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Letzte Änderung für Artikel Bochum: 19.02.2006 12:39

Bochum

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Wappen Karte
Stadtwappen der kreisfreien Stadt Bochum Lage der kreisfreien Stadt Bochum in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : Arnsberg
Landschaftsverband: Westfalen-Lippe
Regionalverband Ruhr
Kreis : Kreisfreie Stadt
FlĂ€che : 145,4 kmÂČ
Einwohner : 396.785 (30. Sep. 2005)
Bevölkerungsdichte : 2.660 Einwohner/kmÂČ
Höhe : 105 m ĂŒ. NN
Postleitzahlen : 44701–44894 (alt: 4630)
Vorwahlen : 0234 + 02327
Geografische Lage :
Koordinaten: 51° 29' N, 7° 13' O
51° 29' N, 7° 13' O
Kfz-Kennzeichen : BO
GemeindeschlĂŒssel : 05 9 11 000
UN/LOCODE : DE BOM
Stadtgliederung: 6 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Willy-Brandt-Platz 2–8
44777 Bochum
Website : www.bochum.de
E-Mail -Adresse: info@bochum.de
Politik
OberbĂŒrgermeisterin : Ottilie Scholz ( SPD )
Schulden: 821 Mio. € (31. Dezember 2002)
Bevölkerung
Arbeitslosenquote : 12,0 % (31. Dezember 2004)
AuslÀnderanteil : 8,8 % (31. Januar 2005)
Altersstruktur :
0–18 Jahre: 15,9 %
18–65 Jahre: 64,7 %
ab 65 Jahre: 19,4 %
 Die 15.000 kg schwere Gussstahlglocke vor dem Bochumer Rathaus
Die 15.000 kg schwere Gussstahlglocke vor dem Bochumer Rathaus

Die Stadt Bochum [ ˈboːxʊm ] ist das Zentrum des mittleren Ruhrgebiets im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Die kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Arnsberg ist eines der vier Oberzentren des Ruhrgebiets und ist mit rund 396.000 Einwohnern die sechstgrĂ¶ĂŸte Stadt des Landes und unter den 20 grĂ¶ĂŸten StĂ€dten der Bundesrepublik Deutschland . Bochum ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr. Die Einwohnerzahl der Stadt ĂŒberschritt 1905 die 100.000-Grenze und machte Bochum zur Großstadt .

In Bochum befinden sich sechs Hochschulen, darunter die Ruhr-UniversitĂ€t , mit ĂŒber 30.000 Studenten eine der grĂ¶ĂŸten UniversitĂ€ten Deutschlands. Überregional bekannt sind das Deutsche Bergbaumuseum , das Schauspielhaus, das Planetarium , das Deutsche Eisenbahnmuseum und das erfolgreichste Musical der Welt, Starlight Express.

Nach dem Niedergang des Bergbaus entwickelte sich Bochum zu einer Dienstleistungsmetropole. Ferner gibt es hier verschiedene Bergbauinstitutionen. Der Bochumer Verein schrieb ab 1842 Industriegeschichte , als es dem Unternehmen gelang, Stahl in Formen zu gießen. Das erste Produkt der Firma waren Glocken aus diesem Werkstoff . Eine 15.000 kg schwere Glocke vor dem Bochumer Rathaus erinnert an diese Epoche .

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Bochum liegt auf dem flachhĂŒgeligen „Bochumer LandrĂŒcken“ zwischen den FlĂŒssen Ruhr und Emscher an der Grenze zwischen sĂŒdlicher und nördlicher Ruhrkohlezone. Der höchste Punkt im Stadtgebiet liegt in der Kemnader Straße und misst 196 m ĂŒ. NN , der niedrigste Punkt liegt am Blumenkamp in Hordel und misst 43 m ĂŒ. NN. Die grĂ¶ĂŸte Ausdehnung des Stadtgebiets betrĂ€gt in Nord-SĂŒd-Richtung 13,0 km und in West-Ost-Richtung 17,1 km. Die LĂ€nge der Stadtgrenze betrĂ€gt 67,2 km.

Nachbargemeinden

Folgende StÀdte grenzen an die Stadt Bochum (beginnend im Norden im Uhrzeigersinn):
Herne (Kreisfreie Stadt), Castrop-Rauxel (Kreis Recklinghausen), Dortmund (Kreisfreie Stadt), Witten und Hattingen (beide Ennepe-Ruhr-Kreis) sowie Essen und Gelsenkirchen (beides kreisfreie StÀdte)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Bochum besteht aus 6 Stadtbezirken . In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung . Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher . Die Stadtbezirke sind in „statistische Bezirke“ unterteilt. Die meisten hiervon waren frĂŒher einmal selbstĂ€ndige Gemeinden und verloren ihre SelbstĂ€ndigkeit durch Eingemeindung . Die statistischen Bezirke werden mit einer zweistelligen arabischen Zahl gekennzeichnet.

  • Stadtbezirk Mitte: 10 Grumme, 11 Gleisdreieck, 13 Altenbochum, 14 SĂŒdinnenstadt, 15 Kruppwerke, 16 Hamme, 17 Hordel, 18 Hofstede, 19 Riemke
  • Stadtbezirk Wattenscheid: 24 GĂŒnnigfeld, 25 Wattenscheid -Mitte, 26 Leithe, 27 Westenfeld, 28 Höntrop, 29 Eppendorf
  • Stadtbezirk Nord: 36 Bergen/Hiltrop, 37 Gerthe, 38 Harpen/Rosenberg, 39 Kornharpen/Voede-Abzweig
  • Stadtbezirk Ost: 46 Laer, 47 Werne, 48 Langendreer , 49 Langendreer-Alter Bahnhof
  • Stadtbezirk SĂŒd: 53 Wiemelhausen/Brenschede, 54 Stiepel , 55 Querenburg
  • Stadtbezirk SĂŒdwest: 63 Weitmar-Mitte, 64 Weitmar-Mark, 65 Linden, 66 Dahlhausen

Geschichte

Siehe Hauptartikel Geschichte der Stadt Bochum

Bochum um 1840
Bochum um 1840

Der 890 erstmals genannte Ort wurde 1041 in einem Dokument der Kölner Erzbischöfe unter dem Namen Cofbuokheim erstmalig urkundlich erwĂ€hnt. 1321 verlieh Graf Engelbert II. von der Mark Bochum die Stadtrechte. Bochum blieb - trotz schon fĂŒr das 14. Jahrhundert beziehungsweise fĂŒr 1502 belegten SteinkohlenschĂŒrfens beziehungsweise - tagebaus - bis ins 19. Jahrhundert hinein ein AckerbaustĂ€dtchen mit einigen ĂŒberörtlichen Behörden, zu denen 1738 ein Bergamt kam.

Bis 1806 gehörte die Stadt zur preußischen Grafschaft Mark, dann bis 1813 zum Ruhrdepartement des Großherzogtums Berg , anschließend vorĂŒbergehend zum preußischen Zivilgouvernement zwischen Rhein und Weser. 1815 kam die Stadt zu Preußen und wurde der Provinz Westfalen zugeordnet. 1817 wurde die Stadt Bochum Sitz eines Landkreises, aus dem sie jedoch 1876 ausschied (kreisfreie Stadt). Der Kreis Bochum bestand noch bis 1929 und wurde dann aufgelöst.

1832 begann mit dem Übergang vom Tagebau zum Untertagebau die BlĂŒtezeit des Bochumer Bergbaus. Ab 1837 wurden die Grundlagen fĂŒr die Schwerindustrie geschaffen (Bochumer Verein, Krupp-Stahl-AG). 1860 erhielt Bochum Anschluss an die Bergisch-MĂ€rkische Eisenbahn, 1874 folgte die Rheinische Eisenbahn. 1905 ĂŒberschritt die Einwohnerzahl der Stadt Bochum die Grenze von 100.000 Einwohnern, was sie zur Großstadt machte.

Am 9. November 1938 fand in Bochum die Reichskristallnacht statt. Die ersten jĂŒdischen BĂŒrger wurden in die Konzentrationslager verschleppt und zahlreiche jĂŒdischen Einrichtungen und Wohnungen zerstört. Etwa 500 jĂŒdische BĂŒrger sind namentlich bekannt, die in den folgenden Jahren bei der Shoa umkamen, darunter 19, die jĂŒnger als 16 Jahre alt waren. Im Dezember 1938 begann die jĂŒdische Volksschullehrerin Else Hirsch mit der Organisation von insgesamt zehn Kindertransporten in die Niederlande und nach Großbritannien , um jĂŒdische Kinder und Jugendliche zu retten.

WĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt durch Bombenangriffe zu 38 Prozent zerstört. Nach dem Krieg entwickelte sich Bochum zu einem Kulturzentrum des Ruhrgebietes. 1962 eröffnete auf dem ehemaligen ZechengelĂ€nde die Adam Opel AG , eine Tochter von General Motors , in den Stadtteilen Laer und Langendreer die drei Opelwerke, die zum Symbol fĂŒr den Strukturwandel im Ruhrgebiet wurden.

1964 wurde im Stadtteil Harpen der Ruhr-Park fertiggestellt, das erste Kaufhaus „auf der grĂŒnen Wiese “ in der Bundesrepublik und 1973 schloss die letzte Bochumer Zeche (Zeche Hannover). Neben ausgedehnten industriellen Zonen entstanden große durchgrĂŒnte, zum Teil fast lĂ€ndlich wirkende Zonen, die unter anderem bis zur Ruhr und zum Kemnader Stausee (Freigabe 1980 ) reichen. 1979 fand die Eröffnung der ersten Stadtbahn -Strecke und des Ruhrstadions statt.

Seit 1919 ist Bochum Theater-, seit 1965 UniversitĂ€tsstadt (Ruhr-UniversitĂ€t mit rund 33.000 Studenten), seit 1988 Musical-Stadt. Am 12. Juni 1988 eröffnete die deutschsprachige Musicalproduktion "Starlight Express" von Andrew Lloyd Webber am Stadionring in Bochum. Die in Bochum produzierte Version hĂ€lt drei Rekorde im " Guinness-Buch der Rekorde ": 1.) fĂŒr das erste GebĂ€ude, das eigens fĂŒr eine Musicalproduktion erbaut wurde, 2.) dafĂŒr, das dieser Bau in einer Rekordzeit von nur knapp einem Jahr errichtet wurde und schließlich 3.) fĂŒr die ĂŒber zehn Millionen Besucher, die diese Produktion am Standort Bochum bis jetzt erlebten.

1989 nahm die Stadtbahnlinie U 35 von Bochum Hauptbahnhof nach Herne Schloss StrĂŒnkede den Betrieb auf. 1993 schlossen sich die StĂ€dte Bochum, Hattingen, Herne und Witten zur Region Mittleres Ruhrgebiet zusammen. Im Jahre 2003 wurde das Veranstaltungszentrum RuhrCongress eingeweiht. 2004 kam es bei den Werken der Adam Opel AG zu Arbeitsniederlegungen . Im Jahre 2005 erfolgte die Grundsteinlegung fĂŒr die neue Synagoge der jĂŒdischen Gemeinde Bochum - Herne - Hattingen.

Religionen

Bochum gehörte seit der GrĂŒndung zum Erzbistum Köln und war dem Archidiakonat des Kölner Dompropstes unterstellt. Um 1570 fasste die Reformation Fuß. Doch dauerte es noch bis 1613 , als sich die lutherische Gemeinde von der katholischen Gemeinde trennte. Ab 1634 entstand auch eine reformierte Gemeinde. Die Stadt war danach ĂŒberwiegend protestantisch, doch gab es stets auch Katholiken, die weiterhin zum Erzbistum Köln gehörten. 1821 wurde sie dem Bistum beziehungsweise Erzbistum Paderborn zugeordnet. Bochum wurde Sitz eines Dekanats, das spĂ€ter in die Dekanate Bochum-Mitte, Bochum-SĂŒd und Bochum-Ost unterteilt wurde. 1958 wurde Bochum dem neu gegrĂŒndeten Bistum Essen angegliedert. Die Pfarrgemeinden Bochums gehören heute zum Stadtdekanat Bochum.

Die protestantischen Gemeinden Bochums kamen mit dem Übergang der Stadt an Preußen zur Evangelischen Kirche in Preußen beziehungsweise dessen westfĂ€lischer Provinzialkirche. Bochum wurde Sitz einer Superintendentur, aus welcher der heutige Kirchenkreis Bochum innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen hervorging. Dieser umfasst insgesamt 22 evangelische Kirchengemeinden innerhalb der Stadt Bochum.

Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden in Bochum gibt es auch noch verschiedene Freikirchen , darunter Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden ( Baptisten ), Freie Evangelische Gemeinden , die SelbstĂ€ndige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) und die Gemeinde Gottes . Auch die Neuapostolische Kirche und die Christengemeinschaft ist in Bochum vertreten. Die Zisterzienser errichteten das Kloster Stiepel. Infolge der tĂŒrkischen Einwanderung im letzten Drittel des 20.Jahrhunderts entstanden 5 islamische Gemeinden in Bochum.

Am 14. November 2005 wurde im Beisein des Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Paul Spiegel , der Grundstein fĂŒr die neue Synagoge der JĂŒdischen Gemeinde Bochum - Herne - Hattingen an der Castroper Straße gelegt. In den offiziellen Grundstein legte OberbĂŒrgermeisterin Dr. Ottilie Scholz neben einer aktuellen Tageszeitung einen silbernen Stadtbarren als Erinnerung an den Tag.

Eingemeindungen

  • 1904 erfolgen die ersten Eingemeindungen: Grumme, Hamme, Hofstede und Wiemelhausen
  • 1926 zweite Eingemeindung: Altenbochum, Bergen, Hordel, Riemke, Weitmar sowie Teile von Eppendorf, Höntrop und Westenfeld werden eingegliedert. In die benachbarte Stadt Wattenscheid werden die Gemeinden Munscheid, Eppendorf, GĂŒnnigfeld, Höntrop, WestfĂ€lisch Leithe, Sevinghausen und Westenfeld sowie ein kleiner Teil von Königssteele eingemeindet.
  • 1929 dritte große Eingemeindung: Gerthe, Harpen, Hiltrop, Laer, Langendreer , Linden-Dahlhausen, Querenburg , Stiepel und Werne werden eingegliedert
  • 1975 mit der Vereinigung der seit 1926 kreisfreien Stadt Wattenscheid zur neuen "Stadt Bochum" erreicht das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung
Bevölkerungsentwicklung

1905 ĂŒberschritt die Einwohnerzahl der Stadt Bochum die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Bis 1925 verdoppelte sich diese Zahl auf 200.000. Am 1. Januar 1975 erreichte die Bevölkerungszahl durch die Eingemeindung der Stadt Wattenscheid (81.469 Einwohner 1974) mit 417.336 ihren historischen Höchststand. Ende September 2005 lebten in Bochum nach amtlicher Fortschreibung 396.785 Menschen mit Hauptwohnsitz.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um SchĂ€tzungen, danach um VolkszĂ€hlungsergebnisse (Âč) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bevölkerung", ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die "Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1500 1.000
1650 1.400
1750 1.449
1800 1.636
1818 3.000
3. Dezember 1843 Âč 4.282
3. Dezember 1858 Âč 8.797
3. Dezember 1864 Âč 11.800
3. Dezember 1867 Âč 15.000
1. Dezember 1871 Âč 21.192
1. Dezember 1875 Âč 28.400
1. Dezember 1880 Âč 33.440
1. Dezember 1885 Âč 40.800
Jahr Einwohner
1. Dezember 1890 Âč 47.601
2. Dezember 1895 Âč 53.842
1. Dezember 1900 Âč 65.554
1. Dezember 1905 Âč 118.464
1. Dezember 1910 Âč 136.931
1. Dezember 1916 Âč 133.252
5. Dezember 1917 Âč 136.898
8. Oktober 1919 Âč 142.760
16. Juni 1925 Âč 211.249
16. Juni 1933 Âč 314.546
17. Mai 1939 Âč 305.485
31. Dezember 1945 227.769
29. Oktober 1946 Âč 246.477
Jahr Einwohner
13. September 1950 Âč 289.804
25. September 1956 Âč 345.614
6. Juni 1961 Âč 361.382
31. Dezember 1965 363.697
27. Mai 1970 Âč 343.968
31. Dezember 1975 414.842
31. Dezember 1980 400.757
31. Dezember 1985 382.041
25. Mai 1987 Âč 386.271
31. Dezember 1990 396.486
31. Dezember 1995 400.395
31. Dezember 2000 391.147
30. September 2005 396.785

Âč VolkszĂ€hlungsergebnis

Politik

An der Spitze der Stadt stand zunĂ€chst der grĂ€fliche Stadtschultheiß der Grafschaft Mark. Doch ist bereits seit 1321 ein Rat nachweisbar, dem 2 BĂŒrgermeister und 6 RatsmĂ€nner („Ratsfreunde“) angehörten. Die BĂŒrgermeister wurden bis 1744 jĂ€hrlich gewĂ€hlt. Ab 1731 gab es einen „worthaltenden BĂŒrgermeister“, der die Gesamtleitung der Stadt hatte und einen 2. BĂŒrgermeister, der fĂŒr Polizeiangelegenheiten und das Marktwesen zustĂ€ndig war. Daneben gab es 3 Senatoren, fĂŒr Bau- und Wohnungswesen, fĂŒr Feuerwesen und fĂŒr die KĂ€mmerei. Zwischen 1714 und 1765 wurde der Rat von der preußischen Regierung ernannt. Danach wurde er wieder gewĂ€hlt. In französischer Zeit stand ein Maire, ab 1815 ein BĂŒrgermeister an der Spitze der Stadt. 1843 wurde die LandbĂŒrgermeisterei Bochum abgetrennt und in der Stadt die revidierte StĂ€dteordnung eingefĂŒhrt.

WĂ€hrend der Zeit der Nationalsozialisten wurde der OberbĂŒrgermeister von der NSDAP eingesetzt. Bochum wurde Verwaltungssitz des NS-Gaus Westfalen-SĂŒd. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die MilitĂ€rregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen OberbĂŒrgermeister ein, und 1946 fĂŒhrte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewĂ€hlten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wĂ€hlte anfangs aus seiner Mitte den OberbĂŒrgermeister als Vorsitzenden und ReprĂ€sentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tĂ€tig war. Des Weiteren wĂ€hlte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1994 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen OberbĂŒrgermeister . Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und ReprĂ€sentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewĂ€hlt.

BĂŒrgermeister beziehungsweise OberbĂŒrgermeister

  • 1773 – 1817 : Georg Friedrich Jacobi
  • 1817 – 1835 : Caspar Heinrich Steelmann
  • 1835 – 1843 : Heinrich von LĂŒdemann
  • 1843 – 1873 : Maximilian Greve
  • 1874 – 1876 : Richard Karl Adalbert PrĂŒfer
  • 1877 – 1891 : Dr. Carl Bollmann
  • 1892 – 1899 : Karl Hahn
  • 1900 – 1925 : Fritz Wilhelm Georg Graff
  • 1925 – 1933 : Dr. Otto Ruer
  • 1933 – 1943 : Dr. Otto Leopold Piclum
  • 1944 – 1945 : Friedrich Hesseldieck
  • 1945 : Ferdinand Bahlmann
  • 1945 – 1946 : Dr. Franz Geyer
  • 1946 : Tilmann Beckers (von der britischen MilitĂ€rregierung nicht anerkannt)
  • 1946 – 1952 : Willi Geldmacher
  • 1952 – 1969 : Fritz Heinemann
  • 1969 – 1975 : Fritz Claus
  • 1975 – 1994 : Heinz Eikelbeck ( SPD )
  • 1994 – 2004 : Ernst-Otto StĂŒber ( SPD )
  • 2004 bis heute: Dr. Ottilie Scholz ( SPD )

Oberstadtdirektoren

  • 1946 : Dr. Franz Geyer (von der britischen MilitĂ€rregierung nicht anerkannt)
  • 1946 – 1951 : Dr. Franz Schmidt
  • 1952 – 1976 : Dr. Gerhard Petschelt
  • 1976 – 1990 : Herbert Jahofer
  • 1990 – 1993 : Dieter Bongert
  • 1993 – 1994 : Dr. Burkhard Dreher

Der Rat der Stadt hat derzeit 76 Mitglieder. Diese verteilen sich seit der Kommunalwahl von 2004 wie folgt:

  • SPD 31 Sitze
  • CDU 25 Sitze
  • GrĂŒne 9 Sitze
  • UWG 3 Sitze
  • FDP 3 Sitze
  • PDS 3 Sitze
  • Soziale Liste 2 Sitze

Wappen

Stadtwappen der kreisfreien Stadt Bochum
Stadtwappen der kreisfreien Stadt Bochum

Das Wappen der Stadt Bochum zeigt in Blau einen in drei Reihen weiß-rot geschachteten Balken, belegt mit einem stehenden schwarzen Buch mit goldenem Schnitt, silberner DeckelprĂ€gung und zwei silbern verzierten schwarzen Schließen. Die Stadtfarben sind blau-weiß. Das heutige Wappen wurde nach der jĂŒngsten VergrĂ¶ĂŸerung des Stadtgebiets 1975 angenommen, wobei der rot-weiße Balken aus dem alten Wattenscheider Wappen entnommen wurde. Das alte Bochumer Wappen zeigte lediglich das Buch ohne den weiß-roten Balken. Es wurde von einer Stadtmauer gekrönt. Dieses Wappen war 1913 amtlich festgelegt und 1953 durch die Hauptsatzung der Stadt bestĂ€tigt worden, wobei es bereits in den Siegelabdrucken aus dem 14. Jahrhundert zu sehen ist. Die Herkunft des Buches als Wappensymbol ist jedoch nicht bekannt. Es wurde gelegentlich auch als "redendes Wappen" bezeichnet, weil man annahm, der Stadtname Bochum komme vom Wort Buch. Dies konnte jedoch nicht bestĂ€tigt werden.

StÀdtepartnerschaften

Bochum unterhÀlt mit folgenden StÀdten StÀdtepartnerschaften :

  • Sheffield ( Vereinigtes Königreich ), seit 1950
  • Oviedo ( Spanien ), seit 1980
  • Donezk ( Ukraine ), seit 1987
  • Nordhausen (ThĂŒringen), seit 1990
  • Bild:Flag of the People's Republic of China.svg Xuzhou ( China ), seit 1994 (Wirtschaftsbezogene StĂ€dtepartnerschaft)

Bochum ist auch Patenstadt des ehemaligen Landkreises Neidenburg im frĂŒhren Ostpreußen .

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Theater

Bochum verfĂŒgt ĂŒber 20 TheaterspielstĂ€tten (Comödie Bochum, Constantin Musik Theater, Der Zauberkasten, Deutsches Forum fĂŒr Figurentheater und Puppenspielkunst, Figurentheater-Kolleg, FreilichtbĂŒhne Wattenscheid, Jahrhunderthalle, Musisches Zentrum der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum, Prinz-Regent-Theater, Stadtteilladen Regenbogen, RuhrCongress Bochum, Schauspielhaus Bochum, Stadthalle Wattenscheid, Starlight Express, Thealozzi-Kulturhaus, Theater der Gezeiten im Theaterhaus Ecce Homo, Theater Thespis, Theater Total, VarietĂ© Et cetera, WaldbĂŒhne Höntrop)

Schauspielhaus Bochum: In einem 1908 gebauten ehemaligen VarietĂ©theater eröffnete 1915 das stĂ€dtische Theater. WĂ€hrend des Ersten Weltkriegs gastierte dort die stĂ€dtische BĂŒhne aus DĂŒsseldorf. Schon bald machte sich das Theater als Shakespeare -BĂŒhne einen Namen. Im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört, entstand auf den alten Fundamenten bis 1954 das heutige Bochumer Schauspielhaus, das auch architektonisch bemerkenswert ist (Architekt: Gerhard Graubner ). Siehe auch: Schauspielhaus Bochum.

Das Theater in Bochum ist nicht zuletzt wegen seiner Intendanten berĂŒhmt.

  1. Saladin Schmitt ( 1919 – 1949 )
  2. Hans Schalla ( 1949 – 1972 )
  3. Peter Zadek ( 1972 – 1979 )
  4. Claus Peymann ( 1979 – 1986 )
  5. Frank-Patrick Steckel ( 1986 – 1995 )
  6. Leander Haußmann ( 1995 – 2000 )
  7. Matthias Hartmann ( 2000 – 2005 )
  8. Elmar Goerden (seit 2005 )

Starlight Express: Seit 1988 ist er ein Publikumsmagnet in Bochum. Siehe auch: Starlight Express

Jahrhunderthalle: Die Jahrhunderthalle ist eine der HauptspielstÀtten der RuhrTriennale. Siehe auch: Jahrhunderthalle.

Museen

Deutsches Bergbaumuseum
Deutsches Bergbaumuseum

Die Stadt Bochum beherbergt 12 Museen: Bauernhausmuseum bei Haus Kemnade, Deutsches Bergbaumuseum , Eisenbahnmuseum Dahlhausen , Heimatmuseum Helfs Hof, Kunstsammlungen und Antikenmuseum der Ruhr-UniversitÀt, Medizinhistorische Sammlung der Ruhr-UniversitÀt Bochum, Museum Bochum - Kunstsammlung, Schulmuseum, Situation Kunst, Telefonmuseum, Zeche Hannover (mit Zeche Knirps) WestfÀlisches Industriemuseum.

Museum Bochum - Kunstsammlung: Das Museum Bochum wurde 1960 in der Villa Marckhoff eröffnet. 1983 fand mit einem Neubau der dÀnischen Architekten Bo und Wohlert eine Erweiterung statt. Die Sammlung umfasst zum einem deutsche Kunst nach 1945 und zum anderen internationale Kunst des 20. Jahrhunderts . Siehe auch: Museum Bochum - Kunstsammlung und Stadtpark Bochum.

Deutsches Bergbau-Museum: Das Deutsche Bergbau-Museum wurde im Jahre 1930 von der WestfĂ€lischen Berggewerkschaftskasse und der Stadt Bochum gegrĂŒndet. Es ist zudem das Zentrum der Montangeschichtsforschung in Deutschland . Der 1974 von der Dortmunder Zeche "Germania" hierher translozierte Förderturm ĂŒber dem Museum ist mittlerweile zum weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt geworden. Es besteht fĂŒr Besucher die Möglichkeit von zwei Aussichtsplattformen in 50 m und in 62 m Höhe einen Blick ĂŒber die Stadt zu werfen. In 20 Hallen werden zahlreiche Objekte aus der Bergbaugeschichte ausgestellt. Unter dem Museum befindet sich in einer Tiefe zwischen 17 und 22 das Anschauungsbergwerk. Auf einer Strecke von 2,5 km wird die Technik des Steinkohlen- und Eisenerzbergbaus bis in die neueste Zeit dargestellt. Siehe auch: Deutsches Bergbaumuseum .

Musik

Das 1919 gegrĂŒndete Orchester der Stadt Bochum hat sich im Laufe seiner Geschichte zu einem der wichtigsten Konzertklangkörper im Westen Deutschlands entwickelt. Seit 1994 wirkt Steven Sloane als Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker.

Kino

Bochum besitzt derzeit 9 Kinos, unter anderem:

  • UCI Kinowelt Ruhr-Park (Multiplex)
  • Union Kino Bochum
  • Metropolis Filmtheater
  • Endstation, Kino im Bahnhof-Langendreer
  • Casablanca Kino
  • Bofimax Bochum
  • Fiege KinoOpenAir (im Sommer)

Bauwerke

Siehe auch: Liste der Ausflugsziele und SehenswĂŒrdigkeiten im Ruhrgebiet

Bochumer Rathaus
Bochumer Rathaus

Rathaus: Mit dem Bau des Rathauses wurde 1926 begonnen. Im Jahr 1927 erfolgte die Grundsteinlegung und am 20. Mai 1931 die Eröffnung. Das GebĂ€ude besitzt einen weitgehend symmetrischen Grundriss. In der Symmetrieachse des Ratshofes liegt der Saalbau mit Nebenhöfen an beiden Seiten. Die Außenseite ist schlicht gehalten und das Eingangsportal sowie der zweistöckige Vorbau an der rechten Front sind die einzigen Fassaden-Schmuckelemente. Der Sockel des GebĂ€udes besteht aus hartem Granitstein , fĂŒr die Fassade wurde Muschelkalk verwendet und fĂŒr das Dach Schiefer . In den Fluren und ReprĂ€sentationsrĂ€umen kamen Marmor , Bronze und dunkle HolztĂ€felungen zum Einsatz. Der Rathausbau kostete die fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse große Summe von 9,25 Millionen Reichsmark . Siehe auch: Rathaus Bochum.

Brunnen und Glocken: Weitere Elemente des Innenhofs sind der Glockenturm und die aus Travertin und Bronze hergestellten Brunnen. Einer ist Fortuna gewidmet und mit symboltragenden Putten verziert: Ehering und Pantoffel stehen fĂŒr EheglĂŒck, der Apfel symbolisiert Fruchtbarkeit, das leere Portemonnaie Optimismus und Seifenblasen die Illusion.

Das Glockenspiel besteht aus 28 Gussstahlglocken mit einem Gesamtgewicht von 2.300 Kilogramm, jede zwischen 375 und 4 Kilogramm. Es handelt sich dabei um das erste aus Gussstahl hergestellte Glockenspiel der Welt. Die Glocke vor dem Rathaus war 1867 als grĂ¶ĂŸte von vier Glocken eine Attraktion auf der Weltausstellung in Paris. Gegossen wurde sie vom Bochumer Verein fĂŒr Bergbau und Gussstahlfabrikation AG. Sie stand bis 1979 als Denkmal auf dem WerksgelĂ€nde. Die Firma Krupp ĂŒbereignete sie 1979 der Stadt. Bei einem Durchmesser von 3,13 Metern hat sie ein Gewicht von 15.000 Kilogramm. Da sie im Zweiten Weltkrieg beschĂ€digt wurde, kann sie nicht mehr gelĂ€utet werden.

Propsteikirche
Propsteikirche

Propsteikirche St. Peter und Paul: Die Propsteikirche ist die Ă€lteste Kirche Bochums. Bereits zwischen 785 und 800 wurde von Kaiser Karl dem Großen auf dem GelĂ€nde ein Reichshof angelegt und seitdem mehrfach umgebaut. Im Innern der Propsteikirche sind zahlreiche Kunstwerke aus verschiedenen Epochen zu sehen. Hervorzuheben sind der romanische Taufstein aus der Zeit um 1175 , der Reliquienschrein der Heiligen Perpetua und ihrer Sklavin Felicitas, sowie der Hochaltar mit seiner Christusfigur aus dem Jahr 1352 . Siehe auch: Propsteikirche St. Peter und Paul .

Pauluskirche: Protestanten und Katholiken hatten sich nach der Reformation zunĂ€chst lange und nicht immer einvernehmlich die einzige Kirche Bochums, die heutige katholische Propsteikirche, geteilt. 1655 begann die lutherische Gemeinde mit Bau eines eigenen Gotteshauses. Das schlichte RenaissancegebĂ€ude wurde bis 1659 mit Spenden aus Holland , Schweden , Kurland und DĂ€nemark errichtet. Ihren Namen erhielt die Pauluskirche erst nach 1874 , als die Christuskirche am Rathaus gebaut worden war. Die Pauluskirche brannte infolge eines Bombenangriffs am 12. Juni 1943 bis auf die Außenmauern nieder, wurde aber nach dem Krieg wieder aufgebaut, dabei erhielt das GebĂ€ude sein heutiges, einer mittelalterlichen Dorfkirche entsprechendes Aussehen. Um die Pauluskirche im Stadtbild besser zur Wirkung zu bringen, wurde ihr Turm 1949 erhöht, ein kleiner Platz geschaffen und die unmittelbare Nachbarbebauung niedrig gehalten. Die modernen Fenster im Altarraum, um 1960 geschaffen vom Bochumer KĂŒnstler K. Willy Heyer, zeigen die drei Stationen der Wandlung des Saulus zum Paulus, dem Namenspatron der Kirche. 1974 wurde der Innenraum erneut nach PlĂ€nen von Kurt Peter Kremer umgestaltet.

Das Mahnmal des Friedens neben der Kirche , die sogenannte Â»Trauernde Alte«, stammt von dem Kölner Bildhauer Gerhard Marcks. Es soll an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und an den Bombenangriff auf Bochum am 4. November 1944 erinnern. Das Denkmal wurde 1955 enthĂŒllt und ist aus Basaltlava gehauen. Dargestellt ist eine alte Frau, die – wohl vergeblich – nach jemandem ausschaut hĂ€lt.

Christuskirche
Christuskirche

Christuskirche: Die Christuskirche (errichtet 1877 - 1878 ) wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf den Turm zerstört. Der Architekt Dieter Oesterlen fĂŒgte in den 1950er Jahren einen modernen Kirchenneubau hinzu. Siehe auch: Christuskirche Bochum .

Marienkirche: Mit ihrem ungefĂ€hr 70 Meter hohen neugotischen Spitzhelm dominiert die Kirche (erbaut von 1868 bis 1872 ), die sich unmittelbar an den Stadtkern anschließende Stadterweiterung nach Westen. Im Mai 2000 wurde kirchenintern bekannt, dass die Verantwortlichen der Gremien der St. Marien-Kirche Bochum-Mitte, Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat unter Pfarrer Gerhard SchĂŒrmann (Pfarrei St. Meinolphus & Mauritius), den Abriss des altehrwĂŒrdigen Gotteshauses beschlossen hatten. Das letzte Hochamt in der Pfarrkirche fand am 22. September 2002 statt. Seitdem steht das GebĂ€ude leer, die wertvollen Wandmosaiken der Turmnischen wurden einfach abgeschlagen und sind dabei zum grĂ¶ĂŸten Teil zerbrochen, die farbigen Glasfenster wurde ausgebaut. Das weitere Schicksal der Kirche ist ungewiss.

Zeiss-Planetarium
Zeiss-Planetarium

Planetarium: Das Planetarium befindet sich in an der Castroper Straße in Bochum. Das GebĂ€ude hat einen Durchmesser von rund 20 Metern und eine ProjektionsflĂ€che von etwa 600 mÂČ. KernstĂŒck der Anlage ist der Planetar . Das erste GerĂ€t dieser Art in Europa hat im April 2000 in Bochum seinen Dienst angetreten. Das Planetarium bietet mehrere unterschiedliche Programme an, auch speziell fĂŒr Schulklassen. Siehe auch: Zeiss Planetarium Bochum.

Sternwarte, das "Cap Kaminski"
Sternwarte, das "Cap Kaminski"

Sternwarte: Die Sternwarte im Stadtteil Sundern bietet freitags zwischen 19:30 und 21:30 die Möglichkeit zur Sternbeobachtung. HierfĂŒr stehen zahlreiche Teleskope zur VerfĂŒgung. Siehe auch: Sternwarte Bochum.

Jahrhunderthalle: Die "Jahrhunderthalle" wurde als Ausstellungshalle des Bochumer Vereins fĂŒr die DĂŒsseldorfer Gewerbeausstellung 1902 gebaut und anschließend als GeblĂ€semaschinenhalle fĂŒr die Hochöfen des Bochumer Vereins wiederverwendet. Sie wurde mehrfach erweitert, der Name Jahrhunderthalle bezeichnet heute das gesamte Bauwerk, das sich ĂŒber eine FlĂ€che von 8900 mÂČ erstreckt. Seit ihrer Sanierung wird die Halle fĂŒr Veranstaltungen genutzt, wie etwa die RuhrTriennale. Mittlerweile ist sie das Zentrum des neuen Westparks. Der Westpark wurde im ersten Bauabschnitt 1999 eröffnet und soll bis Ende 2006 fertiggestellt werden. In unmittelbarer Nachbarschaft der Jahrhunderthalle soll in KĂŒrze das Konzerthaus der Bochumer Symphoniker nach einem Entwurf von Thomas van den Valentyn entstehen. Siehe auch: Jahrhunderthalle.

Kuhhirte
Kuhhirte

Kuhhirten-Denkmal: Das zwischen Propsteikirche St. Peter und Paul und Pauluskirche stehende Denkmal zeigt Fritz Kortebusch mit seinem Hund, den letzten Kuhhirten von Bochum, der das Vieh der BĂŒrger auf die Vöde (stĂ€dtisches Weideland) trieb. Die Originalfigur von 1908 wurde im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. 1962 wurde eine Neufassung angefertigt. Siehe auch: Fritz Kortebusch.

Kemnader See: Dieser Stausee an der Ruhr dient vorwiegend der Wasserwirtschaft und der Naherholung. Siehe auch: Kemnader See.

Wasserburg Haus Kemnade: Die Wasserburg wurde im 17. Jahrhundert an der Ruhr erbaut. In ihr befindet sich die Musikinstrumentensammlung Hans und Hede Grumbt mit mehr als 500 Instrumenten und Spieluhren. Ebenfalls in der Burg zu sehen ist die Ostasiatika-Sammlung von Kurt Ehrich. Östlich der Burg befindet sich in einem Fachwerkhaus das Bauernhausmuseum. Das GebĂ€ude aus dem Jahr 1800 wurde im Zuge von Renovierungsarbeiten erst Anfang der 1970er Jahre hier wieder aufgebaut. Es zeigt bĂ€uerliches Kulturgut aus dem 16. bis 18. Jahrhundert . Siehe auch: Haus Kemnade.

Stiepeler Dorfkirche Um 1008 wurde eine kleine Saalkirche erbaut. Der Bau wurde von GrÀfin Imma von Stiepel, einer Verwandten von Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde , veranlasst. Zwischen 1130 und 1170 wurde die alte Kirche durch eine romanische Basilika ersetzt. Von dieser Kirche sind heute noch der Turm und das Mittel- und Querschiff erhalten. Von 1150 bis 1200 wurden zahlreiche romanische Wand- und Deckenmalereien im Innenraum der Kirche angefertigt. Siehe auch: Stiepeler Dorfkirche.

Ruhr-Park: Der Ruhr-Park wurde im November 1964 eröffnet und in mehreren Bauabschnitten auf gegenwĂ€rtig etwa 126.000 mÂČ erweitert. Er war das erste Einkaufszentrum dieser Art in Deutschland. Siehe auch:: Ruhr-Park.

Ruhrstadion: Das Ruhrstadion ist das Stadion des VfL Bochum. Es wurde zwischen MĂ€rz 1976 und Juli 1979 erbaut und mit einem Spiel gegen die SG Wattenscheid 09 eingeweiht. Es verfĂŒgt ĂŒber 32.645 ZuschauerplĂ€tze, davon 16.756 SitzplĂ€tze. Siehe auch: Ruhrstadion.

Eisenbahnmuseum Dahlhausen: Das Eisenbahnmuseum liegt auf dem GelĂ€nde des ehemaligen Eisenbahn-Betriebswerkes Bochum-Dahlhausen. Die Anlage wurde 1916 - 1918 errichtet. Da Ende der 1960er Jahre die Kohleförderung im sĂŒdlichen Ruhrgebiet unrentabel wurde und die Zechen schlossen, somit auch der Bahnbetrieb in diesem Bereich zurĂŒckging, wurde das Betriebswerk ĂŒberflĂŒssig. Es wurde am 1. August 1969 als selbstĂ€ndige Dienststelle geschlossen und teilweise zurĂŒckgebaut. Die GĂŒterwagenausbesserung wurde 1982 eingestellt. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Eisenbahngeschichte e.V. konnte die Anlagen ab dem Jahr 1968 schrittweise wieder in den Betriebszustand zurĂŒckversetzen und das Museum in der heutigen Form aufbauen. Siehe auch: Eisenbahnmuseum Dahlhausen .

Der Haupteingang des Friedhofes
Der Haupteingang des Friedhofes

Hauptfriedhof Freigrafendamm: Der im Stadtteil Altenbochum liegende Friedhof ist der grĂ¶ĂŸte der Stadt. Er wurde in den 20er Jahre gĂ€rtnerisch geplant, wobei die Bauwerke im Eingangsbereich erst zwischen 1935 und 1939 fertig gestellt wurden. Die dabei entstanden GebĂ€ude wie das Eingangstor, die große und die kleine Trauerhalle sowie das Krematorium geben am deutlichsten den Baustil des Nationalsozialismus wieder. Im zweiten Weltkrieg nutzte das Regime die GebĂ€ude als Kulisse fĂŒr die zentralen Trauerfeiern fĂŒr die im Bombenkrieg umgekommen Bochumer Einwohner. Neben der Zivilbevölkerung und einer Reihe deutscher Soldaten wurden auf dem Friedhof insgesamt 1.720 Zwangsarbeiter aus der ehemaligen Sowjetunion beerdigt, die im Krieg in erster Linie in der RĂŒstungsindustrie eingesetzt waren. An sie erinnert heute ein Mahnmal in Lateinischer und Kyrillischer Schrift .

Sport

Das Löwendenkmal
Das Löwendenkmal

Überregionale Bedeutung im Sport hĂ€lt Bochum durch die Fußballmannschaften des VfL Bochum und der SG Wattenscheid 09, den deutschen Meister im Steeldart DSC Bochum , die Handballerinnen von Teutonia Riemke , die Leichtathleten und Sportgymnastinnen des TV Wattenscheid 01 sowie die Bochum Cadets (Herren) und Bochum Miners (Frauen), die im American Football erfolgreich sind.

Gastronomie

Das Bermudadreieck ist mit 60 gastronomischen Betrieben das wichtigste Kneipenzentrum des Ruhrgebiets. Über drei Millionen GĂ€ste besuchen die Kneipenmeile pro Jahr. Im Sommer kommen bis zu 30.000 GĂ€ste pro Tag, bei großen Ereignissen wie dem Festival Bochum Total, das jĂ€hrlich am ersten Wochenende der nordrhein-westfĂ€lischen Sommerferien stattfindet, kommen bis zu 400.000 Besucher pro Tag. Bochum ist Standort vieler Diskotheken, zum Beispiel dem Kulturzentrum Bahnhof Langendreer und der Zeche Bochum.

Das Rotlichtviertel der Stadt befindet sich am westlichen Rand der Innenstadt in der NĂ€he der FertigungsstĂ€tten des Bochumer Vereins. Die dortigen Einrichtungen tragen im Volksmund die Bezeichnungen „Gurke“, „Eierberg“ oder auch derbe „Riemenwalzwerk“.

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

  • April: Bochumer Orgeltage
  • April: Bochumer Maiabendfest(letztes Aprilwochenende)
  • Mai: Figurentheater der Nationen (Fidena)
  • Juli: Rubissimo - Sommerfest der Ruhr-UniversitĂ€t
  • Juni: Ruhrgebiets-Amateurtheatertreffen
  • Juni: Kemnade international
  • Juli: Bochum Total (am ersten Wochenende der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen)
  • Juli/August: Sparkassen Giro Bochum (zwei Wochen nach Abschluss der Tour de France )
  • Oktober: Oktobermarkt
  • November: Kinder- und Jugendtheatertage
  • Dezember: Weihnachtsmarkt

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Schiene / ÖPNV

Die Stadt ist ĂŒber zahlreiche Eisenbahnverbindungen an die umliegenden StĂ€dte angeschlossen und hat insgesamt 8 Bahnhöfe. Zudem verkehren mehrere RegionalBahn - und RegionalExpresslinien , sowie zwei S-Bahnlinien (S1 und S3). In der Stadt gibt es eine grĂ¶ĂŸtenteils unterirdische Stadtbahn-Linie (U35 von Bochum Hustadt nach Herne Schloss StrĂŒnkede), sowie 5 Straßenbahnenlinien, die in der Innenstadt ebenfalls unterirdisch fahren, ebenso wie zahlreiche Buslinien durch die BOGESTRA im Rahmen des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) betrieben. Der Hauptbahnhof ist regelmĂ€ĂŸiger ICE - und IC -Halt der ĂŒber das Ruhrgebiet verlaufenden Linien. Er wird derzeit einer umfangreichen Sanierung und Modernisierung unterzogen.

Straße

Bochumer Ring im Bereich des Heusnerviertels
Bochumer Ring im Bereich des Heusnerviertels

Im Stadtgebiet von Bochum verlaufen drei Bundesautobahnen A 40 , A 43 und A 44 sowie eine Stadtautobahn, der Bochumer Ring , die ehemalige NS 7, die heute in ihren Teilabschnitten nach den Bochumer PartnerstĂ€dten ( Sheffield , Oviedo , Nordhausen, Donezk ) benannt ist. Zudem durchqueren etliche Bundesstraßen die Stadt (zum Beispiel die B 51). Derzeit ist eine Verbindung von A44 und A40 ĂŒber die ehemalige NS 7 geplant, die sogenannte Opel-Spange . DarĂŒberhinaus soll die A 40 bis Essen sechsspurig ausgebaut werden. Diese PlĂ€ne sind bereits seit den 1990er Jahren beschlossen, ursprĂŒnglich, um eine bessere Anbindung des Opel Werks 1 im Stadtteil Laer an das Verkehrsnetz zu gewĂ€hrleisten. Nach der Diskussion vom Oktober 2004 ĂŒber eine mögliche Schließung des Opel-Standortes Bochum, ist der Ausbau momentan wieder fraglich.

Wasser

Als eine der wenigen StĂ€dte des Ruhrgebiets ist Bochum nicht direkt an das deutsche Bundeswasserstraßennetz angebunden. Eine Anbindung besteht ĂŒber Herne im Norden an den Rhein-Herne-Kanal. Über die im SĂŒden der Stadt gelegen Ruhr hat man mit kleineren Booten die Möglichkeit ĂŒber Schleusen an den Rhein zu gelangen. Die Schifffahrt fĂŒr die Industrie wurde schon lange eingestellt.

Luft

Die nĂ€chstgelegenen FlughĂ€fen befinden sich in Dortmund, Essen/MĂŒlheim und DĂŒsseldorf und sind ĂŒber Autobahnen zu erreichen. Zum Flughafen in DĂŒsseldorf besteht ĂŒber ICE -, IC -, RE- und S-Bahnlinien eine direkte Verbindung. Weitere erreichbare Luftverkehrsanbindungen sind der Konrad-Adenauer-Flughafen in Köln, der Flughafen Niederrhein im Raum Kleve, im MĂŒnsterland der Flughafen MĂŒnster-OsnabrĂŒck sowie der Flughafen Paderborn/Lippstadt im Osten.

AnsÀssige Unternehmen

Medien

Zeitungen

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung " WAZ " und die Ruhr Nachrichten erscheinen mit eigenen Lokalausgaben. Außerdem erscheint Mittwochs und Samstag das kostenlose Lokalblatt " Stadtspiegel ". Eine Alleinstellung hat die kostenlose " Langendreerer Dorfpostille ", die 1981 im Zuge soziokultureller ZeitschriftengrĂŒndungen (1976 "Guckloch" spĂ€ter in "Prinz" umbenannt, 1978 " Marabo ", 1982 "Terminal", 1983 " coolibri ") ins Leben gerufen wurde. Sie realisiert noch heute ihr urspĂŒngliches Konzept einer politischen Gegenöffentlichkeit bezogen auf einen begrenzten lokalen Raum.

Hörfunk

Seit 1990 sendet " Radio 98.5 " (ehemals Ruhrwelle Bochum) ein lokales Radioprogramm in Kooperation mit Radio NRW in Oberhausen. Chefredakteurin ist Andrea Donat. FĂŒr den Bereich Sport zustĂ€ndig ist Michael Ragsch. Moderatoren der FrĂŒhsendung "Hallo Wach" sind Alexander Brauer und Ansgar Borgmann. Kultcharakter hat Fußball-Reporter GĂŒnther Pohl ("Tooor im Ruhrstadion") erlangt.

Seit 1997 sendet "CT das radio" (erstes Campusradio auf eigener Frequenz in NRW) ein lokales Radioprogramm auf der Frequenz 90 MHz. Zuvor war "Radio c.t." ein Programmelement im BĂŒrgerfunk der Ruhrwelle gewesen.

Onlinezeitungen

Mein-Bochum beschĂ€ftigt sich fast ausschließlich mit Lokalpolitik, wĂ€hrend Bo-Alternativ auch kulturelle Themen aufgreift und verschiedene Serviceseiten anbietet. Stud.rub.de hingegen legt den Schwerpunkt auf studentische Interessen, dort sind vor allem Terminhinweise fĂŒr Party, Spaß und Kultur zu finden.

Öffentliche Einrichtungen

  • Bergbau-Berufsgenossenschaft
  • Bundesknappschaft
  • Industrie- und Handelskammer im mittleren Ruhrgebiet zu Bochum - Kammerbezirk: Kreisfreie StĂ€dte Bochum und Herne sowie die StĂ€dte Hattingen und Witten des Ennepe-Ruhr-Kreises

siehe auch: St. Josefs-Hospital Bochum-Linden

Bildung

Audi Max der Ruhr-UniversitÀt Bochum
Audi Max der Ruhr-UniversitÀt Bochum
Fachhochschule Bochum
Fachhochschule Bochum

In Bochum befinden sich die folgenden sechs Hochschulen:

  • Ruhr-UniversitĂ€t Bochum, eine der grĂ¶ĂŸten UniversitĂ€ten Deutschlands, gegrĂŒndet 1965
  • Fachhochschule Bochum, gegrĂŒndet 1972 aus mehreren VorgĂ€ngereinrichtungen, unter anderen der Staatlichen Ingenieurschule fĂŒr Maschinenwesen, der Staatlichen Ingenieurschule fĂŒr Bauwesen Recklinghausen und der Höheren Wirtschaftsschule Bochum
  • Technische Fachhochschule Georg Agricola - Die Hochschule geht zurĂŒck auf die 1816 gegrĂŒndete Bochumer Bergschule. 1971 wurde die Fachhochschule Bergbau errichtet, die 1990 in die TrĂ€gerschaft der Deutschen Montan Technologie-Gesellschaft fĂŒr Lehre und Bildung mbH (DMT-LB) ĂŒberfĂŒhrt wurde. Seit 1995 trĂ€gt die Fachhochschule ihren heutigen Namen.
  • Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe - Die 1971 staatlich anerkannte Fachhochschule geht auf mehrere kirchliche und diakonische Einrichtungen zurĂŒck.
  • Fachhochschule des Bundes fĂŒr öffentliche Verwaltung , der Fachbereich Sozialversicherung der Fachhochschule des Bundes fĂŒr öffentliche Verwaltung besitzt, neben seinem Hauptsitz in Berlin, auch einen Sitz in Bochum (bei der Bundesknappschaft).
  • Schauspielschule Bochum - Die ehemalige WestfĂ€lische Schauspielschule ist seit 1. Januar 2000 der Folkwang Hochschule in Essen angegliedert.

Daneben gibt es in Bochum mehrere Hauptschulen, Realschulen (Hans-Böckler Realschule uvm.), 11 Gymnasien (Albert-Einstein-Schule, Goethe-Schule Bochum, Graf-Engelbert-Schule, Gymnasium am Ostring, Heinrich-von-Kleist-Schule , Hellweg-Schule , Hildegardis-Schule , Lessing-Schule , MĂ€rkische Schule , Schiller-Schule und Theodor-Körner-Schule ) und 4 Gesamtschulen (z.B. Erich KĂ€stner-Schule , Heinrich-Böll-Gesamtschule , Maria Sibylla Merian-Gesamtschule und Willy-Brandt-Gesamtschule). Das Louis-Baare-Berufskolleg wird von ĂŒber 3.000 SchĂŒlern besucht.

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

Die Stadt Bochum hat folgenden Personen das EhrenbĂŒrgerrecht verliehen (Auflistung chronologisch nach Verleihung):

  • 1846 : Johannes KĂ€mper, Lehrer
  • 1876 : Hermann Schultz, Justizrat und Rechtsanwalt
  • 1885 : Otto von Bismarck , Reichskanzler
  • 1887 : Louis Baare , Geheimer Kommerzienrat und Stadtverordneter
  • 1904 : Hermann Pieper, Bergrat und Bergwerksdirektor
  • 1917 : Paul von Hindenburg , Generalfeldmarschall und spĂ€terer ReichsprĂ€sident
  • 1925 : Fritz Graff, OberbĂŒrgermeister
  • 1933 : Adolf Hitler , FĂŒhrer und Reichskanzler (1984 offiziell vom Rat der Stadt wieder aberkannt)
  • 1933 : Josef Wagner , Gauleiter der NSDAP
  • 1944 : Saladin Schmitt, Generalintendant
  • 1962 : Dr. jur. Karl Rawitzki, Stadtverordneter
  • 1965 : Dr. jur. Franz Geyer, OberbĂŒrgermeister
  • 1969 : Fritz Heinemann, OberbĂŒrgermeister
  • 1975 : Fritz Claus, OberbĂŒrgermeister
  • 1976 : Dr. Gerhard Petschelt, Oberstadtdirektor

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1686 , 30. Mai , Graf Heinrich Johann Friedrich Ostermann , (russisch Andrej Iwanowitsch), † 25. Mai 1747 in Beresow (Sibirien), russischer Diplomat und Staatsmann
  • 1740 Heinrich Dietrich von Grolman (* 31.12.1740 in Bochum, † 21.10.1840 in Berlin)
  • 1867 , 7. Dezember , Wenceslaus Straussfeld , † 27. Juli 1933 , GrĂŒnder des Kolleg St. Ludwig in den Niederlanden
  • 1880 , 9. Mai , Heinrich Schmiedeknecht, † 4. August 1962 in Bochum, Architekt
  • 1895 , 21. Dezember , Hermann Stopperich , † 6. Januar 1952, Politiker ( SPD ), MdB
  • 1896 , 7. Januar , August Oppenberg , † 16. August 1977 in Schermbeck, Maler
  • 1900 , 21. April , Hans Fritzsche , † 27. September 1953 in Köln, Journalist und TrĂ€ger verschiedener Funktionen im Reichsministerium fĂŒr VolksaufklĂ€rung und Propaganda
  • 1902 , 1. August , Dr. Siegfried Balke, † 11. Juni 1984 in MĂŒnchen, Politiker (CSU), MdB , Bundesminister fĂŒr das Post- und Fernmeldewesen (1953-1956), Bundesminister fĂŒr Atomenergie und Wasserwirtschaft (1956-1962), PrĂ€sident der Bundesvereinigung der Deutschen ArbeitgeberverbĂ€nde BDA (1964-1969)
  • 1917 , 21. Oktober , Heinz Oskar Vetter , † 18. Oktober 1990 in MĂŒlheim/Ruhr, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB (1969-1982)
  • 1918 , 4. August , Claus Holm , † 21. September 1996, Schauspieler (u.a. Hasso in Raumpatrouille )
  • 1921 , 15. Juni , Heinz Kaminski , † 17. Februar 2002 in Arnsberg, Chemie-Ingenieur und Radioastronom, Leiter von "Kap Kaminski")
  • 1924 , 9. MĂ€rz , Peter Scholl-Latour , Journalist, Publizist und Buchautor
  • 1925 , 25. September , Hans Matthöfer , Bundesminister fĂŒr Forschung und Technologie (1974-1978), Bundesfinanzminister (1978-1982), Bundesminister fĂŒr das Post- und Fernemeldewesen (1982)
  • 1927 , 9. Mai , Manfred Eigen , Physikchemiker (1967 Nobelpreis fĂŒr Chemie)
  • 1927 , Friedrich GrĂ€sel , KĂŒnstler
  • 1929 , 4. Februar , Friedhelm Busse , Neonazi, bis zum Verbot Vorsitzender der rechtsextremen FAP , NPD-Mitglied
  • 1932 , 20. Juli , Otto Schily , Bundesinnenminister (1998-2005)
  • 1937 , 7. November , Konrad Schily , Politiker und seit 2005 MdB
  • 1940 , 18. Januar , Martin Kayenburg, Politiker, LandtagsprĂ€sident von Schleswig-Holstein
  • 1940 , 7. Juli , Wolfgang Clement, ehemaliger MinisterprĂ€sident von Nordrhein-Westfalen, Bundesminister fĂŒr Wirtschaft und Arbeit (2002-2005)
  • 1948 , 16. November , Norbert Lammert , BundestagsprĂ€sident
  • 1949 , 27. Oktober , Hans-Joachim Horn-Bernges , Schlagerkomponist ("Hello again", "Jenseits von Eden"), Texter und SĂ€nger
  • 1952 , 12. Februar , Heinz-Josef Koitka , ehemaliger Bundesliga -Profi bei Hamburger SV
  • 1955 , Hans Werner Olm , Kabarettist
  • 1958 , Ute Thimm , Leichtathletin
  • 1962 , Ingo Naujoks , Schauspieler
  • 1963 , Thomas Hermanns , Kabarettist
  • 1966 , 31. Mai , Frank Goosen , Schriftsteller, Kabarettist
  • 1968 , 26. Februar , Hennes Bender , Kabarettist
  • 1970 , 15. Februar Mark Warnecke , Weltrekordhalter im 50m Brustschwimmen
  • 1972 , 4. April , Bastian Pastewka , Schauspieler und Komödiant
  • 1975 , 7. Januar , Michael Wurst , SĂ€nger
  • 1975 , 12. August , Patrick Joswig , Schauspieler

Sonstige

DarĂŒber hinaus sind die folgenden Personen untrennbar mit Bochum verbunden, sie sind aber anderenorts geboren:

  • Carl Arnold Kortum, * 5. Juli 1745 in MĂŒlheim an der Ruhr, † 15. August 1824 in Bochum, Arzt und Schriftsteller
  • Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer , Arzt und BegrĂŒnder der Mikrotherapie , *12. November 1952 in Clausthal-Zellerfeld, Bruder von Herbert Grönemeyer , aufgewachsen in Bochum
  • Herbert Grönemeyer , Schauspieler und SĂ€nger (unter anderem des Liedes "Bochum"), * 12. April 1956 in Göttingen, Bruder von Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer , aufgewachsen in Bochum
  • Else Hirsch * 29. Juli 1889 in BĂŒtzow, Schwerin; † im Ghetto Riga , jĂŒdische Lehrerin, die in der Zeit des Nationalsozialismus Kindertransporte nach England organisierte
  • Alexander Hofmann , 25. Mai 1980 in Mindelheim, Sportler (Motorradrennsport)
  • Max Imdahl , * 6. September 1925 in Aachen, † 11. Oktober 1988 in Bochum, Kunsthistoriker
  • Tana Schanzara , * 19. Dezember 1925 in Kiel, Schauspielerin am Bochumer Schauspielhaus
  • Jochen Malmsheimer , *27. Juli 1961 in Essen, aufgewachsen in Bochum, Kabarettist
  • Carlos Otto alias Dr. C. Otto, *1838 in Mexico, † 13. November 1897, Chemiker (SchĂŒler Liebigs).
  • Armin Rohde , *4. April 1955 in Gladbeck, Schauspieler
  • Ralf Richter , *17. August 1957 in Essen, Schauspieler
  • AndrĂ© Tanneberger , *26. Februar 1973 in Freiberg (Sachsen), lebt und arbeitet als DJ und Produzent in Bochum. Besser bekannt unter seinem KĂŒnstlernamen ATB
  • Claude-Oliver Rudolph , *30. November 1956 in Frankfurt a.M. , Schauspieler
  • Mambo Kurt , bĂŒrgerlich Rainer Limpinsel, *11. April 1967 in Hagen), Musiker und Alleinunterhalter
  • Johann Joachim Schlegel, * 27. September 1821 in Bergtheim, Franken, † 13. April 1880 in Bochum, Bierbrauer und GrĂŒnder Schlegel Brauerei AG
  • Klaus Steilmann, *12. Juni 1929 in Neustrelitz, Mecklenburg, Textilunternehmer in Bochum-Wattenscheid

Literatur

  • WestfĂ€lisches StĂ€dtebuch; Band III 2. Teilband aus "Deutsches StĂ€dtebuch. Handbuch stĂ€dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit UnterstĂŒtzung des Deutschen StĂ€dtetages, des Deutschen StĂ€dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1954
  • Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 – 1945, hrsg. von Walther Hubatsch, Band 8: Westfalen. Marburg an der Lahn, 1980.
  • Bochum, hrsg. Jochen V. Wagner und Monika Viborni. ISBN 383131036X , 2003.
  • Bochum, Stern des Ruhrgebiets, hrsg. von Th. Sprenger und H. Schmitz. ISBN 3922785794 , 2003.
  • WestfĂ€lischer StĂ€dteatlas; Band: VIII; 1 Teilband. Im Auftrage der Historischen Kommission fĂŒr Westfalen und mit UnterstĂŒtzung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hrsg. von Heinz Stoob † und Wilfried Ehbrecht.
  • Stadtmappe Bochum, Autor: Heinrich Schoppmeyer. ISBN 3-89115-168-3 ; Dortmund-Altenbeken, 2004.

Weblinks

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