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Letzte Änderung für Artikel Karmelenberg: 22.01.2006 11:41

Karmelenberg

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Gesamtansicht, im Vordergrund die A 48 Koblenz - Trier
Gesamtansicht, im Vordergrund die A 48 Koblenz - Trier

Der Karmelenberg ist ein durch vulkanische T├Ątigkeit entstandener bewaldeter Schlackenkegel. Er markiert das s├╝d├Âstliche Ende des Osteifeler Vulkanfeldes und erhebt sich bei einer H├Âhe von 372 m ├╝. NN als weithin sichtbare Landmarke etwa 170 m ├╝ber die Pellenz .

Im UNO -Jahr der Berge (2002) war der Karmelenberg Berg des Monats Juni in Deutschland. Ein aufgestellter Gedenkstein erinnert an die Proklamation am 21. Juni 2002.

Im Rahmen des Vulkanparks ist der Berg touristisch erschlossen. Diverse Informationstafeln informieren sowohl ├╝ber die vulkanische Vergangenheit als auch ├╝ber die Marienkapelle auf dem Gipfel.

Der heutige Name bezieht sich auf den Berg Karmel , einen Berg des Karmelmassivs im Nordwesten Israels .

Der gesamte Schlackenkegel des Karmelenbergs ist Naturschutzgebiet .

Inhaltsverzeichnis

Lage

Karte des Karmelenbergs mit Wanderwegen
Karte des Karmelenbergs mit Wanderwegen

Der Karmelenberg geh├Ârt zur Gemeinde Bassenheim und liegt in unmittelbarer N├Ąhe zur A 48 , Abfahrt Ochtendung. Nicht weit entfernt befindet sich der Goloring, ein bedeutendes Bodendenkmal. Erreichbar ist der Karmelenberg von Bassenheim aus durch eine 1,5km lange Baumallee, ├╝ber Ochtendung oder ├╝ber die L 52 Koblenz ÔÇô Polch.

Geologie

Geologischer Aufschluss am alten Steinbruch
Geologischer Aufschluss am alten Steinbruch

Der Schlackenkegel des Karmelenbergs ist Teil einer Vulkangruppe mit zehn Ausbruchszentren, die vor etwa 350.000 bis 300.000 Jahren aktiv war. Neben dem Karmelenberg-Hauptgipfel z├Ąhlen dazu der Schweinskopf und die sog. Oberholzgruppe, von der aber keine ├ťberreste mehr erkennbar sind. Der Schweinskopf ist durch Abbau nahezu v├Âllig abgetragen.

Die Karmelenberggruppe liegt teilweise auf dem Randbruch des Neuwieder Beckens. An der Nordseite ist der aus Hunsr├╝ckschiefern bestehende devonische Untergrund um etwa 100 m abgesenkt. An der S├╝dseite liegen Flussschotter der Ur-Mosel. Die drei vom Karmelenberg ausgetretenen Lavastr├Âme sind von Bims und L├Â├č ├╝berdeckt.

Abbau

Der heute noch sichtbare gro├če Steinbruch entstand im 20. Jahrhundert. Die hohen senkrechten W├Ąnde des Aufschlusses entstanden durch eine spezielle, sehr riskante Abbautechnik. Beim sog. Hohlmachen wurde am Fu├č der Wand zun├Ąchst ein niedriger Hohlraum gehauen. Dieser wurde mit Holz abgest├╝tzt. Nach dem Wegsprengen der Holzst├╝tzen brach die Wand gro├čfl├Ąchig nach unten weg.

Wallfahrtskapelle St. Marien

Marienkapelle
Marienkapelle
Grund- und Aufriss der Marienkapelle
Grund- und Aufriss der Marienkapelle

Bau- und Sanierungsgeschichte

Im 17. Jahrhundert befand sich der Karmelenberg im Besitz der Grafen Waldbott von Bassenheim . Er wurde damals noch Hexenberg genannt. Die inschriftlich auf das Jahr 1662 datierende Kapelle wurde von Johann Lothar Waldbott von Bassenheim (1615 ÔÇô 1676) und seiner zweiten Frau Anna Magdalena gestiftet. Anlass war wohl Dankbarkeit ├╝ber die Genesung des Freiherrn von schwerer Krankheit und die Geburt einer Tochter. Als Baumeister gilt der Kapuziner Matthias von Saarburg. Fertig gestellt wurde der Bau 1666 , ein Jahr vor dem Tod des Stifters.

Urspr├╝nglich wurde die Kapelle ausschlie├člich von der Stifterfamilie genutzt. Erst im Jahr 1688 wurde sie auch f├╝r Pilger zug├Ąnglich gemacht. Seit dieser Zeit wohnte ein Eremit in einer Kammer ├╝ber dem Chor, der die Kapelle beaufsichtigte und den Geistlichen bei den Messen half.

Der zur Kapelle f├╝hrende Kreuzweg , sog. Sieben Fu├čf├Ąlle , wurde erst im 18. Jahrhundert eingerichtet.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts war das Bauwerk erstmals renovierungsbed├╝rftig. Erste Reparaturarbeiten wurden durchgef├╝hrt. Weitere Ausbesserungen und Reparaturen erfuhr die Kapelle Anfang des 20. Jahrhunderts und nach den Zerst├Ârungen des Zweiten Weltkriegs . Ab etwa 1980 verfiel das Geb├Ąude zunehmend, nicht zuletzt wegen seiner Abgelegenheit. Im Jahr 1992 kaufte die Gemeinde Bassenheim die Kapelle mit dazu geh├Ârendem Grundst├╝ck. Mithilfe eines F├Ârdervereins wurden Spendengelder gesammelt und zur Sanierung der Kapelle verwandt. Die bislang letzte Renovierung konnte 1998 abgeschlossen werden und kostete umgerechnet etwa 500.000,00 EUR.

Bauliche Beschreibung

Es handelt sich um einen verputzten Bruchsteinbau mit eingezogenem Chor, neben dem sich im Erdgeschoss die Sakristei und ein Oratorium befinden. Den etwa 7 mal 3,5 Meter messenden Chor schlie├čt nach oben ein Kreuzgratgew├Âlbe ab. Die etwa 13 mal 7 Meter messende Saalkirche hat eine flache Holzdecke. An den Chorflanken befinden sich zwei Treppent├╝rme, die die Dachfl├Ąche nur minimal ├╝berragen. ├ťber die Treppen sind die zu beiden Seiten des Chores erh├Âht liegenden Herrschaftslogen der Stifterfamilie und die ├╝ber dem Chor liegende Klausnerstube erreichbar. Das Hauptdach tr├Ągt einen sechseckigen Dachreiter. Der Zugang erfolgt ├╝ber ein rundbogiges Portal.

Ausstattung

Der Hochaltar stammt aus der Zeit der Erbauung. In dessen Mitte steht eine Madonnenstatue auf einer Mondsichel aus dem Jahr 1769. Die beiden Seitenalt├Ąre stammen aus dem 18. Jahrhundert.

Weblinks



Koordinaten: 50┬░ 20ÔÇ▓ 39" n. Br., 7┬░ 25ÔÇ▓ 24" ├Â. L.

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