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Letzte Änderung für Artikel Garzweiler: 17.02.2006 18:32

Garzweiler

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Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Ausdehnung: 4800  ha
Geographische Lage :
Koordinaten: 51┬░ 3' 15" N, 6┬░ 30' 35" O
51┬░ 3' 15" N, 6┬░ 30' 35" O
Kohleinhalt: 1300 Mio.  t
J├Ąhrliche Abraummenge: 175-225 Mio.  t
J├Ąhrliche Kohlef├Ârderung: 35-45 Mio.  t
Kohle-Abraum-Verh├Ąltnis: 1 : 5
Genehmigte Betriebsdauer: bis 2045
Umgesiedelte Menschen: bisher ca. 7600
Restloch: Auff├╝llung zum Restsee

(siehe auch Blausteinsee)

Der Tagebau Garzweiler
Der Tagebau Garzweiler

Der Braunkohletagebau Garzweiler ist ein Tagebau der RWE Power AG im Rheinland (Nordrhein-Westfalen) und wurde nach einem Dorf in der Gemeinde J├╝chen (Rhein-Kreis Neuss) benannt. Dieses Garzweiler wurde vom Braunkohle Tagebau abgebaggert und ist heute - insbesondere im Umfeld der Umweltbewegung - ein Synonym f├╝r den Abbau von Braunkohle im Tagebau.

Inhaltsverzeichnis

Der Tagebau

Der Abbau durch das RWE -Tochterunternehmen RWE Power AG (ehemals Rheinbraun) erfolgte bisher im ersten von zwei geplanten Abschnitten Garzweiler I und II. Garzweiler I betrifft das Gebiet ├Âstlich der Autobahn A 44 , das geplante Garzweiler II wird das Gebiet westlich betreffen und ist mit 48 km┬▓ deutlich gr├Â├čer. Erstmals greift der Tagebau dann mit 40 km┬▓ auf Gebietsfl├Ąchen der Stadt Erkelenz (Kreis Heinsberg). Etwa ein Drittel der Stadtfl├Ąche wird beansprucht. 6,5 km┬▓ liegen auf dem Gebiet der Gemeinde J├╝chen und etwa 1,5 km┬▓ auf Gebiet der Stadt M├Ânchengladbach, letztere wird somit auch erstmals vom Tagebau beansprucht.

Der geplante Abbauzeitraum reicht von 2006 bis 2045 .

Garzweiler II besitzt einen Braunkohlevorkommen von 1,3 Milliarden Tonnen.

Der Braunkohletagebau Garzweiler erfordert die Umsiedlung ganzer Ortschaften. 12 D├Ârfer und 7600 B├╝rger sind vom geplanten Garzweiler II betroffen.

Die S├╝mpfungsma├čnahmen, die erforderlich sind um das Grundwasser abzupumpen, reichen weit ├╝ber den Tagebau hinaus. So sind auch die Bruchw├Ąlder im Naturpark Maas-Schwalm-Nette durch das Absinken des Grundwasserspiegels bedroht.

Zur Zeit sind allerdings die juristischen Auseinandersetzungen noch nicht abgeschlossen.

Urspr├╝ngliche Planung

Durch den Widerstand der Bev├Âlkerung wurde eine Verkleinerung des geplanten Tagebaues Garzweiler II erreicht. Ursp├╝nglich war ein Fl├Ąchenbedarf von 6800 ha vorgesehen, nunmehr werden 4800 ha beansprucht. Die D├Ârfer Venrath, Kaulhausen, Wockerath und K├╝ckhoven werden somit nicht mehr abgebaggert.

Verkehr

Zwei Autobahnen liegen im geplanten Tagebaugebiet und werden ebenfalls abgebaggert; die Autobahn A44 und die Autobahn A61. Die A61 wurde deshalb verbreitert, da zun├Ąchst die A44 dem Abbau weichen muss, diese ist inzwischen f├╝r den Verkehr gesperrt. Nach dem Jahr 2017 erfolgt ein Neubau der A44, die dann den Verkehr der A61 aufnehmen wird.

Transport der Kohle

Die in Garzweiler abgebaute Braunkohle wird ├╝berwiegend in den Kraftwerken der Region verfeuert, der Transport von Garzweiler nach Frimmersdorf und Neurath erfolgt ├╝ber die auch als Nord-S├╝d-Bahn bekannte Eisenbahnstrecke der RWE / Rheinbraun.

Umsiedlung von Ortschaften

Bereits umgesiedelte Ortschaften

Ortschaften, die sich in Umsiedlung befinden

  • aus der Gemeinde J├╝chen
    • Otzenrath: Umsiedlungsbeginn 2000
    • Spenrath: Umsiedlungsbeginn 2000
    • Holz: Umsiedlungsbeginn 2000
  • aus der Stadt Erkelenz

Noch umzusiedelnde Ortschaften

Siehe auch Liste abgebaggerter Ortschaften .

Restloch

Nach Abbau des Braunkohle soll das verbleibende Restloch im westlichen Teil des Tagebaues zu einem See umgestaltet werden. Ab 2045 sollen cirka 40 Jahre lang rund 60 Millionen Kubikmeter Wasser j├Ąhrlich aus dem Rhein in das Loch geleitet werden. Dieser See wird 185 m tief sein, eine Fl├Ąche von 23 km┬▓ besitzen und eine F├╝llmenge von 2 Milliarden cm┬▓ Wasser aufweisen. Der See wird fast so gro├č sein wie das Steinhuder Meer in Niedersachsen. Damit dieser geplante See nicht versauert, wird schon heute dem Abraum Kalk zugesetzt.

Literatur

  • Horst Ulrich: St├Ądtebauliche Dokumentation Umsiedlung Garzweiler, Priesterath, Stolzenberg, J├╝chen, s├╝dliche J├╝licher Stra├če - ISBN 3-9804847-0-X
  • Rolf Sevenich: Garzweiler II - ISBN 3-928047-12-4
  • Hambachgruppe (Hrsg.) : Verheizte Heimat - Der Braunkohletagebau und seine Folgen, Aachen 1985 - ISBN 3-924007-14-4
  • Eusebius Wirdeier, Johannes Nitschmann: Garzweiler oder wie die Braunkohlen-Connection eine ganze Region verheizt. (mit Vorwort von B├Ąrbel H├Âhn) Emons Verlag K├Âln 1995. ISBN 3-924491-68-2

Weblinks

Panoramaaufnahme vom Tagebau Garzweiler mit diversen Baggern im Einsatz und Kraftwerken im Hintergrund
Panoramaaufnahme vom Tagebau Garzweiler mit diversen Baggern im Einsatz und Kraftwerken im Hintergrund

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