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Letzte Änderung für Artikel Fritz Steinhoff: 20.02.2006 15:21

Fritz Steinhoff

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Fritz Steinhoff (* 23. November 1897 in Wickede; † 22. Oktober 1969 in Hagen) war ein deutscher SPD -Politiker und Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen.

Leben

Fritz Steinhoff wurde 1897 als Sohn einer Bergarbeiterfamilie geboren. Noch w√§hrend der Volksschule musste er nebenher auf einem Bauernhof Geld verdienen. Mit siebzehn Jahren wurde er dann Bergmann. 1917 wurde er zur Marine eingezogen und diente bis 1919 auf einem Torpedoboot. Danach arbeitete er wieder als Bergmann und trat der SPD bei. Dort geh√∂rte er zum national gesinnten Hofgeismarer Kreis von Jungsozialisten. 1922 durfte Steinhoff an der sozialdemokratisch organisierten Akademie der Arbeit an der Universit√§t Frankfurt Vorlesungen bei Franz Oppenheimer und Erik N√∂lting √ľber Wirtschaft und Politik h√∂ren. Da er bald darauf arbeitslos wurde, ging er nach Berlin, lebte von Gelegenheitsarbeiten und h√∂rte Vorlesungen an der "Hochschule f√ľr Politik", unter anderem bei Theodor Heuss .

1926 wurde Steinhoff Volont√§r bei dem SPD-Parteiblatt "Westf√§lische Allgemeine Volkszeitung" (WAVZ) in Dortmund. 1927 wurde er Gesch√§ftsf√ľhrer eines Zeitungsvertriebs, 1927 Parteisekret√§r in Hagen. Bei den Kommunalwahlen 1929 erreichte die SPD die Mehrheit in Hagen und Steinhoff wurde ehrenamtlicher Magistrat f√ľr Sportjugendpflege und Stadtg√§rtnerei. Nach der Machtergreifung der NSDAP , die Steinhoff heftig bek√§mpft hatte, wurde er mehrfach verhaftet. Er arbeitete jetzt als Vertreter und er√∂ffnete 1937 ein Herd- und Ofenreinigungsgesch√§ft. 1938 wurde er zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er 1934 Hefte der sozialdemokratischen Zeitung Vorw√§rts nach Deutschland geschmuggelt habe. Nach seiner Entlassung 1941 arbeitete er wieder als Hilfsarbeiter. Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 wurde er erneut verhaftet und ins Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht, wo auch Fritz Hen√üler gefangen war. 1945 wurde er auf einem Evakuierungsmarsch von amerikanischen Truppen in Mecklenburg befreit.

Nach dem Krieg wurde er als Stadtverordneter in Iserlohn eingesetzt. 1946 wurde er Oberb√ľrgermeister von Hagen. Obwohl die CDU nach den Kommunalwahlen die st√§rkste Fraktion im Stadtrat stellte, behielt Steinhoff sein Amt bis 1956 . Gleichzeitig war er Mitglied des Provinzialrates von Westfalen und des ersten Landtages von Nordrhein-Westfalen. Von 1948 bis 1950 war er auch Wiederaufbauminister im Kabinett von Karl Arnold. 1950 wurde er stellvertretender Fraktionsvorsitzender, nach dem Tod Hen√ülers folgte er diesem als Fraktionsvorsitzender und f√ľhrte seine Partei als Spitzenkandidat in den Landtagswahlkampf 1954. Zu einer Regierungsbeteiligung der SPD reichte es jedoch nicht, da die CDU mit der FDP koalierte. Nachdem es in der Koalition im Bundestag zwischen CDU und FDP zu einer Krise gekommen war, wandte sich auch die FDP im Land von der CDU ab und Steinhoff konnte mit Hilfe der " Jungt√ľrken " in der FDP am 20. Februar 1956 ein erfolgreiches Konstruktives Misstrauensvotum gegen Ministerpr√§sident Arnold stellen und sein Nachfolger werden.

Die sozialliberale Koalition war allerdings auf Unterst√ľtzung des Zentrums angewiesen. Deshalb konnten einige als wichtig erachtete Reformen zum Beispiel im Schulwesen nicht durchgef√ľhrt werden. Die Reform des kommunalen Finanzausgleiches war jedoch erfolgreich. Auch wurde die Forschungsf√∂rderung ausgeweitet, insbesondere auf dem Gebiet der Kernenergie. So wurde auch der Grundstein zur Kernforschungsanlage J√ľlich gelegt.

Bei den Landtagswahlen 1958 konnte die SPD zwar Stimmen gewinnen, FDP und Zentrum erlitten aber Stimmenverluste und die CDU errang die absolute Mehrheit und Franz Meyers wurde Ministerpräsident.

Steinhoff wurde im gleichen Jahr Vorsitzender des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk. 1961 errang er das Direktmandat im Wahlkreis Hagen und zog in den Bundestag ein. Dieses Mandat verteidigte er 1965 und behielt es bis zu seinem Tod.

Von 1963 bis 1964 war er wieder Oberb√ľrgermeister von Hagen.

Die Grabstelle Fritz Steinhoffs befindet sich auf dem Hauptfriedhof in Iserlohn.

Ehrungen

1967 verlieh ihm die Stadt Hagen die Ehrenb√ľrgerw√ľrde

Weblinks

Wikipedia

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