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Letzte Änderung für Artikel Palant: 15.01.2006 18:22

Palant

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Palant ist sowohl der Name einer rheinischen Adelsfamilie als auch eines ihrer zahlreichen Herrensitze .


Koordinaten: 50° 49' 52.37" N 6° 19' 37.59" O

Haus Palant

Nordseite der verbliebenen Vorburg von Haus Palant in Weisweiler
Nordseite der verbliebenen Vorburg von Haus Palant in Weisweiler

Haus Palant ist ein sehenswĂŒrdiger Herrensitz östlich des Eschweiler Stadtteils Weisweiler. Erhalten ist die mĂ€chtige Vorburg. Das Schloss wird erbaut im 14. / 15. Jahrhundert, ist fortan im Besitz der adeligen Familie von Palant und wird im 18. Jahrhundert nach dem Erdbeben von 1765 erneuert. Das Schloss, einst sĂŒdöstlich der Vorburg an der Inde gelegen, wird 1828 abgetragen. Die Erbauer waren die Herren von Palant. Vermutlich ist das Haus Palant aus einem frĂ€nkischen Gutshof hervorgegangen.

Die Familie von Palant

Die Familie von Palant ist eine rheinische Adelsfamilie bis Ende des 16. Jahrhunderts und war Besitzerin der Nothberger Burg, der Burg Holzheim in Langerwehe, des aufgelassenen Hauses Bongard im Bovenberger Wald, dem Gut Bovenberg zwischen Eschweiler-Nothberg und HĂŒcheln, dem Dadenbergshof, dem Nothberger Hof alias Meuthenshof, dem Haus Palant östlich von Eschweiler-Weisweiler, der Weisweiler Burg und anderen Rittersitzen in und um Eschweiler bis 1509 . 1323 und 1324 wird ein Reinhard von Palant als Lehnsmann derer von Cuyak urkundlich erwĂ€hnt. Nach ihnen ist die von-Palant-Straße in Nothberg benannt.

Beginn des 16. Jahrhunderts baut Dietrich von Palant die erste Anlage der Kinzweiler Burg. Mehrere Jahrhunderte lang ist die 1972 wegen Braunkohletagebaus abgerissene Laurenzberger Burg im Besitz der Herren von Palant. Nach dem ersten Besitzer Jakob von Broich erhĂ€lt Gerhard von Palant 1563 die Belehnung von Haus Kambach in Eschweiler-Kinzweiler. Aus der Burgherrschaft der Familie von Palant stammt ferner die zweiseitig umbaute Burganlage in Nothberg aus dem 16. Jahrhundert (Jahreszahl ĂŒber der TĂŒr im sĂŒdwestlichen Eckturm: 1555 ). Als 1398 die Burg mit allem Zubehör fĂŒr 1500 schwere rheinische Gulden von Gerhard von Engelsdorf an Werner von Palant verpfĂ€ndet wird, ist sie schon stark sanierungsbedĂŒrftig. Dies geht aus den ModalitĂ€ten des Pfandvertrages deutlich hervor. 1433 erhĂ€lt Johann von Palant die Burg von seinem Vater Werner als Mitgift . Im Gegenzug verpflichtet er sich zur Aussetzung der Zehnten zu BĂŒtzdorf und Metzen und muss sich des weiteren dazu verpflichten, die Anlage wieder instand zu setzen. Johann von Palant gibt aus diesem Grunde den Auftrag zu umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten. Aus einer nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸen spĂ€tmittelalterlichen zur Verteidigung gegen moderne Feuerwaffen ungeeigneten Burg wird ein dem Stande des Besitzers gemĂ€ĂŸes schlossĂ€hnliches ReprĂ€sentationsgebĂ€ude, welches eines gewissen Komforts nicht entbehrt. Es muss als eine besondere FĂŒgung angesehen werden, dass Johann von Palant den herzoglichen Landesbaumeister Alessandro Pasqualini fĂŒr seine PlĂ€ne zur Neugestaltung seiner Burg gewinnen kann. Nachdem 1591 der letzte von von Palant stirbt, brechen lang anhaltende Erbstreitigkeiten aus. Im Gefolge dieser UmstĂ€nde und durch den dreißigjĂ€hrigen Krieg setzen Verfall und Zerstörung der Anlage in Nothberg ein.

Die Sage vom hartherzigen Verwalter

Als Ende des 18. Jahrhunderts die Franzosen ins Rheinland einmarschierten und das DĂ©partement de la Roer einrichteten, setzten sie den Franzosen Rapolt als Verwalter in dem herrenlosen Haus Palant ein. Rapolt fĂŒhrte die spanische Schafzucht ein. Er war bei der Bevölkerung schnell verhasst, da er die Steuern rĂŒcksichtslos eintrieb und von herrischem Wesen war. Ihr Groll entlud sich, als Rapolt aufgrund der angekĂŒndigten Ankunft der Alliierten in Eschweiler die GĂŒter schnell verkaufen und sich mit dem Erlös zu Pferde davonmachen wollte. Die aufgebrachte Menge tötete ihn gleich hinter Weisweiler.

Es gibt ferner die Sage der "ruschigen Juffer".

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