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Letzte Änderung für Artikel Neviges: 29.01.2006 09:49

Neviges

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Die ehemals selbständige und aus der Herrschaft Hardenberg im Bergischen Land hervorgegangene Stadt Neviges ist seit dem 1. Januar 1975 ein Stadtteil von Velbert im Kreis Mettmann im Land Nordrhein-Westfalen in der Bundesrepublik Deutschland .

Neviges hat 20.454 Einwohner (31. Dezember 2002).

Nevigeser Wappen

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Ortschaft liegt in Niederberg im Bergischen Land zwischen den n√§chstgelegenen Gro√üst√§dten Wuppertal, Essen und D√ľsseldorf im Tal des Hardenberger Bachs.

Wappen

Das Nevigeser Wappen zeigt einen Turm des Schloss Hardenberg mit dem Wappen der Herren von Hardenberg. Das angedeutete Gew√§sser darunter bezieht sich heraldisch auf den f√ľr Neviges namensgebenden Hardenberger Bach.

Geschichte

Der Wallfahrtsdom von Neviges
Der Wallfahrtsdom von Neviges

Der Ortsname ist abgeleitet von Navigisa, der Bezeichnung des Hardenberger Bachs. Beide Namensbestandteile (nava, gisa) bedeuten soviel wie Gewässer, Fluss. Erstmals erwähnt wird die Ortschaft 1220 als Bestandtteil der unabhängigen Herrschaft Hardenberg.

Zum Ortsgebiet geh√∂ren damals 13 Bauerschaften. Bereits 1354 wird die Herrschaft jedoch von ihrem damaligen Inhaber, dem Ritter Heinrich von Hardenberg, aus finanziellen Gr√ľnden an den Grafen Gerhard von J√ľlich-Berg und Ravensberg verkauft. Nach 142 Jahren, w√§hrend derer Hardenberg von bergischen Amtleuten verwaltet wurde, geht Neviges 1496 als erbliches Lehen an Bertram von L√ľtzerode √ľber.

Als Unterherrschaft bewahrt sich der Ort eine gewisse Selbst√§ndigkeit; Steuer- und Gerichtshoheit verbleiben etwa bis 1806 in Hardenberg. √Ąhnliches kommt auch in einer st√§rkeren Unabh√§ngigkeit gegen√ľber den Landesherren zum Ausdruck, die sich unter anderem darin zeigt, dass sich die Nevigeser bereits 1551 das Recht erkaufen k√∂nnen, ohne Einspruch der Herrschaft zu heiraten. 1573 konnten sie zudem die Abl√∂sung von Hand- und Spanndiensten, 1615 die Einschr√§nkung der Wachtdienste erwerben.

Im Gefolge der Reformation wird Neviges 1589 zum Tagungsort der ersten Bergischen Synode. Der damalige Inhaber der Herrschaft Wilhelm von Bernsau und seine Nachfolger werden bis zu ihrer R√ľckkehr zum Katholizismus im Jahre 1649 zu Schutzherren der Reformation .

Auf eine angebliche Marienerscheinung des Dorstener Franziskanerm√∂nches Antonius Schirley geht die Stellung von Neviges als Wallfahrtsort zur√ľck. Als der F√ľrstbischof von Paderborn und M√ľnster, Ferdinand von F√ľrstenberg, nach schwerer Krankheit unerwartet seine Gesundheit wiedererlangt, unternimmt er zum Dank eine Pilgerfahrt nach Neviges und finanziert auch die Fertigstellung des dort als Teil einer katholischen Gegenbewegung bereits im Bau befindlichen Franziskanerklosters . 1688 wurde die Pilgerfahrt durch den K√∂lner Generalvikar offiziell genehmigt. Durch Papst Klemens XII. wurde allen Hardenberg-Pilgern v√∂lliger S√ľndenablass versprochen.

Bereits 1847 beginnt in Neviges durch die Prinz-Wilhelm-Bahn zwischen (Essen-)Steele und (Wuppertal-)Vohwinkel das Zeitalter der Eisenbahn . Der alte, seit dem 27. April 2003 stillgelegte Bahnhof hat sich bis heute erhalten und steht unter Denkmalschutz . In der Folge der Industrialisierung wird 1861 von der Firma David Peters eine ‚ÄěUnterst√ľtzungskasse f√ľr Krankheit und Sterbef√§lle‚Äú eingef√ľhrt, die heute noch als vorbildlicher Schritt zu einer betrieblichen Sozialabsicherung gilt.

1894 von seinem urspr√ľnglichen Namen Hardenberg in Hardenberg-Neviges umbenannt, erh√§lt die Ortschaft im Jahre 1922 Stadtrechte; dreizehn Jahre sp√§ter erfolgt die endg√ľltige Umbenennung in Neviges. Langenberg, urspr√ľnglich Bestandteil des Gemeindeverbands, hatte sich bereits 1859 von Neviges getrennt.

1968 wird der von dem Architekten Gottfried B√∂hm als gro√ües Zelt konzipierte Nevigeser Wallfahrtsdom fertiggestellt und erh√§lt den Namen ‚ÄěMaria, K√∂nigin des Friedens‚Äú.

Im Rahmen der nordrheinwestfälischen Gemeindereform verliert Neviges 1975 seine Stadtrechte und wird mit den Nachbarorten Velbert und Langenberg zu einer Stadt vereinigt. Der bis dahin zur Stadt Neviges gehörende Ortsteil Dönberg fällt an Wuppertal.

Religionen

In Neviges gibt es seit Jahrhunderten, f√ľr einen katholischen Wallfahrtsort ungew√∂hnlich, eine evangelische Mehrheit. Die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Neviges trifft sich in der von einem Oval von Fachwerkh√§usern umgebenen Stadtkirche und der im Ortsteil Siepen in den 60er Jahren erbauten Kirche. √Ėkumenisch sind u.a. das Sternsingen und das Pfarrgemeindefest.

Politik

Da Neviges heute Teil der Stadt Velbert ist, werden nur noch politische Entscheidungen auf niedrigster Ebene im Bezirksausschuss Neviges getroffen.

Staatliche Einrichtungen

Im alten Rathaus der ehemaligen Stadt Neviges war bis 2005 eine Zweigstelle der Stadtverwaltung untergebracht.

Wirtschaft

Die Wirtschaft ist dominiert durch mittelständische Industriebetriebe, die u. a. in der Metallverarbeitung tätig sind.

Ansässige Unternehmen

  • Erbsl√∂h Aluminium -- Aluminiumverarbeitung;
  • Helmut Mauell GmbH -- Automatisierungs- und Kommunikationstechnik
  • Herbert Dopstadt GmbH -- Elektroinstallation

Glaessner-Elektohausgeraete-Service

Verkehr

Neviges ist seit 2003 durch eine zweigleisige S-Bahn-Linie, die auf der Strecke der historischen Prinz-Wilhelm-Eisenbahn verkehrt, an die St√§dte Essen im Norden und Wuppertal im S√ľden angebunden. Von den zwei behindertengerecht ausgestatteten Haltepunkten befindet sich einer im Zentrum und einer, Velbert-Rosenh√ľgel, am s√ľdlichen Stadtrand. Die planm√§√üige Fahrtzeit vom Zentrum betr√§gt etwa 26 Minuten zum Hauptbahnhof Essen und 22 Minuten zum Hauptbahnhof Wuppertal .

Außerdem bestehen Buslinien nach Velbert, Langenberg, Wuppertal-Elberfeld und Wuppertal-Barmen. Die autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraße 224n verbindet Neviges nicht nur mit Velbert-Mitte, sondern in Wuppertal-Sonnborn auch mit der Bundesautobahn 46.

Erholungsmöglichkeiten

  • Wanderm√∂glichkeiten durch eine landschaftlich reizvolle Gegend mit W√§ldern
  • gro√ües und modernes Hallen- und Freibad mit Wellenanlage
  • Minigolfanlage am Schloss Hardenberg

Sehensw√ľrdigkeiten

  • Wallfahrtskirche Maria, K√∂nigin des Friedens, erbaut zwischen 1963 und 1968 in Gestalt eines Felsendoms, Architekt: Gottfried B√∂hm
  • Schloss Hardenberg Wasserschloss aus dem 13. Jahrhundert
  • Historischer Stadtkern aus bergischen Fachwerkh√§usern um die alte evangelische Stadtkirche

Sport

  • Am 01. M√§rz 1972 wurde der Rollsport-Club Neviges gegr√ľndet, der Mitglied im Rollsportverband Nordrhein-Westfalen ist.
  • Im Jahre 1862 wurde der NTV (Nevigeser Turnverein) gegr√ľndet, er bietet bis heute verschiedene Sportarten an, wobei die Schwerpunkte im Turnen, Handball, Leichtathletik und im Jazzdance liegen.
  • Seit 1968 gibt es den Mini-Golf-Club Neviges.
  • Seit dem Jahre 1945 gibt es den TuS Neviges, auch ein Breitensportverein, dessen Hauptaugenmerk in den Bereichen Fu√üball, Tischtennis, Tennis und Gymnastik liegen.
  • Der Schwimmverein Neviges besteht seit dem 28. Oktober 1974 und wurde als Reaktion auf den Bau des Nevigeser Schwimmbads gegr√ľndet. Neben der Schwimmausbildung ist der Verein im Wettkampfsport aktiv; sowohl Herren- als auch Damenteam waren zeitweilig in der 2. Bundesliga vertreten. Herausragende sportliche Erfolge waren die Auszeichnung zum Vize-Europameister in der Lagen-Mixed-Staffel und der Gewinn einer Bronzemedaille 1995 im italienischen Riccione durch die Freistilstaffel.

Literatur

  • Christoph Schotten: Neviges - Bewegte Zeiten. Die 50er Jahre, Gu¬≠dens¬≠berg: Wartberg-Verlag 1999.
  • Gerd Haun / Uwe Holtz / Willi Willebrand: 50 Jahre Stadtrechte Neviges, Neviges: B√ľhner-Druck 1972.
  • Kurt Wesoly: St√§dteatlas Neviges, K√∂ln B√∂hlau-Verlag 2001.

Weblinks


Koordinaten: Wallfahrtskirche 51¬į 18' 46" N, 7¬į 5' 13" O

Wikipedia

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