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Letzte Änderung für Artikel Beckum: 11.02.2006 14:00

Beckum

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Wappen Karte
Wappen Beckums Deutschlandkarte, Lage von Beckum hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : MĂŒnster
Landkreis : Warendorf
Geografische Lage :
Koordinaten: 51° 45' n. Br., 8° 02' Ă¶. L.
51° 45' n. Br., 8° 02' Ă¶. L.
Höhe : 100 m ĂŒ. NN
FlĂ€che : 111,39 kmÂČ
Einwohner : 39.375 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte : 356 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen : 59269
Vorwahl : 02521 (Beckum, Roland, Vellern)
02525 (Neubeckum)
Kfz-Kennzeichen : WAF
GemeindeschlĂŒssel : 05 5 70 008
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Website: www.beckum.de
Politik
BĂŒrgermeister : Dr. Karl-Uwe Strothmann ( CDU )

Die Stadt Beckum ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt im Kreis Warendorf in Nordrhein-Westfalen und hat ca. 39.000 Einwohner.

Weiterhin ist der Stadtname „Pate“ fĂŒr einen kleinen Höhenzug im MĂŒnsterland, den Beckumer Bergen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Ausdehnung des Stadtgebiets

Das Gebiet der Stadt Beckum besitzt eine Nord-SĂŒd-Ausdehnung von 12,8 km und eine Ost-West-Ausdehnung von 12,3 km. Die Höhe ĂŒ. NN liegt im Bereich von 84,5 bis 164 m.

Stadtgliederung

Beckum besteht aus den vier Stadtteilen:

Geschichte

Beckum wurde im Jahre 1134 erstmals urkundlich erwĂ€hnt und erhielt im Jahr 1224 Stadtrecht. Der Name leitet sich vom Namen Beckhem (Bachheim oder Heim an BĂ€chen) ab, was auf den Zusammenfluss von drei BĂ€chen im Stadtgebiet zurĂŒckzufĂŒhren ist. Die drei BĂ€che Kollenbach , Siechenbach und Lippbach , wiedergegeben im Wappen der Stadt, ergeben die Werse, die damit in Beckum ihren Ursprung hat. Die Stadt wurde zum Schutz gegen feindliche Truppen und ÜberfĂ€lle anderer StĂ€dte im Mittelalter mit einer Mauer umgeben. Auch die Feldmark, der landwirtschaftlich genutzte Bereich im Umfeld der Stadt, wurde von einer doppelten bis dreifachen Wallanlage geschĂŒtzt. ErgĂ€nzt wurden die Befestigungsanlagen durch 4 Stadttore und 22 WachtĂŒrme, von denen ein Wehrturm der Stadtmauer und die so genannte Soestwarte erhalten geblieben ist. Letztere steht Besuchern heute als Aussichtsturm zur VerfĂŒgung und erlaubt, durch seine Lage auf dem Höxberg, einen weiten Blick ins Umland.

Die frĂŒhesten Zeugnisse menschlicher Besiedlung im Raum Beckum stammen aus der Jungsteinzeit . Es handelt sich dabei um ein Steinkistengrab ( Megalithgrab , volkstĂŒmlich auch HĂŒnengrab), welches in der Bauerschaft Dalmer sĂŒdlich der Stadt erhalten geblieben ist. Im frĂŒhen Mittelalter war die Gegend um Beckum von GermanenstĂ€mmen besiedelt. Davon zeugen mehrere Grabfunde aus der Zeit von 600 - 800 n. Chr., sowie eine Wallanlage sĂŒdlich von Beckum. 1959 wurde bei Bauarbeiten ein sĂ€chsisches FĂŒrstengrab freigelegt. In ihm fand man reiche Grabbeilagen, wie Pferdeskelette und kostbare Waffen. Im spĂ€teren Mittelalter wurde Beckum Mitglied der Hanse. Die erste ErwĂ€hnung dieser Handelsbeziehungen stammt aus dem Jahr 1433 .

Der Legende nach soll Beckum identisch mit der Stadt Schilda sein, die Heimat der SchildbĂŒrger (Beckumer AnschlĂ€ge).

Politik

Stadtrat

Der Rat der Stadt Beckum besteht aus insgesamt 42 Mitgliedern.

Kommunalwahl 2004

Die am 26. September 2004 durchgefĂŒhrte Gemeinderatswahl ergab folgendes Ergebnis:

Partei Wahlergebnis Anzahl der Sitze im Rat
CDU 42,3% (-2,5 Prozentpunkte) 18 (-1)
SPD 28,3% (-3,3 Prozentpunkte) 12 (-1)
FWG 13,2 % (+1,0 Prozentpunkte) 5 (0)
GrĂŒne 9,4 % (+2,8 Prozentpunkte) 4 (+1)
FDP 6,1 % (+1,2 Prozentpunkte) 3 (+1)

Von den 29.684 Wahlberechtigten gaben 56,4 Prozent (+2,0 Prozentpunkte) ihre Stimme ab.

Bei der BĂŒrgermeisterwahl fiel die Entscheidung mit 50,4 Prozent aller Stimmen im ersten Wahlgang fĂŒr Dr. Karl-Uwe Strothmann (CDU) aus. Es gab zwei Gegenkandidaten.

StÀdtepartnerschaften

Aufgrund der langjĂ€hrigen StĂ€dtepartnerschaften und den damit verbundenen Bestrebungen zur Vertiefung des europĂ€ischen Gedankens , wurde der Stadt Beckum durch den Europarat im Jahr 2003 das sogenannte Europadiplom und zwei Jahre spĂ€ter die Ehrenfahne ĂŒberreicht.

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Bauwerke

Architektonisch und kunsthistorisch hat Beckum einige SehenswĂŒrdigkeiten zu bieten. Im Stadtzentrum, direkt am Marktplatz, steht das alte Rathaus. Einige Teile des GebĂ€udes lassen sich bis auf das Jahr 1441 zurĂŒckdatieren. Seit 1986 ist in ihm das Stadtmuseum untergebracht.

Gleich hinter dem Rathaus liegt die Probsteikirche St. Stephanus. Diese grĂ¶ĂŸte Kirche Beckums beherbergt auch den bedeutendsten sakralen Schatz der Stadt, den Prudentiaschrein. Es handelt sich dabei um eine goldene Reliquie aus den 1230er Jahren. UrsprĂŒnglich wohl den Kirchenpatronen Stephanus und Sebastian gewidmet, wurden 1881 die Reliquien der MĂ€rtyrerin Prudentia in ihn ĂŒberfĂŒhrt, seither auch der Name. Der Schrein ist der wohl wertvollste seiner Art in ganz Westfalen.

Am Westenfeuermarkt wurde im Jahr 1886 das KreisstÀndehaus erbaut. Der im neugotischen Stil errichtete Bau diente als Sitz der Kreisverwaltung und ist auch heute noch sehr gut erhalten.

In der NĂ€he des Westenfeuermarktes ist außerdem ein mittelalterlicher Wehrturm erhalten geblieben. Zusammen mit der Soestwarte auf dem Höxberg ist er eines der letzten Zeugnisse der mittelalterlichen Stadtbefestigung.

Freizeit & Kultur

Die Stadt Beckum liegt in einer von Landwirtschaft geprĂ€gten Landschaft und bietet daher eine Vielzahl von Freizeit- und Erhohlungsmöglichkeiten. Rund um Beckum gibt es ca. 370 km gut ausgebaute Radwege, die durch die hĂŒgelige Landschaft des sĂŒdöstlichen MĂŒnsterlandes fĂŒhren. In StadtnĂ€he liegen einige renaturierte SteinbrĂŒche, die zu Naherholungsgebieten ausgebaut wurden und zum Wandern, Baden, oder zu sonstigen sportlichen AktivitĂ€ten einladen. In der Innenstadt stehen mehrere Park- und GrĂŒnanlagen als Ruheoasen zur VerfĂŒgung. Mehrere Hotels in und um Beckum gewĂ€hrleisten die gute Unterbringung von Touristen.

Des weiteren besitzt Beckum eine große Anzahl verschiedenener SportstĂ€tten wie z. B. Hallen- und FreibĂ€der, Sporthallen, SportplĂ€tze, Tennisanlagen, Reitanlagen und eine Kletterwand.

Das Vereinsleben hat in Beckum eine lange Tradition und spiegelt sich in der Vielzahl an Sport,- SchĂŒtzen-, Karnevals- und sonstigen Vereinen wider. Weitere kulturelle Einrichtungen sind das Stadtmuseum mit einer Dauerausstellung zur Beckumer Stadtgeschichte und wechselnden Ausstellungen, das Stadttheater mit seiner Kulturinitiative „Filou“, die Museumsschmiede sowie zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Feste. Seit ĂŒber zwanzig Jahren bildet die „Musik im Alten Pfarrhaus“ mit nahezu 250 hochrangigen Kammerkonzerten einen weithin akzepierten kulturellen Höhepunkt im Leben der Stadt.

Wirtschaft und Infrastruktur


Durch eine strategisch gĂŒnstige Lage an der Kreuzung zweier Handelswege kam Beckum bereits im Mittelalter zu einigem Reichtum. Zahlreiche Kaufleute und Handwerker ließen sich in der durch eine Mauer befestigten Stadt nieder. In den folgenden Jahrhunderten verarmte die Stadt aufgrund von Kriegen, Seuchen und verheerenden BrĂ€nden ( 1655 , 1657 und 1734 ), bei denen ein großer Teil der Stadt zerstört wurde.

Erst ab dem 19. Jahrhundert erholt sich die Wirtschaft allmĂ€hlich. Im Jahr 1872 wurde in Beckum ein erstes Zementwerk erbaut, worauf noch zahlreiche folgten. Die gĂŒnstigen Rohstoffvorkommen ( Mergel ), die NĂ€he zum Ruhrgebiet und der Anschluss an die neue Köln-Mindener Eisenbahn im Jahr 1847 ließen Beckum zu einem der bedeutendsten Zementreviere der Welt werden. Heute gibt es noch vier große Zementwerke in Beckum und Neubeckum.

Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts kam außerdem noch der Abbau von Strontianit als Wirtschaftszweig hinzu. Zu dieser Zeit galt das MĂŒnsterland als einzige LagerstĂ€tte fĂŒr Strontianit weltweit. Das Mineral wurde in der Zuckerindustrie als Katalysator zur Melasse -Entzuckerung benötigt. Allerdings hielt die Nachfrage nach Strontianit nur ein paar Jahre an. Nachdem der billigere Coelestin als Ersatzstoff zum Einsatz kam, stellten die meist kleinen Gruben ihren Betrieb ein.

In der Zeit von 1816 bis 1975 ist Beckum Kreisstadt (Kfz-Zeichen: BE), verliert diesen Status jedoch im Zuge der kommunalen Neuordnung an Warendorf.

Heutzutage sind neben der Zementindustrie zahlreiche kleine und mittelstÀndische Industriebetriebe aus dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau sowie Dienstleistungsunternehmen in Beckum angesiedelt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Uri Avnery (* 10. September 1923 ) israelischer Publizist und Friedensaktivist
  • Rolf Aldag (* 25. August 1968 ) Radrennfahrer

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Wilhelm Emmanuel von Ketteler (* 25. Dezember 1811 in MĂŒnster (Westfalen); † 13. Juli 1877 in Burghausen, Landkreis Altötting), spĂ€terer „Sozialbischof“ und deutscher Politiker ( Zentrumspartei ), 1844 - 1846 Kaplan in Beckum
  • Dr. Reinhard Lettmann (* 9. MĂ€rz 1933 in Datteln), Bischof von MĂŒnster, 1959 Kaplan in Beckum St. Stephanus
  • Dr. Peter Paziorek (* 29. Mai 1948 in Gelsenkirchen-Buer ), deutscher Politiker, von 1983 - 1990 Stadtdirektor in Beckum, Mitglied des Deutschen Bundestages und seit November 2005 Parlamentarischer StaatssekretĂ€r
  • Wendelin Wiedeking (* 1952 in Ahlen, aufgewachsen in Beckum) Vorsitzender des Vorstandes der Porsche AG

Weblinks

Informationen aus der Umgebung

Hotels in der Umgebung

Hotel Plz Ort Mail Url Kategorie Telefon
Höxberg 59269 Beckum http://www.hoexberg.de/  0 25 21 / 83 04 - 0
Zur WindmĂŒhle 59269 Beckum http://www.zur-windmuehle.de/  02521 / 86030
Alt Vellern 59269 Beckum http://www.alt-vellern.de/index2.htm  0 25 21 / 87 17 - 0

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Wikipedia

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