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Letzte Änderung für Artikel Essen-Heisingen: 21.01.2006 21:31

Essen-Heisingen

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Rathaus
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Zeche Karl Funke I an der Ruhr
Zeche Karl Funke I an der Ruhr

Heisingen ist ein Essener Stadtteil, 796 erstmals erwähnt.

Inhaltsverzeichnis

A. Heisingen im Mittelalter

Die Heisinger Geschichte ist im Mittelalter eng verbunden mit zwei geistlichen Gemeinschaften und deren wirtschaftlicher und politischer Ausstrahlung: Das des Werdener Kloster, um 800 von dem friesischen Missionar Liudger (*ca. 742 - † 809 ) gegründet, erwarb schon im 9. Jahrhundert in Heisingen Besitz. Diese Güter waren fortan Bestandteile der sich stark entwickelnden Werdener Grundherrschaft in diesem Raum mit den Fronhöfen Barkhoven und Viehausen (bei Essen-Werden) bzw. dem Lehen Haus Heisingen und wurden schließlich zu Beginn des 13. Jahrhunderts in die damals entstehende Landesherrschaft der Werdener Äbte integriert. Die um die Mitte des 9. Jahrhunderts gegründete Essener Frauengemeinschaft ist seit dem 9./ 10. Jahrhundert im Besitz des Fronhofes Eickenscheidt (bei Essen- Steele ) gewesen. Von diesem Fronhof hingen auch eine Anzahl Heisinger Hofstellen ab, ohne dass im späten Mittelalter mehr als eine wirtschaftliche Abhängigkeit vom Essener Damenstift gegeben war.

Dem entsprach es auch, dass der Essener Zehntbezirk im Süden nur bis in die Gegend von Rellinghausen reichte, während sich daran, das Heisinger Gebiet umfassend, die Zehntberechtigung und der Pfarrsprengel des Werdener Klosters anschloss. Pfarrkirche für die Heisinger blieb somit fast während des ganzen Mittelalters die Werdener Abteikirche bzw. die Kirche St. Lucius oder Neukirchen. Erst im Jahre 1493 erhielt Heisingen eine Kapelle, die bald dem heiligen Georg gewidmet war.

Die Geschichte Heisingens lässt sich also bis in das 9. Jahrhundert zurückverfolgen. Es besteht daher kaum Anlass, den zum Jahre 834 erwähnten Ort mit dem frühmittelalterlichen Waldgebiet nördlich der unteren Ruhr, dem Heissi-Wald, so in Verbindung zu setzen, als ob die Belege für den Heissi-Wald als frühe Bezeichnungen für Heisingen zu gelten hätten. Es ist klar, dass beide topographischen Namen denselben Ursprung haben, nämlich das germanische (Bestimmungs-) Wort +hais, hes für „Wald, Busch, Gehölz“, verwandt mit dem lateinischen caesus. Doch wird der Name Heissi in den Urkunden von 796 bzw. 800 ausschließlich für den „Wald, der Heissi genannt wird“, benutzt und damit immerhin mindestens für ein Waldgebiet von Heisingen bis Mülheim-Heißen. Der Ortsname Heisingen ist indes erstmals in der Urkunde von 834 als „Ort, der Heisingen genannt wird“, belegt, wobei das Suffix -ing(en) im Siedlungsnamen der Bezeichnung von Personenverbänden (u.a. Siedlungen) dient. Die zu 796 und 800 erwähnten Rodungen im Heissi-Wald dürften mithin kaum etwas mit der Siedlung Heisingen zu tun haben. Es bliebe noch, das Alter der -ingen- Siedlungsnamen im Rheinland zu ermitteln. Jedoch sind die relativ wenigen (rechtsrheinischen) Ortsnamen auf -ingen nicht aussagekräftig genug, daraus eine zeitliche Schicht für die Entstehung der betreffenden Siedlungen herzuleiten. Es mag uns daher hier genügen, festzustellen, dass es sich um eine ältere Namenschicht handelt.

B. Heisingen in frĂĽher Neuzeit und Moderne

folgt

Literatur

  • BETTECKEN, WINFRIED, Stift und Stadt Essen. Coenobium Astnideä und Siedlungsentwicklung bis 1244 (= Quellen und Studien 2) , MĂĽnster 1988
  • BLOK, DIRK PETER, De oudste particuliere Oorkonden van het klooster Werden. Een diplomatische Studie met enige uitweidingen over het onstaan van dit soort oorkonden in het algemeen (= Van Gorcum's Historische Bibliotheek 61), Assen 1960
  • BĂ–TEFĂśR, MARKUS, BUCHHOLZ, GEREON, BUHLMANN, MICHAEL, Bildchronik 1200 Jahre Werden, Essen 1999
  • Heisingen frĂĽher und heute, hg. v. HANS-GERD TOSCH, Essen o.J.
  • KĂ–TZSCHKE, RUDOLF, Studien zur Verwaltungsgeschichte der GroĂźgrundherrschaft Werden an der Ruhr, Leipzig 1901
  • SCHĂ„FER, KARL HEINRICH, Geschichte des Oberhofs Eickenscheidt (im Gebiete der gefĂĽrsteten Reichsabtei Essen mit besonderer RĂĽcksicht auf die rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse), in: BeitrrGEssen 32 (1910), S.1-125
  • SCHĂ„FER, K[ARL] HEINRICH, ARENS, FRANZ (Hg.), Urkunden und Akten des Essener MĂĽnsterarchivs (= BeitrrGEssen 28), Essen 1906
  • STĂśWER, WILHELM (Bearb.), Die Reichsabtei Werden an der Ruhr (= Germania Sacra, Neue Folge 12, Erzbistum Köln 3), Berlin-New York 1980
  • WIRTZ, WILHELM, Die Marken in den Stiftern Essen und Rellinghausen. Eine verfassungs- und wirtschaftsgeschichtliche Untersuchung, in: BeitrrGEssen 43 (1926), S.14-144

AbkĂĽrzungen

  • BeitrrGWerden = Beiträge zur Geschichte des Stiftes Werden

Wikipedia

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