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Letzte Änderung für Artikel Krefeld: 20.02.2006 15:39

Krefeld

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Stadtwappen Lage der Stadt
Stadtwappen der Stadt Krefeld Lage der Stadt Krefeld in Deutschland
Krefeld in NRW
Wahlspruch
Es gibt Gute, Böse und Krefelder
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : D√ľsseldorf
Landschaftsverband: Rheinland
Kreis : Kreisfreie Stadt
Geografische Lage :
Koordinaten: 51¬į 20‚Ä≤ 00‚Ä≤‚Ä≤ n. Br., 6¬į 34‚Ä≤ 00‚Ä≤‚Ä≤ √∂. L.
51¬į 20‚Ä≤ 00‚Ä≤‚Ä≤ n. Br., 6¬į 34‚Ä≤ 00‚Ä≤‚Ä≤ √∂. L.
H√∂he : 39 m √ľ. NN
Fläche : 137,68 km²
Einwohner : 239.402 (August 2005)
Bevölkerungsdichte : 1.739 Einwohner/km²
Postleitzahlen : 47701 - 47839 (alt 4150)
Vorwahlen : 0 21 51
Kfz-Kennzeichen : KR
Gemeindeschl√ľssel : 05 1 14 000
Stadtgliederung: 9 Stadtbezirke
mit 19 Stadtteilen
Hausanschrift der
Stadtverwaltung:
Von-der-Leyen-Platz 1
47798 Krefeld
Website: www.krefeld.de
E-Mail-Adresse: stadtservice@krefeld.de
Politik
Oberb√ľrgermeister : Gregor Kathstede
( CDU )
(seit 10.2004)
Schuldenstand: 271,8 Mio ‚ā¨
(Stand: 08. August 2005)
Bevölkerung (31. Dezember 2002)
Arbeitslosenquote : 13,4 %
(31. August 2005)
Ausländeranteil : 13,6 %
Altersstruktur:
0-18 Jahre: 18,1 %
18-65 Jahre: 63,4 %
ab 65 Jahre: 18,5 %

Die "Samt- und Seidenstadt" Krefeld (bis 1900 auch Crefeld), ist eine Kreisfreie Stadt am linken Niederrhein, nordwestlich von D√ľsseldorf, s√ľdwestlich von Duisburg in Nordrhein-Westfalen. Krefeld ist mit 239.402 Einwohnern (Stand August 2005) eine Gro√üstadt mittlerer Gr√∂√üe. Innerhalb des Regierungsbezirks D√ľsseldorf nimmt sie gegenw√§rtig der Einwohnerzahl nach den 6. Platz ein.

Krefeld wurde zur Gro√üstadt , als seine Einwohnerzahl um 1890 die 100.000-Einwohner-Grenze √ľberschritt. Die Stadt besteht in ihren heutigen Grenzen im wesentlichen seit 1929 , als der damalige Stadtkreis Krefeld (Crefeld) mit der Stadt Uerdingen und anderen Gemeinden zur Stadt Krefeld-Uerdingen vereinigt wurde. 1940 wurde diese in Krefeld umbenannt und 1975 nochmals geringf√ľgig vergr√∂√üert.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Räumliche Lage

Krefeld liegt am westlichen Ufer des Rheins, an der "Krefeld-Kempener Platte" zur mittleren Niederrheinebene. Das Stadtzentrum liegt etwa 7 km vom Rheinufer entfernt, doch reicht das Stadtgebiet seit der Eingemeindung Linns bis an den Fluss heran. Die Uferl√§nge auf Krefelder Gebiet betr√§gt 6,2 km. Die Breite des Flusses variiert zwischen 320 und 400 m. Die gr√∂√üte Ausdehnung des Stadtgebiets betr√§gt in Nord-S√ľd-Richtung 12 km und in West-Ost-Richtung 13,1 km. Die H√∂henlage der Stadtmitte betr√§gt 39 m √ľber NN. Die h√∂chste nat√ľrliche Erhebung im gesamten Stadtgebiet ist der H√ľlser Berg und misst 63 m √ľber NN, die h√∂chste Erhebung √ľberhaupt ist der Inrather Berg, eine alte Schuttdeponie aus den Tr√ľmmern des Zweiten Weltkriegs mit 87 m √ľber NN. In der Landesplanung ist Krefeld als Oberzentrum eingestuft.

Stadtgebiet

Stadtbezirke in Krefeld
Das Stadtgebiet Krefelds gliedert sich in die 9 Stadtbezirke Mitte, West, Nord, H√ľls, S√ľd, Fischeln, Oppum-Linn, Ost und Uerdingen. Jeder Stadtbezirk hat eine eigene Bezirksvertretung und einen Bezirksvorsteher . Die Bezirksvertretung wird von der Bev√∂lkerung des Stadtbezirks bei jeder Kommunalwahl gew√§hlt. Die Stadtbezirke sind in 19 Stadtteile , diese wiederum in mehrere statistische Bezirke unterteilt. Siehe hierzu Liste der Stadtteile von Krefeld .

Die 19 Stadtteile mit ihren amtlichen Nummern:

  • 010 Stadtmitte
  • 020 Kempener Feld/Baackeshof
  • 030 Inrath/Kliedbruch
  • 040 Cracau
  • 050 Die√üem/Lehmheide
  • 060 Benrad-S√ľd
  • 070 Forstwald
  • 080 Benrad-Nord
  • 090 H√ľlser Berg
  • 100 Traar

Nachbarstädte

Die Stadt Krefeld grenzt im Norden an die St√§dte Neukirchen-Vluyn und Moers im Kreis Wesel, im Osten an die kreisfreie Stadt Duisburg, im S√ľden an die Stadt Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss sowie die St√§dte Willich, T√∂nisvorst und Kempen im Kreis Viersen.

Geschichte

Von den Anfängen bis zum 17. Jahrhundert

Ein Modell des Kastell Gelduba
Ein Modell des Kastell Gelduba
Der Rathausplatz heißt Von-der-Leyen-Platz
Der Rathausplatz heißt Von-der-Leyen-Platz
Seidenweber-Denkmal Meister-Ponzelar; S√ľdwall, Ecke Ostwall
Seidenweber-Denkmal Meister-Ponzelar; S√ľdwall, Ecke Ostwall
Im 1. Jahrhundert n. Chr. erbauten die Römer am Rhein auf dem Gebiet des heutigen Krefelder Stadtteils Gellep das Kastell Gelduba. An verschiedenen anderen Plätzen im Krefelder Stadtgebiet fanden sich die Überreste römischer Landhäuser sowie einer Tempelanlage.

Im Mittelalter wuchs eine Bauernsiedlung an einem Ort namens "Krinvelde". Ob ein "Kr√§henfeld" der Namensgeber ist, ist immer noch fraglich. Die Herkunft konnte bis heute nicht eindeutig gekl√§rt werden. Die "Hohe Stra√üe" zwischen K√∂ln und Geldern war eine bedeutende Stra√üe, die ihren Namen "Hochstra√üe" bis heute behalten hat. Sie wurde so genannt, weil sie oberhalb des Rheines lag und dadurch vor √úberschwemmungen sicher war. Erstmals wird Krefeld 1150 im Werdener Urbar erw√§hnt. 1361 erhielt das Dorf Krefeld das Recht einen Jahr- und Wochenmarkt abzuhalten. Am 1. Oktober 1373 verlieh Kaiser Karl IV. "Crefeld" die Stadtrechte . Dadurch war der Ort, der zur Grafschaft Moers geh√∂rte, besser gesch√ľtzt vor den √úbergriffen der Raubritter auf der Burg Linn. Die √§lteste Krefelder Kirche, die Dionysiuskirche ( heute Alte Kirche ), wurde auf einem aus dem 12. Jahrhundert stammenden Bau errichtet und erhielt 1472 einen neuen Turm. Schon wenige Generationen sp√§ter breiteten sich die Ideen der Reformation in Europa aus, und 1560 wurde die Grafschaft Moers protestantisch . 1584 wurde Krefeld im Truchsessischen Krieg v√∂llig zerst√∂rt. 1594 verschenkte Gr√§fin Walburga, die Witwe des Grafen Adolf von Neuenahr-Moers, die Herrlicheit Krakau, wie Krefeld auch genannt wurde, an Prinz Moritz von Oranien. Die Grafschaft Moers, und damit auch Krefeld, wurden daufhin am 4. Juli 1598 von den Generalstaaten und Erzherzog Albert von √Ėsterreich f√ľr neutral erkl√§rt. Nach dem Westf√§lischen Frieden 1648 wurde das protestantische Krefeld zum Zufluchtsort f√ľr verfolgte Wiedert√§ufer und Mennoniten . 1646 beklagten sich die reformierten Pfarrer Krefelds √∂ffentlich beim Grafen von Moers dar√ľber, dass die Mennoniten in Krefeld Versammlungen abhielten. Aufgrund dieser f√ľr Nicht-Mennoniten undurchsichtigen Treffen wurden die Mennoniten der Aufr√ľhrerschaft und Verschw√∂rung bezichtigt. Da ihr Glaube sie als √ľberzeugte Pazifisten auszeichnet, waren sie oft √ľblen Beschimpfungen und G√§ngeleien ausgesetzt.

Von gr√∂√üter Bedeutung f√ľr Krefeld war die Niederlassung des 1656 aus Radevormwald ausgewiesenen Mennoniten Adolf von der Leyen. Seine S√∂hne begr√ľndeten die Seidenweberei in Krefeld. Von der Leyen war der Stammvater einer ganzen Dynastie von Seidenfabrikanten, unter ihnen die sogenannten Seidenbarone , die Krefeld zu gro√üem Wohlstand verhalfen.

Der Strom von Glaubensfl√ľchtlingen aller Konfessionen hielt stetig an - es waren mehr, als die Stadt √ľberhaupt fassen konnte. Die Stadt wurde erst bei der 1. Stadterweiterung von 1693 gezielt erweitert. Schon bald kam es zu Ausschreitungen und √úbergriffen auf die Andersgl√§ubigen. 1683 wanderten daher die ersten 13 Familien auf einem Schiff mit dem Namen ‚Äě Concord ‚Äú nach Amerika aus und gr√ľndeten in Pennsylvanien die Ortschaft Germantown . Sie waren haupts√§chlich Qu√§ker und Mennoniten , welche die in Pennsylvanien vom Gouverneur William Penn zugesicherte absolute Meinungs - und Glaubensfreiheit lockte. Heute ist Germantown ein Stadtteil von Philadelphia . Diese 13 Familien waren die ersten Deutschen , die als geschlossene Gruppe nach Amerika auswanderten. Die Deutsche Bundespost nahm 1983 die 300 Jahrfeier "Deutsche in Amerika", die in Philadelphia und in Krefeld als "Philadelphiade" gefeiert wurde zum Anlass eine Sonderbriefmarke herauszugeben.

18. Jahrhundert

Denkmal der Schlacht an der H√ľckelsmay
Denkmal der Schlacht an der H√ľckelsmay
1702 starb Wilhelm III. von Oranien , und Krefeld fiel daraufhin an Preu√üen . Die beiden Br√ľder Friedrich und Heinrich von der Leyen verlie√üen 1731 den elterlichen Betrieb und gr√ľndeten eine eigene Firma. Dieses Textilunternehmen entwickelte sich in den n√§chsten Jahren zu einem Weltunternehmen mit Weltruf und √ľbte zunehmend Einfluss auf die Verh√§ltnisse der Stadt aus. Friedrich war der Repr√§sentant der Firma, Heinrich ihr Organisator. Die beiden reichen Br√ľder unterst√ľtzten ihre Mennonitengemeinde, indem sie die Prediger bezahlten, ein Armenhaus stifteten und eine neue Kirchenorgel kauften. Dennoch hat der Reichtum der von der Leyens mit ihrem f√ľrstlichen Lebensstil die einstigen Glaubensgedanken wie Fr√∂mmigkeit und Bescheidenheit verdr√§ngt. Friedrich Wilhelm I. erkannte bei seinem Besuch in Krefeld 1738 :

‚ÄěDie Mennonisten sind hier keine rechten Mennonisten, sondern Bastarde, sonst aber gute Christen und biedere Leute.‚Äú.

Den Von der Leyens machte er dennoch, oder gerade deshalb Zugeständnisse:

‚ÄěSie k√∂nnen sich auf mich verlassen, ich werde sie zu jeder Zeit protegieren, da√ü dero Fabrik und Handlung kein Mensch Tort tun kann.‚Äú.

Trotz der pazifistischen Privilegien, die der preu√üische K√∂nig weiterhin best√§tigte, wurde die Stadt im 18. Jahrhundert wieder durch mehrere Kriege in Mitleidenschaft gezogen (s. Spanischer Erbfolgekrieg , Polnischer Erbfolgekrieg ). Der n√§chste preu√üische K√∂nig Friedrich II. erlaubte den Katholiken in Krefeld eine eigene Kirche, die Dionysiuskirche, zu bauen: Sie wurde 1754 fertiggstellt. Durch Monopole f√∂rderte Friedrich II. in Krefeld die Seidenweberei. Somit entwickelte sich in Krefeld eine stark ausgepr√§gte Textilindustrie . Diese Situation machte die Stadt Krefeld sehr wohlhabend und sie bekam ihren noch heute g√ľltigen Beinamen "Samt- und Seidenstadt". Hundert Jahre sp√§ter war die H√§lfte der Krefelder Bev√∂lkerung in der Seidenindustrie besch√§ftigt. An die vielen Weber der Stadt erinnert heute am S√ľdwall Ecke Ostwall das Seidenweber denkmal , die Statue eines Seidenwebers mit geschulterter Tuchrolle, von den Krefeldern Meister Ponzelar genannt. Auf dem Bild unter der Statue, im Sockel eingelassen, ist eine f√ľr damals typische Webstube dargestellt. Gewebt wurde seinerzeit in Heimarbeit in einer eigens daf√ľr mit einem Webstuhl eingerichteten Webstube eines Weberhauses . Einige dieser typischen H√§user haben die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg und mehrere Stadtmodernisierungen unversehrt √ľberstanden und stehen heute unter Denkmalschutz .

Durch die " Schlacht bei Krefeld " ging der Name der friedliebenden Stadt in die Kriegsgeschichte ein: Im Siebenj√§hrigen Krieg trafen am 23. Juni 1758 preu√üische Truppen unter dem Kommando des Prinzen Ferdinand von Braunschweig und ein franz√∂sisches Heer am s√ľdlichen Stadtrand zusammen. Trotz ihrer √úbermacht wurden die Franzosen besiegt - ein Gedenkstein am einstigen Schlachtfeld, der H√ľckelsmay , erinnert heute noch an die √ľber 6000 Gefallenen, die dort begraben liegen. Friedrich II. besuchte zweimal die Stadt Krefeld: 1751 und 1763 . Bei seinem zweiten Besuch verlieh er der Familie von der Leyen Monopolrechte f√ľr die Seidenproduktion, so dass aufkommende Konkurrenten gezwungen waren, in das benachbarte Herzogtum J√ľlich-Berg beziehungsweise das Kurf√ľrstentum K√∂ln abzuwandern. An die 4.000 B√ľrger arbeiteten bereits f√ľr die Von der Leyens, das war etwa die H√§lfte aller Einwohner der Stadt. 80% alle produzierten Waren gingen in den Export bis nach Amerika und Russland. Das Portfolio umfasste Seiden- und Samtb√§nder, Paramenten, Borten, Hals- und Taschent√ľcher und Seidenstr√ľmpfe sowie Tuchware. Alles in exklusiven und erlesenen Qualit√§ten versteht sich. Um 1768 liefen allein f√ľr die beiden Br√ľder von der Leyen √ľber 700 Webst√ľhle. Die Nummer zwei unter den Krefelder Seidenfabrikanten, die Firma Floh, besa√ü gerade mal an die 100 Seidenwebst√ľhle. Die Webst√ľhle waren stets Eigentum des jeweiligen Fabrikanten und wurden an die angestellten Weber lediglich ausgeliehen. Gewebt wurde meist in Heimarbeit. 1781 vermerkte Friedrich der Gro√üe , K√∂nig von Preu√üen :

‚ÄěCrefeld und die dasigen Manufacturen sehe ich als ein Kleinod an, von welchem die Werber wegbleiben m√ľssen; zeigt Mir daher nur die Regimenter n√§her an, welche sich dergleichen Exzesse zu Schulden kommen lassen. Ich werde ihnen schon den Weg zur Stadt und ihren Manufacturen zu versperren wissen. Ausw√§rts m√∂gen sie werben, soviel sie wollen, von dergleichen n√ľtzlichen Fabriquen sollen sie aber durchaus wegbleiben.‚Äú.

Dies bedeutete, dass in Krefeld von nun an keine Rekruten von der Armee angeworben werden durften. Die √ľbliche Methode der Werber bestand darin, abends vor den Kneipen angetruknenen jungen M√§nnern aufzulauern und ihnen sofort einen Betrag als Vorschuss auf den Sold auszuzahlen. Wer dieses ‚Äě Handgeld ‚Äú annahm, verpflichtete sich quasi umgehend zum Wehrdienst. W√§hrend anderenorts ganze Stammbelegschaften in den Krieg zogen, konnte in Krefeld auch in Kriegszeiten mit nahezu gleicher Quantit√§t die gewohnt hohen Qualit√§ten gefertigt werden. 1794 betrug das Betriebsverm√∂gen der Von der Leyens 1.280.000 Taler. Das war nicht nur f√ľr damalige Verh√§ltnisse eine unvorstellbar hohe Summe. Ein Webergeselle verdiente zu der Zeit im Monat etwa 10 Taler, eine einfache Wohnung kostete 1 Taler Miete pro Monat. In dem auf die Franz√∂sische Revolution folgenden franz√∂sisch-preu√üischen Krieg wurde Krefeld wie das √ľbrige linksrheinische Territorium noch im selben Jahr von den Franzosen besetzt. Die Stadt wurde wie das gesamte linksrheinische Gebiet von Frankreich annektiert und 1798 zum Verwaltungssitz eines Arrondissements des Roerdepartements bestimmt.

19. Jahrhundert

Die Gedanken der Revolution fanden durchaus Zustimmung bei vielen B√ľrgern, die auch Napol√©on Bonaparte 1804 bei seinem Besuch in der Stadt zujubelten. Aus den Aufzeichnungen der Familie von Beckerath geht zum Besuch Napoleons in Krefeld folgendes hervor: ‚ÄěBonaparte wurde auf dem Felde bei K√∂nigshof empfangen. Der Kaiser hatte einen gelblichen Teint, graue Augen, dunkles Haar und seine Z√ľge waren nicht unangenehm. Nachdem der Maire von der Leyen seine Rede abgelesen hatte, nickte er freundlich mit dem Kopf, sah auf seine Uhr und befahl fortzufahren. Er war kaum in der Stadt, so sahen wir ihn mit dem Maire Arm in Arm gehen. Nachdem Bonaparte die Fabriken besehen, lie√ü er den Gemeinderat zusammenkommen und fragte unter anderem, wie viele Million√§re denn in Crefeld seien.‚Äú. Die Franzosenzeit endete am 14. Januar 1814 - von nun an war Krefeld wieder preu√üisch.

Historische Stadtkarte von 1842
Historische Stadtkarte von 1842
1816 wurde Krefeld Sitz des Kreises Krefeld , der 1929 im Kreis Kempen-Krefeld aufging. 1828 rebellierten Seidenweber der Firma von der Leyen gegen Lohnk√ľrzungen. Preu√üische Husaren schlugen die Aufst√§ndischen nieder. Um 1840 wurden die mittelalterlichen Befestigungsanlagen eingeebnet, um Platz f√ľr einen Ring breiter Boulevards (Nord-, West-, S√ľd-, Ostwall) zu schaffen. Dies wird f√§lschlicherweise dem Baumeister und Architekten Adolf von Vagedes zugeschrieben. Der wahre Baumeister bleibt jedoch unbekannt. Vagedes indes machte bereits 1819 Pl√§ne f√ľr die Erweiterung der Stadt. 1843 wurde Krefeld nach Pl√§nen von Umpfenbach bis zu den heutigen Ringstra√üen erweitert. Die M√§rzrevolution von 1848 war auch in Krefeld sp√ľrbar - im Januar 1849 gab es bei Stra√üenk√§mpfen sogar ein Todesopfer. Das technische Zeitalter begann in Krefeld 1849 mit Er√∂ffnung der Eisenbahn von Aachen nach Oberhausen (Bergisch-M√§rkische Eisenbahn). 1863 kam es zu einem Eklat beim Besuch von K√∂nig Wilhelm I.. Au√üer den Mitgliedern des Preu√üenvereins verweigerten die meisten Krefelder dem K√∂nig die √ľblichen Ehrenbezeugungen und blieben einfach zu Hause. Als ihm 1870 ein Denkmal gesetzt werden sollte, verlangte Wilhelm, der die Beleidigung nicht vergessen hatte, es m√ľsse der Stadt den R√ľcken zukehren. Der Sockel dieses Denkmals ist noch heute im Krefelder Stadtgarten zu sehen. Die Statue selber wurde im zweiten Weltkrieg f√ľr die R√ľstung eingeschmolzen. 1872 schied Krefeld aus dem Kreis Krefeld aus und wurde kreisfreie Stadt. Am 17. Juni 1894 starb der Luftfahrtpionier Hermann Lattemann in Krefeld bei einem fatalen Experiment , als er seinen Ballon zum Fallschirm umwandeln wollte.

20. Jahrhundert

Postkarte von 1908 zeigt die Hochstraße wahrscheinlich Ecke Schwanenmarkt
Postkarte von 1908 zeigt die Hochstraße wahrscheinlich Ecke Schwanenmarkt
Am 9. Juni 1902 wurde die 3. Sinfonie Gustav Mahlers in Krefeld unter der Leitung des Komponisten uraufgef√ľhrt. Elf Tage sp√§ter jubelten die Krefelder Kaiser Wilhelm II. zu - die Zur√ľckhaltung, die sie seinem Gro√üvater entgegengebracht hatten, war vergessen. 1914 zogen auch Krefelder in den Ersten Weltkrieg - die pazifistischen Privilegien waren schon seit 1794 Geschichte. Nach Kriegsende wurde Krefeld 1919 von belgischen Truppen besetzt. Am 22. Oktober 1923 st√ľrmten rheinische Separatisten das Krefelder Rathaus, es gab Tote und Verletzte, aber ansonsten blieb die Aktion ohne politische Folgen. 1929 wurde Krefeld mit Uerdingen, Fischeln, Gellep-Stratum, und anderen Gemeinden zum Stadtkreis Krefeld-Uerdingen vereinigt und der Restkreis in Landkreis Kempen-Krefeld umbenannt. Bereits 1907 hatte es eine gro√üe Erweiterung des Stadtgebietes gegeben, damals wurden Bockum, Oppum und Verberg eingemeindet. 1933 marschierte Krefeld mit dem √ľbrigen Deutschland in den Nationalsozialismus . Am 9. November 1938 wurden auch in Krefeld die Synagogen niedergebrannt und Gesch√§fte j√ľdischer Kaufleute zerst√∂rt. Der Zweite Weltkrieg verschonte Krefeld nicht: Am 21. Juni 1943 wurden bei einem Luftangriff gro√üe Teiles des Ostens der Stadt getroffen, die Innenstadt wurde durch einen von Brandbomben verursachten Feuersturm erheblich zerst√∂rt. Wundersamerweise blieb der gro√üe Hauptbahnhof bis auf wenige Besch√§digungen unversehrt. Die Befreiung kam am 3. M√§rz 1945 durch den Einmarsch amerikanischer Soldaten. Die Krefelder Stahlwerke sollten urspr√ľnglich demontiert werden, aber man konnte dies noch abwenden. In den 50er Jahren erlebten sie ebenso wie die Textilindustrie einen neuen Aufschwung. 1975 wurde Krefeld durch die Eingemeindung von H√ľls erneut vergr√∂√üert. Noch einmal war der Name Krefeld Synonym f√ľr eine pazifistische Bewegung: Am 16. Oktober 1980 wurde in der Stadt auf einer Konferenz der Friedensbewegung (unter anderem mit Petra Kelly und Gert Bastian) der "Krefelder Appell" gegen den NATO-Doppelbeschluss formuliert. Bei einem Staatsbesuch des US-Vizepr√§sidenten George H. W. Bush anl√§sslich der Philadelphiade in Krefeld am 25. Juni 1983 demonstrierten √ľber 20.000 Menschen, dabei kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen militanten Demonstranten und der Polizei.

Religionen

Die Mennoniten-Kirche an der Königstraße
Die Mennoniten-Kirche an der Königstraße
Die Katholische Hauptpfarrkirche Krefelds, St. Dionysius (im Moment wird die Spitze erneuert)
Die Katholische Hauptpfarrkirche Krefelds, St. Dionysius (im Moment wird die Spitze erneuert)
Krefeld und Uerdingen geh√∂rten anfangs zum Erzbistum K√∂ln und waren dem Archidiakonat des Domdekans, beziehungsweise dem Dekanat Neuss unterstellt. 1560 f√ľhrten die Grafen von Moers in Krefeld die Reformation ein. Durch die Verpf√§ndung Krefelds an die Oranier galt in Krefeld eine begrenzte Religionsfreiheit, die sich auf das private religi√∂se Leben beschr√§nkte. Das Kloster Johannes Baptista wurde von den Katholiken weiter genutzt. Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen waren jedoch dem reformierten Pfarrer vorbehalten. Diese, wenn auch eingeschr√§nkte, Religionsfreiheit f√ľhrte viele aus religi√∂sen Gr√ľnden verfolgte Menschen aller Konfessionen in die Stadt. Eine besonders starke Gruppe bildeten die Mennoniten , die schon im Jahre 1693 eine eigene Kirche bauen konnten.

Erst unter den Preußen durften ab 1744 die Katholiken wieder selber Taufen, Hochzeiten und Begräbnisse vornehmen. 1748 bauten die Lutheraner ihre eigene Kirche; 1754 wurde die katholische Dionysiuskirche fertiggestellt.

Obwohl die Bev√∂lkerung mehrheitlich immer katholisch war, dominierten die Reformierten die Stadt. Alle √∂ffentlichen √Ąmter bis hinab zum Nachtw√§chter wurden von Reformierten bekleidet. Die soziale Struktur der Konfessionen lie√ü sich auf einen einfachen Nenner bringen: Die Mennoniten hatten das Geld, die Reformierten das Sagen und die Katholiken die Arbeit.

Anders war es in Uerdingen. Durch die Zugeh√∂rigkeit der Stadt zum Erzbistum K√∂ln blieb die Stadt auch nach der Reformation katholisch. Alle katholischen Pfarrgemeinden im heutigen Stadtgebiet geh√∂rten bis 1802 zum Erzbistum K√∂ln. Nach dessen Aufl√∂sung kamen die Gemeinden zum Bistum Aachen, das jedoch 1821 / 1825 bereits wieder aufgehoben wurde, so dass das Gebiet ab 1821 erneut zum wieder errichteten Erzbistum K√∂ln kam, H√ľls und Benrad kamen jedoch zum Bistum M√ľnster. Krefeld wurde Sitz eines Dekanats. 1930 wurden alle Pfarrgemeinden des gesamten Gebiets dem neu errichteten Bistum Aachen zugeordnet. Das Dekanat Krefeld wurde in drei Dekanate Mitte, S√ľd und Ost aufgeteilt. Heute geh√∂ren alle Pfarrgemeinden der Stadt Krefeld zu den Dekanaten Mitte, Ost, Bockum/Oppum, West, S√ľd und Nordwest innerhalb der "Region Krefeld", zu der weitere Gebiete au√üerhalb Krefelds geh√∂ren. Hauptkirche der Stadt Krefeld ist die Pfarrkirche St. Dionysius. Weitere Kirchen sind St. Andreas, St. Anna, St. Antonius, St. Bonifatius, Christus K√∂nig, St. Clemens, St. Cyriakus, St. Elisabeth, St. Elisabeth von Th√ľringen, St. Franziskus, St. Gertrudis, Heilige Schutzengel, St. Heinrich, Herz-Jesu K√∂nigshof, Herz-Jesu Bockum, St. Hubertus, St. Johann Baptist, St. Josef Krefeld-Mitte, St. Josef Krefeld-Nordwest, Liebfrauenkirche, St. Karl Borrom√§us, St. Margareta, St. Mari√§ Himmelfahrt, Maria Waldrast, St. Martin, St. Michael, St. Norbertus, St. Paul, Pax-Christi, St. Peter, St. Pius X., St. Stephan und St. Thomas Morus.

Mit dem Übergang an Preußen gehörten die protestantischen Gemeinden Krefelds zur Rheinischen Provinzialkirche der Evangelischen Kirche in Preußen. Krefeld wurde Sitz eines Superintendenten , aus dem später der Kirchenkreis Krefeld (heute Krefeld-Viersen) innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland hervorging. Die Kirchengemeinden wurden in mehrere Kirchengemeinden aufgeteilt beziehungsweise neue Kirchengemeinden entstanden. Der heutige Kirchenkreis Krefeld-Viersen umfasst außer den Krefelder Kirchengemeinden auch viele Gemeinden außerhalb der Stadt Krefeld. In Krefeld gibt es heute folgende Kirchen (in Klammer die zugehörige Kirchengemeinde und soweit bekannt das Baujahr der Kirche):
Alte Kirche, Erl√∂serkirche und Johanneskirche (alle Kirchengemeinde Alt Krefeld), Friedenskirche (Friedenskirchengemeinde, 1874), Pauluskirche (Pauluskirchengemeinde, 1900/1901), Lutherkirche und Markuskirche (beide Kirchengemeinde Krefeld S√ľd), Christuskirche (Kirchengemeinde Krefeld Ost), Kreuzkirche und Auferstehungskirche (beide Kirchengemeinde Oppum), Lukaskirche, Thomaskirche und das Gemeinsame Haus (√∂kumenisch) in Elfrath (alle Kirchengemeinde Nord), Kreuzkirche (Kirchengemeinde H√ľls), Michaelskirche und Johanneskirche (beide Kirchengemeinde Uerdingen).

Neben den römisch-katholischen und evangelischen Gemeinden sowie der bereits erwähnten Mennonitengemeinde gibt es in Krefeld weitere Freikirchen , darunter eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten , eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde ( Baptisten ), eine Freie evangelische Gemeinde und die Heilsarmee . Ferner eine Griechisch-Orthodoxe Kirchengemeinde und eine Altkatholische Kirchengemeinde . Sie alle sind Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Krefeld.

Weitere religi√∂se Vereinigungen in Krefeld sind die Christengemeinschaft , die Neuapostolische Kirche und die j√ľdische Gemeinde.

Wachstum bis 1843

Ursiedlung
nach der Stadterhebung 1373
1. Stadterweiterung 1693
2. Stadterweiterung 1711
3. Stadterweiterung 1738
4. Stadterweiterung 1752
5. Stadterweiterung 1766
6. Stadterweiterung 1819
7. Stadterweiterung 1843

A,B,C : Niedertor ( H√ľlser Tor)
D,E  : Obertor (Fischelner Tor)
F  : Neues Tor ( Linner Tor)
G  : Br√∂cksken (Br√ľcke √ľber den Stadtgraben)
H  : Pforte nach Cracau
I  : Westtor (Pforte nach St. T√∂nis )

Eingemeindungen

Folgende Städte und Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen wurden nach Krefeld eingemeindet:

  • 1901 : Linn (Stadtrecht seit 1314)
  • 1907 : Bockum, Verberg und Oppum (alle B√ľrgermeisterei Bockum)
  • 1929 : Bildung des Stadtkreises Krefeld-Uerdingen (1940 in Stadtkreis Krefeld umbenannt) durch Vereinigung folgender St√§dte und Gemeinden
    • Stadtkreis Krefeld
    • Stadt Uerdingen, Landkreis Krefeld (Stadtrecht seit 1255/1324 mit dem 1927 eingegliederten Hohenbudberg, B√ľrgermeisterei Friemersheim)
    • Fischeln, Landkreis Krefeld
    • Traar, Landkreis Krefeld
    • Gellep und Stratum (B√ľrgermeisterei Lank), Landkreis Krefeld
    • Forstwald (Amt Vorst), Landkreis Krefeld
    • Benrad und H√ľlserberg (Amt H√ľls), Kreis Kempen
  • 1975 : H√ľls , seit 1970 Ortsteil der Stadt Kempen, Kreis Kempen-Krefeld (Orbroich war bereits 1936 eingemeindet worden.)

Einwohnerentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung der Stadt Krefeld
Die Bevölkerungsentwicklung der Stadt Krefeld
1861 hatte Krefeld mehr als 50.000 Einwohner. 1890 √ľberschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Gro√üstadt wurde. Bis 1957 verdoppelte sich diese Zahl auf 200.000. Im Jahre 1995 erreichte die Bev√∂lkerungszahl mit rund 250.000 ihren historischen H√∂chststand. Ende Dezember 2005 lebten in Krefeld nach amtlicher Fortschreibung 239.787 Menschen mit Hauptwohnsitz.

Die folgende √úbersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Sch√§tzungen, danach um Volksz√§hlungsergebnisse (¬Ļ) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bev√∂lkerung", ab 1925 auf die Wohnbev√∂lkerung und seit 1987 auf die "Bev√∂lkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt. Die Bev√∂lkerungszahl zwischen 1604 und 1787 bezieht sich auf die Stadt und Herrlichkeit Krefeld.

Jahr Einwohner
1604 350
1625 800
1722 2.900
1740 4.574
1756 5.667
1763 6.082
1777 6.658
1787 7.896
1805 13.199
1830 18.511
3. Dezember 1855 ¬Ļ 45.200
3. Dezember 1861 ¬Ļ 50.600
3. Dezember 1864 ¬Ļ 53.400
3. Dezember 1867 ¬Ļ 53.800
1. Dezember 1871 ¬Ļ 57.105
Jahr Einwohner
1. Dezember 1875 ¬Ļ 62.905
1. Dezember 1880 ¬Ļ 73.872
1. Dezember 1885 ¬Ļ 90.255
1. Dezember 1890 ¬Ļ 105.376
2. Dezember 1895 ¬Ļ 107.245
1. Dezember 1900 ¬Ļ 106.893
1. Dezember 1905 ¬Ļ 110.344
1. Dezember 1910 ¬Ļ 129.406
1. Dezember 1916 ¬Ļ 111.938
5. Dezember 1917 ¬Ļ 111.209
8. Oktober 1919 ¬Ļ 124.325
16. Juni 1925 ¬Ļ 130.425
16. Juni 1933 ¬Ļ 165.305
17. Mai 1939 ¬Ļ 170.968
31. Dezember 1945 144.304
Jahr Einwohner
29. Oktober 1946 ¬Ļ 150.354
13. September 1950 ¬Ļ 171.875
25. September 1956 ¬Ļ 196.161
6. Juni 1961 ¬Ļ 213.104
31. Dezember 1965 222.643
27. Mai 1970 ¬Ļ 222.250
31. Dezember 1975 228.463
31. Dezember 1980 223.969
31. Dezember 1985 216.833
25. Mai 1987 ¬Ļ 232.261
31. Dezember 1990 244.020
31. Dezember 1995 249.606
31. Dezember 2000 239.916
31. Dezember 2005 239.787

¬Ļ Volksz√§hlungsergebnis

Politik

Das Krefelder Rathaus
Das Krefelder Rathaus
An der Spitze des alten Dorfes Krefeld stand zun√§chst ein Amtmann, der im Namen der Grafen handelte. Nach der Stadterhebung leiteten die Sch√∂ffen die Stadtverwaltung. Ihnen traten sp√§ter B√ľrgermeister und Ratsm√§nner zur Seite. Im 15. Jahrhundert nahmen auch Gemeinsleute als Vertreter der B√ľrgerschaft an der Stadtverwaltung teil. Sch√∂ffen, B√ľrgermeister und Gemeinsleute bildeten sp√§ter den Magistrat . Ab 1738 wurde der Magistrat st√§ndig. Ihm geh√∂rten 4 B√ľrgermeister, ein Sch√∂ffe, ein Secretarius und 3 Gemeinsleute an. Nach 1740 handelte es sich beim Magistrat um eine k√∂nigliche Beh√∂rde des Staates Preu√üen , zu dem Krefeld seinerzeit bereits geh√∂rte. In franz√∂sischer Zeit wurde 1800 die Munizipalverfassung eingef√ľhrt. Krefeld wurde Hauptort eines Kantons mit einem Maire an der Spitze. Ferner gab es einen Munizipalrat. 1845 wurde die Rheinische Landgemeindeordnung und 1856 die Rheinische St√§dteordnung eingef√ľhrt. Danach leitete ein Oberb√ľrgermeister die Stadtverwaltung, auch gab es weiterhin einen Rat.

Auch in Uerdingen gab es nach der Stadterhebung einen Rat und mehrere B√ľrgermeister. Ab 1648 gab es nur noch einen B√ľrgermeister. Auch Uerdingen wurde in franz√∂sischer Zeit Sitz einen Kantons mit einem Maire an der Spitze. In preu√üischer Zeit leitete ein B√ľrgermeister die Stadt. Nach der Vereinigung beider St√§dte gab es einen Oberb√ľrgermeister f√ľr die neue kreisfreie Stadt Krefeld-Uerdingen.

W√§hrend der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberb√ľrgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Milit√§rregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberb√ľrgermeister ein, und 1946 f√ľhrte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gew√§hlten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat w√§hlte anfangs aus seiner Mitte den Oberb√ľrgermeister als Vorsitzenden und Repr√§sentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich t√§tig war. Des Weiteren w√§hlte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberb√ľrgermeister . Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repr√§sentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gew√§hlt. Oberb√ľrgermeister ist Gregor Kathstede (CDU).

Oberb√ľrgermeister seit 1848

  • 1848 - 1872 : Ludwig Heinrich Ondereyck
  • 1872 - 1881 : Friedrich Christian Roos
  • 1882 - 1903 : Ernst K√ľper
  • 1903 - 1905 : Dr. Wilhelm Hammerschmidt
  • 1905 - 1911 : Dr. Adalbert Oehler
  • 1911 - 1930 : Dr. Johannes Johansen
  • 1930 - 1933 : Heinrich H√ľpper
  • 1933 - 1945 : Dr. Aloys Heuyng
  • 1945 - 1946 : Dr. Johannes Stepkes
  • 1946 - 1947 : Dr. Wilhelm Warsch
  • 1947 - 1949 : Hermann Passen
  • 1949 - 1951 : Hanns M√ľller FDP
  • 1951 - 1956 : Johannes Hauser CDU
  • 1956 - 1961 : Josef Hellenbrock SPD
  • 1961 - 1968 : Herbert van H√ľllen CDU
  • 1968 - 1982 : Hansheinz Hauser CDU
  • 1982 - 1989 : Dieter P√ľtzhofen CDU
  • 1989 - 1994 : Willi Wahl SPD
  • 1994 - 2004 : Dieter P√ľtzhofen CDU, 2. Amtszeit
  • 2004 - heute: Gregor Kathstede CDU

Oberstadtdirektoren 1946 - 1999

  • 1946 - 1949 : Dr. Johannes Stepkes
  • 1949 - 1964 : Dr. Bernhard Heun
  • 1964 - 1986 : Dr. Hermann Steffens
  • 1986 - 1988 : Dr. Alfred Dahlmann
  • 1988 - 1999 : Heinz-Josef Vogt


Sitzverteilung nach Fraktionen im Stadtrat (seit 2004)

CDU SPD GR√úNE FDP KWG KK UKB Gesamt
26 18 8 6 2 1 1 62

Stadtwappen

Krefelder Wappen √ľber dem Eingang des Krefelder Rathauses.
Krefelder Wappen √ľber dem Eingang des Krefelder Rathauses.
Krefelder Wappen in Originalform und -farben
Krefelder Wappen in Originalform und -farben

In Deutschland haben die St√§dte L√ľbeck (1369) und dann wohl K√∂ln (1392) zuerst Wappen gef√ľhrt. Meist entwickelte sich das Stadtwappen aus dem Stadt- oder dem Sch√∂ffensiegel. Als Symbol w√§hlten viele rheinische St√§dte das Bild des Patrons der Kirche des Ortes. Andere √ľbernahmen Attribute des Orts- oder Landesheiligen, so Uerdingen die Schl√ľssel des hl. Petrus , des Schutzheiligen der √§ltesten Uerdinger Kirche und des Kurf√ľrstentums K√∂ln.

Krefeld besa√ü Jahrhunderte lang kein offizielles Wappen, obwohl schon ein Sch√∂ffensiegel von 1463 den hl. Dionysius zeigt, den Bischofsstab in der Rechten, die Mitra in der Linken und zu seinen F√ľ√üen das Wappen des Landesherrn von Krefeld, des Grafen von Moers und Saarwerden. Von einem eigentlichen Stadtwappen kann man erst seit dem 9. Dezember 1854 sprechen, als der preu√üische K√∂nig Friedrich Wilhelm IV. dem Oberb√ľrgermeister Ondereyck das Recht zum Tragen einer goldenen Amtskette mit dem Bilde des Stadtpatrons verlieh. Das Wappenbild lehnte sich eng an das Sch√∂ffensiegel von 1463 an.

Diese Darstellung des Wappens ist bis 1931 ma√ügebend geblieben. Gem√§√ü einem Vertrag vom 25. April 1930 wurden die Wappen von Krefeld und Uerdingen vereinigt. Das neue, von Professor Hupp geschaffene Wappen zeigte in der oberen H√§lfte des Schildes den hl. Dionysius, wachsend, mit dem Krummstab in der Rechten und dem abgeschlagenen Haupt in der Linken, in der unteren H√§lfte das Uerdinger Wappen mit den beiden Schl√ľsseln. Das Moerser Landeswappen stand, historisch falsch, als Herzschild in der Mitte.

Am 22. Januar 1938 verlieh der Oberpr√§sident der Rheinprovinz der Stadt Krefeld- Uerdingen, die einen Entwurf von Professor Richard Schwarzkopf vorgelegt hatte, ein neues Wappen, das ‚Äěim gespaltenen Schild vorne in Gold den Moerser Balken, hinten das Uerdinger Wappen in den Farben blau-rot mit den beiden einander abgekehrten goldenen Schl√ľsseln‚Äú zeigte. Die nationalsozialistische Stadtf√ľhrung brach also mit der Tradition des Dionysiussymbols und fiel in den Fehler zur√ľck, das Wappen der Grafschaft Moers als Krefelder Stadtwappen zu √ľbernehmen. Das mit Ministerialerla√ü vom 3. Juli 1950 genehmigte Stadtwappen wurde von dem Heraldiker Wolfgang Pagenstecher entworfen. Der gespaltene Schild zeigt vorn in Silber den hl. Dionysius mit Heiligenschein und rotem Ornat , den Bischofsstab in der Rechten, das abgeschlagene Haupt in der Linken, zu seinen F√ľ√üen ein goldenes Schildchen mit schwarzem Balken, hinten in blau √ľber rot geteiltem Felde zwei abgewendete goldene Schl√ľssel, begleitet von silbernen Schilden mit schwarzen Balkenkreuzen.

Der abgeschlagene Kopf des hl. Dionysius, der im dritten Jahrhundert erster Bischof von Paris und sp√§ter fr√§nkischer Nationalheiliger wurde, deutet seinen M√§rtyrertod an. Das Moerser Landeswappen zu seinen F√ľ√üen erinnert an die fr√ľhere Zugeh√∂rigkeit von Stadt und Herrlichkeit Krefeld zur Grafschaft Moers. Die kurk√∂lnischen Schilde im Uerdinger Wappen weisen auf die Landesherrschaft des Kurf√ľrsten von K√∂ln √ľber die Stadt Uerdingen hin und versinnbildlichen zugleich die Zugeh√∂rigkeit einiger Teile des alten Amtes Linn-Uerdingen zum heutigen Stadtgebiet.

Stadtfarben

Die Farben der Stadt Krefeld sind schwarz und gelb.

Städtepartnerschaften

Krefeld unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:

  • Venlo ( Niederlande ), seit 1964
  • Leicester ( Gro√übritannien ), seit 1969
  • D√ľnkirchen ( Frankreich ), seit 1974
  • Leiden ( Niederlande ), seit 1974

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Mundart

In Krefeld wird Krefelder Mundart gesprochen. Der Krefelder nennt diese Sprache Krieewelsch oder Krieewelsch- Platt , ein niederfränkischer Dialekt.

Theater

Stadttheater
Stadttheater
  • Das Stadttheater Krefeld kooperiert mit den st√§dtischen B√ľhnen M√∂nchengladbach und bietet moderne und klassische Auff√ľhrungen aus Oper, Operette, Ballett und Schauspiel. √úber die Grenzen Krefelds hinaus haben sich die Sinfoniekonzerte der Niederrheinischen Sinfoniker einen Namen gemacht.
  • Das KRESCH - Kinder- und Jugendtheaterzentrum der Stadt Krefeld bringt Eigenproduktionen und Gastspiele.
  • Das Krefelder Wohnzimmertheater "PODIO" bietet ausgesuchte Produktionen aus den Bereichen Theater, Kabarett, Kleinkunst, Comedy, Literatur und Musik. Mit rund 60 Pl√§tzen stellt das Wohnzimmertheater Krefelds kleinste B√ľhne dar.
  • Das Marionettentheater "Krieewelsche pappk√∂pp" bietet Kleinkunst in Krefelder Mundart (Krieewelsch).
  • Das Theater am Marienplatz "TAM" genie√üt im Bereich der modernen und experimentellen Musik einen ausgezeichneten Ruf.
  • Der KulturPunkt-Friedenskirche Krefeld, bietet das ganze Jahr ein internationales Kulturprogramm mit bekannten K√ľnstlern. Im Gemeindehaus und in der Kirche sowie im Turm finden Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Kabarett und vieles mehr statt.
  • In der Kulturfabrik, kurz KuFa genannt, finden das ganze Jahr √ľber Live-Auftritte von Bands und Solok√ľnstlern, Kabarettisten Comediens aber auch Theatergruppen und Kleink√ľnstlern statt, darunter zum Beispiel Ingo Appelt , Die Toten Hosen, Dieter Nuhr oder Herbert Gr√∂nemeyer . Die Kulturfabrik besitzt zwei S√§le, einen kleinen f√ľr 350 Besucher und einen gr√∂√üeren f√ľr etwa 1100. Beide R√§ume verf√ľgen √ľber eine B√ľhne sowie die n√∂tige Veranstaltungstechnik f√ľr Licht und Ton. Untergebracht ist die KuFa in einem Teil des alten st√§dtischen Schlachthofes.

Museen und Galerien

Kaiser Wilhelm Museum
Kaiser Wilhelm Museum
Haus Esters (links), Haus Lange (rechts), Krefeld
Haus Esters (links), Haus Lange (rechts), Krefeld
Die Burg Linn bei Nacht
Die Burg Linn bei Nacht
Haus Sollbr√ľggen im Sollbr√ľggenpark beherbergt die Musikschule
Haus Sollbr√ľggen im Sollbr√ľggenpark beherbergt die Musikschule
Das Stadtwaldhaus
Das Stadtwaldhaus
  • Kunstmuseen
    • Kaiser Wilhelm Museum mit dem Schwerpunkt 20. Jahrhundert
    • Museum Haus Esters und Museum Haus Lange - Beide Museen bieten Wechselausstellungen zeitgen√∂ssischer Kunst. Die Geb√§ude wurden 1928 bis 1930 nach Pl√§nen von Ludwig Mies van der Rohe entworfen.
  • Deutsches Textilmuseum mit Textilien aus europ√§ischen und au√üereurop√§ischen Kulturen
  • Museumszentrum Burg Linn
    • Burg Linn
    • Jagdschloss
    • Niederrheinisches Landschaftsmuseum mit Fundst√ľcken aus dem r√∂mischen und fr√§nkischen Gr√§berfeld; unter anderem das fr√§nkische F√ľrstengrab
  • Paramentenweberei Hubert Gotzes, 1990 als Museum eingerichtet,

Literatur

  • Seit 1992 verleiht die Stadt Krefeld j√§hrlich den Niederrheinischen Literaturpreis. Preistr√§ger waren u.a. Andreas Mand , Herbert Genzmer, Elke Schmitter , Dieter Wellershoff und Burkhard Spinnen . 2005 wurde der Schriftsteller Dieter Forte ausgezeichnet

Bauwerke

  • Rathaus, ehemaliges Stadtpalais der Familie Von der Leyen ; wegen der historischen Bedeutung dieses Palais kann dieses Geb√§ude als ein Wahrzeichen der Stadt angesehen werden.
  • Burg Linn
  • Geism√ľhle
  • Hauptbahnhof Krefeld
  • Stadttheater am Theaterplatz
  • Die Bauhaus-H√§user: Haus Esters und Haus Lange
  • Haus Sollbr√ľggen
  • Katholische Kirche St. Dionysius
  • Puppen-Brunnen am S√ľdwall
  • M√ľhle auf dem Egelsberg
  • Geism√ľhle (gleichnamige Autobahnrastst√§tte A 57)
  • Seidenweber-Denkmal am S√ľdwall (Meister Ponzelar)
  • Krefelder Galopprennbahn im Stadtwald
  • Bockumer Rathaus
  • Hochhaus am Bleichpfad (im Krieewelschen Volksmund "Mississippidampfer" genannt)
  • Seidenweberhaus
  • Amts- und Landgericht Krefeld
  • Gymnasium am Moltkeplatz
  • K√∂nigPALAST (Multifunktionshalle und Eishockey-Arena der Krefeld Pinguine mit 8.000 Pl√§tzen)
  • Grotenburg Stadion (Fu√üball-Station des KFC-Uerdingen mit 35.000 Pl√§tzen)
  • Behnisch -Haus
  • Mennoniten-Kirche an der K√∂nigstra√üe
  • Friedenskirche mit fehlender Turmspitze als Kriegsandenken
  • Stadtwaldhaus Krefeld mit dem gr√∂√üten und sch√∂nsten Biergarten NRWs direkt im Stadtwald gelegen
  • Buschh√ľter -H√§user im Kliedbruch, an der Lindenstra√üe, dem Westwall und der Ritterstra√üe
  • Villa Merl√§nder (Wohnhaus des im Vernichtungslager Treblinka wegen seines j√ľdischen Glaubens von den Nazis ermordeten Kaufmannes Richard Merl√§nder mit Wandgem√§lden von Heinrich Campendonk , heute Gedenkst√§tte f√ľr NS-Opfer)

Sonstige Sehensw√ľrdigkeiten

Krefelder Parkanlagen

Krefeld ist reich an Gr√ľn und nach eigenen Angaben sogar die zweitgr√ľnste Stadt Deutschlands. Dies beweisen die √ľberm√§√üige Zahl an Alleen und √∂ffentlichen Gr√ľnfl√§chen, mehrere Parks und allem voran der Krefelder Stadtwald, ein im weiteren Umkreis der Stadt beliebtes Erholungs- und Waldgebiet nahe des Zentrums von Krefeld.
Krefeld nahm an dem Projekt Euroga 2002 plus der dezentralen Landesgartenschau teil und sanierte daf√ľr eine Vielzahl seiner historischen Parkanlagen. Diese wurden wieder in ihre urspr√ľngliche Form zur√ľckversetzt.
Bei den meisten historischen Parkanlagen handelt es sich um Schenkungen von Seidenbaronen , die diese als Ausflugsziele benutzten. Deshalb findet sich auch in jeder historischen Parkanlage ein Ausflugs- oder Jagdschl√∂sschen . Z.B.: Haus Sollbr√ľggen, das heute als Musikschule dient oder Haus Greifenhorst, das als Ausstellungsraum genutzt wird. Auch der Krefelder Zoo ist aus so einem Ausflugspark entstanden.
Viel in Sachen Gr√ľnfl√§chen hat Krefeld auch dem B√ľrgermeister Johann Johansen (Amtszeit: 1911 ‚Äď 1930) zu verdanken, der die Bildung eines Krefelder Gr√ľng√ľrtels vorantrieb.

Der Sollbr√ľggenpark im Herbst
Der Sollbr√ľggenpark im Herbst
Krefelder Parks:
  • Bruckhausen-Park
  • Burgpark H√ľls
  • Burgpark Linn
  • Cr√∂n Park
  • Greiffenhorst Park
  • Holthausens Kull
  • Kaiser-Friedrich-Hain
  • Kaiser-Wilhelm-Park
  • Kaiserpark
  • Neuenhofen-Park
  • Rheinpromenade Uerdingen
  • Sch√∂nhausenpark
  • Sch√∂nwasserpark
  • Sollbr√ľckenpark
  • Stadtgarten
  • Stadtpark Fischeln
  • Stadtpark Uerdingen

Botanischer Garten

Der Botanische Garten in Krefeld bietet dem Besucher viele exotische und heimischen Arten in einer gepflegten Anlage zum betrachten. Er liegt am Rand des Sch√∂nwasserparks im Krefelder Stadtteil Oppum. Bereits 1928 entwickelte sich der Botanische Garten aus einem kleinen Schulgarten heraus. Auf einer Fl√§che von 3,6  ha wachsen hier heute rund 5000 Pflanzenarten in wissenschaftlichen Abteilungen und Themeng√§rten. Der Eintritt ist kostenlos, ausgenommen bei Sonderveranstaltungen.

Krefelder Zoo

Schimpansen
Schimpansen
Der Krefelder Zoo wurde 1938 gegr√ľndet. Er beherbergt auf einer Fl√§che von 13  ha derzeit einen Tierbestand von ca. 1300 Tieren aus 225 verschiedenen Arten. Zu den besonderen Attraktionen geh√∂ren das Affentropenhaus in welchem drei Menschenaffenarten ohne Trenngitter oder Trennscheiben leben, die tiergeografisch gegliederte Vogeltropenhalle, das 1998 er√∂ffnete Regenwaldhaus , die Elefantendressur von Wolfgang Nehring, eine Vogelfreifluganlage und vor allem viele seltene Tierarten. Die neueste Attraktion ist das Wildkatzengehege. J√§hrlich besuchen rund 380.000 Besucher den Zoo.

H√ľlser Berg

Beim H√ľlser Berg handelt es sich um einen in der letzten Eiszeit entstandenen Ger√∂llberg ( Endmor√§ne ), der heute vollst√§ndig bewaldet ist und als Ausflugsziel dient. Auf dem H√ľlser Berg befindet sich die H√ľlser Bergschenke. Weiterhin befindet sich dort ebenfalls ein Aussichtsturm, der damit auch den h√∂chsten Punkt Krefelds darstellt.
Der Fachbereich Jugend veranstaltet auf dem H√ľlser Berg jedes Jahr im Sommer ein Seifenkistenrennen.

Sport

KönigPALAST, seit 2005 die Heimstätte der Krefeld Pinguine
KönigPALAST, seit 2005 die Heimstätte der Krefeld Pinguine

Der Sport hat in Krefeld einen sehr hohen Stellenwert. In zahlreichen Sportarten ist Krefeld in den ersten Ligen vetreten.

  • Eishockey : Der Eishockey -Verein Krefeld Pinguine spielt in der DEL und konnte sich zuletzt in der Saison 2002/03 den Meistertitel sichern.
  • Wasserball: Hier ist Krefeld gleich mit drei Vereinen vertreten; dem SSF Aegir Uerdingen und dem SV Bayer Uerdingen in der 1. Bundesliga, sowie dem SVK 72 in der 2. Bundesliga.
  • Hockey: Der CHTC spielt in der Hockey -Bundesliga und hat in der Saison 2004/2005 die Play-offs erreicht.
  • Rollhockey:Im Rollhockey spielen sowohl die Damen- als auch die Herrenmannschaft des H√ľlser Sportverein (HSV Krefeld) jeweils in der 1.Bundesliga.
  • Tennis In der Tennisbundesliga ist Krefeld durch den HTC Blau-Weiss Krefeld vertreten.
  • Handball: Der SC Bayer 05 Uerdingen spielt in der Regionalliga West.
  • Fu√üball: Der Fu√üballverein KFC Uerdingen, DFB-Pokalsieger des Jahres 1985, spielt in der Oberliga Nordrhein.

Sportveranstaltungen

Der SSV Krefeld-Gartenstadt e.V richtet jedes Jahr im Juni Deutschlands größtes DHB Masters-Turnier im Beachhandball aus. 108 Mannschaften kämpfen auf der Sandanlage am Elfrather See um den Einzug ins Finale der Deutschen Meisterschaft.

Regelmäßige Veranstaltungen

Flachsmarkt

Jedes Jahr am Pfingstwochenende findet um die Burg Linn herum und in der angrenzenden Altstadt des Stadtteils Linn ein mittelalterlicher Handwerkermarkt Flachsmarkt, sowie im Sp√§tsommer im Stadtteil H√ľls der Bottermaat statt.

Pottbäckermarkt

Am zweiten Maiwochenende findet in jedem Jahr der Niederrheinische Pottb√§ckermarkt statt. Von Rathausplatz √ľber die Karl-Wilhelm Stra√üe bis zum Theaterplatz erstrecken sich etwa 120 Keramiker aus etwa sechs L√§ndern mit ihren St√§nden. Ca. 50.000 Besucher werden jedes Jahr gez√§hlt.

Größte Straßenmodenschau der Welt

Seit 1992 richtet Krefeld j√§hrlich die gr√∂√üte Stra√üenmodenschau der Welt aus. Einzelh√§ndler , Designer und Hersteller verwandeln das Zentrum der Samt- und Seidenstadt f√ľr ein Wochenende in einen gro√üen Laufsteg . Auf Gro√üb√ľhnen pr√§sentieren Models den meist mehr als 500.000 Zuschauern die j√ľngsten Trends in Mode und Design. Musik, Moderation und viele Sonderaktionen erg√§nzen den Schaulauf. Im Rahmen der Veranstaltung verleiht die Stadt jedes Jahr den anerkannten Modemarketingpreis " Die Goldene Seidenschleife " und das Deutsche Krawatteninstitut k√ľrt den Krawattenmann des Jahres .

Sonstige regelmäßige Veranstaltungen

Am letzten Ferienwochenende der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen findet in jedem Jahr das Folklorefest (Folk- und Weltmusikfestival) "umsonst & draußen" am Platz an der Alten Kirche statt.

Jedes Jahr am 1.und 2. Advent findet in Krefeld der "Suedgang" statt, ein Tag der offenen Ateliers.

Im sp√§ten Fr√ľhjahr wird im Botanischen Garten Art of Eden veranstaltet. Im Rahmen des zum Leben erwachten, bl√ľhenden Gartens presentieren sich K√ľnstler mit ihren Skulpturen.

Im Fr√ľhjahr sowie im Herbst findet jedes Jahr, mit √ľber 100 Schaustellern die "Spr√∂dentalkirmes" auf dem Spr√∂dentalplatz statt.

Kulinarisches

Braukunst

Altbier hat in Krefeld Tradition. Es gab hier einst eine betr√§chtliche Zahl von Brauh√§usern mit noch heute klangvollen Namen wie Tivoli, Wienges oder Rhenania. Von der Vielzahl an Brauereien hat jedoch nur das Traditionshaus Gleumes √ľberlebt, das auch heute noch sehr erfolgreich nicht nur f√ľr den Hausausschank selber in Krefeld braut. Gleumes braut auch das Bier f√ľr das wiederer√∂ffnete und ebenso traditionsreiche Krefelder Brauhaus ‚ÄěHerbst Pitt‚Äú nach Originalrezept.

Letztes Opfer des gro√üen Brauereisterbens war die Brauerei Rhenania in Krefeld-K√∂nigshof. Rhenania-Alt wird nun von der Krombacher Brauerei in Kreuztal-Krombach gebraut. Seit dem wird es von vielen Krefelder B√ľrgern verschm√§ht, auch wenn die Krombacher Brauerei mittlerweile sogar das zum Brauen ben√∂tigte Wasser aus Krefeld in Tankwagen liefern l√§sst, um den urspr√ľnglichen Geschmack ann√§hernd zu erzielen. Am Standort der alten Brauerei Rhenania wird nun von einem ehemaligen Mitarbeiter in der neuen ‚ÄěBrauerei K√∂nigshof‚Äú wieder Bier gebraut und zwar unter der Marke ‚ÄěLandf√ľrst‚Äú - dies mittlerweile so erfolgreich, dass die Brauerei Ende 2004 ihre Kapazit√§ten durch neue Tanklager und Braukessel erweiterte. Gebraut werden in der K√∂nigshof-Brauerei au√üerdem die Biersorten Pils, Weizenbier, Export und Radler.

Als das bekannte ‚Äě Krefelder ‚Äú bezeichnet man ein Mischgetr√§nk aus Altbier und Cola.

Naschwerk

Eine am ganzen Niederrhein bekannte Spezialität ist die Grillagetorte, die 1908 vom Krefelder Konditor Wilms aus der Taufe gehoben wurde.

Auch die beliebten rautenf√∂rmigen Nougatst√ľckchen mit Schokoladen√ľberzug der Marke ‚ÄěNappo‚Äú werden bei Dr. Helle in Krefeld produziert.

Bereits 1863 produzierte der niederl√§ndische B√§ckermeister Johann Wilhelm Gruyters auf der Petersstra√üe Kekse und anderes Geb√§ck . Bis heute erwuchs aus dieser kleinen B√§ckerei die Firma W. Gruyters, nach eigenen Angaben f√ľhrender deutscher Geb√§ck-Anbieter auf dem Markt f√ľr Gemeinschaftsverpflegung, vor allem Krankenh√§user und Kantinen. Produziert wird auch heute noch mitten in Krefeld, seit 1940 jedoch auf der Tannenstra√üe.

Infrastruktur und Verkehr

Luftverkehr

Krefeld verf√ľgt √ľber einen eigenen Flugplatz , den Flugplatz Krefeld-Egelsberg im Stadtteil Traar.

Der internationale Flughafen D√ľsseldorf International ist ungef√§hr 20 km entfernt und √ľber die A 57 und A 44 erreichbar.

Schienen- und Busverkehr

Der Krefelder Hauptbahnhof wurde 1907 erbaut.
Der Krefelder Hauptbahnhof wurde 1907 erbaut.

Der Bahnhof Krefeld Hauptbahnhof liegt an der zweigleisigen elektrifizierten DB-Kursbuchstrecke 425 M√∂nchengladbach ‚Äď Duisburg ‚Äď Essen ‚Äď Gelsenkirchen ‚Äď M√ľnster, auf der im Schienenpersonennahverkehr in der Regel im Stundentakt der Rhein-Haardt-Express (RE 2) und alle 30 Minuten die Rhein-Niers-Bahn (RB 33) im NRW-Takt verkehren. Au√üer dem Hauptbahnhof gibt es an dieser Strecke die Bahnh√∂fe bzw. Haltepunkte Forsthaus, Hohenbudberg Bayerwerk, Krefeld-Linn, Krefeld-Oppum und Krefeld-Uerdingen. In Krefeld kreuzt die Kursbuchstrecke 495 von Kleve nach D√ľsseldorf. Auf dieser Strecke f√§hrt im NRW-Takt alle 30 Minuten der Niers-Express (RE 10) und von Krefeld nach K√∂ln alle 60 Minuten der Rhein-M√ľnsterland-Express (RE 7) . Betreiber des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) ist die DB Regio NRW .

Die n√§chstgelegenen ICE -Bahnh√∂fe sind Duisburg und D√ľsseldorf. Die fr√ľhere Bedeutung Krefelds als Eisenbahnknotenpunkt ist jedoch nach Stilllegung des gro√üen Rangierbahnhofs Hohenbudberg (an der Strecke nach Duisburg, unmittelbar hinter der Stadtgrenze) und des √∂stlich vom Hauptbahnhof gelegenen G√ľterbahnhofs sowie nach Aufgabe des Personenfernverkehrs zur√ľckgegangen. Als wichtige Betriebseinrichtung besteht noch das Ausbesserungswerk KKROX Krefeld-Oppum, in das der ICE zur Wartung kommt.

Den Stra√üenpersonennahverkehr bedienen Stadtbahn - und Stra√üenbahnlinien sowie mehrere Buslinien der Krefelder SWK MOBIL und der D√ľsseldorfer Rheinbahn . Die K-Bahn bietet als einzige Stra√üenbahn Deutschlands in manchen Z√ľgen einen Bistro-Speisewagen.

F√ľr den gesamten √Ėffentlicher Personennahverkehr (√ĖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und tarifraum√ľberschreitend der NRW-Tarif .

Straßen

Durch das Stadtgebiet Krefelds f√ľhrt in nords√ľdlicher Richtung die A 57 (K√∂ln - Nimwegen ), die sich s√ľdlich von Krefeld am Autobahnkreuz Meerbusch mit der A 44 (Aachen - Kassel) und n√∂rdlich am Autobahnkreuz Moers mit der A 40 Venlo ‚Äď Dortmund kreuzt. Das innerst√§dtische Stra√üennetz hat eine Gesamtl√§nge von 760 Kilometern (km), davon sind 370 km als Tempo-30-Zonen (136 Zonen) gekennzeichnet. Krefeld ist eine der wenigen St√§dte in NRW, in der eine fl√§chenhafte Tempo-30-Zonen-Regelung realisiert worden ist: Zwischen 1988 und 1998 kennzeichnete die Stadt all ihre Wohngebiete als "30er-Zonen".

Fahrrad

In Krefeld wird die Fahrradfreundlichkeit sehr gro√ü geschrieben. Davon zeugen mehr als 250 km ausgewiesener Radwege sowie etliche f√ľr Radfahrer in beide Richtungen befahrbare Einbahnstra√üen, der Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher St√§dte NRW und der Titel: 'zweit fahradfreundlichste Stadt Deutschlands' ( ADAC Test 2004; Note 'Gut').

Krefeld hat ein hohe Dichte an Radfahrern und Fahrradl√§den, der ADFC -Ortsverband unterh√§lt einen Infoladen am s√ľdlichen Rand der Innenstadt. Am westlichen Ende des Hauptbahnhofs gibt es eine "Fahrradstation" mit bewachter Unterstellm√∂glichkeit und Reparaturdienst.

Historische Dampfeisenbahn

Der Schluff
In Krefeld f√§hrt eine der √§ltesten Privatbahnen Deutschlands, die bereits 1868 gegr√ľndete wurde. Im Volksmund wird diese Bahn als Schluff bezeichnet. Gemeint ist damit das niederrheinische Wort f√ľr " Pantoffel ", die " Schluffe ", an die das zischende Ger√§usch der Dampflok erinnert.

Vom urspr√ľnglichen Streckennetz ist nur noch eine Verbindung zwischen St.T√∂nis und dem H√ľlser Berg √ľbrig geblieben. Auf dieser Strecke f√§hrt seit dem 1. Mai 1980 eine Museumseisenbahn an jedem Sonn- und Feiertag zwischen Mai und Oktober mit Zwischenstation am historischen Krefelder Nordbahnhof. In einem Gep√§ckwagen k√∂nnen Fahrr√§der mitgef√ľhrt werden.

Als Lok dient die im Jahr 1947 gebaute "Graf Bismarck XV". Sie war urspr√ľnglich auf der Zeche Bismarck in Gelsenkirchen im Einsatz. Wegen der Gefahr von B√∂schungsbr√§nden wurde die Graf Bismarck XV von Kohle auf √Ėlfeuerung umgestellt.

Wirtschaft

Schwerpunkte bei den in Krefeld ansässigen Unternehmen bilden die Bereiche chemische Industrie , Metallindustrie , Maschinenbau , Fahrzeugbau und Textilindustrie .

Chemische Industrie

Die chemische Industrie ist traditionell in Krefeld zuhause, unterh√§lt doch der Chemie-Konzern Bayer AG sein zweitgr√∂√ütes und chronologisch gesehen zweites Werk √ľberhaupt im Krefelder Stadtteil Uerdingen am Rhein. Hier werden haupts√§chlich Kunststoffe wie zum Beispiel Makrolon , der Rohstoff f√ľr jede CD und DVD , aber auch Farbpigmente und Polyurethan produziert. Derzeit werden einige profitable Betriebe aus Bayer ausgegliedert und als eigenst√§ndiges Unternehmen weitergef√ľhrt, da sich der Konzern wieder haupts√§chlich auf Pharmaprodukte und den Pflanzenschutz konzentrieren m√∂chte.

Das Bayerwerk am Uerdinger Rheinufer.
Das Bayerwerk am Uerdinger Rheinufer.

Die Chemische Fabrik "Stockhausen" wurde von Degussa √ľbenommen. Hier werden Komponenten f√ľr die Waschmittelindustrie, Flockungshilfsmittel, Superabsorber und Kosmetikprodukte sowie Hautpflegemittel hergestellt. Ferner sitzt in Krefeld Europas einziger Produzent von Rizinus√∂l- und Lein√∂lderivaten: Alberdingk Boley GmbH.

In Rheinn√§he finden sich aber auch noch viele andere kleinere Unternehmen. So unterh√§lt die Firma Henkel in Linn am Hafen ein Fragrance Center, wo neue Duftstoffe f√ľr Waschmittel entwickelt werden.

Metallindustrie

Die Panzerungen der Castorbehälter werden in der Gießerei der Firma Siempelkamp in Krefeld hergestellt.

Von August Thyssen und anderen Industriellen wurden 1900 in Krefeld die "Deutschen Edelstahlwerke" mit dem Schwerpunkt Werkzeugst√§hle errichtet, welche zuletzt von der Firma Edelstahl Witten-Krefeld (EWK) und ThyssenKrupp Nirosta betrieben wurden. Heute geh√∂rt EWK √ľber die schweizerische Swiss Steel Gruppe zu Schmolz+Bickenbach.

Maschinenbau

Bedingt durch die vielen Unternehmen des Textilgewerbes in der Stadt siedelte sich auch eine ansehnliche Zahl von Maschinenbaufirmen an, vornehmlich f√ľr Textilmaschinen. Der Niedergang der Textilindustrie in Krefeld, auch aufgrund der wachsenden Konkurrenz aus Fernost, zog auch viele Maschinenbaufirmen mit sich, darunter so bekannte Namen wie zum Beispiel die Firma Zangs. Am Markt behaupten konnte sich bisher die Firma "K√ľsters" im Textilmaschinenbau.

Fahrzeugbau

Im Stadtteil Oppum wurde bereits 1891 die erste Reparaturwerkstatt der Bahn errichtet. Heute ist das ICE -Instandhaltungswerk Krefeld eines der modernsten Werke f√ľr die schwere Fahrzeuginstandhaltung der Bahn. Knapp 700 Mitarbeiter sind hier besch√§ftigt. ICE und elektrische Triebz√ľge des Nahverkehrs werden general√ľberholt, das hei√üt, alle Bauteile der Fahrzeuge werden gepr√ľft, erneuert oder aufgearbeitet. Dazu geh√∂ren Drehgestelle , Rads√§tze , aber auch kleine Teile wie Sto√üd√§mpfer .

Teile des ICE werden bei Siemens im ehemaligen Werk der D√ľsseldorfer Waggonfabrik (Duewag) in Krefeld gefertigt, aber auch S-Bahnen , Untergrund- und Stra√üenbahnen .

Textilindustrie

Im 18. Jahrhundert hatte die bl√ľhende Textilindustrie Krefeld gro√ü gemacht. Samt , Seide und Seidenbrokat waren die Verkaufsschlager. Kaiser und K√∂nige aus der ganzen Welt und nicht zuletzt der katholische Klerus kleideten sich gerne in prunkvollen Gew√§ndern aus den kostbaren Stoffen aus Krefeld. Zu den prominetesten Kunden geh√∂rten Napoleon und der preu√üische K√∂nig Friedrich II.. Der Niedergang der Samt- und Seidenindustrei in Krefeld wurde durch die durch viele Kriege und Revolutionen bedingte Dezimierung der Monarchie und letztlich durch ein p√§pstliches Dekret Mitte des 20. Jahrhunderts eingeleitet, welches den Geistlichen das Tragen von all zu kostbaren Gew√§ndern verbot.

Vor allem die Krawatten -Produktion ist heute noch jedem ein Begriff. Krefeld ist hier f√ľhrend in Europa . 80 % aller in Deutschland gefertigten Halsgebinde stammen aus Krefeld. Es handelt sich hierbei allerdings eher um h√∂herwertige Modelle. Das Herstellen von exklusiven Krawattenstoffen und deren Webmuster auch in gr√∂√üeren Auflagen ist eine Spezialit√§t vieler Krefelder Firmen.

Die einstmals so ruhmreiche Seidenindustrie ist in Krefeld nur noch mit wenigen Firmen vertreten, aber dennoch gibt es hier die höchste Dichte an Seidenwebereien weltweit.

Viele Textilhersteller haben sich heute vor allem auf Industrietextilien sowie deren Veredelung und Ausr√ľstung spezialisiert. Die Produktpalette reicht bei den gr√∂√üten Firmen, zu denen die TAG (Textil Ausr√ľstungs-Gesellschaft), VBL (Voss-Biermann & Lawaczeck) und VerSeidAG (Vereinigte Seidenwebereien AG) geh√∂ren, von Stoffen in Tarnfarben f√ľr die US-Armee bis zu High-Tech -Material f√ľr Segel von Sportsegelbooten oder Gro√üseglern wie zum Beispiel der Alexander von Humboldt .

Sonstiges

In Krefeld befindet sich der Hauptsitz der Haustierbedarfs Franchise -Gesellschaft Fressnapf.

Medien

In Krefeld befindet sich der Sitz der Veranstaltergemeinschaft Lokalfunk Krefeld/Viersen e.V. - Betriebsgesellschaft f√ľr Lokalfunk Krefeld/Viersen GmbH & Co. KG. Diese veranstalten das private H√∂rfunkprogramm "Welle Niederrhein".

In Krefeld befindet sich ferner ein Pressehaus der "Westdeutschen Zeitung". Diese Tageszeitung wird in D√ľsseldorf mit einer Lokalausgabe als "Krefelder Zeitung" herausgegeben. √úber das regionale Geschehen Krefelds berichtet auch die "Rheinische Post", die ebenfalls in D√ľsseldorf erscheint und mehrere Lokalausgaben hat.

√Ėffentliche Einrichtungen und Bildung

  • Krefeld ist Sitz der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein - K√∂rperschaft des √∂ffentlichen Rechts , deren Kammerbezirk die kreisfreien St√§dte Krefeld und M√∂nchengladbach sowie den Rhein-Kreis Neuss und den Kreis Viersen umfasst. Pr√§sident ist Wilhelm Wehrhahn, Hauptgesch√§ftsf√ľhrer ist Dr. Dieter Porschen. Weitere Hauptgesch√§ftsstellen befinden sich in M√∂nchengladbach und Neuss.
  • In Krefeld ist der Geologische Dienst NRW ans√§ssig.
  • Krefeld verf√ľgt √ľber ein Amtsgericht , Landgericht und Arbeitsgericht .
  • Am Deutschen Ring befindet sich das Staatliche Veterin√§runtersuchungsamt Krefeld
  • Seit 2004 befindet sich das Deutsche Mode-Institut in Krefeld.

Krefeld ist Sitz der Hochschule Niederrhein. Hier befinden sich die Fachbereiche Chemie , Design , Elektrotechnik und Informatik , Maschinenbau und Verfahrenstechnik , der Studiengang Gesundheitswesen des Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen sowie ein Ausländer-Studienkolleg. Weitere Fachbereiche dieser Fachhochschule sind in Mönchengladbach angesiedelt.

Neben Haupt-, Real- und Gesamtschulen verf√ľgt Krefeld √ľber zehn Gymnasien.

Persönlichkeiten

Ehrenb√ľrger

Die Stadt Krefeld hat folgenden Personen das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen (Auflistung chronologisch nach Verleihungsjahr):

  • 1863 : Gottfried Reinarz, Dechant
  • 1875 : Friedrich August M√§rklin
  • 1881 : Friedrich Christian Roos
  • 1907 : Emil de Greiff
  • 1915 : Fritz de Greiff
  • 1918 : Georg Freiherr von Rheinbaben
  • 1922 : Edmund ter Meer
  • 1927 : Heinrich Thei√üen
  • 1930 : Johannes Johansen
  • 1938 : Friedrich Aldehoff
  • 1950 : Gregor von Schwamborn
  • 1963 : Eugen Angerhausen
  • 1967 : Otto Br√ľes
  • 1970 : Josef Hellenbrock
  • 1973 : Margarete Engl√§nder
  • 1986 : Paul Wember
  • 1988 : Lore Cattepoel
  • 1990 : Aurel Billstein
  • 1990 : Adolf Luther
  • 2002 : Hansheinz Hauser
  • 2005 : Helga Lauffs

Söhne und Töchter der Stadt Krefeld

Folgende Personen sind in Krefeld beziehungsweise in Uerdingen geboren (Auflistung chronologisch nach Geburtstag):

  • Johannes Thomae ‚Ć 1441 , Generalvikar des K√∂lner Erzbischofs
  • 1781 , Cornelius de Greiff , ‚Ć 1863 , Wohlt√§ter der Stadt, Seidenfabrikant
  • 1801 , Hermann von Beckerath , ‚Ć 1870 , Krefelder Bankier und Reichsfinanzminister 1848/1849. Siehe auch weitere bedeutende Vertreter dieser alten Krefelder Familie unter Beckerath
  • 1821 , Heinrich Band , ‚Ć 1860 , Mit-Erfinder des Bandoneons
  • 1829 , 7. M√§rz , Eduard Vogel , ‚Ć ca. 1856 , Deutscher Afrika-Forscher
  • 1878 , 26. Juni , Leopold L√∂wenheim , ‚Ć 5. Mai 1957 , Berlin, Mathematiker; Satz von L√∂wenheim
  • 1879 , 21. Juni , Georg Scheu, ‚Ć 2. November 1949 in Alzey, deutscher Winzer; entwickelte die Scheurebe , Huxelrebe sowie weitere Rebsorten
  • 1889 , 31. Juli , Erwin von Beckerath , ‚Ć 23. November 1964 in Bad Godesberg, √Ėkonom
  • 1889 , 3. November , Heinrich Campendonk , ‚Ć 9. Mai 1957 in Amsterdam , Maler und Grafiker (stilisierte Menschen und Tiere; Apsisfenster des Bonner M√ľnsters), Hauptvertreter des deutschen Expressionismus
  • 1891 , 17. Dezember , Karl Emil Sch√§fer , ‚Ć 5. Juli 1917 , Fliegerass, flog im ersten Weltkrieg mit dem roten Baron Manfred von Richthofen
  • 1897 , 26. September , Victor Otto Stomps , ‚Ć 4. M√§rz 1970 in Berlin, Pseudonym: VauO, Verleger und Schriftsteller
  • 1905 , 17. Juni , Helmut Hentrich , ‚Ć 7. Februar 2001 in D√ľsseldorf Architekt
  • 1906 , 6. Juni , Max August Zorn , ‚Ć 9. M√§rz 1993 in Bloomington, Indiana, USA, Professor der Mathematik
  • 1910 , 14. April , Kurt Feltz , ‚Ć 3. August 1982 auf Mallorca , Schlager-Texter ("Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein", "Steig in das Traumboot der Liebe", "Hei√üer Sand", "Hier ist ein Mensch")
  • 1912 in Uerdingen, Werner Ross , ‚Ć 2002 , Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, Preistr√§ger des Niederrheinischen Literaturpreises der Stadt Krefeld
  • 1912 , Felix Kracht , ‚Ć 2002 , Luftfahrtpionier und ma√ügeblicher Entwickler beim europ√§ischen Flugzeugbauer Airbus
  • 1921 , 12. Mai , Joseph Beuys, ‚Ć 1986 , K√ľnstler
  • 1924 , Herbert Zangs , ‚Ć 2003 , Kunstpreis der Stadt Krefeld 1952, 1958 Preis des Franklin-Institutes of America; 1962 Europapreis f√ľr Malerei der Biennale Ostende
  • 1925 , 14. M√§rz , Bert Even , deutscher Politiker ( CDU ), MdB , Bundesvorsitzender der JU, Pr√§sident des Bundesausgleichsamtes
  • 1925 , 1. Dezember , Manfred K√∂hnlechner , ‚Ć 10. April 2002 in Gr√ľnwald bei M√ľnchen, Generalbevollm√§chtigter des Bertelsmann-Konzerns von 1957 bis 1970 , Heilpraktiker
  • 1928 , Hans Noever , Regisseur (Tatort), Grimme -Preistr√§ger
  • 1929 , Hans Hubberten , ‚Ć 1988 , TV-Drehbuchautor
  • 1935 , Prof. Dr. Max Kaase , Politik- und Sozialwissenschaftler, Gr√ľnder und Vizepr√§sident der International University Bremen, Ehrendoktor der City University of London , Gr√ľnder der Forschungsgruppe Wahlen des ZDF
  • 1937 , Theodor Pelster , Schriftsteller
  • 1937 , 2. September , Hans Bols (Karnevalist) , ‚Ć 14. August 2005 , einer der Hauptakteure des K√∂lner Karnevals
  • 1940 , Johannes Dohmen , Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in D√§nemark
  • 1942 , 14. Mai , Dieter P√ľtzhofen, deutscher Politiker ( CDU ), 1981 - 1989 und 1994 - 2004 Oberb√ľrgermeister in Krefeld
  • 1942 , 8. Juni , R√ľdiger Dornbusch , ‚Ć 25. Juli 2002 in Washington D.C. , Wirtschaftswissenschaftler ( Makro√∂konomie ), Professor am MIT
  • 1942 , 21. Juni , Helmut Linssen, seit 2005 Landesfinanzminister von Nordrhein-Westfalen
  • 1946 , 23. Februar , Bodo Hugo Hauser , ‚Ć 22. Juli 2004 in Krefeld, Journalist und TV-Moderator
  • 1946 , 20. August , Ralf H√ľtter , Gr√ľndungsmitglied Gruppe Kraftwerk
  • 1947 , Prof. Werner Heinrichs , Rektor der Staatlichen Hochschule f√ľr Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart
  • 1949 , Carola M√∂llemann-Appelhoff , Politikerin in M√ľnster (Westfalen) (FDP), Witwe von J√ľrgen M√∂llemann
  • 1954 , Albert Oehlen , K√ľnstler
  • 1955 , 2. Mai , Angela Birk , 1996-2000 Ministerin in Schleswig-Holstein
  • 1956 , Markus Oehlen , K√ľnstler
  • 1956 , Ulrich Peltzer , Schriftsteller
  • 1958 , 27. Juli , Margarethe Schreinemakers , TV-Moderatorin
  • 1961 , 28. Januar , Elke Schmitter , Schriftstellerin
  • 1961 , 2. Januar , Ingo Len√üen , Rechtsanwalt, TV-Serie Len√üen & Partner
  • 1961 , Harald Belker , Fahrzeug-Designer in Hollywood
  • 1963 , 16. Februar , Iris Kammerer , Schriftstellerin
  • 1966 , 28. Januar , Andrea Berg , Schlagers√§ngerin, dreifache Echo-Gewinnerin
  • 1966 , Bernhard Hennen , Fantasy Autor
  • 1980 , 20. Februar , Anne Poleska , amtierende Vize- Weltmeisterin √ľber 200 m Brustschwimmen, Bronze-Medaillen-Gewinnerin bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen , Aktivensprecherin des Deutschen-Schwimm-Verbandes ( DSV ), das "Gesicht des deutschen Schwimmsports"

In Krefeld lebte und starb auch Werner Rittberger (* 1891 in Berlin, † 1975 ), Eiskunstläufer; Erfinder und Namensgeber des Rittberger -Sprunges.

Musiker und Musikgruppen

  • Blind Guardian , Protagonisten des deutschen Melodic Metals (nach eigener Aussage "Fantasy Metal") und im deutschsprachigen Raum, in den USA und in Japan sehr erfolgreich
  • Everon , Metal
  • Japanische Kampfh√∂rspiele , Grindcore -Band
  • The Nicks, ungewaschener Party-Ska
  • Whikings, Independent-Rock mit deutschen Texten
  • Krefelder Fanfarenkorps 1957 e.V.

Sonstiges

Erstmals wurden in Krefeld auch die nach ihr benannten Krefelder Kissen zur Verkehrsberuhigung eingesetzt.

Literatur

  • Preu√üens St√§dte - Denkschrift zum 100j√§hrigen Jubil√§um der St√§dteordnung vom 19. November 1808; hrsg. im Auftrag des Vorstandes des Preu√üischen St√§dtetages von Prof. Dr. Heinrich Silbergleit, Berlin, 1908 +
  • Rheinisches St√§dtebuch; Band III 3. Teilband aus "Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1956
  • Krefeld, Seidenstadt am Niederrhein- von Eckhard W. Scholz und Theo Windges; erschienen im Medien-Verlag Schubert

Weblinks

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