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Letzte Änderung für Artikel Kamp-Lintfort: 18.02.2006 00:27

Kamp-Lintfort

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Stadtwappen Lage der Stadt
Stadtwappen der Stadt Kamp-Lintfort Deutschlandkarte, Position von Kamp-Lintfort hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : D├╝sseldorf
Regionalverband Ruhr
Landschaftsverband: Rheinland
Kreis : Wesel
Geografische Lage :
Koordinaten: 51┬░ 30' 0" n. Br., 6┬░ 31' 60" ├Â. L.
51┬░ 30' 0" n. Br., 6┬░ 31' 60" ├Â. L.
H├Âhe : 33 m ├╝ber NN
Fl├Ąche : 63,16 km┬▓
Einwohner : 39.750 (31. Dez. 2004)
Bev├Âlkerungsdichte : 629,4 Einwohner je km┬▓
Postleitzahlen : 47456 - 47475
Telefonvorwahl : 0 28 42
Kfz-Kennzeichen : WES
Gemeindeschl├╝ssel : 05 1 70 020
Stadtgliederung: 11 Stadtteile
Hausanschrift der
Stadtverwaltung:
Am Rathaus 2
47475 Kamp-Lintfort
Postanschrift der
Stadtverwaltung:
Postfach 10 17 60
47462 Kamp-Lintfort
Website : www.kamp-lintfort.de
E-Mail-Adresse : info@kamp-lintfort.de
Politik
B├╝rgermeister : Dr. Christoph Landscheidt ( SPD )

Die Stadt Kamp-Lintfort liegt am unteren Niederrhein im Nordwesten des Ruhrgebiets in Nordrhein-Westfalen und ist eine Mittlere kreisangeh├Ârige Stadt des Kreises Wesel im Regierungsbezirk D├╝sseldorf und im Regionalverband Ruhr.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

R├Ąumliche Lage

Kamp-Lintfort liegt in der niederrheinischen Tiefebene, 6 km s├╝dwestlich von Rheinberg und 8 km nordwestlich von Moers. Einen Gro├čteil des Stadtgebiets f├╝llt das Waldgebiet ÔÇ×LeuchtÔÇť aus, welches zum Staatsforst Xanten geh├Ârt.

Stadtgliederung

Das zusammenh├Ąngende Stadtgebiet wird gr├Â├čtenteils durch den Ortsteil Lintfort gebildet. Werkskolonien der Zeche Friedrich Heinrich sowie einer fr├╝her betriebenen Ziegelei pr├Ągen gro├če Teile des Stadtbildes. Im Zentrum formen die ÔÇ×Drei Wei├čen RiesenÔÇť die Skyline von Kamp-Lintfort; mit 95% Leerstand ist dieses stadtplanerische Projekt der sp├Ąten 60er Jahre inzwischen zum Alptraum mutiert. F├╝r diese Geb├Ąude ist eine Umnutzung geplant. Geld des Landes Nordrhein-Westfalen hierf├╝r wurde bereits bewilligt. Weiterhin wird die Skyline von Kamp-Lintfort durch die zwischen 1975 und 1985 errichteten Bauten der neuen Innenstadt bestimmt.

Im Gegensatz dazu bildet der Ortsteil Kamp mit der historischen Besiedlung aus der Bl├╝tezeit des Klosters das historische Zentrum der Stadt.

In den 50er Jahren wurden an den R├Ąndern des Ortsteiles Lintfort am Tor Ost sowie in den Gemarkungen Geisbruch und Gestfeld zus├Ątzliche Siedlungsbebauungen vorgenommen. Diese Stadtteile wurden sp├Ąter durch Eigenheimbauten aufgestockt. Der Stadtteil Niersenbruch zeichnet sich durch ├╝berwiegende Einzelbebauung aus. Die au├čerhalb liegenden Ortsteile haben sich den l├Ąndlichen Charakter bewahrt. Besonders hervorzuheben ist hierbei das Stra├čendorf Hoerstgen.

Bergarbeiterh├Ąuschen und die "Drei Wei├čen Riesen" in Kamp-Lintfort
Bergarbeiterh├Ąuschen und die "Drei Wei├čen Riesen" in Kamp-Lintfort

Die Stadt Kamp-Lintfort gliedert sich in die elf Stadtteile

  • Lintfort
  • Kamp
    • Niederkamp
    • Altfeld
    • Dachsbruch
    • Wickrath
  • Eyll
  • Geisbruch
  • Gestfeld
  • Hoerstgen
  • Kamperbruch
  • Niersenbruch
  • Kamperbr├╝ck
  • Rossenray
  • Saalhoff

Nachbargemeinden/-st├Ądte

Gemeinde Issum
(Kreis Kleve)
Gemeinde Alpen Stadt Rheinberg
Bild:Windrose_klein.png
Gemeinde Rheurdt
(Kreis Kleve)
Stadt Neukirchen-Vluyn Stadt Moers


Geschichte

Kamp-Lintfort, Kloster Kamp, Terrassengartenpanorama
Kamp-Lintfort, Kloster Kamp, Terrassengartenpanorama

Der Name Kamp kommt vom lateinischen campus und bedeutet Feld. Die Bezeichnung geht auf das Mittelalter zur├╝ck, da das Gebiet der Stadt haupts├Ąchlich aus Sumpflandschaft bestand. Das war auch einer der Gr├╝nde, warum die Zisterzienser nicht, wie ├╝blich, ihren Ordenssitz auf dem Land bauten, sondern auf eine Erh├Âhung, den Kamper Berg (H├Âhe: 45 m), verlegten.

Aus dem Altfr├Ąnkischen stammt der Name Lintfort, der so viel wie ÔÇ×Saum des MooresÔÇť bedeutet.

Die fr├╝hesten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Jungsteinzeit, etwa 3000 v. Chr. bis 1800 v. Chr. Die fr├╝heste schriftliche Erw├Ąhnung des Ortes stammt aus dem Jahr 856 : ter eke in boicholt. Am 31. Januar 1123 (damals wurde noch der Julianische Kalender angewandt, deshalb gibt es auch Schriften, die das Jahr 1122 angeben) wurde mit Unterst├╝tzung des K├Âlner Erzbischofs Friedrich I. das erste Zisterzienserkloster auf deutschem Boden gegr├╝ndet. Ausgehend vom Kloster Kamp wurden etwa 100 weitere Niederlassungen der Zisterzienser gegr├╝ndet, die sich bis ins Baltikum erstreckten. Nach dem Truchsessischen Krieg ( 1583 bis 1587 ) verlie├č der letzte Abt das Kloster und erst 1640 kamen die ersten Zisterzienser zur├╝ck und bauten das Kloster wieder auf. Nach dem Beginn des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges ( 1620 ) begannen die Spanier mit dem Bau der Fossa Eugeniana, die den Rhein mit der Maas verbinden sollte. Dieser Kanal nahm seinen Verlauf direkt am Kloster vorbei. Auf dem Gebiet von Kamp-Lintfort wurden auch mehrere Schanzen zum Schutz gegen die Niederl├Ąnder errichtet.

In den Jahren 1695 bis 1705 wurden unter den ├äbten Holtmann, ├á Richterich und Norf die heutigen barocken Geb├Ąude der Klosterkirche sowie des Krankenhauses (heute Pfarramt) errichtet. Weiterhin wurden an der S├╝dseite der Klosterkirche umfangreiche Konventsgeb├Ąude errichtet. 1742 bis 1747 wurde unter dem Abt Daniels die pr├Ąchtige Terrassengartenanlage am S├╝dhang des Kamper Berges sowie ein schlo├čartiges Pr├Ąlaturgeb├Ąude an der Westseite der Klosterkirche errichtet. Dem Kloster wurde der juristische Titel einer Pr├Ąlatur mit eigener Rechtsprechung zuerkannt. Hierzu wurde auf dem Kamper Berg ein separates Gerichtsgeb├Ąude errichtet, welches heute als Denkmal erhalten ist. Nach der franz├Âsischen Besetzung wurde das Kloster 1802 s├Ąkularisiert und die M├Ânche vertrieben; nur einer blieb, um die Seelsorge des Ortes weiterzuf├╝hren. Die umfangreichen Klostergeb├Ąude wurden mit Ausnahme der Kirche und dem Krankenhaus als Pfarrhaus abgebrochen. Der Terrassengarten blieb sich selbst ├╝berlassen und verwilderte.

Der heutige Stadtteil Hoerstgen bildete die gleichnamige Herrschaft, welche ein Lehen der Grafschaft Moers war. Sie ging durch Erbschaft ├╝ber die von Drachenfels an die Mirlar zu Millendonk und 1754 an die Freiherren von Knesebeck ├╝ber. Die Reichsunmittelbarkeit wurde von den Nachbarn Moers und Kurk├Âln bestritten. Sie wurde wie die ├╝brigen Teile des Niederrheins ab 1815 Teil Preu├čens.

Nach dem Wiener Kongress 1815 fiel ein gro├čer Teil des linken Niederrheins an Preu├čen . Die auf dem Stadtgebiet liegenden B├╝rgermeistereien Camp und Vierquartieren wurden dem Kreis Moers zugeordnet. Am 1. Mai 1907 erfolgte der erste Spatenstich der Zeche Friedrich Heinrich, welche am 1. Juli 1912 die Kohlef├Ârderung aufnahm. Durch den nun folgenden Bau der Werkssiedlungen der Zeche sowie der gleichzeitig in Betrieb gekommenen Ziegelei Pauen in Kamperbruch bildete sich auf freier Fl├Ąche ein zusammenh├Ąngendes Siedlungsgebiet. In den Jahren 1928 bis 1930 wurde in Lintfort die Christuskirche als Hauptkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Lintfort errichtet. Diese Gemeinde hatte seit 1914 in der Zechensiedlung eine Notkirche unterhalten. Ferner wurde in Lintfort die Filialgemeinde St. Josef eingerichtet, die ebenfalls zun├Ąchst in einer Notkirche untergebracht war. Von 1931 bis 1934 wurde f├╝r die Gemeinde St. Josef als Pfarrkirche von Lintfort ein pr├Ąchtiger Kirchenbau errichtet.

1934 wurden die Orte Kamp und Lintfort zur Gro├čgemeinde Kamp-Lintfort vereinigt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde nur teilweise zerst├Ârt. Insbesondere die zechennahen Bereiche der Altsiedlung wurden bei Bombardements in Mitleidenschaft gezogen. Sp├Ąter wurden bei dem alliierten Vormarsch im Fr├╝hjahr 1945 der Bereich um das Kloster Kamp st├Ąrker in Mitleidenschaft gezogen.

Am 25. M├Ąrz 1945 trafen sich die Befehlshaber der alliierten Truppen im Neuen Casino der Zeche Friedrich Heinrich. Es waren dies der US-General und sp├Ątere US-amerikanische Pr├Ąsident Dwight D. Eisenhower , Premierminister Winston Churchill und Field Marshal Bernard Montgomery .

Am 12. Februar 1950 wurden der Gro├čgemeinde Kamp-Lintfort die Stadtrechte verliehen. Hierzu wurde die am 7. Januar ausgestellte Urkunde zur Verleihung der Stadtrechte an B├╝rgermeister Robert Schmelzing ├╝bergeben. 1954 zog der Orden der (beschuhten) Karmeliter mit 9 Ordensleuten in das Kloster ein. 1957 wurde auf dem Zechengel├Ąnde Friedrich Heinrich der neue F├Ârderturm des Schachtes 1 eingeweiht und im Lauf der Zeit zu einem der Wahrzeichen der Stadt. Die Feldhandballmannschaft des TuS Lintfort wurde 1959 mit einem 10:9 ├╝ber Bayer 04 Leverkusen erstmals deutscher Meister, 1961 konnte der Titel ein weiteres Mal gegen den TSV Ansbach geholt werden. Ab 1963 wurde auf der Schachtanlage Rossenray Kohle abgebaut. 1970 erhielt die Landschaft mit dem Bau des gro├čen F├Ârderturms Rossenray 1 eine weitere weithin sichtbare Landmarke.

Mit der Kreisreform 1975 wurde der Kreis Moers aufgel├Âst und die Stadt kam zum Kreis Wesel. Die geplante Eingemeindung nach Duisburg konnte verhindert werden.

In den siebziger und achtziger Jahren wurde auf dem brachliegenden Gel├Ąnde der Ziegeli Pauen und angrenzenden Freifl├Ąchen eine v├Âllig neu konzipierte Innenstadt mit neuem Rathaus errichtet. Diese bilden seither das kommunale Zentrum der Stadt.

1988 wurde mit der Wiederherstellung der brachliegenden Terrasseng├Ąrten des Klosters Kamp begonnen. Dieser wurde am 1. Oktober 1990 mit einer feierlichen Veranstaltung wieder er├Âffnet.

Der Bischof von M├╝nster, Reinhard Lettmann , plante 2002 mit dem Orden der Karmeliter ein kulturelles und geistliches Zentrum auf dem Kamper Berg, da die Karmeliter den Konvent aufl├Âsten und nur ein Ordensangeh├Âriger als Priester im ehemaligen Kloster verblieb.

Im Jahr 2003 feierte die Niederlassung der Firma Siemens in Kamp-Lintfort ihr 40j├Ąhriges Bestehen.

Am 28. November 2004 fusionierten alle katholischen Gemeinden der Stadt zu einer einzigen, der Gemeinde St. Josef.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen der Stadt Kamp-Lintfort. Die Zahlen sind entweder Sch├Ątzungen, Volksz├Ąhlungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen ├ämter (nur Hauptwohnsitze). Die aktuellen Angaben der Tabelle beziehen sich auf die Daten der Stadt Kamp-Lintfort.

Jahr Einwohnerzahlen
6. Juni 1961 ┬╣ 34.768
1. Januar 1966 37.899
1. Januar 1970 ┬╣ 39.090
1. Januar 1975 39.197
1. Januar 1980 39.766
1. Januar 1985 38.808
1. Januar 1987 ┬╣ 38.534
Jahr Einwohnerzahlen
1. Januar 1990 39.632
31. Dezember 1995 41.267
31. Dezember 2000 40.755
31. Dezember 2001 40.883
31. Dezember 2002 40.691
31. Dezember 2003 40.512
31. Dezember 2004 40.485

Bis zum fr├╝hen 20. Jahrhundert gab es kaum Einwohner auf dem heutigen Stadtgebiet. Au├čer den Stadtteilen Kamp und Hoerstgen waren die anderen Gebiete recht sp├Ąrlich bewohnt. 1910 lag die Einwohnerzahl bei etwa 3.000, bis 1939 war sie auf etwa 23.300 angestiegen, eine Folge des Bergbaus, der viele Menschen an Rhein und Ruhr ziehen lie├č. Die meisten kamen aus dem deutschen Osten oder aus Polen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mehrere neue Siedlungsgebiete geschaffen und 1960 war die Bev├Âlkerung auf 35.000 Einwohner angewachsen. Bis zum Jahr 2002 ist die Bev├Âlkerung allerdings nur noch sehr langsam auf ca. 40.000 angewachsen und stagniert seitdem, u.a eine Folge des R├╝ckgangs des Kohlebergbaus und des wirtschaftlichen Strukturwandels in der Region.

Politik

Stadtrat

B├╝rgermeister der Stadt Kamp-Lintfort ist Dr. Christoph Landscheidt (SPD) .

Die 44 Sitze im Stadtrat verteilen sich nach dem Ergebnis der Kommunalwahl 2004 folgenderma├čen auf die einzelnen Parteien:

Partei
Sitze
Sozialdemokratische Partei Deutschlands 22
Christlich Demokratische Union 13
Freie B├╝rgerinitiative 5
B├╝ndnis 90/Die Gr├╝nen 3
Freie Demokratische Partei 1

Stadtwappen

Stadtwappen der Stadt Kamp-Lintfort
Stadtwappen der Stadt Kamp-Lintfort

Im Stadtwappen sind die historischen und pr├Ągenden Elemente der Stadt verbildlicht: oben links das Wappen der Zisterzienser mit Weltkugel und Pflugschar, in der Mitte ein abstrahiertes Abbild des Klosters und darunter Hammer und Schl├Ągel f├╝r das Kohlebergwerk, den gr├Â├čten Arbeitgeber der Stadt. Das Stadtwappen wurde am 9. Dezember 1949 genehmigt.

St├Ądtepartnerschaften

Partnerst├Ądte sind seit dem 4. September 1981 Chester-Le-Street in Nordengland , seit dem 16. September 1989 Cambrai in Frankreich und seit dem 18. April 2004 Zory in Polen .

Au├čerdem gab es bis April 2005 noch eine Partnerschaft mit dem Flugk├Ârperschnellboot S 64 ÔÇ×BussardÔÇť des Marinest├╝tzpunktes in Warnem├╝nde, welche nach Au├čerdienststellung des Bootes beendet wurde.

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Hier ist das ehemalige Zisterzienser - und Karmeliterkloster Kamp mit dem 1990 rekonstruierten Barockgarten und dem Ordensmuseum zu erw├Ąhnen. Au├čerdem gibt es noch den ehemaligen Adelssitz Haus Dieprahm, der Ende des 20. Jahrhunderts komplett renoviert worden ist. Im Stadtteil Hoerstgen steht in der evangelischen Kirche eine funktionst├╝chtige Weidtmann-Orgel aus dem Jahr 1732 . Ebenfalls in Hoerstgen liegt das Haus Frohnenbruch, ein mittelalterlicher Herrschaftssitz, der erstmals 1304 erw├Ąhnt worden ist. Die Ortschaft war w├Ąhrend der Zeit des Heiligen R├Âmischen Reiches eine reichsunmittelbare Herrschaft. Eine weitere Sehensw├╝rdigkeit ist das Gut Eyll und die angrenzende katholische Kirche, die um 1430 erbaut worden ist. Im fr├╝hen 20. Jahrhundert ist in Kamp-Lintfort eine Altsiedlung im Stile einer Gartenstadt entstanden, die im Gegensatz zu den Mietskasernen der Jahrhundertwende sehr aufgelockert ist. Mit 76 ha ist sie die gr├Â├čte erhaltene Werkssiedlung des rheinisch-westf├Ąlischen Industriegebietes und steht heute nach umfangreicher Sanierung und Restaurierung unter Denkmalschutz. (Geh├Ârt als westlichste Sehensw├╝rdigkeit zur Route der Industriekultur)

Theater

In der Stadthalle werden mehrmals im Jahr Kabarett und Schauspiele sowie von der B├╝hne 69 Boulevardkom├Âdien angeboten. Auf dem Kamper Berg findet jeden Sommer ein Freilichttheater, gestaltet vom Landestheater Burghofb├╝hne statt, das ca. 3.000 Besucher jedes Jahr anlockt.

Museen

Das Ordensmuseum auf dem Kamper Berg zeigt Gegenst├Ąnde aus der Zeit der Zisterzienserm├Ânche. Kostbarstes Ausstellungsst├╝ck ist das Kamper Antependium , ein Altarvorhang aus dem 14. Jahrhundert . Das Geologische Museum besitzt einen reichen Fundus an Fossilien , Gesteinen und Mineralien , die im Bereich der Zeche gefunden worden sind. Die Sammlung besteht seit 1907 .

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

Jedes Jahr am 1. Mai findet am Eyller Berg ein vom ADAC ausgetragenes Moto-Cross-Rennen statt. Das Rennen wird auch f├╝r die deutsche Meisterschaft gewertet.

Auf dem Kamper Berg findet alle 2 Jahre ein mittelalterlicher Markt statt, auf dem verschiedene Lebensmittel dieser Zeit angeboten werden, mittelalterliche Musik gespielt wird und auch k├╝nstlerische Darbietungen gezeigt werden.

Infrastruktur und Wirtschaft

Verkehrsinfrastruktur

Busverkehr

Im Stra├čenpersonennahverkehr verbindet der Schnellbus SB 30 Geldern ├╝ber Kamp-Lintfort und Moers mit Duisburg.

F├╝r den gesamten ├ľffentlichen Personennahverkehr (├ľPNV) gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) und tarifraum├╝berschreitend der NRW-Tarif . Er wird unter anderem von der NIAG durchgef├╝hrt.

Flugverkehr

Im Ortsteil Saalhoff wurde 1969 der Sonderlandeplatz Kamp-Lintfort (EDLC) er├Âffnet. Dieser Flugplatz ist zugelassen f├╝r den Betrieb von Motorflugzeugen bis 2 t max. Abfluggewicht, f├╝r Hubschrauber bis 5,7 t max. Abfluggewicht, Segelflug, Ultraleichtflug und Hei├čluftballonbetrieb.

Die Flugplatzkoordinaten sind 51┬░32' N, 06┬░32' E. Es steht eine 600 m lange Graslandebahn in der Ausrichtung 07 / 25 zur Verf├╝gung. Als Treibstoff steht AVGAS 100LL sowie MOGAS/Super Plus zur Verf├╝gung. Weitere Anflughilfen sind ein UKW-Peiler VDF/QDM sowie ein Flugplatzleuchtfeuer (ABN).

Betreiber des Flugplatzes ist die Luftsportgemeinschaft Kamp-Lintfort e.V. im DAeC.

Stra├čen

Kamp-Lintfort ist an die Bundesautobahnen A 42 und A 57 ( E 31 ) sowie ├╝ber die Bundesstra├če 510 angebunden. Derzeit wird als Verl├Ąngerung der A 42 die Bundesstra├če 528 als S├╝dumgehung des Stadtgebietes gebaut.

Unternehmen

Kamp-Lintfort ist stark vom Bergbau gepr├Ągt. Ein Gro├čteil der Besch├Ąftigten arbeitet auch immer noch im heutigen Bergwerk West, fr├╝her Friedrich-Heinrich.

Ein weiterer gro├čer Betrieb ist die Firma Siemens, die hier Mobiltelefone herstellt. Der Siemens-Standort in Kamp-Lintfort ist seit 2004 allerdings akut gef├Ąhrdet. Im Jahre 2005 fasste der Vorstand der Siemens AG den Entschluss, die Fertigung der Mobiltelefone mit den Standorten Kamp-Lintfort und Bocholt an BenQ zu ver├Ąu├čern.

In den Gewerbegebieten Nord, S├╝d und Ost sind diverse kleine und mittelst├Ąndische Unternehmen angesiedelt, im Gebiet S├╝d unter anderem eine Logisitkfiliale der Kaiser + Kraft AG sowie ein ├╝berregional bekanntes Unternehmen der Lebensmittelherstellung.

Ferner wurde seit 1989 der Gewerbe- und Technologiepark Dieprahm westlich des Gewerbegebiets S├╝d angelegt. Dieser beherbergt diverse Unternehmungen der Hochtechnologie und Dienstleistungsbranche. Ferner ist dort das Institut f├╝r Mobil- und Satellitenfunktechnik ( IMST ) der Universit├Ąt Duisburg-Essen angesiedelt.

Seit 1993 betreibt der Kreis Wesel das teilweise umstrittene Abfallentsorgungszentrum (AEZ) Asdonkshof an der ├Âstlichen Stadtgrenze. Dieser Anlage ist ein M├╝llheizkraftwerk mit einem 250 m hohen Kamin angegliedert.

Seit 1997 werden in dem neuen Gewerbegebiet Nord/Kamperbruch sowie in Umgebung der Schachtanlage Rossenray neue Gewerbefl├Ąchen erschlossen. Diese sind durch ein Logistikzentrum der Handelskette LiDL, Kies- und Bauindustrie sowie kleine und mittelst├Ąndische Unternehmen besiedelt.

Medien

Das Lokalradio ÔÇ×Radio K.W.ÔÇť sendet im gesamten Kreisgebiet und hat seinen Sitz in Rheinberg. In Kamp-Lintfort existiert bei der Volkshochschule eine von sechs Radiowerkst├Ątten. In diesen Studios wird der gr├Â├čte Teil der Sendungen des B├╝rgerfunks produziert. Die Ausstattung ist auf technisch hohem Niveau. Neben den traditionellen Bandmaschinen sind l├Ąngst die digitalen Schnittpl├Ątze im linearen Audionetzwerk eingezogen.

Literatur

  • Dr. Georg Geisbauer, O. Carm., Kloster Kamp, seine ├äbte und Filiationen; Die Kamper Chronik - deutsch (Eigenverlag Kloster Kamp), Kamp-Lintfort 2002
  • E. G. Piecha, Kamp-Lintfort im Spiegel der Geschichte (hrsg. von der Stadt Kamp-Lintfort), K├Âln 1978
  • Erich Willicks, Dr. Georg Geisbauer (O. Carm.), Kloster Kamp - Geschichte und Gegenwart, Kamp-Lintfort 2000 (Eigenverlag Kloster Kamp)
  • Stadt Kamp-Lintfort (Hrsg.), 50 Jahre Kamp-Lintfort (Festschrift), Kamp-Lintfort 1999
  • Hans Kollert, Erinnerungen, von Camp bis Kamp-Lintfort in bisher kaum ver├Âffentlichen Bildern, Kamp-Lintfort 1989

Weblinks

Commons: Kamp-Lintfort ÔÇô Bilder, Videos oder Audiodateien

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