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Letzte Änderung für Artikel Schiffshebewerk Henrichenburg: 19.02.2006 21:26

Schiffshebewerk Henrichenburg

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Altes Schiffshebewerk
Altes Schiffshebewerk
Altes Schiffshebewerk nachts fotografiert Extraschicht 2003
Altes Schiffshebewerk nachts fotografiert Extraschicht 2003
Neues Schiffshebewerk
Neues Schiffshebewerk
Modell der gesamten Anlage; von oben nach unten: neues Hebewerk, neue Schleuse, alte Schleuse, altes Hebewerk
Modell der gesamten Anlage; von oben nach unten: neues Hebewerk, neue Schleuse, alte Schleuse, altes Hebewerk

Das Schiffshebewerk Henrichenburg ist eine Kanalstufe des Dortmund-Ems-Kanals in Waltrop-Oberwiese.

Auf dem GelÀnde befinden sich neben dem neuen Hebewerk von 1962 (TroglÀnge 90 m, Breite 12 m) und einer Sparschleuse von 1989 (190 m LÀnge, 12 m Breite, 4 m Drempeltiefe ) noch eine stillgelegte Schachtschleuse von 1912 und das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg von 1899 .

Das alte Schiffshebewerk war in der Lage, den damals ĂŒblichen Dortmund-Ems-Kanal-Normalkahn von 67 m LĂ€nge, 8,2 m Breite und 2 m Tiefgang auf eine Höhe von 14 m in die Wasserhaltung des Dortmunder Hafens zu heben. Ein vollstĂ€ndiger Senk- und Hebevorgang dauerte nur etwa 25 min und war damit deutlich schneller als mit den zur gleichen Zeit ĂŒblichen Schleusen . Zudem verbrauchte der Hubvorgang kaum Wasser aus der Dortmunder Haltung, deren gesamtes Wasser aus der unteren Haltung durch Pumpen bereit gestellt werden musste.

Die technisch Ă€ußerst interessante Konstruktion kam mit einem vergleichsweise kleinen Antrieb aus zur Hebung der einige tausend Tonnen schweren Lasten von Schiff und wassergefĂŒllten Trog. Die Lösung wurde damals im Auftrieb der insgesamt fĂŒnf zylindrischen Schwimmer gefunden, die in 40 m tiefe wassergefĂŒllte Brunnen eintauchten. Ihr Auftrieb war stets genauso groß wie das Gewicht von Schiff und Trog. Somit genĂŒgte ein relativ kleiner elektrischer Motor zur Überwindung der ReibungswiderstĂ€nde , um die Last aufwĂ€rts oder abwĂ€rts in Bewegung zu setzen. Den Bewegungsablauf steuerten dabei vier Gewindespindeln aus Stahl mit einem Außendurchmesser von 280 mm und einer LĂ€nge von ĂŒber 20 m. Die Rohlinge der Spindeln wurden bei der Herstellung der LĂ€nge nach auf einen Innendurchmesser von 110 mm aufgebohrt , um eventuelle Fehler im Material aufspĂŒren zu können und die Spindeln bei Frosttemperaturen mit Abdampf vor dem Einfrieren zu schĂŒtzen.

Das gleiche Prinzip der Konstruktion wurde auch am neuen Hebewerk von 1962 verwendet, jedoch mit nur noch zwei SchimmerschÀchten und Schwimmern..

Nach der Inbetriebsetzung des neuen Hebewerkes wurde das alte Hebewerk kurzfristig stillgelegt. Einige Zeit spĂ€ter ( 1963 ) versuchte man eine Wiederinbetriebnahme. Dabei stellte sich heraus, dass sich der Trog auf halbem Wege eingeklemmt hatte und sich in keine der beiden Endlagen bewegen ließ. In diesem Zustand ist das Hebewerk bis heute verblieben und nach weiteren 30 Jahren als MuseumsstĂŒck konserviert worden.

Das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg ist Bestandteil des WestfÀlischen Industriemuseums und ein zentraler Ankerpunkt der Route der Industriekultur.

Das Hebewerk ist das grĂ¶ĂŸte und spektakulĂ€rste Bauwerk im Verlauf des alten Dortmund-Ems-Kanals. Es wurde am 11. August 1899 durch Kaiser Wilhelm II. eingeweiht.

Nach der endgĂŒltigen Stilllegung verfiel das Hebewerk. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe beschloss 1979 das technische Denkmal als Standort des WestfĂ€lischen Industriemuseums aufzubauen. Nach Restaurierung und Rekonstruktion ist das Alte Schiffshebewerk ohne Wiederherstellung der ursprĂŒnglichen Funktion zusammen mit seinem unteren Vorhafen (Unterwasser), dem oberen Vorhafen und einem StĂŒck Kanal als Museum eröffnet.

Das Alte Schiffshebewerk ist eine Eisenfachwerkkonstruktion mit fĂŒnf SchwimmerschĂ€chten. Der Trog und die steinernen Oberhaupt- und UnterhaupttĂŒrme sind begehbar.

Im ehemaligen Kessel- und Maschinenhaus sind Maschinen, Modelle und Bilder zu sehen.

Im unteren Vorhafen (Unterwasser) liegen das Polizei- und Feuerlöschboot Cerberus von 1930 und das MotorgĂŒterschiff Franz-Christian von 1929 mit der Ausstellung Ein Arbeitsleben an Bord im Laderaum.

Auf einem 400 m langen Kanalabschnitt im Anschluss an den oberen Vorhafen zeigt das Museum eine Sammlung historischer Schiffe und schwimmender ArbeitsgerĂ€te, eine Anlege- und Verladestelle fĂŒr GĂŒterschiffe, eine Hellinganlage zur Schiffsreparatur mit historischem Drehkran von 1906 und den Kanaldurchlass mit altem Klapptor von 1914 sowie eine historische HubbrĂŒcke von 1897 .

Das Neue Schiffshebewerk wurde im Dezember 2005 wegen technischer Probleme außer Betrieb genommen. Eine erneute Inbetriebnahme ist aus KostengrĂŒnden fraglich.

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Koordinaten: 51° 34â€Č 47" N, 7° 18â€Č 17" E

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