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Letzte Änderung für Artikel Heinsberg: 06.02.2006 22:54

Heinsberg

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Wappen Karte
Wappen der Stadt Heinsberg Bild:Lage der Stadt Heinsberg (Rhld.) in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : Köln
Landkreis : Heinsberg
Fläche : 92,14 km²
Einwohner : 42.716 (1. Januar 2005)
Bevölkerungsdichte : 464 Einwohner/km²
H√∂he : 76 m √ľ. NN
Postleitzahl : 52525
Vorwahl : 02452
Geografische Lage :
Koordinaten: 51¬į 4' N, 6¬į 6' O
51¬į 4' N, 6¬į 6' O
Kfz-Kennzeichen : HS
Amtlicher Gemeindeschl√ľssel : 05 3 70 016
Stadtgliederung: 14 Stadtbezirke , 10 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Apfelstraße 60
52525 Heinsberg
Website: www.heinsberg.de
E-Mail-Adresse: stadt@heinsberg.de
Politik
B√ľrgermeister : Josef Offergeld ( CDU )

Heinsberg liegt in NRW im Regierungsbezirk Köln und ist die westlichste Kreisstadt Deutschlands.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Heinsberg liegt 32 km s√ľdwestlich M√∂nchengladbach und 35 n√∂rdlich Aachen am s√ľdwestlichen Rand des Rurtales, das sich hier trichterf√∂rmig Richtung Niederlande erweitert. Der Flu√ü selber bildet auf mehreren Kilometern die nord√∂stliche Stadtgrenze zu den Nachbarst√§dten H√ľckelhoven und Wassenberg, bevor er bei Karken in die Niederlande flie√üt. Das Stadtgebiet wird teilweise von der bei Kempen in die Rur m√ľndende Wurm durchflossen. Der h√∂chste Punkt liegt mit 85 m √ľber NN s√ľdlich von Straeten an der Stadtgrenze zu Geilenkirchen, der niedrigste n√∂rdlich Karken an der Staatsgrenze zu den Niederlanden mit 28 m √ľber NN.

Geologie

Das Stadtgebiet hat im Nordosten Anteil am Rurtal und s√ľdwestlich an der Geilenkirchener Lehmplatte, die sich leicht gewellt von West nach Ost allm√§hlich abflacht. Der im Terti√§r entstandene Rurgraben, der hier das Rurtal bildet ist Teil eine der geologisch und tektonisch aktivsten Regionen Deuschlands mit der Rurrandverwerfung, die die Grenze zwischen den beiden Gro√üschollen Rurscholle im Westen und der Venloer Scholle im Osten bildet. Sie stellt eine der Hauptverwerfungen der Niederheinischen Bucht dar. Die Bewegung der Erdschollen hat immer wieder Erdbeben zur Folge, deren schwerstes in neuerer Zeit das Beben am 13.April 1992 mit Zentrum in Herkenbosch/Gemeente Roerdalen/Niederlande und einer St√§rke von 5.9 auf der Richterskala war. Es war das st√§rkste Erdbeben in Mitteleuropa seit 1756.

Gewässer

Neben der genannten Rur und Wurm durchflie√ü die Junge Wurm Heinsberg. Das Quellgebiet des Baches liegt westlich von Heinsberg bei Oberlieck und wird auch von Quellen nahe des Klosterhofes gespeist. Das Gew√§sser flie√üt in n√∂rdliche Richtung und m√ľndet zwischen Kempen und Karken in die Rur. Der Vongelaaker Bach hat seinen Usprung im ehemaligen Bruchgel√§nde zwischen Heinsberg und Schafhausen. Er m√ľndet bei Unterbruch in die Wurm, f√ľhrt aber durch Grundwasserabsenkungen kaum noch Wasser. Bis zum zweiten Weltkrieg flo√ü der M√ľhlenbach durch Heinsberg. Es war ein im Mittelalter k√ľnstlich angelegter Kanal, der bei Randerath von der Wurm abzweigte, am Rande des Wurm- und Rurtales √ľber Horst, Porselen, Dremmen und Schafhausen verlief und zahlreiche Wasserm√ľhlen antrieb. Nach Bombenangriffe im letzten Weltkrieg war das Bachbett im Stadtgebiet zerst√∂rt und nicht wieder instand gesetzt worden.

Nachbargemeinden

Folgende St√§dte und Gemeinden grenzen an die Stadt Heinsberg, genannt im Uhrzeigersinn: Wassenberg, H√ľckelhoven, Geilenkirchen, Gangelt, Waldfeucht (alle Kreis Heinsberg), Ambt Montfort , Gemeente Roerdalen (Provinz Limburg (Niederlande)

Stadtgliederung

Seit dem 1. Januar 1972 gibt es die Stadt Heinsberg mit den Ortsteilen Aphoven, Baumen, Berg, Bleckden, Boverath, Donselen, Dorath, Dremmen, Erpen, Eschweiler, Grebben, Heinsberg, Herb, Himmerich, Horst, H√ľlhoven, Karken, Kempen, Kirchhoven, Laffeld, Lieck, Oberlieck, Oberbruch, Porselen, P√ľtt, Randerath, Schafhausen, Scheifendahl, Schleiden, Straeten, Uetterath, Unterbruch und Waldenrath.

Stadtbezirke in Heinsberg

  • Stadtbezirk 1: Heinsberg (Stadtkern)
  • Stadtbezirk 2: Oberbruch
  • Stadtbezirk 3: Dremmen
  • Stadtbezirk 4: Karken
  • Stadtbezirk 5: Kirchhoven
  • Stadtbezirk 6: Unterbruch
  • Stadtbezirk 7: Kempen
  • Stadtbezirk 8: Aphoven/Laffeld
  • Stadtbezirk 9: Randerath/Uetterath
  • Stadtbezirk 10: Lieck
  • Stadtbezirk 11: Scheifendahl/Waldenrath
  • Stadtbezirk 12: Porselen/Horst
  • Stadtbezirk 13: Schafhausen
  • Stadtbezirk 14: Scheifendahl
  • Stadtbezirk 15: Straeten

Geschichte

Nach dem zweiten Weltkrieg stellte man etwa 100 cm unter dem heutigen Verlauf der Hochstra√üe eine R√∂merstra√üe fest. Anhand von M√ľnzfunden kann sie um 98 - 117 n. Chr. datiert werden. Bei Ausgrabungen in der Probsteikirche fand man Gr√§ber aus der vorfr√§nkischen Zeit. Vielleicht markiert dies die Besiedlung Heinsbergs. Diese konzentrierte sich wohl zun√§chst auf den Bereich des heutigen Burg- und Kirchberges. Das Areal stellt heute die gr√∂√üte noch erhaltene Motte des Rheinlandes dar. Auf diesem Sporn, der sich am Rand des Rurtales erhebt bauten die Heinsberger Herren ihre Burg, die zum Typ der Randhaus burgen geh√∂rte. Die Vorburg wurde durch einen k√ľnstlich angelegten Graben von der Hauptburg getrennt. Auf diesem Platz errichtete man auch die Pfarr- und sp√§tere Stiftskirche St.Gangolf. Als erster Herr von Heinsberg ist Goswin I. anzusehen, der ab 1085 als solcher erw√§hnt wird. Daneben hatte er auch die Herrschaft Valkenburg √∂stlich von Maastricht inne. Verheiratet war Goswin mit Oda von Walbeck . Sie gr√ľndete das Heinsberger Gangolfus-Stift. Goswin II. - Sohn der o.g. - stiftete das Pr√§monstratenserkloster zu Heinsberg. Er hatte jahrelang die Reichslehen Gangelt und Richterich in Besitz, die ihm K√∂nig Konrad III. entzog. Goswin verweigerte jedoch die Herausgabe, woraufhin Herzog Heinrich von Limburg im Jahr 1144 auf Befehl des K√∂nigs Heinsberg zerst√∂rte. Erstmals 1255 wird der Ort in einer Urkunde des Heinrich von Sponheim-Herr von Heinsberg und seiner Ehefrau Agnes von Heinsberg als Stadt erw√§hnt. Die Herren von Heinsberg konnten ihre Selbst√§ndigkeit durch Anlehnung an die jeweilige Vormacht am Niederrhein behaupten: bis 1288 ( Schlacht bei Worringen ) an Kurk√∂ln, nach 1288 an Brabant, nach 1371 ( Schlacht bei Baesweiler ) an J√ľlich und seit dem beginnenden 15. Jh. an Brabant/Burgund. Die m√§nnliche Linie der Herren von Heinsberg starb mit Johann IV. im Jahr 1448 aus. √úber seine Tochter Johanna - die 1456 Johann II. Graf von Nassau-Saarbr√ľcken heiratete - und deren gemeinsame Tochter Elisabeth - 1472 mit Wilhelm IV. Herzog von J√ľlich und Berg verheiratet - kam die Herrschaft Heinsberg an das Herzogtum J√ľlich-Cleve-Berg. 1484 wurde das Gebiet als eigenes Amt dem Herzogtum einverleibt. Die Burg diente von da ab als Sitz der herzoglichen Verwaltung. 1543 nahmen kaiserlichen Truppen im geldrischen Erbfolgekrieg Heinsberg ein und zerst√∂rten die Stadt teilweise. M√∂glicherweise ist die Burg in den sog. Raubkriegen Ludwig des XIV. Ende des 17. Jahrhunderts von franz√∂sischen Truppen zerst√∂rt worden. Daf√ľr liegen allerdings keine schriftlichen Beweise vor. Das Amt Heinsberg war gerichtlich in sechs Bezirke eingeteilt, den Dingst√ľhlen. Heinsberg hatte ein eigenes Stadtgericht. Beim gr√∂√üten Stadtbrand 1683 wurde die gesamte Unterstadt mit dem auf dem Marktplatz gelegenen Rathaus vernichtet. 1794 geriet Heinsberg wie das gesamte linksrheinische Gebiet unter franz√∂sische Herrschaft und wurde im D√©partement de la Roer, Arrondissement Aachen, Sitz der Mairie Heinsberg und eines Friedensgerichtes im gleichnamigen Kanton.

Nach der Neuordnung Europas im Rahmen des Wiener Kongresses kam die nunmehrige B√ľrgermeisterei Heinsberg 1816 zu Preu√üen und wurde Kreisstadt. 1932 wurden die damaligen Kreise Heinsberg und Geilenkirchen zusammengelegt. Heinsberg verlor seinen Kreissitz. Am 16. November 1944 wurde die Stadt durch einen alliierten Bombenangriff schwer zerst√∂rt. Im Rahmen der kommunalen Neugliederung erlangte Heinsberg 1972 erneut den Kreissitz.

Religion

  • Katholische Gemeinde

Nach Ausgrabungsbefunden l√§√üt sich auf eine erste vor- oder fr√ľhromanische Kirche schlie√üen. Der Nachfolgebau war eine romanische Basilika, deren Errichtung mit der Gr√ľndung des Gangolfusstiftes in der Mitte des 12. Jahrhunderts zusammenf√§llt. Von dieser Kirche ist noch die Krypta erhalten. Die heutige sp√§tgotische Kirche stammt aus der Zeit zu Anfang bis Mitte des 15. Jahrhunderts. Aus kirchlicher Sicht geh√∂rte die Stadt bis zum Einmarsch der franz√∂sischen Revolutionstruppen im Dekanat Susteren und dem Archidiakonat Kempenland zum Bistum L√ľttich . Mit dem Konkordat zwischen Napoleon und dem Papst gliederte man Heinsberg dem neu errichteten Bistum Aachen an, die Pfarre St. Gangolf wurde Kantonalpfarre. In preu√üischer Zeit hob man das Bistum Aachen 1821 wieder auf. Fortan geh√∂rte Heinsberg als Hauptort des gleichnamigen Landdekanates zum Erzbistum K√∂ln, bis im Jahr 1930 das Bistum Aachen wiedererrichtet wurde. 1940 erhob der Bischof von Aachen die Pfarrkirche St.Gangolf zur Probsteikirche . Nach schweren Kriegsbesch√§digungen begann der Wiederaufbau der Kirche 1951, der bis 1955 andauerte.

    • Kl√∂ster
    • St.Gangolfus-Stift: Gegr√ľndet durch Oda von Walbeck - Witwe Goswin I. von Heinsberg um 1128/29, aufgehoben 1803. Zun√§chst lebten die Kanoniker auf der Burg. 1255 wird ihnen die Pfarrkirche St. Gangolf als Stiftskirche zugewiesen. Etwa zur selben Zeit √ľbersiedelten die Stiftsherren auf die Oberen Hochstra√üe zu F√ľ√üen der Burg zwischen Feldtor und der Schellenpforte (dem heutigen Torbogenhaus), dieses Areal bildete die Stiftsimmunit√§t .
    • Pr√§monstratenser -Kloster St.Marien: Gegr√ľndet von Goswin II. von Heinsberg vor 1140, 1803 durch die franz√∂sische Verwaltung aufgehoben. Zun√§chst war es ein Doppelkloster f√ľr M√§nner und Frauen, der M√§nnerkonvent wurde 1479 aufgehoben, das Frauenkloster entwickelte sich zum Adliges Damenstift . Das Kloster lag zun√§chst vor der Stadt, wurde 1543 zerst√∂rt und daraufhin 1553/54 innerhalb der Stadt an der Hochstra√üe/Ecke Klostergasse wiederaufgebaut.
    • P√∂nitentinnen -Kloster: Gegr√ľndet 1682, aufgehoben 1803. Die Klostergeb√§ude standen an der Hochstra√üe/Ecke Josefstra√üe und wurden im II. Weltkrieg zerst√∂rt.
    • Franziskaner -Kloster: Gegr√ľndet 1625 im Zuge der Gegenreformation , aufgehoben 1803. Kloster und Klosterkirche lagen an der heutigen Patersgasse, zerst√∂rt im II. Weltkrieg.
    • Karmeliter -Kloster: 1393 kaufte der Aachener Karmeliterorden ein Haus in Heinsberg, der Orden wird noch 1512 in der Stadt erw√§hnt.
  • Evangelische Gemeinde

Schon ab 1528 waren Prediger in der Stadt, die teilweise den Wiedert√§ufern angeh√∂rten bzw. ihnen nahe standen. Eine reformierte Gemeinde bildete sich 1553, die stark von den benachbarten calvinistischen Niederlanden beeinflusst wurde. Anfang des 17. Jahrhunderts war sch√§tzungsweise jede zweite Familie Heinsbergs reformiert, vor allen auch besonders die wohlhabensten und angesehensten. Dies war m√∂glich, da die J√ľlicher Herz√∂ge den neuen Glauben duldeten bzw. selber zugeneigt waren. Die Zeiten √§nderten sich, nachdem die Erben des Herzogtums mit Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg im Jahr 1613 zum Katholizismus √ľbertraten. F√ľr die junge Gemeinde folgten schwere Zeiten, die sich erst endg√ľltig mit dem Religionsvergleich von 1672 besserten. Ihre einstmalige Gr√∂√üe erreichte sie f√ľr lange Zeit nicht mehr. 1817 geh√∂rten nur noch 12 Familie dem reformierten Glauben an. Bereits 1665 hatte man in der Stadt ein geeignetes Geb√§ude erworben, um darin das Predigthaus einzurichten. Diese evangelische Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg zerst√∂rt und konnte erst 1951 an anderer Stelle neu erbaut werden. 1963 errichtete die Gemeinde in Oberbruch eine weitere evangelische Kirche. Nach dem Zweiten Weltkrieg vergr√∂√üerte sich die Gemeinde durch Zuzug Vertriebener und Fl√ľchtlingen sowie ab Mitte der 1980er Jahre mit der Ansiedlung von Sp√§taussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion. Hierdurch ist die Gemeinde mit ihren √ľber 5000 Mitgliedern heute √ľberwiegend lutherisch gepr√§gt. Sie geh√∂rt innerhalb des Kirchenkreises J√ľlich zur Evangelische Kirche im Rheinland

  • J√ľdische Gemeinde

1642 lebten vier j√ľdische Familien in der Stadt. 1771 wird erstmals eine Synagoge erw√§hnt. Der erste j√ľdische Friedhof wurde 1800 beh√∂rdlich geschlossen, weil er bereits dreimal belegt worden war. Nach 1808 durchgef√ľhrten franz√∂sischen Erhebungen lebten damals 213 Juden in Heinsberg. 1811 erbaute man die zweite Synagoge. Nach einem Gesetz von 1847 schlossen sich die Gemeinden Erkelenz, Gangelt, Geilenkirchen und Heinsberg zu einem Synagogenverband mit Sitz in Geilenkirchen zusammen. Zu der Zeit hatten auch Dremmen und Randerath ein j√ľdisches Gotteshaus. 1927 lebten in Heinsberg 65 Juden, in Dremmen 6, in Unterbruch 1 und in Waldenrath 33 (mit eigener Synagoge). Die kleine Heinsberger Gemeinde wurde in der Zeit des Dritten Reiches ausgel√∂scht, ihre Mitglieder 1942 deportiert soweit sie nicht zuvor auswandern konnten, die Synagoge in der Progromnacht gesch√§ndet und gepl√ľndert, das Geb√§ude w√§hrend des schweren Luftangriffes am 16.11.1944 zerst√∂rt.

  • Neuapostolische Gemeinde

Nach dem zweiten Weltkrieg gr√ľndete sich eine Neuapostolische Kirche .

  • Adventgemeinde

Im Juni 2001 wurde die Gemeinde als Tochtergemeinde von Wassenberg gegr√ľndet. Zur Zeit hat sie 78 Mitglieder.

Politik

Rat der Stadt

  • CDU 30 Sitze
  • SPD 7 Sitze
  • Gr√ľne 3 Sitze
  • FDP 4 Sitze

Wappen

In rot ein (heraldisch) rechtsgewendeter, bekrönter, doppelt geschweifter silberner/weißer Heinsberger Löwe. Es ist dem Wappen der ehemaligen Herren von Heinsberg entlehnt. Die Farben der Stadt sind rot und weiß.

Städtepartnerschaften

  • Ozimek , Polen seit 1992

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Museen

  • Kreis-Heimatmuseum
  • Privat gef√ľhrtes Heimatmuseum in Randerath

Bauwerke

Sehenswert ist die sp√§tgotische Stiftskirche St. Gangolf , "Selfkant-Dom" , die im Jahr 2004 einen neuen Turmhelm erhalten hat. Der alte Turmhelm war im Krieg am 16. November 1944 stark besch√§digt und am 28. Dezember 1945 nach einem Wintersturm eingest√ľrzt. Neben der romanischen Krypta des Vorg√§ngerbaues sind von der Ausstattung unter anderem nennenswert: der im Gelbgussverfahren um 1500 hergestellte gotische Taufkessel, das nach Kriegszerst√∂rungen restaurierte und verkleinert wiederaufgestellte Chorgest√ľhl und das Hochgrab der Herren von Heinsberg aus dem Anfang des 15. Jh. - eine der hervorragensten Arbeiten dieser Art im Rheinland.

Im Bereich des Kirchberges haben sich Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung mit zwei Wehrt√ľrmen und Stadtmauer erhalten. Dieser Bereich der Stadt wurde Anfang-Mitte des 16. Jahrhunderts stark befestigt. Die Pl√§ne hierzu stammen m√∂glicherweise von dem italienischen Festungsbaumeister Pasqualini , der damals in Diensten von Herzog Wilhelm V. von J√ľlich-Kleve-Berg stand. Teilweise sind diese Anlagen und Kasematten erhalten und wurden 2005 zusammen mit dem angrenzenden Burgberg restauriert.

Ebenfalls sehenswert sind die Probstei , das sog. Lennartzsche Haus (erbaut im 15. Jahrhundert)und das Torbogenhaus aus dem 16. Jahrhundert, in dem heute das Kreismuseum Heinsberg untergebracht ist. Das Haus Lennartz besitzt einen sch√∂nen figurengeschm√ľckten gotischen Fries. Probstei und Torbogenhaus wurden im 18. Jh. im barocken Stil des Aachener Baumeisters Couven umgestaltet. Alle drei Geb√§ude liegen an der oberen Hochstra√üe. Westlich der Stadt liegt das im Volksmund so genannte "Schlangenkapellchen", ein kleiner schlichter Bau, wohl aus dem 17.Jh. stammend. An der Hochstra√üe steht eines der wenigen erhaltenen Heinsberger B√ľrgerh√§user. Nach dem Stadtbrand von 1635 lie√ü es die Familie von dem Bruch 1636 neu erbauen und zeigt eine barocke Front. Im Stadtteil Kirchhoven eine Turmwindm√ľhle.

Kulinarische Spezialitäten

In Heinsberg wurde im Jahre 1876 von Eugen Verpoorten der Eierlikör erfunden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Heinsberg verf√ľgt √ľber eine Anbindung an die Autobahn A46. Die B 221 f√ľhrt durch das Stadtgebiet. Ein Bahnanschluss (nur G√ľterverkehr f√ľr den Industriepark Oberbruch) besteht von Heinsberg-Oberbruch nach Lindern mit dortigem Anschluss an die Hauptstrecke Aachen - D√ľsseldorf. Heinsberg darf sich somit "r√ľhmen", eine der wenigen Kreisst√§dte Deutschlands OHNE Bahnanschluss f√ľr den Personenverkehr zu sein. Allerdings gibt es Planungen dieses durch den Auf- und Ausbau der "Euregiobahn" bis 2008 wieder zu √§ndern.

Ansässige Unternehmen

  • Hazet Werkzeuge
  • Sera Aquaristik
  • Enka GmbH & Co KG
  • Florack Bauunternehmung
  • Frauenrath Bauunternehmung

Medien

  • Redaktion der Heinsberger Zeitung/Heinsberger Nachrichten
  • "Die HS-Woche", eine kostenlose Wochenzeitung, Verlagssitz in Erkelenz
  • Das Stadtgebiet liegt im Sendebereich von "Welle West", dem Lokalradio f√ľr den Kreis Heinsberg
  • Das WDR-Fernsehen berichtet in der "Lokalzeit aus Aachen" auch √ľber Heinsberg
  • Der Erkelenzer Stadtteil L√∂venich ist Sitz von "HS-TV Regionalfernsehen f√ľr den Kreis Heinsberg"

√Ėffentliche Einrichtungen

  • Kreisverwaltung Heinsberg
  • Kreispolizeibeh√∂rde
  • Amtsgericht
  • Gesundheitsamt
  • Zollamt
  • Justizvollzugsanstalt
  • Stadtb√ľcherei
  • St√§dtisches Krankenhaus

Bildung

  • Grundschulen in Heinsberg, Unterbruch/Schafhausen, Grebben, Oberbruch, Dremmen, Randerath/Porselen, Straeten, Kempen, Kirchhoven, Karken
  • Hauptschulen in Heinsberg und Oberbruch
  • Realschulen in Heinsberg und Oberbruch
  • Kreisgymnasium in Heinsberg
  • Berufskolleg Geilenkirchen - Zweigstelle Heinsberg
  • Don-Bosco-Schule f√ľr Lernbehinderte
  • Rurtal-Schule f√ľr Geistigbehinderte
  • Anton-Heinen-Volkshochschule
  • Jugendmusikschule
  • Landwirtschaftsschule

Institutionen

  • Lebenshilfe f√ľr Behinderte e.V. mit seinen Einrichtungen: Kinderzentrum Triangel, Werkstatt f√ľr behinderte Menschen, Wohnst√§tten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Philipp I. von Heinsberg , * um 1130; ‚Ć 13. August 1191 bei Neapel, Erzbischof von K√∂ln
  • Johann von Heinsberg , als Johann VIII. Bischof von L√ľttich 1419 - 22. November 1455 (abgesetzt), ‚Ć 19. Oktober 1459 Diest, begraben im Hochgrab der Herren von Heinsberg in St. Gangolf/Heinsberg
  • Jean-Francois Oeben Johann Franz Oeben (* 09. Oktober 1721 Heinsberg - 21. Januar 1763 Paris) ab 1754 [Ebenist du Roy] Paris, Louis XV.
  • Anne Marie H√∂henrath geb. W√§hlen, * 04. Oktober 1791 im Stadtteil Kranzes (Oberbruch). ‚Ć 28. Januar 1862. Ehefrau von Markus H√∂henrath, Begleiter von Alexander von Humboldt in S√ľdamerika und Autor von 'Eine Reise an das andere Ende der Welt'
  • Carl Joseph Begas , * 30. September 1794 in Heinsberg, ‚Ć 24. November 1854 in Berlin, deutscher Maler
  • Hubert Jakob Talbot, * 04. Dezember 1794 im heutigen Stadtteil Randerath als Sohn des Notars Franz Theodor Talbot, siedelte sich in Aachen an, betrieb dort eine Marmorschleiferei, aus der 1838 die Waggonfabrik Talbot hervorging.
  • Hein Minkenberg, Kunstprofessor, Bildhauer, * 12. M√§rz 1889 und aufgewachsen in Heinsberg, wohnhaft und ‚Ć 1968 in Neuss

Weblinks

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