fair-hotels . Ein Service wie gemalt
Reiseführer Übersicht Deutschland Österreich Schweiz Bauwerke nach Stil

Werbung

Letzte Änderung für Artikel Essen: 18.02.2006 21:05

Essen

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Karte
Stadtwappen der kreisfreien Stadt Essen Lage der kreisfreien Stadt Essen in Deutschland
Wahlspruch: Essen, die Einkaufsstadt
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : DĂŒsseldorf
Landschaftsverband: Rheinland
Regionalverband Ruhr
Kreis : Kreisfreie Stadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 51° 27' n. Br., 07° 01' Ă¶. L.
51° 27' n. Br., 07° 01' Ă¶. L.
durchschn. Höhenlage: 116 m NN
FlĂ€che : 210,37 kmÂČ
Einwohner : 584.632 (1. Oktober 2005)
Bevölkerungsdichte : 2779 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen : 45001-45359
Vorwahlen : 0201, 02054 (Essen-Kettwig)
Kfz-Kennzeichen : E
GemeindeschlĂŒssel : 05 1 13 000
UN/LOCODE : DE ESS
Gliederung des
Stadtgebiets:
9 Stadtbezirke mit
50 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Porscheplatz 1
45121 Essen
Webseite: www.essen.de
Politik
OberbĂŒrgermeister : Wolfgang Reiniger ( CDU )
Schuldenstand: 1,070342 Mrd. €
(Stand: 31. Dezember 2002)
Bevölkerung (Stand: 31. Dezember 2002)
Arbeitslosenquote : 16,9 % (1. MĂ€rz 2005)
AuslÀnderanteil : 11,5 %
Altersstruktur:
0-18 Jahre: 16,8 %
18-65 Jahre: 62,5 %
ab 65 Jahre: 20,7 %

Essen ist eine Stadt im Zentrum des Ruhrgebiets in Nordrhein-Westfalen. Die Kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk DĂŒsseldorf ist eines der Oberzentren des Landes und zĂ€hlt mit etwa 590.000 Einwohnern zu den grĂ¶ĂŸten deutschen StĂ€dten. Je nach ZĂ€hldatum und Quelle nimmt sie neben Dortmund und Stuttgart den 6. bis 8. Platz ein. Essen ist Mitglied im Landschaftsverband Rheinland und im Regionalverband Ruhr.

FrĂŒher eines der wichtigsten Zentren der Montanindustrie in Deutschland (mit eigener Kuxbörse ), hat Essen heute - wiewohl noch immer industriell geprĂ€gt - einen starken Dienstleistungssektor entwickelt. Die Stadt ist seit 1958 römisch-katholischer Bischofssitz und seit 1972 UniversitĂ€tsstadt. Anfang 2003 wurde die UniversitĂ€t Essen mit der Gerhard-Mercator-UniversitĂ€t in Duisburg zur UniversitĂ€t Duisburg-Essen vereinigt. 2005 gewann Essen die nationale Auswahl fĂŒr die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2010.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Essen liegt im Zentrum des Ruhrgebietes nördlich des Flusses Ruhr, der zwischen den Stadtteilen Kupferdreh, Heisingen und Werden den Baldeneysee bildet. Die mittlere Höhenlage der Stadt betrĂ€gt 116 Meter ĂŒ. NN . Die höchste Erhebung des Stadtgebiets befindet sich in Heidhausen und betrĂ€gt 202,5, die tiefste Stelle in Karnap misst 26,5 Meter ĂŒ. NN .

Die grĂ¶ĂŸte Ausdehnung des Stadtgebiets betrĂ€gt in Nord-SĂŒd-Richtung 21 km und in West-Ost-Richtung 17 km.

Nachbargemeinden

Folgende StÀdte grenzen an die Stadt Essen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:
Gelsenkirchen und Bochum (beides kreisfreie StĂ€dte), Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis), Velbert, Heiligenhaus und Ratingen (alle Kreis Mettmann), MĂŒlheim an der Ruhr, Oberhausen und Bottrop (alles kreisfreie StĂ€dte) sowie Gladbeck (Kreis Recklinghausen)

Stadtgliederung

Panorama der Essener Innenstadt vom Tetraeder in Bottrop aus gesehen. Im Hintergrund die Ruhrhöhen.
Panorama der Essener Innenstadt vom Tetraeder in Bottrop aus gesehen. Im Hintergrund die Ruhrhöhen.
Das Stadtgebiet Essens besteht aus 9 Stadtbezirken . In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung mit jeweils 19 Mitgliedern. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher . Die Stadtbezirke werden mit römischen Zahlen und mit einem besonderen Namen, der teilweise auch aus mehreren Stadtteilnamen besteht, gekennzeichnet. Die 9 Stadtbezirke sind in insgesamt 50 Stadtteile unterteilt. Die meisten der Stadtteile waren frĂŒher einmal selbststĂ€ndige Gemeinden und verloren ihre SelbstĂ€ndigkeit durch Eingemeindung . Die Stadtteile werden mit einer zweistelligen arabischen Zahl gekennzeichnet.

Geschichte

StiftsgrĂŒndung

Um 850 grĂŒndet der spĂ€tere Bischof von Hildesheim, Altfrid, ein Damen stift (coenobium Astnide) vermutlich auf eigenem Grund, genannt Astnithi (was möglw. "Gegend im Osten" bedeutet). Aus dieser Bezeichnung wird sich spĂ€ter - ĂŒber die Latinisierung "Assindia" - der heutige Stadtname Essen herleiten. Als erste Äbtissin setzte er seine Verwandte Gerswit ein (siehe auch: Stift Essen).

Seit etwa 800 (799) gibt es etwas weiter sĂŒdlich, im heutigen Stadtteil Werden, das Kloster Werden, ein Benediktiner -Kloster, das die Missionsarbeit bei den Sachsen im Harzraum (Helmstedt/Halberstadt) vorantreiben soll. Das Damenstift soll vornehmlich die Töchter der sĂ€chsischen Adeligen versorgen. Beide, Damenstift und Kloster, stehen bereits im vollstĂ€ndig christianisiertem Umfeld. Um etwa 852 wird mit dem Bau der Stiftskirche begonnen, die 870 fertiggestellt wird. Um das Damenstift herum gibt es bereits vor seiner Errichtung eine Befestigung und einige Gehöfte. Die Kirche wird nach einem Großbrand 946 , der auch die Ansiedlung vernichtet, erheblich erweitert; auf ihren Fundamenten steht heute das Essener MĂŒnster im Zentrum der Stadt. Das erste belegbare urkundliche Datum fĂŒr Essen ist 898 : zu dieser Zeit werden dem Stift vom lothringischen König Zwentibold linksrheinische Besitzungen vermacht. Eine Urkunde, welche scheinbar aus dem Jahr 870 stammt und die StiftsgrĂŒndung beschreibt, wird heute im allgemeinen als FĂ€lschung aus dem 11. Jahrhundert betrachtet; auch scheinen zum Zeitpunkt der FĂ€lschung keine Ă€lteren Dokumente vorgelegen zu haben, wie bis vor einiger Zeit noch angenommen wurde.

Dieses Damenstift (in dem sich zur Feier der Messe Kanoniker aufhielten) war kein Kloster, sondern eine Art Wohn- und BildungsstĂ€tte fĂŒr unverheiratete Töchter und Witwen des Hochadels; geleitet wurde es von einer Äbtissin, diese war als einzige zum Ablegen eines KeuschheitsgelĂŒbdes verpflichtet.

Eine der bemerkenswertesten dieser Damen ist die Äbtissin Mathilde. Sie ist Enkelin des Kaisers Otto I., und ĂŒbernimmt die Stiftsleitung ab 971 . Vierzig Jahre lenkt sie die Geschicke des Stifts (und der zugehörigen LĂ€ndereien), und sie schafft es, den Kirchenschatz um wertvollste StĂŒcke (unter anderem die Goldene Madonna, die Ă€lteste vollplastische Madonnenfigur der Welt) zu bereichern. Nach Mathilde ĂŒbernimmt Sophia die Stiftsleitung, Tochter Kaiser Ottos II.

1041 , unter der Stiftsleitung durch die dritte Dame königlichen GeblĂŒtes in Folge, Theophanu, einer Enkelin Ottos II., erhĂ€lt das schon 1003 als Stadt erwĂ€hnte Essen das Marktrecht . Zehn Jahre spĂ€ter, 1051 , wird das MĂŒnster ein weiteres Mal verĂ€ndert und erweitert: dieser Anbau ist der Ostteil mit Krypta , in dem die drei zuletzt genannten Äbtissinnen bestattet sind.

Das Damenstift, das bis dato nur einflussreicher Landbesitzer war, bekommt 1216 seine Position als FĂŒrstensitz offiziell bestĂ€tigt: Kaiser Friedrich II. nennt die damalige Äbtissin in einem Brief ReichsfĂŒrstin - was sie dem Abt des nahe gelegenen Klosters Werden gleichstellt.

1244 marschiert der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden in Essen ein und lĂ€sst, gemeinsam mit den BĂŒrgern der Stadt, eine Stadtmauer errichten. Essen wird zur Stadt, erhĂ€lt ein eigenes Siegel und das Stadtrecht . Die Stiftsdamen sind damit zumindest zeitweise entmachtet, und die Essener BĂŒrger entwickeln ein BĂŒrgerbewusstsein.

König Rudolf bestĂ€tigt zwar 1290 wieder der FĂŒrstĂ€btissin ihre Landeshoheit ĂŒber die Stadt, kann diese aber nicht vollstĂ€ndig wiederherstellen: Die BĂŒrgerschaft liegt im Konflikt mit dem Stift, die wachsende Stadt fordert die Selbstverwaltung: 1336 gibt es den ersten Versuch, die Reichsunmittelbarkeit zu erhalten, es dauert aber noch ĂŒber vierzig Jahre, bis 1377 , dann gewĂ€hrt Kaiser Karl IV. der Stadt den begehrten Titel der freien Reichsstadt - fĂŒnf Jahre, nachdem er der damals amtierenden Äbtissin Elisabeth von Nassau das genaue Gegenteil bestĂ€tigt hatte.

Aus dem 14. Jahrhundert stammen auch die ersten Belege ĂŒber bergmĂ€nnische TĂ€tigkeiten in Essen: 1349 erhĂ€lt die FĂŒrstĂ€btissin das Recht, die BodenschĂ€tze auszubeuten, 1354 wird nachweislich Silber abgebaut. Kohle in Essen wird zwar 1371 zum ersten Mal erwĂ€hnt, aber das erste Kohlebergwerk ist erst fĂŒr 1450 verzeichnet.

Die Auseinandersetzungen zwischen Stadt und Stift um die Vorherrschaft in der Region halten an bis zur Auflösung des Stiftes 1803 . Immer wieder gibt es rechtliche Streitereien. Einer der Prozesse dauert geschlagene 200 Jahre, bis das Reichskammergericht 1670 entscheidet, die Stadt mĂŒsse zwar den Äbtissinen gebĂŒhrenden Gehorsamb in Gebott und Verbott leisten, dĂŒrfe aber trotzdem alle alten Gewohnheitsrechte behalten. Somit bleibt die Situation zwischen Stadt und Stift bis zur SĂ€kularisierung ungeklĂ€rt und konkurrenzbeladen. 1563 schließt sich die Stadt der Reformation an (20 Jahre, bevor sie die Reichsunmittelbarkeit und damit das Recht dazu hatte) und wird evangelisch. Als Kirche dient die Marktkirche, die aus dem 11. Jahrhundert stammt (urspr. St. Gertrudis). Dem katholischen Stift (das ĂŒber keine Truppen verfĂŒgte, mit denen irgendetwas durchzusetzen gewesen wĂ€re) bleibt in dieser Situation nichts anderes als zuzuschauen.

Am Ende des 16. / Beginn des 17. Jahrhunderts wird Essen nachweislich Waffenschmiede, ein Titel, mit dem es sich jahrhundertelang identifizieren wird; solange, bis die riesigen Lettern Essen - die Waffenschmiede des Reiches, die dreihundert Jahre spĂ€ter gegenĂŒber dem Hauptbahnhof prangen sollten, nach dem Zweiten Weltkrieg durch Essen - die Einkaufsstadt ersetzt werden. Gegen 1570 prosperiert das BĂŒchsenmacherhandwerk. 1620 produziert die Essener Schmiede 14.000 Gewehre und Pistolen; die Stadt wird strategisch interessant.

Der DreißigjĂ€hrige Krieg

Essen um 1647
Essen um 1647

Im DreißigjĂ€hrigen Krieg stehen sich die evangelische Stadt und das Stift gegenĂŒber. Die damalige Äbtissin Maria Clara von Spaur und Vallier holt 1623 die katholischen Spanier nach Essen, um gegenreformatorisch gegen die evangelische Stadt vorzugehen. 1624 wird ein Rekatholisierungsgesetz erlassen, der Kirchgang der BĂŒrger kontrolliert. Die Stadt, nicht das Stift, ist fĂŒr Kost und Logis der Besatzungstruppen zustĂ€ndig. 1628 klagen die Essener dagegen vor dem Reichskammergericht .

1629 stĂŒrmen die HollĂ€nder die Stadt. Maria Clara flieht am 4. November dieses Jahres ins katholische Köln. Im Sommer 1631 kommt sie im Gefolge einer bayerischen Garnison unter Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim zurĂŒck, muss aber schon im September wieder abziehen. Maria Clara stirbt 1644 in Köln.

Insgesamt sind die Essener vom Krieg schwer geschlagen, es kommt immer wieder zu Verhaftungen, zur Verschleppung von Menschen und zur Pressung in den Kriegsdienst.

Auch nach dem WestfÀlischen Frieden bleiben die Truppen noch eine Zeit lang, die letzten Truppen verlassen Essen am 9. September 1650 .

Industrialisierung

[...] Der Industrielle Friedrich Grillo stiftet der aufstrebenden Stadt 1892 ein Theater und Opernhaus. Das heute noch unter dem Namen Grillo-Theater als Stadttheater fungierende GebĂ€ude wird im neoklassizistischen Stil in der Stadtmitte errichtet und am 16. September 1892 mit einer AuffĂŒhrung von Gotthold Ephraim Lessings Minna von Barnhelm eingeweiht.

Eingemeindungen

Das Gebiet der heutigen Stadt Essen gehörte vor 1800 zum Reichsstift Essen (Essen, Stadtrecht seit 1244 , Altenessen , Borbeck und Steele), zur Reichsabtei Werden (Stadt Werden, Stadtrecht seit 1256 sowie Bredeney, Heisingen und Kettwig) und zum Herzogtum Berg. Die einzelnen Orte innerhalb des Herzogtums Berg verteilten sich auf folgende Verwaltungen: Kettwig vor der BrĂŒcke (Amt Angermund), Fulerum und Haarzopf (Herrschaft Broich) sowie Dilldorf und Voßnacken (Herrschaft Hardenberg). Das Dorf Oefte war zwischen dem Herzogtum Berg und der Reichsabtei Werden strittig. (Burg-)Altendorf, Horst und Königssteele, das vor 1718 nur Steele hieß und bereits seit der Wende des 15. Jahrhundert zum 16. Jahrhundert Stadt war, gehörten zum Landkreis Hörde in der preußischen Grafschaft Mark. In französischer Zeit kam das gesamte Gebiet zum Großherzogtum Berg und 1815 an Preußen . Danach gehörten die Orte zu den Landkreisen Essen, Mettmann und DĂŒsseldorf im Regierungsbezirk DĂŒsseldorf beziehungsweise zum Landkreis Bochum im Regierungsbezirk Arnsberg. Diese vier Landkreise verĂ€nderten sich in den folgenden Jahrzehnten mehrmals, bis sie entweder ganz aufgelöst oder umbenannt und in ihrem Zuschnitt stark verĂ€ndert wurden. Einen Landkreis Essen gab es zunĂ€chst bis 1823 , als er mit dem Landkreis Dinslaken zum Landkreis Duisburg vereinigt wurde, und erneut ab 1857 . Er umfasste die StĂ€dte Essen, Kettwig, MĂŒlheim an der Ruhr, Steele und Werden sowie die BĂŒrgermeistereien Altenessen, Borbeck, Kettwig-Land, MĂŒlheim-Land, Steele-Land, Styrum und Werden-Land. 1873 wird die Stadt Essen ausgekreist und aus dem Landkreis Essen der neue Landkreis MĂŒlheim an der Ruhr gebildet.

FĂŒrstin Franziska-Christine-Stiftung in Steele
FĂŒrstin Franziska-Christine-Stiftung in Steele

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts umfasste das Stadtgebiet von Essen lediglich die alte Reichsstadt beziehungsweise das Reichsstift Essen . Ab 1901 folgten in die stetig wachsende Stadt eine Reihe von GebietsĂ€nderungen: 1901 wurde die BĂŒrgermeisterei Altendorf eingemeindet, das erst 1874 von der BĂŒrgermeisterei Borbeck gelöst worden war. 1905 folgte die BĂŒrgermeisterei RĂŒttenscheid, die bis 1884 Teil der BĂŒrgermeisterei Stoppenberg, danach der BĂŒrgermeisterei Rellinghausens und erst ab 1900 eigenstĂ€ndig war. Das seit 1874 zur BĂŒrgermeisterei Stoppenberg gehörende Huttrop wurde 1908 geschluckt. 1910 ging die BĂŒrgermeisterei Rellinghausen teilweise in Essen auf (jedoch ohne Heisingen, das zunĂ€chst selbstĂ€ndige BĂŒrgermeisterei wurde), ebenfalls wurde Fulerum aus der BĂŒrgermeisterei Heißen gelöst und an Essen angegliedert. Die BĂŒrgermeistereien Borbeck, Altenessen und Bredeney wurden 1915 aufgelöst und ihr Gebiet zum Teil nach Essen eingemeindet, aus dem ehemaligen Borbeck ging jedoch ein kleiner Teil Frintrops an Oberhausen; Karnap, vorher ein Teil Altenessens, wurde selbststĂ€ndig. (Bredeney war bis 1902 Teil von Kettwig-Land, dann eigene BĂŒrgermeisterei Zweihonnschaften, 1903 umbenannt in Bredeney; Unterbredeney kam jedoch 1915 zu Werden; zu Bredeney gehörte seit 1910 der ab 1846 zur BĂŒrgermeisterei MĂŒlheim-Land und ab 1878 zur BĂŒrgermeisterei Heißen im Landkreis MĂŒlheim an der Ruhr gehörige Ort Haarzopf.)

Am 1. August 1929 wurde der Landkreis Essen aufgelöst und seine Gemeinden ĂŒberwiegend in die Stadt Essen eingegliedert. Lediglich die Stadt Kettwig blieb selbstĂ€ndig und wurde dem Landkreis DĂŒsseldorf-Mettmann angegliedert. Aufgelöst wurden die Stadt Steele (mit den 1876 eingegliederten, damals zur BĂŒrgermeisterei Steele-Land gehörigen Teilen von Bergerhausen und dem 1926 eingegliederten Amt Königssteele, das 1885 aus den zum Amt Wattenscheid gehörigen Orten Eiberg, Freisenbruch und Königssteele sowie aus dem zum Amt Hattingen gehörigen Ort Horst gebildet worden war und zum Landkreis Hattingen, frĂŒher Landkreis Bochum, gehörte), die Stadt Werden (mit dem 1915 eingegliederten Unterbredeney), die BĂŒrgermeisterei Heisingen (ab 1910 selbstĂ€ndige BĂŒrgermeisterei), die BĂŒrgermeisterei Karnap, die BĂŒrgermeisterei Kray (bis 1906 zur BĂŒrgermeisterei Stoppenberg, dann eigene BĂŒrgermeisterei Kray-Leithe und 1921 Umbenennung in Kray), die BĂŒrgermeisterei Kupferdreh (bis 1896 zur BĂŒrgermeisterei Werden-Land, dann eigene BĂŒrgermeisterei; 1899 Eingliederung der Bauernschaft Dilldorf (BĂŒrgermeisterei Hardenberg) und Teilen der Bauernschaften Rodberg und Voßnacken), die BĂŒrgermeisterei Überruhr ( 1857 als BĂŒrgermeisterei Steele-Land gebildet und 1894 umbenannt), die BĂŒrgermeisterei Werden-Land ( 1857 gebildet), sowie das Amt Stoppenberg ( 1874 aus Teilen der BĂŒrgermeisterei Altenessen gebildet; Rotthausen wurde jedoch 1923 nach Gelsenkirchen eingegliedert).

Eine zweite Phase der StadtvergĂ¶ĂŸerung folgte erst weit nach dem zweiten Weltkrieg , 1970 kam das sĂŒdlich gelegene Altendorf unter dem heutigen Namen Burgaltendorf (Landkreis Bochum, ab 1885 Landkreis Hattingen, ab 1929 Ennepe-Ruhr-Kreis) zu Essen, 1975 wurde die Stadt Kettwig (Kreis DĂŒsseldorf-Mettmann, mit der grĂ¶ĂŸtenteils 1875 eingegliederten Gemarkung Kettwiger Umstand, dem 1857 gebildeten und 1929 eingegliederten Amt Kettwig-Land, dem 1930 eingegliederten Kettwig vor der BrĂŒcke und dem 1936 eingegliederten Oefte, das seit 1897 zur BĂŒrgermeisterei Heiligenhaus und zuvor zur BĂŒrgermeisterei Velbert gehörte) aufgelöst und nach Essen eingemeindet.

Religionen

Essener MĂŒnster; im Hintergrund das Rathaus
Essener MĂŒnster; im Hintergrund das Rathaus

Christentum

Essen gehörte von Anfang an zum Erzbistum Köln und war dem Achidiakonat des Dompropstes unterstellt, welches von der Essener Äbtissin beansprucht wurde. Ein vom Erzbischof investierter Offizial verwaltete das Gebiet des Stiftes und der Stadt. Die Pfarrkirche war ursprĂŒnglich die Abteikirche. SpĂ€ter wurde St. Gertrud fĂŒr den nördlichen Bereich (mit Altenessen und Karnap) und St. Johann fĂŒr den sĂŒdlichen Bereich (mit Altendorf, Frohnhausen, Holsterhausen, Frillendorf, RĂŒttenscheid und Huttrop) der Stadt Pfarrkirche. Ab 1524 wurde in der Stadt gelegentlich evangelisch gepredigt. Im Jahre 1543 trat ein evangelischer Prediger auf und ab 1560 wurde in der St. Gertrudiskirche auch deutsch gesungen. Auf Beschluss des Rates der Stadt wurde 1563 die Reformation endgĂŒltig eingefĂŒhrt. Die Stadt versuchte damit ihren Status als Freie Reichsstadt zu festigen. Ab 1563 war damit die St. Gertrudiskirche dauerhaft den Protestanten zur Nutzung ĂŒberlassen worden. Danach nahm die MĂŒnsterkirche den Rang der Essener Pfarrkirche fĂŒr die Katholiken ein. Fortan waren somit in Essen beide Konfessionen nebeneinander vertreten. Das Stift blieb katholisch, die Stadt war evangelisch. Gab es ab 1571 unter den Protestanten zunĂ€chst nur eine lutherische Gemeinde, so wurde ab 1655 vom Rat auch eine reformierte Gemeinde anerkannt. Ab 1605 konnte die Gegenreformation teilweise Fuß fassen, was zur Folge hatte, dass die St. Gertrudiskirche teilweise wieder katholisch wurde. Die endgĂŒltige Aufgabe der Reichsfreiheit musste die Stadt 1670 zwar anerkennen, doch war dies ohne Folgen fĂŒr die bisherigen konfessionellen Unterschiede. Bis 1802 wurden die kirchlichen Angelegenheiten vom Rat beziehungsweise vom Stift erledigt. Die reformierte Gemeinde war autonom. Das VerhĂ€ltnis beider Konfessionen war etwa ausgewogen.

1802 wurde die lutherische Gemeinde Essen dem preußischen Konsistorium der Grafschaft Mark, 1809 dem klevisch-lutherischen Konsistorium des Großherzogtums Berg und ab 1815 der DĂŒsseldorfer Kreissynode zugeteilt. Sie gehörte damit zur Evangelischen Kirche in Preußen beziehungsweise dessen spĂ€teren rheinischen Provinzialkirche. Essen wurde Sitz einer Superintendentur , aus dem spĂ€ter der Kirchenkreis Essen hervorging. Dieser wurde spĂ€ter in die drei Kirchenkreise Essen-Mitte, Essen-Nord und Essen-SĂŒd innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geteilt. Zu den drei Kirchenkreisen gehören heute insgesamt 31 Kirchengemeinden . Diese bilden zusammen mit den drei Kirchenkreisen seit 1972 den „Evangelischen Stadtkirchenverband Essen“.

Bild:St-Lucius-Kirche (Essen-Werden).jpg

Die katholischen Pfarreien gehörten auch nach 1802 zum Erzbistum Köln. 1958 wurde Essen Sitz eines eigenen Bistums.

Die mittlerweile 58 Pfarrgemeinden gehören zum Stadtdekanat Essen, das sich in die Dekanate Essen-Mitte, Essen-Altendorf, Essen-Borbeck, Essen-Heisingen-Kupferdreh, Essen-Rellinghausen, Essen-Steele, Essen-Stoppenberg und Essen-Werden aufteilt. Gemeinsam bilden sie den katholischen Stadtkirchenverband / Gemeindeverband (K. d. ö. R.) (seit 1925 ) als TrĂ€ger kirchlicher Aufgaben auf Stadtebene (Familienbildung, Jugendseelsorge/Jugendberufshilfe, Beratungsdienste, Öffentlichkeitsarbeit) und als Dienstleister und Zweckverband der Gemeinden. Die Katholische Stadtkirche ist zentral erreichbar im Katholischen Stadthaus (Bernestr. 5 - 45127 Essen) [1] . Das Stadtdekanat Essen umfasst etwa ein Viertel der Katholiken und der Gemeinden des Bistums. Die Pfarrgemeinden des heutigen Stadtteils Essen-Kettwig gehören nach wie vor zum Dekanat Ratingen und damit zum Erzbistum Köln.

Mittlerweile wird jedoch die Essener Bistumsstruktur sehr grundlegend verĂ€ndert. In der Stadt Essen soll es ab 2009 nur noch zehn sogenannte Großpfarreien (kirchliche Körperschaften) geben, die weitere Pfarrbezirke (Gemeinden) umfassen. Langfristig sollen auch bis zu 26 katholische Kirchen in Essen aufgegeben werden. Weiterhin werden die inhaltlichen Dienste und Angebote der katholischen Kirche reduziert und neu - zentraler - strukturiert. Auch die Anzahl der katholischen KindertagesstĂ€tten wird den finanziellen und demografischen Entwicklungen angepasst.

Auch in den heute zu Essen gehörigen StĂ€dten und Gemeinden wurde im 16. Jahrhundert teilweise und sogar fast ausschließlich die Reformation eingefĂŒhrt. Zum Beispiel wurde in Werden ab 1583 in der Clemenskirche evangelisch gepredigt. Im 17. Jahrhundert entstand auch eine reformierte Gemeinde. Steele wurde ab 1554 evangelisch. Um 1600 war fast ganz Steele protestantisch, wobei danach die Kirche aber von den Lutheranern, den Reformierten und den Katholiken zum Teil unter großen Reibereien gemeinsam genutzt wurde. In Kettwig trat 1609 die ganze Bevölkerung zum reformierten Bekenntnis ĂŒber.

Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden in Essen gibt es auch noch verschiedene Freikirchen , darunter mehrere Evangelisch-freikirchliche Gemeinden ( Baptisten ), Evangelisch-methodistische Gemeinden ( Methodisten ), apostolische Gemeinden ( Apostolische Gemeinschaft ) und Freie Evangelische Gemeinden (FeG).

Ferner ist in Essen auch die Neuapostolische Kirche vertreten.

Judentum

Der jĂŒdischen Kultusgemeinde gehören 794 Mitglieder an. Sie verfĂŒgt ĂŒber eine Mikwe , einen Friedhof, einen Kindergarten, eine Bibliothek, einen Sportverein (Makkabi) und ein Jugendzentrum. Der Gemeinderabbiner ist orthodoxer Ausrichtung.

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung
Bevölkerungsentwicklung

1896 ĂŒberschritt die Einwohnerzahl der Stadt Essen die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1905 hatte die Stadt 230.000 Einwohner, bis 1925 verdoppelte sich diese Zahl auf 470.000. Um 1965 hatte die Einwohnerzahl von Essen mit etwa 730.000 ihren historischen Höchststand erreicht. Im Jahre 2005 hat die Stadt 585.000 Einwohner.

Experten gehen davon aus, dass die Bevölkerungszahl bis zum Jahre 2021 um weitere 64.000 Einwohner zurĂŒckgehen wird. Die Zahl der 18-50jĂ€hrigen nimmt ab, die Zahl der ĂŒber 65jĂ€hrigen wird grĂ¶ĂŸer; neben anderen StĂ€dten im Ruhrgebiet ist die Überalterung in Essen im Gegensatz zur restlichen Bundesrepublik Deutschland wesentlich fortgeschrittener.

Es folgt eine Übersicht mit den Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um SchĂ€tzungen, danach um VolkszĂ€hlungsergebnisse (Âč) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bevölkerung", ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die "Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1503 3.000
1803 3.480
1818 3.600
1822 4.842
1. Dezember 1834 Âč 5.660
3. Dezember 1849 Âč 8.813
3. Dezember 1861 Âč 20.800
3. Dezember 1864 Âč 31.300
3. Dezember 1867 Âč 40.700
1. Dezember 1871 Âč 51.513
1. Dezember 1875 Âč 54.790
1. Dezember 1880 Âč 56.944
1. Dezember 1885 Âč 65.064
Jahr Einwohner
1. Dezember 1890 Âč 78.706
2. Dezember 1895 Âč 96.128
1. Dezember 1900 Âč 118.862
1. Dezember 1905 Âč 231.360
1. Dezember 1910 Âč 294.653
1. Dezember 1916 Âč 447.974
5. Dezember 1917 Âč 454.792
8. Oktober 1919 Âč 439.257
16. Juni 1925 Âč 470.524
16. Juni 1933 Âč 654.461
17. Mai 1939 Âč 666.743
31. Dezember 1945 488.035
29. Oktober 1946 Âč 524.728
Jahr Einwohner
13. September 1950 Âč 605.411
25. September 1956 Âč 698.925
6. Juni 1961 Âč 726.550
31. Dezember 1965 727.460
27. Mai 1970 Âč 698.434
31. Dezember 1975 677.568
31. Dezember 1980 647.643
31. Dezember 1985 619.991
25. Mai 1987 Âč 623.427
31. Dezember 1990 626.973
31. Dezember 1995 614.861
31. Dezember 2000 595.243
30. September 2005 584.632

Âč VolkszĂ€hlungsergebnis

Geschichtsvereine

Eine Vielzahl Essener BĂŒrger beschĂ€ftigen sich haupt - oder ehrenamtlich mit der Geschichte der Stadt Essen und der Essener Stadtteile. Die meisten von ihnen haben sich zur "Arbeitsgemeinschaft Essener Geschichtsinitiativen" zusammengeschlossen.

Der im Jahre 1880 gegrĂŒndete Historische Verein fĂŒr Stadt und Stift Essen e.V. ist einer der Ă€ltesten Geschichtsvereine Deutschlands.

Politik

Die Verwaltung der Stadt Essen oblag anfangs dem Stift beziehungsweise dessen untergeordneten Beamten. Seit 1335 werden zwei BĂŒrgermeister aus der Mitte des Rates an der Spitze der Stadt erwĂ€hnt, wobei einer der beiden zugleich der Rentmeister ist. Ab dem 14. Jahrhundert gewann der Rat zunehmend an Bedeutung. In jener Zeit konnte Essen sogar die Reichsfreiheit erlangen, welche sie spĂ€ter jedoch wieder aufgeben musste. Der Rat wurde jĂ€hrlich gewĂ€hlt. Ab 1602 wurde aufgrund einer neuen KĂŒrordnung der Rat indirekt durch 11 Kurherren der Gilden und Ämter gewĂ€hlt. Zu den 14 Ratsmitgliedern gehörten zwei BĂŒrgermeister und ein Rentmeister. 1804 ersetzte der preußische Staat den Rat durch einen Magistrat . 1807 wurde die großherzoglich-bergische dann preußische Munizipalverfassung eingefĂŒhrt. Nach EinfĂŒhrung der StĂ€dteordnung 1856 gab es einen BĂŒrgermeister und ein Rat. Der BĂŒrgermeister erhielt spĂ€ter den Titel OberbĂŒrgermeister .

WĂ€hrend der Zeit der Nationalsozialisten wurde der OberbĂŒrgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die MilitĂ€rregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen OberbĂŒrgermeister ein und 1946 fĂŒhrte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewĂ€hlten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wĂ€hlte anfangs aus seiner Mitte den OberbĂŒrgermeister als Vorsitzenden und ReprĂ€sentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tĂ€tig war. Des Weiteren wĂ€hlte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen OberbĂŒrgermeister . Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und ReprĂ€sentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewĂ€hlt.

BĂŒrgermeister

OberbĂŒrgermeister seit 1868

  • 1868 - 1886 : Albert Theodor Gustav Hache
  • 1886 - 1906 : Erich Zweigert
  • 1906 - 1918 : Albert Heinrich Friedrich Wilhelm Holle
  • 1918 - 1924 : Dr. Hans Luther (Zentrum)
  • 1924 - 1932 : Dr. Clemens Emil Bracht (Zentrum)
  • 1932 - 1933 : Heinrich SchĂ€fer (Zentrum)
  • 1933 - 1937 : Dr. Theodor Reismann-Grone
  • 1937 - 1945 : Just Dillgardt
  • 1945 - 1946 : Dr. Hugo Rosendahl
  • 1946 : Heinz Renner (KPD)
  • 1946 - 1949 : Dr. Gustav Heinemann (CDU)
  • 1949 - 1956 : Dr. Hans Toussaint (CDU)
  • 1956 - 1969 : Wilhelm Nieswandt (SPD)
  • 1969 - 1984 : Horst Katzor (SPD)
  • 1984 - 1989 : Peter Reuschenbach (SPD)
  • 1989 - 1999 : Annette JĂ€ger (SPD)
  • 1999 - heute: Dr. Wolfgang Reiniger (CDU)

Oberstadtdirektoren 1946 - 1999

  • 1946 - 1950 : Dr. Hugo Rosendahl
  • 1950 - 1957 : Dr. h.c. Hellmuth Greinert
  • 1957 - 1963 : Dr. Friedrich Wolff
  • 1964 - 1974 : Dr. Karl-Heinz Rewoldt
  • 1974 - 1981 : Dr. Ernst Finkemeyer
  • 1982 - 1995 : Kurt Busch
  • 1995 - 1999 : Hermann Hartwich

Gemeinderat

Nach der letzten Kommunalwahl vom 26. September 2004 verteilen sich die insgesamt 82 Sitze im Gemeinderat der Stadt Essen wie folgt:

CDU SPD GRÜNE Essener
BĂŒrgerbĂŒndnis
FDP
Alternative Essen
REP PDS DKP Essen steht AUF Gesamt
2003 32 28 9 4 3 2 2 1 1 82

Stadtwappen

Stadtwappen der kreisfreien Stadt Essen
Stadtwappen der kreisfreien Stadt Essen
Hotel Handelshof mit Wappen
Hotel Handelshof mit Wappen

Das Wappen der Stadt Essen stellt eine heraldische Besonderheit dar: Es besteht aus zwei Schilden und ist somit ein so genanntes Allianzwappen. Diese mĂŒssten normalerweise in einem gespaltenen Schild zusammen gefasst werden, nicht so jedoch beim Essener Wappen.

Das Essener Wappen zeigt unter der FĂŒrstenkrone also zwei einzelne Schilde. Im linken Schild findet sich auf goldenem Grund der deutsche Doppeladler , jedoch ohne Zepter und Reichsapfel . Im rechten Schild auf blauem Grund ein goldenes Richtschwert. Die Krone ist wie der gesamte Aufbau recht unheraldisch, sie bezieht sich auf das FĂŒrstentum Essen (eigentlich mĂŒsste Essen als Stadt eine Mauer verwenden). Der Doppeladler symbolisiert die Reichsunmittelbarkeit der Stadt, das Schwert steht fĂŒr die Stadtheiligen Cosmas und Damian , die mit diesem Schwert hingerichtet worden sein sollen.

Das Wappen in der gegenwĂ€rtigen Form wurde 1887 vom Berliner Maler Emil Doepler gestaltet, und von der Stadt gegen einigen Widerstand von Heraldikern durchgesetzt. Eine Version mit korrekterem Aufbau begrĂŒĂŸt die Besucher, die den Bahnhof in Richtung Stadt verlassen, auf dem Dach des gegenĂŒberliegenden Hotels Handelshof. Das Wappen verwendet einen gespaltenen Schild und die Mauer anstelle der Krone.

Dem Wappen wurden die gegenwÀrtigen Stadtfarben Blau und Gelb entnommen.

StÀdtepartnerschaften

Essen unterhÀlt mit folgenden StÀdten eine StÀdtepartnerschaft :

  • Sunderland ( Vereinigtes Königreich ), seit 1949
  • Tampere ( Finnland ), seit 1960
  • Grenoble ( Frankreich ), seit 1974
  • Nischni Nowgorod ( Russische Föderation ), seit 1991
  • Tel Aviv-Jaffa ( Israel ), seit 1991

Wirtschaft und Infrastruktur

AnsÀssige Unternehmen

Essen ist der Sitz einiger großer deutscher Konzerne: Neben Deutschlands fĂŒnft grĂ¶ĂŸtem Industrieunternehmen RWE AG (siehe Bild unter Stadtbild) und dessen Tochterunternehmen RWE-Power und RWE Rhein-Ruhr, haben auch sein ehemaliges Tochterunterhmen HOCHTIEF (bis 2004 ), sowie Aldi -Nord, STEAG , KarstadtQuelle_AG , die RAG (ehemals Ruhrkohle AG) und Eon-Ruhrgas hier ihre Konzernzentralen. Einer der grĂ¶ĂŸten Pressekonzerne Deutschlands, die WAZ-Gruppe, hat in Essen ihren Sitz. Coca-Cola Deutschland war bis 2003 in Essen ansĂ€ssig, als der Firmensitz nach Berlin verlegt wurde. Der SchuhhĂ€ndler Deichmann ist in Essen-Borbeck ansĂ€ssig. Die Degussa AG beheimatet mit der Goldschmidt GmbH in der Mitte Essens ein wichtiges Unternehmen der Chemieindustrie.

Essen war lange Zeit Krupp -Stadt; einst war das WerksgelĂ€nde der Firma Krupp grĂ¶ĂŸer als das restliche Stadtgebiet. Diese Zeiten sind seit dem Zweiten Weltkrieg vorbei, und seit der Fusion mit Thyssen ist die Firma Krupp nur noch mit einigen wenigen Tochterfirmen in Essen beheimatet. Im Zuge der wirtschaftspolitischen Profilierungsbestrebungen, die sich gegenwĂ€rtig viele StĂ€dte auf die Fahne geschrieben haben, setzt Essen den Fokus statt auf Schwerindustrie auf die Bereiche Energie; die hier ansĂ€ssige RWE , RAG und Eon-Ruhrgas mit ihren diversen Töchtern legen dies auch nahe.

Die Messe Essen ist ebenfalls ein wichtiger Faktor des Wirtschaftslebens, neben einigen kleineren Messen haben sich hier vor allem eine auf die Versorgungswirtschaft ausgerichtete Messe (E-WORLD - ENERGY & WATER) sowie die Jugendmesse YOU etabliert, die als Europas grĂ¶ĂŸte Jugendmesse in der Regel etwa 300.000 meist jugendliche Besucher anzieht. Ebenso zieht die Weltmesse des Pferdesports, die Equitana, seit Jahren zahlreiche Besucher an. ErwĂ€hnenswert ist ebenfalls die Essener Motorshow.

Medien

In Essen unterhĂ€lt der Westdeutsche Rundfunk (WDR) ein Studio. Hier werden die Regionalprogramme fĂŒr das mittlere Ruhrgebiet produziert und ausgestrahlt. Beide regionalen Zeitungen, die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) und Neue Ruhr-Zeitung (NRZ) werden vom WAZ -Konzern verlegt.

Bildungseinrichtungen

Älteste höhere Bildungseinrichtung ist die Folkwang-Hochschule Essen. Sie wurde 1927 als Folkwang-Schule fĂŒr Musik gegrĂŒndet. 1929 wurde die Folkwangschule fĂŒr Gestaltung integriert, seit 1972 ein Fachbereich der UniversitĂ€t-Gesamthochschule Essen. Die Folkwang-Hochschule erhielt 1962 den Rang einer Musikhochschule. 1972 wurde diese mit den Konservatorien in Essen und Duisburg zur Staatlichen Hochschule fĂŒr Musik Ruhr zusammen gefasst. Seither hat die Folkwang-Hochschule Essen auch eine Abteilung in Duisburg.

1972 wurde die UniversitĂ€t-Gesamthochschule Essen gegrĂŒndet, in welche die PĂ€dagogische Hochschule, mehrere Ingenieurschulen, die Höhere Fachschule fĂŒr Sozialarbeit und Wirtschaft sowie das Klinikum Essen integriert wurden. 2003 fusionierte diese mit der UniversitĂ€t Duisburg zur heutigen UniversitĂ€t Duisburg-Essen. Die Fachhochschule fĂŒr Ökonomie und Management (FOM) nahm 1994 / 95 ihren Studienbetrieb auf. Sie wurde als Fachhochschule fĂŒr BerufstĂ€tige von Institutionen der unternehmerischen Wirtschaft ins Leben gerufen.

Weitere Organisationen

Essen ist Sitz des Bistums Essen, der UniversitĂ€t Duisburg-Essen, der Industrie- und Handelskammer Essen, MĂŒlheim an der Ruhr und Oberhausen, dem Regionalverband Ruhr, dem Ruhrverband sowie der Landesanstalt fĂŒr Immissionsschutz Nordrhein-Westfalen, weiterhin des Rheinisch-WestfĂ€lischen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung und des Stifterverbands fĂŒr die Deutsche Wissenschaft sowie der Deutschen Kommunistischen Partei DKP .

Verkehr

Ruhrschnellweg
Ruhrschnellweg
Essener Hauptbahnhof an der Freiheit
Essener Hauptbahnhof an der Freiheit

In Essen gibt es 3.227 Straßen mit einer GesamtlĂ€nge von 1.595 km.

Essen verfĂŒgt mit dem Hauptbahnhof ĂŒber einen ICE - Fernbahnhof und Regionalbahnhof . Hinzu kommen die Regionalbahnhöfe Altenessen, Borbeck, Steele, Kupferdreh und Kray-SĂŒd sowie 22 S-Bahn-Stationen.

Im EisenbahngĂŒterverkehr ist Essen jedoch nach Stilllegung des östlich vom Hauptbahnhof gelegenen Rangierbahnhofes kein Eisenbahnknoten mehr. Von Hartmut Mehdorn wurde kĂŒrzlich eine Verlegung des Hauptbahnhofes in den Bereich des heutigen Westbahnhofes ins GesprĂ€ch gebracht, da dieser mehr rĂ€umliche Ausdehnungsmöglichkeiten besitzt als der heutige, sehr enge Hauptbahnhof.

Den öffentlichen Personennahverkehr ( ÖPNV ) bedient die EVAG ( Essener Verkehrs AG ) mit derzeit (2003) 48 Omnibuslinien (GesamtlĂ€nge 459 km), 7 Straßenbahnlinien (GesamtlĂ€nge 83 km) und 3 Stadtbahnlinien (GesamtlĂ€nge 29 km). Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr zu benutzen.

Stadtbild

RWE-Turm
RWE-Turm
Alte Synagoge
Alte Synagoge
Markt Margarethenhöhe
Markt Margarethenhöhe
Zeche Zollverein
Zeche Zollverein
Aalto-Theater (Opernhaus)
Aalto-Theater (Opernhaus)
Saalbau Essen
Saalbau Essen

Die Stadt verfĂŒgt ĂŒber zahlreiche Verwaltungsbauten aus dem gesamten letzten Jahrhundert, angefangen bei dem GebĂ€ude der Emschergenossenschaft ( Wilhelm Kreis ) bis zum RWE-Turm (Ingenhoven, Overdiek und Partner). Viele GebĂ€ude aus dem ersten Drittel des Zwanzigsten Jahrhunderts bestimmen das Bild der Innenstadt (Bahnhofsvorplatz mit Haus der Technik (ehem. Börse), Handelshof, Eickhaus, alte Sparkasse und Hauptpost sowie im Innenstadtbereich Deutschlandhaus, Steinhaus, Derendorfhaus, Lichtburg, Baedekerhaus, Blumhaus, Warenhaus Karstadt (ehem. Althoff)). Diese GebĂ€ude sind von bekannten, grĂ¶ĂŸtenteils aus SĂŒddeutschland stammenden Architekten (im Umfeld der Essener Kunstgewerbeschule bzw. der Essener Raumkunstgruppe) entworfen worden.

GlanzstĂŒck der Innenstadt ist der Burgplatz mit Johanneskirche, Atrium, MĂŒnster, Domschatzkammer, Bischofspalais, VHS und dem Blick auf die Alte Synagoge und die altkatholische Kirche.

Viele alte Wohn- und GeschÀftshÀuser sind nach dem Krieg durch 50er- und 60er-Jahre Architektur auf dem Grundriss der mittelalterlichen Stadt in höherer Bauweise erneuert worden.

Essen hat vor allem im SĂŒden der Stadt stĂ€dtebaulich agiert. Es sind zahlreiche geplante Stadtteile entstanden (Moltkeviertel, Margarethenhöhe, Altenhof I und II, große teile Frohnhausens u.v.m.). Ferner wurde die Stadt mit einem zweiten Innenstadtring mit reprĂ€sentativer Architektur ausgestattet (z.B. Erlöserkirche, GlĂŒckauf-Haus, Steag-Zentrale, Pfarrkirche St. Engelbert, GebĂ€ude der Emschergenossenschaft, KVR-GebĂ€ude, Ruhrhaus und die Auferstehungskirche an der Friedrich-, Hohenzollern-, Kronprinzen-, KurfĂŒrstenstraße).

Was weiterhin auffĂ€llt, ist die an vielen Stellen durchgehende GebĂ€udehöhe von zwei Stockwerken und die Anlage von weiten grĂŒnen Innenhöfen. Dies geht auf das Wirken von Robert Schmidt (1869-1932), Beigeordneter der Stadt Essen, zurĂŒck. Damit wurde ein bauliches GegenstĂŒck zur Berliner Mietskasernenarchitektur im Ruhrgebiet durchgesetzt.

Die Stadt ist durch sehr viel Baumbestand und WĂ€lder sowie im SĂŒden durch eine hĂŒgelige Landschaft (Ruhrberge/Baldeneysee) geprĂ€gt.

Herausragende GebĂ€ude sind das Opernhaus, erbaut nach PlĂ€nen des finnischen Architekten Alvar Aalto , sowie die neue Hauptverwaltung der RWE-Konzerns, ein zylindrisches Hochhaus mit klimatisch wirksamer zweischaliger Glasfassade der Architekten Ingenhoven, Overdiek und Partner (DĂŒsseldorf), die hier eine weithin sichtbare Landmarke fĂŒr die Stadt setzten.

Im Norden der Stadt befindet sich das Areal der zum Weltkulturerbe gehörenden ehemaligen Kokerei und Zeche Zollverein , letztere gilt als Meilenstein der Industriearchitektur . FĂŒr das Zollverein-Areal gibt es konkrete Planungen, das Weltkulturerbe zu einem regionalen Kulturzentrum auszubauen, die wegen der nötigen Eingriffe in die historische Bausubstanz kontrovers diskutiert werden. Bereits dort angesiedelt sind das red dot design museum (auch Design-Museum / Zentrum NRW), das im Aufbau befindliche, sehenswerte Museum Zollverein, sowie verschiedene kleinere Ausstellungen und Projekte; das Ruhrlandmuseum Essen soll in einiger Zeit hier als Ruhrmuseum seine neue Heimat finden.

Im Zentrum der Stadt finden sich weiterhin um den Burgplatz herum gruppiert, das MĂŒnster (welches in Teilen bis ins 11. Jahrhundert zurĂŒckgeht und als Wahrzeichen der Stadt gilt), das 1928 fertiggestellte massige Baedeker-Haus und die 1928 errichtete, und 2003 renovierte Lichtburg. Außerdem ist dort der markante glĂ€serne Eingang des Neubaus der VHS zu sehen. Im Domschatz des MĂŒnsters befindet sich die Goldene Madonna, die Ă€lteste erhaltene vollplastische Madonnenfigur des christlichen Abendlandes. GegenĂŒber dem Bahnhof steht das so genannte Haus der Technik, erbaut in den frĂŒhen 1920er Jahren nach Entwurf des Architekten Edmund Körner als BĂŒro- und GeschĂ€ftshaus.

Ebenfalls sehenswert ist die Alte Synagoge (die bei ihrer Eröffnung 1913 noch "Neue Synagoge" hieß): In der Reichspogromnacht ausgebrannt, wurde sie danach nicht mehr von der jĂŒdischen Gemeinde genutzt (die sich nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue, kleinere Synagoge baute). Nach wechselnden Nutzungen unter anderem als Design-Museum dient sie heute als BegegnungsstĂ€tte zwischen den Religionen und Kulturen.

Zum SĂŒden der Stadt hin liegt das Folkwang-Museum , das eine bedeutende Sammlung romantischer und moderner Kunst prĂ€sentiert, sowie der Grugapark, benannt nach der Großen RuhrlĂ€ndischen Gartenbauausstellung (GRUGA), die hier 1929 stattfand. Mit 70 ha ist er eine der grĂ¶ĂŸeren innerstĂ€dtischen Parkanlagen Europas und beliebtes Naherholungsgebiet der Essenerinnen und Essener.

Noch weiter sĂŒdlich liegt oberhalb des 1931-1933 im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme kĂŒnstlich angelegten Baldeneysees die Villa HĂŒgel, der monumentale Wohnsitz der Familie Krupp, erbaut vom Industriellen Alfred Krupp , in dem eine stĂ€ndige Ausstellung der Krupp-Stiftung und diverse Wechselausstellungen zu finden sind.

In direkter Nachbarschaft zum Grugapark befindet sich der Stadtteil Margarethenhöhe, benannt nach der 1929 von Georg Metzendorf im Auftrag von Margarethe Krupp (zugleich Namensgeberin) errichteten Siedlung Margarethenhöhe, einem architektonisch bedeutenden Beispiel der Gartenstadtbewegung .

Einen starken Kontrast zum restlichen Stadtbild weisen die beiden an der Ruhr gelegenen sĂŒdlichen Stadtteile Kettwig und Werden auf. Sie besitzen beide einen Altstadtkern, der vom Zweiten Weltkrieg und folgenden Abrisssanierungen fast vollkommen verschont geblieben ist. Im Stadtteil Kettwig befindet sich auch die Staustufe des gleichnamigen Ruhrstausees, wo die Schiffe aus MĂŒlheim und Essen anlegen.

Ein weiteres markantes Bauwerk in Essen ist der 157,5 Meter hohe, fĂŒr die Öffentlichkeit nicht zugĂ€ngliche, Fernmeldeturm.

Siehe auch : Liste der SehenswĂŒrdigkeiten in Essen

Kunst- und Kulturleben

Essen verfĂŒgt, unter einem einheitlichen Dach organisiert in der Theater und Philharmonie Essen (TuP), ĂŒber eines der vier philharmonischen Orchester Nordrhein-Westfalens (mit dem Saalbau als AuffĂŒhrungsort), eine Oper (Aalto-Theater), und ein Stadttheater (Grillo-Theater) mit einigen angeschlossenen kleineren BĂŒhnen. Weiterhin existiert in Essen ein Boulevardtheater , das Colosseum Theater fĂŒr Musicals, ein VarietĂ©, und mit der 1928 errichteten und 2003 aufwĂ€ndig restaurierten Lichtburg der grĂ¶ĂŸten Kinosaal wie auch das Ă€lteste noch in Betrieb befindliche Kinos Deutschlands, das zunehmend wieder als Premierenkino auflebt. Das Museum Folkwang besitzt eine bedeutende Kunstsammlung mit den Schwerpunkten Romantik , Impressionismus und Expressionismus . Weitere Museen sind: das natur- und kulturhistorische Ruhrlandmuseum, das Deutsche Plakatmuseum und die Villa HĂŒgel mit der historischen Sammlung der Familie Krupp und regelmĂ€ĂŸigen Kunstausstellungen. Die Folkwang-Hochschule im Stadtteil Werden ist eine der ersten Adressen fĂŒr die Ausbildungen in den Bereichen Musik , Tanz und Schauspiel in Deutschland.

BĂŒrgervereine

In vielen Essener Stadtteilen gibt es Heimat-, BĂŒrger- und Verkehrsvereine. Achtzehn solcher Vereine haben sich zusammengeschlossen im „Stadtverband der BĂŒrger- und Verkehrsvereine Essen e.V.“.

Sport

Der wichtigste Fußballverein Essens ist Rot-Weiss Essen - der Helmut Rahn hervorgebracht hat. Lange Zeit war RWE nicht im Profifußball vertreten; in der Saison 2003/04 schaffte Rot-Weiss Essen jedoch den Aufstieg in die 2. Bundesliga . Allerdings stiegen die Essener in der darauffolgenden nach einer 1:3 Niederlage am 33.Spieltag gegen LR Ahlen wieder ab. In der Abstiegsaison lag der Zuschauerschnitt bei 15.000 pro Heimspiel.

Der zweitgrĂ¶ĂŸte Essener Sportverein TUSEM Essen ist mehrfacher Deutscher Meister, Pokalsieger und Europapokalsieger im Handball . Nach dem Gewinn des Europapokals verlor der Verein die Lizenz fĂŒr die Bundesliga und tritt seit 2005 in der Regionaliga an.

Essen hat eine Eishockey-Tradition seit den 1960er Jahren und ist seit 1994 durch den Verein ESC Moskitos Essen e.V. in der deutschen Bundesliga bzw. Profiliga vertreten. Zur Zeit spielt der Verein in der 2. Eishockey-Bundesliga.

Ebenfalls von grĂ¶ĂŸerer Bedeutung ist Schwarz-Weiß Essen, dessen Fußballabteilung 1959 deutscher Pokalsieger wurde und heute in der Oberliga Nordrhein spielt.

GrĂ¶ĂŸtes Laufereignis ist der „ Karstadt RuhrMarathon“, der 2004 und 2005 sein Ziel in Essen hatte. Daneben findet seit 1963 Deutschlands Ă€ltester ununterbrochen durchgefĂŒhrter Marathon "Rund um den Baldeneysee" statt.

In der Stadt existieren drei Golfsclubs im Stadtgebiet, der GC Essen-Heidhausen ( 27 Löcher ), die Golfriege Etuf (9 Löcher) und der GC Haus Oefte ( 18 Löcher). Alle drei Clubs veranstallten regelmÀssig Turniere.

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

Die Stadt Essen verleiht kein EhrenbĂŒrgerrecht im herkömmlichen Sinne. Sie hat jedoch als besondere Auszeichnung den Ehrenring, welchen Sie an Persönlichkeiten verleiht, die sich um die Stadt in hervorragendem Maße verdient gemacht haben. Daneben werden seit 1966 Ehrenplaketten als Anerkennung besonderer Verdienste um die Stadt verliehen. TrĂ€ger des Ehrenrings der Stadt Essen sind bisher Gustav Heinemann, OberbĂŒrgermeister und spĂ€ter BundesprĂ€sident, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, Industrieller, Wilhelm Nieswandt , OberbĂŒrgermeister, Hans Toussaint , OberbĂŒrgermeister, Berthold Beitz , Unternehmer, Franz Kardinal Hengsbach , römisch-katholischer Bischof von Essen, sowie Horst Katzor , OberbĂŒrgermeister, Peter Reuschenbach , OberbĂŒrgermeister.

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Rheinisches StĂ€dtebuch; Band III 3. Teilband aus "Deutsches StĂ€dtebuch. Handbuch stĂ€dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit UnterstĂŒtzung des Deutschen StĂ€dtetages, des Deutschen StĂ€dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1956
  • Ulrich Borsdorf (Hrsg.): Essen - Geschichte einer Stadt. Pomp Verlag, Bottrop / Essen 2002, ISBN 3-89355-236-7 .
  • Sigrid Schneider: Ansichtssachen. Bilder von Essen. Pomp Verlag, Bottrop / Essen 2002, ISBN 3-89355-237-5 .
  • Helga Mohaupt: Kleine Geschichte Essens - Von den AnfĂ€ngen bis zur Gegenwart. Klartext Verlag, Essen 2002, ISBN 3-89861-118-3 .
  • Ute KĂŒppers-Braun: Macht in Frauenhand - 1000 Jahre Herrschaft adeliger Frauen in Essen. Klartext Verlag, Essen 2002, ISBN 3-89861-106X .
  • Deutscher StĂ€dteatlas; Band: IV; 6 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis - Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums fĂŒr vergleichende StĂ€dtegeschichte e. V. und mit UnterstĂŒtzung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob †, Wilfried Ehbrecht, JĂŒrgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Essen, Autor: Heinz-K. Junk. ISBN 3-89115-036-9 ; Dortmund-Altenbeken, 1989.
  • Helga Mohaupt, Willy van Heekern: Essen, Ein verlorenes Stadtbild, 1994, ISBN 3861341824

Weblinks

Wikinews: Essen – aktuelle Nachrichten
Wiktionary: Essen – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
Commons: Essen – Bilder, Videos oder Audiodateien
Wikiquote: Essen – Zitate

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Sheraton Essen Hotel 45128 Essen http://www.starwoodhotels.com/sheraton/search/hotel_detail.html?propertyID=481  0201 / 10070
Mövenpick Hotel Essen 45127 Essen http://www.moevenpick-hotels.com/hotels/HKESSHH/  0201 / 17080
Hotel Essener Hof 45127 Essen http://www.essener-hof.com Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40201 / 2 42 50
Hotel Europa 45127 Essen http://www.hotel-europa-essen.de  0201 / 23 20 41
Hotel Atelier Garni 45141 Essen http://www.hotel-atelier.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30201 / 83219-0
Ibis Essen 45127 Essen http://www.ibishotel.com/ibis/fichehotel/de/ibi/1444/fiche_hotel.shtml  0201 / 24280
Mintrops Land Hotel Burgaltendorf 45289 Essen http://www.hotel-mintrop.de  0201 / 57171 - 0
Hotel Oehler 45145 Essen http://www.hoteloehler.de  0201 / 7 49 89-10
Hotel und Restaurant RĂ©sidence 45219 Essen http://www.hotel-residence.de Kategorie: 2Kategorie: 202054 / 9559 - 0
Hotel - Restaurant Sengelmannshof 45219 Essen http://www.sengelmannshof.de  02054 / 9597-0
Hotel - Restaurant Schmachtenbergshof 45219 Essen http://www.hotel-schmachtenbergshof.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 302054 / 12130
Schloß Hugenpoet Relais & Chñteaux 45219 Essen http://www.hugenpoet.de/ Kategorie: 102054 / 1204-0
Hotel An Der Gruga 45131 Essen http://www.grugahotel.de  0201 / 84 11 8 - 0
Hotel Maximilian 45131 Essen http://gastronomie.freepage.de/hotel-maximilian/ Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30201 / 450170
Hotel Arosa 45130 Essen http://www.hotel-arosa-essen.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40201 / 7226 - 0
Hotel Gastgeb 45239 Essen http://www.hotelgastgeb.de  0201 / 4 00 35-37
Hotel Waldhaus Langenbrahm 45133 Essen http://waldhaus-langenbrahm.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40201 / 45 04 - 0
Hotel Astoria 45326 Essen http://www.astoria-hotels.de  0201 / 83 584
Hotel am Schloßpark 45355 Essen http://www.hotelamschlosspark.com  0201 / 67 50 01
RĂŒttenscheider Hof 45130 Essen http://www.ruettenscheider-hof.de  0201 / 79 10 51
Hotel Im Girardet-Haus 45131 Essen http://www.hotel-girardet.de  0201 / 878800
Landhaus Knappmann 45219 Essen http://www.hotel-landhaus-knappmann.de  02054 / 78 09
Best Western Hotel Ypsilon Essen 45130 Essen http://www.ypsilon-hotel.de  0201 / 8969-0
Ruhr Hotel Essen 45130 Essen http://www.ruhrhotel.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30201 / 77 80 53
Hotel Alma 45130 Essen http://hotel-alma.de  0201 / 72 40-0
Hotel Hohenstein 45239 Essen http://www.hotel-hohenstein.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30201 / 61626-0
Hotel Hasselkuß 45259 Essen http://www.hotel-hasselkuss.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30201 / 46 15 59
Hotel Jung 45130 Essen http://www.hotel-arosa-essen.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30201 / 7226-200 od. 879590
Hotel Böll 45326 Essen http://www.hotel-boell.de  0201 / 319090 od. 357535
Hotel Schmidt 45149 Essen http://www.hotel-schmidt.com  0201 / 71 20 12
Hotel Lindenhof Garni 45127 Essen http://www.hotel-lindenhof-essen.de  0201 / 22 03 98-0
Hotel Palla Garni 45143 Essen http://www.hotel-garni-essen.de  0201 / 31676-0
Holiday Inn Essen City Centre 45127 Essen http://holiday-inn-essen.de  0201 / 2407-0
Hotel Wilhelmshöhe 45359 Essen http://www.wilhelmshoehe-hotel.de  0201 / 60 64 04
Hotel Korn 45127 Essen http://www.hotel-korn.de  0201 / 221414
Hotel Rheinischer Hof 45130 Essen http://www.rheinischer-hof-essen.de  0201 / 78 10 74
Hotel Restaurant Gasthhof Krebs 45355 Essen http://www.gasthofkrebs.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30201 / 8 68 86-0
Linuxhotel Villa Vogelsang 45279 Essen http://www.linuxhotel.de  0201 / 8536-600
Hotel Restaurant JĂ€gerhof Essen 45219 Essen http://jaegerhof-essen.de  02054 / 8 40 11
Lorenz Hotel 45131 Essen http://www.lorenzessen.de  0201 / 79946
Hotel Wirtshaus Töff-Töff 45307 Essen http://www.toeff-toeff-essen.de  0201 / 85 90 70
Hotel - Restaurant Zur Flora 45219 Essen http://www.hotel-zur-flora.de  02054 / 95 26 - 0
Hotel Savoy 45131 Essen http://www.savoy-essen.de Kategorie: 3Kategorie: 3Kategorie: 30201 / 42 48 40
Mintrops Stadt Hotel Margarethenhöhe 45149 Essen http://www.hotel-margarethenhoehe.de  0201 / 4386 - 0
Parkhaus HĂŒgel 45133 Essen http://www.imhoff-essen.de  0201 / 47 10 91
Welcome Hotel Essen 45127 Essen http://www.welcome-to-essen.de Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 4Kategorie: 40201 / 1779 - 0

Weitere Artikel aus der Umgebung

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Essen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Essen verfügbar.

fair-hotels. Ein Service der
VIVAI Software AG
Betenstr. 13-15
44137 Dortmund

Tel. 0231/914488-0
Fax 0231/914488-88
Mail: info@vivai.de
Url: http://www.vivai.de