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Letzte Änderung für Artikel Willich: 19.02.2006 20:05

Willich

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Wappen Karte
Wappen der Altgemeinde Willich und der Stadt Willich
Wappen der Altgemeinde WillichWappen der Stadt Willich
Lage von Willich in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : D├╝sseldorf
Kreis : Viersen
Fl├Ąche : 67,76 km┬▓
Einwohner : 52.712 (31. August 2005)
Bev├Âlkerungsdichte : 778 Einwohner je km┬▓
H├Âchster Punkt: 41,30 m ├╝. NN
Niedrigster Punkt: 34,60 m ├╝. NN
Postleitzahl : 47877
Vorwahl : 02154, 02156
Geografische Lage :
Koordinaten: 51┬░ 15' 47" n. Br., 6┬░ 32' 57" ├Â. L.
51┬░ 15' 47" n. Br., 6┬░ 32' 57" ├Â. L.
Kfz-Kennzeichen : VIE
Gemeindeschl├╝ssel : 05 1 66 036
Stadtgliederung : 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Stadt Willich
Hauptstr.6
47877 Willich
Website: www.stadt-willich.de
E-Mail-Adresse: info@stadt-willich.de
Politik
B├╝rgermeister : Josef Heyes ( CDU )
Schuldenstand : 53,6 Mio. ÔéČ (31.12.2002)
Bev├Âlkerung (Stand: 31.12.02)
Arbeitslosenquote : unbekannt
Ausl├Ąnderanteil : 7,7 %
Altersstruktur:
0-18 Jahre: 21,3 %
18-65 Jahre: 63,1 %
ab 65 Jahre: 15,5 %

Willich ist eine Stadt am linken Niederrhein. Sie geh├Ârt zum Kreis Viersen, Regierungsbezirk D├╝sseldorf in Nordrhein-Westfalen. Willich hat den Status mittlere kreisangeh├Ârige Stadt .

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Das Willicher Stadtgebiet ist typisch f├╝r den Niederrhein gepr├Ągt von gro├čen ebenen landwirtschaftlichen Fl├Ąchen. Allein s├╝dlich von Schiefbahn gibt es mit dem Schiefbahner Bruch ein Waldgebiet. Dieses Gebiet geh├Ârt mit rund 36 m ├╝. NN zu den tiefergelegenen Gebieten der Stadt. Insgesamt sind die H├Âhenunterschiede, die sich ├╝berwiegend aus einem leichten Gef├Ąlle von Ost nach West ergeben, mit maximal knapp sieben Metern sehr gering. Im S├╝dwesten markiert der Fluss Niers die Grenze des Stadtgebietes.

H├Âchstes Geb├Ąude der Stadt ist der weithin sichtbare Schiefbahner Fernsehturm. Da der Turm an der R├Âmerstra├če liegt, wird er auch von der Bev├Âlkerung "R├Âmerturm" genannt.

Nachbarst├Ądte

Nachbarst├Ądte

Gro├če Nachbarst├Ądte sind M├Ânchengladbach, Krefeld (angrenzend), D├╝sseldorf (ca. 20 km) Neuss (ca. 15 km) und in den Niederlanden Venlo (ca. 30 km).

Angrenzende St├Ądte im Uhrzeigersinn (im Norden beginnend): Krefeld, Meerbusch, Kaarst, Korschenbroich, M├Ânchengladbach, Viersen, T├Ânisvorst.

Stadtgebiet

Die Stadt besteht aus den vier Stadtteilen Willich, Schiefbahn, Anrath und Neersen. Im Stadtgebiet liegen unter anderem folgende kleinere Siedlungen:

  • Wekeln, M├╝nchheide, Hardt, Willicher Heide, Dickerheide (alle zu Willich geh├Ârend)
  • Niederheide, Unterbruch, Knickelsdorf (alle zu Schiefbahn geh├Ârend)
  • Vennheide, Donk (zu Anrath geh├Ârend), Cl├Ârath (zu Anrath, Viersen und T├Ânisvorst geh├Ârend)

Einwohnerzahlen der Stadtteile (Stand: September 2005):

Heute leben in der Stadt Willich insgesamt 52.712 B├╝rger, 1995 waren es noch 45.607 Einwohner.

Geschichte

Willich wurde 1137 erstmalig als "Wylike" erw├Ąhnt, eine erste Kirche wurde jedoch wahrscheinlich bereits um das Jahr 800 gebaut. Anrath tauchte bereits 1010 in Urkunden auf, die Geschichte Neersens und Schiefbahns l├Ąsst sich bis 1262 bzw. 1420 zur├╝ckverfolgen. Um 1300 wird die Siedlung Unterbroich, heute ein Ortsteil Schiefbahns, erstmals genannt.

1245 wird die Vogtei Willich erstmalig erw├Ąhnt, bis 1272 l├Ąsst sich die Geschichte des Adelssitzes Haus H├╝lsdonk zur├╝ckverfolgen. 1298 wird Willich an das Herzogtum Kleve verkauft. 1392 f├Ąllt das Amt Linn und damit auch Willich an das Kurf├╝rstentum K├Âln , zu dem die anderen drei heutigen Stadtteile bereits geh├Ârten.

1414 erh├Ąlt Anrath von Kaiser Sigismund das Marktrecht verliehen und kann sich seitdem Flecken nennen.

Im von 1583 bis 1589 dauernden Truchsessischen Krieg werden die heutigen Ortsteile gepl├╝ndert und teilweise verw├╝stet und gebrandschatzt. Die B├╝rger suchen Zuflucht in den befestigten Adelssitzen H├╝lsdonk und Kollenburg, die jedoch 1591 auch eingenommen werden k├Ânnen. Bei einem Gro├čbrand 1675 werden gro├če Teile des Dorfes Willich zerst├Ârt. Auch die Kirche brennt bis auf die Grundmauern nieder.

Bis 1794 bildet Neersen eine eigene Herrlichkeit , Willich und Anrath (vormals eigene Herrlichkeit) geh├Âren zum Amt Linn, Schiefbahn zum Amt Liedberg. Zum Amt Kempen geh├Ârte neben Cl├Ârath auch die kleine Bauernschaft Kleinkempen. Kleinkempen war ein Gebiet, das als schmaler Streifen vom heutigen Ostende Anraths n├Ârdlich an Neersen vorbei bis zwischen Willich und Schiefbahn f├╝hrte. Diese heute als Flurnamen nicht mehr existierende Bauernschaft hatte kein eigenes Zentrum, umschloss aber Anrath von allen Seiten. In Erinnerung an die Bauernschaft wurde ein Teil des alten Weges "Wekeln" im gleichnamigen Neubaugebiet in "Klein Kempen" umbenannt.

Von 1794 bis 1815 ist der gesamte linke Niederrhein von den Franzosen besetzt. Damit endet die Herrschaft des Kurf├╝rstentums K├Âln ├╝ber die Region. Mit einer Verwaltungsreform 1800 werden die Mairien Neersen (mit Anrath und Cl├Ârath), Willich, Schiefbahn und (etwas sp├Ąter) Kleinkempen gebildet. Sie geh├Âren nun zum Arrondissement Krefeld im neu gegr├╝ndeten Roerdepartement . Neersen wird Sitz eines Kantons , das 17 Gemeinden, darunter alle heutigen Willicher Stadtteile, umfasst.

1815 f├Ąllt das Rheinland an Preu├čen . Damit werden in der Region auch die Landkreise eingef├╝hrt. Willich, Kleinkempen und Anrath kommen zum Kreis Krefeld , Schiefbahn und Neersen zum Kreis Gladbach . 1819 wird Anrath mit Kleinkempen zur B├╝rgermeisterei Kleinkempen vereinigt. 1840 wird diese B├╝rgermeisterei nach dem Hauptort Anrath genannt.

1849 erh├Ąlt Anrath als erster Ort der heutigen Stadt Willich einen Bahnanschluss. 1870 folgt Willich und 1877 Schiefbahn. 1891 werden gro├če Teile Anraths durch einen Tornado zerst├Ârt. Die durch den Niedergang der bisher dominierenden Hausweberei finanziell ohnehin schwer angeschlagene Gemeinde ist auf Zuweisungen der Regierung angewiesen. Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation wird am Anrather Bahnhof ein K├Ânigliches Gef├Ąngnis errichtet, das 1905 fertiggestellt wird.

1872 wird das Willicher Katharinen-Hospital an der Bahnstra├če eingeweiht. Ein Jahr sp├Ąter wird an der Viersener Stra├če in Anrath das von Lorenz Schmitz gestiftete Krankenhaus er├Âffnet, das 1906 durch einen Neubau an der Neersener Stra├če ersetzt wird. 1970 wird das Anrather Krankenhaus geschlossen. Das Willicher Hospital hingegen wird 1963 durch einen gr├Â├čeren Neubau ersetzt und bietet noch heute eine Grundversorgung f├╝r die Bev├Âlkerung.

1908 wird in Willich das Stahlwerk Becker errichtet und bietet bis zu seiner Schlie├čung 1932 Tausenden einen Arbeitsplatz. Von 1934 bis 1945 werden dort von einem neuen Eigent├╝mer kriegswichtige G├╝ter hergestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird im ehemaligen Stahlwerk eine Pioniereinheit der britischen Armee angesiedelt.

Bei der kommunalen Neugliederung 1929 werden die vier Alt-Gemeinden dem neugegr├╝ndeten Landkreis Kempen-Krefeld zugeschlagen.

Den Zweiten Weltkrieg ├╝berstehen die Gemeinden mit m├Ą├čigen Sch├Ąden. Rund ein Dutzend H├Ąuser werden bei Bombenangriffen zerst├Ârt. Der schwerste Angriff fordert am 22. Oktober 1944 in Willich elf Todesopfer. Von den 40 deportierten Juden aus den vier Orten ├╝berleben nur zwei den Holocaust . Am 1. M├Ąrz 1945 kommt es in Schiefbahn zu den einzigen nennenswerten Kampfhandlungen. Eine deutsche Panzereinheit st├Â├čt in den schon von Amerikanern besetzten Ort vor. Der Kampf fordert zahlreiche Opfer auf beiden Seiten, die amerikanischen Truppen k├Ânnen den Ort am darauffolgenden Tag endg├╝ltig besetzen.

In den 1960er Jahren beschloss die Landesregierung Nordrhein-Westfalen eine kommunale Neugliederung . Der drohende Verlust der Selbst├Ąndigkeit stie├č in den betroffenen Gemeinden auf Widerstand. So versuchten Anrath und Neersen eine gemeinsame Gemeinde zu bilden, um einen Zusammenschluss mit Willich und Schiefbahn zu verhindern. Unter anderem auf Vorschlag des damaligen Regierungspr├Ąsidenten einigte man sich schlie├člich auf den Zusammenschluss der Gemeinden Willich, Anrath, Schiefbahn und Neersen. Nach vielen mehr oder minder gelungenen Vorschl├Ągen zur Namensgebung der neuen Stadt, wie zum Beispiel "Schwanstadt", "Mittelstadt" oder "Schanwin", einigte man sich schlie├člich auf den Namen der damals gr├Â├čten Gemeinde im Landkreis Kempen-Krefeld : Willich. Am 1. Januar 1970 erfolgte der Zusammenschluss der vier Gemeinden zur Stadt Willich.

Willich erh├Ąlt 1965 ein Hallenbad. Das an der Schiefbahner Stra├če stehende Geb├Ąude wird 1974 um ein Freibad erweitert. 1990 brennt das Bad ab, woraufhin sich die Stadt entscheidet, es durch ein Spa├čbad zu ersetzen, das den Namen "De B├╝tt" erh├Ąlt.

In den 1980er Jahren entstand im Westen Willichs das Gewerbegebiet M├╝nchheide. Seit 1994 wird zwischen Alt-Willich und Schiefbahn ein neues Wohngebiet mit Namen Wekeln errichtet. Es ist als nahezu autarkes Wohngebiet geplant und soll einmal von rund 6.000 Menschen bewohnt werden. 2003 lebten dort 3.409 Personen, bis Juni 2004 erh├Âhte sich die Zahl auf 4.140.

Name

Es gibt verschiedene Thesen ├╝ber die Herkunft des Namens Willich. Nach der Hauptthese geht der Name aus der Bezeichnung Weiler hervor, die auf die lateinischen W├Ârter "villa" (Landgut, Hof) und "vilici" (Hofbewohner) zur├╝ckgeht, was durchaus naheliegend ist, da die Besiedlung des Gebietes aus vereinzelten H├Âfen bestanden hat.

M├Âglich ist auch, dass sich "villa" auf einen konkreten Hof bezieht, n├Ąmlich den Fron - oder Domhof, der ungef├Ąhr seit dem Jahr 800 am Grunewall zu finden war.

Eine andere These f├╝hrt den Namen Willich auf das vorgermanische Wort "wil" (Sumpfwasser) zur├╝ck. Auch dieser Ansatz ist m├Âglich, da der Niederrhein sehr sumpfig ist und nur die Donken , die inselartig daraus hervor ragten, machten eine Besiedlung m├Âglich.

Einwohnerentwicklung

Vorhersage der Entwicklung der Einwohnerzahl in Willich von 1999
Vorhersage der Entwicklung der Einwohnerzahl in Willich von 1999
Jahr Willich Anrath Schiefbahn Neersen Stadt Willich
um 1600 ~ 1.200
1631 > 655┬╣
1660 ~ 800
1760 1764 > 1.800┬╣ ~ 1.250
1800 1794 2.121 1798 ~ 1.500 1.375
1820 1815 2.253 1.910 1.863 1.556
1828 2.393 1826 2.200 1826 2.043 1.553
1840 1838 2.552 2.586 2.216
1849 1848 3.167 1852 3.172 2.273
1861 3.790 3.604 2.547 2.450
1871 4.507 3.827 2.789 2.583
1880 5.273 4.174 2.791 2.602
1890 5.485 3.690 2.823 2.526
1900 5.427 3.566 3.274 2.616
01.12.1910 6.485 4.970 3.805 2.616
1933 7.622 5.543 4.495 2.833
1939 8.161 5.704 4.707 3.144
1950 10.869 7.326 6.190 4.177
1961 11.776 8.116 7.114 4.642
31.12.1969 14.874 30.6. 9.448 10.041 30.6. 5.286
1970 38.733
1975 38.969
1980 39.115
1985 39.896
31.12.1989 15.035 10.158 10.556 5.885 41.634
29.02.1996 16.401 10.852 11.988 6.650 45.891
31.12.2001 20.400┬▓ 12.152 12.059 6.493 51.104
30.06.2005 21.718 11.616 12.260 7.014 52.608

┬╣ Personen ├╝ber 12 Jahre; ┬▓ davon Wekeln: 3.116

Ab etwa 1800 werden f├╝r die Region einigerma├čen zuverl├Ąssige Bev├Âlkerungszahlen ermittelt. Dabei ist bis zum Zweiten Weltkrieg ein stetiger, f├╝r ganz Mitteleuropa typischer Anstieg der Einwohnerzahlen zu verzeichnen. Nur Anrath verlor um 1890 Einwohner, bedingt durch eine wirtschaftliche Krise. Nach dem Zweiten Weltkrieg f├╝hrte die Ansiedlung von Fl├╝chtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten zu einem Bev├Âlkerungsschub. In den 1960er Jahren wurde Schiefbahn zunehmend als Schlafsiedlung f├╝r Pendler nach D├╝sseldorf attraktiv. Mit der Stadtgr├╝ndung 1970 erfolgte ein neuer Gebietszuschnitt. Dadurch sank die Einwohnerzahl der Stadt im Vergleich zu der Summe der Zahlen der Altgemeinden leicht. Von 1970 bis Mitte der 1980er Jahre ├Ąnderte sich die Bev├Âlkerungszahl kaum. Dann jedoch folgte, bedingt durch das Gewerbegebiet M├╝nchheide und durch die Stadtflucht aus den umliegenden Gro├čst├Ądten, ein deutliches Bev├Âlkerungswachstum. Von 1988 bis 1998 wuchs die Stadt um rund 8.000 Menschen, also fast 20 Prozent. Vor allem durch das Neubaugebiet Wekeln ab 1994 war ein besonderer Anstieg im Stadtteil Willich zu verzeichnen. Seit 2000 verl├Ąuft der Bev├Âlkerungsanstieg gem├Ą├čigter.

Nach einer Prognose der Stadt Willich zum Bev├Âlkerungszuwachs aus dem Jahr 2003 wird die Stadt um das Jahr 2015 die 60.000-Einwohner-Grenze erreichen. Damit w├╝rde Willich den Status einer gro├čen kreisangeh├Ârigen Stadt erreichen und m├╝sste unter anderem eine hauptamtliche Feuerwehr einrichten.

Fl├Ąchenentwicklung

Jahr Willich Anrath Schiefbahn Neersen
um 1850 1858 14.464 Morgen 1858 2.856 Morgen 5.100 Morgen 5.203 Morgen
1880 35,93 km┬▓ 7,54 km┬▓ 12,42 km┬▓ 11,89 km┬▓
1928 36,93 km┬▓ 8,10 km┬▓ 17,21 km┬▓ 11,63 km┬▓
1967 36,78 km┬▓ 8,30 km┬▓ 12,65 km┬▓ 14,38 km┬▓
2003 34,88 km┬▓ 7,60 km┬▓ 13,90 km┬▓ 11,88 km┬▓

Die Einzelgemeinden der heutigen Stadt Willich hatten vor der Gr├╝ndung 1969 eine Fl├Ąche von insgesamt 72,11 Quadratkilometern. Durch einen neuen Gebietszuschnitt reduzierte sich die Fl├Ąche der neuen Stadt auf 67,8 Quadratkilometer. 2000 ergab sich die letzte gr├Â├čere ├änderung der Stadtfl├Ąche durch einen Gebietstausch mit Krefeld. Die A 44 wird zur Grenze zwischen den St├Ądten, Willich verliert dadurch rund sechs Hektar ├╝berwiegend landwirtschaftlich genutzter Fl├Ąche, die Krefeld zur Ausweitung eines Gewerbegebiets nutzen will. Ende 2004 hat Willich eine Gebietsfl├Ąche von 67,76 km┬▓

Religionen

Die Region Willich war als Teil des Kurf├╝rstentum K├Âln traditionell katholisch gepr├Ągt. Erstes j├╝disches Leben l├Ąsst sich f├╝r Anrath um das Jahr 1650 nachweisen, in Neersen 1749 und in Schiefbahn wird der erste Jude 1782 erw├Ąhnt.

Eine Bev├Âlkerungsstatistik aus dem Jahre 1832 z├Ąhlt f├╝r die vier Altgemeinden nur zwei Protestanten auf: einen in Willich und einen in Neersen. Die Zahl der j├╝dischen Einwohner war etwas h├Âher: In Anrath lebten 87 Juden, in Schiefbahn 57, in Neersen 25 und in Willich drei. Somit waren 1832 knapp 98 Prozent der damaligen Bev├Âlkerung katholisch.

Ab etwa 1800 werden in Anrath und Schiefbahn erste j├╝dische Gebetsh├Ąuser errichtet. 1890 wird am Tomp in Schiefbahn eine Synagoge errichtet. Sie wird in der " Reichspogromnacht " 1938 abgebrannt. Die 1878 in Anrath gebaute Synagoge wird 1938 von der Gemeinde Anrath ├╝bernommen und 1961 abgerissen.

Mitte des 19. Jahrhunderts werden die jahrhundertealten Pfarrkirchen in den Altgemeinden Willich, Anrath und Schiefbahn zu klein. Die Gemeinden entscheiden sich f├╝r einen Abriss der alten Kirchen und Neubauten an gleicher Stelle. Schon 1853 wird die Schiefbahner Kirche abgerissen. 1860 wird die neue Kirche eingeweiht, in den 1960er Jahren wird ein umfangreicher Umbau durchgef├╝hrt. In Anrath und Willich wird der D├╝sseldorfer Architekt Josef Kleesattel mit der Planung der Neubauten im neugotischen Stil beauftragt. 1898 wird die Anrather und 1901 die Willicher Pfarrkirche eingeweiht. Die Neersener Kirche wird erst 1960 durch einen Neubau ersetzt.

1910 wird an der Anrather Gietherstra├če die erste evangelische Kirche im Stadtgebiet eingeweiht, 1931 folgt eine weitere in Willich an der Krusestra├če. Der schlichte Holzbau wird 1962 durch einen modernen Kirchenbau ersetzt. Die evangelische Kirche in Schiefbahn wurde 1956 errichtet, die Neersener neun Jahre sp├Ąter.

An der Willicher Bahnstra├če befindet sich in einem Wohnhaus eine Moschee mit angeschlossenem Gemeindezentrum. Dieses wird von der als radikal und fundamentalistisch einzustufende Organisation Milli G├Âr├╝s betrieben.

2003 waren in der Stadt Willich 53% der Bev├Âlkerung katholisch und 22% evangelisch. 25% geh├Ârten keiner Konfession an oder waren statistisch nicht erfasst, wie beispielsweise Muslime. Lediglich eine Person war j├╝dischen Glaubens.

Politik

In Willich gab es bis Mitte der 1990er Jahre einen hauptamtlichen Stadtdirektor , der die Leitung der Stadtverwaltung innehatte und den ehrenamtlichen B├╝rgermeister , der den Vorsitz des Rates ├╝bernahm.

B├╝rgermeister Stadtdirektor
Dr. Hans Lamers (1970-1979) Bernhard H├╝sers (1970-1979)
K├Ąthe Franke (1979-1994) Dr. Hans Lamers (1979-1991)
Josef Heyes (1994-1995) Dieter Hehnen (1991-1995)

Am 1. Juli 1995 wurden die beiden Ämter zusammengelegt. Seit dem hatte die Stadt Willich folgende (hauptamtliche) Bürgermeister:

  1. Lukas Siebenkotten ( SPD ) (1995-1999)
  2. Josef Heyes ( CDU ) (seit 1999)

Bei der letzten Kommunalwahl am 26.09.2004 kam es zu folgendem Ergebnis (in Klammern die Zahlen von 1999):

Partei Sitze %
CDU 26 (24) 55,9 (54,5)
SPD 12 (14) 25,4 (31,4)
FDP 5 (2) 10,6 (5,4)
Gr├╝ne 3 (3) 7,9 (6,6)
Sonstige - (1) 0,2 (2,2)

Wappen

Das Wappen der Stadt Willich wurde unabh├Ąngig von den Wappen der Altgemeinden v├Âllig neu gestaltet. Der Entwurf stammt vom Str├╝mper Walter Breker und wurde durch den D├╝sseldorfer Regierungspr├Ąsidenten am 30. Oktober 1971 genehmigt.

Das Wappen zeigt auf blauem Hintergrund ein gelbes (bzw. goldenes) Quadrat, das auf allen vier Seiten von miteinander verbundenen ebenfalls gelben/goldenen Buchstaben "W" umrankt wird. Die mittleren Spitzen der Buchstaben treffen in der Mitte des Quadrats auf ein gleicharmiges Kreuz in gleicher Farbe.

Die vier Buchstaben "W" sollen die vier Altgemeinden symbolisieren, die als Einheit die Stadt Willich bilden. Das Kreuz in der Mitte soll an die kurk├Âlnische Zeit der Gemeinden erinnern.

St├Ądtepartnerschaften

  • Linselles ( Frankreich ): Die Partnerschaft wurde 1966 mit der Gemeinde Schiefbahn begr├╝ndet und 1970 von der Stadt Willich fortgef├╝hrt.
  • Zogor├ę ( Burkina Faso ): Seit 1985 besteht eine Patenschaft der Stadt Willich mit Zogor├ę, die 1991 zusammen mit Linselles zu einer gemeinsamen Partnerschaft ausgebaut wurde.

Willich unterh├Ąlt freundschaftliche Kontakte zu den St├Ądten:

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Sehensw├╝rdigkeiten

Schloss Neersen
Schloss Neersen

Willich ist eine eher funktionale Stadt ohne eine gro├če Anzahl Sehensw├╝rdigkeiten. Die bekannteste ist das Schloss Neersen mit Park und den Schlossfestspielen in Neersen (Foto), das heute als Rathaus der Stadt Willich dient. Ebenfalls ├╝ber die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist die Neersener Kapelle Klein-Jerusalem. Sie wurde 1660 errichtet und ist damit das ├Ąlteste Kirchengeb├Ąude der Stadt. Die drei katholischen Kirchen der Stadtteile Willich, Schiefbahn und Anrath markieren jeweils das Zentrum des Ortes. Sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und sind typische Kirchenbauten ihrer Zeit.

Erw├Ąhnenswert ist weiter das Haus Broich zwischen Anrath und Willich, ein ehemaliges Rittergut, das heute von einer Glaubensgemeinschaft als geistliches Zentrum genutzt wird. Die Innenst├Ądte sind von funktionalen Geb├Ąuden aus dem 20. Jahrhundert gepr├Ągt. Vereinzelt findet man aber auch ├Ąltere H├Ąuser, wie die Fachwerkh├Ąuser an der Willicher H├╝lsdonkstra├če, nahe der Kirche. Die um 1900 errichtete "Justizvollzugsanstalt Willich I und Willich II" in Anrath kann ├╝blicherweise nur von au├čen besichtigt werden.

Gr├Â├čere Parkanlagen gibt es au├čer dem Neersener Schlosspark in Anrath mit dem Theodor-Heuss-Park und in Willich mit dem Konrad-Adenauer-Park und dem Sport- und Freizeitzentrum.

Bei der Umgestaltung des Willicher Stahlwerks Becker zum Gewerbegebiet blieben einige denkmalgesch├╝tzte Stahlwerksgeb├Ąude stehen und bieten heute neben neu errichteten modernen Immobilien Dienstleistungs- und Gewerbebetrieben Platz. Eine gro├čz├╝gig angelegte Wasserachse soll auch zum Verweilen einladen. Da der Verkauf der Gewerbegrundst├╝cke jedoch schleppend verl├Ąuft, wird die Sehensw├╝rdigkeit des Gel├Ąndes durch gro├če, brachliegende und mit Schutt gef├╝llte Fl├Ąchen eingeschr├Ąnkt.

Im Willicher Stadtgebiet sind keine M├╝hlen erhalten. In der kleinen Siedlung Cl├Ârath, die sich ├╝ber die Stadtgebiete von Willich, Viersen und T├Ânisvorst erstreckt, befindet sich jedoch auf Viersener Gebiet die Cl├Ârather M├╝hle, in der in den Sommermonaten Kunstausstellungen stattfinden.

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

In den Sommermonaten finden unter freiem Himmel am Neersener Schloss die Festspiele Schloss Neersen statt. Dort werden meist ein Kinderst├╝ck und zwei oder drei weitere St├╝cke auf der gro├čen Freilichtb├╝hne aufgef├╝hrt. Dazu kommen noch Studioinszenierungen und Gastspiele.

Vom Fr├╝hling bis in den Herbst werden ├╝berall in der Stadt Sch├╝tzenfeste gefeiert. Das bekannteste ist das Willicher Sch├╝tzenfest. Es ist nach dem Neusser das zweitgr├Â├čte am linken Niederrhein.

Auch der Karneval wird in Willich gro├č gefeiert. Der gr├Â├čte Karnevalsumzug ist der Anrather Tulpensonntagszug.

Museen

Im Schloss Neersen ist die Tempor├Ąre Galerie der Stadt Willich untergebracht. Sie zeigt darstellende Kunst wechselnder K├╝nstler.

Im Willicher Gewerbegebiet Stahlwerk Becker befindet sich das Nutzfahrzeugmuseum Willich. Hier sind alte LKW, Traktoren und andere Nutzfahrzeuge ausgestellt.

Das Heimatmuseum Schiefbahn im St.-Bernhard-Gymnasium informiert zweimal im Monat und nach Vereinbarung ├╝ber die Geschichte Schiefbahns.

Sport

Der gr├Â├čte sportliche Erfolg, der vom Boden der Stadt Willich ausging, war der Gewinn der Weltmeisterschaft im Springreiten durch Norbert Koof 1982.

Im Stadtsportverband Willich ist eine Vielzahl von Vereinen zusammengeschlossen. Nachfolgend eine Auswahl herausragender Vereine.

  • DJK VfL 1919 Willich e.V. - Mit ├╝ber 2.000 Mitgliedern gr├Â├čter Verein der Stadt. Bietet in 12 Abteilungen verschiedene Sportarten wie Fu├čball, Leichtahletik, Judo, Tischtennis
  • SC 08 Schiefbahn e.V. - Einer der erfolgreichsten Willicher Fu├čballvereine
  • Schwimmverein Willich 1965 e.V. - Gr├Â├čter Willicher Schwimmverein und mehrfacher Gewinner Deutscher Jugendmeisterschaften
  • RSC "Blitz" Schiefbahn 1932 e.V. - Von den 1930er Jahren bis zu den 1980er Jahren mehrfach Gewinn Deutscher Meisterschaften im Radball und im Kunstradsport
  • Radsportverein OPEL 1924 e.V. Neersen - Sehr erfolgreicher Kunstradsport-Verein
  • Bo├čel- und B├╝gelclub 1979 e.V. - Der Willicher Club ist einer der aktivsten nordrhein-westf├Ąlischen Bo├čel-Vereine.
  • Rhein Polo Club e.V. - Der gr├Â├čte nordrhein-westf├Ąlische Polo -Verein hat sein Vereinsgel├Ąnde in Wekeln zwischen Willich und Schiefbahn.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Willicher Verkehrspolitik ist ganz auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet. Willich und Schiefbahn sind von einem Autobahnring umgeben, mit der A44 im Westen und Norden, der A52 im S├╝den und der A57 im Osten. Innerhalb des Stadtgebietes gibt es f├╝nf Autobahnanschlu├čstellen. Abgesehen von Anrath hat jeder Stadtteil eine h├Âchstens 500m vom Ortseingang entfernte Anschlu├čstelle. Somit gibt es in den Ortsteilen keinen nennenswerten Durchgangsverkehr. Den dennoch h├Ąufigen Staus versucht die Stadt mit dem Bau von Umgehungsstra├čen zu begegnen. Willich und Anrath haben Nordumgehungen, Neersen verf├╝gt mit der A44 ├╝ber eine Ostumgehung. Zus├Ątzlich sind f├╝r Schiefbahn eine Nord- und f├╝r Anrath eine weitere (Ost-)Umgehung geplant.

├ľffentliche Verkehrsmittel sind in der Stadt nur rudiment├Ąr vorhanden. Von den ehemals f├╝nf Bahnh├Âfen im heutigen Stadtgebiet ist allein der Anrather Bahnhof am ├Âstlichen Ende von Anrath , direkt an der Stadtgrenze, noch in Betrieb. Dort halten je Richtung bis zu zweimal st├╝ndlich Z├╝ge von und nach Krefeld und M├Ânchengladbach. Die Bahnlinien Krefeld - Willich - Schiefbahn-Nord - M├Ânchengladbach, sowie D├╝sseldorf - Schiefbahn - Neersen - Viersen sind in den sechziger bis siebziger Jahren ebenso eingestellt worden wie die Stra├čenbahnlinie von Krefeld ├╝ber Willich und Schiefbahn bis M├Ânchengladbach.

Buslinien verkehren wochentags ├╝berwiegend st├╝ndlich, die Linie 055 auch halbst├╝ndlich. Am Wochenende fahren die Busse alle zwei Stunden. Direktverbindungen in die umliegenden Gro├čst├Ądte gibt es von Anrath nach Krefeld und von Schiefbahn und Neersen nach M├Ânchengladbach.

Pl├Ąne f├╝r die Wiedereinf├╝hrung der Stra├čenbahnlinie von Krefeld ├╝ber Willich und Wekeln nach Schiefbahn, die urspr├╝nglich auch zur Anbindung des gro├čen Neubaugebietes Wekeln an den ├ľPNV gedacht war, sind auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Auch f├╝r eine geplante Verl├Ąngerung der Regiobahn Mettmann - D├╝sseldorf - Kaarst ├╝ber Schiefbahn nach M├Ânchengladbach (urspr├╝nglich war eine Streckenf├╝hrung ├╝ber Schiefbahn nach Viersen geplant) ist die Finanzierung und Realisierung noch ungewiss.

Autobahnen :
A44 (M├Ânchengladbach - Willich-Neersen - Willich - Krefeld - D├╝sseldorf)
A52 (M├Ânchengladbach - Willich-Schiefbahn - D├╝sseldorf)

├ľPNV :
Am ├Âstlichen Ende von Anrath , direkt an der Stadtgrenze, gibt es den einzigen Bahnhof der Stadt. Der n├Ąchste Bahnhof, an dem auch Fernz├╝ge halten, ist der D├╝sseldorfer Hauptbahnhof.

Im gesamten Stadtgebiet f├Ąhrt abends ein Anrufsammeltaxi , das auch die Bahnh├Âfe in Anrath und am Kaarster See anbindet. In Anrath verkehrt st├╝ndlich ein B├╝rgerbus , f├╝r den Stadtteil Willich ist ein solcher geplant.

RB 33 (Aachen - M├Ânchengladbach - Anrath - Krefeld - Duisburg - Wesel)
SB 86 (Kaarster See - Schiefbahn - Wekeln - Willich - M├╝nchheide)
SB 87 (Viersen - Anrath Bf - Kempen Bf - Grefrath - Nettetal-Lobberich)
094 (Viersen - Neersen - Schiefbahn - Kaarster See) (fr├╝her hie├č diese Linie 862)
036 (M├Ânchengladbach Hbf - Neersen - Schiefbahn)
038 (Anrath Bf - Neersen)
054 (Krefeld - Anrath)
055 (Krefeld-S├╝d - Willich - Schiefbahn)
056 (Krefeld-S├╝d - Willich - Neersen)
071 (Meerbusch - Willich - Anrath - Viersen)

Flugh├Ąfen :
Direkt an der s├╝dlichen Stadtgrenze liegt der ehemals zu Neersen geh├Ârende Verkehrslandeplatz M├Ânchengladbach . Der D├╝sseldorfer Flughafen ist etwa 25 Kilometer entfernt. Weitere Flugh├Ąfen in der Umgebung sind der Airport Weeze und der Flughafen K├Âln/Bonn, die jeweils rund 75 Kilometer entfernt liegen.

Wirtschaft

In den 1970er Jahren verlie├č Willichs damals wichtigster Arbeitgeber, die Hannen-Brauerei, die Stadt. Daraufhin entstand mit Unterst├╝tzung des Kreises Viersen und F├Ârdermitteln des Landes NRW westlich von Alt-Willich das Gewerbegebiet M├╝nchheide. Aufgrund der guten Autobahn-Anbindung (A44) entwickelte sich M├╝nchheide schnell zu einem der gr├Â├čten Gewerbegebiete der Region. Seit Mitte der 1990er Jahre entsteht im ehemaligen Stahlwerk Becker ein weiteres Gewerbegebiet.

Mittlerweile haben einige internationale Konzerne (z.B. LG Electronics, Pioneer, Umax , Canon, Hitachi , Seiko , Yonex ) in Willich ihre Europa- bzw. Deutschland-Zentrale.

In fr├╝heren Zeiten wichtiger Arbeitgeber in der Altgemeinde Anrath war das dortige K├Âniglich-preu├čische Gef├Ąngnis. Die heutige Justizvollzugsanstalt Willich besteht eigentlich aus zwei selbst├Ąndigen Anstalten f├╝r Frauen bzw. M├Ąnner.

Eine Willicher Besonderheit ist, dass die Arbeitslosenquote der Stadt unbekannt ist. Willich geh├Ârt zum Arbeitsamtsbezirk Krefeld und die statistischen Daten werden nur f├╝r Krefeld und Willich zusammen ver├Âffentlicht. Somit sind weder die Arbeitslosenzahlen f├╝r Krefeld, noch die f├╝r Willich und damit auch nicht die des Kreises Viersen bekannt.

Medien

In Willich erscheinen die Tageszeitungen Westdeutsche Zeitung und Rheinische Post mit Lokalausgaben. Regelm├Ą├čig erscheinende Anzeigenbl├Ątter sind die Willicher Nachrichten und der Extra-Tipp am Sonntag.

├ľffentliche Einrichtungen

Willich ist Sitz des Wehrbereichsbekleidungsamts III der Bundeswehr .

Im Stadtteil Willich befindet sich auch das Hallen- und Freibad De B├╝tt, sowie das st├Ądtische Jugendfreizeitheim "H├╝lse".

Bildung

In der Stadt Willich gibt es neun Grundschulen mit 2003 rund 2.700 Sch├╝lern. Es sind alle weiterf├╝hrende Schulformen vorhanden. Diese wurden 2003 von insgesamt 4.390 Sch├╝lern besucht

Die Robert-Schuman-Gesamtschule ist die einzige weiterf├╝hrende Schule in Alt-Willich. Sie wurde 1992 in einer ehemaligen Hauptschule eingerichtet und hatte 2003 1.112 Sch├╝ler.

Das St.-Bernhard-Gymnasium in Schiefbahn ist die ├Ąlteste weiterf├╝hrende Schule. Es entstand aus einer 1945 er├Âffneten Missionsschule und befindet sich noch heute in privater Tr├Ągerschaft der H├╝nfelder Oblaten. 2003 besuchten 1.200 Sch├╝ler das Gymnasium. Seit 1978 existiert in Schiefbahn gegen├╝ber vom Gymnasium die Willi-Graf-Realschule. Sie hatte 2003 784 Sch├╝ler.

1998 nahm in Anrath das st├Ądtische Lise-Meitner-Gymnasium den Schulbetrieb auf. 2003 lernten dort 665 Sch├╝ler, von denen die ersten 2007 ihr Abitur machen k├Ânnen. Die Johannesschule in Anrath ist die einzige noch bestehende von ehemals vier Hauptschulen in der Stadt. Sie wurde 1952 als Volksschule errichtet und hatte 2003 629 Sch├╝ler. In Neersen gibt es keine weiterf├╝hrende Schule mehr.

Mit der Pestalozzischule hat die Stadt Willich auch eine Sonderschule. Besonders hierbei ist, dass diese Schule von Willich nach Schiefbahn umgezogen ist. Im ehemaligen Geb├Ąude in Willich ist jetzt die Oberstufe der Gesamtschule untergebracht. In den neuen R├Ąumen der Sonderschule war vorher die jetzt geschlossene Hauptschule Jahnschule untergebracht.

Das Berufskolleg des Kreises Viersen hat in Willich einen Standort. Es bietet berufsvorbereitende und berufsbegleitende Bildungsg├Ąnge in verschiedenen Fachbereichen. 2004 hatte das Berufskolleg an seinen drei Standorten im Kreis insgesamt 3.038 Sch├╝ler.

Sonstiges

Landesweit bekannt ist Willich durch die Autobahnanschlu├čstelle an die A 52 in Schiefbahn. Dort staute sich bis zur Fertigstellung der Flughafenbr├╝cke der A 44 regelm├Ą├čig der Verkehr, sodass in den Verkehrsnachrichten mehrmals t├Ąglich von der Anschlu├čstelle "Willich-Schiefbahn" die Rede war. Dies f├╝hrte dazu, dass viele Ausw├Ąrtige glauben, die Stadt w├╝rde den Doppelnamen "Willich-Schiefbahn" f├╝hren, ├Ąhnlich der St├Ądte Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn.

Ber├╝hmte B├╝rger

Personen, die in der heutigen Stadt Willich geboren wurden oder hier einige Zeit gelebt oder gewirkt haben:

  • Norbert Koof ( 1982 Weltmeister im Springreiten )
  • Albert Br├╝lls (Fu├čballspieler in der Nationalmannschaft und unter anderem f├╝r Borussia M├Ânchengladbach)
  • Christian Vander (Torwart in der Fu├čball-Bundesliga, derzeit bei Werder Bremen )
  • Daniela Rath (mehrfache Deutsche Meisterin im Hochsprung und Europacup-Siegerin)
  • Werner Zylka (1962 Deutscher Meister im Marathonlauf )
  • Irmgard Gerlatzka (in den 1960er Jahren mehrfach Deutsche Meisterin, Europameisterin ┬┤

und Vizeweltmeiserin im Badminton )

  • Ludwig H├╝gen (in den 1950er Jahren Langstreckenl├Ąufer , Olympiateilnehmer 1952, Leichtathletik-Funktion├Ąr und Autor historischer B├╝cher)
  • Barbara Weiler (ehemalige Bundestagsabgeordnete und seit 1994 Europaabgeordnete f├╝r die SPD )
  • Uwe Schummer (Bundestagsabgeordneter f├╝r die CDU )

Ehrenb├╝rger der Stadt Willich

  • Pr├Ąlat Johannes Marschang (1973)
  • Alt-B├╝rgermeister (der Alt-Gemeinde Willich) Emil Merks (1979)
  • Alt-B├╝rgermeisterin K├Ąthe Franke (1994)

Des Weiteren wurde seit 1971 mehreren B├╝rgern der Ehrenring verliehen. Damit sollen B├╝rger geehrt werden, die sich "in besonders hervorragender Weise um die Stadt Willich verdient gemacht haben". Seit 1984 gibt es zus├Ątzlich die Ehrenplakette und den Ehrenteller.

Literatur

  • Willicher Kulturstiftung (Hrsg.): Stadtgeschichte Willich, B.o.s.s Druck und Medien, Kleve 2003 ISBN 3933969344
  • Stadt Willich 1970-1990; Chronik einer jungen Stadt am Niederrhein / zsgest. von Ulrike K├Ânig, Geiger, Horb am Neckar 1990 ISBN 3892644160
  • Kaiser, Hans: Willich und seine Pfarrkirche - Ein St├╝ck Ortsgeschichte, Joh. van Acken, Krefeld 1981 (ohne ISBN)

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