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Letzte Änderung für Artikel Burg Pyrmont: 03.02.2006 13:38

Burg Pyrmont

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Die Burg Pyrmont
Die Burg Pyrmont

Die Burg Pyrmont steht westlich von M├╝nstermaifeld nahe Roes und Pillig auf einem Schieferfelsen ├╝ber dem Wasserfall des Eltzbachs in der s├╝dlichen Eifel und wird oft als "die sch├Ânste Ruine der Eifel" bezeichnet. Sie geh├Ârt zur Markung der Ortsgemeinde Roes (Eifel) (Landkreis Cochem-Zell).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Errichtet wurde die Burg Ende des 12. Jahrhunderts auf pfalzgr├Ąflichem Territorium durch Kuno von Sch├Ânburg, dessen Sohn Kuno II. sich als erster seiner Familie "Herr zu Pyrmont" nannte. 1225 wurde die Burg erstmals erw├Ąhnt.

Kuno VI. von Pyrmont verf├╝gte 1441 per Testament, wie sein Erbe (und damit auch Burg Pyrmont) unter seinen drei z├Ąnkischen S├Âhnen Heinrich VI., Johann und Friedrich aufzuteilen sei, um den Stammsitz des Geschlechts vor Erbteilung zu bewahren. Doch das hinderte die Streith├Ąhne nicht daran, nach dem Tod ihres Vaters im die Burganlage zu zanken. ├ťber Heinrich VI. von Pyrmont wurde wegen der Erbstreitigkeiten sogar die Reichsacht verh├Ąngt und die Verwaltung seines Burganteils an seinen Bruder Friedrich ├╝bertragen.

Friedfertigere Zeiten sah die Anlage erst wieder in der 2. H├Ąlfte des 15. Jahrhunderts , als der von Kaiser Maximilian I. in den Stand eines Freiherren erhobenen Heinrich VI. Herr von Pyrmont war. Obwohl seine Ehen mit zwei S├Âhnen gesegnet waren, sollte doch schlie├člich seine Tochter Elisabeth den Pyrmonter Besitz erben. Da sie mit Philipp von Eltz verheiratet war, fiel die Burg somit an dieses bedeutende Grafengeschlecht.

Doch auch die Eltzer waren sich nicht immer ├╝ber die Verteilung ihres Erbes einig. 1652 verkaufte eine der Eltzer Erbinnen aufgrund der anhaltenden Streitigkeiten ihren Anteil an Mitglieder der Familie Waldbott von Bassenheim , die zwei Jahre sp├Ąter aufgrund dieses Besitzes zu Reichsfreiherren ernannt wurden.

Ein anderer Eltzer Anteil an Burg Pyrmont gelangte 1695 an Kurtrier und wurde 1710 ebenfalls von der Familie Waldbott-Bassenheim erworben.

Die Waldbott-Bassenheimer begannen 1712 damit, die mittelalterliche Burg in ein repr├Ąsentatives Schloss umzubauen. So wurde der Palas auf drei Geschosse erh├Âht und mit gro├čen Fenstern ausgestattet. Die heutige Freitreppe an seiner S├╝dseite stammt ebenfalls aus dieser Zeit.

W├Ąhrend der Zeit der Franz├Âsischen Revolution flohen die Besitzer 1789 vor den franz├Âsischen Truppen auf ihre rechtsrheinischen Besitzungen, und nur f├╝nf Jahre sp├Ąter wurde die Burg zu franz├Âsischem Nationaleigentum erkl├Ąrt. Es folgte das Schicksal, das viele linksrheinisch gelegene Burganlagen mit ihr teilten: 1810 wurde sie mit sieben Hektar Land f├╝r 4550 Franken auf Abbruch versteigert. Der neue Eigent├╝mer F. G. S. Weckbecker aus M├╝nstermaifeld verkaufte alles Verwertbare. Die Reste der Geb├Ąude verfielen zusehends.

1818 kaufte Karl von Waldbott-Bassenheim die Burg zur├╝ck. Ihm sollten noch viele Besitzer folgen, doch niemand von ihnen baute die Ruine wieder auf. Erst die Familie des Architekten Franz Krause, der unter anderem als Zeichner f├╝r dieKunstdenkm├Ąler der Rheinprovinz t├Ątig war, machte ab 1912 einen Teil der heruntergekommenen Burganlage wieder bewohnbar. Doch es fehlten die finanziellen Mittel f├╝r weitere wichtige Sanierungen.

1963 nahmen sich die beiden D├╝sseldorfer Architekten Prof. Dr. Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg der noch verbliebenen Reste der Burg Pyrmont an. Nach dem Kauf begannen sie mit Sicherungsarbeiten und einem allm├Ąhlichen Wiederaufbau insbesondere der Kernburg. Im Jahr 1990 wurde das Burgareal f├╝r Besucher ge├Âffnet. In den Innenr├Ąumen k├Ânnen heute alte M├Âbel und Ausstattungsteile besichtigt werden, die die R├Ąume mit Geschichte f├╝llen und zum Teil an die vergangenen Burgeigent├╝mer erinnern. In der wieder errichteten Vorburg hat ein Restaurant seine Tore ge├Âffnet.

Bauliche Beschreibung

Die unregelm├Ą├čig rechteckige Anlage wurde im typischen Stil der Stauferzeit erbaut. Der 24 Meter hohe, runde Bergfried folgt dem Typus des Donjon und war der erste seiner Art im gesamten Mittelrheingebiet. Er besitzt zwei Gew├Âlbe und ist mit Kaminen ausgestattet. Er trug zuletzt ein Kegeldach. In seinem Schatten ist auch heute noch der 49 Meter tiefe Sodbrunnen erhalten.

Ein ab dem 15. Jahrhundert entstandener Zwinger mit Rundt├╝rmen sch├╝tzte die Kernburg . Ein tiefer Halsgraben trennt Kernburg und Zwinger von der Vorburg, die im Zuge des Wiederaufbaus neu errichtet wurde.

Teich der Burg Pyrmont
Teich der Burg Pyrmont

Der Zwinger nahm einst auch Wohn- und Wirtschaftsgeb├Ąude auf, von denen nur der gro├če Fuderkeller erhalten ist. Unter dem modernen Verwalterhaus befindet sich das alte Nordtor, das bis zur Erweiterung der Burg ab dem 15. Jahrhundert der eigentliche Zugang war.

Die auf dem Felsen hoch ├╝ber dem Zwinger errichtete Kernburg besteht aus dem ehemals dreist├Âckigen Palas , dem daran angeschlossenen K├╝chenbau und dem Bergfried. Mit dem barocken Ausbau der Burg ab 1712 hatten Palas und K├╝chenbau ein Dach erhalten, das bis zur Spitze des Bergfrieds reichte. Die Fassaden wurden im Barock durch Einbau neuer Fenster vereinheitlicht. Palas und K├╝chenbau sind nur in zwei Stockwerken und mit einem Flachdach wiederhergestellt. Die Reste des dritten Stockwerks erinnern daran, dass die Burg lange Zeit Ruine war.

Der Palas besteht im Erdgeschoss aus einer Eingangshalle, dem Rittersaal und kleineren R├Ąumen; an ihn angebaut ist der Rest der Burgkapelle. Im Erdgeschoss des K├╝chenbaus ist in der alten Kubatur eine K├╝che eingerichtet.

Unterhalb der Burg liegt noch ein von Trockenmauern gest├╝tzter, offenbar nie vollendeter Garten des 18. Jahrhunderts , darunter ein Fischteich. Im S├╝d- und Westhang sind noch Spuren des bis ins 18. Jahrhundert bei der Burg betriebenen Weinbaus erkennbar.

Literatur

  • Rolf Italiaander: Burg Pyrmont in der Eifel. - Roes: Edition Pyrmont 1965.
  • Bernhard Gondorf: Burg Pyrmont in der Eifel. Ihre Geschichte und ihre Bewohner. - K├Âln: Bachem 1983.
  • Bruno Krekler: Burg Pyrmont. Rettung eines Baudenkmals. - Roes: Edition Pyrmont [1990].
  • Bernhard Gondorf: Burg Pyrmont. 3. Aufl. - M├╝nchen: Deutscher Kunstverlag 1997 (=Gro├če Baudenkm├Ąler, Heft 392).
  • Kordel, Mathhias: Die sch├Ânsten Schl├Âsser und Burgen in der Eifel. 1. Auflage. Wartberg Verlag GmbH, Gudensberg-Gleichen 1999. S. 62-63. ISBN 3861344823
  • Harald Schneider : Die Meisterschn├╝ffler, Band 1 ÔÇô Abenteuer in der Burgruine, 2004, ISBN 3-937640-06-1

Weblinks

Commons: Burg Pyrmont ÔÇô Bilder, Videos oder Audiodateien


Koordinaten: 50┬░ 14' 14.49" N 7┬░ 17' 17.32" O

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