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Letzte Änderung für Artikel Zeche Hugo: 18.01.2006 21:03

Zeche Hugo

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Die Zeche Hugo war ein Steinkohlebergwerk in Gelsenkirchen- Buer .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1870 - 1914

In den Jahren 1870 bis 1872 wurden diverse Mutungsbohrungen westlich von Buer f√ľndig. Unter Leitung des Essener Kaufmanns Hugo Honigmann wurde durch Anteilseigner aus Essen, M√ľhlheim und Buer am 24. M√§rz 1873 die Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Hugo gegr√ľndet und am 2. April 1874 bergrechtlich genehmigt.

1873 wurde an der Landstra√üe nach Horst mit dem Abteufen des ersten Schachtes begonnen. 1875 konnte dieser in Betrieb gehen. Er wurde mit dem ersten eisernen F√∂rderger√ľst der Bauart Promnitz in Deutschland ausgestattet.

Aufgrund technischer Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme des Schachtes wurde bald der Zufluss ausländischen Kapitals notwendig. Aus diesem Grunde wurde die bergrechtliche Gewerkschaft Hugo 1881 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, an der der international agierende Montankonzern Harpener AG die Aktienmehrheit hatte.

1881 bis 1885 wurde am Br√∂√üweg der Schacht 2 abgeteuft, und als F√∂rderschacht eingerichtet. Dieser Schacht wurde mit einem Tomson-Bock ausgestattet. Im S√ľdfeld folgte nun von 1891 bis 1895 der Schacht 3.

Zur Konzentration der Förderung auf die Schachtanlagen 1 und 2 wurden diese mit der Zeit zu Doppelschachtanlagen ausgebaut. Es wurden niedergebracht:

  • von 1899 bis 1902 neben Schacht 1 der Schacht 4. Er erhielt einen Tomson-Bock als F√∂rdereinrichtung.
  • von 1905 bis 1909 neben Schacht 2 der Schacht 5. Hier wurde ebenfalls ein Tomson-Bock errichtet, der letzte, der im Bergwerksbesitz der Harpener AG errichtet wurde.

1906 erhielt die Schachtanlage 2/5 zusätzlich eine Kokerei . Eine 1914 auf Schacht 1/4 angeblasene Kokerei mußte kurz danach wieder außer Betrieb genommen werden.

Die Abbaubetriebe wurden nach und nach modernisiert. Es wurden verst√§rkt Sch√ľttelrutschenf√∂rderungen eingesetzt.

1914 - 1960

Nach dem ersten Weltkrieg f√ľhrte die Harpener AG mehrere Zusammenfassungsma√ünahmen durch. 1928 folgte die Au√üerbetriebnahme der F√∂rderschachtanlage 3. Sie wurde als Seilfahrt- und Wetterschachtanlage fortbetrieben. 1930 wurde ferner die Kokerei Hugo 2/5 stillgelegt.

Ab 1934 wurde wegen der geänderten politischen Rahmenbedingungen wieder der Ausbau der Zeche in Angriff genommen. Die Aufbereitungsanlagen Schacht 2/5 wurden umfangreich erneuert.

Der östliche und nördliche Grubenfeldbereich wurde nach und nach durch Seilfahrtschachtanlagen aufgeschlossen.

  • 1934 bis 1936 wurde Schacht Hugo 6 niedergebracht. Dieser Schacht wurde sp√§ter Hugo-Ost genannt.
  • 1940 folgte an der Grenze zu Scholven der Schacht 7, genannt Hugo-Nord. Dieser ging 1944 in Betrieb.

1944 erlitt die Schachtanlage 2/5 schwere Bombensch√§den. Die F√∂rderung mu√üte auf die Schachtanlage 1/4 verlagert werden. Nach Behebung der Kriegssch√§den und Ausstattung des Schachtes 2 mit Gef√§√üf√∂rderung wurde 1947 die F√∂rderung nach Hugo 2/5 zur√ľckverlegt. Die Schachtanlage 1/4 stellte endg√ľltig die F√∂rderung ein. Gleichzeitig wurde aber auf 1/4 eine neue Kokerei mit 140 Koks√∂fen in Betrieb genommen.

1952 wurde die Zeche Hugo gemäß Beschluss des Alliierten Kontrollrates aus der Harpener AG ausgegliedert, und der Essener Steinkohlenbergwerke AG zugeordnet.

Ab 1954 wurde die Anlage 2/5 umfassend ausgebaut. Die neuen Geb√§ude wurden durch den Architekten Fritz Schupp gestaltet. 1957 bis 1960 wurde auf 2/5 der neue F√∂rderschacht 8 niedergebracht, welcher mit Gro√üraumwagenf√∂rderung die Hauptf√∂rderung √ľbernahm. Neben ihm wurde eine komplett neue Aufbereitung errichtet. Dieses Ensemble ist ebenfalls durch Schupp gestaltet worden.

1960 - 1997

1967 wurde der nicht mehr ben√∂tigte Schacht 3 verf√ľllt. 1968 ging die Zeche Hugo in die neugegr√ľndete Ruhrkohle AG ein. Das Kraftwerk Hugo 2/5/8 wurde von der Steinkohlen Elektrizit√§t AG (STEAG) √ľbernommen.

1971 konnte die Zeche viele der im Rahmen des Gesamtanpassungsplans der Ruhrkohle freigesetzten Bergleute der ehemaligen Zeche Graf Moltke √ľbernehmen.

Es wurden weitere Modernisierungsma√ünahmen durchgef√ľhrt. Die Gef√§√üf√∂rderkapazit√§t des Schachtes Hugo 2 wurde vergr√∂√üert. Dazu erhielt der Schacht 1974 ein neues Stahlkastenger√ľst mit Vierseilf√∂rderung, um die F√∂rderung in 30t-Gef√§√üen zu erm√∂glichen.

Ab 1973 wurde verst√§rkt der Abbau der Flammkohlenvorr√§te der ehemaligen Zeche Graf Bismarck in Angriff genommen. Dazu mu√üte das S√ľdfeld wettertechnisch besser erschlossen werden. Daher wurde von 1974 bis 1979 der Schacht Hugo 9 als reiner Wetterschacht abgeteuft.

1977 wurde die Kokerei 1/4 endg√ľltig stillgelgt. Die Sch√§chte 1/4 wurden mit kleineren F√∂rderanlagen ausgestattet.

Die Förderung 1980 betrug 3,5 Mio t Fett- , Gas- und Gasflammkohle bei 5000 Beschäftigten.

1986 wurde der Schacht 5 mit einer Turmfördermaschine ausgestattet, um als zentraler Seilfahrt und Materialschacht dienen zu können.

Am 1. Januar 1993 wurde die Zeche Hugo gem√§√ü der Beschl√ľsse der Kohlerunde mit der Zeche Consolidation und Nordstern zum Bergwerk Hugo/Consolidation zusammengeschlossen.

Stillegung

Aufgrund weiterer notwendiger Anpassungsmaßnahmen erfolgte am 1. April 1997 der Verbund mit dem Bergwerk Ewald/Schlägel & Eisen zum Bergwerk Ewald-Hugo. Die Förderung wurde nach Ewald verlagert. Dieses Bergwerk wurde am 30. April 2000 geschlossen.

Heutiger Zustand

Die verbliebenen Sch√§chte sind zwischen 1997 und 2001 verf√ľllt worden. Im Anschluss erfolgte der fast restlose Abbruch der Tagesanlagen aller Schachtanlagen, auch der umfangreichen Schupp'schen Geb√§ude auf Hugo 2/5/8 und Geb√§uden aus der Gr√ľnderzeit , der mit der Sprengung des Kraftwerks auf Hugo 2/5/8 seinen Abschluss fand.

Einer Initiative ehemaliger Bergleute von Hugo ist es zu verdanken, da√ü F√∂rderger√ľst und F√∂rdermaschine Hugo 2 nicht abgebrochen wurden. Sie wurden 2005 von der Stadt Gelsenkirchen √ľbernommen, und werden als Museum eingerichtet. Ebenfalls ist das Torgeb√§ude Hugo 1/4 erhalten.

Gemeinsam mit der Halde Rungenberg und mit der Siedlung Sch√ľngelberg in der direkten Umgebung geh√∂rt die Zeche zur Route der Industriekultur.

Weblinks


Koordinaten: 51¬į 34‚Ä≤ 08‚Ä≥ N, 07¬į 02‚Ä≤ 03‚Ä≥ O

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