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Letzte Änderung für Artikel Siegen: 16.02.2006 07:51

Siegen

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Wappen Karte
Wappen fehlt
Wappenabbildung auf ngw.nl
Lage der Stadt Siegen in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : Arnsberg
Kreis : Siegen-Wittgenstein
FlĂ€che : 114,67 kmÂČ
Einwohner : 105.383 (2005)
Bevölkerungsdichte : 929 Einw./kmÂČ
Höhe : 290 m ĂŒ. NN
Postleitzahlenbereich : 57001–57080 (frĂŒher: 59xx)
Vorwahl : 0271
Geografische Lage :
Koordinaten: 50° 52' N, 8° 1' O
50° 52' N, 8° 1' O
Aiport Code : SGE (Siegerland-Airport)
Kfz-Kennzeichen : SI
GemeindeschlĂŒssel : 05 9 70 040
Stadtgliederung: 6 Stadtbezirke mit 23 Stadtteilen
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 2
57072 Siegen
Website: www.siegen.de
E-Mail-Adresse: info@siegen.de
Politik
BĂŒrgermeister : Ulf Stötzel ( CDU )
Gliederung des Stadtgebiets
Gliederung des Stadtgebiets

Siegen liegt in SĂŒdwestfalen im SĂŒdosten von Nordrhein-Westfalen und ist eine Große kreisangehörige Stadt des Kreises Siegen-Wittgenstein im Regierungsbezirk Arnsberg. Die UniversitĂ€tsstadt (12.500 Studierende im Wintersemester 2005/06) ist Sitz des Kreises und in der Landesplanung als Oberzentrum im sĂŒdwestfĂ€lischen Verdichtungsraum eingestuft.

1975 ĂŒberschritt im Zuge der kommunalen Neugliederung die Einwohnerzahl der Stadt Siegen die Grenze von 100.000, wodurch sie Großstadt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

RĂ€umliche Lage

Die Stadt Siegen liegt in einem von Niederwald bedeckten, Höhen umkrĂ€nzten und in zahlreiche radial ausstrahlende NebentĂ€ler verzweigten Talkessel der oberen Sieg, inmitten des durch reiche, steilhĂ€ngig-tiefe Zerteilung zu einem unruhigen Berg- und Kuppenland zwischen dem Sauerland im Norden, dem Rothaargebirge im Nordosten und dem Westerwald im SĂŒdwesten.

NĂ€chst grĂ¶ĂŸere StĂ€dte von Siegen sind im Norden Hagen (83 km), im SĂŒdosten Frankfurt am Main (125 km), im SĂŒdwesten Koblenz (105 km) und im Westen Köln (93 km).

Die Stadt liegt an der deutsch-niederlĂ€ndischen Ferienstraße Oranier-Route.

Stadtgebiet

Die GesamtflĂ€che des Stadtgebietes betrĂ€gt rund 115 Quadratkilometer. Die maximale West-Ost-Ausdehnung liegt bei 11 Kilometern, in nord-sĂŒdlicher Richtung sind es 12 Kilometer. Die Stadtgrenze ist 48 Kilometer lang. Siegen liegt auf einer mittleren Höhenlage von 290 Metern ĂŒber NN. Die höchste Erhebung der Stadt ist der Gipfel des Pfannenberg mit 499 m ĂŒ. NN an der sĂŒdlichen Stadtgrenze. Der niedrigste Punkt der Stadt liegt mit 215 m ĂŒ. NN bei Niederschelden an der sĂŒdwestlichen Stadtgrenze, die hier gleichzeitig die Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz bildet. Der Waldanteil am Stadtgebiet betrĂ€gt rund 60 %. Damit zĂ€hlt Siegen zu den grĂŒnsten GroßstĂ€dten Deutschlands.

Das Stadtgebiet Siegen ist in sechs Bezirke eingeteilt, die aus mehreren Orts- beziehungsweise Stadtteilen bestehen. Jeder Bezirk hat einen Bezirksausschuss, der aus 15 stimmberechtigten und 15 nicht stimmberechtigten Mitgliedern besteht. Die Bestellung der Ausschussmitglieder erfolgt durch den Rat der Stadt entsprechend der Stimmanteile der Kommunalwahl der Parteien im jeweiligen Bezirk. Die BezirksausschĂŒsse entscheiden ĂŒber bestimmte Aufgaben des Bezirks. Diese Aufgaben werden in der Hauptsatzung der Stadt Siegen festgelegt.

Die sechs Bezirke Siegens und ihre zugehörigen Stadtteile

  • Bezirk I (Geisweid): Birlenbach, Meiswinkel, Langenholdinghausen, Geisweid, DillnhĂŒtten, Sohlbach, Buchen, Niedersetzen, Obersetzen
  • Bezirk II (Weidenau): Weidenau
  • Bezirk III (Ost): Kaan-Marienborn, Alt-Siegen teilweise (Giersberg), BĂŒrbach, Volnsberg, Breitenbach, Feuersbach
  • Bezirk IV (Mitte): Alt-Siegen (soweit nicht zum Bezirk III und zum Bezirk V gehörig)
  • Bezirk V (West): Seelbach, Trupbach und Alt-Siegen teilweise (Wellersberg, Fischbacherberg, Achenbach, Rothenberg)
  • Bezirk VI (SĂŒd): Oberschelden, Gosenbach, Niederschelden, Eiserfeld, Eisern

Neben der satzungsrechtlich eindeutigen Aufteilung des Stadtgebietes in Bezirke und Stadtteile werden noch Quartiere mit eigenem Namen unterschieden, deren Grenzen und Bezeichnungen jedoch nicht klar definiert sind. Als Beispiele sind unter anderem die Unter- bzw. Oberstadt, HammerhĂŒtte, Effertsufer, Lindenberg, Charlottental, Haardter Berg (mit der UniversitĂ€t) oder die Alte Dreisbach anzufĂŒhren. Diese Quartiere können durchaus auch auf der FlĂ€che von mehreren offiziellen Stadtteilen liegen, wie im Fall des Quartiers SieghĂŒtte, das teilweise im Stadtteil Siegen-Mitte und zu Teilen in Weidenau liegt, außerdem kommt es ebenso zu rĂ€umlichen Überschneidungen zwischen einzelnen Quartieren. Die Quartiere sind am ehesten vergleichbar mit Vierteln , Veedeln bzw. Kieze in anderen StĂ€dten und haben keine statistische oder verwaltungstechnische Bedeutung. Neben der teils weitreichenden Bedeutung fĂŒr das SelbstverstĂ€ndnis ihrer Bewohnern finden finden sie sich aber zur Orientierung auf Stadtkarten, in der Benennung von Buslinien sowie auf Hinweis- und Verkehrsschildern. So sind unter anderem mehrere Ausfahrten der Stadtautobahn HTS nach den entsprechenden Quartieren benannt.

Die Stadtteile Weidenau, Geisweid, Birlenbach, Langenholdinghausen, Buchen, Sohlbach, DillnhĂŒtten, Niedersetzen, Obersetzen und Meiswinkel bildeten vom 1. Juli 1966 bis 31. Dezember 1974 die Stadt HĂŒttental. Die Stadtteile Eiserfeld, Eisern, Gosenbach, Niederschelden und Oberschelden bildeten vom 1. Juli 1966 bis 31. Dezember 1974 die Stadt Eiserfeld.

Nachbargemeinden/-stÀdte

Die Stadt Siegen grenzt im Norden an die Stadt Kreuztal, im Osten an die Stadt Netphen, im SĂŒdosten an die Gemeinde Wilnsdorf, im SĂŒden an die Gemeinde Neunkirchen, im Westen an die Gemeinde Mudersbach ( Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz) und im Nordwesten an die Stadt Freudenberg (Siegerland).

Geschichte

Der Name Siegen geht auf den eventuell keltischen Flußnamen der Sieg zurĂŒck, ungewiss ist eine Verwandtschaft mit dem Namen des keltisch-germanischen Stammes der Sugambrer , welcher in vorchristlicher Zeit in Teilen Nordrheinwestfalen lebte. Erste urkundliche ErwĂ€hnungen des Ortes Sigena reichen bis in das Jahr 1079 zurĂŒck. Die Geschichte der Stadt ist stark vom Bergbau geprĂ€gt, welcher seit der La-TĂšne-Zeit in der Umgebung betrieben wurde. Dies bezeugen zudem die zahlreichen Gruben welche sich im Stadtgebiet befanden.

Im Jahre 1224 wird Siegen als eine aufs Neue erbaute Stadt erwĂ€hnt, die dem Grafen von Nassau , Heinrich dem Reichen , vom Erzbischof Engelbert I. von Köln zum halben Miteigentum ĂŒbertragen wurde. Zudem ist belegt, dass das Obere Schloss zu dieser Zeit schon existierte. Stadtrecht bekam die Stadt am 19. Oktober 1303 . Bis zum 1. Februar 1381 blieb die Stadt im Besitze zweier EigentĂŒmer. Erst dann ging sie gĂ€nzlich in die HĂ€nde der Nassauer ĂŒber.

Die Stadt Siegen bot im 16. Jahrhundert einen wehrhaften Anblick. Sie war von gewaltigen Mauern mit 16 TĂŒrmen und drei Stadttoren umgeben und besaß eine mĂ€chtige Burg. Die Stadt wurde von mehreren StadtbrĂ€nden heimgesucht. Urkundlich erwĂ€hnt sind die BrĂ€nde von 1592 und vom 10. bis zum 20. April 1695 .

Wilhelm der Reiche richtete im Jahre 1536 in den GebĂ€ude des ehemaligen Franziskanerklosters ein PĂ€dagogium ein, aus dem das heutige Gymnasium am Löhrtor der Stadt Siegen hervorgegangen ist. Johann der Mittlere errichtete im Jahre 1616 eine ritterliche Kriegsschule in dem noch stehenden alten Zeughause in der Burgstrasse ein. Er errichtete auch an der Stelle eines alten Franziskanerklosters das untere Schloss. Sein Sohn Johann der JĂŒngere trat 1612 wieder zur katholischen Kirche ĂŒber, und wollte mit Gewalt den RĂŒcktritt der BĂŒrger zum Katholizismus erzwingen. Johann Moritz von Nassau-Siegen, der hollĂ€ndische Befehlshaber in Brasilien setzte ihn ab und es kam 1650-51 unter seiner Regierung eine Teilung des Siegerlands nach konfessionellem Unterschied zu Stande.

Unter Wilhelm Hyacinth kam es ab 1699 zu Gewalttaten zwischen beiden Konfessionen. Als am 29. MĂ€rz 1707 der BĂŒrger Friedrich Flender zu Tode kam, wurde Wilhelm Hyacinth abgesetzt und verjagt. Mit ihm endete 1743 die katholische Herrscherlinie in Nassau-Siegen. Da mit Friedrich Wilhelm bereits 1734 auch die reformierte Linie erloschen war, ĂŒbertrug Kaiser Karl VI. dem Prinzen von Oranien und FĂŒrsten von Nassau-Diez die Regierung. Unter ihrer Herrschaft blĂŒhte der Bergbau , die Hauptquelle des Wohlstandes, sowie der Acker-, Wiesen- und Waldbau auf. Als FĂŒrst Wilhelm I. sich weigerte, dem von Napoleon gegrĂŒndeten Rheinbund beizutreten, wurde er von diesem abgesetzt und das Siegerland fiel an das Großherzogthum Berg. Nach dem Sturz Napoleons im Jahre 1813 kam Wilhelm Friedrich als König der Niederlande wieder in den Besitz seiner deutschen Erblande, die er aber 1815 an Preußen abtrat und im Gegenzug das Großherzogtum Luxemburg erhielt. Die Stadt wurde dem Landkreis Siegen, zunĂ€chst im Regierungsbezirk Koblenz (Provinz Großherzogtum Niederrhein), ab 1817 im Regierungsbezirk Arnsberg (Provinz Westfalen) zugeordnet. Unter der Herrschaft Preußens entwickelte sich Siegen zu dem heutigen Zentrum SĂŒdwestfalens. Am 1. MĂ€rz 1923 schied die Stadt Siegen aus dem Kreis Siegen aus und wurde eine kreisfreie Stadt, blieb aber Sitz des Kreises Siegen, der im Zuge der Kreisreform 1975 mit dem Kreis Wittgenstein vereinigt wurde. Gleichzeitig wurde Siegen wieder in den Kreis Siegen eingegliedert. 1984 wurde der Kreis Siegen in „Kreis Siegen-Wittgenstein“ umbenannt.

Religionen

Die Stadt Siegen gehörte anfangs zum Gebiet des Erzbistums Mainz beziehungsweise zu dessen Dekanat Arfeld . In der Stadt befand sich ein Weißnonnenkloster , das im 15. Jahrhundert eingegangen war. Ferner gab es ein Franziskanerkloster , das 1533 , nach der 1530 von den damaligen Landesherren, den Nassauern , eingefĂŒhrten Reformation , aufgelöst wurde. Danach war die Stadt zunĂ€chst lutherisch , doch trat das FĂŒrstentum Nassau ab 1550 zum reformierten Bekenntnis ĂŒber. Anschließend war Siegen eine ĂŒberwiegend protestantische Stadt, doch konnte ab 1623 die Gegenreformation teilweise wieder Fuß fassen, so dass etwa 1/5 Siegens beziehungsweise dessen Umland wieder katholisch wurde. Ab 1626 gab es auch wieder ein Kloster ( Jesuitenkloster ) in der Stadt. Nach dem Übergang an Preußen 1815 wurde in Siegen, wie in ganz Preußen , zwischen 1819 und 1835 die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden eingefĂŒhrt, doch behielten die Gemeinden der Stadt ihr reformiertes GeprĂ€ge. Siegen als Teil der westfĂ€lischen Provinzialkirche (heute Evangelische Kirche von Westfalen ), wurde Sitz einer Superintendentur . Heute bezeichnet man diesen Verwaltungsbezirk als Kirchenkreis , zu dem heute alle Kirchengemeinden der Stadt gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt. Der Kirchenkreis Siegen umfasst den gesamten sĂŒdwestfĂ€lischen Raum bis nach Olpe.

Die Katholiken der Stadt gehörten auch nach der Reformation weiterhin zum Erzbistum Mainz. Mit der Neustrukturierung der Katholischen Kirche Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Siegen dem Bistum Paderborn zugeteilt und Sitz einer Kreissynode, heute Dekanat , zu dem alle Pfarrgemeinden der Stadt gehören. 1929 wurde Paderborn zum Erzbistum erhoben.

Neben der römisch-katholischen Kirche gibt es in Siegen je eine griechisch-orthodoxe und eine rumÀnisch-orthodoxe Kirchengemeinde.

Ferner sind verschiedene Freikirchen in Siegen ansÀssig, darunter mehrere Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde ( Baptisten ), eine Evangelisch-Methodistische Kirche ( Methodisten ), eine SelbstÀndige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), eine Adventgemeinde , mehrere Freie Evangelische Gemeinde (FeG) sowie die Christliche Gemeinde Achenbach, die Christliche Versammlung, Calvary Chapel und die Missionsgemeinde Siegen-Meiswinkel.

Weitere Religionsgemeinschaften in Siegen sind die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage , die Zeugen Jehovas , die Urchristliche Gemeinde und die Baha'i -Religion.

Gebietsreform

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden nach Siegen eingemeindet:

  • 1902 und 1912 : Teile von BoschgotthardtshĂŒtten
  • 1934 : Teile von Achenbach
  • 1937 : Teile von Achenbach und BoschgotthardtshĂŒtten
  • 1966 : Trupbach, Seelbach, Breitenbach, BĂŒrbach, Kaan-Marienborn und Volnsberg
  • 1969 : Feuersbach
  • 1975 : Stadt HĂŒttental und Stadt Eiserfeld

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um SchĂ€tzungen, danach um VolkszĂ€hlungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.

Bevölkerungsentwicklung
Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohnerzahlen
1455 etwa 2.500
1807 3.743
1843 6.233
1871 11.067
1. Dezember 1875 ¹ 12.901
1. Dezember 1890 ¹ 18.242
1. Dezember 1900 ¹ 22.111
1. Dezember 1910 ¹ 27.416
8. Oktober 1919 ¹ 29.020
16. Juni 1925 ¹ 30.787
16. Juni 1933 ¹ 32.736
17. Mai 1939 ¹ 40.269
Jahr Einwohnerzahlen
13. September 1950 ¹ 38.787
6. Juni 1961 ¹ 49.404
31. Dezember 1970 57.600
30. Juni 1975 116.800
30. Juni 1980 112.500
30. Juni 1985 107.500
1. Januar 1989 106.160
30. Juni 1997 111.000
30. Juni 2003 106.142
30. September 2004 105.589
31. MĂ€rz 2005 105.383
30. Juni 2005 105.328

Politik

Stadtrat

Die 62 Sitze des Stadtrates verteilen sich nach den Kommunalwahlen am 26. September 2004 wie folgt:

  • CDU 25 Sitze
  • SPD 18 Sitze
  • GrĂŒne 7 Sitze
  • FDP 5 Sitze
  • UWG 6 Sitze
  • STATT 1 Sitz

Keine der gewĂ€hlten Parteien verfĂŒgt im Rat der Stadt Siegen ĂŒber eine eigene Mehrheit, eine Koalition wurde nicht begrĂŒndet. Allerdings bilden CDU und FDP eine formelle, vertraglich fixierte Kooperationsgemeinschaft und verfĂŒgen zumindest in den FachauschĂŒssen ĂŒber eine gemeinsame Mehrheit von einer Stimme. Im Rat hingegen herrschen wechselnde Mehrheiten.

BĂŒrgermeister

An der Spitze der Stadt sind seit dem 13. Jahrhundert mehrere BĂŒrgermeister nachweisbar. 1304 und 1305 wird erstmals ein Rat ("consules") genannt. Bereits seit 1224 sind jedoch "BurgmĂ€nner" genannt sowie 3 jĂ€hrlich wechselnde BĂŒrgermeister. Ab 1500 wurden jĂ€hrlich nur noch 2 BĂŒrgermeister gewĂ€hlt. Im 18. Jahrhundert errangen die ZĂŒnfte zunehmends Einfluss in der Stadt. Danach vertrat der "regierende" oder "im Amt stehende" alte Schuhmachermeister beim Rat die "gemeinsame BĂŒrgerschaft". Doch hielt sich die mittelalterliche Stadtverfassung bis 1809 beziehungsweise teilweise sogar bis 1815 . Ab 1815 gab es einen Rat mit 12 Mitgliedern, der sich selbst ergĂ€nzte. Ihm stand der BĂŒrgermeister vor. Die VorstĂ€dte erhielten ab 1824 einen eigenen Vorsteher, welcher unter der Leitung des Siegener BĂŒrgermeisters stand. 1836 wurde die preußische StĂ€dteordnung eingefĂŒhrt. Nach dem Ausscheiden der Stadt aus dem Kreis Siegen 1923 erhielt das Stadtoberhaupt des Titel OberbĂŒrgermeister . Das bereits seit 1919 als BĂŒrgermeister amtierende Stadtoberhaupt Siegens blieb auch wĂ€hrend der Zeit der Nationalsozialisten im Amt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die MilitĂ€rregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen OberbĂŒrgermeister ein und 1946 fĂŒhrte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewĂ€hlten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wĂ€hlte anfangs aus seiner Mitte den OberbĂŒrgermeister als Vorsitzenden und ReprĂ€sentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tĂ€tig war. Des Weiteren wĂ€hlte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung.

Seit der Wiedereingliederung der ehemals kreisfreien Stadt Siegen in den Kreis Siegen im Jahre 1975 tragen die StadtoberhĂ€upter den Titel BĂŒrgermeister beziehungsweise Stadtdirektor. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen BĂŒrgermeister . Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und ReprĂ€sentant der Stadt. Er wird seither direkt gewĂ€hlt.

OberbĂŒrgermeister beziehungsweise BĂŒrgermeister seit 1919

  • 1919 - 1945 : Alfred Fißmer, OberbĂŒrgermeister
  • 1945 : Fritz Fries , OberbĂŒrgermeister
  • 1945 - 1946 : Otto Schwarz , OberbĂŒrgermeister
  • 1946 - 1948 : Ernst Weißelberg , OberbĂŒrgermeister
  • 1948 - 1956 : Ernst Bach , OberbĂŒrgermeister
  • 1956 - 1961 : Erich Pachnicke, OberbĂŒrgermeister
  • 1961 - 1966 : Karl Eckmann , OberbĂŒrgermeister
  • 1966 - 1975 : Karl Althaus , OberbĂŒrgermeister
  • 1975 - 1979 : Friedemann Keßler , BĂŒrgermeister
  • 1979 - 1990 : Hans Reinhardt , BĂŒrgermeister
  • 1990 - 1994 : Hilde Fiedler , BĂŒrgermeisterin
  • 1994 - 1999 : Karl Wilhelm Kirchhöfer , BĂŒrgermeister
  • 1999 - heute: Ulf Stötzel (CDU), BĂŒrgermeister

Oberstadtdirektoren beziehungsweise Stadtdirektoren 1946 - 1999

  • 1946 - 1954 : Max Baumann , Oberstadtdirektor
  • 1954 - 1975 : Kurt Seibt, Oberstadtdirektor
  • 1975 - 1985 : Hans Mohn, Stadtdirektor
  • 1985 - 1989 : Dr. Volker Oerter, Stadtdirektor
  • 1989 - 1995 : Dr. Otto-Werner Rappold, Stadtdirektor (vorzeitige Beendigung des AmtsverhĂ€ltnisses auf eigenen Wunsch mit Wirkung vom 2. Dezember 1995)
  • 1995 - 1999 : Ulrich Mock, Stadtdirektor (zunĂ€chst nur als allgemeiner Vertreter von Dr. Rappold bis 31. Januar 1997, danach als hauptamtlicher Stadtdirektor bestellt)

Wappen

Das Wappen der Stadt Siegen besteht aus drei Teilen. Im oberen Bereich wird der Bischof von Köln dargestellt, die Mauer symbolisiert die Stadt selber und im Tor ist der nassauische Löwe zu sehen. Die Farben blau und gelb sind die Farben des Hauses Nassau .

StÀdtepartnerschaften

Siegen unterhÀlt eine StÀdtepartnerschaft mit folgenden StÀdten beziehungsweise Bezirken:

  • Berlin-Spandau, seit 1952
  • Rijnsburg ( Niederlande ), seit 1963, Fortsetzung der Partnerschaft mit der neu gegliederten Stadt Katwijk ab 2006
  • Leeds ( Vereinigtes Königreich ), seit 1966
  • Ypern ( Belgien ), seit 1967
  • Zakopane ( Polen ), seit 1989
  • Plauen ( Sachsen ), seit 1990

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Theater

kĂŒnftiges Apollo-Theater
kĂŒnftiges Apollo-Theater

Mit dem Apollo-Theater (Umbau eines zentral in der Siegener Innenstadt gelegenen Kinos aus den 1930er Jahren, geplante Eröffnung Ende 2006) ist in Siegen einer der bedeutendsten Theater-Neubauten des laufenden Jahrzehnts vorgesehen.
Seit 1992 ist das Medien- und Kulturhaus LĂżz Spielort fĂŒr Kleinkunst, Kabarett, Musik und Theater in Siegen. Auf den zwei BĂŒhnen finden je Saison etwa 150 Veranstaltungen statt.

GrĂ¶ĂŸere Veranstaltungen finden in der BĂŒhne der Stadt (ca. 820 SitzplĂ€tze), der Siegerlandhalle (1.800 mÂČ, 2.300 SitzplĂ€tze) sowie der Bismarckhalle statt. Daneben gibt es regelmĂ€ĂŸig Konzerte und AuffĂŒhrungen unter freiem Himmel im Innenhof des Unteren Schlosses.

Orchester und Chöre

  • Philharmonie SĂŒdwestfalen
  • Bach-Chor Siegen
  • SĂ€ngerkreis Siegerland

Museen

Einen Besuch wert sind das Museum fĂŒr Gegenwartskunst (Dienstag bis Sonntag 11:00-18:00 Uhr, Donnerstag 11:00-20:00 Uhr, montags geschlossen) und die StĂ€dtische Galerie Haus Seel (stĂ€ndige Wechselausstellungen: Montag bis Freitag 14:00-18:00 Uhr, Samstag und Sonntag 10:00-13:00 Uhr und 14:00-20:00 Uhr, montags geschlossen).

GebÀude

Obwohl die Stadt im Zweiten Weltkrieg zu rund 80 % zerstört wurde, hat sich Siegen einige SehenswĂŒrdigkeiten bewahrt. So gibt es beispielsweise zwei Schlösser in Siegen - das Obere und das Untere Schloss.

Oberes Schloss

Die Höhenburg auf dem Siegberg wurde 1259 erstmals urkundlich erwĂ€hnt und war im Mittelalter die Stammburg des Hauses Nassau. Seit 1905 befindet sich hier das Siegerlandmuseum. Hier findet man neben Zeugnissen aus der Region, darunter einem (kĂŒnstlich angelegten) Schaubergwerk , auch zahlreiche GemĂ€lde. Den Schwerpunkt bilden dabei Arbeiten des wohl bekanntesten Sohns der Stadt, Peter Paul Rubens . Zudem befindet sich hier eine umfangreiche PortrĂ€tsammlung der Nassauer und Oranier. Das Dachgeschoss ist der Wohnkultur des 19. Jahrhunderts gewidmet. Eine KĂŒche aus dem Siegerland, eine Schlafstube und zahlreiche Möbel aus der Biedermeierzeit vermitteln einen Eindruck vom Leben in der Region.

Unteres Schloss

Am Ende des 17. Jahrhunderts entstand das Untere Schloss in seiner heutigen einem offenen Rechteck gleichenden Bauform. Die evangelische Linie des Hauses Nassau-Siegen residierte dort. Zu dem Schloss gehört auch der „Dicke Turm“ mit Glockenspiel. Im Jahr 1959 richtete die Stadt Siegen dort eine GedenkstĂ€tte fĂŒr Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ein. In dem Schloss befindet sich auch die Gruft des evangelischen Teils des Nassauischen FĂŒrstenhauses.

Heute dient das Schloss als Landesbehördenhaus , in dem der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW , das Staatliche Umweltamt NRW, das Amt fĂŒr Arbeitsschutz und die Justizvollzugsanstalt Attendorn - Zweiganstalt Siegen ansĂ€ssig sind. Nach PlĂ€nen der Stadt sollen in das Untere Schloss in den nĂ€chsten Jahren Teile der UniversitĂ€t ziehen, die Realisierung scheitert derzeit aber noch an der Finanzierung.

Kirchen

Zwei Kirchen in der Siegener Innenstadt sind hervorzuheben: Die aus dem 11. Jahrhundert stammende Martinikirche und die Nikolaikirche am Marktplatz mit ihrer außergewöhnlichen achteckigen Form und dem goldenen Krönchen (Wahrzeichen der Stadt) auf dem Stadtbild-prĂ€genden Turm der Kirche (deshalb bezeichnet man Siegen auch als Krönchenstadt). Eine weitere Kirche ist die von Jesuiten erbaute +Marienkirche (1702 bis 29 erbaut). Sehenswert ist auch die Altstadt Siegens sowie mehrere Museen in der Innenstadt.

denkmalgeschĂŒtzter Kugel-GasbehĂ€lter
denkmalgeschĂŒtzter Kugel-GasbehĂ€lter

Gasometer

Im SĂŒdwesten der Innenstadt am Fuße des Ziegenbergs befindet sich ein denkmalgeschĂŒtzter Kugel-GasbehĂ€lter . Er ist einer der Ă€ltesten, noch erhaltenen GasbehĂ€lter in Kugelform. Eine weitere Besonderheit ist seine genietete HĂŒlle. Von dieser Bauart sind weltweit nur noch zwei weitere GasbehĂ€lter bekannt: Einer in Schwerte und einer in Bielefeld. Der BehĂ€lter wurde zwecks Neu- und Umbau der Stadtautobahn HTS und des Wohnbereichs „Ziegenberg“ um einige Meter versetzt.

Sehenswertes in der Umgebung:

Touristisch empfehlenswert sind Wandertouren und AusflĂŒge in der landschaftlich reizvollen Umgebung Siegens. Einige kleinere StĂ€dte rund um Siegen wie Hilchenbach oder Freudenberg sind ebenfalls einen Besuch wert. Des Weiteren gibt es in der Umgebung einige berĂŒhmte Brauereien, die auch besichtigt werden können: z. B. Krombacher und Eichener Brauerei in Kreuztal, sowie weitere kleinere Brauereien.

Sport

Der Stadtsportverband Siegen umfasst 160 Sportvereine in denen insgesamt rund 37.000 Mitglieder tĂ€tig sind. Überregionale Bedeutung erlangte die Herrenfußballmanschaft der Sportfreunde Siegen im Leimbachstadion. Sie ist 2005 aus der Regionalliga SĂŒd in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Als 6-maliger Deutscher Meister war die Frauenfußball -Mannschaft des TSV Siegen in den neunziger Jahren sehr erfolgreich.

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

  • MĂ€rz bis November, 1. Samstag im Monat: Flohmarkt in Siegen Geisweid (seit 1970), keine Neuwaren
  • Juni bis August: "Mittwochs in" jeden Mittwoch andere Bands
  • Juni: Johannimarkt, Kirmes seit etwa 400 Jahren
  • Juni/Juli: Sommerfestival , Schauspiel, Kabarett, Theater, Musik und Kino seit etwa 1990
  • Juli: Stadtfest , alle auf gerade Zahlen endenden Jahre
  • Juli: Rubensfest, alle auf ungerade Zahlen endenden Jahre
  • August: Siegener Open-Air-Kino
  • August: Christopher Street Day (CSD), seit 2000
  • August: SILA (Siegerlandausstellung), alle zwei Jahre
  • Sommer: Straßenfest auf dem Kornmarkt
  • Oktober: BĂŒrgerfest
  • November: Geisweider Adventsmarkt, seit etwa 1985
  • Dezember: Weihnachtsmarkt, seit etwa 1980

Kulinarische SpezialitÀten

  • Riewekooche (Reibekuchen - Brot aus rohen Kartoffeln)
  • SiegerlĂ€nder KrĂŒstchen
  • Schanzenbrot
  • Krebelcher
  • Groffbroat
  • SiegerlĂ€nder Debbekooche
  • SiegerlĂ€nder BĂ€ckel
  • Duffelnsobbe (Kartoffelsuppe)
  • Grenge (Kringel)
  • Grinnchesbroare (Kaninchenbraten)
  • Kiernmelchsoabbe (Buttermilchsuppe)
  • Suerambe (Sauerampfer)
  • SiegerlĂ€nder Hirtentopf
  • Aejjerkaes (EierkĂ€se)

Sagenhaftes in Siegen

Der Dilldappe ist ein Fabelwesen aus dem Siegerland. Er lebt hauptsÀchlich im SiegerlÀnder Hauberg. Die Dilldappen sind eine Erfindung des Autors und Cartoonisten Matthias Kringe und erscheinen erstmalig Anfang der 1980er Jahre.

Infrastruktur und Wirtschaft

Verkehr

Luftverkehr

Im SĂŒden des Kreises in der Gemeinde Burbach liegt der Siegerlandflughafen, durch den Siegen an zahlreiche FlughĂ€fen in Deutschland angebunden ist.

Radverkehr

Die Stadt Siegen liegt am EuropĂ€ischen Fernwanderweg E1 , der von Mittelschweden bis Umbrien in Italien fĂŒhrt.

Schienen- und Busverkehr

Die Stadt Siegen liegt im Schnittpunkt folgender Eisenbahnstrecken

  • der zweigleisigen elektrifizierten Kursbuchstrecke 440 (Ruhr-Sieg-Strecke), auf der im Schienenpersonennahverkehr in der Regel im Stundentakt
der Ruhr-Sieg-Express (RE 16) und die Ruhr-Sieg-Bahn (RB 91) verkehren
  • der Kursbuchstrecke 443 (Rothaarbahn), auf der in der Regel im Stundentakt die Rothaar-Bahn (RB 93) verkehrt mit Anschluss in ErndtebrĂŒck an die Kursbuchstrecke 623 (Obere Lahntalbahn), auf der in der Regel im 2-Stunden-Takt die Obere Lahntal-Bahn (RB 94 /RMV-Linie 43) verkehrt.
  • der zweigleisigen elektrifizierten Kursbuchstrecke 445 (Dill-Strecke), auf der in der Regel im 2-Stunden-Takt
der Rhein-Sieg-Express (RE 9) und der Main-Sieg-Express (RE 99) und
im Stundentakt die Sieg-Dill-Bahn (RB 95) (nur von/bis Dillenburg) verkehren
  • der grĂ¶ĂŸtenteils zweigleisigen elektrifizierten Kursbuchstrecke 460 (Siegstrecke), auf der in der Regel im Stundentakt
der Rhein-Sieg-Express (RE 9) und die Sieg-Dill-Bahn (RB 95) (nur von/bis Au (Sieg)) verkehren.

Im Straßenpersonennahverkehr verkehren zahlreiche Buslinien , die Siegen auch mit seinen Nachbargemeinden und -stĂ€dten verbindet. Betreiber ist die VWS mit Sitz in Siegen. Am 18. MĂ€rz 1895 startete die Netphener Omnibusgesellschaft mit der ersten Omnibuslinie der Welt mit einem benzinbetriebenen Omnibus.

FĂŒr den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-SĂŒd (VGWS) und tarifraumĂŒberschreitend der NRW-Tarif.

Straßen

Im Fernstraßenbereich ist die Stadt Siegen an die Bundesautobahnen

die Bundesstraßen 54, 54 n , 62 und 62 n angebunden.

Das Stadtbild wird geprĂ€gt durch die HĂŒttentalstraße (HTS) (B 54 n/B 62 n), die als Stadtautobahn (in großen Teilen als Hochstraße ) das Stadtgebiet durchzieht.

Zurzeit wird die A 4 zwischen der AS 28 Wenden und Kreuztal neu gebaut. In Höhe des Kreuztaler Ortsteils Krombach wird sie in die HĂŒttentalstraße (B 54 n/B 62 n) ĂŒbergehen. Geplanter Fertigstellungstermin ist Juni 2006 . Auf dem zwölf Kilometer langen Abschnitt entstehen acht TalbrĂŒcken sowie zehn Unter- und ÜberfĂŒhrungen.

Wirtschaft

Siegen ist als Oberzentrum Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum von SĂŒdwestfalen. Die verarbeitende Industrie ist durch einen hohen Anteil metallverarbeitender Betriebe geprĂ€gt.

Einkaufsmöglichkeiten sind speziell mit den FußgĂ€ngerzonen Bahnhofsstraße und Kölner Tor (beide Siegen-Zentrum) sowie mit den Einkaufszentren City-Galerie (Siegen-Zentrum) und Siegerlandzentrum (Siegen-Weidenau) und der Einkaufsstraße Marburger Straße (Siegen-Zentrum) ausreichend vorhanden. Mit dem Sieg CarrĂ© (am Hauptbahnhof) befindet sich ein weiteres Einkaufszentrum im Bau. 2005 wurden ein IKEA -Möbelhaus sowie eine Filiale von Peek&Cloppenburg als weitere Einkaufsmagneten eröffnet.

Öffentliche Einrichtungen

Siegen ist Sitz eines Kreiswehrersatzamtes, der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein und einer Industrie- und Handelskammer (IHK), deren Kammerbezirk die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe umfasst.

Medien

In Siegen unterhĂ€lt der Westdeutsche Rundfunk (WDR) ein Studio, in dem die regionalen Fernseh- und Radionachrichten fĂŒr SĂŒdwestfalen produziert werden. Die tĂ€gliche Ausstrahlung erfolgt im Regionalfenster „SĂŒdwestfalen“ im Anschluss an die Sendung „Aktuelle Stunde“ im dritten Fernsehprogramm des WDR. Außerdem betreibt er auch eine Sendeanlage fĂŒr UKW-Hörfunk und TV (frĂŒher auch Mittelwelle) auf dem Giersberg.

Als Tageszeitung erscheinen in Siegen neben der Siegener Zeitung auch Lokalausgaben der WestfĂ€lischen Rundschau und der Westfalenpost. Mittlerweile erscheinen alle drei Zeitungen morgens, die Siegener Zeitung erschien bis zum Jahr 2000 als Nachmittagszeitung. Des weiteren befindet sich am Siegener „Obergraben“ das StudiogebĂ€ude des an Radio NRW angeschlossenen regionalen Radiosenders Radio Siegen. Radio Siegen nahm am 2. Juni 1990 den Sendebetrieb auf.

Bildungseinrichtungen

Bereits Anfang des 17. Jahrhunderts befand sich in Siegen in den GebĂ€uden des Unteren Schlosses fĂŒr wenige Jahrzehnte die Hohe Schule Herborn , nachdem diese dort wegen Ausbruchs der Pest aufgegeben werden musste.

Siegen ist heute Sitz der am 1. August 1972 als Gesamthochschule Siegen gegrĂŒndeten UniversitĂ€t Siegen.

Daneben gibt es in Siegen noch eine Fachhochschule fĂŒr Ökonomie & Management (FOM), eine 1990 von verschiedenen VerbĂ€nden der Wirtschaft gegrĂŒndete staatlich anerkannte Fachhochschule, die neben Siegen auch noch an folgenden Standorten ein Studienzentrum hat: Berlin, Duisburg, DĂŒsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, GĂŒtersloh, Hamburg, Leverkusen, Neuss und MĂŒnchen.

Ferner hat Siegen das komplette Angebot an allgemein bildenden und beruflichen Schulen. Siehe hierzu Bildungseinrichtungen in Siegen.

Siegener Stiftungen

  • Adolf-Saenger-Stiftung
  • August von Platen Stiftung Siegen
  • Diakonie-Stiftung Siegerland
  • Stiftung der Sparkasse Siegen fĂŒr Kunst und Kultur
  • Wilhelm MĂŒnker-Stiftung

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

Die Stadt Siegen hatte folgenden Personen das EhrenbĂŒrgerrecht verliehen:

  • 1887 : Heinrich von Achenbach , OberprĂ€sident der Provinz Brandenburg
  • 1891 : Otto von Bismarck , Reichskanzler
  • 1933 : Adolf Hitler , Reichskanzler
  • 1933 : Paul von Hindenburg , Generalfeldmarschall und ReichsprĂ€sident

FĂŒr alle bis hier Genannten ist laut Verordnung Nr. 21 zur abgeĂ€nderten Deutschen Gemeindeordnung vom 1. April 1946 die EhrenbĂŒrgerschaft erloschen.

EhrenbĂŒrger der frĂŒheren Stadt HĂŒttental

  • Prof. Dr. Josef Höfer, PrĂ€lat
  • Dr. h.c. Karl Barich, Vorstandsvorsitzender der Stahlwerke SĂŒdwestfalen

Söhne und Töchter der Stadt

(Folgende Persönlichkeiten sind in Siegen geboren. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Geburtsjahr. Ob sie ihren spÀteren Wirkungskreis in Siegen hatten oder nicht ist dabei unerheblich)

  • 1483 , Heinrich III. von Nassau (1483-1538), Graf von Nassau und Herr von Breda
  • 1525 , Tilemann Stella (1525-1589), Renaissance-Gelehrter und Bibliothekar, Mathematiker, Geometer, Kartograf und Astronom.
  • 1577 , Peter Paul Rubens (1577-1640), Barockmaler
  • 1650 , Joh. Heinrich Lorsbach (1650-1697), Stadtschöppe und BĂŒrgermeister von Siegen
  • 1704 , Johann Hermann Grimm (1704-1782), Pfarrer in Siegen (Engagiert im Kirchen- und Schulwesen in Siegen)
  • 1712 , Johann Heinrich Lorsbach (1712-1794), FĂŒrstlich Oran.-Nassauischer Geheimer Justizrat und Direktor der Justizkanzlei in Dillenburg und oberster Oran.-Nassauischer Richter
  • 1754 , Heinrich Adolph Grimm (1754-1813), Orientalist
  • 1790 , Adolf Diesterweg (1790-1866), PĂ€dagoge
  • 1854 , Heinrich Carl Friedrich Kreutz (1854-1907), Astronom und Herausgeber der "Astronomische Nachrichten"
  • 1890 , Fritz Busch (1890-1951), Dirigent (zahlreiche UrauffĂŒhrungen; Direktor der WĂŒrtt. Staatstheater 1919-22, Generalmusikdirektor der Deutschen Staatsoper)
  • 1891 , Adolf Busch (1891-1952), Komponist (Sinfonie, Klavier- und Violinkonzert, Kammermusik), Violinist
  • 1892 , Walter KrĂ€mer (1892-1941 im KZ Goslar), Abgeordneter der KPD im Preußischen Landtag, HĂ€ftling und Arzt im KZ Buchenwald, Gerechter unter den Völkern
  • 1893 , Willi Busch (1893-1951), Schauspieler
  • 1895 , Paul Giesler (1895-1945 Suizid in Berchtsgaden), MinisterprĂ€sident von Bayern 1942-45
  • 1896 , Michael Keller (1896-1961), Bischof von MĂŒnster 1947-61
  • 1896 , Heinrich Gontermann (1896-1917), MilitĂ€rpilot im Ersten Weltkrieg
  • 1896 , Friedrich Middelhauve (1896-1966); Politiker ( FDP , MdB , MdL (Nordrhein-Westfalen), NRW-Landesminister fĂŒr Wirtschaft und Verkehr, FDP-Landesvorsitzender
  • 1897 , Hermann Busch (1897-1975)], Cellist
  • 1900 , Heinrich Busch (1900-1929), Pianist und Komponist
  • 1900 , Erich Schneider (1900-1970), Professor und Wirtschaftstheoretiker
  • 1909 , Ernst Achenbach (1909-1991), deutscher Politiker ( FDP , MdB , MdL (Nordrhein-Westfalen)
  • 1905 , Lothar Irle (1905-1974), SiegerlĂ€nder Heimatforscher und Schriftsteller
  • 1915 , Werner Böhmer , Richter am Bundesverfassungsgericht von 1965-1983
  • 1927 , Herbert SchĂ€fer (1927-1991), Fußballspieler und Fußballtrainer
  • 1931 , Bernd Becher, weltbekannter Fotograf (zusammen mit seiner Ehefrau Hilla Becher erhielt er zahlreiche Auszeichnungen; Hauptarbeiten: Industriebauten, WassertĂŒrme)
  • 1937 , Otfried Hofius , Professor fĂŒr Evangelische Theologie in TĂŒbingen
  • 1937 , Hannjost Lixfeld , Volkskundler und ErzĂ€hlforscher
  • 1940 , Heinfried Birlenbach , Leichathlet und Olympiateilnehmer
  • 1940 , Ulf Stötzel, BĂŒrgermeister der Stadt Siegen 1999-
  • 1941 , Karin Tietze-Ludwig, Journalistin und Fernsehsprecherin, bis 2001 "Lottofee" der ARD
  • 1943 , Rolf Stommelen (1943-1983 tödlich verunglĂŒckt in Riverside/ USA), Formel 1-Rennfahrer
  • 1947 , Josef Clemens, deutscher Kurienbischof und SekretĂ€r des PĂ€pstlichen Laienrates
  • 1951 , Wolfgang Neuser , seit 2005 GeneralsekretĂ€r des CVJM-Gesamtverbands in Deutschland
  • 1952 , Reinhard Goebel , Barockgeiger
  • 1957 , Dirk Metz, StaatssekretĂ€r und Sprecher der Hessischen Landesregierung (seit 1999)
  • 1960 , Marlies Bier , Sprach-KĂŒnstlerin
  • 1961 , Matthias Kringe, Autor und Cartoonist " Dilldappen "
  • 1963 , Kerstin MĂŒller, Fraktionssprecherin der GRÜNEN im Bundestag (1994-2002)
  • 1967 , Navid Kermani , Orientalist und Islamwissenschaftler
  • 1967 , Hansjörg Weißbrich , Cutter (Deutschen Fernsehpreis 2000)
  • 1971 , Crauss , Schriftsteller
  • 1979 , Sascha BĂ€cker , deutscher Fußballspieler bei den Sporfreunden Siegen
  • 1980 , Sabrina Mockenhaupt , Leichtathletin und Teilnehmerin der Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen
  • 1982 , Florian Kringe, Fussballspieler bei Borussia Dortmund
  • 1983 , Moritz Volz, Fussballspieler beim FC Fulham

Literatur

  • Heinrich Silbergleit: Preußens StĂ€dte: Denkschrift zum 100jĂ€hrigen JubilĂ€um der StĂ€dteordnung vom 19. November 1808. Heymann, Berlin 1908
  • Heinrich von Achenbach: Die Haubergs-Genossenschaften des Siegerlandes. Nach dem Druck von Bonn 1863 neu hrsg. v. Stadt Siegen, Forschungsstelle Siegerland, Siegen 1963
  • Heinrich von Achenbach: Geschichte der Stadt Siegen. Erg. Nachdr. der Ausg. VorlĂ€nder, Siegen 1894. Verlag Die Wielandschmiede, Kreuztal 1983
  • Heinrich von Achenbach: Aus des Siegerlandes Vergangenheit. 2. erg. Nachdr. der Ausg. Siegen 1898. Verlag Die Wielandschmiede, Kreuztal 1982
  • Erich Keyser (Hrsg.): WestfĂ€lisches StĂ€dtebuch. In: Deutsches StĂ€dtebuch. Band III 2. Teilband. Kohlhammer, Stuttgart 1954
  • Walther Hubatsch (Hrsg.): Westfalen. In: Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 – 1945. Band 8 Reihe A: Preußen. Marburg an der Lahn 1980, ISBN 3-87969-123-1

Weblinks

Wikiquote: Siegen – Zitate
Commons: Siegen, Germany – Bilder, Videos oder Audiodateien

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