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Letzte Änderung für Artikel Emscher: 12.02.2006 13:23

Emscher

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Die Emscherquelle am Emscherquellhof in Holzwickede
Die Emscherquelle am Emscherquellhof in Holzwickede
Die Emscher in Recklinghausen
Die Emscher in Recklinghausen

Bild:Emscher (1).jpg

KlĂ€rwerk „EmschermĂŒndung“ auf der Stadtgrenze Duisburg-Oberhausen-Dinslaken
KlĂ€rwerk „EmschermĂŒndung“ auf der Stadtgrenze Duisburg-Oberhausen-Dinslaken
EmschermĂŒndung in den Rhein
EmschermĂŒndung in den Rhein
EmschermĂŒndung in den Rhein
EmschermĂŒndung in den Rhein
Die EmschermĂŒndung in den Rhein bei Dinslaken
Die EmschermĂŒndung in den Rhein bei Dinslaken
Kennzeichnung des Emscher-Radwegs
Kennzeichnung des Emscher-Radwegs

Die Emscher ist ein 84 Kilometer langer Fluss im Ruhrgebiet.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Die Emscher entspringt sĂŒdöstlich von Dortmund bei Holzwickede (Kreis Unna) am Haarstrang auf etwa 160 m ĂŒ. NN in einem Quellteich. Das Einzugsgebiet des Flusses betrĂ€gt mit einem System von verzweigten NebenlĂ€ufen rund 860 kmÂČ. In ihrem Oberlauf durchfließt die Emscher – nur durch den Höhenzug von Haarstrang beziehungsweise Ardeygebirge vom Ruhrtal getrennt – den SĂŒdosten von Dortmund und wendet sich dann nach Nordwesten. Im nördlichen Castrop-Rauxel unterquert sie den Rhein-Herne-Kanal mittels eines DĂŒkers . Danach fließt sie bis Oberhausen fast durchgehend parallel zu diesem Kanal in westliche Richtung. Beim Bau des Kanals hat man die Geografie des Emschertals genutzt.

In Oberhausen knickt der Fluss nach Nord-Westen ab und fließt dann bis zu ihrer heutigen MĂŒndung in den Rhein bei Dinslaken-Eppinghoven. Dort ist ihre Abflussmenge auf durchschnittlich 16 mÂł/s angewachsen.

StÀdte an der Emscher sind Holzwickede, Dortmund, Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne, Gelsenkirchen, Essen, Bottrop, Oberhausen, Duisburg, Dinslaken.

Geschichte

Der Name Emscher ist wahrscheinlich keltischen Ursprungs. Im Mittelalter war der Fluss im Ober- und Mittelauf in weiten Teilen natĂŒrliche Grenze von Territorien. Nördlich des Flusses lag in weiten Bereichen das Gebiet des Vest Recklinghausen, sĂŒdlich das der Grafschaft Mark und des Stift Essen. Die Emscher bildete auch die SĂŒd- und Westgrenze der Grafschaft Dortmund. Entlang der Emscher waren daher zahlreiche Wasserburgen angelegt, an den Grenzen der Grafschaft Dortmund Warten .

UrsprĂŒnglich handelte es sich bei der Emscher um einen stark mĂ€andernden Fluss, die GesamtlĂ€nge betrug 109 Kilometer. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begann durch die einsetzende Industrialisierung im Ruhrgebiet auch ein starkes Bevölkerungswachstum. Der erhöhte Trinkwasserbedarf wurde durch das Ruhr- und Lippegebiet gedeckt, das Abwasser und das Grubenwasser der Bergwerke in die Emscher entlassen.

Die Emscher war dadurch frĂŒh zu einer reinen Abwasser kloake verkommen. Das geringe GefĂ€lle, der stark mĂ€andernde Flusslauf und vom Bergbau hervorgerufenen Absenkungen des Bodens verursachten Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Überschwemmungen, was aufgrund der mitgefĂŒhrten FĂ€kalien zu steigender Seuchengefahr fĂŒhrte. Da die beteiligten Kommunen und Großbetriebe aus eigenem Antrieb nicht in der Lage waren, das Problem zu lösen, wurde schließlich 1899 die Emschergenossenschaft als Zwangsvereinigung der betroffenen Kommunen und einleitenden Großbetriebe gegrĂŒndet. Ihre Aufgaben liegen in der Abwasserreinigung , der Sicherung des Abflusses, im Hochwasserschutz und in der GewĂ€sserunterhaltung .

Unter der Ägide der Emschergenossenschaft wurde die Emscher um ca. 3 Meter tiefer gelegt, grĂ¶ĂŸtenteils befestigt und begradigt. Mehrfach wurde der Flusslauf reguliert. Die MĂŒndung wurde im 20. Jahrhundert zweimal verlegt: 1910 von Duisburg-Alsum nach (Duisburg-)Walsum und 1949 nach Dinslaken. Dementsprechend teilt sich die Emscher an ihrem Unterlauf in Alte Emscher, Kleine Emscher und Neue Emscher.

Die durch den Bergbau hervorgerufenen Bergsenkungen wurden durch immer höhere Deiche ausgeglichen, so dass die Emscher heute an einigen Stellen sogar einige Meter ĂŒber dem Niveau der Umgebung liegt. Dies bedeutet jedoch auch, dass ZuflĂŒsse zur Emscher, die das umliegende Land entwĂ€ssern, nach oben in die Emscher gepumpt werden mĂŒssen. Ohne die Eindeichung und das Abpumpen des Wassers stĂŒnden große Teile der Emscherregion unter Wasser.

Bis vor kurzem gab es jedoch keine Alternativen zur offenen Abwasserentsorgung , da unterirdische KanĂ€le bedingt durch BergschĂ€den regelmĂ€ĂŸig abgesunken wĂ€ren. Somit versuchte man sich hauptsĂ€chlich im Schutz des Rheins, drei zentrale KlĂ€rwerke wurden dazu bis Ende der 1990er eingesetzt.

Der Verlauf der Emscher dient als Trasse fĂŒr verschiendene Energieleitungen. Im Bild sieht man Hochspannungsleitungen , die Steinkohlenkraftwerke (im Hintergrund das STEAG-Kraftwerk in Herne) und Verbraucher verbinden. Auf dem linken Ufer verlaufen die Rohre (olivgrĂŒn) der FernwĂ€rmeschiene Ruhr , in die Kraftwerke Wasser von 110 - 180 Grad C einspeisen und damit die Übergabepunkte zu den stĂ€dtischen FernwĂ€rmeversorgern im Ruhrgebiet beliefern.

Renaturierung

Mit dem ĂŒberwiegenden Ende des Bergbaus im Ruhrgebiet bzw. seiner Nordwanderung stellen Bergsenkungen in der Emscher-Region nun kein Hindernis mehr dar, so dass mit dem Bau von unterirdischen KanĂ€len und der Renaturierung der Emscher begonnen wurde. Gleichzeitig wird ein dezentrales AbwasserklĂ€rsystem aufgebaut.

Erste Schritte in Richtung ökologischem Umbau des Emschersystems wurde mit der IBA Emscherpark unter anderem mit den Radwegen Emscher-Weg und Emscher Park Radweg und dem Emscher Landschaftspark gelegt. In den 90er Jahren wurde bereits ein kurzer Abschnitt der Emscher im Rahmen der Bundesgartenschau in Dortmund renaturiert.

Das zentrale Bauwerk im Rahmen der Renaturierung der Emscher ist der Emscherkanal , einer 51 km langen Betonröhre, die momentan in einer Tiefe von 5 - 35 Metern zwischen Dortmund und Dinslaken gebaut wird. Die Fertigstellung des Emscherkanals ist fĂŒr 2014 geplant.

Der an der Quelle der Emscher liegende Emscherquellhof wird momentan von der Emschergenossenschaft grundsaniert und als Tagungs- und Bildungszentrum hergerichtet. Die Fertigstellung ist fĂŒr Ende 2005 geplant.

Rund um die Emscher

  • Der Schriftsteller Michael Holzach (unter anderem: „Deutschland umsonst“, „Das vergessene Volk“, „Feldmann“) ertrank in der Emscher bei dem Versuch, seinen Hund Feldmann zu retten.

Weblinks

Wikipedia

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