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Letzte Änderung für Artikel Cuno-Kraftwerk: 17.02.2006 21:40

Cuno-Kraftwerk

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Das Cuno-Kraftwerk in Herdecke mit den ehemals denkmalgesch├╝tzten Kesselh├Ąusern
Das Cuno-Kraftwerk in Herdecke mit den ehemals denkmalgesch├╝tzten Kesselh├Ąusern

Das Cuno-Kraftwerk war ein Heizkraftwerk zur Strom- und W├Ąrmeerzeugung, das seit 1908 betrieben wurde. Es befindet sich in Herdecke an der hier zum Harkortsee aufgestauten Ruhr und hebt sich deutlich vor dem bewaldeten Ardeyhang ab. Der ├╝ber 200 m hohe, oft nur kurz "Cuno" genannte Schornstein ist weithin sichtbar und gilt Autofahrern auf der A 1 als neuzeitliches Wahrzeichen Herdeckes. 2005 wurden ab Mai gro├če Teile des Kraftwerkes abgerissen um Platz zu schaffen f├╝r ein an selber Stelle zu errichtendes modernes GuD-Kraftwerk .

Benannt wurde das Cuno-Kraftwerk nach dem damaligen Hagener B├╝rgermeister Willi Cuno, der das regionale Energieunternehmen "Elektromark" mitgegr├╝ndet hat.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Abri├č des alten Cuno-Kraftwerks im Mai 2005
Abri├č des alten Cuno-Kraftwerks im Mai 2005

Das Herdecker Kraftwerk war 1908 das erste Werk der Elektromark und die Kraftwerksanlage war eine der ersten reinen Dampf-Turbinenanlagen , die seit Beginn auch mit deutscher Steinkohle aus dem nahen Ruhrgebiet arbeitete. In den Zwanziger Jahren galt das Werk wegen seines damals als besonders hoch eingesch├Ątzten Wirkungsgrades von rund 25 Prozent sogar europaweit als vorbildhaft.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde f├╝r diesen Standort die Kohlen- Staubfeuerung entwickelt und die ersten vier Kohlenstaubkessel wurden 1927 erfolgreich in Betrieb genommen.

1932 wurde dann im Cuno-Kraftwerk die erste Schmelzkammerfeuerung Deutschlands eingeweiht. Mehrere Erweiterungen und Modernisierungen erfolgten in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg .

Der neue "Block H2" lieferte seit dem 3. Dezember 1962 mit einer Netto-Leistung von 90 MW Strom aus Steinkohle. Doch 1970 wurde die Feuerung auf Erdgas umgestellt, weil der Brennstoff Kohle zuvor sehr teuer geworden war.

1982 , genau zur Zeit der breiten ├Âffentlichen Diskussion um Sauren Regen und Waldsterben , erfolgte die R├╝ckumstellung auf Kohle, die vor Ort wegen der sch├Ądlicheren Emissionen damals sehr umstritten war. Wegen der erneuten Kohleverfeuerung und der versch├Ąrften Gesetzeslage wurde der Bau des rund 220 Meter hohen Schornsteins notwendig, der seitdem das Landschaftsbild pr├Ągt. Zum Anfahren der Turbine wurde ├╝ber eine Pipeline bezogenes Erdgas oder, im Falle einer Versorgungsunterbrechung, Erd├Âl, das in zwei Tanks lokal vorgehalten wurde, genutzt. Ab 1983 lieferte der Block H2 auch Fernw├Ąrme f├╝r Herdecker Industrie- und Gewerbebetriebe sowie Privathaushalte.

Nach anhaltenden starken Protesten unter anderem von B├╝rgerinitiativen ging dann 1988 eine zu dieser Zeit sehr moderne Rauchgas-Entschwefelungsanlage (REA) in Betrieb, die etwa 90 % der im Rauchgas enthaltenen Schwefeldioxide herausfilterte. Die REA arbeitete in Kombination mit Elektrofiltern und Entstickungs -Anlagen.

Nachdem das Kraftwerk gegen Ende 90er Jahre seine wirtschaftliche Lebensdauer erreicht hatte, wurde es noch f├╝r einige Jahre jahreszeiten- und verbrauchsabh├Ąngig betrieben. Zuletzt, ab 2001 , wurden zwecks Kostensenkung mit Sondergenehmigungen auch Sekund├Ąrbrennstoffe, wie beispielsweise Tiermehl und testweise Teppichreste , verfeuert.

Am 5. M├Ąrz 2004 erzeugte der steinkohlegefeuerte Block H2 (Pelektrisch = 86 MW, Pthermisch = 25 MW) im Cuno-Heizkraftwerk offiziell seine letzte Kilowattstunde, wurde f├╝r eine ├ťbergangsperiode als Kaltreserve vorgehalten und wurde dann 2005 abgerissen. Insgesamt lieferte der Block H2 seit 1962 etwa 17,5 Millionen MWh Strom. Im Sp├Ątsommer 2004 wurde zur Aufrechterhaltung der Fernw├Ąrmeversorgung nach Schlie├čung des Hauptblocks ein Erdgas- Blockheizkraftwerk , bestehend aus zwei Deutz 20-Zylinder-Erdgasmotoren und zwei Dampfkesseln, in Betrieb genommen.

Um die f├╝r das Genehmigungsverfahren f├╝r ein neues 400 MW-Gaskraftwerk am gleichen Standort erforderlichen Freifl├Ąchen nachweisen zu k├Ânnen, wurden ab Mai 2005 alle au├čer den denkmalgesch├╝tzten Geb├Ąuden abgerissen. Um in den Genuss von F├Ârdermitteln zu kommen, muss die neue Anlage bereits 2007 betriebsbereit sein. Bis auf den Block H2 und die denkmalgesch├╝tzten Teile wurde die vorhandene Anlage bereits 1998/1999 f├╝r einen damals diskutierten Neubau, der nicht realisiert wurde, entkernt.

Denkmalschutz und Tourismus

Die Backsteinfassaden der alten Kesselh├Ąuser VI und VII standen bis zur R├╝cknahme seitens der oberen Denkmalbeh├Ârde in M├╝nster im Februar 2006 als Industriedenkmale unter Denkmalschutz . Begr├╝ndet wurde die Aufhebung des Denkmalschutzes mit wirtschaftlicher Unzumutbarkeit f├╝r das Unternehmen. Im Rahmen der Route der Industriekultur waren die Geb├Ąude auch eine touristische Attraktion im Ruhrtal. Mit der Anweisung zur Denkmalschutzaufhebung ist die Einrichtung einer kleinen, ├Âffentlich zug├Ąnglichen Dokumentation/Informationsst├Ątte zur Geschichte der Energienutzung am Standort verbunden.

Nirgendwo anders zu sehen war der Typ des Schr├Ągaufzuges , der das Werk mit dem h├Âher am Ardeyhang gelegenen G├╝terbahn-Gleisanschluss verbandt, eine Konstruktion von MAN. Der Schr├Ągaufzug f├╝r Kohle-G├╝terwagons wurde ebenfalls im Mai 2005 abgerissen, obwohl er einzigartig in Deutschland war.

Der rund 220 Meter hohe Schornstein steht nicht unter Denkmalschutz, jedoch befindet sich in etwa 80 m H├Âhe ein Nistkasten f├╝r Wanderfalken , in dem nach erfolgreicher Wiederansiedelung schon mehrere Generationen Nachwuchs aufgezogen haben. Die an- und abfliegenden V├Âgel k├Ânnen hier zur Brutzeit vom Boden aus gut mit Feldstechern beobachtet werden.

Siehe auch: Koepchenwerk, Laufwasserkraftwerk Hengstey (benachbarte Kraftwerke)

Lage

  • Anschrift: Mark-E Aktiengesellschaft, Cuno-Heizkraftwerk Herdecke, Wetterstra├če 111, 58313 Herdecke
  • ├ľPNV: Haltestelle "E.-Werk-Mark", Herdecke

Literatur

  • Wolfgang Kessler: Cuno im Wandel - Ein Kraftwerksstandort ver├Ąndert sein Gesicht. - Artikel in: Herdecker Bl├Ątter, Heft 23 (Januar 2006), Seiten 16-23

Weblinks


Koordinaten: 51┬░ 24' 01" N, 07┬░ 24' 28" O

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