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Letzte Änderung für Artikel Sonsbeck: 18.02.2006 17:26

Sonsbeck

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Gemeindewappen Lage der Gemeinde
Gemeindewappen fehlt Deutschlandkarte, Position von Sonsbeck hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : DĂŒsseldorf
Regionalverband : Ruhr
Landschaftsverband: Rheinland
Kreis : Wesel
Geografische Lage :
Koordinaten: 51° 37' 0" n. Br., 6° 22' 0" Ă¶. L.
51° 37' 0" n. Br., 6° 22' 0" Ă¶. L.
Höhe : 23 m ĂŒber NN
FlĂ€che : 55,28 kmÂČ
Einwohner : 8.646 (31. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte : 156,4 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahl : 47665
Telefonvorwahl : 0 28 38
Kfz-Kennzeichen : WES
GemeindeschlĂŒssel : 05 1 70 040
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Hausanschrift der
Gemeindeverwaltung:
Herrenstraße 2
47665 Sonsbeck
Postanschrift der
Gemeindeverwaltung:
Postfach 11 29
47662 Sonsbeck
Website : www.sonsbeck.de
E-Mail-Adresse : info@sonsbeck.de
Politik
BĂŒrgermeister : Leo Giesbers ( CDU )
Sonsbeck am Fusse der Sonsbecker Schweiz
Sonsbeck am Fusse der Sonsbecker Schweiz

Die Gemeinde Sonsbeck liegt am unteren Niederrhein im Nordwesten des Bundeslands Nordrhein-Westfalen und ist eine kreisangehörige Gemeinde des Kreises Wesel im Regierungsbezirk DĂŒsseldorf.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

RĂ€umliche Lage

Die Gemeinde Sonsbeck liegt am unteren Niederrhein an der Westgrenze des Kreises Wesel zum Kreis Kleve, 8 km sĂŒdwestlich von Xanten, 11 km nordöstlich von Geldern und 17 km sĂŒdwestlich der Kreisstadt Wesel.

Gemeindegebiet

Die Gemeinde Sonsbeck hat eine GesamtflĂ€che von 55,28 kmÂČ. Der SĂŒden der Gemeinde wird durch die Niersniederung und die AuslĂ€ufer der Bönninghardt geprĂ€gt. Im Norden erhebt sich der niederrheinische Höhenzug, die sogenannte „Sonsbecker Schweiz“. Der höchste Punkt im Gemeindegebiet liegt bei 87,20 m ĂŒber NN. Teile der Naturschutzgebiete Grenzdyck und Uedemer Hochwald liegen im Gemeindegebiet.

Sonsbeck gliedert sich in die drei Ortsteile Sonsbeck, Hamb und Labbeck .

Nachbargemeinden/-stÀdte

Die Gemeinde Sonsbeck grenzt im Norden an die Gemeinde Uedem (Kreis Kleve), im Osten an die Stadt Xanten und die Gemeinde Alpen (beide Kreis Wesel), im SĂŒden an die Gemeinde Issum und die Stadt Geldern sowie im Westen an die Stadt Kevelaer (alle Kreis Kleve).
Nachbargemeinden und -stÀdte Sonsbecks

Klima

In Sonsbeck liegt die Lufttemperatur im Jahresmittel bei rund 10 °C. Vorherrschende Windrichtung im Jahresdurchschnitt ist West . Die Niederschlagsrate von Mai bis Juli betrÀgt 180 bis 200 mm.

Geschichte

Hohlweg Dassendahl
Hohlweg Dassendahl

Die SelbstĂ€ndigkeit des heutigen Sonsbecks begann mit der Verleihung der Stadtrechte durch den Grafen Theodor von Cleve am 14. Dezember 1320 . Wie lang die Besiedlung des Raumes zuvor angedauert hat kann nur geschĂ€tzt werden; doch dĂŒrften es mehr als 200 Jahre gewesen sein. Die frĂŒhere Ortsbezeichnung „Suangochesboch“, woraus spĂ€ter „Sungesbeek“ und der heutige Ortsname „Sonsbeck“ entstanden, wurde erstmals um 862 urkundlich erwĂ€hnt, so dass auch eine frĂŒhere Besiedlung nicht ausgeschlossen werden kann. Die Bezeichnung als „Suangochesboch“ liefert dazu zweideutige Hinweise, kann sie doch vom lateinischen „sus“ (= Schwein) als „Schweinebach“, also unbewohntes Weideland, gedeutet werden, sowohl als auch ĂŒber das niederdeutsche „soneman“ (= Schiedsmann). Demnach wĂ€re es der Bach an dem der Schiedsmann, der Richter, wohnte. Eine dritte Möglichkeit ergibt sich aus dem keltischen Wort „seann“ (= alt, lange bestehend). In diesem Fall wĂ€re Sonsbeck der „alte Bach“. Vom namensgebenden Bach, dessen Quelle schon zu Beginn des Mittelalters versiegt sein muss, zeugt heute nur noch ein schmales Tal von der Sonsbecker Schweiz in Richtung der Ortschaft Labbeck , das „Dassental“.

Antike

Der Römerturm
Der Römerturm

Bereits wĂ€hrend der Antike legten Römer auf dem Balberg in der Sonsbecker Schweiz einen Wachturm zur Sicherung der Heerstraße zwischen den Castra Vetera (nahe dem heutigen Xanten) und Blerick ( Niederlande ) an. SpĂ€ter wurde dieser zu einer Wehr- und Wohnburg der klevischen Grafen und Herzöge ausgebaut; bis heute existiert jedoch nur der 1417 errichtete Rundturm, der in Anlehnung an seine Vorgeschichte den Namen „Römerturm“ trĂ€gt.

Mittelalter

Die Gerebernuskapelle
Die Gerebernuskapelle

In der NĂ€he der Wohnburg entstand die erste Siedlung Suangochesboch; bald darauf entwickelte sich Sonsbeck zum Wallfahrtsort . Der Legende entsprechend soll im 6. / 7. Jahrhundert der Priester Gerebernus am Hof eines irischen Königs Erzieher von dessen Tochter Dymphna gewesen sein. Als der König nach dem Tod seiner Frau seine Tochter zur Gattin nehmen wollte floh Dymphna mit Gerebernus, wurde in Geel bei Antwerpen vom Vater entdeckt und erlitt gemeinsam mit Gerebernus den MĂ€rtyrertod. Der Legende nach wurden die Reliquien des Gerebernus bis auf den Kopf von „RĂ€ubern aus Xanten“ aus Geel entwendet. Sie gelangten daraufhin nach Sonsbeck, wo eine Kapelle errichtet wurde, die bis zum Zweiten Weltkrieg Wallfahrtskapelle blieb.

Eingang zur katholischen Kirche
Eingang zur katholischen Kirche

1203 wurde die Sonsbecker Kapelle von der Kirchengemeinde des Xantener Viktorstiftes getrennt und zur Pfarrei erhoben. Zur gleichen Zeit entwickelte sich unweit am Fuß der Sonsbecker Schweiz eine weitere Siedlung, die den Namen der bereits bestehenden Siedlung ĂŒbernahm. Das bedeutendste Baudenkmal dieser Siedlung ist die Magdalenenkirche, die 1431 fertiggestellt wurde. Papst Eugen IV. ordnete im gleichen Jahr die Übertragung des Taufsteins an die Magdalenakirche an, die alte Pfarrkirche sollte jedoch erhalten und die fromme Übung der Wallfahrt bewahrt werden. Ebenfalls 1431 erhielt Sonsbeck das Marktrecht . 1478 wurde St. Gerebernus an Stelle der ersten Pfarrkapelle errichtet.

Neuzeit

Die Hochstrasse
Die Hochstrasse

Besondere Bedeutung hatte wie fĂŒr die gesamte Region auch fĂŒr Sonsbeck der um die Wende des 16. Jahrhunderts beginnende JĂŒlich-Klevische Erbfolgestreit, dem bis zum Ende des AchtzigjĂ€hrigen Kriegs kein lĂ€nger andauernder Frieden folgen sollte. Von 1794 bis 1814 wurde Sonsbeck als Teil des linken Niederrheins durch Franzosen besetzt und ins Roer-Department eingegliedert. WĂ€hrend dieser Zeit verlor die heutige Gemeinde ihre Stadtrechte.

Ab 1815 gehörte Sonsbeck erneut zum Königreich Preußen und bildete eine BĂŒrgermeisterei mit dem nahe gelegenen Hamb ; diese wurde mit der BĂŒrgermeisterei Labbeck in Personalunion verwaltet. Im Zuge der Preußischen Verwaltungsorganisation kam Sonsbeck am 23. April 1816 zum Landkreis Rheinberg als einem von ĂŒber 40 Landkreisen der Provinz JĂŒlich-Kleve-Berg, der spĂ€teren Rheinprovinz, der aber schon 1823 mit dem Landkreis Geldern vereinigt wurde. Diese Vereinigung wurde bereits 1857 rĂŒckgĂ€ngig gemacht. Von da ab gehörte Sonsbeck zum Landkreis Moers.

WÀhrend des Zweiten Weltkriegs wurde Sonsbeck zu 85 Prozent zerstört.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Am 1. Juli 1969 wurden im Zuge des 1. kommunalen Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen die bis dahin selbststĂ€ndigen Gemeinden Hamb, Labbeck und Sonsbeck des ehemaligen Amtes Sonsbeck zu einer neuen Gemeinde Sonsbeck zusammengeschlossen. Seit dem 1. Januar 1975 gehört Sonsbeck zum Kreis Wesel, in dem der frĂŒhere Kreis Moers aufging.

Demografie

Bevölkerungsstruktur

Am 31. Dezember 2004 zÀhlte die Gemeinde Sonsbeck 8.646 Einwohner, von denen 64,0 Prozent der römisch-katholischen, 20,4 Prozent der evangelischen und 15,6 Prozent anderen Konfessionen angehörten. Der AuslÀnderanteil lag bei 3,9 Prozent.

Bevölkerungsentwicklung

Amtliche Wohnbevölkerung am 31. Dezember :

Jahr   Einwohnerzahl
1939 4.700
1950 5.000
1970 6.000
1977 6.560
1979 6.804
1984 6.824
1985 6.827
1986 6.847
Jahr   Einwohnerzahl
1987 6.927
1988 6.961
1989 7.008
1990 7.150
1991 7.358
1992 7.500
1993 7.457
1994 7.511
Jahr   Einwohnerzahl
1995 7.530
1996 7.847
1997 8.116
1998 8.200
1999 8.312
2000 8.573
2001 8.687
2004 8.646

Politik

Gemeinderat

Das neue Rathaus
Das neue Rathaus

BĂŒrgermeister der Gemeinde Sonsbeck ist Leo Giesbers ( CDU ).

Die 26 Sitze im Gemeinderat verteilen sich nach dem Ergebnis der Kommunalwahl 2004 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:

Partei
Sitze
Christlich Demokratische Union
15
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
4
BĂŒrgerinitiative Sonsbeck
3
BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen
2
Freie Demokratische Partei
2

StÀdtepartnerschaften

  • Sandwich (England)

SehenswĂŒrdigkeiten

  • St. Gerebernus-Kapelle
  • Katholische Kirche St. Maria-Magdalena
  • Evangelische Kirche
  • Gommansche MĂŒhle
  • Römerturm
  • Aussichtsturm
  • St. Antonius-Kapelle im Ortsteil Hamb
  • Pestkreuz im Ortsteil Labbeck
  • WindmĂŒhle im Ortsteil Labbeck
  • Forsthaus Hasenacker
  • JĂŒdischer Friedhof

Verkehr

Schienen- und Busverkehr

Im Öffentlichen Personennahverkehr verbindet die VGN-Buslinie 36 Sonsbeck mit den Bahnhöfen Geldern und Xanten. DarĂŒber hinaus erschließt ein BĂŒrgerbus das Gemeindegebiet. Es gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) und tarifraumĂŒberschreitend der NRW-Tarif .

Straßen

Sonsbeck ist ĂŒber die Bundesautobahn 57 ( E 31 ) erreichbar. Durch die Gemeinde verlaufen 28,1 km Landes- , 10,2 km Kreisstraßen sowie 46,4 km Gemeinde- und Gemeindeverbindungsstraßen.

Literatur

Bernhard Roßhoff: Gemeinde Sonsbeck am Niederrhein (Rheinsche KunststĂ€tten, Heft 313, 1986)

Weblinks

Wikipedia

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