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Letzte Änderung für Artikel Zitadelle Mainz: 09.01.2006 21:22

Zitadelle Mainz

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Die Mainzer Zitadelle
Die Mainzer Zitadelle
Das Haupttor der Zitadelle
Das Haupttor der Zitadelle
Der Drusustein auf der Drusus-Bastion
Der Drusustein auf der Drusus-Bastion

Die Mainzer Zitadelle liegt am Rand der heutigen Altstadt und in unmittelbarer N├Ąhe des S├╝dbahnhofs. Das Festungswerk wurde in seiner heutigen Form um 1660 errichtet und ist neben dem Dom das bedeutendste historische Bauwerk in Mainz. Die Zitadelle war Bestandteil der Festung Mainz.

Der Jakobsberg, auf dem die Zitadelle errichtet wurde, war im Mittelalter nur von einem Benediktinerkloster besiedelt (seit 1050). Auf halber H├Âhe lag das B├╝hnentheater des r├Âmischen Mogontiacum , das zum damaligen Zeitpunkt noch in Resten sichtbar gewesen sein d├╝rfte. Der Jakobsberg war nicht in den Ring der Stadtmauer eingeschlossen und nur sehr leicht umwallt. Diese Lage unmittelbar vor den Toren der Stadt lie├č eine strategische L├╝cke offen, da ein Angreifer den H├╝gel f├╝r einen Einfall nach Mainz hinein oder f├╝r eine Beschie├čung h├Ątten nutzen k├Ânnen. Der Bau der "Schweickhardtsburg" unter Leitung des Domkapitulars Adolph von Waldenburg in den Jahren 1620-29 schloss diese L├╝cke vorerst ab und verband den H├╝gel mit der Stadtbefestigung. Den Namen bekam die f├╝nfeckige, unregelm├Ą├čige Wehranlage vom Bauherrn, dem Mainzer Kurf├╝rsten Johann Schweickhardt von Kronberg .

Um 1655 veranlasste Kurf├╝rst Johann Philipp von Sch├Ânborn die Umwallung der gesamten Stadt Mainz mit Bastionen nach franz├Âsischer Bauart. Im Zuge dieses Festungsbaus wurde die Schweickhardtsburg zur regelm├Ą├čigen, viereckigen "Zitadelle", wie wir sie heute kennen, ausgebaut. Das Jakobskloster und den auf der Bastion Drusus stehenden r├Âmischen Kenotaph , den "Drususstein", lie├č man innerhalb der Festungsanlage unber├╝hrt stehen. ├ťber dem zur Stadt hin liegenden Tor wurde 1696 unter Kurf├╝rst Lothar Franz von Sch├Ânborn ein Bau f├╝r den Festungskommandanten errichtet. Die schon seit 1660 bestehende Toranlage wurde dabei geschickt in den Neubau integriert. Im Inneren der Zitadelle stand bis zur Belagerung von Mainz 1793 noch das Jakobskloster, das durch den starken Beschuss aber gr├Â├čtenteils zerst├Ârt wurde. Der stehen gebliebene Abts- und Fremdenbau wurde fortan nur noch milit├Ąrisch genutzt. Im S├╝dteil des Hofes war ein barocker Garten angelegt, der noch auf einem Plan von 1804 zu sehen ist.

Als nach den Befreiungskriegen Mainz 1816 Festung des Deutschen Bundes wurde, zogen Preu├čen und ├ľsterreicher in die Zitadelle ein und nutzten sie als Kaserne. Zu diesem Zweck errichteten die ├ľsterreicher 1861 die bombensichere "Citadellkaserne"; als Kasino und K├╝che diente der kleine Bau neben ihr.

Auf der Zitadelle wurde noch 1914 eine "Doppelkompaniekaserne" gebaut; daf├╝r mussten die letzten ├ťberreste des Klosters weichen. Allerdings wurden zahlreiche Architekturelemente des Abts- und Fremdenbaus in den Kasernenbau integriert. W├Ąhrend des Ersten Weltkrieges und des Zweiten Weltkrieges diente die Zitadelle als Kriegsgefangenenlager.

Mit dem Versailler Vertrag von 1919 - und der damit einhergehenden Niederlegung der Festungswerke in und um Mainz - endet die milit├Ąrische Geschichte der Mainzer Zitadelle. Allerdings suchten noch in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges die Mainzer in den unterirdischen G├Ąngen der Bastion Drusus, die als Luftschutzr├Ąume ausgebaut worden waren, Schutz vor den Bombenangriffen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmte die franz├Âsische Besatzungsmacht die Anlage (bis 1955). Heute geh├Ârt die Zitadelle der Stadt Mainz und beherbergt zahlreiche st├Ądtische ├ämter. Die Mainzer Zitadelle steht bereits seit 1907 unter Denkmalschutz . Der Graben im s├╝dlichen Teil der Zitadelle steht seit Mitte der 80er Jahre unter Landschaftsschutz . Im Bau D vor dem "Drusus-Stein" ist heute das Stadthistorische Museum untergebracht.

Die Zitadelle und ihre Umgebung dokumentiert die Mainzer Stadtgeschichte auf kleinstem Raum: angefangen von dem r├Âmischen Ehrenmal "Drususstein" ├╝ber die Kasernenbauten der Bundesfestungszeit im 19. Jahrhundert bis hin zu den Luftschutzr├Ąumen des Zweiten Weltkrieges.

Literatur

  • Initiative Zitadelle Mainz e.V.(Hg.): Zitadelle Mainz. 2000 Jahre Mainzer Geschichte auf engstem Raum. Mainz 2004.

Weblinks


Koordinaten: 49┬░ 59' 35" N, 8┬░ 16' 27" O

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