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Letzte Änderung für Artikel Burg Frankenberg: 15.02.2006 19:36

Burg Frankenberg

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Die Burg Frankenberg (auch Frankenburg genannt) liegt im so genannten Frankenberger Viertel, einem Stadtteil Aachens in Nordrhein-Westfalen (zwischen den Stadtteilen Aachen-Burtscheid und Aachen-Forst). Ihr Name leitet sich von dem Begriff "Franke" ab, der f├╝r eine freie und unabh├Ąngige Burg steht. Schon kurze Zeit nach ihrer Erbauung wurde sie jedoch ein Lehen der Markgrafen und sp├Ąteren Herz├Âge von J├╝lich, Kleve und Berg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Bewohner und Besitzer

Burg Frankenberg
Burg Frankenberg

Lange hielt sich die Meinung, Karl der Gro├če habe die Burg erbauen lassen (siehe auch Fastrada-Sage), Forschungen haben jedoch ergeben, dass die Anlage aus dem 13. Jahrhundert (vermutlich aus dessen zweiter H├Ąlfte, Litauen Litauen ) stammt.

Historisch gesichert ist, dass die Burg der Sitz der V├Âgte war, die mit dem Schutz der benachbarten, reichsunmittelbaren Abtei Burtscheid beauftragt waren. Als einer jener V├Âgte ist Edmund von Merode geschichtlich belegt, dessen Vater Johann von Merode 1306 urkundlich Erw├Ąhnung findet. Edmunds Gro├čvater Arnold I. von Merode gilt als Erbauer der Anlage, deren Urspr├╝nge in einem wehrhaften Adelswohnsitz zu suchen sind und die weit au├čerhalb der damaligen Aachener Stadtbefestigung errichtet wurde.

1352 wird Burg Frankenberg erstmals urkundlich erw├Ąhnt, und obwohl sie als gut gesicherte Wasserburg galt, konnte sie 1391 von Raubrittern - den Herren von Sch├Ânforst - erobert werden. Doch offenbar konnten sich diese nicht lange an ihrer Eroberung erfreuen, denn bereits 1449 ist die Frankenburg wieder im Besitz des Ritters Johann von Merode (genannt von Frankenberg), der in diesem Jahr der Stadt Aachen die Fehde ansagte.

Dessen Nachfahr, der Junker Adam III. von Merode-Frankenberg k├Ąmpfte auf Seiten der Niederl├Ąnder in deren Unabh├Ąngigkeitsstreben gegen Spanien, aufgrund dessen spanische Truppen seine Burg teilweise zerst├Ârten. Als Adam III. als letzter Spross der Merode-Frankenberg bei der Eroberung Maastrichts durch die Spanier starb, ohne m├Ąnnliche Nachkommen zu hinterlassen, fiel die Burg und deren Grund 1583 an Johann von Merode-Houffalize, dem Herzog Wilhelm V. von J├╝lich , genannt der Reiche, die Burg als Lehen ├╝bertrug.

Verbunden damit war die herzogliche Auflage, die Anlage wieder herzustellen. Doch Johann hielt sich nicht an diese Vereinbarung und so war es dann an dessen Enkel Johann Dietrich, diese Aufgabe zu erf├╝llen, indem er ab 1637 damit begann, die maroden Geb├Ąude wieder herzurichten. Nach seinem fr├╝hen Tod wurden die Bauma├čnahmen unter seinem noch minderj├Ąhrigen Sohn Franz-Ignaz weitergef├╝hrt und 1661 vollendet. Die Burg Frankenberg war somit wieder bewohnbar.

1728 starb die Familie von Merode-Houffalize mit Philipp Wilhelm im Mannesstamm aus und die Burg kam als Erbe an dessen Halbvetter Johann Wilhelm Freiherr von Merode-Houffalize zu Frenz. Der jedoch zog es vor, weiterhin auf dem Stammsitz seiner Familienlinie, dem nahe gelegenen Schloss Kalkofen , zu wohnen. Die Burg Frankenberg wurde sich selbst ├╝berlassen und verfiel.

Mit Einf├╝hrung der franz├Âsischen Verfassung 1793 verlor Frankenberg seine Abh├Ąngigkeit als J├╝licher Lehen. Die letzte Erbin aus dem Geschlecht derer von Merode, Reichsfreifr├Ąulein Regina Petronella Franziska von Merode-Houffalize zu Frenz, verkaufte den mittlerweile zu einer Ruine verkommenen Besitz im Jahr 1827 f├╝r 15.500 Taler an den Aachener Landrat Friedrich Josef Antonius von Coels. Dieser lie├č die Anlage zwischen 1834 und 1838 umfassend sanieren und modernisieren.

34 Jahre sp├Ąter erwarb die Frankenberger Baugesellschaft den gesamten Komplex und errichtete auf dem dazugeh├Ârigen Grund und Boden ein neues Wohnviertel (nach der Burg Frankenberger Viertel genannt).

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Hauptburg als Wohnhaus und Werkstatt durch den bekannten Ingenieur und Flugzeugkonstrukteur Hugo Junkers genutzt.

Nach den Zerst├Ârungen des 2. Weltkriegs begann im September 1961 die Einrichtung als Heimatmuseum, ehe Burg Frankenberg 1971 zum bisher letzten Mal instand gesetzt wurde.

Baugeschichte

Gem├Ąlde der Burg Frankenberg aus dem 19. Jh., nach dem von-Coels'schen Umbau, aber vor Abriss der Vorburg
Gem├Ąlde der Burg Frankenberg aus dem 19. Jh., nach dem von-Coels'schen Umbau, aber vor Abriss der Vorburg

Nachdem bauliche Untersuchungen ergeben haben, dass die Entstehung der Burg Frankenberg in das 13. Jahrhundert zu datieren ist, musste die Annahme, sie sei auf den Grundmauern eines alten r├Âmischen Wachturms errichtet worden, als unhaltbar verworfen werden.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestand die zweigeschossige Burganlage aus einer breit angelegten Vorburg, einem Wirtschaftshof und der von allen Seiten mit Wasser umgebenen, auf einem nat├╝rlichen Felsh├╝gel errichteten Hauptburg.

Aus der Zeit vor 1637 sind bisher keine genauen Baubeschreibungen oder Bauma├čnahmen bekannt. Erst mit der Instandsetzung der Geb├Ąude durch Johann Dietrich von Merode-Houffalize und einem damit einhergehenden Baubestandsprotokoll sind Details nachweisbar. Dieses Protokoll nennt die zahlreichen baulichen M├Ąngel, die zu jener Zeit bestanden. So wird erw├Ąhnt, dass die Geb├Ąude mit Ausnahme des Bergfrieds ohne D├Ącher und viele Mauern eingest├╝rzt waren. Ein Flechtwerk aus Reisig schloss die Fenster├Âffnungen nur notd├╝rftig, und Balken sowie Holzwerk waren verfault. Die Burgkapelle im ersten Geschoss konnte - wie auch die meisten anderen R├Ąume in dieser Etage - wegen Einsturzgefahr nicht betreten werden, was eine genaue Begutachtung der zweiten Obergeschosse in den beiden T├╝rmen g├Ąnzlich ausschloss. An eine Nutzung des Brunnens im Burghof war ebenfalls nicht zu denken, da er vollkommen mit Schutt gef├╝llt war.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Instandsetzungsma├čnahmen an der Anlage etliche Jahre in Anspruch nahmen und erst 1661 beendet werden konnten. Bei der Wiederherstellung legten die Bauherren Wert darauf, den bisherigen Charakter der Anlage im Wesentlichen zu erhalten, lediglich die Kapelle wurde nicht wieder eingerichtet. Keller und Erdgeschoss des Herrenhauses wurden aus roh behauenen Bruchsteinen neu errichtet. F├╝r die Mauern der dar├╝ber liegenden ersten Etage wurden Backsteine verwendet und ihnen ein Walmdach aufgesetzt. Alles in allem erhielt das Wohnhaus damit ein schlossartiges Aussehen.

Das Wohnhaus der Burg Frankenberg
Das Wohnhaus der Burg Frankenberg

Als Friedrich Josef Antonius von Coels die Burg zwischen 1834 und 1838 umbauen lie├č, kamen einige Bauteile gem├Ą├č dem herrschenden Zeitgeschmack hinzu, die an der urspr├╝nglichen Anlage nicht vorhanden waren. So erhielten die T├╝rme neue Obergeschosse und einen Zinnenkranz als Abschluss. Auch der bis zu jenem Zeitpunkt teilweise offene Burghof wurde durch eine m├Ąchtige Mauer mit Wehrgang eingefasst.

Um Platz f├╝r eine neues Aachener Wohnviertel zu schaffen, wurde ab 1872 durch die Frankenberger Baugesellschaft der bis dahin gro├čz├╝gige Frankenberger Park verkleinert und aus dem die Burg umgebenden Schwanenweiher ein kleiner Teich gemacht. In diesem Zuge wurden am Ende des 19. Jahrhunderts auch die Vorburg und der Wirtschaftshof abgetragen.

W├Ąhrend der bisher letzten Instandsetzungsarbeiten 1971 wurden einige bauliche Ver├Ąnderungen, die zwischen 1834 und 1838 im gotisierend romantischen Stil vorgenommen worden waren, zur├╝ck gef├╝hrt. U. a. wurden die damaligen ├╝bergro├čen Zinnen des Bergfrieds wieder abgenommen. Auch der Burghof erhielt sein urspr├╝nglich tiefer gelegenes Niveau zur├╝ck, wodurch der ehemalige, zugesch├╝ttete Burgbrunnen wieder zutage kam.

Das Museum

Das heutige Museum dokumentiert u. a. die Aachener Stadtgeschichte vom steinzeitlichen Feuersteinbergwerk ├╝ber die r├Âmischen Thermenanlagen bis in die Zeit der Industrialisierung .

Im Bergfried werden Teil-Sammlungen des Suermondt-Ludwig-Museums pr├Ąsentiert, so z.B. antike griechische und r├Âmische Keramik und einige alt├Ągyptische Ausstellungsst├╝cke. Dar├╝ber hinaus unterh├Ąlt das Museum ein M├╝nzkabinett, mit M├╝nzfunden aus Aachen und der Umgebung.

Die Fastrada-Sage

Karl der Gro├če erhielt von einer Schlange als Dank f├╝r ein Urteil, das er zugunsten der Schlange gef├Ąllt hatte, einen Zauberring als Geschenk. Karl w├╝rde die Person, die jenen Ring trage, f├╝r immer lieben, behauptete die Schlange. Der Kaiser schenkte den Ring daraufhin seiner damaligen Ehefrau Fastrada.
Als sie starb, war Karls Trauer derart gro├č, dass seine Untertanen in Sorge gerieten, ob des Zustands ihres Herrn. Erzbischof Turpin von Reims entdeckte schlie├člich, dass die Tote durch ihren Ring den Kaiser noch immer an sich band. So zog Turpin den Ring von Fastradas Finger und warf ihn in den Teich der Burg Frankenberg.
Daraufhin war Karl der Gro├če f├╝r ewig mit diesem Ort verbunden, und es zog ihn immer wieder dorthin, denn er fand nur inneren Frieden, wenn er am Rande dieses Gew├Ąssers sa├č und seinen Tr├Ąumen nachhing.

Literatur

  • Karl Emerich Kr├Ąmer: Die Burtscheider Burg. In: Burgen in und um Aachen, 1. Aufl. Mercator-Verlag, Duisburg 1984. S. 75-78. ISBN 3874631133
  • Hans Feldbusch: Burg Frankenberg. In: Rheinische Kunstst├Ątten, Heft 1, 2. Auflage. Gesellschaft f├╝r Buchdruckerei AG, Neuss 1977. ISBN 3880941939
  • Christian Quix: Die Frankenburg, insgemein Frankenberg genannt und die Vogtei ├╝ber Burtscheid. Urlichs, Aachen 1829.

Weblinks

Commons: Burg Frankenberg ÔÇô Bilder, Videos oder Audiodateien


Koordinaten: 50┬░ 46' 04" N 6┬░ 06' 14" O

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