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Letzte Änderung für Artikel Dinslaken: 18.02.2006 00:41

Dinslaken

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Stadtwappen Lage der Stadt
Wappen der Stadt Dinslaken Deutschlandkarte, Position von Dinslaken hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : DĂŒsseldorf
Regionalverband : Ruhr
Landschaftsverband: Rheinland
Kreis : Wesel
Geografische Lage :
Koordinaten: 51° 34' 00" n. Br., 6° 44' 00" Ă¶. L.
51° 34' 00" n. Br., 6° 44' 00" Ă¶. L.
Höhe : 20,5 - 113 m ĂŒber NN
FlĂ€che : 47,67 kmÂČ
Einwohner : 72.599 (31. Dezember 2005)
Bevölkerungsdichte : 1478,1 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen : 46535, 46537 u. 46539
Telefonvorwahl : 0 20 64
Kfz-Kennzeichen : WES
GemeindeschlĂŒssel : 05 1 70 008
Stadtgliederung: 12 Stadtteile
Hausanschrift der
Stadtverwaltung:
Platz d'Agen 1
46535 Dinslaken
Postanschrift der
Stadtverwaltung:
Postfach 10 05 40
46525 Dinslaken
Website : www.dinslaken.de
E-Mail-Adresse : info@dinslaken.de
Politik
BĂŒrgermeisterin : Sabine Weiss ( CDU )
Dinslaken, Burgtor
Dinslaken, Burgtor

Die Stadt Dinslaken liegt am unteren Niederrhein im Nordwesten des Ruhrgebiets in Nordrhein-Westfalen und ist eine Große kreisangehörige Stadt des Kreises Wesel im Regierungsbezirk DĂŒsseldorf und im Regionalverband Ruhr.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

RĂ€umliche Lage

Dinslaken liegt ungefĂ€hr gleich weit (ca. 13 km) von Oberhausen im SĂŒdosten und Wesel im Nordwesten entfernt. Im Osten grenzt der Naturpark Hohe Mark an Dinslaken.

Stadtgebiet

Die GesamtflĂ€che des Stadtgebietes betrĂ€gt rund 48 Quadratkilometer. Die maximale Nord-SĂŒd-Ausdehnung liegt bei 8,5 Kilometern, in west-östlicher Richtung sind es 12,4 Kilometer. Der höchste Punkt des Stadtgebiets liegt 113,0 m, der tiefste Punkt 20,5 m ĂŒber NN.

RÀumlich ist das Stadtgebiet in folgende zwölf Stadtteile gegliedert

  • Eppinghoven
  • Hiesfeld
  • Innenstadt
  • Lohberg
  • Oberlohberg
  • Bruch
  • Averbruch
  • StrĂ€terei
  • Grafschaft
  • Am Stapp
  • Barmingholten
  • HĂŒhnerheide

Nachbargemeinden/-stÀdte

Die Stadt Dinslaken grenzt im Norden an die Gemeinde HĂŒnxe, im Osten an die kreisfreie Stadt Bottrop, im SĂŒdosten an die kreisfreie Stadt Oberhausen, im SĂŒden an die kreisfreie Stadt Duisburg sowie im Westen und Nordwesten an die StĂ€dte Rheinberg und Voerde.
Nachbargemeinden und -stÀdte Dinslakens

Geschichte

Mittelalter

Ausgangspunkt der historischen Entwicklung Dinslakens wird eine Motte gewesen sein, ein WohnhĂŒgel mit Graben und Schutzwall, an der Stelle der heutigen Burg. Der Name Dinslaken erklĂ€rt sich aus den bis in die 1950er Jahre im Stadtgebiet vorhandenen TĂŒmpeln, Laken. Im 12. Jahrhundert wurde Dinslaken in einem Grund- und Zinsbuch des Klosters Werden als „Lake juxta instincfeld“ (Lake bei Hiesfeld) erstmals urkundlich erwĂ€hnt. Im gleichen Zeitraum wurde auch ein Kastell errichtet, welches 1420 zu einer Burg ausgebaut und im Folgenen als „Hexen“-GefĂ€ngnis genutzt wurde. Bereits 1273 verlieh Graf Dietrich VI. der Ortschaft Stadtrechte . Dinslakener Gewerbetreibende konzentrierten sich in dieser Zeit vor allem auf die Produktion und den Verkauf von Tuch und Leinen . Am 21. September 1412 stellte Graf Adolf IV. eine Urkunde aus, in der er der Stadt Dinslaken ein „Wollenamt“ (eine Tuchmacher gilde ) bewilligte. 1478 erhielt Dinslaken Marktrechte und trat 1540 der Hanse bei.

Renaissance

WÀhrend des AchtzigjÀhrigen Kriegs wurde die Dinslakener Burg 1627 durch niederlÀndische Truppen eingenommen und niedergebrannt, jedoch spÀter wiedererrichtet. Erst 1770 wurde der Turm der Burg durch Blitzschlag schwer beschÀdigt und die Burg zum Sitz des Rentmeisters umfunktioniert.

1709 erwĂ€hnte eine von Wesel ausgehenden Botenpost erstmals die Bezeichnung „Dinslaken“, ab 1712 bestand bereits eine regelmĂ€ĂŸige Postwagenverbindung von DĂŒsseldorf ĂŒber Dinslaken bis Wesel. 1753 wurde die Stadt Sitz eines collegialischen Landgerichts im Herzogtum Kleve. 1784 zĂ€hlte Dinslaken 870 Einwohner.

19. Jahrhundert

Als Dinslaken nach den NapolĂ©onischen Kriegen 1816 zurĂŒck an Preußen fiel, wurde der Kreis Dinslaken gegrĂŒndet und 1823 mit dem Kreis Essen zum neu entstandenen Kreis Duisburg zusammengefasst. Erst zum 1. April 1909 existierte wieder ein Landkreis Dinslaken, nachdem das Gebiet vom 8. Dezember 1873 zum Landkreis MĂŒlheim an der Ruhr und vom 20. April 1887 zum Landkreis Ruhrort gehört hatte. WĂ€hrend der MĂ€rzrevolution 1848 wurde zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung eine BĂŒrgergarde gebildet; am 4. Mai besuchte Prinz Wilhelm von Preußen (spĂ€ter Kaiser Wilhelm I.) die Stadt.

1850 entstand im Zuge der Industrialisierung eine Leimfabrik , spĂ€ter auch eine ZĂŒndkerzenfabrik , 1873 eine Eisen gießerei . Die Dinslakener Burg wurde 1853 von der Familie de Fries erworben, die darin Landwirtschaft und eine Schnapsbrennerei etablierte. Die wirtschaftliche Bedeutung Dinslakens lĂ€ĂŸt sich vor allem am Ausbau der Infrastruktur erahnen. Am 1. Juli 1856 wurde nach einer Bauzeit von nur zwei Jahren der Abschnitt Oberhausen–Dinslaken der Hollandstrecke durch die Cöln-Mindener Eisenbahngesellschaft in Betrieb genommen und in Folge dessen der Postkutschenverkehr eingestellt. 1864 zĂ€hlte Dinslaken bereits 6.019 Einwohner, durch den Ausbruch der Cholera 1866 / 67 verringerte sich die Bevölkerungszahl in den Folgejahren jedoch. 1883 wurde das St. Vinzenz-Hospital gegrĂŒndet, eine Feuerwache folgte 1890 ebenso wie die Ortsgruppe der SPD . Im gleichen Jahr bildete sich die Kolpingfamilie als Gesellen- und Arbeiterverein.

Über das Jahr 1884 wurden erstmals mehr als 10.000 Tiere auf dem Dinslakener Viehmarkt dargeboten, der schon in den Jahren zuvor fĂŒr wirtschaftlichen Aufschwung gesorgt und Dinslaken zu einem Zentrum an Niederrhein gemacht hatte. 1896 wurde ein neues Amtsgericht fertiggestellt, welches spĂ€ter auch als Rathaus genutzt werden sollte. Im gleichen Jahr begrĂŒndeten August und Josef Thyssen in Dinslaken eine oHG ; im Jahr 1897 begann der Bau des Walzwerks „Deutscher Kaiser“. Im gleichen Jahr entstanden die ersten Sportvereine Dinslakens: Der MĂ€nner-Turnverein „Rheinwacht Dinslaken“ und der Turnverein „Gut Heil“.

1900 - 1929

1900 beschloss der Dinslakener Stadtrat den Bau eines Wasser- und eines Gaswerks sowie die RĂŒckerwerbung der Dinslakener Burg, wĂ€hrend die erste Straßenbahn Dinslakens den Betrieb aufnahm. Drei Jahre spĂ€ter wurden die ersten Straßenlaternen aufgestellt; 1906 begann die bis 1912 andauernde Errichtung der Zeche „Lohberg“, wo erstmals 1909 Kohle gefördert werden konnte. Zum 1. April 1909 wurde erneut ein Landkreis Dinslaken eingerichtet. Im gleichen Jahr wurde die ehemalige Burganlage zum Kreishaus umgestaltet; bevor jedoch die ersten Arbeiten aufgenommen werden konnten, wurden Teile der Anlage bei einem Brand zerstört. Der Viehmarkt gewann indes noch weiter an Bedeutung, so dass im gleichen Jahr 33.500 Tiere angeboten wurden. Bereits seit 1908 berichtete der „Dinslakener Generalanzeiger“ als erste Tageszeitung Dinslakens, 1910 wurde eine VolksbĂŒcherei eingerichtet. 1913 zĂ€hlte Dinslaken erstmals mehr als 10.000 BĂŒrgerinnen und BĂŒrger. Im folgenden Jahr förderte die Zeche Lohberg 27.000 Tonnen Kohle. Eine Straßenbahnlinie vom Bahnhof nach Lohberg ging in Betrieb. WĂ€hrend des Ersten Weltkriegs wurde die 1914 erbaute Viehhalle zum Kriegsgefangenlager umfunktioniert und 1916 ein neuer Bahnhof in Betrieb genommen. 1917 verlieh der Stadtrat sowohl August Thyssen als auch Paul von Hindenburg die EhrenbĂŒrgerschaft. Im selben Jahr wurde die bis dahin selbststĂ€ndige Gemeinde Hiesfeld nach Dinslaken eingemeindet.

Zum Ende des Krieges trat 1918 ein Arbeiter- und Soldatenrat zusammen, der Stadtrat beschloss die Bildung einer Schutzwehr . Bei den Wahlen zur Nationalversammlung kam es 1919 insbesondere durch Konflikte mit kommunistischen Gruppen zu Unruhen in Dinslaken, die mit der Erschießung eines Arbeiters in Lohberg ihren tragischen Höhepunkt fanden. Im folgenden Jahr besetzten aufstĂ€ndische Arbeiter und Soldaten unter dem Namen „Rote Armee“ die Stadt; der Betriebsdirektor der Zeche Lohberg fiel im selben Jahr einem Mordanschlag zum Opfer. Als das Ruhrgebiet am 11. Januar 1923 wegen rĂŒckstĂ€ndiger Reparationszahlungen nach dem Versailler Vertrag von Frankreich und Belgien besetzt wurde, marschierten belgische Truppen auch in Dinslaken ein. Die Stadt, wirtschaftlich durch die aufkommende Inflation und Massen arbeitslosigkeit geschwĂ€cht, begann im gleichen Jahr eigenes Geld zu drucken, kurz darauf wurde jedoch auch in Dinslaken die Rentenmark eingefĂŒhrt. Die allgemeinen Unruhen, insbesondere in Lohberg, setzten sich jedoch fort, es kam zu politischen Morden, der Betrieb der Zeche Lohberg kam zum Erliegen.

1924 rĂ€umten die belgischen Besatzer Dinslaken und die Kohleförderung in Lohberg wurde erneut aufgenommen. Noch im selben Jahr besuchte Konrad Adenauer die Stadt, die sich langsam von den Wirrungen der Vorjahre erholte. 1926 gingen die August-Thyssen-HĂŒtte und das Walzwerk Dinslaken in der neu gegrĂŒndeten „Vereinigte Stahlwerke AG“ auf. Zwei Jahre darauf entstand die Baugenossenschaft „Hausbau GmbH“. 1930 wurde eine weitere Straßenbahnlinie der Kreis Ruhrorter Straßenbahn AG nach Hiesfeld eingerichtet.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

1930 entstand die Ortsgruppe der NSDAP , kurze Zeit spĂ€ter organisierte sich die Hitlerjugend. Als Gegenbewegung entstand 1931 mit UnterstĂŒtzung der KPD der „Kampfbund gegen den Faschismus“. 1933 trat der Stadtrat schließlich unter Ausschluß der Fraktionsangehörigen von KPD und SPD zusammen. Daraufhin begann die systematische Diskriminierung jĂŒdischer MitbĂŒrger, so wurde die jĂŒdische Bevölkerung 1935 offiziell von den ViehmĂ€rkten ausgeschlossen. 1938 wurden die Synagoge und das jĂŒdische Waisenhaus zerstört, ebenso GeschĂ€fte und WohnhĂ€user jĂŒdischer BĂŒrger. Die jĂŒdische Schule wurde geschlossen. Zum Kriegsausbruch 1939 gab es in Dinslaken rund 7.480 Wohnungen.

WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs wurden Teile der Kirchhellener Heide zur Anlage eines Feldflughafens enteignet; bereits 1940 wurde Dinslaken daraufhin Ziel alliierter Bombenangriffe. 1944 gehörten diese beinahe zum Alltag und fanden im Juni ihren vorlĂ€ufigen Höhepunkt, als 130 Sprengbomben auf die Stadt fielen. Am 23. MĂ€rz 1945 begannen alliierte Bomberstaffeln schließlich Dinslaken „sturmreif“ zu schießen. 511 Menschen, darunter auch 40 Zwangsarbeiter (Quelle: Stadtarchiv, 22. MĂ€rz 2005) kamen dabei ums Leben. Insgesamt kamen in Dinslaken wĂ€hrend des II. Weltkrieges 739 Zivilisten und 165 Zwangsarbeiter ums Leben. Dinslaken wurde zu mehr als 80 Prozent zerstört. Am Morgen des 24. MĂ€rz 1945 rĂŒckten US-amerikanische Truppen ĂŒber den Rhein nach Dinslaken vor und konnten es schließlich einnehmen. Bereits im April wurde im besetzten Dinslaken die Förderung der Zeche Lohberg wieder aufgenommen. Im Mai zogen die US-amerikanischen Truppen ab. Dinslaken wurde Teil der britischen Besatzungszone. Gleichzeitig suchten erste FlĂŒchtlinge aus den von russischen Truppen besetzten Ostgebieten eine neue Heimat in Dinslaken.

Nachkriegsgeschichte

1946 ernannte die MilitĂ€rregierung den neuen Kreistag . Zum 1. April trat nach britischem Vorbild eine neue Gemeindeordnung in Kraft, Mitte des Monats fanden die ersten freien und geheimen Kreistagswahlen statt. Landrat wurde Arnold Verhoeven. Im September konnten die BĂŒrger Dinslaken erstmals einen neuen Stadtrat wĂ€hlen. Im Oktober wurde Wilhelm Lantermann zum BĂŒrgermeister gewĂ€hlt. In TrĂ€gerschaft des Kreises Dinslaken wurde zudem eine Volkshochschule gegrĂŒndet.

1947 wurde das Bandeisenwalzwerk, ehemals das modernste und leistungsfĂ€higste Europas, demontiert, 1948 die MĂŒllabfuhr modernisiert und die letzten Pferdefuhrwerke des stĂ€dtischen Fuhrparks endgĂŒltig durch LKW ersetzt. Im selben Jahr wurde die Emscher in ein neues Flußbett am sĂŒdwestlichen Stadtrand umgeleitet. Zeitgleich begann der Austausch der bisherigen Gas-Straßenlaternen durch elekrische Laternen, wĂ€hrend der Wiederaufbau der Stadt nach den Zerstörungen des Kriegs vorangetrieben wurde. 1950 zĂ€hlte Dinslaken 32.651 Einwohner als Ergebnis einer Volks-, Berufs-, Wohnungs- und ArbeitsstĂ€ttenzĂ€hlung. Der Großviehmarkt, vor wenigen Jahrzehnten noch wirtschaftliches Standbein der Stadt, wurde im gleichen Jahr aus RentabilitĂ€tsgrĂŒnden eingestellt. 1954 wurde mit der Trabrennbahn am BĂ€renkamp die heute einzige Halbmeilenbahn Deutschlands eröffnet und 1959 Heinrich LĂŒbke als Bundestagsabgeordneter des Kreises Dinslaken zum BundesprĂ€sidenten gewĂ€hlt.

Nachdem schon 1955 Banater Schwaben und Kroatendeutsche im Ortsteil Hiesfeld angesiedelt worden waren, wurden 1960 vor allem italienische Gastarbeiter fĂŒr den Bergbau und die Industrie umworben, spĂ€ter auch Griechen , Koreaner und TĂŒrken . 1961 betrug die Einwohnerzahl noch 45.486, 1969 bereits 55.300. Ab 1971 sorgten Aussiedler aus Polen fĂŒr weiteren Bevölkerungszuwachs. 1973 starb Wilhelm Lantermann nach 26 Jahren Amtszeit als BĂŒrgermeister, sein Nachfolger wurde Karl Heinz Klingen. Im gleichen Jahr feierte Dinslaken sein 700jĂ€hriges StadtjubilĂ€um.

1975 wird der Kreis Dinslaken im Zuge des 2. Neugliederungsprogramms mit Teilen der Kreise Moers und Rees zum neuen Kreis Wesel vereinigt. Dabei verliert Dinslaken den Sitz des Kreises. 1978 ĂŒberschreitet Dinslaken die 60.000 Einwohner-Marke. Zum Gedenken an die einstige jĂŒdische Gemeinde Dinslakens und die geflohenen oder deportierten jĂŒdischen MitbĂŒrger wurden 1981 Gedenkplatten aufgestellt, die an das ehemalige Waisenhaus und an die zerstörte Synagoge erinnern. Seit 1993 soll zudem ein Mahnmal des HĂŒnxer KĂŒnstlers Alfred Grimm an die ehemals bestehende jĂŒdische Gemeinde erinnern. Mehr als 30 jĂŒdische GĂ€ste aus aller Welt, ĂŒberwiegend ehemalige Dinslakener BĂŒrger, wurden zur EnthĂŒllung des Mahnmals durch die Stadt zu einem einwöchigen Besuch eingeladen.

Das Jahr 1991 stand fĂŒr Dinslaken indes unter keinem gutem Stern. Im Mai versickern rund 270.000 Liter Benzin aus einer gebrochenen Pipeline an der Bundesautobahn 3 ins Erdreich. In Hiesfeld wurde kurz darauf vermutlich aufgrund des Bergbaus eine Gasleitung beschĂ€digt, das Leck jedoch rechtzeitig entdeckt und versiegelt. Bergarbeiter der Zeche Lohberg traten aus Protest gegen die Kohlepolitik der Bundesregierung 1.000 Meter unter Tage in einen Hungerstreik , der bald auch in weiteren Zechen der Region ausgerufen wurde. Im Jahr 1996 brannten ĂŒber 100 Tage Mahnfeuer, da die Kumpel der Zeche Lohberg-Osterfeld ihre ArbeitsplĂ€tze durch die restriktive Kohlepolitik gefĂ€hrdet sahen. 1997 ĂŒberschritt Dinslaken die Marke von 70.000 Einwohnern. Ende des Jahres 2005 wurde die Zeche Lohberg-Osterfeld geschlossen.

Institutionen

Schulen

Die Stadt Dinslaken verfĂŒgt ĂŒber elf im Stadtgebiet verteilte Grundschulen, drei Gymnasien, zwei Realschulen, drei Hauptschulen, eine Gesamtschule, ein Berufskolleg, eine Sonderschule und eine Freie Waldorfschule . Davon sind ein Gymnasium, eine Realschule und eine Hauptschule zusammengefasst im Gustav-Heinemann-Schulzentrum (GHZ) in Dinslaken-Hiesfeld. Die beiden anderen Gymnasien sind das Otto-Hahn-Gymnasium sowie das Theodor-Heuss-Gymnasium. Die verbleibende Realschule ist die Jeanette-Wolf-Realschule , den Hauptschulzweig decken die Volksparkschule und die Hauptschule GlĂŒckauf ab. Gesamtschulunterricht wird erteilt an der Ernst-Barlach-Gesamtschule .

StÀdtepartnerschaften

  • Agen in Frankreich
  • Arad in Israel

SehenswĂŒrdigkeiten

Bauwerke

Die Reste der mittelalterlichen Burg sind Teil des jetzigen Rathauses, die Burg wurde 1163 erstmalig urkundlich erwĂ€hnt. Hier befindet sich auch die BurghofbĂŒhne, die Open Air-BĂŒhne der Stadt. Bei der Bollwerkskathe handelt es sich um ein ehemaliges Backhaus, das aus dem Stadtteil Hiesfeld stammt und vor ein erhaltenes StĂŒck der mittelalterlichen Stadtmauer aus Feldbrandziegeln gesetzt wurde. Die Stadtmauer war ursprĂŒnglich 2,50 m bis 3 m hoch. Von ihr sind weder die frĂŒheren WachtĂŒrme noch das Wall- und Grabensystem erhalten. Dies gilt ebenso fĂŒr die insgesamt fĂŒnf frĂŒheren Stadttore. (Der Bollwerkskathe gegenĂŒber steht eine Lore aus der Zeche Lohberg/Osterfeld, in der unter Dinslaken Steinkohle abgebaut wird.)

Der Voswinckelshof geht auf das 13. Jahrhundert zurĂŒck. Er war einer von vier Adelssitzen in der Stadt. 1527 schlossen die Besitzer mit der Stadt Dinslaken einen Vertrag, der es ihnen erlaubte, ein StĂŒck der Stadtmauer an ihrem Besitz abzureißen, um ein neues GebĂ€ude außerhalb des Verlaufs der Stadtmauer zu errichten. Das heutige, wohl Ende des 18. Jahrhunderts errichtete GebĂ€ude steht auf den Fundamenten eines VorgĂ€ngerbaus, der 1527 entstand. Vor dem 1. Weltkrieg war der Voswinckelshof ein Kindererholungsheim. Seit 1955 ist darin das stadthistorische "Museum Voswinckelshof" untergebracht. Es wurde nach einer umfassenden Bausanierung 1999 wieder eröffnet und bietet seither ein vielfĂ€ltiges Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm an.

Die Evangelische Stadtkirche ist aus dem Jahre 1720 erhalten. UrsprĂŒnglich 1653 gegrĂŒndet, brannte sie im Jahre 1717 ab, wurde neu errichtet und 1723 eingeweiht. 2000 wurde die Kirche grundlegend restauriert und ist seither wieder fĂŒr alle GlĂ€ubigen und Interessierten offen.

Sonstige SehenswĂŒrdigkeiten

ErwĂ€hnenswerte SehenswĂŒrdigkeiten sind außerdem

  • die WindmĂŒhle im Ortsteil Hiesfeld
  • die WassermĂŒhle im Ortsteil Hiesfeld
  • die Tenderingsseen in der NĂ€he des nord-westlich gelegenen Ortsteil Bruch ), hier insbesondere das Strandbad .
  • die Trabrennbahn (die einzige Halbmeilenbahn in Deutschland)
  • der Radweg Rotbachroute am Rotbach mit Rotbachsee und EmschermĂŒndung

Verkehr

Schienen- und Busverkehr

Der Bahnhof Dinslaken liegt ungefĂ€hr 600 m nordöstlich des Stadtzentrums an der zweigleisigen , elektrifizierten Hollandstrecke ( DB-Kursbuchstrecke 420 ), auf der im Schienenpersonennahverkehr neben dem Schienenpersonenfernverkehr und dem GĂŒterverkehr

tÀglich alle 60 Minuten im NRW-Takt
der Rhein-Express (RE 5) von Emmerich ĂŒber Empel-Rees, Wesel, Dinslaken, Oberhausen, Duisburg, DĂŒsseldorf, Köln und Bonn nach Koblenz und
die Regionalbahn „Der Weseler“ (RB 35) von Emmerich ĂŒber Empel-Rees, Wesel, Dinslaken und Oberhausen nach Duisburg, in der Hauptverkehrszeit nach DĂŒsseldorf sowie
montags bis freitags alle 60 Minuten im NRW-Takt
die Rhein-Niers-Bahn (RB 33) von Wesel ĂŒber Dinslaken und Duisburg nach Mönchengladbach
verkehren.

DurchgefĂŒhrt wird der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von der DB Regio NRW .

Im Straßenpersonennahverkehr verkehren zusĂ€tzlich

die Schnellbus -Linie SB 3 nach Wesel zur VerknĂŒpfung mit der Nachbargemeinde HĂŒnxe
die Straßenbahn -Linie 903 der Duisburger Verkehrsgesellschaft, die in der Regel im 20-Minuten-Takt von Dinslaken ĂŒber Walsum, Hamborn, Meiderich, Duisburg-Hauptbahnhof, Stadtmitte und Hochfeld nach HĂŒttenheim verkehrt, sowie
acht weitere Regional- und Stadtbuslinien zur rĂ€umlichen und innerstĂ€dtischen Erschließung.

FĂŒr den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) und tarifraumĂŒberschreitend der NRW-Tarif .

Straßen

Dinslaken ist an die Bundesautobahnen A 3 ( E 35 ) und 59 sowie die Bundesstraße 8 angebunden.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die in Dinslaken geboren sind:

  • Heinrich Douvermann (* um 1480 , † um 1540 ), der niederrheinische Bildschnitzer schuf unter anderem den Marienaltar der Stiftskirche in Kleve, den Siebenschmerzenaltar der Pfarrkirche St. Nikolai in Kalkar und den Marienaltar des Xantener Doms
  • Friedrich Althoff (* 19. Februar 1839 , † 2. Oktober 1908 ), preußischer Kulturpolitiker
  • August Dickmann (* 7. Januar 1910 , † 15. September 1939 )
  • Otto Wesendonck (* 25. Januar 1939 )
  • Alfred Grimm (* 16. Juni 1943 ), ObjektkĂŒnstler, Maler und Zeichner
  • Andreas Deja , Zeichner und Animator fĂŒr Walt Disney Pictures
  • Berthold Schön , Heimatforscher
  • Jessica Kessler (* 25. September 1980 ), EiskunstlĂ€uferin und Schauspielerin

Persönlichkeiten, die in Dinslaken wirkten, ohne dort geboren zu sein:

Literatur

  • Gisela Marzin: Dinslaken - bewegte Zeiten. Die 50er Jahre. Wartberg-Verl., Gudensberg-Gleichen, 1996, ISBN 3-8314-302-9
  • Gisela Marzin (Hrsg.): Dinslaken in alten Ansichten,EuropĂ€ische Bibliothek, Zaltbommel, NL, 1988, ISBN 90-288-4728-6
  • Gisela Marzin: Dinslaken, wie es frĂŒher war, Wartberg-Verl., Gudensberg-Gleichen 2002, ISBN 3-8313-1030-0

Weblinks

Commons: Dinslaken – Bilder, Videos oder Audiodateien

Wikipedia

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