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Letzte Änderung für Artikel Burg Meistersel: 19.02.2006 11:47

Burg Meistersel

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Mauerrest des Palas in der Oberburg
Mauerrest des Palas in der Oberburg

Die Ruine der Burg Meistersel (auch Burg Modeneck oder Modenbacher Schloss genannt) ist eine Felsenburg bei Ramberg in der Pfalz . Sie liegt auf einer 492 Meter hohen Bergkuppe, die das Modenbachtal √ľberragt, nahe dem Pass "Drei Buchen" an der Stra√üe von Ramberg nach Edenkoben.

Es handelt sich bei ihr um eine der √§ltesten Burgenanlagen der Pfalz, deren Name auf die Worte ‚ÄěMeister‚Äú und ‚ÄěSaal‚Äú bzw. ‚ÄěMeister des Saales‚Äú zur√ľckgeht. Es steht deshalb zu vermuten, dass auf Meistersel die Ministerialen der Reichsburg Trifels ans√§ssig waren. Die andere Bezeichnung ‚ÄěModeneck‚Äú r√ľhrt allerdings von dem nahe gelegenen Modenbachtal her.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Burg kann auf eine fast 1000-j√§hrige Historie zur√ľckblicken, denn sie wird erstmals in einer auf den Dreik√∂nigstag des Jahres 1100 datierten Schenkungsurkunde des Bischofs von Speyer, Johann I. von Kraichgau , erw√§hnt, der die Burg in jenem Jahr dem Bistum √ľbergab. Ihre exaktes Gr√ľndungsdatum ist bisher nicht bekannt, es wird jedoch im 11. Jahrhundert vermutet.

Ende des 12. Jahrhunderts erhielt die Anlage den Status einer Reichsburg und diente vermutlich dem Schutz der Burg Trifels . W√§hrend dieser staufischen Zeit nannte sich das Rittergeschlecht derer von Meistersel nach ihr. Einige seiner Mitglieder wurden mehrmals als Burgv√∂gte erw√§hnt: so 1198 der Reichsministeriale Heinrich von Meistersele, danach Siegfried von Meistersel sowie Ulrich und Jakob von Meistersel. Als die Familie im Jahr 1277 im Mannesstamm ausstarb, fiel die Burg zur√ľck an K√∂nig Rudolf von Habsburg , der um 1300 die Herren von Ochsenstein, ein els√§ssischen Adelsgeschlecht, mit ihr belehnte.

Mitte des 14. Jahrhunderts wurde der Besitz geteilt und die Anlage somit zur Ganerbenburg . Bis zu acht Adelsfamilien hatten einen Anteil an ihr. Unter den Besitzern finden sich u. a. 1391 Kurf√ľrst Ruprecht II. von der Pfalz und seit 1404 der Bischof von Speyer, Raban von Helmstadt .

Während des Deutschen Bauernkrieges wurde Burg Meistersel im Jahr 1525 teilweise niedergebrannt, jedoch bald darauf wieder aufgebaut. Erst Zerstörungen während des Dreißgjährigen Krieges besiegelten das Ende der Anlage. Ein Wiederaufbau wurde nicht vorgenommen, und sie verfiel zur Ruine.

1935 kam die Burg in den Privatbesitz des Ludwigshafener Fabrikanten Friedrich Raschig. Heute wird sie von dessen Erbengemeinschaft verwaltet.

Beschreibung

Felsentreppe zur Oberburg
Felsentreppe zur Oberburg

Die gesamte Anlage befindet sich in einem sehr schlechten Zustand und ist stark einsturzgef√§hrdet. Ihre erhaltenen, eindrucksvollen Mauer- und Grabenreste lassen aber heute noch die fr√ľhere Dreiteilung der Burganlage erkennen.

Das n√∂rdlich gelegene, von einer Umfassungsmauer umgebene Vorwerk ist durch einen breiten, aus dem Felsen geschlagenen Halsgraben von der Kernburg getrennt. Seine Urspr√ľnge datieren in das 15. Jahrhundert .

Spitzbogenfenster des Palas
Spitzbogenfenster des Palas

Die Kernburg gliedert sich in eine Ober- und eine Unterburg. Letztere besa√ü fr√ľher als Verbindung zum Vorwerk eine aufw√§ndige, doppelte Toranlage, von der nur noch das innere Spitzbogentor erhalten ist.

Die Mehrheit der Geb√§ude in der Unterburg sind heute vollkommen oder nahezu verschwunden. Lediglich der Gew√∂lbekeller und Mauerreste des so genannten ‚Äěsteinernen Hauses‚Äú existieren noch.

Die Oberburg liegt auf einem 15 Meter hohen, schmalen Felsen. Sie war von der Unterburg aus durch eine in den Fels geschrotete Treppe erreichbar. Ein bei ihrem Bau absichtlich ausgespartes Teilst√ľck war in fr√ľheren Zeiten durch eine Holzkonstruktion √ľberspannt, die im Verteidigungsfall zerst√∂rt werden konnte, um so den Zugang zur Oberburg zu sichern.

Wie im Falle der Unterburg sind auch die Bauten der Oberburg nur noch in Resten erhalten. Kunsthistorisch bedeutsam ist dabei eine Fensternische des gotischen Palas , die ein viergeteiltes Fenster mit gleich hohen Spitzbögen aufweist, wie man es sonst nur noch im Elsass finden kann.

Interessant ist auch die Konstruktion des Burgbrunnens, dessen Brunnenkammer durch eine Felsentreppe von der Oberburg erreichbar ist. Sein Schacht ist von dort aus durch den Felsen getrieben und auch von der Unterburg aus zug√§nglich. Als zus√§tzliche Wasserversorgung verf√ľgte die Oberburg √ľber eine Zisterne , von der noch einige Mauerreste erhalten sind.

Von der Oberburg hat man einen herrlichen Blick bis in die Rheinebene , aber auch auf den Trifels, die Ramburg und große Teile des Pfälzer Waldes.

Literatur

  • R√ľdiger Bernges: Felsenburgen im Wasgau. 6. √ľberarb. Auflage, BINSY, Wuppertal 2005, S. 237-240, ISBN 3-930376-25-3 (nicht eingesehen)
  • Alexander Thon, J√ľrgen Keddigkeit: Burg Meistersel. Eine Einzelstudie aus dem ‚ÄěPf√§lzischen Burgenlexikon‚Äú. In: Burgen und Schl√∂sser. 42/2001. Europ√§isches Burgeninstitut, S. 40-47, ISSN 0007-6201
  • Rolf √úbel: Ramburg, Meistersel, Frankenburg, bei Ramburg Kreis S√ľdliche Weinstra√üe. Verlag f√ľr Burgenkunde und Pfalzforschung, Landau 1999, ISBN 3-929893-07-x (= Burgen der S√ľdpfalz, Bd. 3) (nicht eingesehen)

Weblinks

Commons: Burg Meistersel ‚Äď Bilder, Videos oder Audiodateien


Koordinaten: 49¬į 16' 32 "N 8¬į 1' 30" O

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