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Letzte Änderung für Artikel Manderscheider Burgen: 03.11.2005 18:16

Manderscheider Burgen

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Nahe der Eifelstadt Manderscheid befinden sich die Ruinen zweier Burgen , deren Geschichte und Lage zueinander den mittelalterlichen Interessenskonflikt zwischen dem Kurf├╝rstentum Trier und dem Herzogtum Luxemburg widerspiegelt.

Inhaltsverzeichnis

Die Oberburg

Ruine der Oberburg Manderscheid
Ruine der Oberburg Manderscheid

Beschreibung

Die Oberburg befindet sich auf einer zu ihrem Bau abgeflachten Bergspitze. Sie besa├č, wie heute noch an den Ruinen zu erkennen ist, eine fast Dreiecksf├Ârmig angelegte Au├čenmauer sowie einen, inzwischen wieder begehbar gemachten, f├╝nfst├Âckigen Burgfried . Vom Burgfried aus hat man eine herrvoragende Aussicht auf die Niederburg, die Stadt Manderscheid und die wundersch├Âne Landschaft.

Geschichte

Erstmals belegt ist der Ortsname Manderscheid in einer Schenkungsurkunde Ottos II. an den Erzbischof und Kurf├╝rsten von Trier aus dem Jahr 973 . Hiermit geht nicht, wie in der Literatur mehrfach zu lesen, die Erstnennung der Burg einher. Sie wird historisch erst w├Ąhrend der, um die Abtei St. Maximin vor Trier gef├╝hrten Fehde zwischen Graf Heinrich dem Blinden von Namur-Luxemburg und Erzbischof Albero von Trier, zwischen 1141 und 1146 fassbar (vgl. Gesta Alberonis auctore Balderico, in: MGH SS VIII, S. 253). Die Edelfreien von Manderscheid erscheinen erstmals 1142 in der Zeugenliste einer Schenkungsurkunde. Der Ort Obermanderscheid wurde kurtrierisches Amt , allerdings befand sich der Verwaltungssitz nicht auf der Burg, sondern in der Kellerei (Kellnerei) des benachbarten Ortes, dem Kurf├╝rst Balduin 1332 Stadtrechte verlieh (Nach anderen Quellen tat dies K├Ânig Ludwig der Bayer ). Die hiesigen Besitzungen des Kurf├╝rsten von Trier stellten quasi einen Br├╝ckenkopf im sie umgebenden luxemburgischen Hoheitsgebiet dar. 1673 wurde die Burg, immer noch im Besitz Kurtriers, endg├╝ltig von franz├Âsischen Truppen zerst├Ârt.

Heutzutage

Die Ruine der Oberburg wurde 1921 von der Gemeinde Manderscheid, in deren Besitz sie sich befindet, grundlegend hergerichtet und ist frei zug├Ąnglich.

Die Niederburg

Ruine der Niederburg Manderscheid
Ruine der Niederburg Manderscheid

Beschreibung

Die Niederburg liegt auf einem Fels im Liesertal unterhalb der Oberburg in Steinwurfweite zur Oberburg. Sie ist aber durch das Fl├╝sschen Lieser, das die Niederburg von drei Seiten umgibt, von dem der Oberburg getrennt. Diese Tallage hatte einst den Vorteil, den Verkehr kontrollieren und im Konfliktfall absperren zu k├Ânnen.

Geschichte

1173 (Nach anderen Quellen 1133 ) findet die Niederburg erstmals urkundliche Erw├Ąhnung. Sie ist der Stammsitz des f├╝r die Eifel und teilweise dar├╝ber hinaus im Mittelalter bedeutend gewordenen Geschlechts der Herren von Manderscheid, die hier als V├Âgte der Abtei Echternach auf luxemburgischem Hoheitsgebiet regierten. Der Abtei waren im Laufe der Zeit gro├če Gebiete des Gaus Bedense (Bitburg), einschlie├člich des Teilortes Niedermanderscheid, aus k├Âniglichem Besitz geschenkt worden. Ein erheblicher Ausbau der Burg und der Befestigungsanlagen erfolgte unter Wilhelm V. von Manderscheid, der sie auch ├╝ber den Teilort Niedermanderscheid ausdehnte. Von 1346 bis 1348 erfuhr die Burg eine Belagerung durch Truppen des bereits genannten Kurf├╝rsten Balduin von Trier, welche sie aber uneingenommen ├╝berstand. 1457 schlie├člich wurde Dietrich III. von Manderscheid der Reichsgrafentitel verliehen. Dieser hatte drei S├Âhne, so dass sich nach seinem Tode das Manderscheider Geschlecht entsprechend der ihnen zugefallenen Teile des urspr├╝nglichen Herrschaftsgebietes in die Linien Manderscheid-Kail (Sohn Wilhelm), Manderscheid-Schleiden (Sohn Cuno) und Manderscheid-Blankenheim (Sohn Johann) aufteilte. Die Niederburg verblieb im Besitz der Herren von Manderscheid-Blankenheim, welche sie allerdings, nicht mehr von ihnen bewohnt, verfallen lie├č. Als letzte aus der Linie Manderscheid-Blankenheim regierte Gr├Ąfin Augusta, bevor sie mit ihrer Familie 1749 vor den herannahenden franz├Âsischen Truppen auf die L├Ąndereien ihres Ehemannes, des Grafen von Sternberg , nach B├Âhmen fliehen musste. Die Burg wurde von den Franzosen zerst├Ârt.

Heutzutage

Die Ruine der Niederburg befindet sich seit 1899 im Besitz des Eifelvereins und wird von diesem langsam, aber kontinuierlich restauriert. Die Burg ist au├čer Dienstags tags├╝ber entgeltlich zur Besichtigung zug├Ąnglich; es werden dort regelm├Ą├čig Veranstaltungen abgehalten, u. a. ein Mittelalterfest am letzten Augustwochenende jedes Jahres.

Weblinks

siehe auch: Liste der Burgen und Schl├Âsser
Koordinaten: 50┬░ 5ÔÇ▓ 32" n. Br., 6┬░ 49ÔÇ▓ 6" ├Â. L.

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