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Letzte Änderung für Artikel Regionalverband Ruhr: 23.01.2006 20:02

Regionalverband Ruhr

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Lage des RVR in Deutschland
Lage des RVR in Deutschland

Der Regionalverband Ruhr (RVR) mit Sitz in Essen ist ein Zweckverband als √ľbergreifende kommunale Organisation der kreisfreien St√§dte des Ruhrgebiets und der sie umgebenden Kreise .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gegr√ľndet wurde er als Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (SVR) 1920 , als Zusammenschluss der Gemeinden und Kreise des Ruhrgebiets, um die Reparationsforderungen aus dem Versailler Vertrag erf√ľllen zu k√∂nnen. Etwa 150.000 Bergleute und etwa 600.000 weitere Menschen sollten im Ruhrgebiet zus√§tzlich angesiedelt werden. Die Planung sollte vom Verband zentral gelenkt werden.

Der Essener Beigeordnete Robert Schmidt (1869-1932) war der geistige Vater und bis 1932 erster Verbandsdirektor des SVR. Im Auftrag des D√ľsseldorfer Regierungspr√§sidenten und von Revier-Kommunen entwarf er 1912 einen Generalsiedlungsplan f√ľr die Region zwischen Emscher und Ruhr. Der Plan war politisch nicht mehrheitsf√§hig, bildete aber die geistige Grundlage der ersten √ľber√∂rtlichen Ruhrgebiets-Organisation. Am 5. Mai 1920 gaben die Reichsregierung, die preu√üische Landesversammlung und die beteiligten Ruhrgebietsst√§dte gr√ľnes Licht f√ľr die Gr√ľndung des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk.

Vorbild f√ľr den SVR waren die Berliner Stadtbezirke. Sie hatten sich 1911 zu einem Zweckverband zusammengeschlossen, welche die Keimzelle f√ľr die Gro√üstadt Berlin bildete. Der SVR war der erste Siedlungsverband in Deutschland mit einer gesetzlichen Grundlage, die ihm weitreichende Planungsaufgaben zuwies.

Ein Ziel des SVR war es, eine Zersiedlung zu verhindern, damit unverzichtbare Gr√ľn- und Freifl√§chen erhalten werden konnten. Bereits in der Gr√ľndungsphase des SVR wurden Projekte wie der Ruhrschnellweg , eine Regionalschnellbahn und die Revierparks vorgedacht. Durch den Bau von Verbandsstra√üen und der 1925 eingef√ľhrten einheitlichen Ortsbeschilderung sollte das Ruhrgebiet auch verkehrstechnisch zusammenwachsen.

Im Jahre 1933 während des Nationalsozialismus wurde die Organisation gleichgeschaltet , unter anderem, um auch der Wirtschaft mehr Einfluss zu sichern.

In den 1950er Jahren entwickelte der SVR Städtebauprojekte wie die beispielsweise Neue Stadt Wulfen.

Nachhaltigen Einfluss hatte der SVR vor allem in den 1960er Jahren. Eines der gr√∂√üten Projekte war zu dieser Zeit die Planung und Organisation der st√§dte√ľbergreifenden Abfallentsorgung.

Die Aufgaben des Verbandes bei der Raumordnung und beim St√§dtebau wurden 1962 im Landesplanungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen, 1975 jedoch eingeschr√§nkt und 1979 mit dem Gesetz √ľber den Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) f√ľr weitere 25 Jahre geregelt.

Zum 1. Oktober 2004 wurde der Kommunalverband Ruhrgebiet mit der √Ąnderung des Verbandsgesetzes durch den Landtag Nordrhein-Westfalen in Regionalverband Ruhr umbenannt. Dabei erhielt er erweiterte Zust√§ndigkeiten in der regionalen Selbstverwaltung.

Aufgaben

Heutiges Ziel der Organisation ist die B√ľndelung der Interessen der einzelnen, dem Verband angeh√∂rigen kreisfreien St√§dte und Kreise sowie die Koordination der Angebote und Aufgaben.

Der RVR ist f√ľr das Marketing des Ruhrgebiet sowie Umwelt- und Freizeitf√∂rderung, wie der Emscher Landschaftspark oder die Route der Industriekultur, zust√§ndig. Au√üerdem entwickelt er sogenannte Masterpl√§ne f√ľr die Raumordnung und erfasst kartografische Daten. Gr√∂√üte RVR-Tochtergesellschaft ist die Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet (ARG).

Verbandsstruktur

Der Regionaldirektor ist gesetzlicher Vertreter des RVR. Er wird von der Verbandsversammlung auf acht Jahre gewählt. Derzeitiger Regionaldirektor ist seit dem 1. März 2005 der ehemalige Dorstener Kämmerer Heinz-Dieter Klink ( SPD ), er löste die spätere NRW-Wirtschafsministerin Christa Thoben ( CDU ) ab.

Der Verbandsversammlung (‚ÄěRuhrparlament‚Äú) geh√∂ren auf f√ľnf Jahre gew√§hlte Vertreter der Stadtr√§te beziehungsweise Kreistage und seit der letzten √Ąnderung des Verbandsgesetztes auch die Oberb√ľrgermeister und Landr√§te an. Die 71 Stimmberechtigten Mitgliedern verteilen sich wie folgt auf die Parteien:

  • 30 SPD
  • 28 CDU
  • 7 B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen
  • 4 FDP
  • 2 PDS

Außerdem gehören 10 beratende Mitglieder als Vertreter von Gewerkschaften, Arbeitgeberverband, Industrie- und Handelskammer, Naturschutzverband und ähnlichem an.

Mitglieder

Die Verwaltungsorganisation des Ruhrgebiets
Die Verwaltungsorganisation des Ruhrgebiets

Hinweis: Die in Klammern aufgef√ľhrten kreisangeh√∂rigen Gemeinden und St√§dte sind keine eigenst√§ndigen Mitglieder des RVR, sie werden von den jeweils zust√§ndigen Kreisen vertreten.

Weblinks

Wikipedia

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