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Letzte Änderung für Artikel Dortmund: 20.02.2006 03:29

Dortmund

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Wappen Karte
Wappen der Stadt Dortmund Lage der kreisfreien Stadt Dortmund in Deutschland
Wahlspruch: Das Herz Westfalens, stark in Europa
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : Arnsberg
Landschaftsverband: Westfalen-Lippe
Regionalverband : Regionalverband Ruhr
Landkreis : Kreisfreie Stadt
FlĂ€che : 280,3  kmÂČ
Einwohner : 584.939 (1. August 2005)
Bevölkerungsdichte : 2.086 Einwohner/kmÂČ
Höhe : 50-254 m ĂŒber NN
Postleitzahlen : 44001 bis 44388
Vorwahlen : 0231 (Ortsnetz Dortmund)
02304 (Ortsnetz Schwerte)
Geografische Lage :
Koordinaten: 51° 31â€Č N, 7° 28â€Č O
51° 31â€Č N, 7° 28â€Č O
Kfz-Kennzeichen : DO
GemeindeschlĂŒssel : 05 9 13 000
UN/LOCODE : DE DTM
NUTS -Region:: DEA52 (Dortmund)
Stadtgliederung: 12 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Friedensplatz 1
44122 Dortmund
Website: www.dortmund.de
E-Mail-Adresse: redaktion@dortmund.de
Politik
OberbĂŒrgermeister : Dr. Gerhard Langemeyer ( SPD )
Mehrheit im Stadtrat : SPD , BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen
Letzte Wahl: 26. September 2004
(Stichwahl: 10. Oktober 2004)
NĂ€chste Wahl: Herbst 2009
Schuldenstand: 979,5 Mio. € (4. MĂ€rz 2004)
Bevölkerung
Arbeitslosenquote 17,6 % (28. Juli 2005)
AuslĂ€nderanteil 12,7 % (30. November 2004)
Eingeschriebene Studenten (Uni/FH/etc.) ca. 30.000 (SS 2005)
Altersstruktur :
(31. Dezember 2003)
0-18 J. 17,2 %
18-65 J. 63,6 %
ĂŒber 65 J. 19,2 %

Dortmund (westfĂ€lisch DĂŒĂ¶rpm, seltener DĂŒĂ¶pm; lateinisch Tremonia) ist eine kreisfreie Stadt im östlichen Ruhrgebiet. Sie ist die grĂ¶ĂŸte Stadt sowie Wirtschafts- und Handelszentrum Westfalens und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg im Bundesland Nordrhein-Westfalen der Bundesrepublik Deutschland . Die Stadt ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr. Je nach genauem ZĂ€hldatum und Quelle liegt sie an der sechsten bis achten Stelle der grĂ¶ĂŸten deutschen StĂ€dte. FlĂ€chenmĂ€ĂŸig ist Dortmund die neuntgrĂ¶ĂŸte kreisfreie Stadt Deutschlands .

Dortmund hat sich von einer Industriestadt zu einem bedeutenden Hightech-Standort in NRW entwickelt: FrĂŒher vor allem bekannt durch Stahl , Kohle und Bier sowie durch den örtlichen Fußballverein, vollzog sich der Wandel von der Schwerindustrie ĂŒber Dienstleistung und Forschung bis zur Hochtechnologie. Trotzdem besitzt die Stadt noch eine der höchsten Arbeitslosenquoten in Westdeutschland . Dortmund ist wichtigster Verkehrsknoten im östlichen Ruhrgebiet und Anziehungspunkt fĂŒr das bis auf die westlichen NachbarstĂ€dte lĂ€ndlich geprĂ€gte Umland. Seit Überschreitung der 100.000-Einwohner-Grenze 1895 ist Dortmund Großstadt .

Wahrzeichen der Stadt sind die Reinoldikirche, das Dortmunder U und der Florianturm, sowie der Signal-Iduna-Park und die Westfalenhallen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Dortmund liegt im mittleren Westen Deutschlands . Die Stadt befindet sich im SĂŒdwesten der WestfĂ€lischen Bucht. SĂŒdlich Dortmunds erheben sich die AuslĂ€ufer des Ardeygebirges und des Sauerlandes, nördlich grenzt das MĂŒnsterland an Dortmund. Im Osten liegt die Soester Börde und im Westen der Ballungsraum Ruhrgebiet, dessen westfĂ€lischem Teil auch Dortmund angehört. Die Stadt liegt am Oberlauf der Emscher und am Mittellauf der Ruhr. In Letztere mĂŒndet sĂŒdlich der Stadtgrenze (unterhalb der Hohensyburg und bereits auf dem Stadtgebiet von Hagen) die Lenne. Nördlich der Stadt fließt die Lippe. Der Dortmund-Ems-Kanal bindet Dortmund an das Binnenschifffahrts kanalnetz an.

Höchste Erhebung Dortmunds ist der im Stadtteil Syburg gelegene Klusenberg mit 254 Metern ĂŒber Normalnull . Der niedrigste Punkt befindet sich mit 50 Metern ĂŒber Normalnull im Nordwesten des Stadtteils Mengede an der Stelle, an der die Emscher aus dem Stadtgebiet austritt. Als Stadtmittelpunkt und damit allgemeiner Referenzpunkt gilt die Reinoldikirche, genauer gesagt deren Turm bolzen auf der Westseite, auf 85,42 Metern ĂŒber Normalnull, 7° 28' 6" östlicher LĂ€nge und 51° 30' 58" nördlicher Breite gelegen. In Dortmund gilt wie in ganz Deutschland die MitteleuropĂ€ische Zeit , die mittlere Ortszeit bleibt dieser gegenĂŒber 30 Minuten und 7,7 Sekunden zurĂŒck.

Dortmund Panorama vom Ardeygebirge

Blick auf Dortmund vom Ardeygebirge

Ausdehnung des Stadtgebiets

Das Stadtgebiet Dortmunds umfasst 280,347 kmÂČ. Die lĂ€ngste Ausdehnung in Nord-SĂŒd-Richtung betrĂ€gt 21 km, in Ost-West-Richtung 23 km. Dortmunds Stadtgrenze ist insgesamt 126 km lang, 76 km teilt sie sich mit dem Kreis Unna, 21 km mit dem Kreis Recklinghausen, 17 km mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis, 10 km mit der Stadt Bochum und 2 km mit der Stadt Hagen.

Nachbargemeinden

Im Nordwesten grenzt der Kreis Recklinghausen mit den StĂ€dten Castrop-Rauxel und Waltrop an Dortmund. Von Nordosten bis SĂŒdosten ist Dortmund vom Kreis Unna mit den StĂ€dten LĂŒnen, Kamen, Unna, der Gemeinde Holzwickede sowie der Stadt Schwerte umklammert. Daran schließt sich die kurze Stadtgrenze zur kreisfreien Stadt Hagen direkt im SĂŒden an. Weiter westlich stĂ¶ĂŸt Dortmund an den Ennepe-Ruhr-Kreis mit den StĂ€dten Herdecke und Witten. Genau im Westen liegt schließlich die kreisfreie Stadt Bochum.

Stadtgliederung

Lage der Stadtbezirke Dortmunds
Lage der Stadtbezirke Dortmunds

Dortmund gliedert sich in die zwölf Stadtbezirke

Siehe auch: Liste der Stadtteile in Dortmund

Klima

Dortmund liegt wie ganz Deutschland in einer gemĂ€ĂŸigten Klimazone . Tendenziell ist das Klima in Dortmund eher maritim als kontinental geprĂ€gt, es zeigen sich einige typische klimatische Merkmale dicht besiedelter RĂ€ume. Die Niederschlagsmenge ist mit jĂ€hrlich 750 mm im langjĂ€hrigen Durchschnitt deutlich niedriger als in den umliegenden Mittelgebirgen. Der meiste Regen fĂ€llt im Sommerzeitraum (Juli durchschnittlich 80-90 mm), der wenigste im Winterzeitraum (Februar durchschnittlich 40-50 mm). Die Winter sind mit -6°-11° C im Januar mild und die Sommer mit 10°-35° C im August relativ kĂŒhl. Die mittlere Jahrestemperatur betrĂ€gt 9-10° C.

Demografie

In Dortmund leben mehr Frauen als MĂ€nner. Der Anteil der weiblichen Bevölkerung liegt bei 51,6 Prozent, der der mĂ€nnlichen Bevölkerung entsprechend bei 48,4 Prozent.

Seit gut 20 Jahren zeigt die natĂŒrliche Bevölkerungsbewegung eine negative Tendenz. Das bedeutet, dass die Anzahl der SterbefĂ€lle höher ist als die der Geburten. Diese Bevölkerungsverluste werden teilweise durch den Zuzug von Menschen ausgeglichen. In den vergangenen fĂŒnf Jahren verzeichnete Dortmund einen WanderungsĂŒberschuss.

Der AuslĂ€nderanteil an der Dortmunder Bevölkerung liegt bei 12,7 Prozent, davon wiederum kommen 23,5 Prozent aus den EU-Mitgliedstaaten. Die grĂ¶ĂŸte Gruppe der auslĂ€ndischen Einwohner bilden TĂŒrken, gefolgt von Jugoslawen und Polen. Zwischen den Stadtbezirken gibt es große Unterschiede beim Anteil der auslĂ€ndischen Bevölkerung. Leben in den Stadtbezirken Brackel und Aplerbeck nur etwa 5 Prozent auslĂ€ndische BĂŒrger, so sind es im Stadtbezirk Innenstadt-Nord 41,5 Prozent.

Quelle: Jahresbericht Dortmunder Bevölkerung 2005, Stadt Dortmund - Amt fĂŒr Statitik und Wahlen

Geschichte

Stadtgeschichte

Erste Spuren der Besiedlung auf dem heutigen Dortmunder Stadtgebiet reichen bis in die Bronzezeit zurĂŒck. Dortmund wurde um 880 bis 885 das erste Mal als „Throtmanni“ (altsĂ€chsisch fĂŒr „Schlundberg“) erwĂ€hnt. 990 findet sich die ErsterwĂ€hnung der Dortmunder Marktrechte. Im 11. Jahrhundert wurde der Legende nach Reinoldus der Schutzpatron der Stadt. 1152 fand in Dortmund eine große Reichsversammlung unter Kaiser Friedrich Barbarossa statt. Im Jahr 1293 wird der Stadt Dortmund das Braurecht verliehen.

Kupferstich der Stadt von 1647
Kupferstich der Stadt Dortmund von 1647

Im Grundriss der Hansestadt spielt der Hellweg als Handelsstraße eine besondere Rolle. Infolge des DreißigjĂ€hrigen Kriegs verlor Dortmund sehr an Bedeutung. Die Einwohnerzahl Dortmunds sank bis zum Jahre 1793 auf 4500 Einwohner.

Bis 1803 war das zum Niederrheinisch-WestfĂ€lischen Reichskreis gehörende Dortmund Freie Reichsstadt, dann kam die Stadt als Exklave zum FĂŒrstentum Oranien-Nassau . 1806 wurde Dortmund als Teil des französischen Großherzogtum Berg PrĂ€fektur des Ruhrdepartements. Nach dem preußischen Sieg ĂŒber Napoleon fiel Dortmund 1815 schließlich an die preußische Provinz Westfalen . Hier wurde Dortmund 1817 Sitz eines Landkreises innerhalb des Regierungsbezirk Arnsberg, aus dem Dortmund 1875 ausschied, um eine kreisfreie Stadt zu werden.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begann durch die Kohlenförderung und Stahlverarbeitung der erneute Aufstieg Dortmunds und der Wandel zu einer Industriestadt. Seit der Eröffnung der Cöln-Mindener Eisenbahn im Jahr 1847 wurde Dortmund zu einem wichtigen Verkehrsknoten im Ruhrgebiet. Einen weiteren bedeutenden Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leistete 1899 die Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals und damit des Hafens .

Bereits 1905 begann mit der Eingliederung von Körne eine Welle von Eingemeindungen, die mit dem Gesetz ĂŒber die kommunale Neuordnung des Ruhrgebiets von 1928 ihren Höhepunkt mit der Eingemeindung der Stadt Hörde (die bereits 1340 Stadtrechte erhielt) erreichte. WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt mitsamt ihrer historischen Kirchen stark zerstört. 98 % der innerstĂ€dtischen BesiedlungsflĂ€chen lagen in TrĂŒmmern. Zeitgenössischen Berichten zufolge wurde zunĂ€chst erwogen, die Innenstadt nicht wieder aufzubauen. Der Wiederaufbau ging insgesamt gesehen aber so schnell voran, dass 1950 der 500.000. Einwohner geboren wurde.

Siehe auch: Geschichte der Stadt Dortmund

Entwicklung des Ortsnamens

Dortmund wurde um das Jahr 882 erstmals in den Urbaren des Klosters Werden namentlich erwĂ€hnt. Der lateinische Eintrag lautet „In Throtmanni liber homo Arnoldus VIII denarios nobis solvit“ ( deutsch : „In Throtmanni zahlt uns der freie Mann Arnold 8 Pfennige “). Wenige Jahre spĂ€ter, im Jahr 899 , wurde Dortmund erneut in einer Urkunde erwĂ€hnt, diesmal als Trutmania. Aus den folgenden Jahren finden sich viele verschiedene EintrĂ€ge wie Trutmenni (928), Thortmanni (939), Trotmannia (941), Drotmanni (953), Thrutmanniu (978), Therotmani, Thertmanni, Thertamanni (983-1002), Trutmundi (997), Dretmonna und Thortmanne (1002-34), Trutmonia (1024), Trytemanne (1030), Trudimonia (1033) und so weiter, die aber alle auf denselben Lautstamm zurĂŒckzufĂŒhren sind. Die Verwendung der einzelnen Bezeichnungen erscheint dabei willkĂŒrlich. 1152 und damit ein Jahr nach seinem Aufenthalt in Dortmund stellte Kaiser Friedrich I. dem Kölner Erzbischof Arnold II. eine Urkunde aus, die die lateinische Bezeichnung „in burgo Tremonia“ (deutsch: „in der Stadt Tremonia“) enthĂ€lt. Von diesem Zeitpunkt an findet sich in den lateinischen Quellen nur noch die Bezeichnung Tremonia und es wird vermutet, dass dies auf eine Anordnung Friedrich Barbarossas zurĂŒckgeht. Erst als im 14. Jahrhundert wieder deutsche Quellen aufkamen, finden sich auch wieder sprachlich weiterentwickelte Formen des ursprĂŒnglichen Namens wie Dorpmunde oder Dortmunde. Diese Formen wurden dann im westfĂ€lischen Platt zu DĂŒĂ¶rpm (seltener auch DĂŒĂ¶pm) verkĂŒrzt.

Die dem Wortstamm Throtmanni Ă€hnlichen Namensformen leiten sich aus dem AltsĂ€chsischen her und geben bis heute RĂ€tsel auf. Der Germanist Paul Derks ĂŒbersetzte Throtmanni mit „Siedlung am gurgelnden GewĂ€sser“ (wörtlich: „Gurgel-“ oder „Kehlbach“). Der Namensforscher JĂŒrgen Udolph fĂŒhrte aber in einer ausfĂŒhrlichen Untersuchung Dortmund auf Throtmande zurĂŒck und ĂŒbersetzt dies mit „ Schlundberg “, also ein Berg mit einem oben befindlichen, tiefen Einschnitt. Beide Interpretationen schließen auf die Beschreibung besonderer geografischer Gegebenheiten, die heute aber aufgrund der Bebauung nicht mehr nachvollziehbar sind. Die Bezeichnung Tremonia leitet sich nicht direkt aus diesem Wortstamm ab. Man vermutet, dass bei Verwendung dieser Bezeichnung der gute phonetische Klang und der aus volksetymologischer Perspektive vorhandene Sinngehalt eine Rolle spielten. Der Name wĂŒrde sich dann aus den Wörtern tres oder tria (lateinisch fĂŒr drei) und moenia (Mauer) zusammensetzen und soviel wie Dreimauernstadt bedeuten. Nicht nachvollziehbar ist dabei aber, inwieweit damit tatsĂ€chlich auf eine dreifache Ummauerung der Stadt angespielt wird. Auch die Namensform Throtmanni unterlag volksetymologischen Deutungen. So verweisen Chronisten des SpĂ€tmittelalters auf zwei Dörfer, das „alde“ und das „neue Dorp“, die beide bei einer Burg „Munda“ gelegen haben sollen und den Siedlungskern der Stadt Dortmund darstellen. Diese sĂ€chsische Burg sei durch die Römer (oder auch die Franken ) belagert und erobert worden. Vom römischen Schlachtruf „trucide, trucide“ (deutsch: „Metzelt sie nieder, metzelt sie nieder“) hĂ€tten die Sachsen in Ermangelung von Lateinkenntnissen nur trutz oder trot verstanden und daraufhin zunĂ€chst die Römer und spĂ€ter den Ort selbst spöttisch als Trotmanni (TrutzmĂ€nner) bezeichnet.

Eingemeindungen

In die Stadt Dortmund wurden folgende Gemeinden eingemeindet:

Einwohnerentwicklung

Diagramm der Bevölkerungsentwicklung Dortmunds von 1380 bis 2005
Diagramm der Bevölkerungsentwicklung Dortmunds von 1380 bis 2005

Um 1300, wĂ€hrend der Zeit der Hanse, galt Dortmund mit bis zu 15.000 Einwohnern mit Köln und Soest als eine der grĂ¶ĂŸten StĂ€dte im Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland. Im Laufe des Mittelalters sanken bedingt durch Kriege und Fehden sowie durch Pest epidemien die Einwohnerzahlen auf etwa 4.000. 1793 hatte Dortmund 4.500 Einwohner. Bis 1895 wuchs die Kernstadt im Zuge der Industrialisierung auf 110.000 Menschen.

Nach der Eingemeindung der Stadt Hörde und der Landkreise Dortmund und Hörde lebten 1929 etwa 536.000 Personen in der Stadt. Der 2. Weltkrieg entvölkerte das zerstörte Dortmund. 1945 zĂ€hlte man 340.000 Menschen. Danach siedelten sich viele ins lĂ€ndliche Umland evakuierte Menschen und FlĂŒchtlinge in Dortmund an. Die Einwohnerzahlen stiegen rasch. 1965 wurde mit 657.804 BĂŒrgern ein Höchststand erreicht. Stadtplaner trĂ€umten von einer Millionenmetropole, doch es kam anders. Bis 2000 sank die Einwohnerzahl auf 588.994 Menschen.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um SchĂ€tzungen, danach um VolkszĂ€hlungsergebnisse (Âč) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1300 15.000
1380 8.000
1480 7.500
1600 4.000
1700 3.000
1793 4.500
1825 5.794
1. Dezember 1834 Âč 6.860
3. Dezember 1849 Âč 10.515
3. Dezember 1858 Âč 22.099
3. Dezember 1861 Âč 23.300
3. Dezember 1864 Âč 27.400
3. Dezember 1867 Âč 33.500
1. Dezember 1871 Âč 44.420
Jahr Einwohner
1. Dezember 1880 Âč 66.544
1. Dezember 1885 Âč 78.435
1. Dezember 1890 Âč 89.663
2. Dezember 1895 Âč 111.232
1. Dezember 1900 Âč 142.733
1. Dezember 1905 Âč 175.577
1. Dezember 1910 Âč 214.226
1. Dezember 1916 Âč 268.077
5. Dezember 1917 Âč 250.536
8. Oktober 1919 Âč 295.026
16. Juni 1925 Âč 321.743
16. Juni 1933 Âč 540.875
17. Mai 1939 Âč 542.261
31. Dezember 1945 433.156
Jahr Einwohner
29. Oktober 1946 Âč 436.491
13. September 1950 Âč 507.349
25. September 1956 Âč 607.885
6. Juni 1961 Âč 641.480
31. Dezember 1965 657.804
27. Mai 1970 Âč 639.634
31. Dezember 1975 630.609
31. Dezember 1980 608.297
31. Dezember 1985 572.094
25. Mai 1987 Âč 584.089
31. Dezember 1990 599.055
31. Dezember 1995 598.840
31. Dezember 2000 588.994
31. Juli 2005 584.939

Âč VolkszĂ€hlungsergebnis

Religionen

Christliche Religion

Der Alter Markt und die Reinoldikirche
Der Alter Markt und die Reinoldikirche

Dortmund gehörte seit der GrĂŒndung zum Erzbistum Köln und war Sitz eines Archidiakonats . Ab 1523 fasste allmĂ€hlich die Reformation Fuß. Doch wurde erst ab 1562 das Abendmahl in beiderlei Gestalt ausgeteilt. Die Stadt war danach ĂŒberwiegend protestantisch. Als Freie Reichsstadt konnte Dortmund auch die religiösen Angelegenheiten selbst regeln und so erhielt die Stadt 1570 ein neues Kirchenregiment. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis. Das reformierte Bekenntnis war bis 1786 ĂŒberhaupt nicht zugelassen. 1625 errichtete der Rat die Superintendentur Dortmund. Hieraus entstand nach dem Übergang an Preußen der spĂ€tere Kirchenkreis Dortmund innerhalb der Evangelischen Kirche in Preußen beziehungsweise dessen westfĂ€lischer Provinzialkirche. SpĂ€ter wurde der Kirchenkreis Dortmund in vier Kirchenkreise aufgeteilt. Heute bilden die Kirchenkreise Dortmund-Mitte-Nordost (22 Kirchengemeinden), 2002 fusioniert aus den Kirchenkreisen Dortmund-Mitte und Dortmund Nordost, Dortmund-SĂŒd (14 Kirchengemeinden) und Dortmund-West (14 Kirchengemeinden) mit ihren zugehörigen Kirchengemeinden zusammen mit dem benachbarten Kirchenkreis LĂŒnen (5 Kirchengemeinden) den „Verband der evangelischen Kirchengemeinden und Kirchenkreise in Dortmund und LĂŒnen“ innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen .

Auch nach EinfĂŒhrung der Reformation gab es noch wenige Katholiken in Dortmund, die weiterhin zum Erzbistum Köln gehörten. Ihnen verblieben zunĂ€chst nur die Klosterkirchen fĂŒr gottesdienstliche Nutzungen. 1616 erhielt jedoch das Dominikanerkloster wieder Pfarrrechte. Nach 1803 wurden die katholischen Klosterkirchen entweder sĂ€kularisiert oder gar abgebrochen. Die Kirche des aufgehobenen Dominikanerklosters blieb als Propsteikirche erhalten. 1821 wurden die Katholiken dem Bistum beziehungsweise Erzbistum Paderborn zugeordnet. Infolge starker Zuwanderung im 19. Jahrhundert und frĂŒhen 20. Jahrhundert , insbesondere aus der damaligen Provinz Posen , nahm auch die Zahl der Katholiken stark zu. 1832 wurde Dortmund Sitz eines katholischen Dekanats , das spĂ€ter in die Dekanate Mitte, Nordost, SĂŒd und West unterteilt wurde, zu denen heute alle Pfarrgemeinden der Stadt Dortmund gehören. Die Dekanate Dortmund-Nordost und Dortmund-SĂŒd umfassen jedoch auch Pfarrgemeinden, die nicht zum Stadtgebiet Dortmunds gehören.

Christuskirche der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Dortmund-Mitte, erbaut um die Jahrhundertwende
Christuskirche der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Dortmund-Mitte, erbaut um die Jahrhundertwende

Neben den evangelischen (34,7 % der Dortmunder gehören der evangelischen Kirche an) und katholischen Gemeinden (29,7 % der Dortmunder gehören der römisch-katholischen Kirche an) in Dortmund gibt es auch noch verschiedene Freikirchen , darunter mehrere evangelisch-freikirchliche Gemeinden ( Baptisten ) (Christuskirche Dortmund-Mitte, Feldherrnstraße, BrĂŒckengemeinde Dortmund-Hörde, Auferstehungsgemeinde Dortmund-Eving, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Dortmund-Asseln, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Dortmund-Mitte, SaarbrĂŒcker Straße und Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Dortmund-Huckarde), die Freie Evangelische Gemeinde Dortmund-Körne und die Evangelisch-methodistische Kirche Dortmund-Mitte.

Auch die Orthodoxen , die Neuapostolische Kirche , die Zeugen Jehovas und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage („ Mormonen “) sowie die Alt-Katholische Kirche sind in Dortmund vertreten.

Siehe ergÀnzend auch Religionsgeschichte der Stadt Dortmund.

Nichtchristliche Religionsgemeinschaften

Bedeutendste nichtchristliche Religionsgemeinschaft in Dortmund ist der Islam . Viele Moscheen und GebetshĂ€user (vor allem in der stark tĂŒrkisch besiedelten nördlichen Innenstadt) machen dies deutlich.

Die 4200 Mitglieder starke orthodoxe jĂŒdische Kultusgemeinde betreibt in Dortmund neben der Synagoge auch einen Kindergarten.

Weiterhin beherbergt Dortmund zwei Thai - Buddhistische Gemeindezentren: den Wat Pah Analayo und den Wat Dhammabharami.

FĂŒr die hinduistische Gemeinde der in Dortmund lebenden Tamilen ist der Sri Kamadchi Ampal-Tempel in Hamm von großer Bedeutung. Außerdem existiert eine Baha'i -Gemeinde.

Politik

An der Spitze der Stadt Dortmund stand in Zeiten der Freien Reichsstadt der 18köpfige spĂ€ter 12köpfige Rat, welcher im Laufe der Zeit verschiedentlich zusammengesetzt war. Die Amtszeit dauerte zunĂ€chst ein Jahr, wobei die Mitglieder turnusmĂ€ĂŸig wechselten, sodass es einen „alten Rat“ und einen „neuen Rat“ beziehungsweise „sitzenden Rat“ gab. Seit Ende des 15. Jahrhunderts wurden die Ratsherren auf Lebenszeit gewĂ€hlt. Von den 6 Obersten Ratsherren fĂŒhrten zwei den Titel „BĂŒrgermeister“. Der 7. Sitz war dem Freigrafen vorbehalten. Nach 1803 ĂŒbernahm ein fĂŒrstlich-oranischer Stadtmagistrat die AmtsgeschĂ€fte und in französischer Zeit gab es einen Maire , dem ein Munizipalrat zur Seite stand. Nach 1815 gab es einen BĂŒrgermeister und einen Gemeinderat. Mit EinfĂŒhrung der StĂ€dteordnung 1835 leiteten der Magistrat und das Stadtverordnetenkolleg unter Vorsitz des BĂŒrgermeisters die Verwaltung. Ab 1860 trug das Stadtoberhaupt den Titel OberbĂŒrgermeister .

Bild:Friedensplatz mit Stadthaus (Dortmund).JPG WĂ€hrend der Zeit der Nationalsozialisten wurde der OberbĂŒrgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die MilitĂ€rregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen OberbĂŒrgermeister ein und 1946 fĂŒhrte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewĂ€hlten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wĂ€hlte anfangs aus seiner Mitte den OberbĂŒrgermeister als Vorsitzenden und ReprĂ€sentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tĂ€tig war. Des Weiteren wĂ€hlte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen OberbĂŒrgermeister . Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und ReprĂ€sentant der Stadt. Der OberbĂŒrgermeister wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewĂ€hlt und rekrutiert sich seit 59 Jahren in ununterbrochener Folge aus den Reihen der SPD. Die dominierende Stellung der SPD fĂŒhrte zur Metapher von Dortmund als „Herzkammer der Sozialdemokratie“.

Bundestagsabgeordnete

Das Dortmunder Stadtgebiet bildet zwei Bundestagswahlkreise.

Der Wahlkreis 143 Dortmund I umfasst die westlichen Stadtbezirke. Hier entfiel 2005 mit 56,3 Prozent der abgegebenen Erststimmen das Direktmandat in den Jahren 2002 und 2005 auf den SPD-Abgeordneten Marco BĂŒlow . Über die Landliste zogen Markus Kurth , BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen sowie Michael Kauch , FDP in den 16. Deutschen Bundestag ein.

Die östlichen Stadtbezirke bilden den Wahlkreis 144 Dortmund II. Hier fiel das Direktmandat 2005 mit 57,9 Prozent erneut auf Ursula Burchardt, SPD. Über die Landesliste wurde Erich G. Fritz , CDU gewĂ€hlt.

Kommunalwahlergebnisse

Ergebnisse der Kommunalwahlen seit 1946 in Prozent
Ergebnisse der Kommunalwahlen seit 1946 in Prozent

Eine detaillierte Übersicht der Ergebnisse der Dortmunder Kommunalwahlen bietet der Artikel Kommunalwahlen Dortmund , hier die aktuellen Zahlen:

1946 1948 1952 1956 1961 1964 1969 1975 1979 1984 1989 1994 1999 2004
SPD 46,2 46,0 49,7 57,0 54,2 61,2 57,3 57,2 57,3 55,4 52,9 51,4 41,0 41,3
CDU 35,1 31,1 29,5 31,0 35,2 33,4 35,6 35,2 34,3 30,7 25,7 30,4 41,7 32,7
GrĂŒne 10,7 9,8 12,2 9,9 11,5
FDP 3,6 7,8 10,9 6,7 7,8 5,4 5,3 6,2 4,6 2,3 3,9 2,1 1,8 3,8
Sonstige 15,0 15,1 9,9 5,3 2,8 1,8 1,3 3,7 0,9 7,7 3,9 5,6 10,6

Sitzverteilung im Stadtrat

Sitzverteilung im Stadtrat 2004
Sitzverteilung im Stadtrat 2004
SPD CDU GrĂŒne FDP BĂŒrgerliste DVU PDS -Offene Liste Linkes BĂŒndnis Offensive D Gesamt
2004 36 28 10 4 3 3 2 1 1 88
1999 34 34 8 1 2 2 0 1 0 82

Bei der Wahl 2004 errangen 36 SPD-Kandidaten einen direkten Sitz im Stadtrat, obwohl der SPD nur 34 Sitze zugestanden hĂ€tten. Aufgrund dessen wurden 6 Überhang - und Ausgleichsmandate eingerichtet (SPD: 2, CDU: 2, GrĂŒne: 1, BĂŒrgerliste: 1). Ein CDU-Ratsherr wechselte wenige Tage nach der Wahl zur FDP. Das fĂŒr die Offensive D gewĂ€hlte Ratsmitglied trat Ende 2004 aus der Partei aus. FDP und BĂŒrgerliste bilden im Rat eine gemeinsame Fraktion.

In der Stichwahl zum BĂŒrgermeisteramt am 10. Oktober 2004 erhielt Dr. Gerhard Langemeyer ( SPD ) 62,53 % der abgegebenen Stimmen gegenĂŒber 37,46 % fĂŒr den CDU -Kandidaten Frank Hengstenberg.

BĂŒrgermeister beziehungsweise OberbĂŒrgermeister

  • 1807 - 1812 : Johann Arnold Caspar BrĂŒgmann , Maire
  • 1812 - 1832 : Dr. Franz Mallinckrodt , Maire, ab 1813 BĂŒrgermeister
  • 1832 - 1847 : Wilhelm BrĂŒgmann , BĂŒrgermeister
  • 1847 - 1871 : Karl Zahn , 1. BĂŒrgermeister, ab 1860 OberbĂŒrgermeister
  • 1871 - 1875 : Dr. Hermann Heinrich Becker, DFP , OberbĂŒrgermeister
  • 1875 - 1876 : Wilhelm Becker , OberbĂŒrgermeister
  • 1876 - 1878 : Richard PrĂŒfer , OberbĂŒrgermeister
  • 1878 - 1886 : Ernst Heinrich Lindemann , OberbĂŒrgermeister
  • 1886 - 1910 : Dr. Karl Wilhelm Schmieding , OberbĂŒrgermeister
  • 1910 - 1933 : Dr. Dr. Ernst Eichhoff , OberbĂŒrgermeister
  • 1933 - 1934 : Bruno SchĂŒler , OberbĂŒrgermeister
  • 1934 - 1945 : Dr. Willi Banike , OberbĂŒrgermeister
  • 1945 - 1946 : Dr. Hermann Ostrop , CDU , kommissarischer OberbĂŒrgermeister
  • 1946 : Wilhelm Hansmann, SPD , OberbĂŒrgermeister
  • 1946 : Dr. Herbert Scholtissek , CDU , OberbĂŒrgermeister
  • 1946 - 1953 : Fritz Henßler, SPD , OberbĂŒrgermeister
  • 1954 - 1969 : Dietrich Keuning, SPD , OberbĂŒrgermeister
  • 1969 - 1973 : Heinrich Sondermann , SPD , OberbĂŒrgermeister
  • 1973 - 1999 : GĂŒnter Samtlebe, SPD , OberbĂŒrgermeister
  • 1999 -heute: Dr. Gerhard Langemeyer, SPD , OberbĂŒrgermeister

Oberstadtdirektoren

  • 1946 : Dr. Hermann Ostrop , CDU
  • 1946 - 1954 : Wilhelm Hansmann, SPD
  • 1954 - 1967 : Dr. Walter Kliemt , SPD
  • 1967 - 1982 : Hans-Diether Imhoff , SPD
  • 1982 - 1991 : Harald Heinze , SPD
  • 1991 - 1999 : Dr. Hans-Gerhard Koch , SPD

LandrÀte des Landkreises Dortmund (bis zum 22. MÀrz 1928 )

  • 1860 - 1899 : Otto Freiherr von der Heyden-Rynsch
  • 1899 - 1916 : Kurt Freiherr von der Heyden-Rynsch
  • 1818 - 1919 : Adolph Overweg
  • 1919 - 1928 : Dr. Robert Klauser

LandrÀte des Landkreises Hörde (bis 1929 )

  • 1887 - 1900 : Heinrich Philipp Spring
  • 1900 - 1905 : Karl von Starck
  • 1905 - 1907 : Dr. Felix Busch
  • 1907 - 1919 : Dr. Alfred Luckhaus
  • 1919 - 1929 : Wilhelm Hansmann

Wappen und Farben

Stadtwappen der kreisfreien Stadt Dortmund
Stadtwappen der kreisfreien Stadt Dortmund

Das Wappen zeigt in Gold den rechtsblickenden, einköpfigen, staufischen reichsstĂ€dtischen Adler in Schwarz. Er ist in Rot bewehrt und bezungt. Das Siegel zeigt dasselbe Symbol mit der Inschrift „Stadt Dortmund“.

Als Dortmund im 13. Jahrhundert zur Freien Reichs- und Hansestadt aufstieg, durfte es offiziell den Reichsadler im Wappen und Siegel tragen. Das Ă€lteste bekannte Wappen der Stadt Dortmund von 1241 zeigte einen Turm hinter Stadtmauern , die Darstellung des Reichsadlers gab es nur im Siegel der Stadt. Im Unterschied zum eigentlichen Reichsadler wurde der Dortmunder auf silbernen Grund gezeigt, erst 1946 wurden die historischen Reichsfarben ĂŒbernommen. 1871 wurden zwei Löwen als Wappenhalter und eine Krone auf den Schild hinzugefĂŒgt. Diese wurden jedoch 1888 beziehungsweise 1908 wieder entfernt.

Die Flagge der Stadt ist Rot und Weiß in LĂ€ngsstreifen. Dies sind die Farben der Hanse.

Neben Wappen und Farben gab es seit 1994 ein Logo , das die stilisierten Buchstaben DO in einem rechtsoffenen Halbkreis aus neun dunkelblauen fĂŒnfzackigen Sternen zeigt. Die Sterne werden nach unten hin kleiner. Der senkrechte Strich im D ist nach oben verlĂ€ngert und nochmals kurz gekreuzt. Er soll den Florianturm darstellen, wĂ€hrend zwei gebogene Striche ĂŒber dem O auf die große Westfalenhalle anspielen. Die beiden Buchstaben sind in Petrol gehalten. Die Darstellung mit Sternen galt als Europalogo, teilweise fand man das Logo auch ohne Sterne. Im FrĂŒhjahr 2005 wurde das stĂ€dtische Corporate Design aber wieder auf die traditionellen Farben und Symbole umgestellt. Außerdem stellt die Stadt Dortmund fĂŒr BĂŒrger oder Unternehmen, die ihre Verbundenheit mit Dortmund zeigen wollen, noch eine Stadtsilhouette mit mehreren markanten GebĂ€uden in der Farbe des ehemaligen Logos zur VerfĂŒgung.

StÀdtepartnerschaften

Dortmund pflegt offiziell sieben internationale StÀdtepartnerschaften. In der Reihenfolge des Zustandekommens sind dies (in Klammern die Jahreszahl, seit der die Partnerschaft besteht):

  • Amiens , Frankreich ( 1960 )
  • Leeds , Vereinigtes Königreich ( 1969 )
  • Buffalo ( New York ), Vereinigte Staaten ( 1977 )
  • Rostow am Don , Russische Föderation ( 1978 )
  • Netanya , Israel ( 1981 )
  • Novi Sad , Serbien und Montenegro ( 1982 )
  • Xi'an , China ( 1992 )

Außerdem unterhĂ€lt Dortmund seit 1988 eine innerdeutsche StĂ€dtefreundschaft zu Zwickau in Sachsen .

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

In einer traditionellen Industrie- und Arbeiterstadt wie Dortmund spielte die Kultur lange Zeit eine eher unbedeutende Rolle. Der Industriearbeiter hielt zur Kunst und Kultur des BildungsbĂŒrgertums Distanz und der gehobene Beamte genoss Kunst und Kultur eher in der Landeshauptstadt DĂŒsseldorf. Doch der Strukturwandel hat auch vor dem kulturellen Leben nicht halt gemacht. Eine heterogene BĂŒrgerschaft macht heute Kultur und leistet sich diese.

Theater

Das Opernhaus des Theaters Dortmund
Das Opernhaus des Theaters Dortmund

Das 1904 gegrĂŒndete Theater Dortmund bietet Oper , Ballett , Schauspiel und ein Kinder- und Jugendtheater. Auf dem GelĂ€nde der ehemaligen Synagoge wurden nach dem 2. Weltkrieg die SpielstĂ€tten Opernhaus, Schauspielhaus und die StudiobĂŒhne neu errichtet und galten als wichtiges Symbol des Wiederaufbaus der kriegszerstörten Stadt. Ein Gedenkstein vor dem Opernhaus erinnert an die Zerstörung der Synagoge in der Reichspogromnacht . Das Kinder- und Jugendtheater „Theater Sckellstraße“ hat seine SpielstĂ€tte an der gleichnamigen Straße in unmittelbarer NĂ€he des Westfalenparks.

Das Ensemble Fletch Bizzel wurde 1979 gegrĂŒndet. Seit 1985 verfĂŒgt das Theater Fletch Bizzel ĂŒber eine eigene BĂŒhne am Alfons-Spielhoff-Platz. Neben eigenen Inszenierungen des Ensembles werden im Theater auch regelmĂ€ĂŸig Kindertheater- und Puppertheaterproduktionen gezeigt. Zum Theater gehören eine Galerie und eine Kulturwerkstatt, die als WeiterbildungsstĂ€tte im Bereich Theater, Tanz und Gesang dient.

In einem ehemaligen Straßenbahndepot an der Immermannstraße in der Dortmunder Nordstadt hat das Theater im Depot seine SpielstĂ€tte gefunden. Die sich als Zentrum der freien Theaterkunst verstehende BĂŒhne bietet seit Januar 2001 zum großen Teil Eigenproduktionen, aber auch andere freie Theatergruppen ohne eigene SpielstĂ€tte finden hier ein Zuhause. Eine Theaterwerkstatt mit Kursen und Workshops fĂŒr Amateure und Laienschauspieler rundet das Programm ab.

Das private Theater Olpketal ist die HeimatbĂŒhne des Dortmunder Originals Bruno Knust, genannt GĂŒnna . Der aus Funk und Fernsehen bekannte GĂŒnna widmet sich in seinen mit viel Lokalkolorit gewĂŒrzten Produktionen immer wieder den Themen Ruhrgebiet, den Bewohnern dieser Region sowie dem Fußball. Auch als Autor regelmĂ€ĂŸiger Kolumnen in den Ruhr-Nachrichten erfreut sich Knust in der Stadt großer Beliebtheit.

Über die landschaftlich schönste SpielstĂ€tte verfĂŒgt die NaturbĂŒhne Hohensyburg mitten im Syburger Wald am Fuße der Hohensyburg. Seit 1952 werden hier in den Sommermonaten unterschiedliche Inszenierungen fĂŒr große und kleine Theaterfreunde von Laienschauspielern aufgefĂŒhrt. Seit 2003 wird in den Wintermonaten die Spielsaison im Studio der NaturbĂŒhne fortgesetzt. Besonders beliebt sind die regelmĂ€ĂŸigen Kindermusicals.

Die „Schule fĂŒr Tanzkunst“ bildet das Tanztheater Cordula Nolte. In einer historischen Turnhalle an der Rheinischen Straße finden seit 1998 regelmĂ€ĂŸig Tanztheaterinszenierungen auf einer privaten StudiobĂŒhne statt.

Die Absolventen der Theaterschule LĂ  Bouche bilden das freie Roto-Theater. Theaterschule und Roto-Theater verfĂŒgen ĂŒber eine BĂŒhne im Dortmunder Norden.

Das mit nur 45 PlÀtzen kleinste Dortmunder Theater ist das Nostalgische Puppentheater im Westfalenpark.

Weitere Dortmunder SpielstÀtten sind:

Musik

Konzerthaus Dortmund
Konzerthaus Dortmund
FZW Dortmund
FZW Dortmund

Das 2002 eröffnete, neu erbaute Konzerthaus Dortmund - die Philharmonie fĂŒr Westfalen - gilt als Leuchtturmprojekt der Dortmunder Musikkultur. Das in einer modernen Stahl-Glas-Architektur errichtete Konzerthaus verfĂŒgt ĂŒber 1500 PlĂ€tze und gilt als Klangkörper mit einer herausragenden Akustik. Das Konzerthaus ist Sitz des Philharmonischen Orchesters Dortmund , das 1887 gegrĂŒndet wurde.

Der Dortmunder Oratorienchor wurde 1899 als „Lehrer-Gesangverein Dortmund“ gegrĂŒndet und gab seinen ersten musikalischen Vortrag zur Eröffnung des Dortmunder Hafens in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm. Seit 1905 besteht eine Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Orchester Dortmund. WĂ€hrend der nationalsozialistischen Diktatur werden viele Mitglieder des Chores aufgrund ihrer jĂŒdischen Abstammung ausgeschlossen und die Kriegswirren bedeuten das vorlĂ€ufige Ende des Chors. Erst 1957 findet der Lehrerchor wieder zusammen und wird mangels sangesfreudiger Lehrer 1986 zum Dortmunder Oratorienchor. Das Repertoire des Chores umfasst klassische Musik von Bach bis Vivaldi .

Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg wurde 1946 im zerbombten Dortmund von Emil Rabe der Dortmunder Kammerchor aus der Taufe gehoben. Auf zahlreichen Auslandsreisen errang der Chor eine Vielzahl von internationalen Auszeichnungen, so zum Beispiel im Jahre 1954 den „Großen Preis der Republik Irland“. Der Dortmunder Kammerchor wurde bereits vier Mal mit dem Titel Meisterchor des SĂ€ngerbundes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Das 1968 von der Stadt Dortmund eröffnete Freizeitzentrum West (FZW) gilt als Veranstalter innovativer Jugend- und Popkultur. Der vom Verein fĂŒr UnabhĂ€ngige Kultur (VUK) getragene Club bietet jĂ€hrlich ĂŒber 250 Veranstaltungen fĂŒr verschiedene jugendliche Subkulturen und musikalische Szenen. Im FZW spielen in den Locations Halle, Club und Biergarten neben regionalen GrĂ¶ĂŸen auch regelmĂ€ĂŸig internationale Topacts verschiedener Musikrichtungen. Auch als Partylocation hat das FZW einen guten Ruf. LegendĂ€r ist die Ü-30-Party . Als einer der ersten Clubs Deutschlands erkannte das FZW frĂŒh den Bedarf mittelalter Menschen an guter Musik und Tanz und grĂŒndete den Club30. Das Electronic Music Festival Juicy Beats wird von FZW organisiert.

Seit 1969 existiert der Jazzclub Domizil . UrsprĂŒnglich in den KellerrĂ€umen einer KindertagesstĂ€tte beheimatet, fand dieser 2005 eine Heimat im frĂŒheren Studio-Kino im Westfalenhaus an der Hansastraße. Der als Verein organisierte Jazzclub veranstaltete in seiner Geschichte unzĂ€hlige Konzertveranstaltungen mit regionalen und internationalen Interpreten. Die Webseite des Clubs verfĂŒgt ĂŒber ein umfangreiches Veranstaltungsarchiv. Der WDR und der Deutschlandfunk nutzen den Club regelmĂ€ĂŸig zu Konzertmitschnitten. Das renommierte New Yorker Jazzmagazin downbeat zĂ€hlt das domizil zu den hundert besten Jazzclubs der Welt.

Das Jugendjazzorchester Nordrhein-Westfalen wird 1975 mit dem Ziel der Nachwuchsförderung als erstes Jugendjazzorchester Deutschlands etabliert. Von den mittlerweile 400 KĂŒnstlern, die im Jugendjazzorchester ihre ersten Meriten sammelten, konnte gut ein Drittel den Weg des professionellen Musikers einschlagen.

Auf eine mittlerweile mehr als 50-jĂ€hrige Geschichte kann die Jazzband Siggi Gerhard-Swingtett zurĂŒckblicken. Im 1949 gegrĂŒndeten Hot Club Dortmund fanden Siggi Gerhard und Hilbert Homberg zueinander und grĂŒndeten die Formation. Es folgten Auftritte im WDR und beim Deutschen Jazzfestival. Bis heute besitzt das Siggi Gerhard-Swingtett mit ihrem eingĂ€ngigen Swing große PopularitĂ€t.

FĂŒr die Ausbildung junger Musiker ist die Musikschule Dortmund zustĂ€ndig. Schon 1901 als Musikkonservatorium gegrĂŒndet blickt die Musikschule auf eine lange Geschichte zurĂŒck. Heute betreut die Musikschule mit 150 LehrkrĂ€ften jĂ€hrlich mehr als 4000 junge Musiker.

Die Barbershop -Chöre Ladies First und BAD Boys gehören zu den erfolgreichsten Chören dieses Genres in Deutschland.

Auch im Bereich der U-Musik gibt es einige nennenswerte Interpreten:

Anfang der 80er Jahre erlangte die in der Hausbesetzerszene beheimatete Folkrock-Band Cochise ĂŒberregionale Bedeutung. Auf der Friedensdemo gegen den NATO-Doppelbeschluss am 10. Juni 1982 in Bonn spielte die Band vor 350.000 Menschen.

Auch die Punkformation The Idiots , rund um das Dortmunder UrgetĂŒm Hannes, erspielte sich eine dankbare Fangemeinde. Nach deren Auflösung grĂŒndete SĂ€nger Sir Hannes die Phantoms of Future , die sich in den 90er Jahren als einer der bekanntesten deutschen Independent-Rock-Acts etablieren konnten.

Heute wird die vielfÀltige unabhÀngige Musikszene durch Bands und Interpreten wie Cosmo Klein , Jelly Planet , Sasha und Too Strong deutschlandweit wahrgenommen.

Museen

Museum am Ostwall
Museum am Ostwall
Der Adlerturm
Der Adlerturm
Zeche Zollern II/IV
Zeche Zollern II/IV
DASA - Deutsche Arbeitsschutzausstellung
DASA - Deutsche Arbeitsschutzausstellung

Dortmund ist Standort zahlreicher öffentlicher und privater Museen:

Das 1947 gegrĂŒndete Museum am Ostwall fĂŒr moderne und zeitgenössische Kunst sammelt GemĂ€lde, Skulpturen, Objekte, Fotos des 20. Jahrhunderts. Es beherbergt die grĂ¶ĂŸte Sammlung von Werken des Malers Alexej von Jawlensky in Deutschland sowie die Sammlung „Die BrĂŒcke“ aus dem Umfeld des „ Blauen Reiters “. Zudem wurden Anfang der 90er-Jahre ĂŒber tausend Arbeiten von Marcel Duchamp bis Joseph Beuys, von GĂŒnther Uecker bis Jean Tinguely aus der Sammlung von Siegfried Cremer erworben, die einen weiteren Schwerpunkt des Museums bilden ( Informelle Kunst , Zero und Fluxus ).

Das Museum fĂŒr Kunst- und Kulturgeschichte findet sich heute in einem 1924 von Hugo Steinbach als StĂ€dttische Sparkasse erbauten Art-DĂ©co-Bau. Die Sammlung des Museums gibt anhand von GemĂ€lden, Skulpturen, Möbeln und Kunsthandwerk einen Einblick in die Kulturgeschichte der Stadt. Zeitlich umfasst die Sammlung Exponate der Ur- und FrĂŒhgeschichte bishin zu Exponaten des 20. Jahrhunderts. Der Förderkreis Vermessungstechnisches Museum e.V. unterhĂ€lt eine stĂ€ndige Ausstellung zur Geschichte des Vermessungswesens und prĂ€sentiert seltene geodĂ€tische Instrumente. Die RĂ€umlichkeiten des Museum werden regelmĂ€ĂŸig zur PrĂ€sentation von ĂŒberregional bedeutenden Kunst- und Kulturausstellungen genutzt.

Das Museum Adlerturm beherbergt eine Ausstellung zur mittelalterlichen Stadtgeschichte. Zu sehen sind Ausgrabungsfunde und ein Modell der mittelalterlichen Stadt. Zeitgenössische Darstellungen, historische Waffen und GebrauchsgegenstÀnde veranschaulichen das Erscheinungsbild Dortmunds im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte.

Das Museum fĂŒr Naturkunde wurde 1912 gegrĂŒndet und versucht die Erdgeschichte, Mineralien und die heimische Tier- und Pflanzenwelt dem Publikum nĂ€her zu bringen. Die Geologie bildet einen Schwerpunkt des Museum. Höhepunkte des Museums sind ein Mineralien-Kabinett mit einer wunderschönen Bergkristall-Gruppe, ein Besucher-Schaubergwerk und ein Amazonas-Aquarium mit tropischen SĂŒĂŸwasserfische.

Im Mittelpunkt des Deutschen Kochbuchmuseums Dortmund steht die Kochbuchautorin Henriette Davidis , die von 1856 - 1876 in Dortmund lebte. Das Museum möchte anhand der ausgestellten Exponate Gesellschaftsleben und KĂŒchentechnik, Sozialunterschiede und Tischkultur des 19. Jahrhunderts erlebbar machen.

1910 als Einrichtung zur Lehrerfortbildung und als Lehrmittel - Schausammlung gegrĂŒndet, blickt das WestfĂ€lische Schulmuseum auf eine traditionsreiche Geschichte zurĂŒck. Das Museum beherbergt eine der bedeutendsten schulhistorischen Sammlung in Deutschland und besticht durch ein umfangreiches museumspĂ€dagogisches Programm.

Das WestfĂ€lisches Industriemuseum hat seine Zentrale auf der Zeche Zollern II/IV. Die 1903 fertig gestellte Musterzeche der Gelsenkirchener Bergwerks-AG glĂ€nzt durch eine Jugendstilarchitektur mit ZĂŒgen norddeutscher Backstein-Gotik. Das Jugendstilportal rettete die Halle 1969 vor dem drohenden Abriss und machte sie damit zum Pionierbau der Industriedenkmalpflege in Deutschland. Heute ist Zollern Museum der Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus.

Die 1992 stillgelegte Kokerei Hansa bietet als begehbare Großskulptur faszinierende Einblicke in die Geschichte der Schwerindustrie des vergangenen Jahrhunderts. Auf einem Erlebnispfad Natur und Technik können Besucher die unter Denkmalschutz stehenden Produktionsbereiche der Kokerei begehen. Herausragend ist eine erhaltene Maschinenhalle mit fĂŒnf Gaskompressoren der Demag. Hansa ist Sitz der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur.

Das 2005 wiedereröffnete Hoesch-Museum findet sich im ehemaligen Portierhaus I der WestfalenhĂŒtte. Das durch die Zusammenarbeit ehemaliger „Hoeschianern“, dem Museum fĂŒr Kunst und Kulturgeschichte und der Stiftung WestfĂ€lisches Wirtschaftsarchiv entstandene Museum zeigt die Bedeutung des Unternehmens Hoesch AG fĂŒr die Stadt auf und prĂ€sentiert die Industriegeschichte der Stahlindustrie von 1871 bis zum Niedergang Ende des 20. Jahrhundert.

Die Steinwache in Dortmund ist eine Mahn- und GedenkstĂ€tte an die GrĂ€uel der Nazi-Zeit und beherbergt die stĂ€ndige Ausstellung „Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945“ des Dortmunder Stadtarchivs.

Die Ausstellung Hafen und Schifffahrt im Alten Hafenamt informiert anhand von Schiffs- und Hafenmodellen ĂŒber das Schifffahrtswesen und die moderne Hafenwirtschaft.

Galerien

Das KĂŒnstlerhaus Dortmund wird seit 1983 von KĂŒnstlern in Selbstorganisation gefĂŒhrt und als Ausstellungsort fĂŒr zeitgenössische und experimentelle Kunst genutzt. Es befindet sich in in der Dortmunder Nordstadt in einem ehemaligen BetriebsgebĂ€ude der Zeche Westphalia .

Der Dortmunder Kunstverein wurde 1984 gegrĂŒndet und hat seinen Sitz in der Volkshochschule. Das Ausstellungsprogramm umfasst jĂ€hrlich vier bis sechs PrĂ€sentationen zeitgenössischer junger Kunst aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Malerei, Zeichnung, Bildhauerei, Fotografie oder Videokunst.

  • Atelier 21
  • arke Galerie
  • Galerie Utermann
  • Galerie UnArt Uniewski
  • Galerie Zimmermann & Heitmann

Kino

Das große Kinosterben hat auch Dortmund erfasst. Die Eröffnung des Multiplexkinos CineStar am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs bedeutet das Ende fĂŒr die vielen kleinen Innenstadtkinos vor allem auf der BrĂŒckstraße. Überlebt hat auf dieser ehemaligen Kinostraße nur noch die Schauburg als unabhĂ€ngiges Lichtspieltheater.

Im Dortmunder Norden bedienen die beiden Programmkinos Roxy und Camera den anspruchsvollen Cineasten auf harten Sitzen mit einem ausgewogenen Filmangebot.

Von den ehemals zahlreichen Kinos in den Dortmunder Stadtteilen hat nur die Postkutsche Aplerbeck den Sprung ins dritte Jahrtausend geschafft.

Bauwerke

Die Stadt- und Landesbibliothek mit RWE Tower im Hintergrund
Die Stadt- und Landesbibliothek mit RWE Tower im Hintergrund
Das Alte Hafenamt
Das Alte Hafenamt

Der RWE Tower, höchstes Bauwerk der Dortmunder Innenstadt, wurde am 24. August 2005 der Öffentlichkeit ĂŒbergeben. Das 91 m hohe elliptische GebĂ€ude mit einer Fassade aus anthrazitfarbenem chinesischem Granit ist Sitz der RWE -Tochter Westfalen-Weser-Ems.

Die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund wurde 1999 sĂŒdlich des Dortmunder Hauptbahnhofs eröffnet. Der von Architekt Mario Botta gestaltete Bibliotheksbau besteht aus einem rechteckigen Baukörper aus rosafarbenem Sandstein und einer vorgelagerten Glasrotunde.

Das Dortmunder U, ein denkmalgeschĂŒtztes Industriehochhaus aus dem Jahre 1926 , gilt als markantes Wahrzeichen der Stadt. Auf dem Dach des ursprĂŒnglich als Brauerei genutzten GebĂ€udes prangt seit 1962 das 9 Meter hohe beleuchtete goldene Dortmunder U als Firmenzeichen der Union-Brauerei. Nach dem Umzug der Brauerei in die Peripherie wurden seit 2003 alle umliegenden GebĂ€ude abgerissen. Das GebĂ€ude wartet seitdem auf die grundlegende Sanierung. Eine Nutzung des Hochhauses als Museumsstandort ist geplant.

Das Alte Hafenamt wurde 1899 im Stil der Neu renaissance nach PlÀnen von Stadtbaurat Friedrich Kullrich errichtet. Der zweigeschossige Bau mit einem zentralen Frontturm besitzt einen sechseckigen Grundriss und wurde am 11. August 1899 durch Kaiser Wilhelm II. eingeweiht. Bis 1962 war das GebÀude Sitz der Dortmunder Hafen AG. Heute beherbergt das Hafenamt die Wasserschutzpolizei und die Ausstellung Hafen und Schifffahrt mit Exponaten zur Hafengeschichte.

Die Spielbank Hohensyburg wurde 1985 auf der Hohensyburg nach zweijĂ€hriger Bauzeit fertiggestellt. Deutschlands umsatzstĂ€rkstes Casino liegt oberhalb des Hengsteysees und bietet einen weitschweifenden Blick ĂŒber das Ruhrtal bei Hagen.

Im Stadtwald Bittermark erinnert das Mahnmal Bittermark an die Kriegsendphasenverbrechen im Rombergpark und in der Bittermark durch die Gestapo .

IndustriedenkmÀler

PlÀtze

Der Friedensplatz mit dem Dortmunder Rathaus
Der Friedensplatz mit dem Dortmunder Rathaus

In der Innenstadt gibt es rund um die Reinoldikirche ein Ensemble aus PlĂ€tzen und FußgĂ€ngerzonen.

Der Alte Markt in Dortmund bildet das Herz der Stadt. Bis 1955 befand sich hier die Ruine des im 2. Weltkrieg zerstörten alten Rathauses der freien Reichs- und Hansestadt, es galt als das Ă€lteste Rathaus Deutschlands. Heute ist das Bild des Alten Markts durch Außengastronmie geprĂ€gt. Die Mitte des Markts bildet der BlĂ€serbrunnen. Auf dem angrenzenden Hansaplatz findet mittwochs, freitags und samstags der Wochenmarkt statt. Zu FĂŒĂŸen der Reinoldikirche liegen der Willy-Brandt-Platz , der Reinoldikirchplatz und der Platz von Leeds .

Der Dortmunder Friedensplatz ist der zentrale Veranstaltungsplatz. Am Friedensplatz befinden sich wichtige stÀdtische Einrichtungen wie das Rathaus, das aus rotem Sandstein erbaute alte Stadthaus sowie das Presse- und Informationsamt. In der Mitte des Platzes ragt die FriedenssÀule in den Himmel.

In der Nordstadt liegen der Borsigplatz, die Wiege des Ballspielvereins Borussia Dortmund, der Nordmarkt und der Steinplatz .

Burgen und Schlösser

Wasserschloss Haus Dellwig
Wasserschloss Haus Dellwig
Haus Rodenberg Dortmund-Aplerbeck
Haus Rodenberg Dortmund-Aplerbeck
Wasserschloss Haus Bodelschwingh
Wasserschloss Haus Bodelschwingh

Der Öffentlichkeit kaum bekannt ist die Großstadt Dortmund als Standort zahlreicher Burgen, Schlösser und Herrensitze. Doch gemĂ€ĂŸ ihrer westfĂ€lischen Tradition finden sich auf dem Dortmunder Stadtgebiet eine Vielzahl ehemaliger Adelssitze:

Oberhalb des Zusammenflusses von Ruhr und Lenne in den Hengsteysee auf dem RĂŒcken des Ardeygebirges liegt die historisch bedeutsame Hohensyburg. Von der sĂ€chsischen Sigiburg, deren erste urkundliche Nennung im Jahr 775 erfolgte, sind bis heute Ruinen erhalten. Auf dem Syberg findet sich weiterhin die auf das Jahr 1100 datierte historische Wehrkirche St. Peter zu Syburg, der 1857 errichtete Vincketurm und ein 1893 bis 1902 erbautes Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Die 1985 fertig gestellte Spielbank Hohensyburg gilt als das umsatzstĂ€rkste Casino Deutschlands.

Die im 12. Jahrhundert an der Emscher erbaute Hörder Burg ist bis auf den Hauptturm erhalten. Die Burg diente lange Zeit als Gerichtssitz. Die Hörder Burg gilt als eine Wiege der Ruhrindustrie. Der Iserlohner Fabrikant Hermann Diedrich Piepenstock errichtete hier 1852 ein Puddel- und Walzwerk, die spĂ€tere HermannshĂŒtte. Nach dem Niedergang der Montanindustrie entsteht heute zu FĂŒĂŸen der Hörder Burg der Phoenix-See.

Das im 13. Jahrhundert erbaute Wasserschloss Haus Dellwig vereinigt verschiedene architektonische Stile und liegt reizvoll in der hĂŒgeligen MorĂ€nenlandschaft im Dellwiger Bachtal, umgeben vom Naturschutzgebiet Dellwiger Wald. In fußlĂ€ufiger Entfernung findet sich das WestfĂ€lische Industriemuseum Zeche Zollern II/IV.

Im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck liegt das 1290 erstmals urkundlich erwÀhnte Wasserschloss Haus Rodenberg. Das vom Ritter Diederich von dem Rodenberge erbaute Wasserschloss gehört heute der Stadt Dortmund, wurde 1996 grundlegend saniert und dient als SeminargebÀude der Volkshochschule.

Das Wasserschloss Haus Bodelschwingh wurde im 13. Jahrhundert von der Familie von Bodelschwingh errichtet und befindet sich bis heute im Familienbesitz.

Das von der Familie von Romberg im 13. Jahrhundert erbaute Schloss BrĂŒnninghausen wurde im 2. Weltkrieg weitgehend zerstört. An das ehemalige Wasserschloss erinnern heute das als stĂ€dtische Kunstgalerie genutzte Torhaus und der ehemalige Schlosspark.

Der Rittersitz Haus Wenge wurde im 13. Jahrhundert von Goswin und Johann von der Wenge anlegt und prÀsentiert sich heute als einziges im Dortmunder Raum erhaltenes Adelshaus des 16. Jahrhunderts mit gotischen Formen.

Von der ehemaligen Wall- und Befestigungsanlage der freien Reichsstadt Dortmund zeugt der Adlerturm.

Weitere bedeutsame Bauwerke sind:

Kirchenbauten

Dortmund - Petrikirche
Dortmund - Petrikirche

Mit dem Bau der Reinoldikirche wurde 1250 begonnen. Die evangelische Kirche ist nach dem heiligen Reinoldus, dem Schutzpatron der Stadt benannt. Der ursprĂŒnglich 112 m hohe Turm der Reinoldikirche galt nach seiner Vollendung 1454 als „Wunder von Westfalen“. Nach ErdbebenschĂ€den stĂŒrzte dieser 1661 ein und wurde unmittelbar wiederaufgebaut. Der Turm der Reinoldikirche mit einer heutige Höhe von 104 m kann bis zur ersten Plattform durch den Glockenturm bestiegen werden.

GegenĂŒber der Reinoldikirche liegt die Marienkirche . Der wahrscheinlich Ă€lteste Gewölbebau Westfalens entstand in der zweiten HĂ€lfte des 12. Jahrhunderts als spĂ€tromanische Pfeilerbasilika. Ende des 14. Jahrhunderts wurde ein gotischer Chor ergĂ€nzt. Das Innere der Kirche schmĂŒckt ein Marienaltar des Dortmunder Meisters Conrad von Soest aus dem Jahr 1420.

Auch die Petrikirche wurde am Hellweg errichtet. Der dreijochige Bau wurde im frĂŒhen 14. Jahrhundert begonnen und als gotische Hallenkirche vollendet. Im Inneren von St. Petri befindet sich das Goldene Wunder von Westfalen, ein prĂ€chtiger FlĂŒgelaltar aus dem Jahre 1521, welcher derzeit aufwendig restauriert wird.

Die katholische Propsteikirche St. Johann war die Klosterkirche des 1330 gegrĂŒndeten ehemaligen Dominikanerklosters St. Johann. Zu den erhaltenen SehenswĂŒrdigkeiten des Klosters zĂ€hlt ein Altarretabel des Weseler Malers Derik Baegert aus dem 15. Jahrhundert.

Die wohl Ă€lteste Kirche auf Dortmunder Stadtgebiet ist St. Peter zu Syburg . Die ursprĂŒngliche Kirche wurde 776 auf der Hohensyburg durch Karl den Großen errichtet und 779 durch Papst Leo III. geweiht. Auf den Ruinen dieses Bauwerks erstand dann im 11. Jahrhundert die bis heute erhaltene Wehrkirche.

Einen Kontrast dazu setzt der moderne Stahl-Betonbau der im Bauhaus-Stil gehaltenen Nicolaikirche .

Weitere schöne Kirchenbauten sind:

  • Kommende Brackel
  • Kreuzkirche
  • Franziskanerkirche - dort ruhen die Gebeine des Mönchs Jordan Mai
  • Lutherkirche
  • St. Maria-Magdalena
  • St. Bonifatius

SportstÀtten

Westfalenstadion (jetzt Signal Iduna Park) vom Fernsehturm aus aufgenommen
Westfalenstadion (jetzt Signal Iduna Park) vom Fernsehturm aus aufgenommen
Westfalenhalle I und das Kongresszentrum
Westfalenhalle I und das Kongresszentrum
Stadion Rote Erde mit Marathon-Tor
Stadion Rote Erde mit Marathon-Tor

Nachdem die ersten Pferderennen bereits 1887 an der Hobertsburg am Fredenbaum stattgefunden hatten, wurde 1913 die Pferderennbahn Dortmund als Galopprennbahn mit einer Sand- und Rasenbahn im Dortmund-Brackel eröffnet. Die historische Rennbahn ist Austragungsort des Deutschen St. Leger .

Die erste SportstĂ€tte des Ballspielvereins Borussia Dortmund war die Weiße Wiese an der WestfalenhĂŒtte im Dortmunder Norden. Dieses erste Stadion der Borussia bot 1924 als Sportpark Borussia Platz fĂŒr 18.000 Zuschauer. 1937 wurde das SportgelĂ€nde von den Nationalsozialisten enteignet und der Reichsarbeitsdienst begann hier mit der Errichtung des Hoeschparks. An die Weiße Wiese erinnert heute nur noch eine Gedenktafel im Freibad Stockheide nahe des Hoeschparks.

Die 1926 neu erbaute Kampfbahn Rote Erde im bĂŒrgerlichen SĂŒden der Stadt wurde neue SpielstĂ€tte des BVB. Das Stadion Rote Erde war Teil des Volksparks Dortmund und beruhte auf der stĂ€dtebaulichen Planung des Baurats Hans Strobel . Zum Dortmunder Volkspark gehörten zur damaligen Zeit auch die Westfalenhalle, die Rosenterrassen und das Volksbad Dortmund unmittelbar sĂŒdlich der alten Reichsstraße 1 . Seine großen Zeiten erlebte das Stadion Rote Erde mit den Erfolgen der Borussia Mitte der 60er Jahre. Mit hölzernen BehelfstribĂŒnen wurde die ZuschauerkapazitĂ€t auf 42.000 Menschen angehoben. Heute dient das Stadion als reines Leichtathletikstation und ist Austragungsort nationaler und internationaler WettkĂ€mpfe.

Zur Fußballweltmeisterschaft 1974 wurde das Westfalenstadion mit einer KapazitĂ€t von 54.000 Zuschauern neu errichtet. Ein reines Fußballstadion im Stil der 70er Jahre aus kaltem Beton, und doch wurde es von der Bevölkerung und den Fans enthusiastisch angenommen. Trotz ausbleibender Erfolge der Borussia und einer Zeit in der Zweiten Bundesliga wurden Besucherrekorde gefeiert. Mit den Erfolgen Dortmunds Mitte der 90er Jahre begann der sukzessive Ausbau des so genannten Fußballtempels. Das Westfalenstadion ist heute mit einer ZuschauerkapazitĂ€t von annĂ€hrend 83.000 Zuschauern die grĂ¶ĂŸte Fußballarena Deutschlands und ist trotz vieler Unkenrufe aus dem SĂŒden der Republik regelmĂ€ĂŸig ausverkauft. Eine Besonderheit und Ă€ußerst sehenswert ist die SĂŒdtribĂŒne. Als grĂ¶ĂŸte StehplatztribĂŒne der Welt ist sie die Heimat der enthusiastischen Fans der Borussia.

Die Westfalenhalle wurde als hölzerne Rundhalle durch Baurat Strobel in den 20er Jahren errichtet. Mit einer KapazitĂ€t von 15.000 Zuschauern war sie zeitweilig das grĂ¶ĂŸte HallengebĂ€ude Europas. LegendĂ€r ist der Weltmeisterschaftskampf von Max Schmeling im Jahre 1927. Im 2. Weltkrieg wurde die Halle als Kriegsgefangenenlager missbraucht, bei der Bombardierung der Halle durch die Alliierten kamen zahlreiche Gefangene ums Leben. Schon kurz nach dem Krieg wurde die Halle neu errichtet. 1952 wurde die neue Halle, erbaut als frei tragende Dachkonstruktion mit einer KapazitĂ€t von 25.000 Zuschauern, durch BundesprĂ€sident Theodor Heuss ihrer Bestimmung ĂŒbergeben. Heute ist die Halle Teil des Messezentrums Westfalenhallen mit insgesamt 9 Veranstaltungshallen.

Urbane Viertel

Die Dortmunder Innenstadt wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. In den benachbarten Stadtvierteln haben sich zahlreiche Altbauten und eine lokale Stadtteilkultur erhalten.

Das Kreuzviertel im SĂŒdwesten der Innenstadt wurde zwischen 1904 und 1908 vom Beamten-Wohnungsverein bebaut und gilt noch heute als ein Wohnviertel der oberen Mittelschicht. Als Standort der Fachhochschule Dortmund und mit NĂ€he zur UniversitĂ€t ist das Kreuzviertel auch bei Studenten sehr beliebt. Die Kneipenszene des Viertels genießt einen guten Ruf.

Die Nordstadt wurde zwischen 1858 und 1913 als Arbeiterviertel errichtet und wird heute ĂŒberwiegend (50 %) von sĂŒdeuropĂ€ischen Einwanderern bewohnt. Nördlich des Dortmunder Hauptbahnhofs gelegen ist die Nordstadt das grĂ¶ĂŸte zusammenhĂ€ngende stĂ€dtische Wohnviertel in Nordrhein-Westfalen.

Die Kaiserstraße bezeichnet den Teil des Hellwegs zwischen Ostentor und Funkenburg und ist traditionell Sitz der Dortmunder Gerichte. SĂŒdlich der Kaiserstraße finden sich viele grĂŒnderzeitliche Unternehmervillen. Das italienische Konsulat, das ehemalige Landesoberbergamt sowie die jĂŒdische Synagoge sind hier angesiedelt.

Das BrĂŒckstraßenviertel ist der letzte Teil der Innenstadt, dessen Straßennetz aus der Vorkriegszeit erhalten geblieben ist. Als Kinomeile und Standort zahlreicher Diskotheken hatte die BrĂŒckstraße ein zwielichtiges Image. Auch eine ĂŒber die Stadt hinaus bekannte offene Drogenszene war bis Mitte der 90er Jahre hier aktiv. Mit der Ansiedlung hochwertiger kultureller Einrichtungen (Konzerthaus, Volkshochschule) und einem Quartiersmanagement durch die Stadt konnte hier eine gegenlĂ€ufige Entwicklung eingeleitet werden. Heute prĂ€sentiert sich die BrĂŒckstraße als moderne, hochfrequentierte Einkaufsstraße mit einem kulturellen Hintergrund.

Parks und GrĂŒnflĂ€chen

Von Anfang an galt Dortmund trotz umfangreicher Industrie als die grĂŒne Stadt des Reviers. Die Stadt veranstaltete aus ImagegrĂŒnden regelmĂ€ĂŸig den 49 %-Lauf. Dieser sollte betonen, dass noch immer die HĂ€lfte der StadtflĂ€che aus GrĂŒn- und Parkanlagen bestand. Nach dem Niedergang der Montanindustrie ist dies trotz zunehmender Zersiedlung durch Eigenheimbau kein Thema mehr. Dortmund prĂ€sentiert sich mit vielen Parks und NaturflĂ€chen als lebenswerte Großstadt.

1897 entstanden aus einem patriotischen Zeitgeist ĂŒberall im Ruhrgebiet so genannte KaisergĂ€rten . Der Dortmunder Kaiserhain lag sĂŒdlich der Bundesstraße 1 . Auf diesem GelĂ€nde entstand 1959 zur Bundesgartenschau der Westfalenpark mit dem Deutschen Rosarium und dem Florianturm. In dem 75 Hektar großen Park fanden 1969 und 1991 weitere Bundesgartenschauen statt.

Etwa zwei Kilometer sĂŒdlich, auf dem GelĂ€nde des Schlossparks des ehemaligen Schlosses BrĂŒnninghausen, findet sich der wohl schönste Dortmunder Park. Der etwa 65 Hektar große Rombergpark entstand als Botanischer und Englischer Landschaftsgarten und ist insbesondere fĂŒr seine Gehölzsammlung bekannt. Als Besonderheit finden sich in dem naturnah belassenen Park ein HeilkrĂ€utergarten sowie eine kĂŒnstliche Moor-Heide-Landschaft.

Das GelĂ€nde zwischen Westfalenpark und Rombergpark, frĂŒher Standort des Stahlwerks Phoenix-West wird momentan renaturiert. Das Zusammenwachsen der beiden großen Dortmunder Parks wird damit vorbereitet.

Auch der Dortmunder Zoo gehört zu dieser großen stĂ€dtischen GrĂŒnflĂ€che. Am sĂŒdlichen Ende des Rombergparks liegt der frĂŒher als Tierpark Dortmund bekannte Zoo. Auf einer GesamtflĂ€che von 28 Hektar finden sich 1.840 Tiere in 265 Arten. Schwerpunkt des Zoos sind Haltung und Zucht sĂŒdamerikanischer Tierarten.

Die grĂ¶ĂŸte Dortmunder GrĂŒnanlage ist mit 135 Hektar der weiterhin als Friedhof genutzte Hauptfriedhof. Auf dem im historistischen Stil entstandenen Friedhof finden sich große, freie RasenflĂ€chen, landschaftsarchitektonisch interessante Sichtachsen und alter Baumbestand.

Der innenstadtnahe Ostenfriedhof verfĂŒgt ĂŒber alten Baumbestand und eine Vielzahl historische GrĂ€ber berĂŒhmter Dortmunder BĂŒrger.

In der Dortmunder Nordstadt lĂ€dt der Fredenbaumpark auf dem GelĂ€nde des ehemaligen Stadtwalds Westerholt und der Freizeitanlage Lunapark auf 63 Hektar zu ausgedehnten SpaziergĂ€ngen und Erholung ein. Momentan wird eine Öffnung des Fredenbaumparks zum Wasser geplant. Im Nordwesten soll der Park zum Dortmund-Ems-Kanal ausgeweitet werden.

Auch der Hoeschpark liegt im Dortmunder Norden. In der 1937 vom Reichsarbeitsdienst in unmittelbarer NĂ€he der WestfalenhĂŒtte und des Borsigplatzes angelegten GrĂŒnanlage finden sich zahlreiche Sportanlagen und das Warmwasserfreibad Stockheide. Nach dem Verkauf durch den Thyssen Konzern an die Stadt wird der Park momentan saniert und wieder hergerichtet.

Der 1811 als Westentotenhof in der westlichen Innenstadt angelegte Westpark lĂ€dt mit Biergarten und Boulebahnen zum sommerlichen Verweilen ein. Ebenso wie der nahe gelegene Tremoniapark auf dem GelĂ€nde der ehemaligen Zeche Tremonia, dessen große Wiese als Liegewiese und Fußballplatz genutzt wird.

Auch der Revierpark Wischlingen und das Naturschutzgebiet Hallerey liegen im Westen der Stadt.

Von der Volksgartenbewegung Ende des 18. Jahrhunderts zeugen die VolksgĂ€rten Mengede, LĂŒtgendortmund und Bövinghausen .

In der Dortmunder Peripherie an den Grenzen zu Sauerland und MĂŒnsterland liegen die ausgedehnten Waldgebiete Bolmke, Stadtwald Bittermark , Schwerter Wald , Niederhofener Wald , GrĂ€vingholz , Kurler Busch, Rahmer Wald und das Wannebachtal . Diese sind durch Wander- und Radwege hervorragend erreichbar und lassen das großstĂ€dtische Leben schnell vergessen.

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

Der grĂ¶ĂŸte Weihnachtsbaum der Welt
Der grĂ¶ĂŸte Weihnachtsbaum der Welt
Juicy Beats 2005 im Westfalenpark Dortmund
Juicy Beats 2005 im Westfalenpark Dortmund

Die Stadt Dortmund vergibt alle zwei Jahre den Nelly-Sachs-Preis fĂŒr Literatur.

Seit 1957 gibt es die Internationalen Kulturtage der Stadt Dortmund , das mittlerweile Àlteste kontinuierlich stattfindende Kulturfestival in Deutschland. Alle zwei Jahre stellt ein europÀisches Partnerland Exponate seiner kulturellen Vielfalt auf unterschiedlichen Veranstaltungen vor. Rund 20 europÀische LÀnder waren bisher zu Gast. Heute sind die Dortmunder Kulturtage Kern des landesweiten Ereignisses Scene:NRW .

Eingebunden in die Kulturtage wird beim Jazzfestival europhonics die Jazzszene des jeweiligen Partnerlandes beleuchtet und vorgestellt. Das 1987 zunĂ€chst unter den Titel Dortmunder JazzfrĂŒhling initiierte Musikfest prĂ€sentiert jĂ€hrlich zeitgenössischen, europĂ€ischen Jazz an unterschiedlichen Spielorten in der Stadt.

Das Frauenfilmfestival femme totale wird seit 1987 zweijĂ€hrlich veranstaltet. Bei dem Festival mit einem thematischen Schwerpunkt, werden Produktionen gezeigt in denen Frauen im Bereich Regie, Drehbuch, Ton oder Kamera maßgeblich mitgewirkt haben. Auf dem Filmfestival werden zudem ein themenunabhĂ€ngiger Spielfilmwettbewerb fĂŒr Regisseurinnen, ein Nachwuchsförderpreis fĂŒr junge Bildgestalterinnen und ein Förderpreis fĂŒr Kamerafrauen vergeben.

Seit 1997 richtet sich das Tanz- und Theaterfestival off limits an die freie Tanz- und Theaterscene. Parallel zum Festival wird ein Symposium veranstaltet.

JĂ€hrlich wird das Dortmunder Literaturfestival LesArt abgehalten.

Wie auch in anderen deutschen StÀdten öffnet sich die Kulturlandschaft der Stadt jÀhrlich auf dem Tag des offenen Denkmals und der Dortmunder Museumsnacht einem breiten Publikum.

Der Dortmunder Weihnachtsmarkt ist mit ĂŒber 300 StĂ€nden einer der grĂ¶ĂŸten WeihnachtsmĂ€rkte Deutschlands und wird alljĂ€hrlich von mehr als zwei Millionen Besuchern aus der Stadt, der Region und aus dem Ausland besucht. Die Attraktion des im Schatten der Reinoldikirche stattfindenden Dortmunder Weihnachtsmarktes ist der als GerĂŒstkonstruktion errichtete grĂ¶ĂŸte Weihnachtsbaum der Welt auf dem Hansaplatz mit einer Höhe von 50 Metern. Die GerĂŒstkonstruktion, in der eine Sprinkleranlage (52 LöschdĂŒsen, 3200 Liter/Minute) zur BrandbekĂ€mpfung installiert ist, wird mit 1700 Fichten bestĂŒckt. 13000 LĂ€mpchen sorgen fĂŒr die Beleuchtung. Der Baum hat ein Eigengewicht von 30 Tonnen und wird mit einem Betonfundament von 140 Tonnen gesichert. Auf Grund des bereits jetzt hohen Gewichts ist kein höherer Baum möglich, da die maximale statische Belastbarkeit der unter dem Hansaplatz gelegenen mehrgeschossigen Tiefgarage erreicht ist.

Weitere Veranstaltungen sind:

  • Micro!festival
  • 6-Tage-Rennen
  • Kabarett-Matinee „Mitteilungen fĂŒr interessierte Dorfbewohner“ im Harenberg-City-Center
  • WAM-Filmnacht
  • Musikfestival Juicy Beats
  • Rock in den Ruinen auf der Hohensyburg

Kulinarische SpezialitÀten

Am Dortmunder Bier fĂŒhrt in der Dortmunder KĂŒche kein Weg vorbei. Trotz des Niedergangs des ehemals grĂ¶ĂŸten Brauereistandorts in Europa hat das Dortmunder Helle, ein herbes, untergĂ€riges Exportbier, weiterhin Weltruf. Als bodenstĂ€ndiges GetrĂ€nk, gereicht zu den westfĂ€lischen SpezialitĂ€ten Pfefferpotthast mit Pumpernickel , Panhas oder Möppkenbrot, findet es bis heute viele Liebhaber. Die Dortmunder Gastronomie feiert jĂ€hrlich neben der publikumswirksamen Leistungsschau Dortmund a la Carte ein Pfefferpotthastfest auf dem Alter Markt .

Mit dem Restaurant La Table in der Spielbank Hohensyburg verfĂŒgt Dortmund ĂŒber eines der wenigen Spitzenrestaurants des Ruhrgebiets. Sowohl durch den Gault-Millau als durch Guide Michelin wurde die KĂŒche von Thomas BĂŒhner ausgezeichnet.

Sport

SĂŒdtribĂŒne des Westfalenstadions
SĂŒdtribĂŒne des Westfalenstadions
Galopprennbahn Dortmund
Galopprennbahn Dortmund

Dortmunds sportliches AushĂ€ngeschild ist der traditionsreiche Fußball -Bundesligist Borussia Dortmund, Deutscher Fußballmeister 1956 , 1957 , 1963 , 1995 , 1996 und 2002 , Champions-League- und Weltpokalsieger 1997 , der im Westfalenstadion sĂŒdlich der Innenstadt spielt. Der Verein hat ca. 30.000 Mitglieder und zu den Heimspielen erscheinen durchschnittlich rund 80.000 Zuschauer. Die Amateurmannschaft des BVB spielt in der Fußball-Oberliga Westfalen , die Handball-Damen des BVB sind in der 1. Bundesliga und die erste Mannschaft der Tischtennisabteilung gehört der 2. Bundesliga an. Die ausgeprĂ€gte Fußball- und Sportbegeisterung der Menschen in Dortmund ist international bekannt.

Das Westfalenstadion ist SpielstĂ€tte der Fußballweltmeisterschaft 2006 . Es bietet Platz fĂŒr rund 81.000 Zuschauer. In direkter Nachbarschaft befindet sich das Stadion Rote Erde, die Westfalenhallen als Schauplatz zahlreicher Europa- und Weltmeisterschaften in verschiedenen Sportarten sowie das Leichtathletikzentrum Helmut-Körnig-Halle. Seit 1925 wird in der Westfalenhalle das traditionelle Steherrennen immer am 1. Weihnachtsfeiertag abgehalten, dem am gleichen Ort 1926 das jĂ€hrliche Sechstagerennen folgte. Das internationale Reit- und Springturnier in der Dortmunder Westfalenhalle zĂ€hlt zu den wichtigsten Veranstaltungen des Reitsports in Deutschland.

In Dortmund beheimatet ist der OlympiastĂŒtzpunkt Westfalen und das Bundesleistungszentrum Rudern . Daneben existieren Leistungszentren fĂŒr die Sportarten Schießen , Eiskunstlauf und Eistanz . Im Willi-Daume-Haus an der Strobelallee findet sich der Sitz des Deutschen Handball Bundes . Auch der Deutsche Ringer Bund hat seine GeschĂ€ftsstelle in Dortmund.

Im Dortmunder Schauspielhaus wird seit 1982 jÀhrlich das Sparkassen Chess-Meeting Dortmund ausgetragen. Hervorgegangen aus den Internationalen Dortmunder Schachtagen gilt es als wichtigstes und spielstÀrkstes Schachturnier in Deutschland und besitzt internationale Bedeutung.

Die seit 1913 bestehende Dortmunder Galopprennbahn im Stadtteil Wambel verfĂŒgt ĂŒber eine 2000-m-Grasbahn und eine 1600-m-Allwettersandbahn. Auf der mit Flutlichtanlage und ĂŒberdachten TribĂŒnen ausgestatteten Rennbahn werden jĂ€hrlich das Deutsche St. Leger und der Große Preis der Dortmunder Wirtschaft ausgetragen.

In Dortmund gibt es drei GolfplĂ€tze : Den seit 1956 in der Reichsmark vom Dortmunder Golf Club e. V. betriebenen 18-Loch-Platz, die von der ehemaligen britischen Rheinarmee zu Besatzungszeiten angelegte 18-Loch-Anlage Royal Saint BarbaraÂŽs in Brackel sowie einen 9-Loch-Golfplatz im Innenfeld der Dortmunder Galopprennbahn.

SĂŒdlich des Westfalenparks existiert eine Trainingsstrecke fĂŒr Radsportler.

Im Freizeitbereich und beim Breitensport bietet Dortmund ein vielfĂ€ltiges Angebot. Unter anderem verfĂŒgt die Stadt ĂŒber zehn SchwimmbĂ€der, zahlreiche Sporthallen und -anlagen, ein inzwischen relativ gut ausgebautes, 300 km umfassendes Fahrradwegenetz, eine Mountainbike-Arena (auf dem GelĂ€nde der ehemaligen HausmĂŒlldeponie im Stadtteil Deusen), drei Kletteranlagen, einen Hochseilgarten sowie mehreren Funsportanlagen (Skatebord-, BMX- und Beachvolleyballanlagen) und natĂŒrlich die vielen Parks und GrĂŒnflĂ€chen. Insgesamt gibt es fast 600 Sportvereine in Dortmund mit ungefĂ€hr 140.000 Mitgliedern. Das denkmalgeschĂŒtzte Dortmunder SĂŒdbad in der Innenstadt ist die traditionelle AustragungsstĂ€tte zahlreicher, national bedeutender Schwimmveranstaltungen. Das Bad wird momentan saniert und steht ab 2006 wieder fĂŒr SchwimmwettkĂ€mpfe zur VerfĂŒgung.

Eine besondere Bedeutung fĂŒr den Breitensport besitzt der mit fast 6000 Mitgliedern grĂ¶ĂŸte Verein TSC Eintracht Dortmund , der Stadtsportbund und die Sport Welt Dortmund gGmbH, als Betreiber der Dortmunder SchwimmbĂ€der.

Aber auch Randsportarten wie American Football finden in Dortmund Beachtung. So waren 1980 die Dortmund GIANTS einer der ersten deutschen Footballvereine.

Wirtschaft und Infrastruktur

Traditionelle Wirtschaftssektoren, Wandel und Perspektiven

Industrieruine des Hochofen Phoenix-West
Industrieruine des Hochofen Phoenix-West
Thomas-Birne des Stahlwerks Phoenix-Ost
Thomas-Birne des Stahlwerks Phoenix-Ost

Im Rahmen der Industrialisierung entwickelte sich Dortmund rasch zu einem Zentrum der Schwerindustrie ( Kohle - und Stahlindustrie ). Bedeutende Dortmunder Konzerne waren Hoesch, die Dortmunder Union, die Phönix AG fĂŒr Bergbau und HĂŒttenbetrieb sowie die ab 1969 unter dem Dach der Ruhrkohle AG zusammengefassten Dortmunder Zechen. Noch Mitte des 20. Jahrhunderts gab es auf dem heutigen Dortmunder Stadtgebiet mehr als 15 Kohlebergwerke (siehe auch: Liste ehemaliger Bergwerke und Grubenfelder in Dortmund) deren letztes 1987 den Betrieb einstellte.

Die wirtschaftlich gesunde Hoesch AG wurde im Jahr 1992 pikanterweise durch die damalig unterfinanzierte Essener Krupp Stahl AG in Deutschlands erster feindlicher Übernahme per heimlichem Aktienaufkauf ĂŒbernommen. 1997 fusionierten Krupp-Hoesch und die DĂŒsseldorfer Thyssen Stahl AG zur ThyssenKrupp Stahl AG, mit nunmehr dramatischen Folgen fĂŒr die Dortmunder HĂŒttenstandorte. Die FlĂŒssig-Phasen der Eisen- und Stahlproduktionen wurden in Dortmund in den Folgejahren gĂ€nzlich stillgelegt, weil der neue Konzern seine Stahlsparte an der geografisch gĂŒnstigeren Rheinschiene konzentrierte. Der hieraus entstandene Arbeitsplatzabbau war fĂŒr Dortmund nicht einfach zu verkraften.

Die BrachflĂ€chen der frĂŒheren Stahlwerke bieten neben der nunmehr sauberen Luft jedoch auch ein erhebliches Entwicklungspotenzial fĂŒr die Stadt Dortmund:

  • Das frĂŒhere GelĂ€nde der Dortmunder Union im Westen der Stadtmitte ist heute (2005) zu großen Teilen bereits mit neuer Logistik- und Handelsstruktur besiedelt: es liegt verkehrsgĂŒnstig an der Eisenbahntrasse durch das Emschertal, an der nördlichen Stadtautobahn, dem Zubringer zu A45, A40 und A2, und in NĂ€he des Dortmund-Ems-Kanals.
  • Das ehemalige Stahlwerk Phoenix-Ost im SĂŒdosten in Hörde wird nach seinem Abbau, dem Abriss und der Neugestaltung zum Projekt Phoenix-See eine interessante Adresse fĂŒr Wohn- und GeschĂ€ftszwecke mit hohem Erholungswert werden.
  • Dem Standort Phoenix-West kommt bereits jetzt mit der MST.factory eine zentrale Rolle im Wettbewerb um weitere Firmenansiedelungen aus dem Bereich der Mikrosystemtechnik zu. Dortmund gilt heute als grĂ¶ĂŸtes deutsches Zentrum fĂŒr Mikrosystemtechnik und beheimatet aktuell 26 Firmen mit ca. 1700 BeschĂ€ftigten in dieser noch jungen Zukunftsbranche.
  • Der Standort WestfalenhĂŒtte im Dortmunder Nordosten ist eine der grĂ¶ĂŸten Industriebrachen Europas. Auch wenn noch in geringem Umfang (unter 1.000 Mitarbeiter) auf der WestfalenhĂŒtte produziert wird, so ergibt dieses GelĂ€nde (ca. 3 km mal 5 km) enorme Möglichkeiten der Stadtentwicklung. Denkbar ist eine Nutzung fĂŒr Industrie- und Logistikstandort als auch die Entwicklung neuer GrĂŒn- und Freizeitareale. Eine endgĂŒltige Entscheidung bezĂŒglich zukĂŒnftlicher Nutzung und die Aquirierung von Investoren ist hier noch nicht gelungen.

Der Maschinen- und Anlagenbau besitzt in Dortmund eine große Tradition. Aktiv ist die Chemieanlagenbau-Gesellschaft Uhde GmbH, die heute ebenfalls zur ThyssenKrupp AG gehört. FrĂŒher in Dortmund tĂ€tige Firmen waren die Thyssen Klönne AG und der Anlagenbau zu Verpackungs- und GetrĂ€nkeabfĂŒllmaschinen. Baufahrzeuge wurden frĂŒher in Dortmund durch die Firma Orenstein und Koppel hergestellt, die bei den Hoesch-Krupp-Fusionen zur Krupp Fördertechnik und deren Schwesterfirmen kam. Auch der Werkzeugmaschinenbau hat eine namhafte Dortmunder Vergangenheit: in LĂŒtgendortmund an der Stadtgrenze zu Bochum existierte bis in die 1980er Jahre das Familienunternehmen Tönshoff, ehedem weltbekannter Hersteller von Mehrspindel-Drehautomaten. Mit der frĂŒheren „Hoesch Maschinenfabrik Deutschland“ hatte Dortmund an der Bornstraße nahe der WestfalenhĂŒtte einen Hersteller von GrĂ¶ĂŸt-Drehmaschinen aufzuweisen.

Mittlerweile haben sich in Dortmund Unternehmen der Versicherungs- und Finanzwirtschaft sowie im Umfeld der UniversitĂ€t viele moderne IT- und Dienstleistungsunternehmen fest etabliert. Diese bieten den „Kindern der alten Stahlwerker“ heute eine Hoffnung auf zukunftsfĂ€hige ArbeitsplĂ€tze. Auch die Mikroelektronik ist vertreten: hier ist insbesondere der erfolgreiche Hersteller von ASIC - Chips ELMOS AG zu nennen, dessen Produkte vor allem in der Automobiltechnik nachgefragt sind.

Über seine Grenzen hinaus wurde Dortmund als Bierstadt durch das Brauen von Exportbier bekannt. Von den unzĂ€hligen Dortmunder Brauereien (unter anderem Bergmann, Borussia, DAB, DUB, Kronen, Hansa, Ritter, Stifts, Thier), die nach dem 2. Weltkrieg zu Großbrauereien wuchsen und 30 Jahre lang den deutschen Biermarkt beherrschten, blieben durch Konzentration und FehleinschĂ€tzung der Marktentwicklung nur noch zwei Brauereistandorte ĂŒbrig: Die Brauerei Brinkhoff im Stadtteil LĂŒtgendortmund und die Dortmunder Actien-Brauerei in der Nordstadt, die heute beide zur Bielefelder Dr. August Oetker KG gehören.

Strukturwandel

In der Zeit von 1960 bis 1994 verringerte sich die Zahl der IndustriebeschÀftigten von 127000 auf 37000 Personen. Neue ArbeitsplÀtze wurden hauptsÀchlich im Bereich der Informationsverarbeitung sowie bei Banken und Versicherungen geschaffen.

Ebenso stieg die Bedeutung Dortmunds als Oberzentrum des Einzelhandels. Der Westenhellweg im Herzen der Innenstadt gilt nach der Kaufinger Straße in MĂŒnchen, der Zeil in Frankfurt und neben der Schildergasse in Köln als eine der am hĂ€ufigsten frequentierten Einkaufsmeilen Deutschlands. Die hohen Mietpreise und nicht vorhandene LeerstĂ€nde auf dem Westenhellweg und Ostenhellweg reflektieren diese Entwicklung. Der Neubau des Dortmunder Hauptbahnhofs mit projektierten 36.000 Quadratmetern zusĂ€tzlicher VerkaufsflĂ€che in fußlĂ€ufiger Entfernung zum Westenhellweg wird die Konkurrenzsituation innehalb der Stadt, aber auch mit bestehenden und angedachten Einkaufszentrum in der NachbarstĂ€dten im Ruhrgebiet weiter anheizen.

Ein zukunftweisendes Signal war Ende 1968 die GrĂŒndung der UniversitĂ€t Dortmund. Die Campus -UniversitĂ€t legte den Grundstein fĂŒr den heutigen Wissenschaftsstandort. In rĂ€umlicher NĂ€he zur UniversitĂ€t wurde 1984 das Technologiezentrum als eines der ersten Deutschlands eröffnet. Im angrenzenden Technologiepark siedelten sich seit 1988 mehr als 225 Firmen mit ĂŒber 8500 Mitarbeitern an. Das Projekt Stadtkrone-Ost auf dem ehemaligen KasernengelĂ€nde an der B1 ist ein weiteres positives Beispiel des mit der Kohlekrise von 1958 einsetzenden und bis heute unverĂ€ndert anhaltenden Strukturwandels in Dortmund.

Der tertiĂ€re Sektor bildet heute den mit Abstand grĂ¶ĂŸten Anteil (73 %) im Dortmunder Wirtschaftsgeschehen und hat sich mit Vorliebe im weitrĂ€umigen Bereich entlang der B1 (Westfalendamm und Rheinlanddamm) und an den sĂŒdlichen City-Ausfallstraßen angesiedelt.

Arbeitslosigkeit

Trotz des in AnsĂ€tzen erfolgreichen Strukturwandels ist die Anzahl Erwerbsloser in Dortmund sehr hoch. Wie im gesamten Ruhrgebiet liegt die Arbeitslosenquote ĂŒber dem Bundes- und Landesdurchschnitt, ist aber selbst im Vergleich zu anderen RuhrgebietsstĂ€dten ausgesprochen hoch. Allerdings unterscheidet sich die Situation in den einzelnen Stadtteilen mit einer deutlich höheren AusprĂ€gung in den nördlichen Stadtteilen. So lag die Arbeitslosenquote bezogen auf abhĂ€ngig zivile Erwerbspersonen im Stadtbezirk Innenstadt-Nord 2003 bei schĂ€tzungsweise 27,2 % im Vergleich zu nur 9,6 % im Stadtbezirk Hombruch.

Nach den Angaben des Amts fĂŒr Statistik und Wahlen der Stadt Dortmund betrug die Arbeitslosenquote (in Prozent) in Dortmund jeweils zum 30. Juni :

Jahr 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004
bezogen auf abhÀngig zivile Erwerbspersonen 15,5 15,0 15,7 17,1 17,1 16,4 15,1 14,0 14,6 15,5 16,6
bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen 15,1 14,0 13,0 13,5 14,3 15,3
Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Dortmund seit 1984
Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Dortmund seit 1984

Verkehr

Fernverkehr

Hauptbahnhof Dortmund
Hauptbahnhof Dortmund
Flughafen Dortmund
Flughafen Dortmund
Hafen Dortmund
Hafen Dortmund

Dortmund ist der bedeutendste Verkehrsknotenpunkt Westfalens. Im Straßenverkehr ist die Stadt ĂŒber sechs Autobahnen (A 1, A 2, A 40 , A 42 , A 44, A 45) und fĂŒnf Bundesstraßen ( B 1 , B 54, B 234 , B 235 und B 236) an das deutsche Fernstraßennetz angebunden. Mit dem Kamener Kreuz, dem Westhofener Kreuz sowie den Autobahnkreuzen Dortmund-Unna und Dortmund-Nordwest liegen wichtige deutsche Autobahnkreuze auf oder in NĂ€he des Dortmunder Stadtgebiets.

Im Schienenverkehr verfĂŒgt Dortmund mit dem Dortmunder Hauptbahnhof ĂŒber einen ICE - Fernbahnhof . Er zĂ€hlt mit 41 Millionen FahrgĂ€sten jĂ€hrlich zu den wichtigsten Eisenbahnknoten im deutschen Personenverkehr . Eine wichtige Verkehrsanlage ist dabei auch der im Osten der Stadt an der Strecke nach Hamm gelegene Betriebsbahnhof Dortmund. DarĂŒber hinaus gibt es 23 Regionalbahnhöfe und 25 weitere S-Bahn -Stationen in Dortmund (Siehe auch Bahnhöfe in Dortmund). Im EisenbahngĂŒterverkehr ist Dortmund jedoch nach Stilllegung der beiden Rangierbahnhöfe Dortmund Rbf und Dortmunderfeld kein Eisenbahnknoten mehr. Ab Dortmund verkehren auch AutozĂŒge nach Westerland, Bozen usw. Der Dortmunder Hauptbahnhof soll in den nĂ€chsten Jahren grundlegend erneuert werden und dann auch als Einkaufs-, Freizeit- und Entertainmentzentrum sowie Hotel dienen. Allerdings gibt es bei diesem als Projekt 3do bekannten Umbau immer wieder Verzögerungen.

Auch an das europĂ€ische Flugnetz ist Dortmund angebunden. Der Flughafen Dortmund befindet sich im östlichen Stadtteil Wickede und ist mit dem PKW ĂŒber die B1 erreichbar sowie ĂŒber einen Shuttlebus direkt ĂŒber den Bahnhof Holzwickede/Dortmund-Flughafen an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Seit 2004 betreibt der Flughafen Dortmund zusĂ€tzlich den FlughafenExpress, der zwischen dem Zentralen Omnibus Bahnhof am Dortmunder Hauptbahnhof und dem Flughafen verkehrt. Der VRR- Tarif gilt auf dieser Strecke nicht.

Der Flughafen DĂŒsseldorf International ist in etwa einer Stunde mit der Bahn oder dem PKW zu erreichen.

In der Binnenschifffahrt ist Dortmund ĂŒber den Dortmund-Ems-Kanal mit dem Rhein und der Nordsee verbunden und verfĂŒgt ĂŒber den grĂ¶ĂŸten Kanalhafen Europas, der aber im Zuge des Strukturwandels an Bedeutung verloren hat. Geplant ist der Bau einer Marina , um den Freizeitwert des Hafens zu erhöhen.

Nahverkehr

Stadtbahnlinie U45
Stadtbahnlinie U45
H-Bahn Dortmund
H-Bahn Dortmund

Der Dortmunder Nahverkehr wird zum Großteil durch die DSW21 abgewickelt.

Im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist Dortmund durch die vier S-Bahn -Linien S 1, S 2, S 4 und S 5 , zahlreiche RegionalExpresse und RegionalBahnen erschlossen. Im Kommunalen Personennahverkehr verfĂŒgt Dortmund ĂŒber ein Netz aus sechs innerstĂ€dtisch unterirdisch verlaufenden Stadtbahn -, zwei Straßenbahnlinien und 56 Bus -Linien, das großteils von den DSW21 im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr betrieben wird. Dieses Streckennetz umfasst 852,1 Kilometer und befördert jĂ€hrlich 125 Millionen Personen.

Zudem gibt es eine automatische H-Bahn zwischen zwei UniversitÀtsstandorten und dem Stadtteil Eichlinghofen sowie dem Technologiepark .

Auffallend sind die roten Doppeldecker-Schnellbusse, mit denen die VKU den ZOB am Hauptbahnhof Dortmund mit dem Busbahnhof in Bergkamen verbindet.

Die Stadt wurde nach dem Zweiten Weltkrieg autofreundlich wieder aufgebaut. AuffĂ€lligste Merkmale sind die sĂŒdlich des Stadtkerns durch das Stadtgebiet verlaufende B1 und der vier- bis sechsspurige Innenstadtring entlang des ehemaligen Stadtwalls. Innerhalb dieses Rings ist der Autoverkehr aber nur noch sehr eingeschrĂ€nkt möglich - der grĂ¶ĂŸte Teil dieses Gebiets ist zur FußgĂ€ngerzone ausgebaut.

Auch das Radfahren wird in Dortmund durch die Stadtplanung gefördert - seit den 1980er -Jahren wurde ein umfangreiches Radwegenetz geschaffen auf dem sich Radfahrer hÀufig unabhÀngig vom motorisierten Verkehr und damit auch sicherer bewegen können.

AnsÀssige Unternehmen

GrĂ¶ĂŸter Arbeitgeber der Stadt ist mittlerweile die Stadt selbst mit zahlreichen Tochterunternehmen wie

Die Stadt besitzt außerdem Aktienanteile an der RWE AG (RWE Westfalen Weser Ems AG, RWE Systems AG, Harpen AG ), die Dortmund zu einem wichtigen Unternehmensstandort ausgebaut hat.

Weitere ansÀssige Unternehmen sind in den Bereichen

Versicherungswirtschaft:

  • die SIGNAL IDUNA Gruppe
  • die Continentale
  • der Volkswohlbund
  • sowie ein NRW-Standort der Allianz Versicherungen

Telekommunikation:

  • Deutsche Telekom AG
  • MCI Deutschland GmbH ( UUNET )
  • Versatel Deutschland Holding GmbH

Informatik und Informationsverarbeitung:

  • adesso AG, EDS Deutschland GmbH
  • Materna GmbH Information & Communications
  • Pro DV Software AG
  • ThyssenKrupp Information Services GmbH
  • itelligence AG
  • Innosoft GmbH , Projekt- und Servicemanagementsysteme

Logistik:

Mikrostrukurtechnik

  • Steag microParts GmbH
  • MST.factory dortmund GmbH

Halbleiter und eletronische Bauteile

  • Elmos Semiconductor AG
  • e-m-s new media AG

Anlage- und Maschinenbau

Finanzwirtschaft

  • Sparkasse Dortmund
  • Volksbank Dortmund eG
  • AHAG Wertpapierhandelsbank AG

Weitere in Dortmund tÀtige Unternehmen sind:

Aktuelle Kennzahlen des Einzelhandels:

  • Umsatzkennziffer: (2003) 109,0
  • Kaufkraftkennziffer: (2004) 98,5
  • ZentralitĂ€t: (2003) 107,6

Messen

Messe Westfalenhallen
Messe Westfalenhallen

Zum Messezentrum Westfalenhallen gehören 9 klimatisierte Hallen mit zwischen 1.000 und 10.600 Quadratmetern FlĂ€che. Die neuste Halle, die Westfallenhalle 3B, wurde im FrĂŒhjahr 2005 mit einer FlĂ€che von 10.600 mÂČ eröffnet. Insgesamt bietet das Messezentrum Westfalenhallen eine AusstellungsflĂ€che von 59.000 mÂČ. Einzelheiten zu den stattfindenden Messen werden im Artikel Westfalenhallen detailliert besprochen.

Medien

Zeitungen und Zeitschriften

Mit der SPD-nahen WestfÀlischen Rundschau, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung WAZ und der eher konservativen Ruhr Nachrichten gibt es vor Ort drei lokale Zeitungen. Einmal in Monat erscheint das Obdachlosenmagazin BODO und wird in der Stadt zum Verkauf angeboten.

Kostenlos verteilt werden in Dortmund zahlreiche Anzeigenmagazine wie zum Beispiel der Stadt-Anzeiger. Diese erscheinen in der Regel wöchentlich. Die kostenlosen Veranstaltungsmagazine coolibri und Heinz liegen monatlich in Kultureinrichtungen und GaststÀtten aus.

Der Visions-Verlag verlegt in Dortmund das monatlich erscheinende, bundesweit erhÀltliche Musikmagazin visions.

An der Uni Dortmund erscheint wÀhrend des Semesters zweiwöchentlich die Campuszeitung InDOpendent .

Fernsehen

Sowohl der WDR als auch Sat.1 betreiben in Dortmund Landesstudios. Der WDR produziert in Dortmund die Sendungen Planet Wissen , Lokalzeit aus Dortmund und WDR Punkt Dortmund. Die „Lokalzeit aus Dortmund“ berichtet tĂ€glich mit aktuellen Nachrichten ĂŒber die Region.

Der mit dem Kabelpilotprojekt entstandene BĂŒrgerkanal heißt heute floriantv und bietet interessierten BĂŒrgern die Möglichkeit, selbst Fernsehen zu gestalten. floriantv hat einen festen Sendeplatz im Dortmunder Kabelnetz.

Das in Dortmund ehedem produzierte tv.nrw stellte im Mai 2005 seinen Sendebetrieb ein.

Hörfunk

Das Hörfunkstudio des WDR versorgt die Region ĂŒber den Sender WDR 2 halbstĂŒndlich mit Regionalnachrichten. Das lokale Privatradio Radio 91.2 - Das Lokalradio bietet regionale Informationen sowie das Rahmenprogramm von Radio NRW. Das studentische Radio eldoradio* spielt rund um die Uhr Musik, sendet morgens und abends auch WortbeitrĂ€ge, und kann in Dortmund ĂŒber Antenne, Kabel und darĂŒber hinaus als Webradio empfangen werden. Weiterhin wird in Dortmund das private schlagerradio produziert, das im Dezember 2005 den Sendebetrieb wieder aufnehmen wird.

Die zuvor in Dortmund ansÀssige Deutsche Hörfunk Akademie hat im Jahre 2005 ihre GeschÀftsstelle nach Oberhausen verlagert. Seminare und Weiterbildungsveranstaltungen finden allerdings weiterhin am Nollendorfplatz in Dortmund-Eving statt.

Online-Magazine und Blogs

Das Online-Magazin donews.de ist ein Ausbildungsprojekt des Instituts fĂŒr Journalistik der UniversitĂ€t Dortmund und bietet Hintergrundreportagen aus dem Ruhrgebiet und die neuesten Informationen rund um den Campus der UniversitĂ€t Dortmund. Die Online-Magazine mit der grĂ¶ĂŸten Reichweite sind die Borussia- Fanzines schwatzgelb.de und die-kirsche.com.

Verlage

Das traditionsreiche Medienhaus Lensing ist der drittgrĂ¶ĂŸte unabhĂ€ngige Zeitungsverleger in Nordrhein-Westfalen.

Der vom Dortmunder Verleger Bodo Harenberg gegrĂŒndete Harenberg Verlag verlegt die Fachzeitschrift buchreport und die Spiegel-Bestsellerlisten. Einer allgemeinen Öffentlichkeit bekannt wurde der Verlag durch die Reihe Die Bibliophilen TaschenbĂŒcher und insbesondere die Chronik des 20. Jahrhunderts.

Der Grafit Verlag hat sich insbesondere durch Ruhrgebiet-Krimis einen Namen gemacht und bezeichnet sich heute als MarktfĂŒhrer bei deutschsprachigen Kriminalromanen.

Das unabhĂ€ngige Plattenlabel Century Media hat seinen Stammsitz in Dortmund. Niederlassungen gibt es in Brasilien, Australien, Frankreich, Italien, Schweden und Großbritannien. In Deutschland sind 2005 ca. 40 Mitarbeiter beschĂ€ftigt.

Die Aktive Musik Verlagsgesellschaft produziert unter dem Label Igel-Records Kinderkassetten, CDs und KinderhörbĂŒcher.

Weitere in Dortmund ansÀssige Verlage sind:

  • Auer Verlag
  • Borgmann Verlag
  • IFS-Verlag
  • Ingrid Lessing Verlag
  • PlĂ€ne Records
  • Schack Verlag
  • Udeis Verlag
  • Verlag modernes Lernen

Öffentliche Einrichtungen

Dortmund ist Sitz folgender Einrichtungen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts :

  • Bundesanstalt fĂŒr Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
  • Einzelhandelsverband Westfalen Mitte e. V.
  • Handwerkskammer Dortmund - Kammerbezirk: Kreisfreie StĂ€dte Bochum, Dortmund, Hagen, Hamm und Herne sowie Ennepe-Ruhr-Kreis, Kreis Soest und Kreis Unna
  • Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund - Kammerbezirk: Kreisfreie StĂ€dte Dortmund und Hamm sowie Kreis Unna
  • Zentralstelle fĂŒr die Vergabe von StudienplĂ€tzen
  • MaterialprĂŒfungsamt NRW
  • Heinrich Böll Stiftung NRW - Landesstiftung der Partei BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen

Als Gerichtsstandort verfĂŒgt Dortmund ĂŒber Landgericht, ein Amtsgericht sowie ein Arbeitsgericht und ein Sozialgericht des Landes Nordrhein-Westfalen.

Außerdem existieren in Dortmund ein Generalkonsulat Italiens sowie Honorarkonsulate von Österreich , Bangladesch , Ghana und SĂŒdafrika .

Bildung und Forschung

Hochschulen

MathematikgebÀude der UniversitÀt Dortmund
MathematikgebÀude der UniversitÀt Dortmund
  • UniversitĂ€t Dortmund; gegrĂŒndet 1968 mit den Schwerpunkten Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Wirtschafts- und Planungswissenschaften; 1980 erweitert um die PĂ€dagogische Hochschule Ruhr, seither auch Geisteswissenschaften.
  • Fachhochschule Dortmund; gegrĂŒndet 1971 durch Vereinigung einer ehemals Staatlichen Ingenieurschule, einer Werkkunstschule, einer Höheren Fachschule fĂŒr Sozialarbeit, einer Höheren Fachschule fĂŒr SozialpĂ€dagogik und einer Wirtschaftsfachschule.
  • Fachhochschule fĂŒr öffentliche Verwaltung NRW ; die Fachhochschule hat insgesamt sechs Abteilungen in verschiedenen StĂ€dten Nordrhein-Westfalens; in Dortmund befindet sich ein siebter Standort und zwar als Außenstelle der Gelsenkirchener Abteilung (wo sich auch der Sitz der Fachhochschule befindet).
  • International School of Management Dortmund (ISM); gegrĂŒndet 1990 in privater TrĂ€gerschaft; seit 1994 staatlich anerkannt. Die AusbildungsstĂ€tte bietet verschiedene Diplom-, Bachelor - und ab 2006 auch Master -StudiengĂ€nge in den Bereichen Wirtschaft, Hotel- und Event-Management an.
  • Hochschule fĂŒr Musik Detmold - Standort Dortmund; gegrĂŒndet 1947 in Detmold als eine der ersten Musikhochschulen Deutschlands. Ihr wurden das StĂ€dtische Konservatorium Dortmund ( 1901 gegrĂŒndet) und die WestfĂ€lische Schule fĂŒr Musik MĂŒnster eingegliedert. Mittlerweile besteht aber nur noch der Standort in Detmold. Die RĂ€umlichkeiten des Dortmunder Standorts nutzt derzeit bis zur Fertigstellung eigener RĂ€ume das von den vier staatlichen Musikhochschulen in Nordrhein-Westfalen getragene Orchesterzentrum NRW . Die Bauarbeiten fĂŒr das Orchesterzentrum NRW sind an der Dortmunder BrĂŒckstrasse in unmittelbarer NĂ€he des Konzerthauses angelaufen. Eine Fertigstellung ist fĂŒr 2007 projektiert.
  • Werbe- & Medien-Akademie Marquardt , gegrĂŒndet 1958 . Private, staatlich anerkannte Berufsfachschule . Bietet ĂŒber Kooperationsprogramme mit auslĂ€ndischen Hochschulen Möglichkeiten zum Erwerb eines akademischen Grads . Veranstalter der WAM-Filmnacht (Kurzfilmfestival).

Forschungsinstitute

Die Basis der Dortmunder Bildungslandschaft bildet eine Vielzahl unterschiedlicher Schulformen. Eine Übersicht findet sich im Artikel Schulen in Dortmund .

Persönlichkeiten

Hauptartikel: Liste der EhrenbĂŒrger von Dortmund und Liste der Dortmunder Persönlichkeiten.

Zu den berĂŒhmtesten Dortmundern zĂ€hlen wohl die Fußballer der Stadt wie August Lenz, Lothar Emmerich und Siggi Held oder in jĂŒngerer Zeit Spieler wie Michael Zorc und Lars Ricken. Daneben sind einige Industrielle, allen voran Leopold Hoesch , ĂŒber die Stadtgrenzen Dortmunds hinaus bekannt geworden. Außerdem ist Friedrich Arnold Brockhaus in Dortmund geboren.

Literatur

  • WestfĂ€lisches StĂ€dtebuch; Band III 2. Teilband aus "Deutsches StĂ€dtebuch. Handbuch stĂ€dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit UnterstĂŒtzung des Deutschen StĂ€dtetages, des Deutschen StĂ€dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1954
  • Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 – 1945, hrsg. von Walther Hubatsch, Band 8: Westfalen. Marburg an der Lahn, 1980
  • Geschichte der Stadt Dortmund, hrsg. vom Stadtarchiv Dortmund, Harenberg Verlag, Dortmund 1994. ISBN 3-611-00397-2
  • WestfĂ€lischer StĂ€dteatlas; Band: I; 6 Teilband. Im Auftrage der Historischen Kommission fĂŒr Westfalen und mit UnterstĂŒtzung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hrsg. von Heinz Stoob und Wilfried Ehbrecht. Stadtmappe Dortmund, Autor: Heinz Stoob. ISBN 3-89115-333-3 ; Dortmund-Altenbeken, 1975.

Weblinks

Commons: Dortmund – Bilder, Videos oder Audiodateien
Wikiquote: Dortmund – Zitate
Wikinews: Dortmund – aktuelle Nachrichten
   
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