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Letzte Änderung für Artikel Bistum Essen: 20.02.2006 15:13

Bistum Essen

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Karte
Karte des Bistums in Deutschland
Basisdaten
Bischof : Dr. Felix Genn
Weihbischöfe : Dr. h. c. Franz Grave
Franz Vorrath
Altbischof : Dr. Hubert Luthe , Bischof em.
Generalvikar : Dr. Hans-Werner Thönnes
Offizial : Dr. Rainer Alfs
Kirchenprovinz : Köln
Metropolit : Joachim Kardinal Meisner , Erzbischof von Köln
Dekanate : 11 Stadt-/Kreisdekanate
28 Dekanate
Pfarreien : 321 (Stand: 2002)
FlĂ€che : 1877 kmÂČ
Einwohner : 2.659.652 (31. Dezember 2002)
Katholiken : 988.433
Anteil: 37,2 %
Anschrift: Zwölfling 16
45127 Essen
Bundesrepublik Deutschland
Website: www.bistum-essen.de/
E-Mail-Adresse: bistum@bistum-essen.de

Das Bistum Essen (Ruhrbistum) (lat. dioecesis essendiensis) ist eine Diözese im Herzen Nordrhein-Westfalens und hat seine Mitte mit der Hohen Kathedralkirche in der Bischofsstadt Essen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Durch die pĂ€pstliche Bulle Papst Pius’ VII. “De salute animarum” (Zum Heil der Seelen) wurden 1821 die Diözesangrenzen in Deutschland neu geordnet. Doch erst 100 Jahre spĂ€ter gab es Überlegungen fĂŒr ein Bistum an der Ruhr, “damit die Kirche den arbeitenden Menschen in dem stĂ€ndig wachsenden Ballungsraum nĂ€her komme und tiefer verwurzelt werde”, wie es hieß. Verhandlungen mit der preußischen Regierung scheiterten jedoch, und es kam 1929 nur zur GrĂŒndung der BistĂŒmer Aachen und Berlin. Die kommunale Neuordnung im selben Jahr sprach jedoch weiterhin dafĂŒr, möglichst bald ein neues Bistum “Ruhrgebiet” zu errichten. Denn inzwischen verliefen die Diözesangrenzen quer durch die StĂ€dte Duisburg, Oberhausen und Gelsenkirchen.

1951 wurden die alten PlĂ€ne zur GrĂŒndung eines neuen Bistums wieder aufgegriffen. Die Verhandlungen zwischen Vatikan und Land Nordrhein-Westfalen fĂŒhrten am 19. Dezember 1956 zu einem Vertrag ĂŒber die Errichtung des Bistums Essen.

Danach traten das Erzbistum Köln zehn Dekanate mit 100 Gemeinden und 520.000 Katholiken, das Bistum MĂŒnster zehn Dekanate mit 82 Gemeinden und 450.000 Katholiken sowie das Erzbistum Paderborn neun Dekanate mit 91 Gemeinden und 370.000 Katholiken an das Ruhrbistum ab. Bischofskathedrale wurde die alte Stiftskirche, das 1100jĂ€hrige MĂŒnster am Hellweg. Die Randgebiete dreier BistĂŒmer hatten nun eine neue Mitte.

Zum ersten Bischof des neuen Bistums ernannte Papst Pius XII. am 18. November 1957 den Paderborner Weihbischof Dr. Franz Hengsbach . Mit seiner feierlichen Inthronisation am 1. Januar 1958 durch den Apostolischen Nuntius in Deutschland, Aloysius Muench , war das Bistum errichtet.

Kleine Pikanterie jedoch am Rande: der Kölner Erzbischof weigerte sich erfolgreich, die Stadt Kettwig (heute ein Essener Stadtteil) dem Ruhrbischof zu ĂŒbereignen: die Kirchensteuereinnahmen sind dort relativ hoch. Kettwig gehört also immer noch zu Köln.

Geschichtliche Ereignisse

  • 1958: Errichtung des Bistums Essen durch die Inthronisation des 1. Bischofs von Essen, Dr. Franz Hengsbach
  • 1959: Maria wird Patronin des Bistums Essen
  • 1968: Deutscher Katholikentag in Essen
  • 1974: Altfridjahr anlĂ€sslich des 1100. Todestages des Heiligen Bischof Altfrid, der seine RuhestĂ€tte im Essener Dom hat
  • 1987: Papst Johannes Paul II. besucht das Bistum Essen. Besuch der StĂ€dte Essen, Bottrop, Gelsenkirchen und MĂŒlheim
  • 1988: Ruhrbischof Dr. Franz Hengsbach wird durch Papst Johannes Paul II. zum Kardinal erhoben
  • 1991: Franz Kardinal Hengsbach stirbt und wird in der Adveniat-Krypta des Essener Domes beigesetzt
  • 1992: Inthronisation des 2. Bischofs von Essen, Dr. Hubert Luthe
  • 2000: Diözesanwallfahrt zur Goldenen Madonna
  • 2000: Jugendsozialaktion "Power im Pott"
  • 2003: EinfĂŒhrung des 3. Bischofs von Essen, Dr. Felix Genn
  • 2004: Nach einer aufwendigen Restaurierung kehrt die Goldene Madonna zurĂŒck in den Essener Dom
  • 2005: XX. Weltjugendtag in Deutschland. Tage der Begegnung im Bistum Essen mit großem Abschlußgottesdienst mit Ruhrbischof Genn und 35.000 GlĂ€ubigen in der 'Arena AufSchalke' zur Aussendung zum Zentralprogramm mit Papst Benedikt XVI. in Köln

Bischöfe

Die Bischöfe werden von Beginn an mit gewissem lokalen Stolz "Ruhrbischof" genannt, wie auch die Menschen des Ruhrgebiets eher vom Ruhrbistum sprechen.

Bild:waphen.jpg Bild:karhengs.jpg 1. Dr. Franz Kardinal Hengsbach (1958-1991)

Bild:waplu.jpg Bild:luthe.jpg 2. Dr. Hubert Luthe (1992-2002)

Bild:wapgenn.jpg Bild:genn.jpg 3. Dr. Felix Genn (seit 2003)

Weihbischöfe

  1. Julius Angerhausen (1959-1986)
  2. Wolfgang Große (1968-1994)
  3. Dr. h. c. Franz Grave (seit 1988)
  4. Franz Vorrath (seit 1996)

Bistumspatronin

Seit 1959 ist Maria, verehrt im Bild der Goldenen Madonna, unter dem Titel “Mutter vom Guten Rat”, Patronin des Bistums Essen.

Heilige

  • Eigenfeiern des Bistums Essen

WallfahrtsstÀtten

  • Gnadenbild "Mutter vom Guten Rat" in der Propstei St. Clemens, Oberhausen-Sterkrade
  • Marienheiligtum in Bochum-Stiepel
  • Marienheiligtum im Essener Dom

Bistumsgliederung

Das Bistum Essen, als Suffraganbistum des Erzbistums Köln, gliedert sich in die folgenden 9 Stadt- und 2 Kreisdekanate:

Stadtdekanate

  • Bochum: Dekanate Bochum-Mitte, Bochum-Ost, Bochum-SĂŒd
  • Bottrop: Dekanat Bottrop >Infos ĂŒber das Stadtdekanat Bottrop
  • Duisburg: Dekanate Duisburg-Mitte, Duisburg-Hamborn, Duisburg-Ruhrort, Duisburg-SĂŒd
  • Essen: Dekanate Essen-Mitte, Essen-Altendorf, Essen-Borbeck, Essen-Stoppenberg, Essen-Heisingen/Kupferdreh, Essen-Rellinghausen, Essen-Steele, Essen-Werden
  • Gelsenkirchen: Dekanate Gelsenkirchen, Gelsenkirchen-Buer, Gelsenkirchen-Erle
  • Gladbeck: Dekanat Gladbeck
  • MĂŒlheim an der Ruhr: Dekanat MĂŒlheim
  • Oberhausen: Dekanate Oberhausen, Oberhausen-Sterkrade/Osterfeld
  • Wattenscheid : Dekanat Wattenscheid

Kreisdekanate

Klöster

  • Amigonianerkloster Gelsenkirchen
  • Augustiner Chorfrauen - Kloster B.M.V. Essen
  • Karmel "Maria in Not", Kapitelberg, Essen-Stoppenberg
  • PrĂ€monstratenser-Abtei Duisburg-Hamborn
  • Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel

SehenswĂŒrdigkeiten

Basilika St. Ludgerus Essen-Werden

Auf den Grundmauern der im Jahre 796 von Friesen-Missionar Liudger gegrĂŒndeten Klosterkirche entstand 1256 als letzter Monumentalbau der Staufschen Romanik im Rheinland die Abteikirche der fĂŒrstlichen Reichsabtei Werden. BegrĂ€bnisstĂ€tte des hlg. Liudger. Schatzkammer von großer kirchengeschichtlicher Bedeutung.

Essener Dom

Der Essener Dom ist die Kathedralkirche des Bischofs von Essen und damit die Mutterkirche aller Kirchen im Ruhrbistum.

Wie ein Monument der BestÀndigkeit widersetzt sich die Domkirche mitten in der geschÀftigen Essener Innenstadt dem Wandel, der sich ringsherum vollzogen hat.

Nach der Beseitigung der BombenschĂ€den zeigt sie heute die gleiche Gestalt wie zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Unzerstört hatte der achteckige Turm der FĂŒrstĂ€btissin Theophanu aus dem 11. Jahrhundert den Krieg ĂŒberstanden. Die westfĂ€lische gedrungene Version einer frĂŒhgotischen Hallenkirche ruht auf den Fundamenten der ersten Essener Stiftskirche, deren Grundstein der Bischof von Hildesheim, Altfrid, um 850 an seiner GeburtsstĂ€tte legte.

Dreimal brannte die Kirche ab, bevor es 1958 - restauriert und renoviert - die Kathedrale des Ruhrbischofs wurde. Sie beherbergt den wertvollsten Kirchenschatz aus ottonischer Zeit mit der Àltesten vollplastischen Marienfigur des Abendlandes, der tausendjÀhrigen Goldenen Madonna.
(Öffentliche FĂŒhrungen durch Dom und Schatzkammer: Sonntags 11.45 Uhr und Mittwochs 18.30 Uhr)

Essener Domschatz

Der Essener Domschatz beherbergt zahlreiche Kunstwerke von Weltrang, vornehmlich aus der Zeit von 980 bis 1060.
(Essener Domschatzkammer, Burgplatz 2, 45127 Essen, Phone: 0049-201-2204-206 / Öffentliche FĂŒhrungen durch Dom und Schatzkammer: Sonntags 11.45 Uhr und Mittwochs 18.30 Uhr)

Gipfelkreuz Halde Haniel

Bild:kreuhani.jpg
Kreuz auf der Halde Haniel in Bottrop. Errichtet anlÀsslich des Besuches von Papst Johannes Paul II. 1987 in Bottrop.

Goldene Madonna

Die „Goldene Madonna“ ist die Ă€lteste bekannte vollplastische Marienfigur der Welt. Sie wurde in der Regierungszeit der Essener Äbtissin Mathilde II. (+1011), einer Enkelin Kaiser Ottos des Großen, dem Stift Essen gestiftet.

Seit 1959 ist Maria, verehrt im Bild der Goldenen Madonna, unter dem Titel “Mutter vom Guten Rat”, Patronin des Bistums Essen.

"Essen sein Schatz", wie die "Goldene Madonna" auch bezeichnet wird, befindet sich in der nördlichen Seitenkapelle des Domes.

Heilig-Kreuz-Kirche Bottrop

Das Beeindruckende an der Heilig-Kreuz-Kirche (Scharnhölzstraße) ist die gelungene architektonische Umsetzung theologisch-liturgischer Ideen. Sie erstreckt sich auf Altarraum, Grundriss und Gestaltung der Fenster.

Der Architekt, Rudolf Schwarz, hatte den Maler und Glasfenstergestalter Georg Meistermann mit der Gestaltung der Fenster beauftragt. Das zentrale Element des imposanten Werkes ist die Sonnenspirale als Zeichen des unendlichen Lichts, die den Betrachter aus dem Innern des Kirchenschiffs nach außen, in die Welt hinaus, umgekehrt aber von außen in das GebĂ€ude hinein zu ziehen scheint. 1988 wurde die Kirche unter Denkmalschutz gestellt.

Kreuzweg Halde Haniel

Bild:kreuzwbo.jpg
Kreuzweg der zum Gipfelkreuz auf der Halde Haniel in Bottrop fĂŒhrt. Entworfen von Tisa von der Schulenburg . JĂ€hrlich an Karfreitag beten ĂŒber 10.000 GlĂ€ubige mit dem Bischof von Essen hier den Kreuzweg.

Luciuskirche Essen-Werden

Die in den Jahren 995-1063 erbaute Kirche war die erste klosterunabhÀngige Kirche Deutschlands und ist somit Àlteste Pfarrkirche nördlich der Alpen. Romanische Saalkirche, im Chor Freskenreste aus dem 11. Jahrhundert.

Magdalenenkapelle Grotewiese

Die kleine Magdalenenkirche in Grotewiese ist fast schon ein Wallfahrtsort. Der Ort ist regelmĂ€ĂŸiges Ziel von heimischen Gruppen, auswĂ€rtigen Besuchern und Pilgern. Die 1863 gebaute Magdalenenkirche liegt inmitten von Wiesen und WĂ€ldern in einem Tal bei Meinerzhagen.
Grotewiese hat viele religiöse Bilder und Symbole, die die kleine Gemeinde ĂŒber die Bistumsgrenzen hinaus bekannt gemacht haben: Rings um die Kirche gibt es den paradiesischen Garten sowie den kleinen Bauernhof des Pastors. Viele der Kunstarbeiten hat der Hattinger KĂŒnstler Egon Stratmann geschaffen.
Besonders sehenswert sind die " Pinakothek der Gnade" am Eingangsportal der Kirche, der Magdalenenbildstock an der Ostseite des GelĂ€ndes, die Franziskuswand zwischen Pfarrhaus und Kirche, der Jakobusbrunnen, das Pfarrhaus mit den prĂ€chtigen OstergemĂ€lden an den AußenwĂ€nden, die Martinskapelle jenseits des kleinen Baches, das Estenbergkreuz, Ententeich und Schafstall an der Weide hinter der Martinskapelle.
Die Magdalenenkirche ist zudem eine viel genutzte Hochzeitskirche - ein ganz besonderer Hinweis auf ihre Beliebtheit. Im Zukunftskonzept des Bistums bleibt sie aufgrund ihrer ĂŒberregionalen Bedeutung als Filialkirche erhalten. Kirche und Pfarrhaus stehen unter Denkmalschutz . Geleitete FĂŒhrungen sind möglich.
Internet > www.kath-meinerzhagen.de

Propstei St. Cyriakus Bottrop

In ihren AnfÀngen bestand die Kirche aus einem vollkommen aus Bruchsteinen gemauerten Rundbau mit einem Durchmesser von rund zehn Metern. Sie war das erste steinerne Haus der damaligen Streusiedlung (um 1000 n. Chr.). Zwischen 1419 und 1425 entstand dann ein GebÀude mit einem ungefÀhr 30 Meter langen, rechteckigen Kirchenschiff, Chor und Turm. Der Architekt Emil von Manger aus Oelde schuf 1861/62 eine 43 Meter lange und 22 Meter breite Hallenkirche im neugotischen Stil. Ihr jetziges Erscheinungsbild erhielt die Kirche 1966 nach einer umfassenden Restaurierung.

Stiftskirche Essen-Stoppenberg

Dreischiffige romanische Pfeilerbasilika aus dem Jahre 1073, die ursprĂŒnglich zu einem PrĂ€monstratenser- kloster und jetzt zu einem 1961- 1964 erbauten Kloster der unbeschuhten Karmelitinnen gehört. Sehenswert ist das in der Kirche befindliche romanische Taufbecken.

Abtei Hamborn mit Abteikirche St. Johann Baptist

Im Jahre 1136 gegrĂŒndetes PrĂ€monstratenserkloster in Duisburg-Hamborn, bis 1806 PrĂ€monstratenserkonvent. Erhebliche Zerstörungen im letzten Weltkrieg, doch der FlĂŒgel des aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kreuzganges blieb erhalten. Seit 1959 leben wieder PrĂ€monstratenser in der alten Abtei.

Kirchliche Einrichtungen

Akademie

Kath. Akademie "Die Wolfsburg"
Falkenweg 6
45478 MĂŒlheim a.d. Ruhr

Direktor: Dr. phil. Michael Schlagheck

Internet: >www.die-wolfsburg.de
E-Mail: wolfsburg@bistum-essen.de
Phone: 0049-208-99919-0
Fax: 0049-208-99919-110

Bistumsarchiv

Bistumsarchiv Essen
Zwölfling 16
D-45127 Essen

Bischöfliches Priesterseminar

Bischöfliches Priesterseminar St. Ludgerus Bochum
-Priesterseminar des Bistums Essen-
Kollegstraße 10
44801 Bochum

Regens: Msgr. JĂŒrgen Schmidt
Subregens: Dr. Michael Dörnemann
Spiritual: Alfred Heiermann

Internet: >www.priesterseminar-essen.de
E-Mail: priesterseminar@bistum-essen.de
Phone: 0049-234-9781-0
Fax: 0049-234-9781-114

JugendbildungsstÀtte

Jugendhaus St. Altfrid
Charlottenhofstraße 61
45219 Essen

Rektor: Klaus Pfeffer

Internet: >www.altfrid.de
E-Mail: jugendbildungsstaette.st.altfrid@bistum-essen.de
Phone: 0049-2054-93760-0
Fax: 0049-2054-93760-99

Kardinal-Hengsbach-Haus

Kardinal-Hengsbach-Haus
Dahler Höhe 29
45239 Essen-Werden

Direktor: Thomas Zander

Internet: >www.kardinal-hengsbach-haus.de
E-Mail: kardinal.hengsbach.haus@bistum-essen.de
Phone: 0049-201-49001-0
Fax: 0049-201-49001-69

VerbÀnde und Gruppen im Bistum Essen

  • BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend)
  • Caritas
  • DJK ('Deutsche Jugendkraft' Verband fĂŒr Breiten-und Leistungssport)
  • EEG (Eucharistische Ehrengarden)
  • KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung)
  • kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands)
  • KKV (Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung)
  • Kolping
  • Ruhr Wort (Kirchenzeitung des Bistums Essen)

JugendverbÀnde im BDKJ des Bistums Essen

  • BdSJ (Bund der St. Sebastianus-SchĂŒtzenjugend)
  • CAJ (Christliche Arbeiterjugend)
  • DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg)
  • Jung-KKV (Bund junger Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung)
  • KJG (Katholische Junge Gemeinde) Homepage
  • Kolping-Jugend
  • KSJ (Katholische Studierende Jugend)
  • PSG (Pfadfinderinnenschaft St. Georg)

Schließungen von Kirchen

Dramatisch rĂŒcklĂ€ufige Kirchensteuermittel und Katholikenzahlen sowie fehlende Priester zwingen das Bistum Essen, Pfarreien zu fusionieren und Kirchen zu schließen (siehe auch: Kirchensterben ). Zwischen 1960 und 2005 ist die Anzahl der Mitgliederzahl um etwa ein Drittel zurĂŒckgegangen.

Am 10. Januar 2005 hat Bischof Felix Genn Stellung genommen zur Situation der Kirche im Ruhrgebiet, sowie das Zukunftskonzept fĂŒr das Bistum vorgestellt.

Dieses sieht vor, dass Pfarreien in großem Umfang aufgelöst werden. Die derzeit rund 270 Pfarrgemeinden des Bistums werden zu 42 'Großpfarreien' mit je ca. 30.000 Gemeindemitgliedern zusammengefasst (es wird aber auch Pfarreien mit mehr als 40.000 Katholiken geben). Nach diesem Modell gibt es Pfarrkirchen , Gemeindekirchen , Filialkirchen und sogenannte "weitere Kirchen".

Auffallend ist bei dem Konzept, das Bischof Glenn in einem "Bischofswort" öffentlich vorgestellt hat, dass nicht, wie vor einigen Jahren durch den Erzbischof von Paderborn geschehen, Gemeinden in der Weise fusioniert werden, daß eine Handvoll bisheriger Pfarreien gemeinsam eine neue bilden. Vielmehr sollen im Bistum Essen die bisherigen Pfarreien (mit einigen Ausnahmen, wo das wegen Patronatsverpflichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen finanziell nachteilig sein könnte) "aufgehoben" werden. Anschließend sollen dann neue Pfarreien errichtet werden, zu denen jeweils einige der aufgehobenen Pfarreien als "Gemeinden" (also so etwas wie Pfarrbezirke) gehören sollen.

Bedeutsam ist das in zweierlei Hinsicht. Erstens wird die Tradition der aufgehobenen Pfarreien abgeschnitten. Da sich darunter einige befinden, die ĂŒber 1.000 Jahre alt sind, ist das ein erstaunlicher Traditionsbruch in der sonst so traditionsbewußten katholischen Kirche , weil es dann im Ruhrbistum fast keine traditionsreichen Kirchengemeinden mehr geben wird. Zweitens wird die "Aufhebung" aber auch zur Folge haben, dass das Vermögen der aufgehobenen Pfarreien zunĂ€chst einmal an den Bischof fĂ€llt. Der wird dann darĂŒber zu entscheiden haben, welche Vermögensteile er der neu eingerichteten Pfarrei mit ihren Gemeinden wieder ĂŒberlĂ€ĂŸt und welche er einbehĂ€lt. Das dĂŒrfte neben anderen Schwierigkeiten zu umfangreichem Verwaltungsaufwand fĂŒhren, zum Beispiel bei den GrundbuchĂ€mtern , die die mehrfachen EigentumsĂŒbergĂ€nge einzutragen haben werden.

Die zuvor erwĂ€hnten 96 "weiteren Kirchen" werden nach Auffassung der Bistumleitung nicht mehr fĂŒr die Seelsorge benötigt. Die Kirchengemeinden werden bis spĂ€testens 2008 aufgelöst. Sie werden keinerlei Finanzmittel aus Kirchensteuern mehr erhalten - weder fĂŒr Personal noch fĂŒr GebĂ€ude.

Bis zum Jahr 2010 soll zudem die HĂ€lfte der kirchlichen GrundstĂŒcke und GebĂ€ude verkauft werden.

Ferner sollen die katholischen KindergÀrten in einer bistumsweiten gGmbH zusammengefasst und etwa 100 KindergÀrten geschlossen werden.

Das Generalvikariat in Essen wird neu strukturiert und zukĂŒnftig nicht mehr neun, sondern vier Dezernate mit nur noch etwa der HĂ€lfte der bisherigen Mitarbeiter haben. Zudem werden die GemeindeverbĂ€nde auf der mittleren Dekanatsebene quasi aufgelöst, ebenso die katholischen JugendĂ€mter.

Wie die KindergĂ€rten sollen auch die BildungsstĂ€tten in eine gGmbH ĂŒberfĂŒhrt und reduziert werden.

Dieses Sparpaket ist der Versuch, die Kirche trotz stÀndig sinkender Kirchensteuereinnahmen weiter lebendig zu halten. Allein in diesem Jahr klaffe im Haushalt ein Loch von 45 Millionen Euro.

Auch beim pastoralen Personal wird nun gespart. So werden aus dem Kreis der zur Zeit 30 Pastoralreferent/innen 8 Stellen in den Schulbereich verlagert. Es soll Religionsunterricht an staatlichen Gymnasien und Gesamtschulen erteilt werden. Diese Stellen werden -da der Religionsunterricht an Schulen ordentliches Lehrfach ist- vom Land refinanziert.

Betroffene Kirchen

Die GebÀude werden als Wohnraum umgebaut oder an andere Glaubengemeinschaften abgetreten. Folgende Kirchen sind u.a. betroffen:

  • Kirche St. Bernhard, Essen-Vogelheim (Abriss)
  • Filialkirche St. Vinzenz, Oberhausen-Osterfeld (Nutzung jetzt durch die orthodoxe Gemeinde)
  • Filialkirche St. Georg, LĂŒdenscheid-BrĂŒninghausen (ca. 1992, jetzt WohngebĂ€ude)
  • Filialkirche Vom Frieden Christi, Altena-Tiergarten (1994, Nutzung jetzt durch serbisch-orthodoxe Gemeinde)
  • Expositur St. Thomas Morus, Altena (2005)
  • Pfarrkirche St. Paulus, Altena-MĂŒhlenrahmede (2005)

Weblinks

Wikipedia

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