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Letzte Änderung für Artikel Westpark (Bochum): 20.02.2006 10:58

Westpark (Bochum)

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Der Westpark in Bochum ist Ausgangspunkt der stĂ€dtebaulichen Entwicklung Innenstadt West. Die fĂŒr die Stadtentwicklung zur VerfĂŒgung stehende GesamtflĂ€che betrĂ€gt etwa 75 ha.

Die Umsetzung der Maßnahme begann mit dem ca. 38 ha großen Park, dessen erster Bauabschnitt bereits 1999 fertig gestellt und eröffnet wurde. Das Zentrum des Westparks bildet inzwischen die zum Veranstaltungszentrum umgebaute Jahrhunderthalle. Die FlĂ€chen unmittelbar um die Jahrhunderthalle und einige umgebende FlĂ€chen werden in den veranstaltungsfreien Zeiten der RuhrTriennale bis 2006 sukzessive in die endgĂŒltige Form gebracht. Auf dem GelĂ€nde des ehemaligen Pumpenhauses neben der Jahrhunderthalle ist der Bau eines Konzerthauses fĂŒr die Bochumer Symphoniker geplant.

Historie

Schienenallee
Schienenallee

Das Potential der FlĂ€che liegt in den vorgefundenen topografischen Strukturen, den Hinterlassenschaften der industriellen Nutzung, die das GrundgerĂŒst der Parkgestaltung bilden. Der Beginn der industriellen Nutzung des Standortes geht auf die Ansiedlung der Mayerschen Gußstahlfabrik an der Alleestraße im Jahre 1842 zurĂŒck. Hier wurden 160 Jahre lang Stahlprodukte von der Kirchenglocke ĂŒber die Kanonenproduktion bis zum ICE-Radreifen hergestellt. FĂŒr den Werksfremden war das Areal die verbotene, unbekannte Stadt. Seit 1985 sind Hochöfen und Stahlwerk abgeschaltet, nur im östlichen Teil des Gesamtareals wird noch mit Stahl gearbeitet (s. Bochumer Verein).

Die Vergangenheit des GelĂ€ndes gliedert sich in Schichten. GebĂ€ude- und Anlagenstrukturen bildeten jeweils die Basis einer neuen Schicht, die auf der vorhergehenden aufbaut. Die Schlacken, das Abfallprodukt der HĂŒttenindustrie und der fĂŒr die Schwerindustrie erforderliche MassengĂŒtertransport trugen zur Gliederung der FlĂ€che in ebene Niveaus in unterschiedlichen Höhenstufen bei. Die spannungsreiche Topographie des GelĂ€ndes bildet den Hauptgestaltungsansatz des Westparks. Nach der Stillegung der Produktion wurden fast alle GebĂ€ude abgerissen, zurĂŒck blieb eine dicht mit Spontanvegetation ĂŒberzogene Industriebrache.

Die industriearchitektonisch wertvollen Besonderheiten des Standortes sind die im Zentrum gelegene Jahrhunderthalle, der als Landmarke weithin sichtbare Wasserturm und das „Colosseum“, ein markantes StĂŒtzmauerbauwerk im sĂŒdwestlichen Zugangsbereich des Parks.

Parkgliederung

Park der drei Ebenen:

  • untere Stadtebene auf etwa 72 m ĂŒ. NN im SĂŒdwesten, Bereich um das Colosseum.
  • Die Ebene der Jahrhunderthalle auf 80 m ĂŒ. NN, Talkessel im Zentrum des Westparks.
  • Die Hochebene des Westparks auf 90 m ĂŒ. NN, kĂŒnstlich geschaffenes Niveau, auf dem frĂŒher die Hochöfen und das Stahlwerk standen.
Treppe im Westpark
Treppe im Westpark

Der Park eignet sich die alten Strukturen an und interpretiert sie in eine neue, nutzbare, zukunftsfĂ€hige Ordnung um. Die technische, artifiziell wirkende Topographie wird durch StĂŒtzwĂ€nde, gepflasterte Steilböschungen und GelĂ€ndesprĂŒnge vorgegeben und weiterentwickelt.

Der Park, in wesentlichen Teilen auf der höchsten Ebene, bietet die einmalige Möglichkeit der Blickbeziehungen nach außen in die Stadtquartiere und nach innen auf den Bereich der Jahrhunderthalle. Der etwa einen Kilometer lange Rundweg fĂŒhrt um das 10 m tiefergelegene Zentrum mit der zum Hauptstandort der Trienale umgebauten Jahrhunderthalle. Der Weg fĂŒhrt dabei ĂŒber BrĂŒckenkonstruktionen, an steil abfallenden Böschungen oder StĂŒtzmauern entlang durch die lichten BirkenwĂ€lder der „Industrienatur“.

Botanik und GelÀndestruktur des Parks

KĂŒhltĂŒrme im Westpark
KĂŒhltĂŒrme im Westpark
BrĂŒcke der Erzbahn, Im Hintergrund der Förderturm der ehemaligen Zeche Holland
BrĂŒcke der Erzbahn, Im Hintergrund der Förderturm der ehemaligen Zeche Holland

Kraftvolle Pioniere wie Birken, Weiden, Pappeln und der intensiv duftende Sommerflieder haben die FlĂ€chen besiedelt und sind innerhalb der letzten zwanzig Jahre zu einem Industriewald herangewachsen. Dieses großartige Kapital wird gepflegt und weiterentwickelt.

Im Norden befindet sich das sanft geneigte Hochplateau mit den offenen SpielflĂ€chen, dem Hochweg mit dem Blick in die Region und die Aussichtsbastion im Übergang zur spektakulĂ€ren BrĂŒcke der Erzbahn in den GrĂŒnzug Richtung Gelsenkirchen und Herne. Vom „inneren Kesselrand“, dem sĂŒdlichen Weg des Hochplateaus, eröffnen sich Einblicke in die ParkflĂ€chen um die Jahrhunderthalle. Die Fertigstellung der FlĂ€chen wird mit RĂŒcksicht auf die Kulturveranstaltungen in der Halle noch einige Jahre in Anspruch nehmen.

Wiese im Westpark, Im Hintergrund der Förderturm des Deutschen Bergbaumuseums
Wiese im Westpark, Im Hintergrund der Förderturm des Deutschen Bergbaumuseums

Im Westen fĂŒhrt der Weg ĂŒber einen schmalen Damm des „Nordpols“ durch lichten Birkenwald an der „Wasserlandschaft altes KĂŒhlwerk“ vorbei zur „NordpolbrĂŒcke“. Die neue BrĂŒcke ĂŒberwindet eine tiefe Schlucht von Zufahrtswegen und die Gleistrasse der „Bergbahn“. Die Nachts interaktiv beleuchtetet BrĂŒcke bietet den besten Blick auf die umgebaute Jahrhunderthalle, sie ermöglicht zudem den Anschluss an das Plateau des ehemaligen Stahlwerks. Die FlĂ€che der ehemaligen Stahlwerkshallen ist einer Wohnbebauung vorbehalten.
Als bauvorbereitende Maßnahme wurde eine breite Schneise freigelegt: Ein archĂ€ologisches Feld mit den Bauwerksresten der 160-ig jĂ€hrigen Stahlindustriehistorie mit Tunnelgewölben, Fundamenten, OfenfĂŒchsen und Betonplatten offenbart sich dem Parkbesucher.

Auf dem unteren GelĂ€ndeniveau auf der Vorplatzebene der Jahrhunderthalle befinden sich die RĂŒckhaltebecken, die das Regenwasser der befestigten FlĂ€chen des Westparks speichern und verzögert in Richtung Maarbach abgeben.

Der Rundweg fĂŒhrt an der nördlichen Hangkante entlang zum Kinderspielbereich „Stahlwerksdrachen“, einer Spiellandschaft in Form eines Drachens. Sein stĂ€hlerner Kopf lugt aufmerksam hinter den hohen HeckenwĂ€nden hervor in den Zugangsbereich des Parks. Er markiert gleichzeitig einen zentralen Angelpunkt der Wegebeziehungen. Die aus der Innenstadt von der U-Bahn-Station Alleestraße ĂŒber eine breite Stufenrampe in den Park gelangenden Besucher werden hier auf die Achslinie in Richtung Wasserturm gelenkt. Diese große Diagonale ist die zukĂŒnftige VerlĂ€ngerung der vom Hauptbahnhof kommenden Rottstraße, die auf den Wasserturm und das Foyer der Jahrhunderthalle zufĂŒhrt.

Der Weg vom Spielbereich in Richtung Norden fĂŒhrt zur 180 m langen StegbrĂŒcke, die in Baumwipfelhöhe gefĂŒhrt an das nördliche Plateau anschließt und das Rundwegesystem schließt. Wie von einer ZuschauertribĂŒhne sind Blicke in den zentralen Bereich mit der Jahrhunderhalle und der geplanten Konzertwiese möglich.

Sein „Nachtgesicht“ erhĂ€lt der Park durch die von Uwe Belzner erarbeitete, auf den Standort abgestimmte Beleuchtung. Die AusleuchtungsintensitĂ€t wird insgesamt gering gehalten, die besonderen Strukturen des Ortes werden behutsam herausgearbeitet. Der seit ĂŒber 160 Jahren zu allen Tag- und Nachtzeiten belebte Ort behĂ€lt so auch als öffentlicher Park seine NachtaktivitĂ€t.


Koordinaten: 51° 28' 45" N, 07° 12' 12" O

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