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Letzte Änderung für Artikel Grafschaft Mark: 15.02.2006 16:47

Grafschaft Mark

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Die Grafschaft Mark (regional auch ÔÇ×Die MarkÔÇť genannt) war ein Territorium des im Niederrheinisch-Westf├Ąlischen Reichskreis zu beiden Seiten der Ruhr sowie entlang von Volme und Lenne, zwischen dem Vest Recklinghausen, der Grafschaft Dortmund, dem F├╝rstbistum M├╝nster , der Grafschaft Limburg, den Herzogt├╝mern Westfalen und Berg, der Grafschaft Gimborn, der Reichsabtei Werden und dem Reichsstift Essen gelegen.

Die Gebietsentwicklung der Grafschaft Mark im 12. bis 15. Jahrhundert
Die Gebietsentwicklung der Grafschaft Mark im 12. bis 15. Jahrhundert

Die Grafen von der Mark z├Ąhlten im Hochmittelalter zu den m├Ąchtigsten und einflu├čreichsten westf├Ąlischen Regenten im Heiligen R├Âmischen Reich . Ihr Name lebt heute noch weiter im M├Ąrkischen Kreis und im M├Ąrkischen Sauerland.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Grafschaft Mark umfasste ein Areal von ungef├Ąhr 3.000 km┬▓ und erstreckte sich sowohl in Nord-S├╝d-Richtung zwischen Lippe und Agger wie in West-Ost-Richtung zwischen Gelsenkirchen und Bad Sassendorf ├╝ber ungef├Ąhr 75 km.

Die in Ost-West-Richtung flie├čende Ruhr trennt das Gebiet der Grafschaft in zwei landschaftlich sehr unterschiedliche Bereiche, die n├Ârdliche, fruchtbare Tiefebene der Hellweg - B├Ârden und das s├╝dliche, rauhe Mittelgebirge des S├╝derberglands bzw. Sauerlands.

In S├╝d-Nord-Richtung wird der s├╝dliche Teil der Grafschaft von der Lenne durchquert. Im Bereich der unteren Lenne befand sich bis 1808 die nach 1243 entstandene Grafschaft Limburg, die ein Lehen der Grafen von Berg war.

Stammsitz der Grafen von der Mark war urspr├╝nglich die Burg Altena im Sauerland, seit den 1220er Jahren dann die Burg Mark bei Hamm.

Geschichte

Grafschaft Mark, 1681,Nicolas Sanson
Grafschaft Mark, 1681 ,
Nicolas Sanson
Grafschaft Mark, 1791,Friedrich Christoph M├╝ller
Grafschaft Mark, 1791 ,
Friedrich Christoph M├╝ller

Im Jahre 1160 spalteten sich die Grafen von Altena von den Grafen von Berg ab. Nach der 1198 von den Herren von R├╝denberg k├Ąuflich erworbenen Burg Mark bei Hamm, die auch als "Oberhof Mark" bezeichnet wurde, nannte sich das Geschlecht fortan "Grafen von der Mark" und verlegte seinen Hauptsitz dorthin.

In der Schlacht von Worringen 1288 k├Ąmpfte Graf Eberhard I. von der Mark auf der Seite Brabants und seines Verwandten, des Grafen von Berg. Eberhard bezog somit Stellung gegen seinen Lehnsherren, den Erzbischof von K├Âln, in dessen Funktion als Herzog von Westfalen. Da Brabant mit seinen Verb├╝ndeten siegreich war, konnte die Grafschaft Mark in der Folgezeit die Vormachtstellung im s├╝dlichen Westfalen erlangen und wurde politisch von K├Âln unabh├Ąngig.

Adolf III. von der Mark , der Sohn Adolfs II. von der Mark und der Margarete von Kleve , erwarb 1368 auch diese Grafschaft, und 1394 wurden das Herzogtum Kleve und die Grafschaft Mark vereinigt, die zum Niederrheinisch-Westf├Ąlischen Reichskreis geh├Ârte.

1609 fiel die Mark bei der Teilung der Vereinigten Herzogt├╝mer J├╝lich-Kleve-Berg provisorisch, 1666 beim Erbvergleich dann definitiv an Brandenburg.

Vor├╝bergehend kam die Mark durch den Tilsiter Frieden 1807 an Frankreich . Von Frankreich wurde die Grafschaft Mark dann 1808 an das Gro├čherzogtum Berg gegeben, wo sie das Ruhrdepartement bildete, bis die Initiative nach dem Zusammenbruch der franz├Âsischen Herrschaft 1813 wieder an Preu├čen ├╝berging.

Am 30. April 1815 wurde die Grafschaft Mark in die Preu├čische Verwaltungsreform einbezogen und geh├Ârte von da an zum Regierungsbezirk Arnsberg in der preu├čischen Provinz Westfalen mit den am 23. April 1816 gebildeten acht Landkreisen Altena, Dortmund, Hagen, Hamm, Iserlohn, Soest und Unna.

Heute entspricht dieses Gebiet in seiner Gesamtheit ungef├Ąhr dem Ennepe-Ruhr-Kreis, dem M├Ąrkischer Kreis, den Kreisen Soest, Unna sowie den kreisfreien St├Ądten Bochum, Hagen, Hamm und Herne sowie gro├čen Teilen von Dortmund.

ÔÇ×Preu├čische Grafschaft MarkÔÇť blieb als gr├Ąflicher Nebentitel des preu├čischen Souverains nominell noch bis zur Aufl├Âsung des Staates Preu├čen durch den Alliierten Kontrollrat vom 25. Februar 1947 erhalten. Allerdings hatte diese reine Namensfunktion keine nennenswerte Bedeutung mehr vor Ort. Trotzdem blieb der Name der Grafschaft Mark als regionale Landschaftsbezeichnung erhalten.

Herrscher von Mark

Altena-Mark

  • 1160-1180 Eberhard I.
  • 1180-1198 Friedrich

Mark

  • 1198-1249 Adolf I.
  • 1249-1277 Engelbert I.
  • 1277-1308 Eberhard II.
  • 1308-1328 Engelbert II.
  • 1328-1347 Adolf II.
  • 1347-1391 Engelbert III.
  • 1391-1394 Adolf III.
  • 1394-1398 Dietrich

Kleve-Mark

  • 1398-1417 Adolf IV.
  • 1417-1461 Gerhard
  • 1461-1481 Johann I.
  • 1481-1521 Johann II. , der Fromme

Kleve-Mark-J├╝lich-Berg-Ravensberg

  • 1511-1539 Johann III.
  • 1539-1592 Wilhelm V.
  • 1592-1609 Johann Wilhelm

Wappen

Wappen der Grafschaft Mark
Wappen der Grafschaft Mark

Das Wappen der Grafschaft tr├Ągt einen aus drei roten und silbernen Schachreihen bestehenden Querbalken, den m├Ąrkischen Schachbrettbalken, auf gelb-goldenen Grund. Dieses ist heute Wappen der Stadt Hamm.

Siehe auch

Literatur

  • Ernst Dossmann : Auf den Spuren der Grafen von der Mark, Iserlohn 1983.
  • Stephanie Marra: Artikel "Grafen von der Mark, Herz├Âge von Kleve-Mark" und "J├╝lich-Kleve (Hof)", in: Werner Paravicini (Hg.): F├╝rstliche H├Âfe und Residenzen im sp├Ątmittelalterlichen Reich, Sigmaringen 2004.

Weblinks

Wikipedia

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