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Letzte Änderung für Artikel Drachenfels (Siebengebirge): 19.02.2006 20:18

Drachenfels (Siebengebirge)

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Koordinaten: 50¬į 39' n. B. 07¬į 12' √∂. L.

Bild:Drachenfels (Rhein)p.jpg

Der Drachenfels ist ein Berg im Siebengebirge am Rhein zwischen K√∂nigswinter und Bad Honnef. Er ist mit einer H√∂he von 321 m √ľber NN f√ľr das Siebengebirge nur ein mittelgro√üer Berg, jedoch aufgrund seiner ziemlich abgesetzten Lage (am s√ľdlichen Ende des Gebirgszugs) und der Ruine der Burg Drachenfels auf seinem Gipfel der markanteste und bekannteste.

Auf der rheinabwärts gelegenen Seite befindet sich an seinem Königswinterer Hang das Schloss Drachenburg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Burgruine heute
Burgruine heute
Drachenfels mit unzerstörter Burg, Kupferstich von 1646
Drachenfels mit unzerstörter Burg, Kupferstich von 1646
Weinanbau am Drachenfels
Weinanbau am Drachenfels
Grabplatte des letzten Drachenfelsgrafen (Heinrich,† 1530)
Grabplatte des letzten Drachenfelsgrafen (Heinrich,† 1530)

Die Ruine des dreist√∂ckigen Bergfrieds auf dem Drachenfels ist das Wahrzeichen des Siebengebirges. Die Burganlage wurde nach 1138 vom K√∂lner Erzbischof Arnold begonnen und etwa 1170 fertig gestellt. Au√üer dem Bergfried bestand die Burg urspr√ľnglich aus Palas , Kapelle und Dienstbotenwohnungen. Sie diente zur Absicherung des K√∂lner Gebietes nach S√ľden hin.

W√§hrend des Drei√üigj√§hrigen Krieges wurde die Burg im Jahre 1634 bei einem √úberfall schwedischer S√∂ldner auf K√∂nigswinter zerst√∂rt und anschlie√üend nicht mehr aufgebaut. Vom Palas ist nur noch ein Mauerst√ľck mit Fenster√∂ffnung (‚ÄěK√∂lner Fenster‚Äú) erhalten. Im Jahre 1836 erwarb die preu√üische Regierung den Berg samt Burgruine f√ľr 10.000 Taler .

Der letzte einer Linie von Burggrafen vom Drachenfels starb 1530 . Graf Heinrich wurde in der Klosterkirche von Heisterbach in der dortigen Familiengruft beerdigt. Sein Grabstein wurde bei der Zerstörung des Klosters Heisterbach gerettet und ist heute an der ab 1903 erbauten Kirche St. Mariä Heimsuchung in Rhöndorf zu sehen.

Drachensage

√úber den Drachen existieren mehrere Sagenversionen, die inhaltlich in einem Punkt √ľbereinstimmen: Auf dem Drachenfels lebte einst ein solches Untier in einer H√∂hle und holte sich von Zeit zu Zeit einen Menschen zum Mahl.

Die weiteren Schilderungen unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der Form, wie man den Drachen aus seiner Höhle vertrieb oder ihn tötete:

  • Siegfried , der Held aus der Nibelungensage , soll auf dem Weg nach Worms den Drachen get√∂tet und durch ein Bad in dessen Blut Unverwundbarkeit erlangt haben. Steinerne Skulpturen in der Nibelungenhalle erinnern heute noch an dieses Ereignis.
  • Eine zweite Fassung berichtet von der regelm√§√üigen F√ľtterung des Drachens mit Gefangenen. Eines Tages sei eine junge Christin dem Drachen als Opfer dargebracht worden. In ihrer Todesangst habe sie dem Drachen ein kleines Kreuz entgegengehalten. Daraufhin sei der Drache in den Rhein gesprungen und seitdem nicht mehr gesehen worden.
  • Nach einer eher technisch ausgerichteten Version hat der Drache eines Tages auf dem Rhein ein mit Schie√üpulver beladenes Schiff angefallen und mit seinem feurigen Atem die Ladung zur Explosion gebracht. Dabei sei sowohl das Schiff vernichtet als auch der Drache get√∂tet worden.

Aufstieg

Eselsweg

Der traditionelle Aufstieg mit der sch√∂nsten Aussicht zum Drachenfels √ľber den sogenannten Eselsweg ist steil. Der Eselsweg wurde vermutlich in Abschnitten schon von r√∂mischen Steinmetzen benutzt. Entweder man geht zu Fu√ü oder reitet auf einem Esel. Die Lasttiere gelten als ein Erkennungszeichen des Drachenfels. Ihnen ist auf der K√∂nigswinterer Rheinallee ein Bronzedenkmal gewidmet, das Ernemann Sander geschaffen hat.

Drachenfelsbahn

Wem der Fußweg zu anstrengend ist, der kann die Drachenfelsbahn, die zur Hauptsaison alle 15 bis 20 Minuten pendelt, benutzen.

Alternativweg

Auf Höhe der Mittelstation der Drachenfelsbahn können Fußgänger nach links in einen Feldweg einbiegen. Ab dessen Ende kann nach rechts auf die asphaltierte Versorgungsstraße gewechselt werden, so dass der zweite Teil des Aufstieges nicht mehr so beschwerlich ist.

Attraktionen am Rande des Weges

Auf halber Strecke liegt die 1913 erbaute Nibelungenhalle mit Gem√§lden von Hermann Hendrich (1854-1931), die Szenen aus Opern von Richard Wagner darstellen. Angegliedert ist die Drachenh√∂hle, eine Felsengrotte mit der rund 15 m langen Steinskulptur eines liegenden Drachens von Franz Josef Krings , die 1933 zum 50. Todestag Richard Wagners hierher verbracht wurde.

Ein Reptilienzoo beherbergt Spinnentiere, Schlangen, Kaimane, Warane, Leguane und zwei √ľber 3 m lange Mississippi-Alligatoren .

Etwas oberhalb der Mittelstation der Drachenfelsbahn liegt Schloss Drachenburg. In der Vorburg befindet sich die Stiftung Naturschutz.

Auf dem Drachenfelsplateau wurde bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Gaststätte eröffnet. Im Laufe der Zeit gab es hier ein Hotel, eine Postagentur und einen Schnellfotografen.

Wanderweg Rheinsteig

Der Drachenfels ist der erste Berg auf einem rechtsrheinischen Wanderweg, dem Rheinsteig von Bonn nach Wiesbaden.

Touristische Bedeutung

Bis ins sp√§te 20. Jahrhundert hinein war der Drachenfels die wichtigste touristische Attraktion K√∂nigswinters. Besonders beliebt war er bei Reisenden aus den Niederlanden , was ihm in der Umgebung den Spitznamen "h√∂chster Berg Hollands" eingebracht hat. In den sp√§ten 1990er Jahren sowie zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind r√ľckl√§ufige Besucherzahlen feststellbar, einige Lokale mussten schlie√üen, und die Attraktionen werben um Sponsoren.

In den n√§chsten Jahren k√∂nnte es eine Steigerung der Besucherzahlen geben: 2005 wurde der neue Bahnhof der Zahnradbahn mit Tourist-Information er√∂ffnet, und Schloss Drachenburg wird bis 2007 renoviert. Zudem wurde im Dezember 2005 das Sea Life Centre am K√∂nigswinterer Rheinufer er√∂ffnet. Weiterhin ist der Drachenfels besonders f√ľr Silvesterfeiern beliebt.

Die Rebh√§nge des Drachenfelses zwischen K√∂nigswinter und Oberdollendorf stellen das n√∂rdlichste Weinanbaugebiet am Rhein dar. Drei Weing√ľter sind dort t√§tig. Die Rebsorte Riesling dominiert, doch auch Gew√ľrztraminer , Scheurebe , Grauburgunder , Dornfelder und Sp√§tburgunder werden angebaut. In den Steillagen werden die Trauben noch komplett von Hand gelesen. Etliche der Weine sind bereits pr√§miert worden.

Literatur

  • Rheinreise 2002. Der Drachenfels als romantisches Reiseziel, red. v. Elmar Scheuren und Helga Stoverock unter Mitwirkung von Thilo Nowack, Bonn 2002
  • Kaiserwetter am Siebengebirge, red. v. Karl-Josef Kl√∂hs, Bonn 2003

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