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Letzte Änderung für Artikel Waldfeucht: 30.01.2006 10:21

Waldfeucht

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Wappen Karte
Gemeindewappen der Gemeinde Waldfeucht Lage der Gemeinde Waldfeucht in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : K├Âln
Kreis : Heinsberg
Fl├Ąche : 30,27 km┬▓
Einwohner : 9.349 (30. Juni 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 309 Einwohner je km┬▓
H├Âhe : 31,7 - 72,7 m ├╝. NN
Postleitzahlen : 52525
Vorwahlen : 02455 u. 02452
Geografische Lage : 51┬░ 04' 0" n. Br.
05┬░ 58' 60" ├Â. L.e
Kfz-Kennzeichen : HS
Gemeindeschl├╝ssel : 05 3 70 032
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lambertusstr. 13
52525 Waldfeucht
Website: www.waldfeucht.de
E-Mail-Adresse: gemeinde@waldfeucht.de
Politik
B├╝rgermeister : Johannes von Helden ( CDU )

Waldfeucht ist eine Gemeinde des Kreises Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Waldfeucht liegt westlich von Heinsberg in der Region Selfkant zwischen den Fl├╝ssen Wurm im Osten und Maas im Westen.

Nach Westen hin bildet die Staatsgrenze zwischen dem K├Ânigreich der Niederlande und der Bundesrepublik Deutschland auf etwa 10 km L├Ąnge gleichzeitig die Gemeindegrenze. Der h├Âchste Punkt der Gemeinde (s├╝dlich des "Breuner Maares" zwischen Bocket und Breberen) liegt 72,7 m ├╝ber dem Meeresspiegel, der niedrigste Punkt der Gemeinde (Kitscher Bruch an der Gemeindegrenze zwischen Haaren und Karken) liegt 31,7 m ├╝ber dem Meeresspiegel.

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Die Ausdehnung von Norden nach S├╝den betr├Ągt etwa 8,5 km, die Ausdehnung von Westen nach Osten etwa 6,0 km.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Waldfeucht geh├Âren die Orte Bocket, Braunsrath, Br├╝ggelchen, Frilinghoven, Haaren, Hontem, L├Âcken, Obspringen, Sch├Ândorf, Selsten und Waldfeucht.

Geschichte

Siedlungsspuren und vorgeschichtliche Begr├Ąbnispl├Ątze belegen die Anwesenheit von Menschen im Gemeindegebiet Waldfeucht seit dem 4. Jahrtausend v. Chr., als unsere Vorfahren sesshaft wurden und begannen, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Die heutigen Ortschaften der Gemeinde sind entweder fr├Ąnkische Siedlungen des 6./7. Jahrhunderts oder sie entstanden als Rodesiedlungen im 9./10. Jahrhundert. Sie werden alle schon in Urkunden des 12. und 13. Jahrhunderts erw├Ąhnt.

Die Ortschaft Waldfeucht war schon im 13. Jahrhundert der bedeutendste Ort ├╝ber die heutigen Gemeindegrenzen hinaus, f├╝hrte die Bezeichnung "Stadt" und besa├č Marktrechte. Die Lage an der R├Âmerstra├če Heerlen -Xanten und an der Stra├če, die von Heinsberg durch das Echter Bruch ins Maasland f├╝hrte, hat wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen und f├╝hrte dazu, dass Waldfeucht von den rivalisierenden Herrschaften Geldern, Burgund , Brabant und Heinsberg jahrhundertelang sehr begehrt war. Die heute durch Heckenwege und Bauerng├Ąrten gepr├Ągten Befestigungsanlagen rund um Waldfeucht, die aus Wall, Graben und zwei im letzten Krieg zerst├Ârten Stadttoren bestanden, sind Zeugen dieser bewegten Zeiten.

Der Waldreichtum und die fruchtbaren Ackerb├Âden bildeten die Grundlage f├╝r das Wirtschaftsleben der Gemeinde im Mittelalter . Schon sehr fr├╝h lie├čen sich Handwerks- und Handelsbetriebe in Waldfeucht nieder, von denen das Gerber - und das Braugewerbe bis in unsere Zeit betrieben wurden. Das Schlosser- und Schmiedehandwerk stand im 16. Jahrhundert in Waldfeucht in hoher Bl├╝te. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde in Waldfeucht auch die Leinen - und Samtweberei betrieben.

Durch die Grenzziehung, die der Wiener Kongress im Jahre 1815 festlegte, wurde ein in Jahrhunderten gewachsener Kultur- und Wirtschaftsraum zerschnitten. Waldfeucht kam zur preu├čischen Rheinprovinz und wurde Grenzort.

Die Gemeinde Waldfeucht wurde am 1. Januar 1972 aus dem damaligen Amt Waldfeucht mit den amtsangeh├Ârigen Gemeinden Braunsrath, Haaren und Waldfeucht sowie aus den Ortsteilen Haas und Haaserdriesch der damaligen Gemeinde Kirchhoven gebildet.

Durch die ├ľffnung der europ├Ąischen Binnengrenzen am 1. Januar 1993 haben sich neue Perspektiven f├╝r die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Waldfeucht er├Âffnet.

Sie ist heute eine attraktive Wohngemeinde mit hohem Freizeitwert.

Chronik

	ab 4000 v. Chr. 	Besiedlung des Gemeindegebietes durch Bodenfunde
				nachgewiesen

	um 400 v. Chr. 		Einwanderung der Eburonen

	53 v. Chr. 		C├Ąsars Legionen vernichten die Eburonen; Germanenst├Ąmme
				werden angesiedelt

	bis 400 n Chr. 		R├Âmische Verwaltung, die r├Âm. Staatsstra├če Heerlen -
				Xanten ber├╝hrt Waldfeucht

	um 500 			Franken besiedeln den Raum Waldfeucht

	ab 700 			Iro-schottische M├Ânche missionieren den Raum Waldfeucht

	800 - 900 		Normanneneinf├Ąlle, Niederungsmotten werden als
				Flieh- und Wehranlagen angelegt

	1144 			Br├╝ggelchen, Frilinghoven (1147), Obspringen (1170),
				Braunsrath und Hontem (1202), Haaren (1217), Waldfeucht
				(1240), Bocket (1276), L├Âcken, Sch├Ândorf und Selsten
				(1277) urkundlich erw├Ąhnt

	1202 			Waldfeucht wird mit Wall und Burg befestigt. Nach der
				Chronik des Jesuiten Jacobus Kritzraed (+ 1672) kamen
				1202 zwei Br├╝der, Walterus und Joannes, Ritter von
				Vucht aus dem Maasland bei sÔÇÖHertogenbosch, nach
				Waldfeucht, erhielten den Ort als Lehen und befestigten
				ihn mit einem Wall und einer festen Burg.

	1227 			Waldfeucht geh├Ârt zum Hofverband Altena (NL) und besitzt
				Marktrecht

	1324 			Waldfeucht ist Sitz eines Sch├Âffengerichtes

	1328 			10 Bisch├Âfe unterzeichnen in Avignon einen Ablassbrief
				f├╝r die "St. Jans-Klus", Haaren

	1370 			Waldfeucht geh├Ârt zum Herzogtum Brabant, die Stadt-
				befestigung wird durch 2 Stadttore erg├Ąnzt und erh├Ąlt
				ihre heute noch erkennbare Form

	1420 			Johannes I. von Heinsberg erh├Ąlt Waldfeucht als
				erbliches Lehen

	1433 			Die St. Sebastianus-Sch├╝tzenbruderschaft Waldfeucht gibt
				sich eine neue Satzung

	1484 			Waldfeucht f├Ąllt an das [[Herzogtum J├╝lich]] und geh├Ârt zum
				j├╝lichschen Amt Millen

	1480/99,
	1510/42/70 		Feuersbr├╝nste in Waldfeucht

	1500 			Die durch einen Brand zerst├Ârte Pfarrkirche St. Lambertus
				wird unter Verwendung karolingischer und romanischer
				Vorg├Ąngerbauteile als sp├Ątgotische Backsteinbasilika
				errichtet

	1540 - 1550 		In Waldfeucht besteht eine reformierte Gemeinde

	1578 			Die Schlossmacherzunft Waldfeucht wird gegr├╝ndet

	1797 			Braunsrath, Haaren und Waldfeucht sind Mairien im
				Kanton Heinsberg des Departements de la Roer, Aachen

	1801 			Waldfeucht, das bis dahin zum Bistum L├╝ttich geh├Ârte,
				kommt zum Bistum Aachen

	1815 			Waldfeucht kommt zu Preu├čen und wird Grenzort

	1935 			Bildung des Amtes Waldfeucht mit den B├╝rgermeistereien
				Braunsrath, Haaren, Saeffelen und Waldfeucht

	1945 			Kriegszerst├Ârungen, die Stadttore werden gesprengt

	1969 			Saeffelen scheidet aus dem Amt Waldfeucht aus

	1972 			Die Gemeinde Waldfeucht wird aus dem Amt Waldfeucht
				gebildet

	1989 			Ort Waldfeucht gewinnt Goldmedaille im Bundeswettbewerb
				"Unser Dorf soll sch├Âner werden"

	31. Dezember 1992       Die Grenzen werden ge├Âffnet, das Zollamt Waldfeucht
				wird aufgehoben

Eingemeindungen

  • Waldfeucht 1240: Watfuthe, 1277: Vochte, Voght, 1477: Vucht, 1513 Waltvucht

Wat = Kurzform von "Watghero/Waltghero/Waltherus" futhe = fr├╝he Schreibweise f├╝r Vochte/Vucht = "Feuchtigkeit" Watfuthe/Waltvucht = "Futhe/Vucht des Watghero/Waltghero/Waltherus" (Waltherus, ein Friedelsohn des Boudewijn von Altena, erhielt um 1200 den Ort als Lehen)

Waldfeucht besa├č seit dem 13. Jahrhundert ein Sch├Âffengericht. Bildete mit Bocket, Harzelt, Langbroich und Schierwaldenrath eine B├╝rgermeisterei. 1935 wurde Waldfeucht mit Bocket amtsangeh├Ârige Gemeinde des neugebildeten Amtes Waldfeucht.

  • Bocket 1276: Bucholte = "Buchengeh├Âlz"; Pfarre Waldfeucht bis 1851, danach selbst├Ąndige Pfarre
  • Braunsrath 1202: Brunsdrode = "Rodung des Brun (Bruno)"; Braunsrath besa├č bis 1560 ein eigenes Sch├Âffengericht und geh├Ârte danach zum Gericht Waldfeucht. Bildete mit Hontem, L├Âcken, Obspringen, Selsten und Sch├Ândorf eine B├╝rgermeisterei, die 1935 amtsangeh├Ârige Gemeinde des neugebildeten Amtes Waldfeucht wurde.
  • Br├╝ggelchen 1144: Brugele = "sumpfige Niederung"; Pfarre Waldfeucht
  • Driesch (Haaren) 1510: Driesch = "Unbebautes Land, Weidefl├Ąche"
  • Frilinghoven 1147: Vrilenhove, 1277: Vrilinchovin = "Hof eines Friling" (Freien), evtl. auch "Hof des Frilo"; Pfarre Waldfeucht
  • Haaren 1217: de Hare = "eingefriedigter, umhegter Ort (Hag)". Andere Deutungen, beispielsweise "Anh├Âhe" (hare), sind wegen der Lage der Siedlung nicht ├╝berzeugend. Pfarre Waldfeucht bis 1804, danach selbst├Ąndige Pfarre. Bildete mit Soperich, Neuhaaren, Driesch, Br├╝ggelchen und Frilinghoven eine B├╝rgermeisterei, die 1935 amtsangeh├Ârige Gemeinde des neugebildeten Amtes Waldfeucht wurde.
  • Haas (Haaren) 1570: an gen Haas = "Hase"
  • Haaserdriesch (Haaren) "die Weide (Driesch) der Leute aus Haas"
  • Hontem 1202: Huntheym = "Heim des Hunto"; Pfarre Braunsrath
  • L├Âcken 1277: Lucken = "├ľffnung, L├╝cke Lichtung (luka)"; Pfarre Braunsrath
  • Obspringen 1170: Obspringen = "auf (an) den Quellen"; Pfarre Waldfeucht, 1911 eigenes Rektorat
  • Schabroich (Haaren) 1550: Schaebroich = "Weidegerechtigkeit (Weidegebiet) im Bruch"
  • Sch├Ândorf 1277: Schondorp = "sch├Ân", evtl. auch "schr├Ąg, schief" (wegen der Hanglage des Ortes); Pfarre Braunsrath
  • Selsten 1277: Selsteiden = "Ort/Stelle in der Niederung"; Pfarre Braunsrath
  • Soperich (Haaren) 1343: Soperich = "Besitz/Reich des Supo", evtl. aus Superacum = "Hof des Superus"

Einwohnerentwicklung

Einwohner gesamt, jeweils am 31.12.

  • 1987: 7.736
  • 1988: 7.777
  • 1989: 7.877
  • 1990: 7.954
  • 1991: 8.281
  • 1992: 8.381
  • 1993: 8.455
  • 1994: 8.605
  • 1995: 8.724
  • 1996: 8.803
  • 1997: 8.890
  • 1998: 9.068
  • 1999: 9.245
  • 2000: 9.331
  • 2001: 9.307
  • 2002: 9.363
  • 2003: 9.333
  • 2004: 9.685

Politik

Gemeinderat

  • CDU 16 Sitze
  • SPD 4 Sitze
  • Gr├╝ne 2 Sitze
  • FDP 1 Sitz
  • FW 3 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004 )

Wappen

Die amtliche Wappenbeschreibung in der Urkunde des Regierungspr├Ąsidenten K├Âln vom 14. M├Ąrz 1977, mit der der Gemeinde Waldfeucht die F├╝hrung des Wappens genehmigt wurde, lautet: "├ťber einem goldenen Schildfu├č, darin ein schwarzer Forsthaken, in Rot ein bekr├Ânter, zweigeschw├Ąnzter silberner L├Âwe". Dieses Wappen geht auf ein (vermutlich in der 2. H├Ąlfte des 13. Jahrhunderts entstandenes) Siegel zur├╝ck, das sich auf mehreren Urkunden von 1345 bis 1355 findet. Das Siegel zeigt den zweigeschw├Ąnzten bekr├Ânten Heinsberger L├Âwen mit der Umschrift: "Sigilum Judicis et Scabonarum Watvocht" (Siegel des Gerichtes und der Sch├Âffen zu Waldfeucht). Ein dreizinkiger Forsthaken unterhalb des L├Âwen (auch als Wolfsangel oder als Mauerhaken gedeutet) wird ab 1484 im Waldfeuchter Wappen abgebildet, als Waldfeucht zum Herzogtum J├╝lich kam und nun den (ungekr├Ânten, einschw├Ąnzigen) J├╝licher L├Âwen bis 1977 im Wappen f├╝hrte.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Bauwerke

  • Windm├╝hlen
    • Windm├╝hle Waldfeucht von 1897, eine Turm windm├╝hle , ein Erdholl├Ąnder
    • Haarener Windm├╝hle von 1842, ein Bergholl├Ąnder , sie wird heute noch genutzt.

Die Windm├╝hlen in Waldfeucht und Haaren k├Ânnen besichtigt werden

    • L├Âckener Windm├╝hle, sie wird zur Zeit (2005) restauriert und dient zuk├╝nftig als Wohngeb├Ąude

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

  • Oktoberfest in Haaren

Wirtschaft und Infrastruktur

Eine Eisfabrik stellt den gr├Â├čten Arbeitgeber des Ortes dar.

Verkehr

Das Stra├čennetz der Gemeinde hat eine L├Ąnge von etwa 72 km, davon Gemeindestra├čen: rund 50 km, Kreisstra├čen: rund 17 km, Landstra├če: rund 5 km. Das Wirtschaftswegenetz der Gemeinde ist insgesamt etwa 170 km lang, davon sind ausgebaut: etwa 80 km (gleichzeitig Radwege), nicht ausgebaut: etwa 90 km (sog. "gr├╝ne Wege").

Weblinks

Wikipedia

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