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Letzte Änderung für Artikel Wipperteich: 20.12.2005 08:17

Wipperteich

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Ebene des fr├╝heren Wipperteichs mit dunklem Teichgrund
Ebene des fr├╝heren Wipperteichs mit dunklem Teichgrund

Der Wipperteich war im Mittelalter bis zur Trockenlegung 1841 ein etwa 200 ha gro├čes, angestautes Gew├Ąsser auf dem Vorsfelder Werder. Er diente der Fischzucht und dem Betrieb der nahen gelegenen Wipperm├╝hle. Heute ist er eine landwirtschaftlich als Wiesen- und Ackerfl├Ąche genutzte Ebene im ├Âstlichen Niedersachsen nahe der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Der fr├╝here Teich liegt zwischen Wolfsburg-Velstove , R├╝hen- Brechtorf und R├╝hen-Eischott.

Name

Die Namensherkunft des Wortes Wipper ist nicht eindeutig. Es kann auf wippendes Land hindeuten, da der Untergrund moorig ist. Eine andere Erkl├Ąrung ist die Benennung durch den slawischen Stamm der Wenden, der auf dem Vorsfelder Werder bis ins Mittelalter sesshaft war. Wipper stammt danach vom altslawischen Wort vepri f├╝r Eber. Auch andere Gew├Ąsser der Gegend sind nach slawischen Tier- oder Pflanzennamen benannt worden.

Geschichte

Wipperteich 1829
Wipperteich 1829

Entstanden ist der Teichgrund auf dem R├╝cken des Vorsfelder Werders w├Ąhrend der letzten Eiszeit , als abflie├čendes Schmelzwasser eine tellerflache Ebene ausbildete. Diese Fl├Ąche entw├Ąsserte der 11 km lange Bach der Wipperaller. Er flie├čt noch heute vom 70 hohen Werderr├╝cken bei Hoitlingen durch die Ebene hinunter zum Dr├Âmling und m├╝ndet bei Vorsfelde in die Aller. Im Mittelalter staute man den Bach mit einem 500 m langen Damm zum Wipperteich an. Innerhalb einer 60 m H├Âhenlinie entstand ein Gew├Ąsser mit 2 km L├Ąnge und 1 km Breite. Der nur 1,5 m tiefe Teich diente der Fischzucht und dem Betrieb der nahen Wipperm├╝hle, die von der Wipperaller als Teichabfluss angetrieben wurde. Aus dem Wasser ragten gro├čfl├Ąchige Inseln und Halbinseln, die Wiesenhorste. Daf├╝r dass die Anstauung des Gew├Ąssers bereits im 14. Jahrhundert erfolgte, spricht die urkundlichen Erw├Ąhnung der Wipperm├╝hle 1366 . Im 30-j├Ąhrigen Krieg war der Teich wegen mangelnder Pflege mit R├Âhricht verwuchert und soll auch in manchen Jahren trockengefallen sein. Mit rund 200 ha (je nach Wasserstand) war der Wipperteich auch im 19. Jahrhundert das gr├Â├čte Gew├Ąsser im Land Braunschweig.

Eine G├╝teraufnahme der f├╝rstlichen Kammer des Herzogtums Braunschweig berichtet 1710 , dass das Wachstum der Fische nicht so gut sei wegen des sterilen Teichgrundes und aufgrund von Raubv├Âgeln. Trotzdem habe der Teich beim Abfischen alle drei Jahre einen Ertrag von etwa 3.500 Fischen gebracht.

Der Magdeburger Schulrektor und Heimatchronist Samuel Walther beschrieb den Teich in seinen Magdeburgischen Merckw├╝rdigkeiten Teil VII. von 1737 so:

... den gro├čen Wipper-Teich, der mitten durch den Werder gehet und eine halbe Meilweges sich erstrecket. Dieser Teich wird durch einen Bach, der von Hoitlingen kommt, bestr├Âmet, hat in der Mitten eine ziemliche Insul und Grasefeld und ist voller Fische.

1841 wurde der Teich endg├╝ltig trocken gelegt und in Weideland sowie Acker umgewandelt. Heute deuten der schwarze Boden und der alte Damm noch auf den fr├╝heren Teich hin. Mitten durch ihn verl├Ąuft die Grenze zwischen der Stadt Wolfsburg und der Gemeinde R├╝hen.

Siehe auch

Wikipedia

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Wipperteich aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation . In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren des Artikels Wipperteich verfügbar.

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