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Letzte Änderung für Artikel Degussa: 11.02.2006 00:13

Degussa

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Die Degussa AG (Degussa ist ein Akronym fĂŒr Deutsche Gold- und Silber-Scheide-Anstalt) ist ein Konzern mit Sitz in DĂŒsseldorf. Er ist das drittgrĂ¶ĂŸte deutsche Chemie unternehmen und zugleich das weltgrĂ¶ĂŸte Spezialchemieunternehmen.

VorgĂ€ngergesellschaften waren die Degussa, HĂŒls, SKW Trostberg und Goldschmidt.

Inhaltsverzeichnis

Kennzahlen

Quelle: Degussa Homepage Degussa ist ein multinationales Unternehmen mit Ausrichtung auf die Spezialchemie. Im GeschĂ€ftsjahr 2004 erwirtschafteten 45.000 Mitarbeiter einen Umsatz von 11,2 Mrd. EUR und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 965 Mio. EUR. Damit ist Degussa das drittgrĂ¶ĂŸte deutsche Chemieunternehmen und in der Spezialchemie weltweit die Nummer Eins.

Firmengeschichte

Die Degussa wurde am 18. Januar 1873 als Deutsche Gold - und Silber - Scheideanstalt vormals Roessler AG in Frankfurt am Main gegrĂŒndet. Sie ging aus der 30 Jahre zuvor in Betrieb genommenen Frankfurter Scheideanstalt hervor, die vom vormaligen Frankfurter " MĂŒnzwardein " Friedrich Roessler ( 1813 - 1883 ) zunĂ€chst gepachtet und als privates Unternehmen betrieben worden war. Nach der Annexion der Freien Reichsstadt Frankfurt durch Preußen 1866 wurde die Scheiderei von seinen Söhnen Heinrich Roessler ( 1845 - 1924 ) und Hector Roessler erworben und fortgefĂŒhrt.

Direkter Anlass zur GrĂŒndung der neuen Aktiengesellschaft war die deutsche ReichsgrĂŒndung 1871 mit der EinfĂŒhrung der nationalen WĂ€hrung Mark, durch die die PartikularwĂ€hrungen der deutschen LĂ€nder obsolet wurden (z.B. der sĂŒddeutsche Gulden). Dem entsprechend wurden große Mengen an MĂŒnzen aus dem Verkehr gezogen; fĂŒr die RĂŒckgewinnung des darin enthaltenen Edelmetalls sollte ScheidekapazitĂ€t in industriellem Maßstab geschaffen werden. Das TĂ€tigkeitsfeld wurde bald auf weitere Edelmetallprodukte ( Glanzgold fĂŒr die Keramik - Industrie ) und Chemikalien ausgedehnt.

1990 beschÀftigte Degussa 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 13,925 Milliarden DM.

1999 wurde die "alte" Degussa mit der VEBA-Tochter HĂŒls AG (Marl) zur Degussa-HĂŒls AG fusioniert; damit wurde der Energiekonzern VEBA zum HauptaktionĂ€r.

Nach der Vereinigung von VEBA und VIAG zur E.ON AG wurden die Degussa-HĂŒls und die VIAG-Tochter SKW Trostberg im Jahr 2001 zur "neuen" Degussa AG zusammengelegt. Zugleich wurde der Konzernsitz nach DĂŒsseldorf verlegt.

2000 wurden die Edelmetall-AktivitÀten der Degussa in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert, die mittlerweile als Umicore AG & Co. KG zum belgischen Umicore -Konzern gehört. Damit hat sich die Degussa von ihrem ehemaligen KerngeschÀft getrennt, das ihr auch den Namen gab.

Seit dem 1. Juni 2004 gehört Degussa mehrheitlich zur RAG (50,10 %), nachdem der E.ON-Konzern von dieser die Mehrheit der Ruhrgas -Anteile ĂŒbernommen hatte. Nach Einigung der Konzerne im Dezember 2005 plant die RAG nun, bis FrĂŒhjahr 2006 auch die restlichen von der E.ON gehaltenen bzw. in Streubesitz befindlichen Anteile an der Degussa zu erwerben und das Spezialchemieunternehmen zum Standbein fĂŒr den geplanten RAG-Börsengang zu machen. Zur Finanzierung der Operation sollen die eintrĂ€gliche Bauchemiesparte der Degussa (möglicherweise an den Konkurrenten BASF) verĂ€ußert und die Degussa-Aktie von der Börse genommen werden. Mit den Gewinnen aus der Operation soll ein Fonds zur Finanzierung der sogenannten Ewigkeitslasten (BergschĂ€den, Renten etc.) aus dem durch Subventionsabbau geschwĂ€chten deutschen Bergbau geschaffen werden.

Degussa ist GrĂŒndungsmitglied der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft . Dr. Michael Jansen , ehemaliger Degussa- GeneralbevollmĂ€chtigter , war von 2000 bis Juni 2004 Vorstandsvorsitzender der vom Bundestag ins Leben gerufenen Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" , die Wiedergutmachungen an ehemalige NS- Zwangs- und Sklavenarbeiter zahlt.

Firmenbeteiligungen

Beteiligungen in Deutschland:

  • Infracor GmbH
  • AQura GmbH
  • Creavis Gesellschaft fĂŒr Technologie und Innovation mbH
  • Degussa Construction Chemicals GmbH
  • Degussa Food Ingredients GmbH
  • Goldschmidt GmbH
  • Industriepark Wolfgang GmbH
  • Oxeno Olefinchemie GmbH
  • Peroxid-Chemie GmbH & Co. KG
  • Relius Coatings GmbH & Co.
  • RohMax Additives GmbH
  • Röhm GmbH & Co. KG
  • Stockhausen GmbH
  • StoHaas Monomer GmbH & Co. KG
  • Thyssen Röhm Kunststoffhandelsgesellschaft mbH

Beteiligung an Zyklon-B-Herstellung

Degussa war formal gesehen nur indirekt an der Produktion von Zyklon B beteiligt. Das Patent fĂŒr die hochgiftige Substanz wurde fĂŒr die "Deutsche Gesellschaft fĂŒr SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung mbH" ("Degesch") beantragt. Degesch gehörte zu 42,5 % Degussa. Ab 1924 wurde Zyklon B als SchĂ€dlingsbekĂ€mpfungsmittel fĂŒr Degesch bei den "Dessauer Werken fĂŒr Zucker und chemische Industrie" hergestellt und ĂŒber die Degesch u.a. an Tesch & Stabenow geliefert. Tesch & Stabenow (Sitz in Hamburg) war von 1941 an fĂŒr die Lieferungen an das Konzentrationslager Auschwitz zustĂ€ndig. Der Umsatz mit Zyklon B war in Bezug auf das Degussa-GesamtgeschĂ€ft unbedeutend. Nach dem Krieg wurden die VorstĂ€nde der Degussa von dem Vorwurf freigesprochen, vom wirklichen Verwendungszweck von Zyklon B gewusst zu haben.

Beteiligung am Bau des Holocaust-Mahnmals

Degussas Beteiligung an der Zyklon-B-Herstellung kam wieder in die öffentliche Diskussion im Zusammenhang mit dem Bau des Denkmals fĂŒr die ermordeten Juden Europas , als bekannt wurde, dass sowohl der BetonverflĂŒssiger als auch die Anti-Graffiti-Beschichtung (PROTECTOSIL, GeschĂ€ftsgebiet AEROSILÂź&Silane) des Mahnmals aus dem Hause Degussa stammen. Die Arbeit am Mahnmal wurde zur Erörterung der Situation vorĂŒbergehend unterbrochen. Am 13. November 2003 beschloss jedoch das Kuratorium der Mahnmal-Stiftung den Weiterbau mit weiterer Beteiligung der Degussa: Gerade die Degussa AG habe sich in den letzten Jahren sehr um VergangenheitsbewĂ€ltigung und Offenlegung der eigenen Geschichte bemĂŒht.

Literatur

  • Peter Hayes: Die Degussa im Dritten Reich. Von der Zusammenarbeit zur MittĂ€terschaft. C.H.Beck, MĂŒnchen 2004, ISBN 3-406-52204-1

Weblinks

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Degussa aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Degussa verfügbar.

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