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Letzte Änderung für Artikel Kleinbahn Bossel-Blankenstein: 28.10.2005 20:26

Kleinbahn Bossel-Blankenstein

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Karte des Verlaufs der Kleinbahn Bossel-Blankenstein
Karte des Verlaufs der Kleinbahn Bossel-Blankenstein

Die Kleinbahn Bossel-Blankenstein war eine normalspurige Eisenbahn -Strecke im sĂŒdlichen Ruhrgebiet. Die nur 9 km lange Bahn verband die Bahnhöfe Bossel und Blankenstein der KPEV und wurde im Zeitraum von 1909 bis 1912 erbaut.

Die Eröffnung fand abschnittsweise statt:

  • 18. Oktober 1910 Bossel - Zeche Barmen
  • 22. Juli 1911 bis IbachsmĂŒhle
  • 7. Februar 1912 bis Bossel

Die Bahn diente in erster Linie dem GĂŒterverkehr , besonders zum Transport der in der Gegend gewonnenen BodenschĂ€tze Steinkohle und Sandstein . Der Streckenverlauf war der einer Gebirgsbahn mit Steigung von bis zu 2,5%, 20 m tiefen Einschnitten und 15 m hohen DĂ€mmen . Ein Tunnel von 35 m LĂ€nge war ebenfalls vorhanden. Der Höhenunterschied zwischen den beiden Endbahnhöfen betrug 156 m.

Die Initiative zum Bau und Betrieb der Strecke ging von den umgebenden Gemeinden Nieder- und Obersprockhövel, Durchholz, Buchholz und Westerherbede aus und sollte die Kohlekrise zu Beginn des 20. Jahrhunderts ĂŒberwinden helfen, indem sie durch Verringerung der Transportkosten die in der NĂ€he abgebauten Kohle wieder konkurrenzfĂ€hig machte.

Der Betrieb der Bahn wurde von der Continentale Eisenbahn- Bau- und Betriebs- Gesellschaft von Blankenstein aus durchgefĂŒhrt, wo sich auch ein umfangreicher Bahnhof und WerkstĂ€tten fĂŒr die elf Eisenbahnwagen und die beiden eigenen Dampflokomotiven befand. Ab 1. April 1921 ĂŒbernahm die Betriebsgesellschaft fĂŒr die Kleinbahn Bossel-Blankenstein pachtweise die Anlagen, nach dem die VorgĂ€ngergesellschaft schon Ende 1920 die VertrĂ€ge wegen mangelnder Gewinnaussichten gekĂŒndigt hatte. Am 1. September 1950 ĂŒbertrug die aus den Gemeinden gebildete Kleinbahn Bossel-Blankenstein GmbH die BetriebsfĂŒhrung dem Provinzialverband Westfalen, dem spĂ€teren Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Seit etwa 1960 firmierte die EigentĂŒmerin als Eisenbahngesellschaft Bossel-Blankenstein mbH.

PersonenzĂŒge befuhren nicht planmĂ€ĂŸig die Strecke. Lediglich im Zweiten Weltkrieg und danach (1939-1949) durften Bergleute die Bahn benutzen.

Die wirtschaftliche Situation der Bahn war zunĂ€chst wider Erwarten gut. Dann machte der Erste Weltkrieg die Hoffnungen zunichte, besonders seine Folgen, die Ruhrbesetzung und die Weltwirtschaftskrise . Erst die wirtschaftliche ScheinblĂŒte wĂ€hrend der Herrschaft des Nationalsozialismus sorgte fĂŒr schwarze Zahlen in den Bilanzen . Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs begann der Niedergang der Bahn, an dessen Ende sĂ€mtliche BetriebsgĂŒter komplett herunter gewirtschaftet waren.

Portal des Sirrenbergtunnels
Portal des Sirrenbergtunnels

In der Zeit des Wirtschaftswunders wurde die Bahn allerdings wegen der NĂ€he zu den immer noch wichtigen Zechen wieder gebraucht und saniert. So konnten beispielsweise sĂ€mtliche Schienen und Schwellen ausgetauscht werden. Weiterhin wurden die Dampflokomotiven durch Diesellokomotiven ersetzt. Dennoch ließ sich die Stilllegung nicht verhindern, als in den sechziger Jahren das Zechensterben begann, außerdem Teile der Trasse zum Bau der Bundesautobahn A43 benötigt wurden. Am 1. April 1968 wurde der gesamte Betrieb stillgelegt, nachdem schon ab 1966 zwischen Bossel und Durchholz keine ZĂŒge mehr gefahren waren.

Der Streckenverlauf ist heute zum Teil noch gut zu erkennen, selbst der Sirrenbergtunnel als einer kĂŒrzesten Eisenbahntunnel Deutschlands ist noch vorhanden. Die Trasse wird heute streckenweise als Wald- und Wanderweg genutzt.

Literatur

  • Die Bossel-Blankensteiner Kleinbahn, Autor: Rolf Swoboda Berlin 1998, ISBN 3-933254-00-0
  • Gerd Wolff und Lothar Riedel: Deutsche Klein- und Privatbahnen - Band Nordrhein-Westfalen / Nordwestlicher Teil - Freiburg 1998


Koordinaten: 51° 21' 10" N, 7° 15' 44" O

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