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Letzte Änderung für Artikel Diether von Isenburg: 13.02.2006 10:11

Diether von Isenburg

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Diether von Isenburg (* 1412 in B├╝dingen; ÔÇá 7. Mai 1482 in Aschaffenburg) war zweimal Erzbischof von Mainz und war ma├čgeblich an der Mainzer Stiftsfehde beteiligt. Au├čerdem war er Kurf├╝rst und Erzkanzler der Deutschen Nation .

Diether wurde schon fr├╝h f├╝r den geistlichen Stand bestimmt, er studierte in K├Âln und dann in Erfurt, wo er 1434 Rektor wurde, begab sich dann nach Mainz, wo er seit 1427 Domherr war, ab 1453 dann Kustos der Domkirche.

Nachdem er sich verpflichtet hatte, dem Bund Dietrichs von Erbach mit dem Markgrafen Albrecht Achilles von Brandenburg gegen den Kurf├╝rsten Friedrich von der Pfalz beizutreten wurde Diether am 18. Juni 1459 mit knapper Mehrheit vor Adolf Graf von Nassau zum Erzbischof und Kurf├╝rsten von Mainz gew├Ąhlt, jedoch nie vom Papst best├Ątigt.

1461 berief von Isenburg in N├╝rnberg einen F├╝rstentag ein, auf dem er f├╝r eine Reichs- und Kirchenreform warb. So verlangte er hier energisch die Abschaffung der p├Ąpstlichen Annatenforderungen durch ein allgemeines Konzil .

Durch seine kritische Position zu Papst Pius II. und Kaiser Friedrich III. kam es zum Eklat, zur sog. Mainzer Stiftsfehde. Nachdem er sich weigerte seine Reformbestrebungen aufzugeben wurde Diether am 21. August 1461 durch den Papst gebannt und abgesetzt. Er setzte diesem Verfahren Gewalt entgegen, und es entstand ein verheerender Krieg zwischen ihm und dem vom Papst eingesetzten neuen Erzbischof Adolf von Nassau und ihren beiderseitigen Verb├╝ndeten, in dem Diether letztlich unterlag. Adolfs Truppen eroberten in der Nacht zum 28. Oktober 1462 die Stadt Mainz. Bis dahin hielten ihm die Mainzer B├╝rger die Treue, doch nun mussten er und seine Freunde – unter ihnen auch Johannes Gutenberg  – aus der Stadt fl├╝chten. 400 Menschen fanden in dieser Nacht den Tod, 400 weitere wurden aus der Stadt vertrieben.

Als Adolf von Nassau 1475 auf dem Sterbebett lag, hat er seinen Vorg├Ąnger und einstigen Widersacher Diether als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Am 9. November 1475 wurde Diether von Isenburg dann tats├Ąchlich erneut zum Erzbischof gew├Ąhlt. Dieses Mal wurde seine Wahl durch Papst Sixtus IV. best├Ątigt.

Er war nun nicht mehr bestrebt, weitreichende Reformen durchzusetzen und bem├╝hte sich fortan um die Durchf├╝hrung strenger Kirchenzucht. So veranlasste er u. a. die Beendigung der " Niklash├Ąuser Wallfahrt " von 1476 und leitete den Ketzerprozess gegen Johann von Wesel . In Rom war er zeitweilig primus inter pares .

1477 stiftete Diether zu Mainz eine Universit├Ąt .

Nach seinem Tode 1482 wurde Diether von Isenburg im Mainzer Dom beigesetzt.

Weblinks


Hinweis: Die Schreibweise des Namens ist nicht ganz klar, einige Quellen schreiben ihn als Diether von Ysenburg. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass das Ypsilon im Namen erst viel sp├Ąter kam. Siehe auch in der Diskussion .

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Diether von Isenburg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Diether von Isenburg verfügbar.

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