren erweitert wurde, konnte die Einwohnerzahl stĂ€rker ansteigen. Am bedeutendsten war jedoch die Einverleibung des "Gartenfelds" bzw. der Neustadt innerhalb einer neu errichteten Stadtmauererweiterung ab 1870. Im Vergleich aber etwa mit dem Wachstum von Wiesbaden zur selben Zeit konnte sich die Einwohnerzahl nur minimal erhöhen. Erst als die Festung ihre Funktion verloren hatte, fĂŒhrten die Expansion der Stadt und die Eingemeindungen zu einem stĂ€rkeren Bevölkerungswachtum. Ab 1908 zĂ€hlte Mainz ĂŒber 100.000 Einwohner und war damit Großstadt geworden. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Einwohnerzahl wieder auf etwa 76.000 gefallen. Erst Mitte der 1960er Jahre erreichte sie wieder den Vorkriegswert. GegenwĂ€rtig hat die Stadt ĂŒber 192.000 Einwohner mit Hauptwohnsitz.

Siehe auch: Genaue Einwohnerstatistik vom MĂ€rz 2004

Politik

Mainz wird seit 2002 im Bundestag durch Michael Hartmann (SPD) vertreten (direkt gewĂ€hlter Abgeordneter). ZusĂ€tzlich wird der Wahlkreis Mainz durch Ute Granold ( CDU ) und Rainer BrĂŒderle (FDP), beide jeweils ĂŒber die Landeslisten gewĂ€hlt, vertreten. Die Wahl 2005 hat erneut Michael Hartmann (SPD) gewonnen.

Kommunale Einordnung der Stadt

Die Stadt Mainz ist eine kreisfreie Stadt gemĂ€ĂŸ der Kommunalordnung des Landes Rheinland-Pfalz. Der OberbĂŒrgermeister wird direkt gewĂ€hlt. Zur historischen Entwicklung von der Erzbischöflichen Metropole ( 1011 bis 1244 ) ĂŒber die Freie Stadt ( 1244 bis 1462 ), die Zeit als Residenzstadt unter der Verwaltung des KurfĂŒrsten (bis 1798 ) und die Zeit von 1798 bis 1814 unter einer französischen Munizipalverfassung bis zum heutigen Status als kreisfreie Stadt siehe die ErlĂ€uterungen in den Artikeln ĂŒber die Geschichte der Stadt Mainz.

siehe auch: Liste der OberbĂŒrgermeister von Mainz

Stadtrat

Bei den Stadtratswahlen vom 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:

CDU SPD GRÜNE FDP REP ödp Gesamt
2004 23 17 9 5 4 2 60

StÀdtepartnerschaften

Mainz unterhÀlt mit folgenden StÀdten eine StÀdtepartnerschaft :

  • Watford , Grafschaft Hertfordshire ( Großbritannien ), seit 1956
  • Dijon ( Frankreich ), seit 1957
  • Longchamp ( Frankreich ), seit 1966 mit dem heutigen Mainzer Stadtteil Laubenheim
  • Zagreb ( Kroatien ), seit 1967
  • Rodeneck ( Italien ), seit 1977 mit Mainz-Finthen
  • Valencia ( Spanien ), seit 1978
  • Haifa ( Israel ), seit 1981
  • Erfurt (ThĂŒringen), seit 1988
  • Louisville , Bundesstaat Kentucky ( USA ) seit 1994

Eine StÀdtefreundschaft besteht seit 1984 mit der Stadt Baku in Aserbaidschan .

Wirtschaft und Infrastruktur

Allgemeine Informationen

Wirtschaft und Infrastruktur sind in Mainz von der Zugehörigkeit zum Ballungsraum Frankfurt-Rhein-Main geprĂ€gt. Bei Rankings , die sich an der Wirtschaftsleistung der StĂ€dte orientieren, belegte die Stadt in den letzten Jahre stets vordere PlĂ€tze. So erreichte Mainz in einer Studie der Wirtschaftswoche im Jahr 2005 im Vergleich von 50 deutschen StĂ€dten den vierten Rang. GeprĂŒft wurden innerhalb der Studie ökonomische und strukturelle Indikatoren wie ProduktivitĂ€t, Bruttoeinkommen und Investitionen. Mit einer Kaufkraft von 19.676 €/ Einwohner (2005) liegt die Stadt um 15% ĂŒber dem Bundesdurchschnitt. 2002 erwirtschafteten 147.500 ErwerbstĂ€tige ein Bruttoinlandsprodukt von je 55.890 €.

Verkehr

Durch das Stadtgebiet fĂŒhrt in West-Ost-Richtung die Bundesautobahn 60 vom Dreieck Nahetal zum RĂŒsselsheimer Dreieck sowie von dieser abzweigend in Richtung Norden nach Wiesbaden die A 643. Richtung SĂŒden fĂŒhrt die A 63 ĂŒber Alzey nach Kaiserslautern. Ferner fĂŒhren die Bundesstraßen 9 und 40 durch das Stadtgebiet.

RĂŒckgrat des öffentlichen Personennahverkehrs sind 3 Straßenbahn- und 21 Buslinien der MVG (Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH — Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Mainz AG) sowie anderer Verkehrsunternehmen. Die MVG bildet dabei mit ihrem Wiesbadener Kooperationspartner, der ESWE, ein gemeinsames Netz mit fortlaufenden Liniennummern. Wiesbadener Buslinien beschrĂ€nken sich auf den Bereich bis einschließlich 49, Mainzer Bus- und Straßenbahnlinien werden mit Zahlen ab 50 nummeriert. Mit den Bussen und Bahnen der MVG werden tĂ€glich etwa 150.000 FahrgĂ€ste befördert.

Ferner ist die Stadt an das Netz der S-Bahn Rhein-Main angeschlossen. Der Mainzer Hauptbahnhof wird dabei tĂ€glich von 440 NahverkehrszĂŒgen angefahren. Alle öffentlichen Verkehrsmittel sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) zu benutzen. FĂŒr Verbindungen aus dem und in das Gebiet des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbunds (RNN) kann auch dieser Tarif bis Mainz angewendet werden.

Am Mainzer Hauptbahnhof halten tĂ€glich 78 FernverkehrszĂŒge. Der Bahnhof wird tĂ€glich von 55.000 Personen benutzt (Angabe der Bahn). Mainz ist an das InterCity- und EuroCity-Netz sowie das ICE -Netz der Deutschen Bahn angebunden. ICEs erreichen die Stadt dabei sowohl ĂŒber die "alte" linksrheinische Strecke Richtung Koblenz als auch ĂŒber den Wiesbadener Abzweig der Hochgeschwindigkeits-Neubaustrecke Köln-Frankfurt. Nach SĂŒden fahren ICE-ZĂŒge ĂŒber Mannheim bis Basel und Interlaken, gegebenenfalls ĂŒber den Fernbahnhof Frankfurt-Flughafen . Regionale ZĂŒge fahren nach Frankfurt, Wiesbaden, Koblenz, SaarbrĂŒcken (entlang der Nahe), Mannheim (ĂŒber Worms), Aschaffenburg (ĂŒber Groß-Gerau und Darmstadt). Die alte Rheinstrecke, die parallel zur B 9 verlĂ€uft, dient auch dem GĂŒterverkehr.

Im Mainzer Raum ĂŒberqueren 5 BrĂŒcken den Rhein: zwei AutobahnbrĂŒcken (A 60, A 643), zwei EisenbahnbrĂŒcken (Richtung Frankfurt Flughafen und Richtung Wiesbaden) sowie eine StraßenbrĂŒcke (zwischen Innenstadt und Mainz-Kastel), in deren NĂ€he auch die alte RömerbrĂŒcke gestanden hatte. Die nĂ€chste RheinbrĂŒcke im Unterlauf ist die Koblenzer SĂŒdbrĂŒcke und im Oberlauf die NibelungenbrĂŒcke bei Worms.

Der Mainzer Hafen hat eine FlĂ€che von 30 ha, einen Umschlag von 1,3 Mio t und wird jĂ€hrlich von 2.200 Schiffen angefahren (2003). Außerdem verfĂŒgt Mainz im Stadtteil Finthen ĂŒber einen ganzjĂ€hrig geöffneten Verkehrslandeplatz mit 1000 m Asphaltbahn ( ICAO -Code EDFZ).

Industrie

In Mainz gibt es (2003) 74 Betriebe des verarbeitenden Gewerbes, in denen mindestens 20 Angestellte arbeiten. Insgesamt arbeiten in den Betrieben ĂŒber 11.000 BeschĂ€ftigte, die einen Gesamtumsatz von ĂŒber 2,2 Mrd € erwirtschaften. Dazu gibt es in der Stadt (2002) 79 kleinere Betriebe mit weniger als 20 Angestellten. Industrielle Ansiedelungen finden sich vor allem zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil Mombach. GrĂ¶ĂŸere dort angesiedelte Unternehmen sind das Mainzer Traditionsunternehmen Werner & Merz ("Erdal"), die SCHOTT AG und die ADM Soya Mainz . Die Schott AG (frĂŒher: Schott Glaswerke) hat in Mainz seit der Umsiedlung von Jena nach dem 2. Weltkrieg ihren Hauptsitz. In der Mainzer Neustadt (nĂ€he Rheinufer) steht seit den 50er Jahren das Hauptwerk. 1988 wurde in Mainz-Marienborn das Schott Forschungszentrum in Betrieb genommen. 2002 wurde in der NĂ€he des Hauptwerks in Mainz-Mombach ein weiterer Zweigbetrieb mit Schwerpunkt Ceran fertig gestellt. Derzeit arbeiten 4.000 der 19.000 Schott-Angestellten weltweit am Standort Mainz.

1965 begann IBM in Mainz-Hechtsheim ein Werk fĂŒr Speichersysteme zu errichten. SpĂ€ter wurden hier vor allem Festplatten hergestellt. 2002 wurde mit dem Verkauf des FestplattegeschĂ€fts an Hitachi das Mainzer Werk geschlossen. An dem IBM-Standort arbeiten aber weiterhin etwa 1700 Mitarbeiter im Bereich der Unternehmensberatung und Softwareentwicklung.

Als weiteres Unternehmen im Bereich der Hochtechnologie ist das Pharmaunternehmen Novo Nordisk seit 30 Jahren in der Stadt ansĂ€ssig. Derzeit arbeiten dort 400 Menschen. Auf Ă€ltere Wurzeln kann die Niederlassung von Siemens zurĂŒckblicken. Sie entstand schon nach der Übernahme des ersten in Mainz errichteten ElektrizitĂ€tswerk (erbaut 1898) im Jahr 1903.

Medien

Die Stadt Mainz ist Sitz des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), des Landesfunkhauses Rheinland-Pfalz des SĂŒdwestrundfunks (SWR) sowie des Studios Rhein-Main der privaten Rheinland-PfĂ€lzischen Rundfunk GmbH & Co KG RPR. An regionalen Fernsehangeboten gibt es neben einem Offenen Kanal auch den regionalen Kultursender K3 Kulturkanal, der seinen Sitz in Mainz hat.

Weitere Medienunternehmen sind die BFE Studio und Medien Systeme GmbH, die komplette Studieneinrichtungen und Einrichtungen fĂŒr Übertragungswagen produziert und die Verlagsgruppe Rhein-Main , die mit 21 tĂ€glich erscheinenden Druckerzeugnissen jeden Tag eine halbe Million Leser in Rheinland-Pfalz und Hessen erreicht.

Als Tageszeitungen erscheinen die „ Allgemeine Zeitung “ sowie die „ Mainzer Rhein-Zeitung “. Letztere ist der Regional-Ableger der „Rhein-Zeitung“. Weitere Printmedien sind die „Mainzer Vierteljahreshefte“ fĂŒr Kultur, Politik, Wirtschaft und Geschichte (mittlerweile im 24. Jahrgang) sowie verschiedene Citymagazine wie z. B. „Der Mainzer“.

Mainz ist auch Sitz des traditionsreichen Verlages Philipp von Zabern . 1802 in Mainz gegrĂŒndet, ist der Zabern-Verlag international auf den Gebieten der ArchĂ€ologie, Geschichte und Kunstgeschichte fĂŒhrend.

Mainz ist ferner Sitz des Musikverlags Schott Musik International .

Die Medienunternehmen gehören zu den grĂ¶ĂŸten Arbeitgebern der Stadt. Allein das ZDF beschĂ€ftigte 2004 rund 3.600 Menschen, die Verlagsgruppe Rhein-Main immerhin 1.200 (2005).

Sonstige Dienstleistungsunternehmen

Neben Hotels wie dem Hilton , dem Hyatt , dem Atrium Hotel Mainz, dem Design-Hotel Quartier 65 und dem Favorite Parkhotel ist unter den Dienstleistungsanbietern in Mainz vor allem das Unternehmen G.L. Kayser Spedition zu nennen, das bereits seit 1787 besteht und heute in der achten Generation noch immer ein Familienbetrieb ist. Mit 780 Mitarbeiten gehört es zu den großen Unternehmen der Stadt.

Bildung und Forschung

Mainz war schon in frĂŒher Zeit eine Stadt der Bildung. Erstes Zentrum war das Kloster St. Alban, dessen Ruhm als Klosterschule auf den Alkuin -SchĂŒler und Mainzer Erzbischof Rabanus Maurus († 856) zurĂŒckgeht. 1477 wurde Mainz UniversitĂ€tsstadt. Nach Aufhebung Ende des 18. Jahrhunderts nahm die neue Johannes-Gutenberg-UniversitĂ€t am 15. Mai 1946 wieder ihren Lehrbetrieb auf. FĂŒr Medizin ist die Medizinische FakultĂ€t der Johannes-Gutenberg-UniversitĂ€t die einzige Studienmöglichkeit in Rheinland-Pfalz. Ihr steht das UniversitĂ€tsklinikum Mainz zur VerfĂŒgung, das ebenfalls die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland Pfalz ist. Johannes Gutenberg-UniversitĂ€t und Klinikum gehören mit 7600 Angestellten zu den grĂ¶ĂŸten Arbeitgebern der Stadt.
Der UniversitĂ€t angegliedert sind die Max-Planck-Institute fĂŒr Chemie (Otto-Hahn Institut) und Polymerforschung.
1971 wurde die Fachhochschule Mainz als Teil der Fachhochschule Rheinland Pfalz gegrĂŒndet, die sich ĂŒber mehrere Standorte verteilt. VorgĂ€ngereinrichtungen der Fachhochschule Mainz waren unter anderem Bildungseinrichtungen fĂŒr Bauingenieure, Kunsthandwerker und KĂŒnstler. 1996 wurde sie als eigenstĂ€ndige Fachhochschule mit drei Fachbereichen neu gegrĂŒndet (Architektur, Bauingenieurwesen, Geoinformatik und Vermessung; Gestaltung; Wirtschaftswissenschaften).
Ein Jahr spĂ€ter wurde die Katholische Fachhochschule (KFH) fĂŒr Sozialarbeit, SozialpĂ€dagogik und Praktische Theologie gegrĂŒndet. Sie wird von den BistĂŒmern Mainz, Limburg, Fulda, Speyer , Trier und Köln getragen.
Daneben gibt es in Mainz noch die Akademie der Wissenschaften und der Literatur, die hier 1949 gegrĂŒndet wurde, das vom Land Rheinland-Pfalz getragene Institut fĂŒr EuropĂ€ische Geschichte (Mitglied der AHF ) und die Volkshochschule Mainz, die auch eine Sternwarte betreibt.

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Theater

Staatstheater Mainz nach der Renovierung
Staatstheater Mainz nach der Renovierung

In Mainz gibt es mehrere BĂŒhnen, auf denen TheaterauffĂŒhrungen und Konzerte stattfinden. Das grĂ¶ĂŸte und fĂŒr das Stadtbild prĂ€gendste Theater ist das Staatstheater am Gutenbergplatz. Das Staatstheater ist unterteilt in das Große Haus (siehe Bild), das Kleine Haus und das TIC (Theater im City), dessen Namen sich aus dem dort ehemals ansĂ€ssigen City-Kino herleitet.

Der nicht nur als Theater fungierende „Frankfurter Hof“ existiert bereits seit 1800 und kann auf eine bewegte Geschichte zurĂŒckblicken. UrsprĂŒnglich handelte es sich um ein Gasthaus mit Festsaal. Ab 1842 fanden hier die ersten Fastnachtssitzungen der gerade entstehenden Fastnacht statt. WĂ€hrend der Revolution von 1848 trafen sich hier die Demokraten der Stadt und bereiteten die Wahlen zur Nationalversammlung vor. Danach wurde der Hof mehrmals Schauplatz kirchlicher Veranstaltungen wie z.B. der Katholikentage von 1851 und 1871 . 1944 wurde in den SĂ€len ein Kino eingerichtet. 1972 kaufte die Stadt das mittlerweile weitgehend ungenutzte und verfallene GebĂ€ude. Nach einer Initiative zur Rettung des Hofes wurde er 1991 als „Kulturelles Zentrum“ renoviert und seiner heutigen Bestimmung zugefĂŒhrt.

Neben diesen grĂ¶ĂŸeren HĂ€usern gibt es mehrere kleinere HĂ€user wie die „Mainzer Kammerspiele“, das bekannte Mainzer Forumtheater „unterhaus“ (mit dem "unterhaus im unterhaus") und die 2005 gegrĂŒndete ShowbĂŒhne Mainz. In ihnen findet auch Kabarett, Comedy und Boulevardtheater statt. Auch wird jungen und unbekannten KĂŒnstlern hier eine BĂŒhne geboten.

Orchester und Chöre

  • Der Mainzer Domchor geht auf eine GrĂŒndung des Bischofs Wilhelm Emmanuel von Ketteler im Jahr 1866 zurĂŒck. Er besteht aus Knaben- und MĂ€nnerstimmen und umfasst ĂŒber 160 Mitglieder. Hauptaufgabe des Chores ist die Begleitung der Stifts- und PontifikalĂ€mter im Mainzer Dom.
  • Das Philharmonische Staatsorchester Mainz , gegrĂŒndet 1876, hat seinen festen Sitz im TheatergebĂ€ude. Hauptaufgabe des Orchesters ist die musikalische Begleitung von MusiktheaterstĂŒcken wie Opern und Operetten am Theater. Daneben bildet die AuffĂŒhrung von Sinfoniekonzerten einen weiteren wichtigen Bereich.
  • Die Domkantorei St. Martin ist ein 1987 gegrĂŒndeter gemischter Chor. Neben der Begleitung der Domgottesdienste tritt er auch zu regulĂ€ren Konzerten auf.
  • Mainzer Kammerorchester
  • Bachchor Mainz
  • Johanniskantorei Mainz
  • BlĂ€ser-Ensemble Mainz - Das Ensemble wurde 1967 von Klaus Rainer Schöll gegrĂŒndet und widmet sich der Musik von Gabrieli bis zur Moderne.
  • Akkordeon-Orchester Mainz

Museen

Die Mainzer Museenlandschaft ist von historischen Museen geprĂ€gt. Das bereits 1852 gegrĂŒndete Römisch-Germanische Zentralmuseum ist im KurfĂŒrstlichen Schloss untergebracht. Neben Sammlungen zur Vor- und FrĂŒhgeschichte, zur römischen Geschichte und zum frĂŒhen Mittelalter besitzt das Museum umfangreiche RestaurationswerkstĂ€tten. Diese gehören zu den weltweit grĂ¶ĂŸten Einrichtungen dieser Art und geniessen internationalen Ruf. Sie werden oft mit der Konservierung und Restaurierung weltweit bedeutender archĂ€ologischer Funde wie z.B. des Gletschermanns aus SĂŒdtirol oder des Goldschatzes von SipĂĄn (Grabbeigaben eines vorinkazeitlichen FĂŒrsten aus Peru) beauftragt.

Eine breiter angelegte Sammlung von der Steinzeit bis in die Moderne bietet das Landesmuseum Mainz. Das Landesmuseum Mainz wurde 1803 gegrĂŒndet und ist somit eines der Ă€ltesten Museen in Deutschland. Es ist im Zentrum von Mainz in der Großen Bleiche im ehemaligen kurfĂŒrstlichen Marstall , der „Golden-Ross-Kaserne“, beheimatet und beherbergt die bedeutendste Kunstsammlung des Landes Rheinland-Pfalz. Aus der Zeit des römischen Moguntiacum wird eine Vielzahl von Exponaten ausgestellt. Beeindruckend sind vor allem die z.T. monumentalen SteindenkmĂ€ler in der sogenannten Steinhalle, u.a. auch die Originalfunde der Mainzer JupitersĂ€ule und des Dativius-Victor-Bogens. Ebenfalls unbedingt sehenswert sind der "Mainzer Römerkopf", das qualitativ hochwertige Portrait eines Angehörigen des Julisch-Claudischen Kaiserhauses und der Bronzekopf der keltischen Göttin Rosmerta . Die umfangreiche GemĂ€ldesammlung des Museums geht auf eine Schenkung von 36 Bilder durch Napoleon zurĂŒck, die auch Anlass der GrĂŒndung des Museums war.

Einen weiteren tiefen Einblick in die Geschichte des römischen Mainz ermöglicht das Museum fĂŒr antike Schifffahrt, in dem die Römerschiffe ausgestellt sind, die 1980/81 bei den Bauarbeiten fĂŒr einen Hotelkomplex am Rheinufer gefunden wurden sowie das Römische Isis - und Mater Magna-Heiligtum , das ebenfalls bei Bauarbeiten entdeckt wurde und im Untergeschoss der heutigen Römperpassage zu besichtigen ist. Die im Heiligen Bereich gemachten Funde werden dort zusammen mit den baulichen Überresten seit 2003 in einer nach modernsten museumspĂ€dagogischen Aspekten multimedial inszenierten Ausstellung gezeigt.

Im weltweit einmaligen Gutenberg-Museum erhĂ€lt man einen Einblick in die von Johannes Gutenberg in Mainz erfundene Drucktechnik. Das Museum verfĂŒgt zudem ĂŒber eine der 48 erhaltenen Gutenbergbibeln. Umfangreiche Exponate zur Geschichte der Drucktechnik, der Typographie und des mechanischen Drucks ergĂ€nzen die Sammlungen des Museums.

Das Dom- und Diözesanmuseum im Kreuzgang des Mainzer Doms informiert ĂŒber die Geschichte der romanischen Bischofskirche und des Bistums Mainz. Der nĂ€rrischen Historie der Stadt ist das Mainzer Fastnachtsmuseum gewidmet. Daneben gibt es fĂŒr einen allgemeinen Überblick auch noch das Stadthistorische Museum auf dem GelĂ€nde der Zitadelle Mainz. Das Naturhistorische Museum ist das grĂ¶ĂŸte seiner Art in Rheinland-Pfalz. Schwerpunkte der Muesumsarbeit liegen in den Bio- und Geowissenschaften. Das Mainzer Garnisonsmuseum ist stilgerecht auf der Zitadelle in drei Kasematten zwischen dem Kommandantenbau und der Bastion Germanicus untergebracht und zeigt die ĂŒber 2000-jĂ€hrige Geschichte der Festungsstadt Mainz.

Literatur

Durch die besondere Verbindung der Stadt Mainz mit dem Wirken Gutenbergs widmet sich die Stadt im kulturellen Bereich intensiv der Literatur und der dazu gehörenden Druckkunst. Das nach dem 2. Weltkrieg in das Leben gerufene Johannisfest (3. Wochenende im Juni) widmet sich im kulturellen Programmbereich mit zahlreichen AktivitÀten der Literatur und dem Andenken Gutenbergs.

Der Mainzer Stadtschreiber ist ein 1984 gestifteter Literaturpreis der Fernsehsender ZDF, 3sat sowie der Stadt Mainz. Namhafte Autorinnen oder Autoren werden fĂŒr ein Jahr zur bzw. zum Mainzer Stadtschreiberin bzw. Stadtschreiber mit Wohnsitz im Stadtschreiberdomizil des Gutenberg-Museums in Mainz ernannt. Unter den Mainzer Stadtschreiberinnen und Stadtschreiber finden sich bekannte Autoren wie z.B. Sarah Kirsch (1988), Horst Bienek (1989), Peter HĂ€rtling (1995) oder Urs Widmer (2003).

ZusĂ€tzlich vergeben die Stadt Mainz sowie die Fernsehsender ZDF und 3sat den Literaturförderpreis der Stadt Mainz. Dieser Preis wird alle zwei Jahre vergeben. PreistrĂ€ger sind junge Mainzer Autorinnen und Autoren. Die Organisation obliegt dem LiteraturBĂŒro Mainz.

Die Mainzer Minipressen-Messe (MMPM) ist die grĂ¶ĂŸte Buchmesse der Kleinverlage und kĂŒnstlerischen Handpressen in Europa. Sie findet seit 1970 alle zwei Jahre am Mainzer Rheinufer statt. Im Rahmen dieser Messe vergibt die Stadt Mainz seit 1979 zu Ehren von Victor Otto Stomps den V.O. Stomps-Preis fĂŒr "herausragende kleinverlegerische Leistungen".

Im November findet das Literaturjahr in Mainz mit der Mainzer BĂŒchermesse im Rathaus seinen Ausklang. Diese Buchmesse wird seit 2001 in der heutigen Form von der Arbeitsgemeinschaft Mainzer Verlage organisiert, die dort ihre Werke vorstellen. Die Buchmesse steht jedes Jahr unter einem anderen Thema, welches in Form von VortrĂ€gen, Lesungen, Workshops usw. dem interessierten Publikum dargeboten wird.

Bauwerke, PlĂ€tze und sonstige SehenswĂŒrdigkeiten

Das LandtagsgebĂ€ude und ehemalige Deutschordenshaus, eines der vielen Beispiele fĂŒr Mainzer Barockarchitektur
Das LandtagsgebĂ€ude und ehemalige Deutschordenshaus, eines der vielen Beispiele fĂŒr Mainzer Barockarchitektur
Der noch fast vollstÀndig umbaute Mainzer Dom ragt von vielen Standpunkten aus dem HÀusermeer der Stadt hervor. Hier eine Ansicht von Nordwesten.
Der noch fast vollstÀndig umbaute Mainzer Dom ragt von vielen Standpunkten aus dem HÀusermeer der Stadt hervor. Hier eine Ansicht von Nordwesten.
Bedeutende SehenswĂŒrdigkeiten der Stadt
Kirchen Profanbauten PlÀtze & Sonstiges
Dom St. Martin und St. Stefan KurfĂŒrstliches Schloss Schillerplatz
St. Stephan (Chagallfenster) Deutschhaus (heute Landtag) Kirschgarten
St. Quintin Neues Zeughaus (heute Staatskanzlei) Römersteine
Augustinerkirche Erthaler Hof Sektkellerei Kupferberg
St. Peter Osteiner Hof Stadtpark
St. Ignaz Bassenheimer Hof Lennebergwald
Christuskirche Zitadelle Naturschutzgebiet Mainzer Sand
Johanniskirche Dalberger Hof Feuervogel am Rheinufer
Antoniterkapelle Eisenturm Römisches Theater Mainz (Ausgrabungen)
Karmeliterkirche Holzturm Kriegsmahnmal St. Christoph
St. Emmeran Eltzer Hof

Clubs und Diskotheken

FĂŒr Interessierte ist nicht nur am Wochenende was los, jeden Mittwoch ist in Mainz "Club- und Diskotag". Mittwochs ist der Eintritt in den Clubs vielerorts frei. Viele Besucher, auch von außerhalb locken Clubs wie das 50grad, der Starclub, die Safahi Lounge, das Red Cat, der Kumiklub oder auch der Groove City Club sowie das Caveau. Etwas alternativer geht es im "Schick & Schön" am SĂŒdbahnhof zu, in dem auch öfter Konzerte stattfinden. Aktuelle Tips bekommt man im Quakenet auf dem Raum Mainz.

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

Rosenmontagsumzug - Zugmarschall-Wagen
Rosenmontagsumzug - Zugmarschall-Wagen
  • Januar/Februar:Zahlreiche Fastnachts-Prunksitzungen (darunter "Mainz bleibt Mainz"); Rosenmontagsumzug ; FastnachtsbĂ€lle wie z.B. der Prinzengardenball in der Rheingoldhalle
  • Februar: Verleihung des deutschen Kleinkunstpreises im unterhaus
  • Mai: Mainzer Minipressen-Messe ; Gutenberg-Marathon
  • Mai/Juni: Open-Ohr-Festival in der Zitadelle
  • Mai/Juni: Feldbergstraßenfest in der Neustadt
  • Mai bis September: "Mainz lebt auf seinen PlĂ€tzen"
  • Juni: Johannisnacht (Volksfest)
  • Juli: Altstadtfest
  • Juli-August Skate Nights
  • August/September: Mainzer Weinmarkt
  • September: Finther Kerb (immer am 2. Wochenende); Interkulturelle Woche;Mainzer Museumsnacht
  • November/Dezember: Mainzer BĂŒchermesse;Weihnachtsmarkt

Sport

Der Mainzer Turnverein von 1817 ist der zweitĂ€ltester noch existierender Sportverein Deutschlands. Der MTV besteht aus den Sparten Turnen - Gymnastik , Badminton , Basketball , Fechten , Fußball , Handball , Kegeln , Modernes Sport- Karate , Ski , Tennis und Volleyball

Seit 2000 findet in Mainz alljÀhrlich der Gutenberg-Marathon statt.

Zu den Mainzer Chess Classics trifft sich jÀhrlich die Weltelite des Schach in der Rheingoldhalle

Fußball

Der 1. FSV Mainz 05 ist der erfolgreichste Fußballverein der Stadt Mainz. Die erste Mannschaft spielte seit ihrer GrĂŒndung nie tiefer als in der dritthöchsten Liga. Seit 2004 gehört sie der Bundesliga an, 2005 nahm sie am UEFA-Cup teil. Die zweite Mannschaft spielt derzeit in der Oberliga . In der Saison 2004/05 spielten alle Mannschaften der 05er in der höchstmöglichen Spielklasse.

Der SV Gonsenheim spielt derzeit in der fĂŒnftklassigen Verbandsliga. Damit ist das Team ebenso wie die A- und B-Junioren (jeweils in der Regionalliga, ebenso wie die 05-Teams) die am höchsten spielende Mainzer Mannschaft nach den 05ern. Von 1947 bis 1949 spielten die Gonsenheimer in der Oberliga .

Der SV Weisenau , der derzeit in der siebtklassigen Bezirksliga Rheinhessen spielt, gehörte vier Jahre lang der Oberliga und von 1963 bis 1970 der Regionalliga SĂŒdwest an. 1965 und 1967 (Platz 3!) standen die Weisenauer in der Tabelle vor den 05ern. Das gelang in der Nachkriegszeit keinem anderen Mainzer Verein.

Die FVgg. Kastel 06 aus dem von Wiesbaden verwalteten rechtsrheinischen Stadtgebiet spielte 1963/64, 1974/75 und von 1979 bis 1983 in der drittklassigen Amateurliga bzw. Amateur-Oberliga Hessen.

Leichtathletik

Der UniversitÀtssportclub Mainz stellte bereits mehrere Teilnehmer an Olympischen Spielen , darunter Ingrid Mickler-Becker , Olympiasiegerin mit der 4x100m-Staffel 1972, Lars Riedel, Diskus -Olympiasieger 1996, Marion Wagner und Florence Ekpo-Umoh .

Basketball

Die ersten beiden Damenmannschaften des ASC Theresianum Mainz spielen in der 2. Bundesliga und Regionalliga. Das Herrenteam spielt ebenfalls in der Regionalliga.

Baseball

Die Mainz Athletics zĂ€hlen zu den sĂŒddeutschen Spitzenmannschaften. Seit 1994 sind sie jedes Jahr in der Playoff-Runde um die Deutsche Meisterschaft vertreten.

Rudern

Der Mainzer Ruder-Verein von 1878 ist seit 1912 im internationalen Spitzensport vertreten.

Weitere Vereine

  • Deutscher Alpenverein Sektion Mainz -- Bergsteigen , Klettern , Wandern , Hochtouren , Expeditionen , Skisport
  • Polizei-Sportverein Mainz e.V.
  • Postsportverein Mainz e. V. -- gegrĂŒndet 1927;
  • TCEC Mainz: Triathlon-Verein

Persönlichkeiten

Zu Personen, die in Mainz geboren sind oder in dieser Stadt gewirkt haben siehe:

Literatur

  • StĂ€dtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland; Band IV 3. Teilband aus "Deutsches StĂ€dtebuch. Handbuch stĂ€dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit UnterstĂŒtzung des Deutschen StĂ€dtetages, des Deutschen StĂ€dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1964
  • Mainz - Die Geschichte der Stadt; Hrsg.: Franz Dumont, Ferdinand Scherf, Friedrich SchĂŒtz; 2. Aufl.; Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1999, ISBN 3-8053-2000-0
  • Das Bistum Mainz; Friedhelm JĂŒrgensmeier; Knecht Verlag, Frankfurt/ Main 1988, ISBN 3-782-00570-8
  • Das BĂŒrgerhaus in Mainz (= Das deutsche BĂŒrgerhaus XVIII); Ernst Stephan; Wasmuth, TĂŒbingen 1974 ISBN 3-8030-0020-3 (ISBN bezieht sich auf die Wiederauflage von 1982)
  • Wenn Steine reden könnten - Mainzer GebĂ€ude und ihre Geschichten; Hrsg.: GĂŒnther Gillessen; Verlag Philipp von Zabern; Mainz 1991, ISBN 3-8053-1206-7
  • Mainz : Persönlichkeiten der Stadtgeschichte; Wolfgang Balzer; Verlag KĂŒgler, Ingelheim 1985-1993
    • Band 1: Mainzer EhrenbĂŒrger, Mainzer KirchenfĂŒrsten, militĂ€rische Persönlichkeiten, Mainzer BĂŒrgermeister, ISBN 3-924124-01-9
    • Band 2: Personen des religiösen Lebens, Personen des politischen Lebens, Personen des allgemein kulturellen Lebens, Wissenschaftler, Literaten, KĂŒnstler, Musiker, ISBN 3-924124-03-9
    • Band 3: GeschĂ€ftsleute, epochale Wegbereiter, Baumeister, Fastnachter, Sonderlinge, Originale, ISBN 3-924124-05-1
  • Die Mainzer Stadtteile; Claus Wolf; Emons Verlag, 2004, ISBN 3897053616
  • Die Neustadt gestern und heute; 125 Jahre Mainzer Stadterweiterung (Festschrift); Hrsg.: Hedwig BrĂŒchert; Sonderheft der Mainzer GeschichtsblĂ€tter, Veröffentlichungen des Vereins fĂŒr Sozialgeschichte Mainz; Mainz 1997
  • Vierteljahreshefte fĂŒr Kultur, Politik, Wirtschaft, Geschichte; Hrsg.: Stadt Mainz; Verlag Krach 1981- , ISSN 0720-5945
  • eine umfangreiche weiterfĂŒhrende Literaturliste findet sich hier

Weblinks

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Commons: Mainz – Bilder, Videos oder Audiodateien
Wiktionary: Mainz – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

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Hotel Restaurant Zum Babbelnit 55126 Mainz   06131 / 40000
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