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Letzte Änderung für Artikel Fort Asterstein: 15.02.2006 09:09

Fort Asterstein

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Fort Asterstein
Fort Asterstein
Der Innenhof w├Ąhrend der Restaurierungsarbeiten
Der Innenhof w├Ąhrend der Restaurierungsarbeiten
Eine Seitencaponiere des Forts
Eine Seitencaponiere des Forts
Die Aussenwand des Forts
Die Aussenwand des Forts

Das Fort Asterstein in Koblenz war Teil der der preu├čischen Festung Koblenz. Es liegt im nach dem Fort benannten Koblenzer Stadtteil Asterstein unweit der Festung Ehrenbreitstein.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Fort Asterstein wurde ebenso wie die benachbarte Festung Ehrenbreitstein in neupreu├čischer Manier errichtet. Die Bauzeit dieses auf der rechten Seite des Rheins liegenden Bauwerks f├Ąllt in die Jahre 1818 bis 1828 . Seinen Namen erhielt das Fort 1847 zu Ehren des preu├čischen Generals Ernst Ludwig von Aster, der sich unter anderem als Inspekteur der preu├čischen Festungen im Rheinland w├Ąhrend des Baus der Festung Koblenz Verdienste erworben hatte.

Mit anderen Werken auf dem Asterstein, der damals noch zur Pfaffendorfer H├Âhe geh├Ârte, wie dem Fort Rheinhell, dem Werk Glockenberg und der Bienhornschanze, die im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden, sicherte das Fort die St├Ądte Koblenz und Ehrenbreitstein gegen Beschu├č und bildete einen s├╝dlichen Au├čenposten des Ehrenbreitsteins.

Den entscheidendsten Umbau erfuhr das Fort um 1870 , als der Wall im Osten verl├Ąngert wurde und eine zweite Front entstand. Im Zusammenhang damit erhielt der Wall Traversen zur Deckung gegen seitlichen Beschu├č. Au├čerdem wurde der das feindliche Feuer anziehende linke Flankenturm niedergelegt und durch ein niedriges Erdwerk ersetzt.

Vom Fort Asterstein sind wegen der 1927 erfolgten Entfestigung und sp├Ąterer Ver├Ąnderungen lediglich das Reduit, der Torbau (dessen s├╝dwestliche Kasematte 1944 bei einem Bombenangriff zerst├Ârt wurde), ein Teil der linken Flanke des Walles und das linke Flankierungswerk (Erdwerk) erhalten. Die Au├čenwerke sind beinahe vollst├Ąndig verschwunden. Noch bis zum Ende der 1960er Jahre war das Fort von Koblenzer Familien bewohnt und wurde schlie├člich in den folgenden Jahren dem Verfall preisgegeben.

Seit 1996 k├╝mmert sich ein Verein um den Erhalt und Restaurierung der Anlage. Erste Nutzungen wie F├╝hrungen, die Stadtranderholung der Arbeiterwohlfahrt Koblenz und bald auch Konzerte und andere Veranstaltungen sind seit einigen Jahren wieder m├Âglich.

Der Bau

Das Fort bestand aus einem Wall mit einer Front und zwei Flanken und nach einem Umbau um 1870 aus zwei Fronten und zwei Flanken. Dem Graben war ein gedeckter Weg mit darunterliegendem Gegenminensystem vorgelagert. Zur Grabenverteidigung gab es eine Grabenwehr auf dem Grabenboden vor der Front sowie Stellungen in den Grabenmauern, die jeweils unterirdisch mit dem Reduit verbunden waren. In den Hof hinter dem Wall f├╝hrte ein eigenes Torgeb├Ąude. Vom Hof liefen Rampen auf die Gesch├╝tzstellungen, die nach vorn gedeckt waren und nach 1870 als seitliche Deckungen noch Traversen erhielten. Unterirdisch waren Munitionsr├Ąume eingebaut.

Das zweist├Âckige, kasemattierte Reduit lag in der R├╝ckseite des Forts. Es besteht aus einem runden Bau auf der Basis eines Dreiviertelkreises und zwei an die Kehle anschlie├čenden Traditoren auf rechteckigem Grundri├č, die der Sicherung der Kehle dienten. Die Front des Reduits weist Gesch├╝tz- und Gewehrscharten auf. Auf dem erdbeckten Dach befanden sich weitere Gesch├╝tzstellungen hinter einer Brustwehrmauer.

Die Kehle des Reduits war durch den um das gesamte Fort laufenden und um einen Graben des Reduits erg├Ąnzten Graben sowie eine Zugbr├╝cke gesichert. Die Kehlmauer ist bewu├čt niedrig gehalten, damit in dem Fall, da├č der Feind das Fort besetzt hatte, die Gesch├╝tze der Ostfront der Feste Ehrenbreitstein ins Fort wirken konnten.

Die Kasematten waren, wie in der Festung Koblenz und Ehrenbreitstein ├╝blich, Gesch├╝tzstellungen, die auch zu Wohnzwecken geeignet waren und dann auch bis 1918 als Kasernenstuben dienten.

Die Kellerr├Ąume dienten als Magazinr├Ąume. Unter dem rechten Traditor liegt die Zisterne, die aus dem Blindtal heraufgepumptes und ab 1866 vom Riddelsorn bei Koblenz-Arenberg her├╝bergeleitetes Trinkwasser speicherte. Von einem Rundgang im Untergescho├č des Rundbaus gingen Mineng├Ąnge unter den Hof des Forts ab, von denen einer freigelegt ist.

Der kreisrunde Grundriss des Reduits, ├Ąhnlich jenem der leider zerst├Ârten Bubenheimer Flesche, erkl├Ąrt sich aus dem Bed├╝rfnis, diesen als R├╝ckzugsstellung hinter dem Wall des Forts gedachten Bau nach allen Richtungen verteidigen zu k├Ânnen. Kunsthistorisch gibt es in der Form vage Bez├╝ge zur Revolutionsarchitektur, z.B. zu einem Entwurf eines runden Gef├Ąngnisses von August von Voit , das so genannten "panoptischen" Tendenzen um 1800 zur Gestaltung von Bauten wie Gef├Ąngnissen, Arbeitsh├Ąusern, Spit├Ąlern etc. folgt, wobei Voit selbst den Typus des Turmreduits zum Vorbild nahm. An eine ├ťberwachung und Einschlie├čung der Soldaten im Sinne eines Gef├Ąngnisses war im Fort Asterstein freilich nicht gedacht. Den Prinzipien der Heeresreform von 1808 folgend, bietet das Reduit eine fast heiter wirkende Innenansicht, deren Gestaltung mit rustizierter Blendarkarde und glatt geputzten Bogennischen Ankl├Ąnge an barocke Fassaden wie die des Marstalls von Schloss Wei├čenstein bei Pommersfelden aufweist. Der Torbau zeigt eine rundbogige Durchfahrt und Fassaden mit Pilastern, einfach toskanischen Kapitellen, Architrav und Putzrustika. Zusammen mit den beiden Fl├╝gelbauten und dem Torbau verf├╝gte die Anlage ├╝ber insgesamt 51 Wohn- und Verteidigungskasematten.

Vom Fort sind nach der Zerst├Ârung gro├čer Teile insbesondere von Wall und Graben , infolge des Versailler Vertrags im Jahr 1927 nur das in der R├╝ckseite gelegene Reduit, ein dreiviertelkreisf├Ârmiges und doppelst├Âckiges Geb├Ąude mit kombinierten Gesch├╝tz- und Wohnkasematten , sowie Teile des Haupttors zur Wallanlage erhalten. Trotz der Substanzverluste und Jahren des Verfalls ist die Funktion der Anlage noch in vielen Details klar zu erkennen.

Literatur

  • Manfred B├Âckling: Fort Asterstein. Zu einem Teil der preu├čischen Festung Koblenz. - In: Landeskundliche Vierteljahrsbl├Ątter 43 (1997). S. 9-24.
  • J├╝rgen Klee: Die preu├čische Befestigung auf der Pfaffendorfer H├Âhe, Fort Asterstein. - In: Neue Forschungen zur Festung Koblenz und Ehrenbreitstein. Band 1. Hrsg. von Burgen, Schl├Âsser, Altert├╝mer Rheinland-Pfalz und der Deutschen Gesellschaft f├╝r Festungsforschung. 2., ├╝berarb. Aufl. Regensburg: Schnell & Steiner 2005. S. 63-88. ISBN 3-7954-1764-3
  • Thomas Tippach (Diss.): Koblenz als preussische Garnison- und Festungsstadt Wirtschaft, Infrastruktur und St├Ądtebau. 2000 (Reihe: St├Ądteforschung, Reihe A: Darstellungen Band 53), ISBN 3-412-08600-2
  • Klaus T. Weber (Diss.): Die preu├čischen Festungsanlagen von Koblenz (1815-1834). (Reihe: Kunst- und Kulturwissenschaftliche Forschungen) 2003, ISBN 3-89739-340-9
  • R├╝diger Wischemann: Die Festung Koblenz. Vom r├Âmischen Kastell und Preu├čens st├Ąrkster Festung zur gr├Â├čten Garnison der Bundeswehr, Koblenz 1978 (Anm.: In vielen Dingen ├╝berholt, aber immer noch die beste Darstellung f├╝r einen ├ťberblick)

Siehe auch

  • Fachbegriffe Festungsbau
  • Liste von Festungen

Weblinks


Koordinaten: 7┬║ 36' 54" E, 50┬║ 21' 16" N

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